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Ratgeber · Versicherung

Pflegeversicherung für WG-Bewohner: So sichern Sie sich den Wohngruppenzuschlag

In einer ambulant betreuten Wohngruppe erhalten Sie zusätzlich zu den üblichen Pflegeleistungen einen monatlichen Zuschuss von 224 Euro. Diese Leistung der Pflegeversicherung für WG-Bewohner ist an klare Voraussetzungen geknüpft, die Sie vor dem Einzug prüfen sollten.

10 Kapitel · 13 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Der Wohngruppenzuschlag beträgt pauschal 224 Euro pro Monat und wird zusätzlich zu Pflegegeld oder Pflegesachleistungen gezahlt.
  • Anspruch haben Pflegebedürftige der Pflegegrade 1 bis 5, die in einer ambulant betreuten Wohngruppe mit mindestens drei und höchstens zwölf Bewohnern leben.
  • Eine gemeinschaftlich beauftragte Präsenzkraft muss organisatorische, betreuende oder hauswirtschaftliche Aufgaben übernehmen.
  • Für die Gründung einer Pflege-WG gibt es eine einmalige Anschubfinanzierung von bis zu 2.613 Euro pro Person, maximal 10.452 Euro pro Wohngruppe.

01 · Grundlagen

Was ist eine ambulant betreute Wohngruppe?

Nicht jede Senioren-WG ist automatisch eine ambulant betreute Wohngruppe im Sinne der Pflegeversicherung. Die Anerkennung hängt von der Organisation der Pflege und der gemeinschaftlichen Beauftragung einer Präsenzkraft ab.

Eine ambulant betreute Wohngruppe ist eine Wohnform, in der pflegebedürftige Menschen in einer gemeinsamen Wohnung oder einem gemeinsamen Haus leben und ihre pflegerische Versorgung gemeinschaftlich organisieren. Die Bewohner haben eigene Zimmer, in die sie sich jederzeit zurückziehen können, und teilen sich Gemeinschaftsräume für gemeinsame Aktivitäten.

Das entscheidende Merkmal ist die gemeinschaftlich beauftragte Präsenzkraft. Sie übernimmt organisatorische, verwaltende, betreuende oder hauswirtschaftliche Aufgaben und wird von den Bewohnern gemeinsam finanziert. Die Versorgung darf dabei nicht den Umfang einer vollstationären Pflege erreichen und muss mit einer häuslichen Pflege vergleichbar sein.

Die Pflegeversicherung fördert diese Wohnform besonders, weil sie pflegebedürftigen Menschen ermöglicht, möglichst lange selbstständig und in häuslicher Umgebung zu wohnen, ohne auf sich selbst gestellt zu sein.

Kurz erklärt

Ambulant betreute Wohngruppe

Eine Wohnform, in der pflegebedürftige Menschen in einer gemeinsamen Wohnung oder einem gemeinsamen Haus leben und gemeinsam eine Präsenzkraft beauftragen, die organisatorische, betreuende oder hauswirtschaftliche Aufgaben übernimmt.

Die Versorgung darf nicht den Umfang einer vollstationären Pflege erreichen und muss mit einer häuslichen Pflege vergleichbar sein.

02 · Checkliste

Welche Voraussetzungen gelten für den Wohngruppenzuschlag?

Die Pflegekasse prüft vor der Bewilligung, ob Ihre Wohnform die gesetzlichen Kriterien erfüllt. Dazu gehören die Anzahl der Bewohner, deren Pflegebedürftigkeit und die Rolle der Präsenzkraft.

Der Wohngruppenzuschlag von 224 Euro monatlich wird nur bewilligt, wenn deine Wohnform alle gesetzlichen Kriterien erfüllt. Die Pflegekasse prüft dabei sowohl die Zusammensetzung der Wohngruppe als auch die Organisation der Versorgung.

In der Wohngruppe müssen regelmäßig mindestens drei und höchstens zwölf Bewohner leben. Davon müssen mindestens drei Personen pflegebedürftig sein und einen Pflegegrad 1 bis 5 haben. Zusätzlich können auch Personen ohne Pflegegrad einziehen, etwa Angehörige, sie erhalten jedoch keinen Wohngruppenzuschlag.

  • Du lebst in einer gemeinsamen Wohnung oder einem gemeinsamen Haus mit pflegerischer Versorgung.
  • In deiner Wohngruppe ist eine Präsenzkraft gemeinschaftlich beauftragt, die organisatorische, verwaltende, betreuende oder hauswirtschaftliche Aufgaben übernimmt.
  • Du beziehst Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Kombinationsleistung oder den Entlastungsbetrag.
  • Für Pflegebedürftige des Pflegegrades 1 gilt eine Ausnahme: Sie müssen keine dieser Leistungen beziehen, um den Wohngruppenzuschlag zu erhalten.
  • Die Versorgung in der WG darf nicht den Umfang einer vollstationären Pflege erreichen.

Ein wichtiger Punkt betrifft die Gründung: Die Bewohner müssen zum Zweck der gemeinsamen Betreuung eingezogen sein. Wenn drei Personen mit Pflegegrad bereits aus familiären Gründen zusammengewohnt haben, etwa ein Ehepaar und eine Tante, können sie sich nicht einfach in eine geförderte Wohngruppe umwandeln. Mindestens eine Person muss neu hinzugezogen sein.

Voraussetzungen für den Wohngruppenzuschlag

01

Sie leben in einer gemeinsamen Wohnung oder einem gemeinsamen Haus mit pflegerischer Versorgung.

02

In der Wohngruppe wohnen regelmäßig mindestens drei und höchstens zwölf Bewohner.

03

Mindestens drei Bewohner sind pflegebedürftig und haben einen Pflegegrad 1 bis 5.

04

Eine Präsenzkraft ist gemeinschaftlich beauftragt und übernimmt organisatorische, verwaltende, betreuende oder hauswirtschaftliche Aufgaben.

05

Sie beziehen Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Kombinationsleistung oder den Entlastungsbetrag (Ausnahme: Pflegegrad 1).

06

Die Versorgung in der WG entspricht nicht dem Umfang einer vollstationären Pflege.

03 · Vergleich

Welche Leistungen erhalten Sie in einer Pflege-WG?

Die Pflegeversicherung für WG-Bewohner kombiniert den Wohngruppenzuschlag mit den regulären ambulanten Leistungen. Je nach Pflegegrad und gewählter Versorgungsform stehen Ihnen unterschiedliche Beträge zur Verfügung.

Der Zuschlag von 224 Euro pro Monat wird pauschal gewährt und ist wie das Pflegegeld zur eigenverantwortlichen Verwendung gedacht.

Er ist vor allem dazu da, die gemeinschaftlich beauftragte Präsenzkraft zu finanzieren. Daneben kannst du je nach Pflegegrad weiterhin Pflegegeld, Pflegesachleistungen oder die Kombinationsleistung beziehen. Auch der Entlastungsbetrag von 125 Euro pro Monat steht dir für alle Pflegegrade zu, zweckgebunden für Betreuungs- und Entlastungsleistungen.

Bei der Neugründung einer ambulant betreuten Wohngruppe kannst du zusätzlich eine einmalige Anschubfinanzierung von bis zu 2.613 Euro pro Person beantragen. Je Wohngemeinschaft ist die Gesamtförderung auf 10.452 Euro begrenzt. Bei mehr als vier anspruchsberechtigten Antragstellern wird der Gesamtbetrag anteilig aufgeteilt.

Für Pflegebedürftige des Pflegegrades 1 gilt eine Besonderheit: Sie müssen weder Pflegegeld noch Pflegesachleistungen, Kombinationsleistung oder den Entlastungsbetrag beziehen, um den Wohngruppenzuschlag zu erhalten.

Leistungen der Pflegeversicherung in der ambulant betreuten Wohngruppe
LeistungBetrag bzw. Umfang
WohngruppenzuschlagWohngruppenzuschlag224 Euro pro Monat
AnschubfinanzierungAnschubfinanzierungEinmalig bis zu 2.613 Euro pro Person, maximal 10.452 Euro pro WG

04 · Grundlagen

Welche Rolle spielt die Präsenzkraft in der Pflege-WG?

Die Präsenzkraft ist das zentrale Element der ambulant betreuten Wohngruppe. Sie muss keine ausgebildete Pflegefachkraft sein, sondern übernimmt Aufgaben, die das gemeinschaftliche Leben organisieren und unterstützen.

Sie muss keine ausgebildete Pflegefachkraft sein, sondern wird von den Mitgliedern der Wohngruppe gemeinschaftlich beauftragt, um allgemeine organisatorische, verwaltende, betreuende oder das Gemeinschaftsleben fördernde Tätigkeiten zu verrichten.

Zu ihren Aufgaben kann auch die Unterstützung der Wohngruppenmitglieder bei der Haushaltsführung gehören. Wichtig ist: Die Präsenzkraft ist unabhängig von der individuellen pflegerischen Versorgung tätig. Die eigentliche Pflege wird weiterhin von ambulanten Pflegediensten oder Angehörigen erbracht.

Der Wohngruppenzuschlag von 224 Euro pro Monat dient genau dazu, diese Präsenzkraft zu finanzieren. Die Bewohner entscheiden gemeinsam, welche Aufgaben die Präsenzkraft übernehmen soll, und legen dies in einer Aufgabenliste fest, die auch der Pflegekasse vorgelegt werden kann.

Kurz erklärt

Präsenzkraft

Eine Person, die von den Mitgliedern der Wohngruppe gemeinschaftlich beauftragt wird, um allgemeine organisatorische, verwaltende, betreuende oder das Gemeinschaftsleben fördernde Tätigkeiten zu verrichten oder die Bewohner bei der Haushaltsführung zu unterstützen.

Die Präsenzkraft ist unabhängig von der individuellen pflegerischen Versorgung tätig und wird über den Wohngruppenzuschlag finanziert.

05 · Schritt für Schritt

Wie beantragen Sie den Wohngruppenzuschlag?

Der Antrag auf den Wohngruppenzuschlag ist bei Ihrer Pflegekasse zu stellen. Die Pflegekasse kann verschiedene Unterlagen anfordern, um die Voraussetzungen zu prüfen.

Den Antrag auf den Wohngruppenzuschlag stellst du bei deiner Pflegekasse oder deinem privaten Pflegeversicherungsunternehmen. Der Antrag ist formlos möglich, die Pflegekasse kann jedoch verschiedene Unterlagen anfordern, um die Voraussetzungen zu prüfen.

Zu den typischen Unterlagen gehören eine formlose Bestätigung, dass die Voraussetzungen für die Anerkennung der Wohngruppe erfüllt sind, sowie die Adresse und das Gründungsdatum der Wohngruppe. Außerdem kann die Pflegekasse den Mietvertrag einschließlich eines Grundrisses der Wohnung und den Pflegevertrag nach § 120 SGB XI verlangen.

  • Du stellst einen formlosen Antrag bei deiner Pflegekasse.
  • Du reichst die angeforderten Unterlagen ein, darunter Mietvertrag, Grundriss und Pflegevertrag.
  • Du legst eine Liste mit den vereinbarten Aufgaben der Präsenzkraft vor.
  • Du nennst Vorname, Name, Anschrift und Telefonnummer der Präsenzkraft.
  • Nach Prüfung der Unterlagen bewilligt die Pflegekasse den Wohngruppenzuschlag.

Der Zuschlag wird dir für jeden Monat in voller Höhe gezahlt, in dem du die Voraussetzungen erfüllst. Es gibt keine anteilige Kürzung, wenn du nur einen Teil des Monats in der Wohngruppe lebst.

01

Antrag bei der Pflegekasse stellen

Sie stellen einen formlosen Antrag bei Ihrer Pflegekasse oder Ihrem Pflegeversicherungsunternehmen.

02

Unterlagen einreichen

Die Pflegekasse kann eine formlose Bestätigung über die Voraussetzungen, Adresse und Gründungsdatum der Wohngruppe, den Mietvertrag mit Grundriss, den Pflegevertrag sowie Name, Anschrift und Unterschrift der Präsenzkraft anfordern.

03

Aufgabenliste der Präsenzkraft vorlegen

Eine Liste mit den vereinbarten Aufgaben der Präsenzkraft ist beizufügen.

04

Bewilligung abwarten

Nach Prüfung der Unterlagen bewilligt die Pflegekasse den Wohngruppenzuschlag für jeden Monat, in dem die Voraussetzungen erfüllt sind.

06 · Kosten

Welche Kosten entstehen in einer Pflege-WG?

Die monatlichen Kosten setzen sich aus Miete, Verpflegung, Haushaltskosten und den Aufwendungen für die Präsenzkraft zusammen. Die Pflegeversicherung deckt nur einen Teil dieser Kosten ab.

Die monatlichen Kosten in einer Pflege-WG setzen sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Miete und Nebenkosten trägst du selbst, ebenso die Kosten für Verpflegung und Haushalt. Die Pflegeversicherung deckt nur einen Teil der Gesamtkosten ab.

Der Wohngruppenzuschlag von 224 Euro pro Monat ist als Zuschuss zu den Kosten für die Präsenzkraft gedacht. Ob dieser Betrag ausreicht, hängt von der Anzahl der Bewohner und dem Umfang der beauftragten Leistungen ab. Bei einer WG mit wenigen Bewohnern kann der Anteil pro Person höher ausfallen als der Zuschlag.

Die tatsächlichen Kosten hängen von der Wohnungsgröße, der Lage, der Anzahl der Bewohner und dem Umfang der beauftragten Leistungen ab. Vor dem Einzug solltest du dir einen genauen Überblick über alle monatlichen Kosten verschaffen und prüfen, welcher Anteil durch Leistungen der Pflegeversicherung gedeckt ist.

Kurz erklärt

Wohngruppenzuschlag (Präsenzkraft)

Monatliche Kostenbestandteile in einer Pflege-WG

224 EUR

07 · Im Vertrag

Was gilt für den Mietvertrag in einer Pflege-WG?

Der Mietvertrag ist ein zentrales Dokument für die Anerkennung als ambulant betreute Wohngruppe. Er sollte Regelungen für den Fall von Auszug oder Mietverzug enthalten.

Die Pflegekasse kann den Mietvertrag einschließlich eines Grundrisses der Wohnung anfordern, um die Voraussetzungen zu prüfen.

Vor dem Einzug solltest du darauf achten, dass im Mietvertrag genau geregelt ist, wie im Falle von Auszug oder Mietverzug vorzugehen ist. Das ist besonders wichtig, weil die Wohngruppe als Gemeinschaft funktioniert und der Auszug eines Bewohners finanzielle Folgen für die übrigen Bewohner haben kann.

Die Wohnung muss über eigene Zimmer für die Bewohner und Gemeinschaftsräume für gemeinsame Aktivitäten verfügen. Diese Struktur ist Voraussetzung dafür, dass die Wohnform als ambulant betreute Wohngruppe anerkannt wird und der Wohngruppenzuschlag bewilligt werden kann.

Wichtige Punkte im Mietvertrag einer Pflege-WG

AuszugsregelungEmpfehlungVor dem Einzug sollte genau geregelt sein, wie im Falle eines Auszugs oder Mietverzugs vorzugehen ist.
GrundrissPflichtunterlageDer Mietvertrag einschließlich eines Grundrisses der Wohnung kann von der Pflegekasse angefordert werden.
GemeinschaftsräumeVoraussetzungDie Wohnung muss über eigene Zimmer für die Bewohner und Gemeinschaftsräume für gemeinsame Aktivitäten verfügen.

08 · Fehler vermeiden

Welche Fehler sollten Sie bei der Gründung einer Pflege-WG vermeiden?

Bei der Gründung einer ambulant betreuten Wohngruppe gibt es typische Stolperfallen, die zur Ablehnung des Wohngruppenzuschlags führen können. Eine sorgfältige Planung hilft, diese zu vermeiden.

Ein häufiger Fehler ist, dass die Wohngruppe aus Personen besteht, die bereits aus familiären Gründen zusammengewohnt haben, ohne dass mindestens eine Person neu hinzugezogen ist. Das Bundessozialgericht hat entschieden, dass eine solche Konstellation nicht als geförderte Wohngruppe anerkannt wird.

  • Die Wohngruppe besteht aus Personen, die bereits aus familiären Gründen zusammengewohnt haben, ohne dass mindestens eine Person neu hinzugezogen ist.
  • Die Versorgung in der WG erreicht den Umfang einer vollstationären Pflege, was die Anerkennung als ambulant betreute Wohngruppe ausschließt.
  • Die Präsenzkraft ist nicht gemeinschaftlich beauftragt, sondern wird von einem externen Anbieter gestellt.
  • Der Antrag auf Anschubfinanzierung wird nicht innerhalb eines Jahres ab Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen gestellt.
  • Der Mietvertrag enthält keine Regelungen für den Fall von Auszug oder Mietverzug.

Beachte auch: Wenn du Leistungen der vollstationären Pflege nach § 43 SGB XI oder Leistungen der Pflege in vollstationären Einrichtungen der Hilfe für behinderte Menschen nach § 43a SGB XI beziehst, ist eine ambulante Betreuung ausgeschlossen.

Häufige Fehler bei der Gründung einer Pflege-WG

·Die Wohngruppe besteht aus Personen, die bereits aus familiären Gründen zusammengewohnt haben, ohne dass mindestens eine Person neu hinzugezogen ist.
·Die Versorgung in der WG erreicht den Umfang einer vollstationären Pflege, was die Anerkennung als ambulant betreute Wohngruppe ausschließt.
·Die Präsenzkraft ist nicht gemeinschaftlich beauftragt, sondern wird von einem externen Anbieter gestellt.
·Der Antrag auf Anschubfinanzierung wird nicht innerhalb eines Jahres ab Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen gestellt.
·Der Mietvertrag enthält keine Regelungen für den Fall von Auszug oder Mietverzug.

09 · Hintergrund

Welche Alternativen zur Pflege-WG gibt es?

Neben der ambulant betreuten Wohngruppe existieren weitere gemeinschaftliche Wohnformen, die von der Pflegeversicherung unterschiedlich behandelt werden. Dazu zählen das betreute Wohnen, Mehrgenerationenhäuser und das Wohnen für Hilfe.

Beim betreuten oder Servicewohnen schließt du neben dem Mietvertrag einen Servicevertrag mit dem Vermieter ab, der bestimmte zusätzliche Dienst- und Hilfeleistungen beinhaltet. Diese Wohnform erfüllt in der Regel nicht die Voraussetzungen für den Wohngruppenzuschlag.

In Mehrgenerationenhäusern helfen sich Jung und Alt gegenseitig. Beim Wohnen für Hilfe vermietest du Zimmer oder Wohnungen beispielsweise an Studierende, die im Gegenzug im Haushalt, beim Einkaufen oder bei Behördengängen unterstützen. Die Studierenden zahlen in diesem Fall weniger Miete.

Seit dem 1. Januar 2026 gibt es zudem eine Option für zugelassene ambulante Pflegeeinrichtungen, mit den Kostenträgern sektorenübergreifende Verträge für die Leistungserbringung in gemeinschaftlichen Wohnformen zu schließen. Pflegebedürftige erhalten in diesen Wohnformen einen pauschalen Zuschuss von 450 Euro je Kalendermonat.

Beim betreuten oder Servicewohnen schließen Sie neben dem Mietvertrag einen Servicevertrag mit dem Vermieter ab, der bestimmte zusätzliche Dienst- und Hilfeleistungen beinhaltet. Diese Wohnform erfüllt in der Regel nicht die Voraussetzungen für den Wohngruppenzuschlag.

In Mehrgenerationenhäusern helfen sich Jung und Alt gegenseitig. Beim Wohnen für Hilfe vermieten Sie Zimmer oder Wohnungen beispielsweise an Studierende, die im Gegenzug im Haushalt, beim Einkaufen oder bei Behördengängen unterstützen.

Seit dem 1. Januar 2026 gibt es zudem eine Option für zugelassene ambulante Pflegeeinrichtungen, sektorenübergreifende Verträge für gemeinschaftliche Wohnformen zu schließen. Pflegebedürftige erhalten in diesen Wohnformen einen pauschalen Zuschuss von 450 Euro je Kalendermonat.

10 · Checkliste

Wie finden Sie eine passende Pflege-WG?

Die Suche nach einer geeigneten Wohngruppe erfordert Zeit und Recherche. Verschiedene Anlaufstellen können Sie bei der Suche nach Mitbewohnern und passenden Wohnprojekten unterstützen.

Wenn du selbst eine Pflege-WG gründen möchtest, brauchst du zunächst interessierte Mitbewohner. Diese kannst du beispielsweise über einen Aushang im nächstgelegenen Seniorentreff suchen oder beim örtlichen Pflegestützpunkt nachfragen, ob sich dort Interessenten gemeldet haben.

  • Du kannst einen Aushang im nächstgelegenen Seniorentreff machen.
  • Du kannst beim örtlichen Pflegestützpunkt nachfragen, ob sich dort Interessenten gemeldet haben.
  • Du kannst bei ambulanten Pflegediensten anfragen, die bereits Pflege-Wohngemeinschaften betreuen.
  • Du kannst dich beim Bürgeramt nach bestehenden Wohnprojekten für Pflegebedürftige erkundigen.
  • Du kannst dich von der Pflegeberatung zu Zuschüssen und Gründungsvoraussetzungen beraten lassen.

In vielen Kommunen existieren bereits Wohnprojekte für Pflegebedürftige. Eine frühzeitige Erkundigung bei den genannten Stellen hilft dir, einen Überblick über die Möglichkeiten in deiner Region zu bekommen.

Anlaufstellen für die Suche nach einer Pflege-WG

01

Aushang im nächstgelegenen Seniorentreff

02

Nachfrage beim örtlichen Pflegestützpunkt

03

Anfrage bei ambulanten Pflegediensten, die bereits Pflege-Wohngemeinschaften betreuen

04

Erkundigung beim Bürgeramt nach bestehenden Wohnprojekten für Pflegebedürftige

05

Beratung durch die Pflegeberatung zu Zuschüssen und Gründungsvoraussetzungen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026