Ratgeber · Versicherung
Lebensversicherung Kosten: So bestimmst du Beitrag und Versicherungssumme
Die Kosten einer Lebensversicherung hängen vor allem von deiner Versicherungssumme, deiner Gesundheit und der Laufzeit ab. Eine Risikolebensversicherung sichert deine Hinterbliebenen im Todesfall ab und ist oft günstiger als viele denken.
10 Kapitel · 15 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026
Das Wichtigste
- Die Versicherungssumme sollte das drei- bis fünffache deines Bruttojahresgehalts betragen.
- Die Beiträge steigen mit zunehmendem Alter, Vorerkrankungen und längerer Laufzeit.
- Eine fallende Versicherungssumme eignet sich zur Absicherung eines Kredits oder einer Restschuld.
- Die Gesundheitsprüfung entscheidet maßgeblich über deinen monatlichen Beitrag.
01 · Kosten
Was kostet eine Risikolebensversicherung?
Die Beiträge für eine Risikolebensversicherung sind individuell und hängen von mehreren Faktoren ab. Als grobe Orientierung kannst du mit niedrigen monatlichen Beiträgen rechnen, wenn du jung und gesund bist.
Die monatlichen Beiträge liegen für junge und gesunde Menschen oft im einstelligen Eurobereich. Ein Vertrag über 100.000 Euro Versicherungssumme und zehn Jahre Laufzeit kann für eine 25-jährige Nichtraucherin bereits ab 1,85 Euro im Monat kosten. Mit zunehmendem Alter, höheren Summen oder längeren Laufzeiten steigt der Beitrag spürbar an.
Für eine 35-jährige Person mit 200.000 Euro Versicherungssumme und 20 Jahren Laufzeit sind Beiträge um 7,59 Euro monatlich möglich. Der konkrete Preis hängt immer von deiner persönlichen Risikobewertung ab, die der Versicherer anhand deiner Angaben vornimmt.
Die vier stärksten Kostenfaktoren sind Eintrittsalter, Gesundheitszustand, Versicherungssumme und Laufzeit. Je jünger und gesünder du bist, desto günstiger wird der Vertrag. Rauchen oder Vorerkrankungen führen dagegen häufig zu einem Risikozuschlag.
Dein Beruf spielt eine geringere Rolle, solange du keiner ausgesprochen gefährlichen Tätigkeit nachgehst. Eine Bürotätigkeit wird in der Regel günstiger eingestuft als ein Beruf mit hohem Unfallrisiko.
Die Beitragshöhe setzt sich aus dem Grundbeitrag und einem möglichen Risikozuschlag zusammen. Der Versicherer kalkuliert dabei dein individuelles Sterberisiko während der gesamten Vertragslaufzeit.
Beispiel: Eine 30-jährige Elektrikerin zahlt für 150.000 Euro Versicherungssumme und 15 Jahre Laufzeit etwa 4,10 Euro im Monat. Eine gleichaltrige Bankkauffrau mit 200.000 Euro Summe und 20 Jahren Laufzeit liegt bei rund 13,54 Euro monatlich, wenn ein erweiterter Schutz mit Waisenrente eingeschlossen ist.
Die genannten Gewichtungen sind allgemeine Einschätzungen und ersetzen keine individuelle Beitragsberechnung.
Einflussfaktoren auf die Beitragshöhe
02 · Checkliste
So berechnest du die passende Versicherungssumme
Die Versicherungssumme ist die zentrale Größe deiner Lebensversicherung. Sie sollte die finanzielle Lücke schließen, die dein Einkommen hinterlassen würde.
Als Faustregel gilt: Die Versicherungssumme sollte dem drei- bis fünffachen deines Bruttojahresgehalts entsprechen. Dieser Richtwert deckt die wichtigsten finanziellen Lücken ab, die dein Einkommen hinterlassen würde.
Für eine individuelle Berechnung lohnt sich ein genauer Blick auf deine Lebenssituation. Addiere die laufenden Kosten deiner Familie, die Ausbildungskosten deiner Kinder und alle offenen Kredite. Ziehe davon vorhandenes Vermögen und das Einkommen deines Partners ab, inklusive gesetzlicher Waisen- und Witwenrente.
Die Versicherungssumme sollte mindestens so hoch sein wie die offene Restschuld deines Immobiliendarlehens. Wenn du einen Kredit absichern möchtest, orientierst du dich an der Darlehenssumme und nicht am Bruttojahresgehalt.
Folgende Posten solltest du bei der Summenwahl berücksichtigen:
- Laufende Kosten deiner Familie oder deines Unternehmens
- Kosten für Unterhalt und Ausbildung deiner Kinder
- Offene Kredite und Darlehen
- Vorhandenes Vermögen, das deine Familie nutzen kann
- Einkommen deines Partners inklusive gesetzlicher Renten
Ein Beispiel: Verdienst du 50.000 Euro brutto im Jahr, liegt die empfohlene Versicherungssumme zwischen 150.000 und 250.000 Euro. Hast du zusätzlich ein Darlehen über 300.000 Euro laufen, sollte die Summe entsprechend höher ausfallen.
Die Faustregel ist ein grober Richtwert. Deine persönliche Berechnung kann davon deutlich abweichen, wenn du hohe Verbindlichkeiten hast oder dein Partner bereits gut abgesichert ist.
Diese Posten solltest du bei der Summenwahl berücksichtigen
Laufende Kosten deiner Familie oder deines Unternehmens
Kosten für Unterhalt und Ausbildung deiner Kinder
Offene Kredite und Darlehen
Vorhandenes Vermögen, das deine Familie nutzen kann
Einkommen deines Partners inklusive gesetzlicher Renten
03 · Vergleich
Konstante oder fallende Versicherungssumme: Was passt zu dir?
Du kannst zwischen zwei Modellen wählen, die sich in ihrer Kostenstruktur und ihrem Zweck unterscheiden. Die Wahl hängt davon ab, ob du eine Familie oder einen Kredit absichern möchtest.
Bei einer konstanten Versicherungssumme bleibt die Todesfallleistung über die gesamte Laufzeit gleich. Diese Variante eignet sich für die Absicherung deiner Familie oder deines Lebenspartners, weil der finanzielle Bedarf unabhängig vom Zeitpunkt des Todesfalls besteht.
Die fallende Versicherungssumme verringert sich jedes Jahr. Sie ist ideal, wenn du einen Kredit absichern möchtest, denn die offene Restschuld sinkt ebenfalls kontinuierlich. Dadurch zahlst du weniger Beitrag als bei einer konstanten Summe, weil das Risiko des Versicherers jährlich abnimmt.
Die fallende Variante wird umgangssprachlich oft als Restschuldversicherung bezeichnet, ist aber rechtlich eine Risikolebensversicherung mit abnehmender Todesfallsumme. Du solltest sie nicht mit der klassischen Restschuldversicherung verwechseln, die direkt an die Bank gebunden ist.
Die zwei Varianten der Todesfallsumme im Vergleich:
- Konstante Versicherungssumme: Die Höhe der Todesfallleistung bleibt über die gesamte Laufzeit gleich.
- Fallende Versicherungssumme: Die Todesfallleistung verringert sich jedes Jahr.
- Konstante Summe: Geeignet für die Absicherung von Familie oder Lebenspartner.
- Fallende Summe: Geeignet für die Absicherung eines Kredits oder einer Restschuld.
- Konstante Summe: Typischer Anlass ist die Geburt eines Kindes, eine Hochzeit oder ein Hauskauf.
- Fallende Summe: Typischer Anlass ist die Aufnahme eines Immobiliendarlehens.
- Konstante Summe: Der Beitrag ist höher, da die volle Summe bis zum Ende erhalten bleibt.
- Fallende Summe: Der Beitrag ist niedriger, da das Risiko des Versicherers jährlich sinkt.
Für Familien mit kleinen Kindern ist die konstante Summe meist die bessere Wahl. Der finanzielle Bedarf der Hinterbliebenen bleibt über viele Jahre ähnlich hoch, unabhängig davon, ob der Todesfall früh oder spät eintritt.
Wenn du ein Darlehen mit festem Tilgungsplan absicherst, passt die fallende Summe exakt zur sinkenden Restschuld. Du zahlst weniger Beitrag und vermeidest eine Überversicherung in den späteren Jahren.
| Konstante Versicherungssumme | Fallende Versicherungssumme | |
|---|---|---|
| Höhe der Todesfallleistung | Bleibt über die gesamte Laufzeit gleich | Verringert sich jedes Jahr |
| Geeignet für | Absicherung von Familie oder Lebenspartner | Absicherung eines Kredits oder einer Restschuld |
| Typischer Anlass | Geburt eines Kindes, Hochzeit, Hauskauf | Aufnahme eines Immobiliendarlehens |
04 · Schritt für Schritt
Welche Rolle spielt die Gesundheitsprüfung für die Kosten?
Vor Vertragsabschluss musst du Gesundheitsfragen beantworten. Deine Angaben entscheiden darüber, ob du den Standardbeitrag zahlst oder einen Risikozuschlag erhältst.
Vor Vertragsabschluss beantwortest du Gesundheitsfragen zu Vorerkrankungen, deinem Gewicht und deinem Lebensstil. Dazu gehört auch die Frage, ob du rauchst. Deine Angaben sind die Grundlage für die Risikoprüfung des Versicherers.
Der Versicherer bewertet auf Basis deiner Antworten dein individuelles Sterberisiko. Bei einem erhöhten Risiko kann er einen Risikozuschlag verlangen oder den Antrag ablehnen. Der endgültige Beitrag setzt sich aus dem Grundbeitrag und einem möglichen Zuschlag zusammen.
Falsche oder unvollständige Angaben können später zum Verlust des Versicherungsschutzes führen. Der Versicherer kann im Leistungsfall die Zahlung verweigern, wenn sich herausstellt, dass du relevante Vorerkrankungen verschwiegen hast.
Der Ablauf der Gesundheitsprüfung folgt einem klaren Prozess:
Nichtraucher zahlen deutlich weniger als Raucher. Der Unterschied kann mehrere hundert Prozent betragen, weil Rauchen das Sterberisiko erheblich erhöht. Auch ein hoher Body-Mass-Index oder chronische Erkrankungen wie Diabetes führen häufig zu Zuschlägen.
Wenn du in den letzten Jahren mit dem Rauchen aufgehört hast, kann sich ein neuer Vertrag lohnen. Viele Versicherer stufen dich nach einer bestimmten Zeit als Nichtraucher ein, was deinen Beitrag spürbar senkt.
Gesundheitsfragen beantworten
Du machst Angaben zu Vorerkrankungen, deinem Gewicht und deinem Lebensstil, zum Beispiel ob du rauchst.
Risikoprüfung durch den Versicherer
Der Versicherer bewertet dein individuelles Sterberisiko auf Basis deiner Angaben.
Annahme oder Zuschlag
Bei einem erhöhten Risiko kann der Versicherer einen Risikozuschlag verlangen oder den Antrag ablehnen.
Beitragsberechnung
Der endgültige Beitrag setzt sich aus dem Grundbeitrag und einem möglichen Zuschlag zusammen.
05 · Grundlagen
Wer erhält die Todesfallleistung?
Du legst fest, wer im Ernstfall das Geld bekommt. Diese Person oder Institution wird als bezugsberechtigte Person bezeichnet.
Die bezugsberechtigte Person ist diejenige, die im Todesfall die vereinbarte Versicherungssumme vom Versicherer ausgezahlt bekommt. Du kannst eine oder mehrere Personen benennen, zum Beispiel deinen Partner, deine Kinder oder einen Gläubiger.
Die Auszahlung erfolgt direkt an die bezugsberechtigte Person, ohne dass ein Erbschein erforderlich ist. Das Geld steht den Empfängern zur freien Verfügung, es sei denn, du hast die Leistung ausdrücklich an einen bestimmten Zweck gebunden.
Du solltest die bezugsberechtigte Person eindeutig festlegen und die Benennung regelmäßig überprüfen. Nach einer Trennung, Scheidung oder der Geburt eines Kindes kann eine Anpassung notwendig sein.
Du kannst auch mehrere Personen als Bezugsberechtigte einsetzen und die Anteile festlegen. Zum Beispiel erhält dein Partner 70 Prozent und deine Kinder gemeinsam 30 Prozent der Versicherungssumme.
Wenn du keine bezugsberechtigte Person benennst, fällt die Todesfallleistung in deinen Nachlass. Dann greifen die gesetzlichen Erbregeln, und die Auszahlung kann sich verzögern, weil ein Erbschein benötigt wird.
Bei einer Kreditabsicherung kannst du die Bank als bezugsberechtigte Person einsetzen. Die Todesfallleistung wird dann direkt zur Tilgung des Darlehens verwendet, und deine Hinterbliebenen werden von der Schuld befreit.
Kurz erklärt
Bezugsberechtigte Person
Die Person, die im Todesfall die vereinbarte Versicherungssumme vom Versicherer ausgezahlt bekommt.
Du kannst eine oder mehrere Personen benennen, zum Beispiel deinen Partner, deine Kinder oder einen Gläubiger.
06 · Was gilt
Risikolebensversicherung zur Kreditabsicherung
Wenn du ein Haus kaufst oder einen großen Kredit aufnimmst, kann eine Risikolebensversicherung sinnvoll sein. Sie stellt sicher, dass deine Hinterbliebenen die Schulden nicht allein tragen müssen.
Die Todesfallsumme sollte mindestens der offenen Restschuld entsprechen, damit deine Familie die Immobilie behalten kann.
Für die Kreditabsicherung eignet sich besonders die fallende Versicherungssumme. Sie passt sich der sinkenden Restschuld an und ist dadurch günstiger als eine konstante Summe in gleicher Höhe.
Eine Risikolebensversicherung ist für die Kreditabsicherung sinnvoll, wenn die Darlehenssumme hoch ist und deine Hinterbliebenen die Raten nicht allein tragen könnten. Bei sehr kurzen Laufzeiten unter einem Jahr oder kleinen Krediten ist der Abschluss oft nicht notwendig.
Wofür eignet sich die Risikolebensversicherung?
- Sinnvoll: Absicherung eines Immobiliendarlehens
- Sinnvoll: Absicherung eines Geschäftskredits
- Sinnvoll: Absicherung der Familie bei einem Hauptverdiener
- Weniger sinnvoll: Als reine Geldanlage oder Sparplan
- Weniger sinnvoll: Als Absicherung für sehr kurze Zeiträume unter einem Jahr
Bei einem Immobiliendarlehen über 300.000 Euro mit 25 Jahren Laufzeit sicherst du die volle Restschuld ab. Stirbst du im ersten Jahr, zahlt der Versicherer fast die gesamte Summe aus. Stirbst du im letzten Jahr, ist die Restschuld bereits weitgehend getilgt, und die fallende Versicherungssumme deckt nur noch den verbleibenden Betrag ab.
Die Risikolebensversicherung ist keine Geldanlage. Sie zahlt nur im Todesfall und hat keinen Rückkaufswert, den du dir während der Laufzeit auszahlen lassen könntest.
Sinnvoll
Weniger sinnvoll
07 · Checkliste
Laufzeit und Vertragsdauer richtig wählen
Die Laufzeit deiner Risikolebensversicherung sollte sich an deinen finanziellen Verpflichtungen orientieren. Sie endet idealerweise dann, wenn deine Kinder finanziell unabhängig sind oder dein Kredit abbezahlt ist.
Für Eltern mit kleinen Kindern ist eine Laufzeit bis zum Ende der Ausbildungszeit sinnvoll. Wenn dein jüngstes Kind heute drei Jahre alt ist, wählst du eine Laufzeit von mindestens 15 Jahren, damit der Schutz bis zur Volljährigkeit besteht.
Die Laufzeit sollte mindestens so lang sein wie die Restlaufzeit deines Immobiliendarlehens. Läuft dein Kredit noch 20 Jahre, sollte auch die Risikolebensversicherung mindestens 20 Jahre bestehen.
Daran kannst du dich bei der Laufzeitwahl orientieren:
- Ende der Ausbildungszeit deiner Kinder
- Ende der Zinsbindung oder Kreditlaufzeit
- Beginn deines Rentenalters
- Wegfall von Unterhaltspflichten
Eine zu kurze Laufzeit führt zu einer Versorgungslücke. Wenn dein Vertrag endet, bevor deine Kinder finanziell unabhängig sind, fehlt der Schutz genau in der Phase, in der er am wichtigsten ist.
Eine zu lange Laufzeit verursacht unnötige Kosten. Wenn deine Kinder bereits aus dem Haus sind und dein Kredit abbezahlt ist, brauchst du in der Regel keine Risikolebensversicherung mehr.
Daran kannst du dich bei der Laufzeitwahl orientieren
Ende der Ausbildungszeit deiner Kinder
Ende der Zinsbindung oder Kreditlaufzeit
Beginn deines Rentenalters
Wegfall von Unterhaltspflichten
08 · Fehler vermeiden
Typische Fehler bei der Beitragsberechnung
Viele Menschen unterschätzen den tatsächlichen Finanzbedarf ihrer Hinterbliebenen. Das führt zu einer zu niedrigen Versicherungssumme oder einer zu kurzen Laufzeit.
Der häufigste Fehler ist eine zu niedrige Versicherungssumme. Viele Menschen unterschätzen den tatsächlichen Finanzbedarf ihrer Hinterbliebenen und setzen die Summe deutlich unter dem empfohlenen Richtwert an.
Ein weiterer Fehler ist eine zu kurze Laufzeit. Wenn der Vertrag endet, bevor die Kinder finanziell unabhängig sind oder der Kredit abbezahlt ist, entsteht eine Versorgungslücke.
Falsche oder unvollständige Gesundheitsangaben können im Leistungsfall zur Verweigerung der Zahlung führen. Beantworte alle Fragen wahrheitsgemäß, auch wenn du dadurch einen Risikozuschlag in Kauf nehmen musst.
Diese Fehler solltest du vermeiden:
- Die Versicherungssumme zu niedrig ansetzen, obwohl hohe Kredite bestehen
- Die Laufzeit endet, bevor die Kinder finanziell unabhängig sind
- Die Gesundheitsfragen im Antrag unvollständig oder falsch beantworten
- Die bezugsberechtigte Person nicht eindeutig festlegen
- Die Beiträge nur nach dem Preis und nicht nach den Leistungen vergleichen
Ein reiner Preisvergleich führt oft zu einem Vertrag mit eingeschränkten Leistungen. Achte auf Nachversicherungsgarantien, die dir ermöglichen, die Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen, wenn sich deine Lebenssituation ändert.
Die bezugsberechtigte Person solltest du namentlich benennen und die Angabe regelmäßig überprüfen. Nach einer Trennung oder Scheidung kann eine veraltete Benennung dazu führen, dass das Geld an die falsche Person ausgezahlt wird.
Diese Fehler solltest du vermeiden
09 · Was gilt
Beiträge im Überblick: Was beeinflusst die Kosten?
Neben der Versicherungssumme und der Laufzeit gibt es weitere Stellschrauben für deinen Beitrag. Ein bewusster Umgang damit hilft dir, die Kosten zu senken.
Dein Eintrittsalter ist der stärkste Kostenfaktor. Je jünger du beim Abschluss bist, desto niedriger fällt der Beitrag aus, weil dein Sterberisiko während der Laufzeit geringer ist.
Rauchen und Vorerkrankungen erhöhen den Beitrag erheblich. Ein Nichtraucherstatus und eine gute Gesundheit senken die Kosten dagegen spürbar. Der Unterschied zwischen Rauchern und Nichtrauchern kann mehrere hundert Prozent betragen.
Die Versicherungssumme wirkt sich direkt proportional auf den Beitrag aus. Eine doppelt so hohe Summe führt bei sonst gleichen Bedingungen zu einem doppelt so hohen Beitrag.
Was beeinflusst deinen monatlichen Beitrag?
- Erhöht den Beitrag: Höheres Eintrittsalter
- Erhöht den Beitrag: Rauchen
- Erhöht den Beitrag: Vorerkrankungen
- Erhöht den Beitrag: Gefährlicher Beruf
- Erhöht den Beitrag: Sehr hohe Versicherungssumme
- Senkt den Beitrag: Junges Eintrittsalter
- Senkt den Beitrag: Nichtraucherstatus
- Senkt den Beitrag: Gute Gesundheit
- Senkt den Beitrag: Bürotätigkeit
- Senkt den Beitrag: Moderate Versicherungssumme
Die Laufzeit hat einen mittleren Einfluss auf den Beitrag. Eine längere Laufzeit erhöht den Gesamtpreis, weil der Versicherer über einen längeren Zeitraum Risiko trägt. Der monatliche Beitrag steigt dadurch jedoch nicht so stark wie bei einer höheren Versicherungssumme.
Dein Beruf spielt eine geringere Rolle, solange du keiner ausgesprochen gefährlichen Tätigkeit nachgehst. Eine Bürotätigkeit wird in der Regel günstiger eingestuft als ein Beruf mit hohem Unfallrisiko, aber der Unterschied ist kleiner als beim Rauchen oder bei Vorerkrankungen.
Erhöht den Beitrag
Senkt den Beitrag
10 · Vergleich
Restschuldversicherung: Eine Alternative zur Risikolebensversicherung?
Die Restschuldversicherung wird oft im Zusammenhang mit Krediten angeboten. Sie ist jedoch ein eigenes Produkt und unterscheidet sich in einigen Punkten von der Risikolebensversicherung.
Sie unterscheidet sich in mehreren Punkten von der Risikolebensversicherung, vor allem bei der bezugsberechtigten Person und der Verwendung der Todesfallleistung.
Bei einer Risikolebensversicherung wählst du die bezugsberechtigte Person frei. Das kann dein Partner, deine Kinder oder eine andere Person sein. Bei einer Restschuldversicherung ist in der Regel die kreditgebende Bank bezugsberechtigt.
Die Todesfallleistung einer Restschuldversicherung wird direkt zur Tilgung des Kredits verwendet. Bei einer Risikolebensversicherung können deine Hinterbliebenen frei über das Geld verfügen.
Risikolebensversicherung und Restschuldversicherung im Vergleich:
- Risikolebensversicherung: Die bezugsberechtigte Person ist frei wählbar, zum Beispiel Partner oder Kinder.
- Restschuldversicherung: Die bezugsberechtigte Person ist in der Regel die kreditgebende Bank.
- Risikolebensversicherung: Die Todesfallleistung ist frei verfügbar für die Hinterbliebenen.
- Restschuldversicherung: Die Todesfallleistung wird direkt zur Tilgung des Kredits verwendet.
- Risikolebensversicherung: Die Höhe der Versicherungssumme ist individuell wählbar.
- Restschuldversicherung: Die Höhe orientiert sich an der offenen Kreditsumme.
- Risikolebensversicherung: Der Beitrag hängt von Alter, Gesundheit und Summe ab.
- Restschuldversicherung: Der Beitrag wird oft als Einmalbetrag in den Kredit eingerechnet.
Die Restschuldversicherung ist häufig teurer als eine Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme. Der Einmalbetrag wird in den Kredit eingerechnet und über die gesamte Laufzeit mitverzinst, was die Gesamtkosten erhöht.
Für die Absicherung eines Immobiliendarlehens ist eine Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme in der Regel die flexiblere und günstigere Lösung. Du behältst die Kontrolle über die bezugsberechtigte Person und kannst die Versicherungssumme an deine Bedürfnisse anpassen.
| Risikolebensversicherung | Restschuldversicherung | |
|---|---|---|
| Bezugsberechtigte Person | Frei wählbar, zum Beispiel Partner oder Kinder | |
| Verwendung der Todesfallleistung | Frei verfügbar für die Hinterbliebenen | |
| Höhe der Versicherungssumme | Individuell wählbar, als Faustregel das drei- bis fünffache Bruttojahresgehalt | |
| Kostenstruktur | Beitrag hängt von Alter, Gesundheit und Summe ab |
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