Ratgeber · Versicherung
Sterbegeldversicherung: Ab welchem Alter lohnt sich der Abschluss?
Der richtige Zeitpunkt für eine Sterbegeldversicherung hängt von deiner Lebenssituation ab. Grundsätzlich gilt: Je früher du abschließt, desto niedriger sind deine Beiträge, aber nicht für jede Lebensphase ist diese Absicherung die beste Wahl.
10 Kapitel · 18 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026
Das Wichtigste
- Ein Abschluss ist in der Regel ab 18 Jahren möglich, sinnvoll wird die Versicherung meist ab 40 Jahren.
- Das maximale Eintrittsalter liegt je nach Anbieter zwischen 75 und 85 Jahren.
- Mit steigendem Alter erhöhen sich die Beiträge, da das Risiko für den Versicherer wächst.
- Eine Wartezeit von meist 24 bis 36 Monaten gilt nach Vertragsabschluss, bei Unfalltod entfällt sie oft.
01 · Grundlagen
Was ist eine Sterbegeldversicherung?
Die Sterbegeldversicherung ist eine Form der privaten Bestattungsvorsorge. Sie stellt sicher, dass deine Angehörigen im Todesfall eine vereinbarte Summe erhalten, um die Bestattungskosten zu decken.
Die Versicherungssumme kannst du zu Lebzeiten selbst festlegen. Sie sollte so gewählt sein, dass sie die Kosten deiner Wunschbestattung abdeckt, die in Deutschland schnell mehrere Tausend Euro betragen.
Ein zentraler Vorteil dieser Versicherung ist die direkte Auszahlung an die von dir bestimmte Person. Deine Hinterbliebenen müssen nicht auf einen Erbschein warten, um die Beerdigung zu bezahlen.
Du übernimmst mit dem Abschluss bereits zu Lebzeiten Verantwortung für die Zeit nach deinem Tod. So verhinderst du, dass deine Familie in der Trauerphase zusätzlich finanziell belastet wird.
Die vereinbarte Versicherungssumme wird nach Ablauf der Wartezeit garantiert ausgezahlt, auch wenn du bis dahin weniger Beiträge eingezahlt hast.
Diese Garantie unterscheidet die Sterbegeldversicherung vom reinen Ansparen. Das Risiko, dass das Geld für die Bestattung nicht ausreicht, trägt der Versicherer.
Beispiel: Verstirbst du nach Ablauf der Wartezeit, erhalten deine Angehörigen die volle Summe von zum Beispiel 8.000 Euro, selbst wenn du erst 2.000 Euro an Beiträgen gezahlt hast.
Die Auszahlung erfolgt direkt an die bezugsberechtigte Person. Diese kann die Rechnung des Bestatters begleichen, ohne in Vorleistung gehen zu müssen.
Für dich als Studierende oder Studierender ist diese Form der Vorsorge meist noch nicht dringlich. Sie wird relevant, wenn du später eine Familie oder Vermögenswerte hast, die du absichern möchtest.
Die Sterbegeldversicherung ist eine private Versicherung, die nach dem Tod der versicherten Person eine vertraglich festgelegte Versicherungssumme an die bezugsberechtigte Person auszahlt. Die Auszahlung erfolgt direkt an die Hinterbliebenen, ohne dass ein Erbschein nötig ist.
Kurz erklärt
Sterbegeldversicherung
Eine private Versicherung, die nach dem Tod der versicherten Person eine vertraglich festgelegte Versicherungssumme an die bezugsberechtigte Person auszahlt.
Die Auszahlung erfolgt direkt an die Hinterbliebenen, ohne dass ein Erbschein nötig ist.
02 · Vergleich
Ab welchem Alter kannst du eine Sterbegeldversicherung abschließen?
Die Versicherer legen das Mindest- und Höchstalter für den Abschluss selbst fest. Die Spanne reicht von jungen Erwachsenen bis ins hohe Rentenalter.
Grundsätzlich ist ein Abschluss ab 18 Jahren möglich. In diesem Alter ist die Sterbegeldversicherung für dich als Studierende oder Studierender jedoch selten die passende Absicherung.
Für Menschen unter 40 Jahren sind andere Versicherungen oft wichtiger. Dazu gehören die private Berufsunfähigkeitsversicherung, die ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit im zuletzt ausgeübten Beruf leistet, oder eine Risikolebensversicherung zur Absicherung von Angehörigen.
Der sinnvollste Zeitraum für den Abschluss liegt zwischen 40 und 65 Jahren. In dieser Lebensphase hast du in der Regel ein gesichertes Einkommen, Rücklagen und möglicherweise eine Familie, die du entlasten möchtest.
Das maximale Eintrittsalter variiert je nach Anbieter. Viele Versicherer nehmen neue Kundinnen und Kunden bis zum 75. Lebensjahr auf, einige Tarife sind sogar bis 80 oder 85 Jahre abschließbar.
Ab 60 Jahren verkürzt sich bei einigen Tarifen die Beitragszahlungsdauer, was die monatlichen Beiträge deutlich erhöht.
Ein später Abschluss mit 80 oder 85 Jahren ist oft mit sehr hohen Beiträgen oder einer hohen Einmalzahlung verbunden. In solchen Fällen kann es passieren, dass du mehr einzahlst, als deine Angehörigen später erhalten.
Für dich als junge Person bedeutet das: Du hast keinen Zeitdruck. Wichtiger als eine Sterbegeldversicherung ist jetzt der Aufbau deiner Existenzsicherung und Altersvorsorge.
Die Beitragshöhe hängt direkt vom Eintrittsalter ab. Je jünger du bist, desto niedriger sind die monatlichen Prämien, weil das Risiko für den Versicherer geringer ist.
Eintrittsalter im Überblick: Das Mindestalter liegt bei 18 Jahren, empfohlen wird ein Abschluss zwischen 40 und 65 Jahren, das maximale Alter beträgt je nach Anbieter 75 bis 85 Jahre. Die Beitragshöhe ist bei jungen Menschen sehr niedrig, im mittleren Alter moderat und im hohen Alter sehr hoch oder nur mit Einmalzahlung möglich. Die Sinnhaftigkeit ist unter 40 Jahren oft gering, weil andere Absicherungen wichtiger sind, im mittleren Alter hoch, wenn Familie und Vermögen vorhanden sind, und im hohen Alter nur bei kurzer Wartezeit sinnvoll.
| Mindestalter | Empfohlenes Alter | Maximales Alter | |
|---|---|---|---|
| Altersspanne | 18 Jahre | 40 bis 65 Jahre | 75 bis 85 Jahre |
| Beitragshöhe | Niedrig | Moderat | Hoch |
| Sinnhaftigkeit | Andere Absicherung oft wichtiger | Familie und Vermögen vorhanden | Beiträge können Auszahlung übersteigen |
03 · Kosten
Warum ist das Eintrittsalter für die Beiträge entscheidend?
Dein Alter bei Vertragsabschluss beeinflusst die monatliche Prämie direkt. Je jünger du bist, desto günstiger wird der Vertrag, weil das Sterberisiko für den Versicherer geringer ist.
Der Versicherer kalkuliert mit der Wahrscheinlichkeit, dass du während der Vertragslaufzeit verstirbst. Diese Wahrscheinlichkeit steigt mit zunehmendem Alter an, was sich in höheren Beiträgen niederschlägt.
Ein früher Abschluss sichert dir niedrige Beiträge für die gesamte Vertragslaufzeit. Die einmal vereinbarte Prämie bleibt in der Regel stabil, auch wenn du älter wirst.
Die Beitragszahlungsdauer ist bei vielen Tarifen auf maximal 25 Jahre begrenzt. Schließt du mit 40 Jahren ab, zahlst du bis 65 Jahre, bei einem Abschluss mit 60 Jahren verkürzt sich die Zahlungsdauer entsprechend.
Je später du einsteigst, desto höher fällt der monatliche Beitrag aus, weil der Versicherer das höhere Sterberisiko einpreist.
Für eine Versicherungssumme von 5.000 Euro zeigt sich die Tendenz deutlich: Mit 30 Jahren zahlst du oft um die 15 Euro monatlich, mit 50 Jahren etwa 25 Euro und mit 70 Jahren können es rund 50 Euro sein.
Diese Werte sind nur Richtgrößen. Die tatsächlichen Beiträge hängen zusätzlich von der Versicherungssumme, der Beitragszahlungsdauer und dem gewählten Tarif ab.
Für dich als Studierende oder Studierender bedeutet das: Selbst wenn du erst mit 40 oder 50 Jahren abschließt, ist der Beitrag noch gut kalkulierbar. Ein Abschluss mit 70 oder 75 Jahren wird dagegen teuer.
Die Beitragsentwicklung nach Eintrittsalter zeigt die Tendenz für eine Versicherungssumme von 5.000 Euro bei gleicher Laufzeit: Eintritt mit 30 Jahren etwa 15 Euro monatlich, Eintritt mit 50 Jahren etwa 25 Euro monatlich, Eintritt mit 70 Jahren etwa 50 Euro monatlich. Die tatsächlichen Beiträge hängen zusätzlich von der Versicherungssumme, der Beitragszahlungsdauer und dem gewählten Tarif ab.
04 · Vergleich
Sterbegeldversicherung oder Risikolebensversicherung: Was passt zu dir?
Beide Versicherungen zahlen im Todesfall, verfolgen aber unterschiedliche Zwecke. Die Wahl hängt davon ab, wen du absichern möchtest und welche Summe nötig ist.
Die Sterbegeldversicherung dient dazu, die Bestattungskosten zu decken. Typische Versicherungssummen liegen zwischen 5.000 und 15.000 Euro, weil genau diese Kosten abgedeckt werden sollen.
Die Risikolebensversicherung schließt finanzielle Lücken, die durch deinen Tod entstehen. Sie sichert zum Beispiel einen laufenden Immobilienkredit ab oder die Ausbildung deiner Kinder, mit Versicherungssummen von 100.000 Euro und mehr.
Ein weiterer Unterschied liegt in der Gesundheitsprüfung. Sterbegeldversicherungen werden oft ohne Gesundheitsfragen angeboten, während die Risikolebensversicherung in der Regel eine Gesundheitsprüfung verlangt.
Für junge Menschen mit hohen Verbindlichkeiten ist die Risikolebensversicherung oft die wichtigere Absicherung, weil sie existenzielle Risiken abdeckt.
Als Studierende oder Studierender hast du in der Regel noch keine großen Verbindlichkeiten wie einen Immobilienkredit. Eine Risikolebensversicherung ist für dich vor allem dann relevant, wenn du eine Familie gründest oder eine Immobilie kaufst.
Die Sterbegeldversicherung wird dagegen ab 40 Jahren interessant, wenn du deine Angehörigen vor den Bestattungskosten schützen möchtest. Sie ist eine Ergänzung zur Altersvorsorge, kein Ersatz dafür.
Beide Versicherungen können sich ergänzen. Während die Risikolebensversicherung die Zeit der Familiengründung und Kredittilgung absichert, übernimmt die Sterbegeldversicherung die Vorsorge für das Lebensende.
Zwei Absicherungen im Vergleich: Die Sterbegeldversicherung hat als Hauptzweck die Deckung der Bestattungskosten, typische Versicherungssummen von 5.000 bis 15.000 Euro, oft keine Gesundheitsfragen und ist ab 40 Jahren sinnvoll. Die Risikolebensversicherung schließt finanzielle Lücken, hat typische Versicherungssummen von 100.000 Euro und mehr, in der Regel eine Gesundheitsprüfung und ist bei Familiengründung oder Immobilienkauf sinnvoll. Für junge Menschen mit hohen Verbindlichkeiten ist die Risikolebensversicherung oft die wichtigere Absicherung.
| Sterbegeldversicherung | Risikolebensversicherung | |
|---|---|---|
| Hauptzweck | Bestattungskosten decken | Finanzielle Lücken schließen |
| Typische Versicherungssumme | 5.000 bis 15.000 Euro | |
| Gesundheitsprüfung | Oft ohne Gesundheitsfragen | |
| Sinnvoll ab | 40 Jahren |
05 · Schritt für Schritt
Welche Rolle spielt die Wartezeit?
Nach Vertragsabschluss gilt eine Wartezeit, in der die volle Versicherungssumme noch nicht ausgezahlt wird. Diese Frist ist besonders bei spätem Abschluss ein wichtiges Kriterium.
Die Wartezeit beträgt bei den meisten Anbietern zwischen 24 und 36 Monaten. In dieser Zeit besteht nur eingeschränkter Schutz, und deine Angehörigen erhalten im Todesfall oft nur die eingezahlten Beiträge zurück.
Nach Ablauf der Wartezeit wird die vereinbarte Versicherungssumme in voller Höhe ausgezahlt. Diese Regelung schützt den Versicherer davor, dass Menschen kurz vor dem Tod noch schnell eine Versicherung abschließen.
Bei einem Unfalltod entfällt die Wartezeit bei vielen Tarifen, die volle Summe wird sofort fällig.
Diese Sonderregelung ist wichtig, weil Unfälle unvorhersehbar sind und nichts mit dem Gesundheitszustand zu tun haben. Verstirbst du bei einem Unfall, erhalten deine Angehörigen die volle Leistung auch während der Wartezeit.
Für dich bedeutet das: Schließt du eine Sterbegeldversicherung ab, solltest du die Wartezeit kennen. Verstirbst du kurz nach Abschluss an einer Krankheit, ist der Schutz noch nicht vollständig aufgebaut.
Je später du abschließt, desto wichtiger wird eine kurze Wartezeit. Mit 75 oder 80 Jahren ist das Risiko höher, dass du die Wartezeit nicht überlebst, und deine Angehörigen erhalten dann nur die eingezahlten Beiträge.
Der Ablauf im Überblick: Du schließt die Sterbegeldversicherung ab und beginnst mit den Beitragszahlungen. Es folgt eine Wartezeit von 24 bis 36 Monaten, in der nur eingeschränkter Schutz besteht. Nach Ablauf der Wartezeit wird die vereinbarte Versicherungssumme in voller Höhe ausgezahlt. Bei einem Unfalltod entfällt die Wartezeit bei vielen Tarifen, die volle Summe wird sofort fällig.
Vertragsabschluss
Du schließt die Sterbegeldversicherung ab und beginnst mit den Beitragszahlungen.
Wartezeit von 24 bis 36 Monaten
In dieser Zeit besteht nur eingeschränkter Schutz. Verstirbst du, erhalten deine Angehörigen oft nur die eingezahlten Beiträge zurück.
Volle Leistung
Nach Ablauf der Wartezeit wird die vereinbarte Versicherungssumme in voller Höhe ausgezahlt.
Sonderfall Unfalltod
Bei einem Unfall entfällt die Wartezeit bei vielen Tarifen, die volle Summe wird sofort fällig.
06 · Was gilt
Was leistet die Sterbegeldversicherung im Todesfall?
Die Leistung hängt vom Tarif und vom Zeitpunkt des Todes ab. Nicht in jedem Fall wird die volle Versicherungssumme ausgezahlt.
Die volle Summe wird gezahlt, wenn du nach Ablauf der Wartezeit verstirbst, unabhängig davon, ob die Todesursache eine Krankheit oder ein Unfall ist. Auch ein Unfalltod während der Wartezeit führt bei vielen Tarifen zur vollen Leistung.
Nur eingeschränkte Leistung erhalten deine Angehörigen, wenn du während der Wartezeit an einer Krankheit verstirbst. In diesem Fall werden oft nur die eingezahlten Beiträge zurückerstattet.
Bei falschen Angaben bei Vertragsabschluss kann der Versicherungsschutz komplett entfallen, auch wenn die Wartezeit bereits abgelaufen ist.
Diese Regelung gilt vor allem bei Tarifen mit Gesundheitsfragen. Verschweigst du eine schwere Vorerkrankung, kann der Versicherer die Leistung verweigern.
Ein Sonderfall ist der Tod durch Suizid in den ersten Jahren nach Vertragsabschluss. Hier gelten bei vielen Versicherern besondere Regelungen, die die Leistung einschränken können.
Für dich als junge Person ist dieser Punkt weniger relevant, weil du die Versicherung vermutlich erst später abschließt. Wichtig ist, dass du bei Vertragsabschluss alle Fragen wahrheitsgemäß beantwortest.
Leistungsfälle im Überblick: Die volle Summe wird gezahlt bei Tod nach Ablauf der Wartezeit, bei Unfalltod während der Wartezeit und bei Tod durch Krankheit nach Wartezeit. Nur eingeschränkte Leistung gibt es bei Tod durch Krankheit während der Wartezeit, bei Tod durch Suizid in den ersten Jahren und bei falschen Angaben bei Vertragsabschluss.
Volle Summe wird gezahlt
Nur eingeschränkte Leistung
07 · Im Vertrag
Gesundheitsfragen: Wann sind sie nötig?
Viele Sterbegeldversicherungen kommen ohne Gesundheitsprüfung aus. Das macht den Abschluss auch im Alter oder bei Vorerkrankungen möglich.
Die meisten Anbieter verzichten auf Gesundheitsfragen. Du wirst unabhängig von Vorerkrankungen aufgenommen, was die Sterbegeldversicherung von vielen anderen Versicherungen unterscheidet.
Einige Tarife fragen nach schweren Erkrankungen. Diese Tarife sind seltener, können aber günstigere Beiträge bieten, weil der Versicherer das Risiko besser einschätzen kann.
Falsche Angaben bei Gesundheitsfragen können zum Verlust des Versicherungsschutzes führen, auch Jahre nach Vertragsabschluss.
Bei Tarifen mit Gesundheitsprüfung kann der Beitrag bei Vorerkrankungen steigen. Ein Risikozuschlag ist möglich, wenn du zum Beispiel an einer chronischen Erkrankung leidest.
Für dich bedeutet das: Wenn du gesund bist, hast du die freie Wahl zwischen Tarifen mit und ohne Gesundheitsfragen. Mit Vorerkrankungen sind Tarife ohne Gesundheitsfragen oft die einzige Möglichkeit, eine Sterbegeldversicherung abzuschließen.
Der Verzicht auf Gesundheitsfragen ist ein zentraler Vorteil der Sterbegeldversicherung. Er macht sie auch für Menschen zugänglich, die bei anderen Versicherungen abgelehnt werden oder hohe Zuschläge zahlen müssten.
Gesundheitsprüfung und ihre Folgen: Ohne Gesundheitsfragen ist der Standard, die meisten Anbieter verzichten darauf und nehmen dich unabhängig von Vorerkrankungen auf. Mit Gesundheitsfragen ist selten, einige Tarife fragen nach schweren Erkrankungen, und falsche Angaben können zum Verlust des Versicherungsschutzes führen. Ein Risikozuschlag ist möglich, bei Tarifen mit Gesundheitsprüfung kann der Beitrag bei Vorerkrankungen steigen.
Gesundheitsprüfung und ihre Folgen
08 · Checkliste
Checkliste: Wann lohnt sich der Abschluss für dich?
Die Sterbegeldversicherung ist nicht für jeden die beste Lösung. Prüfe anhand dieser Punkte, ob sie zu deiner Situation passt.
Für dich als Studierende oder Studierender ist die Antwort in den meisten Fällen klar: Du brauchst jetzt noch keine Sterbegeldversicherung. Deine Priorität liegt auf dem Aufbau deiner Existenzsicherung und Altersvorsorge.
Die Versicherung wird relevant, wenn du über 40 Jahre alt bist und noch keine Bestattungsvorsorge hast. Dann ist es sinnvoll, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Die Sterbegeldversicherung lohnt sich vor allem dann, wenn du deine Angehörigen vor hohen Bestattungskosten schützen möchtest und keine ausreichenden Rücklagen hast, die im Todesfall schnell verfügbar sind.
Ein weiteres Kriterium ist der Wunsch nach einer unkomplizierten Auszahlung ohne Erbschein. Die Sterbegeldversicherung zahlt direkt an die bezugsberechtigte Person, was den Hinterbliebenen viel Bürokratie erspart.
Wenn du Vorerkrankungen hast und in andere Versicherungen nur schwer hineinkommst, kann die Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen eine gute Option sein. Sie bietet dir trotzdem einen verlässlichen Schutz.
Prüfe auch, ob du bereits auf andere Weise vorgesorgt hast. Ein ausreichendes Sparvermögen oder eine bestehende Risikolebensversicherung können die Sterbegeldversicherung überflüssig machen.
Anzeichen, dass eine Sterbegeldversicherung sinnvoll ist: Du bist über 40 Jahre alt und hast noch keine Bestattungsvorsorge. Du möchtest deine Angehörigen vor hohen Bestattungskosten schützen. Du hast keine ausreichenden Rücklagen, die im Todesfall schnell verfügbar sind. Du wünschst dir eine unkomplizierte Auszahlung ohne Erbschein. Du hast Vorerkrankungen und kommst in andere Versicherungen nur schwer hinein.
Anzeichen, dass eine Sterbegeldversicherung sinnvoll ist
Du bist über 40 Jahre alt und hast noch keine Bestattungsvorsorge.
Du möchtest deine Angehörigen vor hohen Bestattungskosten schützen.
Du hast keine ausreichenden Rücklagen, die im Todesfall schnell verfügbar sind.
Du wünschst dir eine unkomplizierte Auszahlung ohne Erbschein.
Du hast Vorerkrankungen und kommst in andere Versicherungen nur schwer hinein.
09 · Fehler vermeiden
Typische Fehler bei der Wahl des Abschlussalters
Viele Menschen schließen zu spät ab oder wählen einen Tarif, der nicht zu ihrer Lebenssituation passt. Diese Fehler lassen sich vermeiden.
Ein häufiger Fehler ist das zu lange Warten. Ab 75 oder 80 Jahren sind die Beiträge oft so hoch, dass du mehr einzahlst als deine Angehörigen später erhalten. Der Abschluss lohnt sich dann nicht mehr.
Der Abschluss unter 40 ohne Not ist ein weiterer Fehler. In jungen Jahren ist eine Risikolebensversicherung oder Altersvorsorge oft wichtiger, weil sie existenzielle Risiken absichert und Vermögen aufbaut.
Die Wartezeit zu ignorieren ist ein Fehler, der deine Angehörigen teuer zu stehen kommen kann: Verstirbst du kurz nach Abschluss, erhalten sie nur die eingezahlten Beiträge.
Eine zu niedrige Versicherungssumme ist ebenfalls problematisch. Die Summe sollte die tatsächlichen Bestattungskosten von mehreren Tausend Euro abdecken, sonst müssen deine Angehörigen die Differenz selbst tragen.
Ein weiterer Fehler ist es, das gesetzliche Sterbegeld einzuplanen. Seit 2004 gibt es diese Leistung der Krankenkassen nicht mehr, nur noch wenige Menschen haben Anspruch darauf, zum Beispiel nach einem Arbeitsunfall oder als Beamte.
Für dich als junge Person ist der wichtigste Fehler, zu früh abzuschließen und damit Geld zu binden, das du für deine Ausbildung oder Altersvorsorge besser nutzen könntest.
Fehler, die du vermeiden solltest: Zu langes Warten, ab 75 oder 80 Jahren sind die Beiträge oft so hoch, dass du mehr einzahlst als deine Angehörigen erhalten. Abschluss unter 40 ohne Not, in jungen Jahren ist eine Risikolebensversicherung oder Altersvorsorge oft wichtiger. Wartezeit ignorieren, verstirbst du kurz nach Abschluss, erhalten deine Angehörigen nur die eingezahlten Beiträge. Zu niedrige Versicherungssumme, die Summe sollte die tatsächlichen Bestattungskosten von mehreren Tausend Euro abdecken. Gesetzliches Sterbegeld einplanen, seit 2004 gibt es diese Leistung der Krankenkassen nicht mehr.
Fehler, die du vermeiden solltest
10 · Hintergrund
Bestattungsvorsorge: Alternativen zur Sterbegeldversicherung
Die Sterbegeldversicherung ist nur eine Möglichkeit, für die eigene Bestattung vorzusorgen. Je nach Lebenssituation können andere Wege sinnvoller sein.
Neben der Sterbegeldversicherung kannst du auch über ein klassisches Sparplan oder ein separates Tagesgeldkonto für die Bestattungskosten vorsorgen. Der Vorteil: Du bleibst flexibel und kannst jederzeit über das Geld verfügen.
Der Nachteil dieser Variante ist, dass das Geld im Todesfall möglicherweise nicht sofort verfügbar ist. Deine Angehörigen müssen oft auf den Erbschein warten, bevor sie auf das Konto zugreifen können.
Eine weitere Option ist die Bestattungsverfügung in Kombination mit einem Treuhandkonto, bei der du deine Wünsche festlegst und das Geld bei einem Bestatter oder Treuhänder hinterlegst.
Diese Variante schafft Klarheit für die Angehörigen, bindet das Geld aber langfristig. Du kannst nicht mehr frei darüber verfügen, und die Kosten für die Verwaltung können anfallen.
Für dich als Studierende oder Studierender ist das Ansparen auf einem Tagesgeldkonto die flexibelste Lösung. Du kannst jederzeit auf das Geld zugreifen, wenn du es für andere Zwecke brauchst.
Die Sterbegeldversicherung bietet dagegen den Vorteil der garantierten Auszahlung nach Ablauf der Wartezeit. Du musst nicht erst die volle Summe ansparen, um deine Angehörigen abzusichern.
Welche Variante für dich die richtige ist, hängt von deiner Lebenssituation ab. Mit 40 oder 50 Jahren und einer Familie ist die Sterbegeldversicherung oft die einfachste Lösung, mit 20 oder 30 Jahren ist ein flexibles Sparen meist sinnvoller.
Neben der Sterbegeldversicherung kannst du auch über ein klassisches Sparplan oder ein separates Tagesgeldkonto für die Bestattungskosten vorsorgen. Der Vorteil: Du bleibst flexibel und kannst jederzeit über das Geld verfügen. Der Nachteil: Im Todesfall ist das Geld möglicherweise nicht sofort verfügbar, weil der Erbschein fehlt. Eine weitere Option ist die Bestattungsverfügung in Kombination mit einem Treuhandkonto. Dabei legst du deine Wünsche für die Beisetzung fest und hinterlegst das Geld bei einem Bestatter oder Treuhänder. Das schafft Klarheit für die Angehörigen, bindet das Geld aber langfristig.
Neben der Sterbegeldversicherung kannst du auch über ein klassisches Sparplan oder ein separates Tagesgeldkonto für die Bestattungskosten vorsorgen. Der Vorteil: Du bleibst flexibel und kannst jederzeit über das Geld verfügen. Der Nachteil: Im Todesfall ist das Geld möglicherweise nicht sofort verfügbar, weil der Erbschein fehlt.
Eine weitere Option ist die Bestattungsverfügung in Kombination mit einem Treuhandkonto. Dabei legst du deine Wünsche für die Beisetzung fest und hinterlegst das Geld bei einem Bestatter oder Treuhänder. Das schafft Klarheit für die Angehörigen, bindet das Geld aber langfristig.
Für Beamte und bestimmte Berufsgruppen gibt es weiterhin ein gesetzliches Sterbegeld. Auch bei einem Arbeitsunfall zahlen die Berufsgenossenschaften ein Sterbegeld. Prüfe, ob du zu diesen Gruppen gehörst, bevor du eine private Versicherung abschließt.
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