Ratgeber · Versicherung
Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung: So sichern Sie Ihre Beerdigung ab
Eine Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung ermöglicht auch Menschen mit Vorerkrankungen eine finanzielle Absicherung der eigenen Bestattung. Statt Gesundheitsfragen gilt hier meist eine Wartezeit, die du kennen solltest.
11 Kapitel · 17 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026
Das Wichtigste
- Bei einer Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung werden keine Fragen zu Vorerkrankungen gestellt.
- Als Ausgleich für die fehlende Prüfung gilt in der Regel eine Wartezeit von 12 bis 36 Monaten.
- Bei einem Unfalltod greift der volle Versicherungsschutz oft sofort, also ohne Wartezeit.
- Die Versicherungssumme sollte die üblichen Bestattungskosten von etwa 6.000 bis 7.000 Euro abdecken.
01 · Grundlagen
Was ist eine Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung?
Diese Form der Sterbegeldversicherung ist eine spezielle Lebensversicherung, die im Todesfall eine vorher vereinbarte Summe an deine Hinterbliebenen auszahlt. Der entscheidende Unterschied zu anderen Tarifen liegt im Verzicht auf die sonst übliche Risikoprüfung deiner Gesundheit.
Der Verzicht auf die Gesundheitsprüfung bedeutet, dass du beim Antrag keine Angaben zu Vorerkrankungen, laufenden Behandlungen oder der Einnahme von Medikamenten machen musst. Der Versicherer nimmt dich unabhängig von deinem aktuellen Gesundheitszustand an. Diese Form der Absicherung ist besonders dann relevant, wenn du aufgrund einer chronischen Krankheit oder einer schweren Erkrankung in der Vergangenheit bei anderen Tarifen abgelehnt wurdest.
Für den Versicherer entsteht durch den Verzicht auf die Risikoprüfung ein höheres kalkulatorisches Risiko. Dieses gleicht er nicht durch einen Risikozuschlag aus, sondern über eine zeitliche Einschränkung des vollen Schutzes. Du erhältst also eine Zusage, die unabhängig von deiner Gesundheit ist, musst dafür aber die Bedingungen zur Wartezeit genau kennen.
Die maximale Versicherungssumme ist bei Tarifen ohne Gesundheitsfragen oft gedeckelt. Üblich sind Summen von bis zu 20.000 Euro, was für die Deckung der meisten Bestattungskosten ausreicht.
- Du musst beim Abschluss keine Fragen zu deiner Gesundheit beantworten.
- Der Versicherer gleicht das höhere Risiko in der Regel durch eine Wartezeit aus.
- Diese Tarife sind eine Option für Menschen mit Vorerkrankungen oder hohem Eintrittsalter.
Der Verzicht auf Gesundheitsfragen macht diese Versicherung besonders für Menschen mit chronischen Krankheiten oder einer ablehnungsbelasteten Krankengeschichte zugänglich.
Kurz erklärt
Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung
Eine Sterbegeldversicherung, bei der du beim Abschluss keine Fragen zu deinem Gesundheitszustand, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme beantworten musst. Der Versicherer verzichtet auf diese Risikoprüfung und gleicht das höhere Risiko in der Regel durch eine Wartezeit aus.
Der Verzicht auf Gesundheitsfragen macht diese Versicherung besonders für Menschen mit chronischen Krankheiten oder einer ablehnungsbelasteten Krankengeschichte zugänglich.
02 · Schritt für Schritt
Warum gibt es bei dieser Versicherung eine Wartezeit?
Die Wartezeit ist der Preis für den Verzicht auf die Gesundheitsprüfung. Sie schützt den Versicherer davor, dass Menschen die Versicherung erst kurz vor ihrem absehbaren Tod abschließen.
Die Wartezeit ist das zentrale Instrument, mit dem der Versicherer das Risiko einer negativen Auswahl begrenzt. Ohne Gesundheitsfragen könnte eine Person, die bereits schwer erkrankt ist, kurz vor dem Tod eine hohe Versicherungssumme abschließen und nur wenige Beiträge einzahlen. Genau das verhindert die Wartezeit.
In den ersten Monaten nach Vertragsbeginn besteht daher kein voller Schutz, wenn der Tod durch eine Krankheit eintritt. Die Dauer dieser Frist ist nicht einheitlich, sondern variiert je nach Anbieter. Üblich sind Zeiträume von 12 bis 36 Monaten.
Verstirbst du innerhalb dieser Frist an einer inneren Ursache, zahlen viele Versicherer nicht die vereinbarte Summe aus. Stattdessen erstatten sie in der Regel die bis dahin eingezahlten Beiträge zurück, teilweise zuzüglich einer kleinen Verzinsung. Deine Angehörigen erhalten in diesem Fall also ihr Geld zurück, aber nicht die geplante Kapitalleistung.
- Die Wartezeit schützt den Versicherer vor Verträgen, die erst bei absehbarem Tod geschlossen werden.
- Sie dauert bei den meisten Tarifen ohne Gesundheitsprüfung zwischen 12 und 36 Monaten.
- Stirbst du in dieser Zeit an einer Krankheit, gibt es meist nur die Beitragsrückerstattung.
Der Vertrag beginnt formal mit der Unterschrift, der volle Schutz greift aber erst nach Ablauf der Frist. Diese Einschränkung ist der Preis dafür, dass du ohne Gesundheitsfragen angenommen wirst.
Vertragsabschluss
Du schließt die Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung ab. Der Versicherungsschutz beginnt formal, ist aber zunächst eingeschränkt.
Die Wartezeit läuft
In den ersten 12 bis 36 Monaten nach Vertragsbeginn besteht kein voller Schutz. Verstirbst du in dieser Zeit an einer Krankheit, erstatten viele Versicherer nur die eingezahlten Beiträge, nicht die volle Versicherungssumme.
Voller Versicherungsschutz
Nach Ablauf der Wartezeit greift der volle Schutz. Deine Hinterbliebenen erhalten im Todesfall die komplette vereinbarte Versicherungssumme.
03 · Was gilt
Unfalltod: Wann gilt der Sofortschutz?
Eine wichtige Ausnahme von der Wartezeit ist der Tod durch einen Unfall. Hier greift der volle Versicherungsschutz bei vielen Tarifen ab dem ersten Tag.
Das bedeutet, dass deine Hinterbliebenen die komplette vereinbarte Versicherungssumme erhalten, auch wenn der Unfall kurz nach Vertragsbeginn passiert.
Der Grund für diese Ausnahme liegt in der Kalkulation. Ein Unfall ist ein plötzliches, von außen einwirkendes Ereignis und steht in keinem Zusammenhang mit deinem Gesundheitszustand. Das Risiko, dass jemand den Vertrag in Kenntnis eines bevorstehenden Unfalls abschließt, ist praktisch ausgeschlossen.
Die Definition eines Unfalls ist in den Bedingungen genau geregelt. Entscheidend ist, dass der Tod die direkte Folge eines Unfallereignisses ist. Stirbt ein Mensch beispielsweise an einem Herzinfarkt, der während der Autofahrt auftritt, handelt es sich nicht um einen Unfalltod, sondern um einen Tod durch Krankheit.
- Bei Tod als direkte Folge eines Unfalls entfällt die Wartezeit.
- Die volle Versicherungssumme wird ab dem ersten Tag nach Vertragsbeginn ausgezahlt.
- Ein Tod durch innere Ursachen wie einen Herzinfarkt fällt nicht unter den Unfallschutz.
Der Sofortschutz bei Unfalltod ist ein wichtiges Detail, das du beim Vergleich der Tarife beachten solltest. Er stellt sicher, dass zumindest ein Teil des Risikos von Beginn an abgedeckt ist.
Sofortschutz ab Tag 1
Wartezeit gilt
04 · Kosten
Welche Kosten deckt die Versicherungssumme ab?
Die Versicherungssumme sollte so gewählt werden, dass sie die tatsächlichen Kosten einer Bestattung abdeckt. Diese liegen in Deutschland im Schnitt bei 6.000 bis 7.000 Euro.
In Deutschland liegen die durchschnittlichen Ausgaben für eine Beerdigung bei 6.000 bis 7.000 Euro. Diese Summe setzt sich aus mehreren Einzelposten zusammen, die je nach Region und Art der Bestattung unterschiedlich hoch ausfallen.
Den größten Anteil machen die Leistungen des Bestattungsunternehmens aus. Dazu gehören die Überführung, die Sarg- oder Urnenausstattung, die Trauerfeier und die Organisation. Hinzu kommen die Gebühren der Friedhofsverwaltung für die Grabstelle und die Beisetzung.
Neben den einmaligen Kosten solltest du auch die laufenden Ausgaben für die Grabpflege berücksichtigen. Diese fallen über viele Jahre an und werden oft unterschätzt. Eine Versicherungssumme, die nur die unmittelbaren Bestattungskosten deckt, lässt für die spätere Pflege keinen Spielraum.
- Die Kosten für ein Bestattungsunternehmen liegen oft zwischen 2.500 und 3.500 Euro.
- Für Friedhofsgebühren solltest du mit 1.500 bis 2.500 Euro rechnen.
- Ein Sarg oder eine Urne kostet in der Regel zwischen 500 und 1.500 Euro.
- Für die laufende Grabpflege fallen über die Jahre weitere 500 bis 1.000 Euro an.
Die Gesamtkosten variieren je nach Region und Art der Bestattung. Eine Versicherungssumme von 6.000 bis 7.000 Euro deckt die üblichen Ausgaben ab.
05 · Vergleich
Sterbegeldversicherung mit und ohne Gesundheitsfragen im Vergleich
Beide Varianten haben ihre Berechtigung. Welche für dich die richtige ist, hängt vor allem von deinem Gesundheitszustand und deinem Alter ab.
Der grundlegende Unterschied liegt in der Art und Weise, wie der Versicherer dein Risiko bewertet.
Bei einer Versicherung mit Gesundheitsprüfung beantwortest du ausführliche Fragen zu deiner Krankengeschichte. Der Versicherer kann daraufhin einen normalen Beitrag anbieten, einen Risikozuschlag verlangen oder den Antrag ablehnen. Bei guter Gesundheit ist dieser Weg oft günstiger, weil der Versicherer das Risiko präzise einschätzen kann.
Bei einer Versicherung ohne Gesundheitsprüfung entfällt diese Hürde. Du wirst angenommen, unabhängig von deinen Vorerkrankungen. Dafür musst du eine Wartezeit in Kauf nehmen und zahlst in der Regel einen etwas höheren Beitrag als ein gesunder Mensch in einem Tarif mit Prüfung.
- Mit Gesundheitsprüfung: ausführliche Fragen zu Vorerkrankungen und Behandlungen, oft keine oder nur eine kurze Wartezeit, günstiger bei guter Gesundheit.
- Ohne Gesundheitsprüfung: keine Fragen, Annahme ohne Risikoprüfung, in der Regel 12 bis 36 Monate Wartezeit, meist etwas teurer.
- Bei Unfalltod entfällt die Wartezeit auch bei Tarifen ohne Gesundheitsprüfung.
Die Entscheidung hängt davon ab, ob du die Sicherheit einer garantierten Annahme höher gewichtest als einen möglicherweise günstigeren Beitrag. Für Menschen mit Vorerkrankungen ist die Variante ohne Prüfung oft die einzige realistische Option.
| Mit Gesundheitsprüfung | Ohne Gesundheitsprüfung | |
|---|---|---|
| Gesundheitsfragen | Ausführliche Fragen zu Vorerkrankungen und Behandlungen | Keine Fragen, Annahme ohne Risikoprüfung |
| Wartezeit | Oft keine oder nur eine kurze Wartezeit | In der Regel 12 bis 36 Monate |
| Beitragshöhe | Oft günstiger bei guter Gesundheit | Meist etwas teurer als Tarife mit Prüfung |
| Geeignet für | Gesunde Menschen, die sofort vollen Schutz wünschen | Menschen mit Vorerkrankungen oder hohem Eintrittsalter |
06 · Checkliste
Ab welchem Alter ist der Abschluss sinnvoll?
Das Eintrittsalter beeinflusst sowohl die Beitragshöhe als auch die Möglichkeit, überhaupt einen Vertrag zu bekommen. Ein früher Abschluss sichert niedrigere Beiträge.
Je älter du beim Abschluss bist, desto höher fällt der monatliche Beitrag aus.
Ein guter Zeitpunkt für den Abschluss liegt oft zwischen 40 und 65 Jahren. In dieser Lebensphase sind die Beiträge in der Regel gut bezahlbar, und du hast noch keine Altersgrenzen erreicht. Viele Tarife ohne Gesundheitsprüfung sind aber auch noch mit 75 oder 85 Jahren abschließbar.
Der Vorteil eines frühen Abschlusses liegt nicht nur im Preis. Du sicherst dir den Versicherungsschutz unabhängig von späteren Erkrankungen. Wer erst mit 70 Jahren abschließt, zahlt deutlich höhere Beiträge und hat möglicherweise nur noch eine begrenzte Auswahl an Tarifen.
- Zwischen 40 und 65 Jahren ist der Abschluss meist ideal, da die Beiträge noch gut bezahlbar sind.
- Viele Tarife ohne Gesundheitsprüfung sind bis zu einem Eintrittsalter von 75 oder 85 Jahren abschließbar.
- Je jünger du beim Abschluss bist, desto niedriger fällt der monatliche Beitrag aus.
- Auch mit 60 oder 70 Jahren ist ein Abschluss noch möglich, die Beiträge sind dann aber deutlich höher.
- Ein früher Abschluss sichert dir den Versicherungsschutz unabhängig von späteren Erkrankungen.
Das richtige Eintrittsalter hängt von deiner Lebenssituation ab. Wer früh plant, profitiert von niedrigen Beiträgen und einer größeren Tarifauswahl.
Das richtige Eintrittsalter für deine Sterbegeldversicherung
Zwischen 40 und 65 Jahren ist der Abschluss meist ideal, da die Beiträge noch gut bezahlbar sind.
Viele Tarife ohne Gesundheitsprüfung sind bis zu einem Eintrittsalter von 75 oder 85 Jahren abschließbar.
Je jünger du beim Abschluss bist, desto niedriger fällt der monatliche Beitrag aus.
Auch mit 60 oder 70 Jahren ist ein Abschluss noch möglich, die Beiträge sind dann aber deutlich höher.
Ein früher Abschluss sichert dir den Versicherungsschutz unabhängig von späteren Erkrankungen.
07 · Hintergrund
Was leistet die Versicherung für deine Hinterbliebenen?
Die Sterbegeldversicherung entlastet deine Angehörigen in einer schweren Zeit. Sie erhalten eine einmalige Kapitalzahlung, über die sie frei verfügen können.
Nach deinem Tod zahlen die Versicherer die vereinbarte Versicherungssumme an die von dir benannte bezugsberechtigte Person aus. Das kann dein Ehepartner, ein Kind oder eine andere Vertrauensperson sein. Die Auszahlung erfolgt in der Regel als einmalige Kapitalzahlung.
Deine Hinterbliebenen können mit dem Geld die Bestattungskosten begleichen, ohne auf eigene Rücklagen zurückgreifen zu müssen. Das schafft finanziellen Spielraum in einer emotional belastenden Situation. Die Trauer um einen Angehörigen wird nicht zusätzlich durch die Sorge um die Finanzierung der Beerdigung belastet.
Zusätzlich zur finanziellen Entlastung kannst du zu Lebzeiten festlegen, wie deine Beerdigung gestaltet werden soll. Diese Wünsche kannst du in einer Bestattungsverfügung dokumentieren. Deine Angehörigen müssen dann nicht raten, was du dir gewünscht hättest, sondern können sich an deinen Vorgaben orientieren.
- Die Versicherungssumme wird an die von dir benannte Person ausgezahlt.
- Deine Hinterbliebenen können die Bestattungskosten ohne eigene Rücklagen begleichen.
- Du kannst zu Lebzeiten festlegen, wie deine Beerdigung gestaltet werden soll.
Die Sterbegeldversicherung entlastet deine Angehörigen also doppelt: finanziell durch die Kapitalzahlung und organisatorisch durch deine vorab getroffenen Festlegungen.
Nach deinem Tod zahlen die Versicherer die vereinbarte Versicherungssumme an die von dir benannte bezugsberechtigte Person aus. Das kann dein Ehepartner, ein Kind oder eine andere Vertrauensperson sein. Die Auszahlung erfolgt in der Regel als einmalige Kapitalzahlung.
Deine Hinterbliebenen können mit dem Geld die Bestattungskosten begleichen, ohne auf eigene Rücklagen zurückgreifen zu müssen. Das schafft finanziellen Spielraum in einer emotional belastenden Situation.
Zusätzlich zur finanziellen Entlastung kannst du zu Lebzeiten festlegen, wie deine Beerdigung gestaltet werden soll. Diese organisatorische Vorsorge nimmt deinen Angehörigen viele Entscheidungen ab.
08 · Was gilt
Welche Rolle spielen Vorerkrankungen beim Abschluss?
Bei einer Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung spielen Vorerkrankungen für die Annahme des Antrags keine Rolle. Das ist der zentrale Vorteil dieser Tarife.
Das ist der zentrale Vorteil dieser Tarife. Chronische Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind kein Annahmehindernis, und du musst keine Angaben zu deiner Medikamenteneinnahme machen.
Der Versicherer verzichtet auch auf ärztliche Untersuchungen und die Einholung von Gesundheitsunterlagen. Es gibt keine Risikozuschläge wegen Vorerkrankungen, weil der Versicherer dein individuelles Risiko gar nicht erst bewertet. Die Kalkulation basiert auf dem Durchschnitt aller Versicherten.
In Tarifen mit Gesundheitsprüfung sieht das anders aus. Dort müssen Vorerkrankungen angegeben werden, und der Versicherer kann Risikozuschläge verlangen, bestimmte Krankheiten ausschließen oder den Antrag bei schweren Erkrankungen ablehnen. Auch ärztliche Untersuchungen können verlangt werden.
- Ohne Gesundheitsprüfung: chronische Krankheiten sind kein Annahmehindernis, keine Nachfragen zu Medikamenten, keine ärztlichen Untersuchungen, keine Risikozuschläge.
- Mit Gesundheitsprüfung: Vorerkrankungen müssen angegeben werden, Risikozuschläge oder Ausschlüsse sind möglich, Ablehnung bei schweren Erkrankungen möglich, ärztliche Untersuchungen können verlangt werden.
Für Menschen mit einer belasteten Krankengeschichte ist die Variante ohne Prüfung oft der einzige Weg, eine Sterbegeldversicherung zu bekommen. Die Wartezeit ist dann die akzeptierte Gegenleistung.
Ohne Gesundheitsprüfung
Mit Gesundheitsprüfung
09 · Kosten
Wie hoch sind die Beiträge für eine Sterbegeldversicherung?
Die Beitragshöhe hängt von deinem Alter, der gewünschten Versicherungssumme und dem gewählten Tarif ab. Ohne Gesundheitsprüfung liegen die Beiträge meist etwas über denen vergleichbarer Tarife mit Prüfung.
Der Versicherer kalkuliert mit einem durchschnittlichen Risiko, das über dem einer gesunden Person liegt.
Für eine Versicherungssumme von 3.000 Euro liegt der monatliche Beitrag bei einem Eintrittsalter von 40 Jahren oft im einstelligen Eurobereich. Mit steigendem Alter und höherer Summe wachsen die Beiträge überproportional. Wer erst mit 70 Jahren eine Summe von 7.000 Euro absichert, zahlt deutlich mehr als ein jüngerer Mensch.
Die genauen Beiträge unterscheiden sich je nach Anbieter und Tarif. Ein früher Abschluss sichert dauerhaft niedrige Beiträge, weil der Beitrag über die gesamte Laufzeit festgeschrieben bleibt. Spätere Erkrankungen oder ein höheres Alter führen nicht zu einer nachträglichen Erhöhung.
- Eintritt mit 40 Jahren, 3.000 Euro Summe: ca. 7 bis 10 Euro im Monat.
- Eintritt mit 50 Jahren, 5.000 Euro Summe: ca. 15 bis 25 Euro im Monat.
- Eintritt mit 60 Jahren, 7.000 Euro Summe: ca. 35 bis 55 Euro im Monat.
- Eintritt mit 70 Jahren, 7.000 Euro Summe: ca. 70 bis 100 Euro im Monat.
Die Werte sind Schätzungen und variieren je nach Anbieter und Tarif. Ein früher Abschluss sichert dauerhaft niedrige Beiträge.
Kurz erklärt
Eintritt mit 40 Jahren, 3.000 EUR Summe
Monatliche Beiträge nach Eintrittsalter und Versicherungssumme
ca. 7 EUR
10 · Vergleich
Sterbegeldversicherung oder Lebensversicherung: Was passt zu dir?
Beide Versicherungen zahlen im Todesfall eine Kapitalsumme. Der Unterschied liegt im Zweck und in der Höhe der Absicherung.
Die Sterbegeldversicherung ist auf die Deckung der Bestattungskosten zugeschnitten, während die Risikolebensversicherung die finanzielle Absicherung der Familie bei Verdienstausfall zum Ziel hat.
Die typische Versicherungssumme einer Sterbegeldversicherung liegt zwischen 3.000 und 20.000 Euro. Das reicht aus, um eine Beerdigung zu bezahlen. Eine Risikolebensversicherung wird dagegen oft mit Summen von 50.000 Euro bis zu mehreren Hunderttausend Euro abgeschlossen, weil sie den Lebensunterhalt der Hinterbliebenen über Jahre sichern soll.
Ein weiterer Unterschied liegt in der Gesundheitsprüfung. Sterbegeldversicherungen sind oft ohne Prüfung möglich, während Risikolebensversicherungen in der Regel eine ausführliche Prüfung verlangen. Auch die Laufzeit unterscheidet sich: Die Sterbegeldversicherung läuft lebenslang, die Risikolebensversicherung meist bis zu einem festen Endalter.
- Sterbegeldversicherung: Deckung der Bestattungskosten, 3.000 bis 20.000 Euro Summe, oft ohne Prüfung, lebenslange Laufzeit.
- Risikolebensversicherung: Absicherung der Familie bei Verdienstausfall, 50.000 bis mehrere 100.000 Euro Summe, in der Regel mit Prüfung, meist bis zu einem festen Endalter.
Für die reine Absicherung der Bestattungskosten ist die Sterbegeldversicherung die passende Wahl. Für die Absicherung von Angehörigen bei Verdienstausfall ist die Risikolebensversicherung das richtige Instrument.
| Sterbegeldversicherung | Risikolebensversicherung | |
|---|---|---|
| Hauptzweck | Deckung der Bestattungskosten | |
| Typische Versicherungssumme | 3.000 bis 20.000 Euro | |
| Gesundheitsprüfung | Oft ohne Prüfung möglich | |
| Laufzeit | Lebenslang |
11 · Checkliste
Worauf du beim Tarifvergleich achten solltest
Nicht jeder Tarif ohne Gesundheitsprüfung ist gleich. Achte auf die konkreten Bedingungen, bevor du dich entscheidest.
Die Unterschiede liegen vor allem in der Dauer der Wartezeit, der Leistung bei Unfalltod und der maximalen Versicherungssumme.
Die Wartezeit sollte 36 Monate nicht überschreiten. Längere Fristen bedeuten, dass du über einen längeren Zeitraum keinen vollen Schutz bei Krankheit hast. Prüfe außerdem, ob die volle Leistung bei Unfalltod wirklich ab dem ersten Tag greift und was passiert, wenn du während der Wartezeit stirbst.
Die maximale Versicherungssumme muss zu deiner geplanten Bestattung passen. Wenn du eine aufwendige Beisetzung wünschst, reicht eine niedrige Summe nicht aus. Achte auch auf das höchste Eintrittsalter und vergleiche die Monatsbeiträge bei gleicher Summe und gleichem Alter.
- Dauer der Wartezeit: Sie sollte 36 Monate nicht überschreiten.
- Leistung bei Unfalltod: Greift der volle Schutz wirklich ab dem ersten Tag?
- Rückzahlung der Beiträge: Was passiert, wenn du während der Wartezeit stirbst?
- Maximale Versicherungssumme: Reicht die mögliche Summe für deine geplante Bestattung?
- Höchstes Eintrittsalter: Kannst du den Tarif in deinem Alter noch abschließen?
- Beitragshöhe: Vergleiche die Monatsbeiträge bei gleicher Versicherungssumme und gleichem Alter.
Ein sorgfältiger Vergleich der Bedingungen ist wichtiger als der Blick auf den reinen Preis. Die Details zur Wartezeit und zur Leistung im Schadensfall entscheiden darüber, ob der Tarif im Ernstfall hält, was er verspricht.
Kriterien für den Vergleich von Sterbegeldversicherungen ohne Gesundheitsprüfung
Dauer der Wartezeit: Sie sollte 36 Monate nicht überschreiten.
Leistung bei Unfalltod: Greift der volle Schutz wirklich ab dem ersten Tag?
Rückzahlung der Beiträge: Was passiert, wenn du während der Wartezeit stirbst?
Maximale Versicherungssumme: Reicht die mögliche Summe für deine geplante Bestattung?
Höchstes Eintrittsalter: Kannst du den Tarif in deinem Alter noch abschließen?
Beitragshöhe: Vergleiche die Monatsbeiträge bei gleicher Versicherungssumme und gleichem Alter.
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