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Ratgeber · Versicherung

Lebensversicherung Höhe: So findest du die passende Versicherungs­summe

Die richtige Höhe deiner Lebensversicherung hängt von deiner Lebenssituation, deinen Schulden und deinem Einkommen ab. Eine pauschale Antwort gibt es nicht, aber mit klaren Faustformeln und einer Bestandsaufnahme kommst du zu einer Summe, die deine Hinterbliebenen im Ernstfall wirklich absichert.

10 Kapitel · 13 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Als Faustregel gilt: das 3- bis 5-fache deines Bruttojahreseinkommens als Versicherungssumme.
  • Bestehende Kredite und Verbindlichkeiten solltest du zur ermittelten Summe addieren.
  • Die Beiträge steigen mit höherer Versicherungssumme, längerer Laufzeit und schlechterem Gesundheitszustand.
  • Mit Nachversicherungsgarantie oder Dynamik kannst du die Summe später an Lebensereignisse anpassen.

01 · Grundlagen

Was bestimmt die Höhe deiner Lebensversicherung?

Die Versicherungssumme ist der Betrag, den deine Hinterbliebenen im Todesfall ausgezahlt bekommen. Wie hoch sie sein sollte, hängt vor allem vom Zweck der Absicherung ab.

Der Zweck deiner Absicherung entscheidet darüber, welche Summe sinnvoll ist. Geht es dir um die Tilgung eines Immobilienkredits, orientierst du dich an der Restschuld. Willst du den Lebensunterhalt deiner Familie sichern, steht der Einkommensverlust im Mittelpunkt.

Bei einer Kreditabsicherung kannst du die Versicherungssumme exakt an die Darlehenshöhe koppeln. Da die Restschuld mit jeder Rate sinkt, bietet sich hier eine Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme an. Sie ist in der Regel günstiger als ein Vertrag mit konstanter Summe.

Für die Absicherung von Partnern oder Kindern ist die Kalkulation komplexer. Hier zählen nicht nur offene Schulden, sondern auch laufende Kosten und fehlendes Einkommen über viele Jahre. Eine pauschale Summe ohne Blick auf deine Lebenssituation führt oft zu einer Unterversicherung.

Die Versicherungssumme ist die zentrale Stellschraube deines Vertrags. Je höher sie ist, desto besser sind deine Hinterbliebenen im Ernstfall abgesichert. Gleichzeitig steigt damit aber auch dein monatlicher Beitrag.

Kurz erklärt

Versicherungs­summe

Die Versicherungssumme ist der vertraglich festgelegte Geldbetrag, den die Versicherung im Versicherungsfall an die bezugsberechtigte Person auszahlt.

Sie ist die zentrale Stellschraube: Je höher die Summe, desto besser sind Hinterbliebene abgesichert, desto teurer wird aber auch der monatliche Beitrag.

02 · Vergleich

Faustformeln für die passende Versicherungs­summe

Verbraucherorganisationen empfehlen als Orientierung das 3- bis 5-fache deines Bruttojahreseinkommens. Welcher Faktor für dich passt, hängt von deiner familiären Situation ab.

Für eine erste Orientierung hilft der Blick auf dein Bruttojahreseinkommen. Verbraucherorganisationen empfehlen je nach Familiensituation das Drei- bis Fünffache dieser Summe. Diese Faustformel ersetzt keine individuelle Berechnung, gibt dir aber einen schnellen Rahmen.

Für Familien mit kleinen Kindern und für Alleinerziehende gilt der höhere Faktor. Hier ist der finanzielle Bedarf besonders lang, weil Betreuung und Ausbildung über viele Jahre gesichert werden müssen. Kinderlose Paare und Familien mit älteren Kindern kommen oft mit dem niedrigeren Faktor aus.

  • Familie mit kleinen Kindern: 5-faches Bruttojahreseinkommen
  • Alleinerziehende: 5-faches Bruttojahreseinkommen
  • Familie mit größeren Kindern: 3-faches Bruttojahreseinkommen
  • Kinderloses Paar: 3-faches Bruttojahreseinkommen

Zu diesen Richtwerten addierst du immer deine offenen Verbindlichkeiten. Ein Immobilienkredit, ein Autokredit oder andere Ratenzahlungen sollten deine Hinterbliebenen nicht zusätzlich belasten. Die Faustformel deckt nur den Einkommensverlust ab, nicht deine Schulden.

Empfohlene Versicherungssumme nach Lebenssituation
LebenssituationEmpfohlene Höhe
Familie mit kleinen KindernFamilie mit kleinen Kindern5-faches Bruttojahreseinkommen
AlleinerziehendeAlleinerziehende5-faches Bruttojahreseinkommen
Familie mit größeren KindernFamilie mit größeren Kindern3-faches Bruttojahreseinkommen
Kinderloses PaarKinderloses Paar3-faches Bruttojahreseinkommen
KreditabsicherungKreditabsicherungHöhe der Restschuld

03 · Schritt für Schritt

In 4 Schritten zur richtigen Höhe deiner Risikolebensversicherung

Eine individuelle Kalkulation ist genauer als jede Faustformel. Gehe deine finanzielle Situation systematisch durch, um eine Unter- oder Überversicherung zu vermeiden.

Eine genaue Kalkulation geht über die Faustformel hinaus. Sie berücksichtigt deine individuellen Einnahmen, Ausgaben und Vermögenswerte. So vermeidest du sowohl eine zu niedrige Absicherung als auch unnötig hohe Beiträge.

Beginne mit der Einkommenslücke. Ermittle, wie viel Nettoeinkommen im Todesfall wegfällt und wie lange deine Familie darauf angewiesen wäre. Ziehe davon Rentenansprüche ab, die deine Hinterbliebenen aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten.

Das Ergebnis ist dein individueller Absicherungsbedarf. Diese Summe sollte deine Risikolebensversicherung mindestens abdecken. Ein Puffer für unvorhergesehene Ausgaben ist sinnvoll, treibt aber auch den Beitrag nach oben.

01

Einkommenslücke berechnen

Ermittle, wie viel Nettoeinkommen im Todesfall wegfällt und wie lange deine Familie darauf angewiesen wäre. Berücksichtige auch Rentenansprüche der Hinterbliebenen.

02

Verbindlichkeiten auflisten

Addiere alle offenen Kredite, etwa Immobilienfinanzierung, Autokredit oder Ratenzahlungen. Diese Beträge sollten deine Hinterbliebenen nicht zusätzlich belasten.

03

Laufende Kosten schätzen

Plane Kosten für Kinderbetreuung, Ausbildung, Miete oder Hausnebenkosten ein. Je jünger deine Kinder, desto länger ist der finanzielle Bedarf.

04

Vermögen gegenrechnen

Ziehe vorhandenes Vermögen, Rücklagen und andere Absicherungen von der benötigten Summe ab. Die Differenz ist dein tatsächlicher Absicherungsbedarf.

04 · Kosten

Welche Faktoren beeinflussen die Beitragshöhe?

Die monatlichen Beiträge hängen nicht nur von der Versicherungssumme ab. Auch dein Alter, dein Gesundheitszustand und die Laufzeit spielen eine große Rolle.

Die Versicherungssumme ist nur ein Faktor für deinen monatlichen Beitrag. Dein Alter bei Vertragsschluss, dein Gesundheitszustand und dein Raucherstatus wirken sich ebenfalls stark aus. Auch die gewählte Laufzeit spielt eine Rolle.

Je jünger und gesünder du bist, desto günstiger wird die Risikolebensversicherung. Ein Nichtraucher zahlt bei gleicher Summe und Laufzeit deutlich weniger als ein Raucher mit Vorerkrankungen. Der Beitrag kann sich dadurch mehr als verdoppeln.

Die Laufzeit beeinflusst den Preis ebenfalls. Eine kurze Laufzeit von 15 Jahren ist günstiger als eine Absicherung über 30 Jahre. Das Risiko für den Versicherer, während der Vertragsdauer zahlen zu müssen, steigt mit zunehmendem Alter der versicherten Person.

Versicherungssumme, Alter und Gesundheitszustand haben den größten Einfluss auf deinen Beitrag. Laufzeit und Raucherstatus wirken sich ebenfalls spürbar aus, sind aber nachrangig.

Einflussfaktoren auf den monatlichen Beitrag

Versicherungssummehoher Einfluss
Gesundheitszustandhoher Einfluss
Alter bei Vertragsschlusshoher Einfluss
Laufzeitmittlerer Einfluss
Raucherstatusmittlerer Einfluss

05 · Vergleich

Risikolebensversicherung oder kapitalbildende Lebensversicherung?

Für die reine Absicherung deiner Hinterbliebenen ist die Risikolebensversicherung meist die günstigere Wahl. Kapitalbildende Verträge kombinieren Todesfallschutz mit Altersvorsorge, kosten dafür aber deutlich mehr.

Sie zahlt im Todesfall die volle Versicherungssumme aus, kostet aber nur einen Bruchteil einer kapitalbildenden Police. Eine Absicherung über 120.000 Euro ist für einen gesunden 35-Jährigen bereits ab etwa 5 Euro im Monat möglich.

Kapitalbildende Lebensversicherungen kombinieren Todesfallschutz mit einem Sparvorgang. Ein Teil deiner Beiträge fließt in einen Sparanteil, der am Vertragsende ausgezahlt wird. Dafür sind die Beiträge deutlich höher als bei einer reinen Risikolebensversicherung.

Die Todesfallleistung unterscheidet sich ebenfalls. Bei der Risikolebensversicherung erhält die bezugsberechtigte Person immer die vereinbarte Summe. Bei der kapitalbildenden Variante wird entweder die Versicherungssumme oder das vorhandene Guthaben ausgezahlt, je nachdem welcher Betrag höher ist.

Für die meisten Haushalte ist die Risikolebensversicherung die passende Lösung. Sie bietet hohen Schutz bei niedrigen Beiträgen. Die kapitalbildende Variante lohnt sich nur, wenn du bewusst eine Kombination aus Absicherung und Altersvorsorge wünschst und die höheren Kosten tragen kannst.

Zwei Wege der Absicherung im Vergleich
MerkmalRisikolebensversicherungKapitalbildende Lebensversicherung
TodesfallleistungTodesfallleistungVolle VersicherungssummeVersicherungssumme oder Guthaben
ErlebensfallleistungErlebensfallleistungKeineAuszahlung bei Vertragsende
BeitragshöheBeitragshöheNiedrigHoch
ÜberschussbeteiligungÜberschussbeteiligungNicht relevantJa, abhängig vom Anbieter
Geeignet fürGeeignet fürReine HinterbliebenenabsicherungKombination aus Absicherung und Altersvorsorge

06 · Was gilt

Wann zahlt die Lebensversicherung im Todesfall?

Die Todesfallleistung wird an die bezugsberechtigte Person ausgezahlt, wenn die versicherte Person während der Laufzeit stirbt. Es gibt jedoch Situationen, in denen die Leistung eingeschränkt sein kann.

Das gilt für Tod durch Krankheit ebenso wie für Tod durch Unfall. Eine eventuelle Wartezeit zu Vertragsbeginn musst du beachten.

Nach Vertragsende besteht kein Anspruch mehr auf die Todesfallleistung. Stirbt die versicherte Person nach Ablauf der Laufzeit, zahlen die meisten Verträge nichts aus. Deshalb ist die Wahl der richtigen Laufzeit so wichtig wie die Höhe der Summe.

In bestimmten Fällen kann die Leistung eingeschränkt sein oder ganz entfallen. Dazu gehören vorsätzliche Falschangaben bei der Gesundheitsprüfung. Auch Suizid in den ersten Vertragsjahren führt je nach Vertragsbedingungen zu einer Leistungskürzung oder -verweigerung.

Die Gesundheitsprüfung musst du wahrheitsgemäß und vollständig ausfüllen. Falsche Angaben können dazu führen, dass deine Hinterbliebenen im Ernstfall keine Leistung erhalten.

Da zahlt sie

·Tod durch Krankheit
·Tod durch Unfall
·Tod während der gesamten Laufzeit
·Tod nach Ablauf einer eventuellen Wartezeit

Da zahlt sie nicht oder nur eingeschränkt

·Tod nach Vertragsende
·Vorsätzliche Falschangaben bei der Gesundheitsprüfung
·Suizid in den ersten Vertragsjahren (je nach Vertrag)
·Tod durch Krieg oder innere Unruhen (je nach Klausel)

07 · Checkliste

Bezugsberechtigte richtig festlegen

Wer die Versicherungssumme im Todesfall erhält, bestimmst du über das Bezugsrecht. Eine klare Regelung verhindert Streit und stellt sicher, dass das Geld bei den richtigen Personen ankommt.

Lege die bezugsberechtigte Person am besten namentlich fest.

Bei minderjährigen Kindern als Bezugsberechtigten ist eine zusätzliche Regelung nötig. Benenne einen Sorgerechtsinhaber oder hinterlege eine Sorgerechtsverfügung. Sonst kann die Auszahlung an deine Kinder verzögert werden oder mit rechtlichen Hürden verbunden sein.

Prüfe auch die steuerliche Seite. Je nach Höhe der Versicherungssumme und Verwandtschaftsverhältnis kann Erbschaftssteuer für die bezugsberechtigte Person anfallen. Ein Gespräch mit einem Steuerberater schafft hier Klarheit.

Passe das Bezugsrecht nach Lebensereignissen wie Scheidung, Geburt oder Tod der bezugsberechtigten Person an. Veraltete Regelungen führen im Ernstfall zu Auszahlungen an die falsche Person.

Das solltest du beim Bezugsrecht beachten

01

Lege namentlich fest, wer die Todesfallleistung erhalten soll.

02

Benenne bei minderjährigen Kindern zusätzlich einen Sorgerechtsinhaber oder eine Sorgerechtsverfügung.

03

Prüfe, ob bei deiner gewählten Summe Erbschaftssteuer für die bezugsberechtigte Person anfallen kann.

04

Passe das Bezugsrecht nach Lebensereignissen wie Scheidung oder Geburt an.

05

Hinterlege eine klare Regelung für den Fall, dass die bezugsberechtigte Person vor dir stirbt.

08 · Im Vertrag

Versicherungs­summe später anpassen: Diese Optionen hast du

Deine Lebenssituation ändert sich, und damit auch dein Absicherungsbedarf. Gute Verträge bieten dir Möglichkeiten, die Summe ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen oder zu reduzieren.

Achte beim Abschluss auf diese Optionen.

Die Nachversicherungsgarantie erlaubt eine Erhöhung bei bestimmten Ereignissen. Geburt, Hochzeit oder Immobilienkauf sind typische Anlässe. Du kannst die Summe dann ohne neue Gesundheitsprüfung anheben, was besonders nach einer Erkrankung wertvoll ist.

Die dynamische Anpassung erhöht die Versicherungssumme jährlich um einen festen Prozentsatz. Das gleicht die Inflation aus und hält die Kaufkraft deiner Absicherung stabil. Du erhältst dafür jedes Jahr ein Angebot, das du annehmen oder ablehnen kannst.

Für Kreditabsicherungen ist die fallende Versicherungssumme die passende Option. Sie sinkt parallel zur Restschuld und reduziert so deine Beiträge im Laufe der Zeit.

Anpassungsoptionen im Vertrag

NachversicherungsgarantieErhöhungBei bestimmten Ereignissen wie Geburt, Hochzeit oder Immobilienkauf kannst du die Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen.
Dynamische AnpassungErhöhungDie Versicherungssumme steigt jährlich um einen festen Prozentsatz, um die Inflation auszugleichen. Du erhältst dafür ein jährliches Angebot.
Fallende VersicherungssummeReduzierungBei Kreditabsicherung sinkt die Versicherungssumme parallel zur Restschuld. Das senkt die Beiträge im Laufe der Zeit.
VertragsanpassungReduzierungViele Versicherer erlauben eine Reduzierung der Versicherungssumme, wenn dein Absicherungsbedarf sinkt, etwa nach Abzahlung eines Kredits.

09 · Fehler vermeiden

Typische Fehler bei der Festlegung der Versicherungs­summe

Eine zu niedrige Summe kann deine Familie im Ernstfall in finanzielle Not bringen. Diese Fehler solltest du bei der Kalkulation vermeiden.

Viele Menschen unterschätzen den langfristigen Bedarf und sichern nur einen Teil der tatsächlichen Lücke ab. Diese Fehler solltest du bei deiner Kalkulation vermeiden.

Ein häufiger Fehler ist, nur die Kreditsumme abzusichern und die laufenden Lebenshaltungskosten zu vergessen. Deine Hinterbliebenen müssen nach deinem Tod weiter Miete, Lebensmittel und andere Ausgaben bezahlen. Diese Kosten fallen zusätzlich zur Kredittilgung an.

Auch das Einkommen des Partners wird oft nicht berücksichtigt. Fällt dein Gehalt weg, entsteht eine Lücke im Haushaltsbudget. Diese Lücke muss die Versicherungssumme schließen, sonst müssen deine Hinterbliebenen ihren Lebensstandard deutlich einschränken.

Keine Erhöhungsoption zu vereinbaren ist ein vermeidbarer Fehler. Ohne Nachversicherungsgarantie kannst du die Summe später nur mit erneuter Gesundheitsprüfung anpassen, was nach einer Erkrankung schwierig oder teuer wird.

Diese Fehler kosten deine Hinterbliebenen im Ernstfall Geld

·Nur die Kreditsumme absichern und laufende Lebenshaltungskosten vergessen.
·Das Einkommen des Partners nicht berücksichtigen, das im Todesfall wegfällt.
·Keine Rücklagen für Ausbildung und Betreuung der Kinder einplanen.
·Die Inflation über eine lange Laufzeit ignorieren.
·Keine Erhöhungsoption vereinbaren und später mit zu niedriger Summe dastehen.
·Die Gesundheitsprüfung nicht ernst nehmen und falsche Angaben machen.

10 · Hintergrund

Fondsgebundene Lebensversicherung: Höhe der Todesfallleistung

Bei fondsgebundenen Verträgen hängt die Todesfallleistung von der Entwicklung der Fonds ab. Eine garantierte Mindestleistung gibt es oft nicht oder nur in reduzierter Form.

Bei einer fondsgebundenen Lebensversicherung fließt ein Teil deiner Beiträge in Investmentfonds. Die Höhe der Todesfallleistung hängt damit vom Wert dieser Fonds zum Zeitpunkt des Todes ab. Steigen die Fonds, profitieren deine Hinterbliebenen von einer höheren Leistung.

Fallen die Kurse, kann die Auszahlung deutlich unter der eingezahlten Beitragssumme liegen. Eine garantierte Mindestleistung gibt es oft nicht oder nur in reduzierter Form. Dieses Risiko trägst du als Versicherungsnehmer allein.

Einige Verträge bieten eine garantierte Todesfallleistung in Höhe der eingezahlten Beiträge oder eines festgelegten Prozentsatzes der Versicherungssumme. Diese Garantie kostet jedoch Rendite und führt zu höheren Beiträgen. Für die reine Hinterbliebenenabsicherung ist eine klassische Risikolebensversicherung mit fester Summe meist die verlässlichere Wahl.

Für die reine Absicherung deiner Familie ist eine fondsgebundene Police mit unsicherer Todesfallleistung ungeeignet. Deine Hinterbliebenen brauchen im Ernstfall eine verlässliche Summe, keine Spekulation auf Kursgewinne.

Bei einer fondsgebundenen Lebensversicherung fließt ein Teil deiner Beiträge in Investmentfonds. Die Höhe der Todesfallleistung hängt damit vom Wert dieser Fonds zum Zeitpunkt des Todes ab. Steigen die Fonds, profitieren deine Hinterbliebenen von einer höheren Leistung. Fallen die Kurse, kann die Auszahlung deutlich unter der eingezahlten Beitragssumme liegen.

Einige Verträge bieten eine garantierte Todesfallleistung in Höhe der eingezahlten Beiträge oder eines festgelegten Prozentsatzes der Versicherungssumme. Diese Garantie kostet jedoch Rendite und führt zu höheren Beiträgen. Für die reine Absicherung deiner Familie ist eine Risikolebensversicherung mit fester Versicherungssumme meist verlässlicher.

Wenn du eine fondsgebundene Lebensversicherung zur Altersvorsorge nutzt, solltest du die Todesfallleistung getrennt von der Sparleistung betrachten. Prüfe im Vertrag, welche Summe im Todesfall mindestens ausgezahlt wird und ob diese für deine Hinterbliebenen ausreicht. Andernfalls kombiniere den Vertrag mit einer separaten Risikolebensversicherung.

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026