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Unfallversicherung für Rentner: Der passende Schutz für den Ruhestand

Als Rentnerin oder Rentner entfällt der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Eine private Unfallversicherung für Rentner schließt diese Lücke und sichert dich gegen die finanziellen Folgen von Freizeit- und Haushaltsunfällen ab.

11 Kapitel · 16 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Die gesetzliche Unfallversicherung greift im Ruhestand nicht mehr, daher ist privater Schutz besonders wichtig.
  • Die Gliedertaxe bestimmt den Invaliditätsgrad und damit die Höhe deiner Leistung.
  • Mit einer Progression kannst du die Auszahlung bei schweren Unfallfolgen überproportional erhöhen.
  • Assistance-Leistungen bieten praktische Hilfe im Alltag, zum Beispiel nach einem Oberschenkelhalsbruch.

01 · Was gilt

Warum ist eine private Unfallversicherung für Rentner sinnvoll?

Mit dem Eintritt in den Ruhestand endet der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, die nur Arbeits- und Wegeunfälle abdeckt. Eine private Unfallversicherung für Rentner schützt dich weltweit rund um die Uhr vor den finanziellen Folgen eines Unfalls.

Im Ruhestand entfällt der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung vollständig, denn sie greift ausschließlich bei Arbeitsunfällen und auf dem direkten Arbeitsweg. Ein Sturz im Badezimmer, ein Unfall beim Wandern oder ein Sturz vom Fahrrad sind damit nicht abgedeckt. Die private Unfallversicherung für Rentner schließt genau diese Lücke und leistet weltweit rund um die Uhr.

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt bei der häuslichen Krankenpflege nur medizinisch notwendige Leistungen und das meist zeitlich befristet. Die Pflegeversicherung zahlt nur bei einem anerkannten Pflegegrad und deckt dann ebenfalls nur bestimmte Leistungen ab. Für alles dazwischen, etwa Umbauten wie einen Treppenlift oder eine Haushaltshilfe, kommst du ohne private Absicherung selbst auf.

Die private Unfallversicherung zahlt bereits ab einem Invaliditätsgrad von 1 Prozent eine Kapitalleistung. Bei schwereren Unfallfolgen kann zusätzlich eine lebenslange Unfallrente ab einem Invaliditätsgrad von 50 Prozent vereinbart werden. Damit sicherst du dich gegen die finanziellen Folgen ab, die im Alter besonders schwer wiegen.

Die wichtigsten Unterschiede zwischen gesetzlicher und privater Unfallversicherung im Rentenalter: Die private Unfallversicherung schützt dich bei Freizeitunfällen, im Haushalt und auf Reisen, während die gesetzliche Unfallversicherung nur Arbeitsunfälle und den direkten Arbeitsweg abdeckt. Mit dem Ausscheiden aus dem Berufsleben endet dieser Schutz vollständig, sodass für Rentner und Senioren keine gesetzliche Absicherung mehr besteht.

Private Unfallversicherung

·Schutz bei Freizeitunfällen, im Haushalt und auf Reisen
·Leistung bei dauerhafter Invalidität ab 1 Prozent
·Zahlung einer Kapitalleistung oder Unfallrente
·Weltweiter Schutz rund um die Uhr

Gesetzliche Unfallversicherung

·Schutz nur bei Arbeitsunfällen und auf dem direkten Arbeitsweg
·Keine Leistung bei Freizeit- oder Haushaltsunfällen
·Endet mit dem Ausscheiden aus dem Berufsleben
·Keine Absicherung für Rentner und Senioren

02 · Checkliste

Was leistet die Senioren-Unfallversicherung?

Eine Senioren-Unfallversicherung ist speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten. Sie berücksichtigt typische Unfallrisiken im Alter und bietet neben der Invaliditätsleistung oft besondere Zusatzleistungen.

Die Senioren-Unfallversicherung ist auf die besonderen Risiken im Alter zugeschnitten. Sie berücksichtigt typische Unfallursachen wie Stürze im Haushalt, aber auch Unfälle infolge von Herzinfarkten, Schlaganfällen oder Bewusstseinsstörungen durch ärztlich verordnete Medikamente. Auch allergische Reaktionen auf Insektenstiche, Vergiftungen durch Nahrungsmittel und Infektionen wie Borreliose sind in vielen Tarifen eingeschlossen.

Die Invaliditätsleistung wird als Kapitalzahlung bei dauerhafter Beeinträchtigung ab einem Invaliditätsgrad von 1 Prozent fällig. Die Höhe richtet sich nach der vereinbarten Versicherungssumme, der Progression und dem festgestellten Invaliditätsgrad. Zusätzlich kannst du eine Unfallrente vereinbaren, die ab einem Invaliditätsgrad von 50 Prozent lebenslang monatlich gezahlt wird.

Zu den typischen Zusatzleistungen einer Senioren-Unfallversicherung gehören:

  • Assistance-Leistungen wie Menüservice oder Wohnungsreinigung entlasten dich nach einem Unfall im Alltag.
  • Eine Sofortleistung bei bestimmten schweren Verletzungen, zum Beispiel einem Oberschenkelhalsbruch, wird unabhängig von der späteren Invaliditätsfeststellung gezahlt.
  • Kosmetische Operationen nach einem Unfall werden bis zu einer festgelegten Höhe übernommen.
  • Bergungskosten und Rücktransport nach einem Unfall im In- oder Ausland sind bis zu bestimmten Summen abgesichert.

Die Sofortleistung bei schweren Verletzungen beträgt in einigen Tarifen 20 Prozent der Versicherungssumme für die Invaliditäts- oder Rentenleistung, mindestens 10.000 Euro und höchstens 20.000 Euro. Diese Zahlung hilft dir, die Zeit bis zur endgültigen Feststellung des Invaliditätsgrads finanziell zu überbrücken.

Typische Leistungen einer Senioren-Unfallversicherung

01

Invaliditätsleistung als Kapitalzahlung bei dauerhafter Beeinträchtigung

02

Unfallrente als monatliche Zahlung ab einem Invaliditätsgrad von 50 Prozent

03

Assistance-Leistungen wie Menüservice oder Wohnungsreinigung nach einem Unfall

04

Sofortleistung bei bestimmten schweren Verletzungen, zum Beispiel Oberschenkelhalsbruch

05

Kosmetische Operationen nach einem Unfall

06

Bergungskosten und Rücktransport nach einem Unfall im In- oder Ausland

03 · Grundlagen

Wie funktioniert die Gliedertaxe?

Die Gliedertaxe ist das zentrale Instrument zur Bestimmung des Invaliditätsgrads nach einem Unfall. Sie legt fest, welcher Prozentsatz der Versicherungssumme bei Verlust oder Funktionsunfähigkeit bestimmter Körperteile gezahlt wird.

Der Invaliditätsgrad wird in Prozent angegeben und mit der vereinbarten Versicherungssumme multipliziert.

Ein Beispiel: Der Verlust einer Hand entspricht in der Gliedertaxe einem Invaliditätsgrad von 55 Prozent. Bei einer Versicherungssumme von 50.000 Euro ergibt das ohne Progression eine Leistung von 27.500 Euro. Der Verlust eines Arms inklusive Schulter wird mit 70 Prozent bewertet, der Verlust der Stimme mit 100 Prozent.

Die Gliedertaxe ist in den Versicherungsbedingungen jedes Anbieters genau festgelegt. Du solltest sie vor Vertragsabschluss lesen, denn sie bestimmt maßgeblich, wie viel Geld du im Ernstfall erhältst. Abweichungen zwischen den Anbietern sind möglich und können bei gleicher Versicherungssumme zu unterschiedlichen Auszahlungen führen.

Für die Berechnung deiner Leistung wird der festgestellte Invaliditätsgrad mit der vereinbarten Versicherungssumme multipliziert. Bei einer Grundsumme von 50.000 Euro und einem Invaliditätsgrad von 55 Prozent erhältst du ohne Progression 27.500 Euro. Mit einer Progression von 225 Prozent steigt die Leistung auf 45.000 Euro, mit 350 Prozent auf 62.500 Euro.

Kurz erklärt

Gliedertaxe

Die Gliedertaxe gibt den Invaliditätsgrad an, der bei Verlust oder vollständiger Funktionsunfähigkeit von Körperteilen oder Organen vorliegt. Sie ist die Grundlage für die Berechnung der Invaliditätsleistung.

Der Invaliditätsgrad wird in Prozent angegeben und mit der vereinbarten Versicherungssumme multipliziert. Beispiel: Verlust einer Hand entspricht oft 55 Prozent Invalidität.

04 · Vergleich

Wie wirkt sich die Progression auf deine Leistung aus?

Die Progression erhöht die Invaliditätsleistung bei schweren Unfallfolgen überproportional. Je höher die vereinbarte Progression, desto stärker steigt die Auszahlung bei hohen Invaliditätsgraden.

Sie greift ab einem Invaliditätsgrad von 26 Prozent und sorgt dafür, dass du bei hohen Invaliditätsgraden deutlich mehr Geld erhältst als ohne Progression. Je höher die vereinbarte Progression, desto stärker steigt die Auszahlung.

Bei einer Grundsumme von 50.000 Euro ergeben sich folgende Unterschiede: Der Verlust der Stimme mit einem Invaliditätsgrad von 100 Prozent bringt ohne Progression 50.000 Euro, mit 225 Prozent Progression 112.500 Euro und mit 350 Prozent Progression 175.000 Euro. Beim Verlust eines Arms inklusive Schulter mit 70 Prozent Invalidität sind es 35.000 Euro ohne Progression, 67.500 Euro mit 225 Prozent und 100.000 Euro mit 350 Prozent.

Die Progression ist besonders für ältere Menschen sinnvoll, weil schwere Unfallfolgen im Alter wahrscheinlicher sind und die finanziellen Auswirkungen oft gravierender ausfallen. Ein Oberschenkelhalsbruch oder der Verlust der Selbstständigkeit kann hohe Kosten für Umbauten, Pflege und Hilfsmittel verursachen.

Die Auswirkung der Progression zeigt sich am deutlichsten bei hohen Invaliditätsgraden: Beim Verlust einer Hand mit 55 Prozent Invalidität erhältst du ohne Progression 27.500 Euro, mit 225 Prozent Progression 45.000 Euro und mit 350 Prozent Progression 62.500 Euro. Die Progression greift ab einem Invaliditätsgrad von 26 Prozent und erhöht die Leistung überproportional.

Auswirkung der Progression auf die Invaliditätsleistung bei 50.000 Euro Grundsumme
Ohne Progression225 % Progression350 % Progression
Verlust der Stimme (Invaliditäts­grad 100 %)50.000 EUR112.500 EUR175.000 EUR
Verlust eines Arms inkl. Schulter (Invaliditäts­grad 70 %)35.000 EUR67.500 EUR100.000 EUR
Verlust einer Hand (Invaliditäts­grad 55 %)27.500 EUR45.000 EUR62.500 EUR

05 · Kosten

Was kostet eine Unfallversicherung für Rentner?

Die Beiträge für eine Unfallversicherung für Rentner hängen von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen dein Alter, die vereinbarte Versicherungssumme, die Progression und der gewünschte Leistungsumfang.

Auch die Laufzeit des Vertrags und deine Freizeitaktivitäten können den Beitrag beeinflussen.

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Rentner mit 65 Jahren zahlt für eine Invaliditätsgrundsumme von 60.000 Euro mit 225 Prozent Progression bei einer Laufzeit von drei Jahren und monatlicher Zahlweise 7,56 Euro im Monat. Das zeigt, dass eine solide Grundabsicherung bereits für einen überschaubaren monatlichen Beitrag möglich ist.

Höhere Versicherungssummen und Progressionsstufen führen zu entsprechend höheren Beiträgen. Eine Grundsumme von 100.000 Euro mit 350 Prozent Progression kostet für einen 65-jährigen Rentner etwa 15 Euro im Monat. Für einen 75-jährigen Rentner mit 50.000 Euro Grundsumme und 225 Prozent Progression liegt der Beitrag bei ungefähr 12 Euro monatlich.

Die tatsächlichen Beiträge können je nach Anbieter und individuellem Risikoprofil abweichen. Höhere Versicherungssummen und Progressionsstufen führen zu höheren Beiträgen. Vergleiche daher mehrere Angebote und achte nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Leistungsmerkmale und die Gliedertaxe.

Kurz erklärt

Rentner, 65 Jahre, 60.000 EUR Grundsumme, 225 % Progression

Beitragsbeispiele für eine Unfallversicherung für Rentner

7,56 EUR

06 · Was gilt

Welche Rolle spielt die Pflegeversicherung nach einem Unfall?

Nach einem schweren Unfall kann Pflegebedürftigkeit entstehen. Die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt nur bei anerkanntem Pflegegrad, während die private Unfallversicherung zusätzliche finanzielle Mittel bereitstellen kann.

Die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt nur bei einem anerkannten Pflegegrad und deckt dann lediglich bestimmte pflegerische Leistungen ab. Sie übernimmt keine Kosten für Haushaltshilfen und leistet keine Einmalzahlung bei Invalidität.

Die private Unfallversicherung zahlt ihre Invaliditätsleistung unabhängig vom Pflegegrad. Sie kann Kosten für Umbauten wie einen Treppenlift übernehmen, die von der Pflegeversicherung nicht getragen werden. Eine vereinbarte Unfallrente bietet dir zudem eine laufende Zahlung, die du für Pflege, Haushaltshilfe oder besondere Therapien verwenden kannst.

Die Soforthilfe bei bestimmten Verletzungen ist ein weiterer Vorteil der privaten Unfallversicherung. Sie wird unabhängig von der Pflegeversicherung gezahlt und hilft dir, die Zeit bis zur Feststellung des Invaliditätsgrads zu überbrücken. Die Pflegeversicherung kennt eine solche Leistung nicht.

Die private Unfallversicherung ergänzt die gesetzliche Pflegeversicherung sinnvoll: Sie zahlt Invaliditätsleistung unabhängig vom Pflegegrad, kann Kosten für Umbauten wie einen Treppenlift übernehmen, bietet eine Unfallrente als laufende Zahlung und leistet Soforthilfe bei bestimmten Verletzungen. Die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt nur bei anerkanntem Pflegegrad, deckt nur bestimmte pflegerische Leistungen ab, übernimmt keine Kosten für Haushaltshilfen und leistet keine Einmalzahlung bei Invalidität.

Private Unfallversicherung

·Zahlt Invaliditätsleistung unabhängig vom Pflegegrad
·Kann Kosten für Umbauten wie Treppenlift übernehmen
·Bietet Unfallrente als laufende Zahlung
·Leistet Soforthilfe bei bestimmten Verletzungen

Gesetzliche Pflegeversicherung

·Zahlt nur bei anerkanntem Pflegegrad
·Deckt nur bestimmte pflegerische Leistungen ab
·Übernimmt keine Kosten für Haushaltshilfen
·Leistet keine Einmalzahlung bei Invalidität

07 · Hintergrund

Oberschenkelhalsbruch: Der typische Unfall im Alter

Der Oberschenkelhalsbruch ist eine der häufigsten Unfallfolgen bei Senioren. Jeder Dritte über 65 Jahre stürzt mindestens einmal pro Jahr, bei den über 80-Jährigen ist es fast jeder Zweite.

Diese Verletzung bedeutet für ältere Menschen oft einen langen Krankenhausaufenthalt und eine anschließende Rehabilitation.

Die private Unfallversicherung für Rentner kann bei einem Oberschenkelhalsbruch eine Sofortleistung zahlen. Diese Kapitalzahlung hilft dir, die Zeit bis zur Genesung finanziell zu überbrücken und notwendige Umbaumaßnahmen in der Wohnung zu finanzieren. In einigen Tarifen beträgt die Sofortleistung 20 Prozent der Versicherungssumme für die Invaliditäts- oder Rentenleistung, mindestens 10.000 Euro und höchstens 20.000 Euro.

Zusätzlich können Reha-Management und Assistance-Leistungen den Heilungsprozess unterstützen. Dazu gehören die Organisation von Reha-Maßnahmen, ein Menüservice, Wohnungsreinigung oder Fahrdienste. Diese praktischen Hilfen entlasten dich und deine Angehörigen während der Genesung.

Ein Sturz im Haushalt oder beim Spaziergang kann schnell zu einem Oberschenkelhalsbruch führen. Die private Unfallversicherung für Rentner zahlt bei dieser Verletzung eine Sofortleistung, die dir hilft, die Zeit bis zur Genesung finanziell zu überbrücken und notwendige Umbaumaßnahmen in der Wohnung zu finanzieren. Reha-Management und Assistance-Leistungen unterstützen den Heilungsprozess zusätzlich.

Ein Sturz im Haushalt oder beim Spaziergang kann schnell zu einem Oberschenkelhalsbruch führen. Diese Verletzung bedeutet für ältere Menschen oft einen langen Krankenhausaufenthalt und eine anschließende Rehabilitation.

Die private Unfallversicherung für Rentner kann bei einem Oberschenkelhalsbruch eine Sofortleistung zahlen. Diese Kapitalzahlung hilft dir, die Zeit bis zur Genesung finanziell zu überbrücken und notwendige Umbaumaßnahmen in der Wohnung zu finanzieren.

Zusätzlich können Reha-Management und Assistance-Leistungen den Heilungsprozess unterstützen. Dazu gehören die Organisation von Reha-Maßnahmen, Menüservice oder Wohnungsreinigung.

08 · Vergleich

Kapitalleistung oder Unfallrente: Was passt zu dir?

Bei der Unfallversicherung für Rentner kannst du zwischen einer einmaligen Kapitalleistung und einer monatlichen Unfallrente wählen. Beide Optionen haben unterschiedliche Vorteile für deine finanzielle Absicherung.

Die Kapitalleistung wird bei Invalidität ab 1 Prozent fällig und eignet sich für flexible Ausgaben wie Umbauten, Pflege oder Anschaffungen. Die Unfallrente zahlt ab einem Invaliditätsgrad von 50 Prozent lebenslang monatlich und sichert laufende Kosten ab.

Die Kapitalleistung ist einmalig und danach gibt es keine weiteren Zahlungen. Sie bietet dir die Freiheit, das Geld nach deinen Bedürfnissen einzusetzen, etwa für einen Treppenlift, eine barrierefreie Dusche oder eine Haushaltshilfe. Die Unfallrente hingegen sorgt für ein dauerhaftes Zusatzeinkommen, das du für Pflege, Haushaltshilfe oder besondere Therapien verwenden kannst.

Viele Tarife bieten die Möglichkeit, beide Leistungen zu kombinieren. So erhältst du eine sofortige Kapitalzahlung für akute Ausgaben und gleichzeitig eine lebenslange Rente für laufende Kosten. Diese Kombination ist besonders für Rentner sinnvoll, die nach einem schweren Unfall dauerhaft auf Unterstützung angewiesen sind.

Die Kapitalleistung wird einmalig bei Invalidität ab 1 Prozent gezahlt und ist flexibel für Umbauten, Pflege oder Anschaffungen einsetzbar. Die Unfallrente zahlt monatlich ab 50 Prozent Invalidität und läuft lebenslang, solange die Invalidität besteht. Viele Tarife bieten die Möglichkeit, beide Leistungen zu kombinieren.

Kapitalleistung und Unfallrente im Vergleich
KapitalleistungUnfallrente
AuszahlungEinmalige Zahlung bei Invalidität ab 1 ProzentMonatliche Zahlung ab 50 Prozent Invalidität
VerwendungFlexibel für Umbauten, Pflege oder AnschaffungenLaufende Kosten wie Pflege oder Haushaltshilfe
DauerEinmalig, danach keine weiteren ZahlungenLebenslang, solange die Invalidität besteht

09 · Schritt für Schritt

Wie unterstützt dich das Reha-Management?

Reha-Management ist eine Serviceleistung, die dich nach einem Unfall aktiv bei der Genesung unterstützt. Es koordiniert Maßnahmen und hilft dir, schneller in den Alltag zurückzufinden.

Der Ablauf folgt dabei einem klaren Prozess, der von der Erstversorgung bis zur Rückkehr in den Alltag reicht.

Nach dem Unfall erfolgt zunächst die medizinische Erstversorgung im Krankenhaus oder beim Arzt. Anschließend nimmt das Reha-Management Kontakt zu dir auf und organisiert einen persönlichen Ansprechpartner, der dich durch den gesamten Genesungsprozess begleitet. Gemeinsam werden notwendige Reha-Maßnahmen geplant, zum Beispiel Physiotherapie oder eine stationäre Rehabilitation.

Während der Genesung unterstützen dich Assistance-Leistungen wie Menüservice, Wohnungsreinigung oder Fahrdienste im Alltag. Diese praktischen Hilfen entlasten dich und deine Angehörigen, sodass du dich auf deine Genesung konzentrieren kannst. Das Ziel ist die Rückkehr in den Alltag mit möglichst großer Selbstständigkeit.

Der Ablauf des Reha-Managements umfasst die Erstversorgung nach dem Unfall, die Kontaktaufnahme durch den Versicherer mit einem persönlichen Ansprechpartner, die Planung der Reha-Maßnahmen wie Physiotherapie oder stationäre Rehabilitation, die Unterstützung im Alltag durch Assistance-Leistungen und schließlich die Rückkehr in den Alltag.

01

Unfall und Erstversorgung

Nach dem Unfall erfolgt die medizinische Erstversorgung im Krankenhaus oder beim Arzt.

02

Kontaktaufnahme durch das Reha-Management

Der Versicherer organisiert einen persönlichen Ansprechpartner, der dich durch den gesamten Genesungsprozess begleitet.

03

Planung der Reha-Maßnahmen

Gemeinsam werden notwendige Reha-Maßnahmen geplant, zum Beispiel Physiotherapie oder eine stationäre Rehabilitation.

04

Unterstützung im Alltag

Assistance-Leistungen wie Menüservice, Wohnungsreinigung oder Fahrdienste entlasten dich während der Genesung.

05

Rückkehr in den Alltag

Das Ziel ist die weitgehende Wiederherstellung deiner Selbstständigkeit und Lebensqualität.

10 · Checkliste

Worauf solltest du bei der Beitragsberechnung achten?

Die Beitragsberechnung für eine Unfallversicherung für Rentner berücksichtigt verschiedene Faktoren. Wenn du diese kennst, kannst du den passenden Tarif für deine Bedürfnisse finden.

Dein Alter bei Vertragsabschluss ist ein zentraler Faktor, denn mit steigendem Alter erhöht sich das Unfallrisiko und damit auch der Beitrag. Die Höhe der vereinbarten Invaliditätsgrundsumme bestimmt maßgeblich die Leistung im Ernstfall und den monatlichen Beitrag. Die gewählte Progressionsstufe, zum Beispiel 225 oder 350 Prozent, wirkt sich ebenfalls direkt auf den Beitrag aus.

Weitere Faktoren sind der Umfang der Zusatzleistungen wie Krankenhaustagegeld oder Todesfallleistung, die Laufzeit des Vertrags sowie dein Beruf und deine Freizeitaktivitäten. Wer gefährliche Sportarten ausübt, zahlt unter Umständen einen höheren Beitrag oder benötigt eine Risikozuschlagvereinbarung.

Die wichtigsten Faktoren für deinen Beitrag sind dein Alter bei Vertragsabschluss, die Höhe der vereinbarten Invaliditätsgrundsumme, die gewählte Progressionsstufe, der Umfang der Zusatzleistungen, die Laufzeit des Vertrags sowie dein Beruf und deine Freizeitaktivitäten. Achte bei der Auswahl darauf, dass die Versicherungssumme im Ernstfall ausreicht und die Progression zu deinem Risikoprofil passt.

Faktoren, die deinen Beitrag beeinflussen

01

Dein Alter bei Vertragsabschluss

02

Die Höhe der vereinbarten Invaliditätsgrundsumme

03

Die gewählte Progressionsstufe, zum Beispiel 225 oder 350 Prozent

04

Der Umfang der Zusatzleistungen wie Krankenhaustagegeld oder Todesfallleistung

05

Die Laufzeit des Vertrags

06

Dein Beruf und deine Freizeitaktivitäten

11 · Fehler vermeiden

Typische Fehler bei der Unfallversicherung für Rentner

Beim Abschluss einer Unfallversicherung für Rentner gibt es einige Stolperfallen. Wenn du diese vermeidest, erhältst du einen Tarif, der im Ernstfall wirklich zu deiner Lebenssituation passt.

Ein häufiger Fehler ist eine zu niedrige Versicherungssumme, die im Ernstfall nicht ausreicht, um Umbauten, Pflege oder Hilfsmittel zu finanzieren. Auch der Verzicht auf eine Progression kann teuer werden, denn schwere Unfallfolgen sind im Alter wahrscheinlicher und die Progression erhöht die Leistung bei hohen Invaliditätsgraden überproportional.

Viele Menschen lesen die Gliedertaxe nicht und haben dadurch falsche Erwartungen an die Leistungshöhe. Die Gliedertaxe legt fest, welcher Invaliditätsgrad bei Verlust oder Funktionsunfähigkeit bestimmter Körperteile angenommen wird. Wer sie nicht kennt, kann die tatsächliche Auszahlung im Ernstfall nicht einschätzen.

Diese Fehler solltest du vermeiden: Wähle keine zu niedrige Versicherungssumme, die im Ernstfall nicht ausreicht. Verzichte nicht auf eine Progression, obwohl schwere Unfallfolgen im Alter wahrscheinlicher sind. Lies die Gliedertaxe, um falsche Erwartungen an die Leistungshöhe zu vermeiden. Unterschätze Assistance-Leistungen nicht, die im Alltag nach einem Unfall sehr hilfreich sein können. Achte nicht nur auf den Preis, sondern auch auf wichtige Leistungsmerkmale. Verwechsle die private Unfallversicherung nicht mit der gesetzlichen Unfallversicherung, die für Rentner nicht mehr gilt.

Diese Fehler solltest du vermeiden

·Zu niedrige Versicherungssumme wählen, die im Ernstfall nicht ausreicht
·Auf eine Progression verzichten, obwohl schwere Unfallfolgen im Alter wahrscheinlicher sind
·Die Gliedertaxe nicht lesen und dadurch falsche Erwartungen an die Leistungshöhe haben
·Assistance-Leistungen unterschätzen, die im Alltag nach einem Unfall sehr hilfreich sein können
·Nur auf den Preis achten und wichtige Leistungsmerkmale übersehen
·Die private Unfallversicherung mit der gesetzlichen Unfallversicherung verwechseln

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026