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Ratgeber · Versicherung

Was kostet eine private Krankenversicherung?

Die Kosten einer privaten Krankenversicherung hängen von deinem Eintrittsalter, deinem Gesundheits­zustand und dem gewünschten Leistungs­umfang ab. Für junge und gesunde Angestellte kann sie günstiger sein als die gesetzliche Krankenversicherung, für Selbstständige und ältere Einsteiger oft teurer.

11 Kapitel · 14 Min. Lesezeit · Aktualisiert 12.10.2026

Das Wichtigste

  • Ein 30-jähriger Angestellter zahlt für eine private Krankenversicherung etwa 250 Euro pro Monat.
  • Selbstständige zahlen meist zwischen 350 und 550 Euro monatlich für ihre Tarife.
  • Je höher die Selbstbeteiligung, desto niedriger fallen die monatlichen Beiträge aus.
  • Der Arbeitgeberzuschuss halbiert für Angestellte den Beitrag, Beamte erhalten mindestens 50 Prozent Beihilfe.

01 · Grundlagen

Wie werden die Kosten in der privaten Krankenversicherung berechnet?

Die private Krankenversicherung kalkuliert Beiträge nach dem Äquivalenzprinzip. Das bedeutet: Dein Beitrag richtet sich nach deinem individuellen Risiko und deinem gewünschten Tarif.

Dein Beitrag wird nach dem Äquivalenzprinzip kalkuliert und damit für jede versicherte Person individuell berechnet. Fünf Faktoren bestimmen die Höhe: das Leistungsniveau, dein Alter bei Vertragseintritt, dein Gesundheitszustand, ein eventuelles Krankentagegeld und die gewählte Selbstbeteiligung.

Je höher die vereinbarten Leistungen und je schlechter dein Gesundheitszustand, desto teurer wird der Tarif. Gleichzeitig gilt: Je früher du einsteigst, desto länger baust du Altersrückstellungen auf und desto geringer fällt der monatliche Beitrag aus.

  • Das Leistungsniveau reicht von Basis-Tarifen bis zu Premium-Tarifen mit Chefarztbehandlung und Einbettzimmer.
  • Vorerkrankungen können zu einem Risikozuschlag führen, der auf den normalen Beitrag addiert wird.
  • Eine höhere Selbstbeteiligung reduziert den Monatsbeitrag, verlagert aber Kosten in den Leistungsfall.

In der gesetzlichen Krankenversicherung gilt dagegen das Solidaritätsprinzip: Dort zahlt jeder einen festgelegten Beitragssatz vom Einkommen, unabhängig von Alter und Gesundheit. In der privaten Krankenversicherung trägst du dein individuelles Risiko selbst.

Kurz erklärt

Äquivalenzprinzip

In der privaten Krankenversicherung zahlt jede versicherte Person einen Beitrag, der ihrem individuellen Risiko entspricht. Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es keinen Solidarausgleich zwischen gesunden und kranken oder jungen und alten Mitgliedern.

Dein Beitrag wird aus deinem Eintrittsalter, deinem Gesundheitszustand und dem Leistungsniveau deines Tarifs berechnet.

02 · Vergleich

Private Krankenversicherung oder gesetzliche Krankenversicherung: Was ist günstiger?

Ob sich die private Krankenversicherung für dich lohnt, hängt stark von deinem Berufsstatus und deinem Einkommen ab. Für junge Angestellte ist sie oft günstiger, für Selbstständige kann sie teurer sein als der GKV-Höchstbeitrag.

Für junge Angestellte ist die private Krankenversicherung häufig günstiger als die gesetzliche, weil der Arbeitgeber die Hälfte des Beitrags übernimmt. Ein 30-jähriger Angestellter zahlt für eine Privatversicherung etwa 250 Euro pro Monat, während der Arbeitnehmeranteil am GKV-Höchstbeitrag bei rund 480 Euro liegt.

Selbstständige tragen die vollen Kosten allein und zahlen in der privaten Krankenversicherung meist zwischen 350 und 550 Euro monatlich. Der GKV-Höchstbeitrag für Selbstständige liegt dagegen bei etwa 960 Euro, sodass die private Absicherung trotzdem günstiger sein kann.

  • Besonders junge Arbeitnehmer erhalten eine private Absicherung bereits für 160 Euro pro Monat.
  • Beamte zahlen durchschnittlich 270 Euro, weil der Dienstherr mindestens 50 Prozent als Beihilfe übernimmt.
  • Die private Krankenversicherung bietet bei besseren Leistungen meist niedrigere Beiträge als die gesetzliche.

Die Beitragsentwicklung verläuft jedoch unterschiedlich: Seit 2006 stiegen die GKV-Höchstbeiträge durchschnittlich um 3,9 Prozent pro Jahr, in der privaten Krankenversicherung lag die Anpassung bei 3,4 Prozent. Langfristig musst du die private Absicherung aber auch im Alter finanzieren können.

Monatliche Kosten im Vergleich für einen 30-jährigen gesunden Versicherten
Private KrankenversicherungGesetzliche Krankenversicherung
Angestellter mit Arbeitgeberzuschussca. 250 Euro (Arbeitnehmeranteil)ca. 480 Euro (Arbeitnehmeranteil bei Höchstbeitrag)
Selbstständigerca. 350 bis 550 Euroca. 960 Euro (Höchstbeitrag)
Beamter mit Beihilfeca. 270 Euro (Durchschnitt)

03 · Schritt für Schritt

So wirkt sich dein Eintrittsalter auf den Beitrag aus

Je jünger du in die private Krankenversicherung eintrittst, desto länger ist die Ansparphase für Altersrückstellungen. Das senkt deinen monatlichen Beitrag dauerhaft.

Ein Teil deines Beitrags fließt in Altersrückstellungen, die den Beitrag im Rentenalter stabilisieren sollen. Je früher du mit dem Aufbau beginnst, desto länger ist die Ansparphase und desto weniger Geld musst du monatlich dafür aufwenden.

Besonders junge Arbeitnehmer können eine private Absicherung bereits für 160 Euro pro Monat erhalten. Mit 30 Jahren zahlt ein Angestellter etwa 250 Euro, weil die Ansparphase kürzer ist und der Beitrag entsprechend höher ausfällt.

  • Vor dem 30. Lebensjahr profitierst du von einem guten Gesundheitszustand und niedrigen Beiträgen.
  • Mit 30 Jahren beginnt der kontinuierliche Aufbau der Altersrückstellungen.
  • Ein Wechsel ist möglichst vor dem 45. Lebensjahr sinnvoll, danach wird der Aufbau ausreichender Rückstellungen schwierig.

Wer später einsteigt, muss für denselben Tarif mehr zahlen, weil weniger Zeit bleibt, um Rückstellungen für das Alter anzusparen. Der Gesundheitszustand verschlechtert sich zudem häufig mit den Jahren, was Risikozuschläge wahrscheinlicher macht.

01

In jungen Jahren

Wenn du jung bist, kannst du eine private Absicherung schon für 160 Euro pro Monat bekommen. Dein Gesundheitszustand ist meist gut, und die Ansparphase für Altersrückstellungen ist lang.

02

Mit 30 Jahren

Als 30-jähriger Angestellter zahlst du für eine Privatversicherung etwa 250 Euro pro Monat. Die Altersrückstellungen werden von Anfang an aufgebaut.

03

Vor dem 45. Lebensjahr

Ein Wechsel in die private Krankenversicherung lohnt sich möglichst vor dem 45. Lebensjahr. Dann bleibt genug Zeit, um Altersrückstellungen aufzubauen.

04

Nach dem 45. Lebensjahr

Je später du wechselst, desto kürzer ist die Ansparphase für die Altersrückstellungen und desto höher fallen die monatlichen Beiträge aus.

04 · Was gilt

Welche Rolle spielt dein Gesundheits­zustand?

Vor Vertragsabschluss prüft der Versicherer deinen Gesundheitszustand anhand von Gesundheitsfragen. Vorerkrankungen können zu Risikozuschlägen führen oder den Abschluss erschweren.

Vor Vertragsabschluss stellt der Versicherer Gesundheitsfragen, die du wahrheitsgemäß beantworten musst. Bei Falschangaben kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten, und du bleibst im schlimmsten Fall auf hohen Behandlungskosten sitzen.

Ein guter Gesundheitszustand ohne Vorerkrankungen führt zu einem günstigeren Beitrag. Chronische Erkrankungen wie Diabetes oder Asthma sowie psychische Vorerkrankungen in den letzten Jahren können dagegen einen Risikozuschlag von 20 bis 30 Prozent auf den Normalbeitrag auslösen.

  • Die Gesundheitsfragen sind in der Regel einfache Ja-Nein-Fragen zu Vorerkrankungen und Behandlungen.
  • Die Beurteilung von Vorerkrankungen variiert je nach Versicherungsunternehmen stark.
  • Der Risikozuschlag gleicht das erhöhte Kostenpotenzial aus, da die Gesundheit nur zum Vertragsbeginn beurteilt wird.

Je besser dein Gesundheitszustand bei Antragstellung ist, desto geringer fallen die monatlichen Kosten aus. Vorerkrankungen können den Abschluss erschweren oder verteuern, eine Ablehnung ist bei schwerwiegenden Erkrankungen möglich.

Führt zu günstigerem Beitrag

·Guter Gesundheitszustand ohne Vorerkrankungen
·Junges Eintrittsalter mit langer Ansparphase
·Wahrheitsgemäße Angaben ohne Auffälligkeiten

Führt zu höherem Beitrag oder Ablehnung

·Chronische Erkrankungen wie Diabetes oder Asthma
·Psychische Vorerkrankungen in den letzten Jahren

05 · Kosten

Selbstbeteiligung: So senkst du deine monatlichen Kosten

Mit einer Selbstbeteiligung zahlst du einen Teil deiner Arztrechnungen selbst. Dafür reduziert der Versicherer deinen monatlichen Beitrag.

Mit einer Selbstbeteiligung zahlst du deine Arztrechnungen bis zu einem festgelegten Jahresbetrag selbst. Dafür reduziert der Versicherer deinen monatlichen Beitrag spürbar, je höher der Selbstbehalt gewählt wird.

Die meisten Versicherten wählen einen Selbstbehalt zwischen 0 und 1.000 Euro pro Jahr. Für einen 30-jährigen Angestellten sinkt der Beitrag von etwa 280 Euro ohne Selbstbeteiligung auf rund 200 Euro bei 1.000 Euro Selbstbehalt.

  • Ohne Selbstbeteiligung zahlst du etwa 280 Euro monatlich, trägst aber keine zusätzlichen Kosten im Leistungsfall.
  • Bei 300 Euro Selbstbeteiligung sinkt der Beitrag auf etwa 250 Euro pro Monat.
  • Bei 1.000 Euro Selbstbeteiligung zahlst du rund 200 Euro monatlich, musst aber im Krankheitsfall den Selbstbehalt selbst tragen.

Angestellte sollten eher Tarife ohne Selbstbeteiligung wählen, weil der Arbeitgeber sich am Beitrag beteiligt, nicht aber an deinem Selbstbehalt. Setze den Selbstbehalt nur so hoch an, dass du den Betrag im Leistungsfall auch begleichen kannst.

06 · Was gilt

Arbeitgeberzuschuss und Beihilfe: Wer beteiligt sich an den Kosten?

Angestellte und Beamte müssen die Beiträge zur privaten Krankenversicherung nicht allein tragen. Der Arbeitgeber oder Dienstherr übernimmt einen Teil der Kosten.

Angestellte erhalten einen Arbeitgeberzuschuss von 50 Prozent des PKV-Beitrags, maximal jedoch die Hälfte des GKV-Höchstbeitrags. Auch beim Krankentagegeld beteiligt sich der Arbeitgeber, wenn es den gesetzlichen Anspruch abdeckt.

Beamte bekommen von ihrem Dienstherrn eine Beihilfe von mindestens 50 Prozent der Krankheitskosten. Je nach Bundesland und Familienstand kann der Beihilfesatz für Ehepartner und Kinder auf 70 bis 80 Prozent steigen.

  • Angestellte: Der Arbeitgeber übernimmt die Hälfte des Beitrags, nicht aber die Selbstbeteiligung.
  • Beamte: Die Beihilfe deckt mindestens 50 Prozent, für Kinder oft 80 Prozent der Krankheitskosten.
  • Selbstständige: Sie tragen den vollen Beitrag allein und erhalten keine Zuschüsse.

Wahlleistungen über dem GKV-Niveau wie Chefarztbehandlung oder Einbettzimmer musst du als Angestellter oder Beamter selbst finanzieren. Der Arbeitgeber beteiligt sich nur an den Kosten, die dem gesetzlichen Leistungsumfang entsprechen.

Wird bezuschusst

·Angestellte: Arbeitgeberzuschuss von 50 Prozent des Beitrags, maximal der halbe GKV-Höchstbeitrag
·Beamte: Beihilfe von mindestens 50 Prozent, je nach Bundesland und Familienstand mehr
·Angestellte: Zuschuss zum Krankentagegeld, wenn es den gesetzlichen Anspruch abdeckt

Trägst du allein

·Selbstständige: keine Arbeitgeberbeteiligung, du zahlst den vollen Beitrag
·Selbstbeteiligung: Der Arbeitgeber beteiligt sich nicht an deinem Selbstbehalt
·Wahlleistungen über dem GKV-Niveau: Diese Kosten trägst du allein

07 · Vergleich

Leistungs­umfang: Was kostet welcher Tarif?

Die private Krankenversicherung bietet Tarife mit unterschiedlichem Leistungsniveau. Je umfangreicher die Leistungen, desto höher fällt dein Beitrag aus.

Die private Krankenversicherung teilt Tarife in drei Leistungsniveaus ein: Basis, Komfort und Premium. Je umfangreicher die Leistungen, desto höher fällt dein monatlicher Beitrag aus, unabhängig von deinem Berufsstatus.

Für einen 30-jährigen Angestellten beginnen Basis-Tarife bei etwa 177 Euro, Komfort-Tarife bei 210 Euro und Premium-Tarife bei 278 Euro monatlich. Selbstständige zahlen für dieselben Tarifarten etwa 290 Euro, 327 Euro und 528 Euro.

  • Basis-Tarife entsprechen in vielen Bereichen dem GKV-Niveau, bieten aber oft weitergehende Leistungen.
  • Komfort-Tarife umfassen Chefarztbehandlung und mindestens 75 Prozent Kostenübernahme bei Zahnersatz.
  • Premium-Tarife bieten 100 Prozent Erstattung beim direkten Facharzt-Besuch und stationäre Behandlungen über dem Höchstsatz.

Die Preise beziehen sich auf Tarife mit durchschnittlicher Selbstbeteiligung von 500 Euro bei Angestellten und 1.000 Euro bei Selbstständigen. Ein höherer Selbstbehalt reduziert den Beitrag, ein niedrigerer erhöht ihn entsprechend.

Monatliche Kosten nach Tarifart für einen 30-jährigen Versicherten
AngestellterSelbstständiger
Basis-Leistungenca. 177 Euroca. 290 Euro
Komfort-Leistungenca. 210 Euroca. 327 Euro
Premium-Leistungenca. 278 Euroca. 528 Euro

08 · Im Vertrag

Krankentagegeld: Absicherung bei Ver­dienstausfall

Das Krankentagegeld ist ein wichtiger Leistungsbaustein der privaten Krankenversicherung. Es sichert dein Einkommen ab, wenn du länger krank bist.

Für Selbstständige ist dieser Baustein existenziell wichtig, weil sie im Krankheitsfall keine Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber erhalten.

Angestellte bekommen in den ersten 42 Tagen einer Krankheit weiterhin Lohn vom Arbeitgeber. Für sie reicht ein Krankentagegeld-Tarif aus, der erst ab dem 43. Tag leistet, um laufende Kosten wie Miete und Altersvorsorge zu decken.

  • Selbstständige sollten ein Krankentagegeld wählen, das ihren vollen Verdienstausfall abdeckt.
  • Angestellte benötigen ein Krankentagegeld ab dem 43. Tag, da der Arbeitgeber vorher zahlt.
  • Die Höhe des Krankentagegelds kannst du individuell festlegen und an deine Lebenshaltungskosten anpassen.

Das Krankentagegeld wird als eigener Tarifbaustein in der privaten Krankenversicherung geführt und erhöht den monatlichen Beitrag. Es ist besonders für Selbstständige ein unverzichtbarer Bestandteil der Absicherung.

Krankentagegeld in der privaten Krankenversicherung

Für SelbstständigeExistenzschutzSelbstständige erhalten im Krankheitsfall keine Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber. Ein Krankentagegeld-Tarif ist für sie existenziell wichtig, um laufende Kosten wie Miete und Altersvorsorge zu decken.
Für AngestellteAb dem 43. TagAngestellte erhalten in den ersten 42 Tagen einer Krankheit Lohn vom Arbeitgeber. Ein Krankentagegeld-Tarif, der erst ab dem 43. Tag leistet, reicht für sie aus.

09 · Hintergrund

Altersrückstellungen: Warum der Beitrag im Alter steigt

Ein Teil deines Beitrags fließt in Altersrückstellungen. Sie sollen den Beitrag im Rentenalter stabilisieren, können aber Beitragssteigerungen nicht vollständig verhindern.

Je früher du mit dem Aufbau beginnst, desto länger ist die Ansparphase und desto geringer sind die monatlichen Beiträge, die dafür verwendet werden müssen.

Trotz Altersrückstellungen steigen die Beiträge in der privaten Krankenversicherung im Laufe der Zeit. Zwischen 2015 und 2025 wurden die Tarife im Durchschnitt um 3,9 Prozent pro Jahr teurer, allein 2026 stiegen die Beiträge um durchschnittlich 13 Prozent.

  • Die Altersrückstellungen sollen den Beitrag im Alter stabilisieren, können Beitragssteigerungen aber nicht vollständig verhindern.
  • Ein Wechsel in die private Krankenversicherung ist möglichst vor dem 45. Lebensjahr sinnvoll.
  • Die durchschnittliche Beitragsanpassung in der privaten Krankenversicherung liegt bei 3,4 Prozent pro Jahr.

Die Beitragssteigerungen entstehen durch steigende Gesundheitskosten und die allgemeine Preisentwicklung im Gesundheitswesen. Die Altersrückstellungen federn diese Anstiege ab, können sie aber nicht vollständig ausgleichen.

In der privaten Krankenversicherung wird ein Teil deines Beitrags zum Aufbau von Altersrückstellungen verwendet. Diese Rückstellungen dienen dazu, den Beitrag im Alter stabil zu halten, wenn die Gesundheitskosten steigen.

Je früher du mit dem Aufbau beginnst, desto länger ist die Ansparphase und desto geringer sind die monatlichen Beiträge, die dafür verwendet werden müssen. Ein Wechsel in die private Krankenversicherung ist daher möglichst vor dem 45. Lebensjahr sinnvoll.

Trotz Altersrückstellungen steigen die Beiträge in der privaten Krankenversicherung im Laufe der Zeit. Zwischen 2015 und 2025 sind die Tarife im Durchschnitt um 3,9 Prozent pro Jahr teurer geworden. In der gesetzlichen Krankenversicherung betrug die durchschnittliche Anpassung im gleichen Zeitraum 3,4 Prozent pro Jahr.

10 · Was gilt

Beihilfe für Beamte: So viel übernimmt der Dienstherr

Beamte erhalten von ihrem Dienstherrn eine Beihilfe zu den Krankheitskosten. Der Beihilfesatz hängt vom Bundesland und der Anzahl der Kinder ab.

Für Ehepartner, die nicht selbst versichert sind, steigt der Beihilfesatz auf 70 bis 80 Prozent, für Kinder auf 80 Prozent oder mehr.

Die Beihilfe deckt die Krankheitskosten, nicht aber Wahlleistungen wie Chefarztbehandlung oder Einbettzimmer, wenn dein Tarif diese vorsieht. Auch die Selbstbeteiligung im PKV-Tarif und ein Krankentagegeld musst du als Beamter selbst tragen.

  • Mindestens 50 Prozent der Krankheitskosten für den Beamten selbst werden übernommen.
  • Für Kinder liegt der Beihilfesatz in vielen Bundesländern bei 80 Prozent oder höher.
  • Krankentagegeld ist für Beamte nicht nötig, da sie im Krankheitsfall weiterhin Besoldung erhalten.

Der Beihilfesatz hängt vom Bundesland und der Anzahl der Kinder ab. Beamte zahlen durchschnittlich 270 Euro monatlich für ihre private Krankenversicherung, weil die Beihilfe einen großen Teil der Kosten abdeckt.

Beihilfe wird gezahlt

·Mindestens 50 Prozent der Krankheitskosten für den Beamten selbst
·70 bis 80 Prozent für Ehepartner, wenn sie nicht selbst versichert sind
·80 Prozent für Kinder, in manchen Bundesländern auch mehr

Keine Beihilfe

·Wahlleistungen wie Chefarztbehandlung oder Einbettzimmer, wenn der Tarif diese vorsieht
·Selbstbeteiligung im PKV-Tarif
·Krankentagegeld, da Beamte im Krankheitsfall weiterhin Besoldung erhalten

11 · Fehler vermeiden

Kosten für Selbstständige: Das musst du einplanen

Selbstständige tragen die Beiträge zur privaten Krankenversicherung allein. Sie zahlen meist zwischen 350 und 550 Euro pro Monat, abhängig vom Tarif und vom Eintrittsalter.

Der genaue Betrag hängt vom Tarif, deinem Eintrittsalter und deinem Gesundheitszustand ab.

Ein häufiger Fehler ist ein zu niedriges Krankentagegeld, obwohl Selbstständige keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung haben und ihren Verdienstausfall selbst absichern müssen. Auch eine zu hohe Selbstbeteiligung kann problematisch werden, wenn dein Einkommen schwankt.

  • Wähle ein Krankentagegeld, das deinen vollen Verdienstausfall abdeckt, nicht nur einen Teil davon.
  • Setze die Selbstbeteiligung nur so hoch an, dass du sie im Leistungsfall auch bei schwankendem Einkommen zahlen kannst.
  • Unterschätze Beitragssteigerungen nicht: Die private Krankenversicherung wird im Durchschnitt um 3,9 Prozent pro Jahr teurer.

Schau nicht nur auf den aktuellen Beitrag, sondern prüfe, ob der Tarif ausreichend Altersrückstellungen bildet. Ein günstiger Tarif kann langfristig teurer werden, wenn er wenige Rückstellungen aufbaut und im Alter stark steigt.

Häufige Fehler bei der Kostenplanung für Selbstständige

·Zu niedriges Krankentagegeld wählen: Selbstständige haben keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung und müssen ihren Verdienstausfall selbst absichern.
·Selbstbeteiligung zu hoch ansetzen: Im Leistungsfall musst du den Selbstbehalt aus eigener Tasche zahlen, auch wenn dein Einkommen schwankt.
·Beitragssteigerungen unterschätzen: Die PKV wird im Laufe der Zeit teurer, im Durchschnitt um 3,9 Prozent pro Jahr.
·Nur auf den aktuellen Beitrag schauen: Ein günstiger Tarif kann langfristig teurer werden, wenn er wenige Altersrückstellungen bildet.

Häufige Fragen

Fragen zu Was kostet eine private Krankenversicherung?

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FinanzredaktionAktualisiert am 12.10.2026