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Ratgeber · Versicherung

Günstige Unfallzusatzversicherung: So findest du soliden Schutz für die finanziellen Folgen eines Unfalls

Eine private Unfallversicherung schließt die Lücke, die die gesetzliche Absicherung in der Freizeit lässt. Entscheidend sind dabei nicht nur der Beitrag, sondern vor allem die vereinbarten Leistungen wie Invaliditäts­summe, Progression und Unfallrente.

11 Kapitel · 17 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt nur bei Arbeits- und Wegeunfällen, nicht in der Freizeit.
  • Die Invaliditätsleistung ist die Kernleistung und sollte mit einer hohen Progression vereinbart werden.
  • Eine Unfallrente sichert dich ab einem Invaliditätsgrad von 30 oder 50 Prozent lebenslang monatlich ab.
  • Achte auf Klauseln wie die Leistungs-Update-Garantie und den Umgang mit Vorerkrankungen.

01 · Grundlagen

Was leistet eine private Unfallversicherung?

Die private Unfallversicherung zahlt eine einmalige Kapitalleistung oder eine monatliche Rente, wenn durch einen Unfall eine dauerhafte gesundheitliche Beeinträchtigung entsteht. Sie gilt weltweit und rund um die Uhr, also auch in der Freizeit und im Haushalt.

Die private Unfallversicherung zahlt eine vorher vereinbarte Invaliditätssumme, wenn du durch einen Unfall dauerhaft körperlich oder geistig beeinträchtigt bist. Die Höhe der Auszahlung richtet sich nach dem Grad der Invalidität, der anhand der Gliedertaxe bestimmt wird. Zusätzlich kannst du eine lebenslange Unfallrente vereinbaren, die ab einem bestimmten Invaliditätsgrad monatlich gezahlt wird.

Der Versicherungsschutz gilt weltweit und rund um die Uhr, also auch im Haushalt, beim Sport oder auf Reisen. Ein erweiterter Unfallbegriff kann zudem Verletzungen durch Eigenbewegungen oder bestimmte Krankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall einschließen. Zwei Drittel aller Unfälle passieren in der Freizeit, wo die gesetzliche Unfallversicherung nicht leistet.

  • Die Invaliditätsleistung wird als einmalige Kapitalzahlung oder als monatliche Rente ausgezahlt.
  • Die Gliedertaxe legt fest, welcher Invaliditätsgrad bei Verlust oder Funktionsunfähigkeit eines Körperteils angenommen wird.
  • Optionale Bausteine wie Krankenhaustagegeld oder Sofortleistungen ergänzen den Basisschutz.

Die private Unfallversicherung ist eine Versicherung, die bei einem Unfall mit bleibenden gesundheitlichen Schäden eine vorher vereinbarte Invaliditätssumme und optional eine lebenslange Unfallrente zahlt. Sie schützt im Gegensatz zur gesetzlichen Unfallversicherung auch in der Freizeit. Die Höhe der Leistung richtet sich nach der vereinbarten Versicherungssumme und dem Grad der Invalidität, der anhand der Gliedertaxe bestimmt wird.

Kurz erklärt

Private Unfallversicherung

Eine Versicherung, die bei einem Unfall mit bleibenden gesundheitlichen Schäden eine vorher vereinbarte Invaliditätssumme und optional eine lebenslange Unfallrente zahlt. Sie schützt im Gegensatz zur gesetzlichen Unfallversicherung auch in der Freizeit.

Die Höhe der Leistung richtet sich nach der vereinbarten Versicherungssumme und dem Grad der Invalidität, der anhand der Gliedertaxe bestimmt wird.

02 · Vergleich

Gesetzliche und private Unfallversicherung im Vergleich

Viele Studierende sind über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert, aber nur während der Uni, auf dem direkten Weg dorthin oder im Pflichtpraktikum. Für Unfälle im Haushalt, beim Sport oder auf Reisen brauchst du eine private Absicherung.

Die gesetzliche Unfallversicherung greift nur bei Unfällen am Arbeitsplatz, in der Uni, auf dem direkten Hin- oder Rückweg sowie im Pflichtpraktikum. Sie übernimmt Heilbehandlung, Rehabilitation und zahlt bei bleibenden Schäden eine Rente ab 20 Prozent Minderung der Erwerbsfähigkeit. Für alle anderen Lebensbereiche bist du nicht abgesichert.

Die private Unfallversicherung schließt diese Lücke und leistet weltweit, rund um die Uhr. Sie zahlt eine Invaliditätssumme oder Unfallrente bereits ab einem vereinbarten Invaliditätsgrad, oft ab 1 Prozent. Selbstständige und Rentner sind über die gesetzliche Unfallversicherung gar nicht abgesichert, für Studierende gilt der Schutz nur in eng begrenzten Situationen.

  • Die gesetzliche Unfallversicherung wird vom Arbeitgeber oder staatlichen Trägern finanziert.
  • Die private Unfallversicherung zahlst du selbst, kannst dafür aber Leistungen und Summen frei wählen.
  • Ein Unfall im Homeoffice ist gesetzlich nur versichert, wenn er in direktem Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit steht.

Die gesetzliche Unfallversicherung deckt Arbeitsplatz, Uni und den direkten Hin- und Rückweg ab. Die private Unfallversicherung gilt weltweit, rund um die Uhr, auch in der Freizeit. Während die gesetzliche Absicherung Heilbehandlung, Rehabilitation, Verletztengeld und Rente umfasst, bietet die private Versicherung Invaliditätssumme, Unfallrente, Krankenhaustagegeld und Sofortleistung. Die Invaliditätsleistung der gesetzlichen Versicherung beginnt als Rente ab 20 Prozent Minderung der Erwerbsfähigkeit, die private zahlt Kapital oder Rente ab vereinbartem Invaliditätsgrad, oft ab 1 Prozent. Den Beitrag übernimmt bei der gesetzlichen Variante der Arbeitgeber oder staatliche Träger, bei der privaten zahlst du selbst.

Unterschiede zwischen gesetzlicher und privater Unfallversicherung
Gesetzliche UnfallversicherungPrivate Unfallversicherung
Versicherte OrteArbeitsplatz, Schule, Kindergarten oder direkter Hin- und RückwegWeltweit, rund um die Uhr, auch in der Freizeit
LeistungsartHeilbehandlung, Rehabilitation, Verletztengeld, RenteInvaliditätssumme, Unfallrente, Krankenhaustagegeld, Sofortleistung
Invaliditäts­leistungRente bei Minderung der ErwerbsfähigkeitKapitalzahlung oder Rente ab vereinbartem Invaliditätsgrad
BeitragszahlerArbeitgeber oder staatliche TrägerVersicherte Person selbst

03 · Schritt für Schritt

So berechnet sich die Invaliditäts­leistung über die Gliedertaxe

Die Gliedertaxe legt fest, welcher Invaliditätsgrad bei Verlust oder Funktionsunfähigkeit eines Körperteils angenommen wird. Multipliziert mit der vereinbarten Invaliditätssumme ergibt sich die Auszahlung.

Nach einem Unfall stellt ein Arzt die dauerhafte Beeinträchtigung fest und ordnet sie einem Invaliditätsgrad zu. Die Gliedertaxe legt dafür feste Werte fest, zum Beispiel 70 Prozent für den Verlust eines Arms oder 20 Prozent für einen Daumen. Diese Werte unterscheiden sich je nach Tarif, manche Tarife bieten eine verbesserte Gliedertaxe mit höheren Einstufungen.

Die vereinbarte Invaliditätssumme wird mit dem ermittelten Invaliditätsgrad multipliziert. Bei 100.000 Euro Summe und 70 Prozent Invalidität erhältst du 70.000 Euro. Mit einer Progression von 350 Prozent steigt die Auszahlung bei hohen Invaliditätsgraden deutlich an, bei 70 Prozent Invalidität auf 245.000 Euro.

  • Die ärztliche Feststellung der Invalidität muss innerhalb einer bestimmten Frist nach dem Unfall erfolgen.
  • Die Gliedertaxe bewertet auch Sinnesorgane und innere Organe, zum Beispiel ein Auge mit 50 Prozent.
  • Eine Progression erhöht die Auszahlung bei schweren Unfällen überproportional.

Nach einem Unfall stellt ein Arzt die dauerhafte Beeinträchtigung fest und ordnet sie einem Invaliditätsgrad zu. Die Gliedertaxe bewertet den Verlust eines Arms mit 70 Prozent, einen Daumen mit 20 Prozent, wobei die Werte je nach Tarif abweichen. Die vereinbarte Invaliditätssumme wird mit dem ermittelten Invaliditätsgrad multipliziert, bei 100.000 Euro Summe und 70 Prozent Invalidität sind das 70.000 Euro. Mit einer Progression, zum Beispiel 350 Prozent, steigt die Auszahlung bei hohen Invaliditätsgraden deutlich an.

01

Unfall und ärztliche Feststellung

Nach einem Unfall stellt ein Arzt die dauerhafte Beeinträchtigung fest und ordnet sie einem Invaliditätsgrad zu.

02

Anwendung der Gliedertaxe

Der Verlust eines Arms wird zum Beispiel mit 70 Prozent bewertet, ein Daumen mit 20 Prozent. Die Werte unterscheiden sich je nach Tarif.

03

Berechnung der Leistung

Die vereinbarte Invaliditätssumme wird mit dem ermittelten Invaliditätsgrad multipliziert.

04

Progression erhöht die Auszahlung

Mit einer Progression, zum Beispiel 350 Prozent, steigt die Auszahlung bei hohen Invaliditätsgraden überproportional an.

04 · Was gilt

Diese Leistungen sind in einer günstigen Unfallzusatzversicherung enthalten

Nicht jede Police bietet denselben Umfang. Achte beim Vergleich darauf, welche Leistungen im Basisschutz enthalten sind und welche du optional ergänzen musst.

Ein günstiger Tarif muss nicht automatisch schlechte Leistungen bedeuten. Achte darauf, dass die Invaliditätsleistung mit Progression enthalten ist, denn sie ist die Kernleistung der privaten Unfallversicherung. Ein erweiterter Unfallbegriff mit Eigenbewegungen und bestimmten Infektionen erhöht den Schutz deutlich.

Häufig enthalten sind Bergungskosten bis zu einer festgelegten Summe, kosmetische Operationen nach Unfallfolgen und eine Leistungs-Update-Garantie. Eine Sofortleistung bei schweren Verletzungen wird einmalig ausgezahlt, zum Beispiel 10.000 Euro in einem mittleren Tarif. Gipsgeld bei Knochenbrüchen liegt je nach Tarif zwischen 100 und 500 Euro.

  • Die Invaliditätsleistung mit Progression ist der wichtigste Baustein.
  • Krankenhaustagegeld wird für begrenzte Zeit gezahlt, oft bis zu zwei oder drei Jahre.
  • Rooming-in für Eltern im Krankenhaus ist meist nur in höheren Tarifen enthalten.

Häufig enthalten sind die Invaliditätsleistung mit Progression, Bergungskosten bis zu einer festgelegten Summe, kosmetische Operationen nach Unfallfolgen und eine Leistungs-Update-Garantie. Oft optional oder tarifabhängig sind Unfallrente ab 30 oder 50 Prozent Invalidität, Krankenhaustagegeld für begrenzte Zeit, Sofortleistung bei schweren Verletzungen, Gipsgeld bei Knochenbrüchen, ein erweiterter Unfallbegriff mit Eigenbewegungen und Rooming-in für Eltern im Krankenhaus.

Häufig enthalten

·Invaliditätsleistung mit Progression
·Unfallrente ab 30 oder 50 Prozent Invalidität
·Krankenhaustagegeld für begrenzte Zeit
·Bergungskosten bis zu einer festgelegten Summe
·Kosmetische Operationen nach Unfallfolgen

Oft optional oder tarifabhängig

·Sofortleistung bei schweren Verletzungen
·Gipsgeld bei Knochenbrüchen
·Leistungs-Update-Garantie
·Erweiterter Unfallbegriff mit Eigenbewegungen
·Rooming-in für Eltern im Krankenhaus

05 · Kosten

Was kostet eine günstige Unfallzusatzversicherung?

Die Beiträge hängen von der vereinbarten Invaliditätssumme, der Progression, dem Alter und dem Beruf ab. Günstige Tarife beginnen im einstelligen Eurobereich pro Monat.

Ein Basistarif ohne Progression ist bereits ab 2,63 Euro monatlich erhältlich.

Mit Progression von 350 Prozent liegen die Beiträge typischerweise zwischen 5 und 8 Euro pro Monat. Ein Tarif mit Unfallrente und Sofortleistung kostet etwa 8 bis 15 Euro monatlich, ein Tarif mit erweitertem Unfallbegriff und Update-Garantie 15 bis 25 Euro. Die genannten Spannen sind Schätzwerte und hängen von deinen persönlichen Angaben ab.

  • Die Invaliditätssumme ist der größte Hebel für den Beitrag.
  • Eine Progression erhöht den Beitrag, aber auch die mögliche Auszahlung.
  • Zusatzbausteine wie Unfallrente oder Sofortleistung kosten extra.

Für eine Invaliditätssumme von 100.000 Euro mit Progression gelten folgende beispielhafte Beitragsspannen: Ein Basis-Tarif ohne Progression beginnt ab 2,63 Euro monatlich. Ein Tarif mit Progression 350 Prozent kostet 5 bis 8 Euro, ein Tarif mit Unfallrente und Sofortleistung 8 bis 15 Euro. Ein Tarif mit erweitertem Unfallbegriff und Update-Garantie liegt bei 15 bis 25 Euro. Die genannten Spannen sind Schätzwerte und hängen von deinem Alter, Beruf und den gewählten Leistungen ab.

Monatliche Beiträge für eine private Unfallversicherung

Einstiegsbeitrag private Unfallversicherungab 2,63 EUR
Beitrag mit 225 % Progressionab 14,28 EUR

06 · Im Vertrag

Unfallrente: So sicherst du dich lebenslang ab

Die Unfallrente ist eine monatliche Zahlung, die ab einem bestimmten Invaliditätsgrad lebenslang geleistet wird. Sie ist besonders sinnvoll, wenn du nach einem Unfall dauerhaft nicht mehr voll arbeiten kannst.

Die Rente wird unabhängig vom Alter gezahlt, sobald der Mindestinvaliditätsgrad erreicht ist.

Die Unfallrente wird erst ab einem Invaliditätsgrad von 30 oder 50 Prozent gezahlt. Je niedriger die Schwelle, desto eher greift die Rente, aber desto teurer ist der Tarif. Haben Vorerkrankungen zu den Unfallfolgen beigetragen, kann der Versicherer die Leistung mindern, manche Tarife bieten Optionen, die auf diese Anrechnung verzichten.

  • Die Unfallrente wird lebenslang gezahlt, sobald der Mindestinvaliditätsgrad erreicht ist.
  • Ein Mitwirkungsanteil kann die Leistung mindern, wenn Vorerkrankungen eine Rolle spielen.
  • Die Option „Zusatz Mitwirkung 100“ verzichtet vollständig auf eine Anrechnung.

Die Unfallrente wird erst ab einem Invaliditätsgrad von 30 oder 50 Prozent gezahlt, je niedriger die Schwelle, desto eher greift die Rente. Die Rente wird unabhängig vom Alter lebenslang gezahlt, sobald der Mindestinvaliditätsgrad erreicht ist. Haben Vorerkrankungen zu den Unfallfolgen beigetragen, kann der Versicherer die Leistung mindern, manche Tarife bieten Optionen, die auf diese Anrechnung verzichten.

Wichtige Klauseln zur Unfallrente

MindestinvaliditätsgradLeistungsvoraussetzungDie Unfallrente wird erst ab einem Invaliditätsgrad von 30 oder 50 Prozent gezahlt. Je niedriger die Schwelle, desto eher greift die Rente.
Lebenslange ZahlungLaufzeitDie Rente wird unabhängig vom Alter lebenslang gezahlt, sobald der Mindestinvaliditätsgrad erreicht ist.
VorerkrankungenMitwirkungsanteilHaben Vorerkrankungen zu den Unfallfolgen beigetragen, kann der Versicherer die Leistung mindern. Manche Tarife bieten Optionen, die auf diese Anrechnung verzichten.

07 · Checkliste

Checkliste: Worauf du bei einer günstigen Unfallzusatzversicherung achten solltest

Ein niedriger Beitrag nützt wenig, wenn die Leistungen im Ernstfall nicht ausreichen. Prüfe die folgenden Punkte, bevor du dich für einen Tarif entscheidest.

Die Invaliditätssumme sollte mindestens 100.000 Euro betragen, besser mehr.

Eine Progression von 350 Prozent oder mehr ist entscheidend, weil sie die Auszahlung bei schweren Unfällen deutlich erhöht. Eine Unfallrente ab 50 Prozent Invalidität sichert dich lebenslang ab. Achte außerdem auf eine Leistungs-Update-Garantie und einen erweiterten Unfallbegriff.

  • Invaliditätssumme von mindestens 100.000 Euro wählen.
  • Progression von 350 Prozent oder mehr vereinbaren.
  • Unfallrente ab 50 Prozent Invalidität einschließen.
  • Leistungs-Update-Garantie für automatische Verbesserungen prüfen.
  • Erweiterten Unfallbegriff mit Eigenbewegungen und Infektionen wählen.
  • Bergungskosten von mindestens 10.000 Euro sicherstellen.
  • Kosmetische Operationen mit ausreichender Summe einschließen.
  • Auf Verzicht der Anrechnung von Vorerkrankungen achten.

Für einen soliden Unfallschutz solltest du eine Invaliditätssumme von mindestens 100.000 Euro, eine Progression von 350 Prozent oder mehr und eine Unfallrente ab 50 Prozent Invalidität wählen. Eine Leistungs-Update-Garantie sorgt für automatische Verbesserungen, ein erweiterter Unfallbegriff deckt Eigenbewegungen und Infektionen ab. Bergungskosten von mindestens 10.000 Euro, kosmetische Operationen mit ausreichender Summe und der Verzicht auf Anrechnung von Vorerkrankungen runden den Schutz ab.

Kriterien für einen soliden Unfallschutz

01

Invaliditätssumme von mindestens 100.000 Euro

02

Progression von 350 Prozent oder mehr

03

Unfallrente ab 50 Prozent Invalidität

04

Leistungs-Update-Garantie für automatische Verbesserungen

05

Erweiterter Unfallbegriff mit Eigenbewegungen und Infektionen

06

Bergungskosten von mindestens 10.000 Euro

07

Kosmetische Operationen mit ausreichender Summe

08

Verzicht auf Anrechnung von Vorerkrankungen

08 · Fehler vermeiden

Typische Fehler beim Abschluss einer Unfallversicherung

Viele Studierende unterschätzen die Bedeutung der Progression oder verlassen sich auf die gesetzliche Absicherung. Diese Fehler kannst du vermeiden.

Diese Fehler kannst du vermeiden, indem du die Leistungen genau prüfst. Eine zu niedrige Invaliditätssumme reicht im Ernstfall oft nicht aus, um den Lebensstandard zu halten.

Der Verzicht auf Progression ist einer der häufigsten Fehler, weil die Auszahlung bei schweren Unfällen dann deutlich niedriger ausfällt. Auch eine fehlende Unfallrente kann problematisch sein, wenn du dauerhaft nicht mehr arbeiten kannst. Ein Tarif ohne Leistungs-Update-Garantie veraltet mit der Zeit.

  • Zu niedrige Invaliditätssumme gewählt, die im Ernstfall nicht reicht.
  • Auf Progression verzichtet, obwohl sie die Auszahlung bei schweren Unfällen deutlich erhöht.
  • Keine Unfallrente vereinbart, obwohl sie bei dauerhafter Beeinträchtigung wichtig ist.
  • Tarif ohne Leistungs-Update-Garantie gewählt, der mit der Zeit veraltet.
  • Vorerkrankungen nicht angegeben, was zu Leistungskürzungen führen kann.
  • Nur auf den Beitrag geschaut, nicht auf die Gliedertaxe und den Unfallbegriff.

Zu den Fehlern, die du vermeiden solltest, gehören eine zu niedrige Invaliditätssumme, der Verzicht auf Progression und eine fehlende Unfallrente. Auch ein Tarif ohne Leistungs-Update-Garantie veraltet mit der Zeit. Vorerkrankungen solltest du angeben, sonst drohen Leistungskürzungen. Achte nicht nur auf den Beitrag, sondern auch auf die Gliedertaxe und den Unfallbegriff.

Fehler, die du vermeiden solltest

·Zu niedrige Invaliditätssumme gewählt, die im Ernstfall nicht reicht
·Auf Progression verzichtet, obwohl sie die Auszahlung bei schweren Unfällen deutlich erhöht
·Keine Unfallrente vereinbart, obwohl sie bei dauerhafter Beeinträchtigung wichtig ist
·Tarif ohne Leistungs-Update-Garantie gewählt, der mit der Zeit veraltet
·Vorerkrankungen nicht angegeben, was zu Leistungskürzungen führen kann
·Nur auf den Beitrag geschaut, nicht auf die Gliedertaxe und den Unfallbegriff

09 · Hintergrund

Krankenhaustagegeld und Sofortleistung: Sinnvolle Ergänzungen

Neben der Invaliditätsleistung bieten viele Tarife Zusatzbausteine, die bei einem Unfall schnell finanzielle Hilfe leisten. Sie sind oft günstig und erhöhen den Nutzen der Police.

Das Krankenhaustagegeld zahlt für jeden Tag im Krankenhaus einen festen Betrag, oft bis zu zwei oder drei Jahre nach dem Unfall.

Eine Sofortleistung bei schweren Verletzungen wird einmalig ausgezahlt, zum Beispiel 10.000 Euro bei bestimmten Diagnosen. Sie hilft, finanzielle Engpässe direkt nach dem Unfall zu überbrücken, bevor die Invaliditätsleistung feststeht. Gipsgeld bei Knochenbrüchen liegt je nach Tarif zwischen 100 und 500 Euro.

  • Das Krankenhaustagegeld deckt Mehrkosten wie Telefon, Parkgebühren oder den Verdienstausfall von Angehörigen ab.
  • Die Sofortleistung wird einmalig bei schweren Verletzungen ausgezahlt, zum Beispiel 10.000 Euro.
  • Gipsgeld ist eine kleine Pauschale bei Knochenbrüchen, sollte aber nicht das Hauptkriterium sein.

Das Krankenhaustagegeld zahlt für jeden Tag im Krankenhaus einen festen Betrag, oft bis zu zwei oder drei Jahre nach dem Unfall. Es deckt Mehrkosten wie Telefon, Parkgebühren oder den Verdienstausfall von Angehörigen ab. Eine Sofortleistung bei schweren Verletzungen wird einmalig ausgezahlt, zum Beispiel 10.000 Euro bei bestimmten Diagnosen. Sie hilft, finanzielle Engpässe direkt nach dem Unfall zu überbrücken. Gipsgeld bei Knochenbrüchen ist eine kleine Pauschale, die je nach Tarif zwischen 100 und 500 Euro liegt. Es ist ein nettes Extra, sollte aber nicht das Hauptkriterium bei der Tarifwahl sein.

Das Krankenhaustagegeld zahlt für jeden Tag im Krankenhaus einen festen Betrag, oft bis zu zwei oder drei Jahre nach dem Unfall. Es deckt Mehrkosten wie Telefon, Parkgebühren oder den Verdienstausfall von Angehörigen ab.

Eine Sofortleistung bei schweren Verletzungen wird einmalig ausgezahlt, zum Beispiel 10.000 Euro bei bestimmten Diagnosen. Sie hilft, finanzielle Engpässe direkt nach dem Unfall zu überbrücken.

Gipsgeld bei Knochenbrüchen ist eine kleine Pauschale, die je nach Tarif zwischen 100 und 500 Euro liegt. Sie ist ein nettes Extra, sollte aber nicht das Hauptkriterium bei der Tarifwahl sein.

10 · Vergleich

Unfallversicherung oder Berufsunfähigkeits­versicherung?

Beide Versicherungen schützen vor den finanziellen Folgen von Gesundheitsschäden, aber auf unterschiedliche Weise. Für Studierende ist die Frage nach der richtigen Absicherung besonders relevant.

Die private Unfallversicherung leistet nur bei Unfällen mit dauerhafter Invalidität, die Berufsunfähigkeitsversicherung auch bei Krankheiten. Für Studierende ist die Frage nach der richtigen Absicherung besonders relevant.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente, wenn du zu mindestens 50 Prozent berufsunfähig im zuletzt ausgeübten Beruf bist. Sie deckt auch psychische Erkrankungen ab, die bei der Unfallversicherung nicht enthalten sind. Dafür ist die Gesundheitsprüfung bei der Berufsunfähigkeitsversicherung umfangreicher.

  • Die Unfallversicherung zahlt eine einmalige Kapitalzahlung oder Unfallrente bei Invalidität durch Unfall.
  • Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente bis zum Rentenalter bei Krankheit oder Unfall.
  • Die Unfallversicherung ist oft ohne oder mit einfacher Gesundheitsprüfung abschließbar.

Die private Unfallversicherung leistet bei Unfall mit dauerhafter Invalidität eine einmalige Kapitalzahlung oder Unfallrente. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente bis zum Rentenalter, wenn Krankheit oder Unfall zu mindestens 50 Prozent Berufsunfähigkeit im zuletzt ausgeübten Beruf führen. Krankheiten sind in der Unfallversicherung nicht enthalten, die Berufsunfähigkeitsversicherung deckt auch psychische Erkrankungen ab. Die Gesundheitsprüfung ist bei der Unfallversicherung oft ohne oder mit einfacher Prüfung möglich, bei der Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine umfangreiche Gesundheitsprüfung üblich.

Unfallversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung im Vergleich
Private UnfallversicherungBerufsunfähigkeits­versicherung
Leistungs­auslöserUnfall mit dauerhafter InvaliditätKrankheit oder Unfall, die zu mindestens 50 Prozent Berufsunfähigkeit im zuletzt ausgeübten Beruf führen
LeistungsartEinmalige Kapitalzahlung oder UnfallrenteMonatliche Rente bis zum Rentenalter
Absicherung bei KrankheitNicht enthalten, nur UnfälleEnthalten, auch psychische Erkrankungen
Gesundheits­prüfungOft ohne oder mit einfacher PrüfungUmfangreiche Gesundheitsprüfung üblich

11 · Im Vertrag

Leistungs-Update-Garantie: So bleibt dein Tarif aktuell

Versicherer entwickeln ihre Tarife stetig weiter. Mit einer Leistungs-Update-Garantie profitierst du automatisch von Verbesserungen, ohne einen neuen Vertrag abschließen zu müssen.

Dein bestehender Versicherungsschutz wird auf den neuesten Stand gebracht, wenn der Versicherer seine Tarife verbessert.

Die verbesserten Leistungen gelten ohne neue Gesundheitsfragen und ohne Wartezeit. Manche Tarife bieten die Garantie für fünf Jahre, andere dauerhaft. Prüfe die Bedingungen genau, denn nicht jede Update-Garantie ist gleich ausgestaltet.

  • Die Leistungs-Update-Garantie aktualisiert deinen Versicherungsschutz automatisch.
  • Es sind keine erneuten Gesundheitsfragen oder Wartezeiten erforderlich.
  • Die Laufzeit der Garantie kann befristet sein, zum Beispiel auf fünf Jahre.

Die Leistungs-Update-Garantie bringt deinen bestehenden Versicherungsschutz automatisch auf den neuesten Stand, wenn der Versicherer seine Tarife verbessert. Die verbesserten Leistungen gelten ohne neue Gesundheitsfragen und ohne Wartezeit. Manche Tarife bieten die Garantie für fünf Jahre, andere dauerhaft, prüfe die Bedingungen genau.

Die Leistungs-Update-Garantie im Detail

Automatische AktualisierungFunktionsweiseDein bestehender Versicherungsschutz wird auf den neuesten Stand gebracht, wenn der Versicherer seine Tarife verbessert.
Keine erneute GesundheitsprüfungVorteilDie verbesserten Leistungen gelten ohne neue Gesundheitsfragen und ohne Wartezeit.
LaufzeitBefristungManche Tarife bieten die Garantie für fünf Jahre, andere dauerhaft. Prüfe die Bedingungen genau.

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026