Ratgeber · Versicherung
Krankentagegeld: Wann die Versicherung zahlt und wann nicht
Krankentagegeld schließt die Lücke, wenn nach der Lohnfortzahlung das gesetzliche Krankengeld nicht reicht oder ganz wegfällt. Entscheidend für die Zahlung sind Karenzzeit, ärztliche Feststellung und dein Versichertenstatus.
11 Kapitel · 13 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026
Das Wichtigste
- Die private Krankentagegeldversicherung zahlt nach Ablauf der vereinbarten Karenzzeit, frühestens ab dem Tag der ärztlich festgestellten Arbeitsunfähigkeit.
- Gesetzlich Versicherte erhalten Krankengeld ab der 7. Woche, privat Versicherte und Selbstständige sichern sich über eine private Police ab.
- Die Leistung endet, sobald du wieder arbeitsfähig bist oder eine Berufsunfähigkeit eintritt.
- Die Höhe des Krankentagegeldes orientiert sich an deinem Nettoeinkommen und ist bei gesetzlich Versicherten durch die Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt.
01 · Grundlagen
Was ist Krankentagegeld?
Krankentagegeld ist eine Einkommensersatzleistung für den Verdienstausfall bei längerer Krankheit oder nach einem Unfall. Es gibt sie als gesetzliche Leistung der Krankenkassen und als private Versicherung.
Krankentagegeld ist eine tägliche Geldleistung, die deinen Verdienstausfall bei Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit oder Unfall teilweise oder vollständig ausgleicht. Es gibt sie als gesetzliche Leistung der Krankenkassen und als private Versicherung. Die private Variante ist vor allem dann relevant, wenn du privat versichert bist oder als Selbstständige kein gesetzliches Krankengeld erhältst.
Die Zahlung beginnt erst nach der vereinbarten Karenzzeit und setzt eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung voraus. Anders als das gesetzliche Krankengeld ist das private Krankentagegeld in der Höhe nicht an die Beitragsbemessungsgrenze gebunden, sondern orientiert sich an deinem Nettoeinkommen.
Für gesetzlich Versicherte dient das private Krankentagegeld als Zusatzschutz, weil das gesetzliche Krankengeld nur 70 Prozent des Bruttoeinkommens abdeckt und auf 90 Prozent des Nettoeinkommens begrenzt ist. Wer über der Beitragsbemessungsgrenze verdient, hat dadurch eine spürbare Einkommenslücke.
Kurz erklärt
Krankentagegeld
Tägliche Geldleistung, die deinen Verdienstausfall bei Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit oder Unfall teilweise oder vollständig ausgleicht.
Die Zahlung beginnt nach der Karenzzeit und setzt eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung voraus.
02 · Schritt für Schritt
Wann zahlt die Krankentagegeldversicherung?
Der Auszahlungsbeginn hängt von der vereinbarten Karenzzeit ab. Sie beginnt erst, wenn ein Arzt deine Arbeitsunfähigkeit schriftlich festgestellt hat.
Der Auszahlungsbeginn hängt von der vereinbarten Karenzzeit ab. Diese Zeit zwischen Beginn der Arbeitsunfähigkeit und dem ersten Tag der Krankentagegeldzahlung wählst du bei Vertragsabschluss selbst. Üblich sind Karenzzeiten von 14 bis 42 Tagen, bei Selbstständigen oft kürzere Fristen wie 4 oder 22 Tage.
Entscheidend ist der Tag der ärztlichen Feststellung. Private Krankenversicherer erkennen keine rückwirkende Feststellung der Arbeitsunfähigkeit an. Die Karenzzeit beginnt erst an dem Tag, an dem eine Ärztin oder ein Arzt deine Arbeitsunfähigkeit schriftlich bescheinigt hat.
Ein Beispiel: Du bist selbstständig und hast eine Karenzzeit von 21 Tagen vereinbart. Wenn du erst am 10. Krankheitstag zum Arzt gehst, erhältst du dein Krankentagegeld nicht ab dem 22. Tag, sondern erst ab dem 32. Tag deiner Erkrankung.
- Suche bei Erkrankung zeitnah eine Arztpraxis auf, damit die Karenzzeit früh startet.
- Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung legt fest, ab wann deine Karenzzeit läuft.
- Nach Ablauf der Karenzzeit zahlt die Versicherung das vereinbarte Krankentagegeld.
Arzttermin wahrnehmen
Suche bei Erkrankung zeitnah eine Arztpraxis auf. Private Versicherer erkennen keine rückwirkende Feststellung der Arbeitsunfähigkeit an.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erhalten
Die Karenzzeit startet erst an dem Tag, an dem die Ärztin oder der Arzt deine Arbeitsunfähigkeit schriftlich bescheinigt hat.
Karenzzeit abwarten
Die Karenzzeit ist der Zeitraum zwischen Beginn der Arbeitsunfähigkeit und dem ersten Tag der Krankentagegeldzahlung. Üblich sind 14 bis 42 Tage, bei Selbstständigen oft kürzere Fristen wie 4 oder 22 Tage.
Krankentagegeld erhalten
Nach Ablauf der Karenzzeit zahlt der Versicherer das vereinbarte tägliche Krankentagegeld, solange die Arbeitsunfähigkeit ärztlich bestätigt ist.
03 · Vergleich
Krankentagegeld für Arbeitnehmer, Selbstständige und Privatversicherte
Wer gesetzlich versichert ist, bekommt zunächst sechs Wochen Entgeltfortzahlung vom Arbeitgeber. Danach springt die Krankenkasse ein, für privat Versicherte und Selbstständige gelten andere Regeln.
Für gesetzlich versicherte Arbeitnehmer zahlt der Arbeitgeber in den ersten sechs Wochen das Gehalt weiter. Danach springt die Krankenkasse mit dem gesetzlichen Krankengeld ein, das auf maximal 72 Wochen je Krankheit begrenzt ist. Ein privates Krankentagegeld schließt hier die Lücke zwischen gesetzlichem Krankengeld und deinem Nettoeinkommen.
Privatversicherte Arbeitnehmer haben keinen Anspruch auf gesetzliches Krankengeld. Für sie ist die private Krankentagegeldversicherung notwendig, um nach der sechswöchigen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber weiterhin Einkommen zu erhalten.
Selbstständige erhalten keine Lohnfortzahlung und nur dann gesetzliches Krankengeld, wenn sie einen Wahltarif mit Krankengeldanspruch gewählt haben. Für sie ist die private Krankentagegeldversicherung die zentrale Absicherung, oft mit kurzer Karenzzeit ab dem 4. oder 22. Tag.
- Gesetzlich versicherte Arbeitnehmer: Lohnfortzahlung für 6 Wochen, danach gesetzliches Krankengeld.
- Privatversicherte Arbeitnehmer: Kein gesetzliches Krankengeld, private Absicherung ist notwendig.
- Selbstständige: Keine Lohnfortzahlung, private Krankentagegeldversicherung ist die zentrale Absicherung.
| Gesetzlich versicherte Arbeitnehmer | Privatversicherte Arbeitnehmer | Selbstständige | |
|---|---|---|---|
| Lohnfortzahlung im Krankheitsfall | 6 Wochen durch den Arbeitgeber | 6 Wochen durch den Arbeitgeber | Keine Lohnfortzahlung |
| Gesetzliches Krankengeld | Ab der 7. Woche, maximal 78 Wochen innerhalb von 3 Jahren bei derselben Krankheit | Kein Anspruch | Nur bei Wahltarif mit Krankengeldanspruch |
| Private Krankentagegeldversicherung | Sinnvoll als Zusatzschutz für die Lücke zum Netto | Notwendig, da kein gesetzliches Krankengeld | Zentrale Absicherung, oft ab dem 4. oder 22. Tag |
| Beginn der Krankentagegeldzahlung | Nach 42 Tagen Karenzzeit üblich | Nach 42 Tagen Karenzzeit üblich | Nach 4 bis 42 Tagen, je nach Tarif |
04 · Kosten
Krankengeldhöhe und Tagessatz: So viel kommt an
Das gesetzliche Krankengeld ist gedeckelt, das private Krankentagegeld kannst du bis zur Höhe deines Nettoeinkommens vereinbaren. Entscheidend ist der tägliche Auszahlungsbetrag.
Das gesetzliche Krankengeld beträgt 70 Prozent deines Bruttogehalts, ist aber auf 90 Prozent deines Nettoverdienstes begrenzt. Zudem berücksichtigt die Krankenkasse nur Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Wer darüber verdient, erleidet eine größere finanzielle Lücke.
Beim privaten Krankentagegeld kannst du die Höhe bis zu deinem Nettoeinkommen vereinbaren. Die Auszahlungssumme ist nicht in Stein gemeißelt, sondern kann bei Gehaltsänderungen angepasst werden. Eine Erhöhung gilt als Leistungsausweitung und erfordert in der Regel eine neue Gesundheitsprüfung.
Vom gesetzlichen Krankengeld werden noch Beiträge zur Sozialversicherung abgezogen, vom privaten Krankentagegeld nicht. Das bedeutet: Der tatsächliche Auszahlungsbetrag aus der privaten Versicherung kommt ungeschmälert bei dir an.
- Gesetzliches Krankengeld für Arbeitnehmer: 70 Prozent vom Brutto, maximal 90 Prozent vom Netto.
- Gesetzliches Krankengeld für Selbstständige: 70 Prozent vom Arbeitseinkommen.
- Private Krankentagegeldversicherung: bis 100 Prozent des Nettoeinkommens möglich.
Vergleich der Einkommensersatzleistungen
05 · Was gilt
Sozialversicherungsbeiträge und Sozialabgaben auf Krankentagegeld
Auf gesetzliches Krankengeld fallen Beiträge an, auf privates Krankentagegeld nicht. Das wirkt sich direkt auf deinen Auszahlungsbetrag aus.
Auf gesetzliches Krankengeld fallen Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung an. Diese Abzüge reduzieren den Betrag, der tatsächlich auf deinem Konto ankommt. Während des Krankengeldbezugs zahlst du keine Beiträge an die Krankenkasse.
Das private Krankentagegeld wird dagegen ohne Abzug von Sozialabgaben ausgezahlt. Du erhältst den vereinbarten Tagessatz in voller Höhe. Das ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber dem gesetzlichen Krankengeld.
Für die private Krankentagegeldversicherung zahlst du deine Beiträge zur Krankenversicherung während des Leistungsbezugs weiter. Diese Kosten solltest du bei der Festlegung deines Tagessatzes einkalkulieren, damit deine laufenden Verpflichtungen gedeckt bleiben.
- Gesetzliches Krankengeld: Abzüge für Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung.
- Private Krankentagegeldversicherung: Auszahlung ohne Sozialabgaben.
- Krankenversicherungsbeiträge laufen während des Krankentagegeldbezugs weiter.
Davon werden Sozialabgaben fällig
Davon werden keine Sozialabgaben fällig
06 · Was gilt
Bezugsdauer: Wie lange zahlt die Krankentagegeldversicherung?
Die private Krankentagegeldversicherung zahlt zeitlich unbegrenzt, solange du ärztlich als arbeitsunfähig eingestuft bist. Das gesetzliche Krankengeld ist dagegen auf 72 Wochen je Krankheit begrenzt.
Die private Krankentagegeldversicherung zahlt zeitlich unbegrenzt, solange du ärztlich als arbeitsunfähig eingestuft bist. Das unterscheidet sie vom gesetzlichen Krankengeld, das auf maximal 72 Wochen innerhalb von drei Jahren je Krankheit begrenzt ist.
Bei wiederholter neuer Krankheit beginnt der Anspruch auf privates Krankentagegeld erneut, sofern die Karenzzeit jeweils abgelaufen ist. Das gesetzliche Krankengeld wird dagegen bei derselben Krankheit innerhalb von drei Jahren höchstens 78 Wochen gezahlt, im Basistarif der PKV gilt diese Begrenzung ebenfalls.
Die Zahlung endet, sobald aus der Arbeitsunfähigkeit eine Berufsunfähigkeit wird. Ab diesem Zeitpunkt greift, sofern vorhanden, die Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer monatlichen Rente.
- Private Krankentagegeldversicherung: zeitlich unbegrenzt bei fortbestehender Arbeitsunfähigkeit.
- Gesetzliches Krankengeld: maximal 72 Wochen innerhalb von drei Jahren je Krankheit.
- Bei Eintritt einer Berufsunfähigkeit endet die Krankentagegeldzahlung.
Zahlt zeitlich unbegrenzt
Zahlt nur begrenzt
07 · Hintergrund
Krankengeldrechner: Deinen Anspruch selbst ermitteln
Mit einem Krankengeldrechner kannst du überschlagen, wie hoch dein gesetzliches Krankengeld ausfällt. Für das private Krankentagegeld hilft ein Blick auf deinen Nettoverdienst.
Für Arbeitnehmende ermittelt der Krankengeldrechner den Ausgangsbetrag aus 70 Prozent des Bruttogehalts, begrenzt auf 90 Prozent des Nettoverdienstes. Einmalzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld fließen in die Berechnung ein. Vom Ausgangsbetrag zieht die Krankenkasse noch Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung ab.
Pro Tag erhältst du im Jahr 2026 höchstens 135,63 Euro brutto als gesetzliches Krankengeld. Dieser Höchstbetrag ergibt sich aus der Beitragsbemessungsgrenze. Wer darüber verdient, bekommt trotz höherem Gehalt nicht mehr Krankengeld.
Bei Selbstständigen beträgt das gesetzliche Krankengeld 70 Prozent des Arbeitseinkommens. Für eine private Krankentagegeldversicherung orientierst du dich an deinem durchschnittlichen Nettoeinkommen, um den passenden Tagessatz zu bestimmen.
- Der Krankengeldrechner berücksichtigt Brutto, Netto und Einmalzahlungen.
- Der gesetzliche Höchstbetrag liegt 2026 bei 135,63 Euro brutto pro Tag.
- Für die private Absicherung ist dein durchschnittliches Nettoeinkommen die Basis.
Für Arbeitnehmende ermittelt der Krankengeldrechner den Ausgangsbetrag aus 70 Prozent des Bruttogehalts, begrenzt auf 90 Prozent des Nettoverdienstes. Einmalzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld fließen in die Berechnung ein.
Vom Ausgangsbetrag zieht die Krankenkasse noch Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung ab. Pro Tag erhältst du höchstens 135,63 Euro brutto im Jahr 2026.
Bei Selbstständigen beträgt das gesetzliche Krankengeld 70 Prozent des Arbeitseinkommens. Für eine private Krankentagegeldversicherung orientierst du dich an deinem durchschnittlichen Nettoeinkommen, um den passenden Tagessatz zu wählen.
08 · Im Vertrag
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung: Der Startpunkt jeder Zahlung
Ohne ärztliche Bescheinigung fließt kein Geld. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung legt fest, ab wann deine Karenzzeit läuft und wann die Versicherung zahlt.
Ohne ärztliche Bescheinigung fließt kein Geld. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung legt fest, ab wann deine Karenzzeit läuft und wann die Versicherung zahlt. Private Krankenversicherer erkennen keine rückwirkende Feststellung der Arbeitsunfähigkeit an.
Bei gesetzlich Versicherten wird die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung automatisch an die Krankenkasse übermittelt. Du musst dich darum nicht selbst kümmern. Anders ist es bei der privaten Krankentagegeldversicherung: Hier musst du deinen Versicherer innerhalb der in den Versicherungsbedingungen festgelegten Frist informieren.
Die Karenzzeit beginnt erst an dem Tag, an dem die Ärztin oder der Arzt deine Arbeitsunfähigkeit schriftlich bescheinigt hat. Je früher du also eine Arztpraxis aufsuchst, desto früher startet deine Karenzzeit und desto früher erhältst du dein Krankentagegeld.
- Rückwirkende Feststellungen werden von privaten Versicherern nicht anerkannt.
- Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung geht bei gesetzlich Versicherten automatisch an die Krankenkasse.
- Die Meldefrist beim privaten Versicherer steht in deinen Versicherungsbedingungen.
Das gilt für die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
09 · Checkliste
Karenzzeit: Der Zeitraum bis zur ersten Zahlung
Die Karenzzeit bestimmt, ab wann dein Krankentagegeld fließt. Sie ist frei wählbar und sollte zu deiner finanziellen Situation passen.
Die Karenzzeit bestimmt, ab wann dein Krankentagegeld fließt. Sie ist frei wählbar und sollte zu deiner finanziellen Situation passen. Arbeitnehmer wählen meist 42 Tage, weil der Arbeitgeber sechs Wochen lang das Gehalt fortzahlt.
Selbstständige wählen oft kürzere Karenzzeiten von 4, 14 oder 22 Tagen, weil ihr Einkommen sofort wegfällt. Eine kürzere Karenzzeit erhöht den Beitrag, schützt aber vor mehreren kurzen Einkommenslücken. Du kannst die Karenzzeit später ändern, wenn sich deine finanzielle Lage verändert.
Prüfe vor der Wahl, wie lange du ohne Einkommen über die Runden kommst. Im Zweifel ist ein etwas höherer Beitrag wegen früherer Krankentagegeld-Zahlung besser zu schultern als mehrere kurze oder längere Phasen ohne Einkommen.
- Prüfe, wie lange du ohne Einkommen über die Runden kommst.
- Arbeitnehmer wählen meist 42 Tage, weil der Arbeitgeber sechs Wochen lang das Gehalt fortzahlt.
- Selbstständige wählen oft kürzere Karenzzeiten von 4, 14 oder 22 Tagen.
- Eine kürzere Karenzzeit erhöht den Beitrag, schützt aber vor mehreren kurzen Einkommenslücken.
So wählst du die passende Karenzzeit
Prüfe, wie lange du ohne Einkommen über die Runden kommst.
Arbeitnehmer wählen meist 42 Tage, weil der Arbeitgeber sechs Wochen lang das Gehalt fortzahlt.
Selbstständige wählen oft kürzere Karenzzeiten von 4, 14 oder 22 Tagen, weil ihr Einkommen sofort wegfällt.
Eine kürzere Karenzzeit erhöht den Beitrag, schützt aber vor mehreren kurzen Einkommenslücken.
Du kannst die Karenzzeit später ändern, wenn sich deine finanzielle Lage verändert.
10 · Fehler vermeiden
Krankentagegeld und Berufsunfähigkeit: Wo die Zahlung endet
Sobald aus einer Arbeitsunfähigkeit eine Berufsunfähigkeit wird, endet die Leistung aus der Krankentagegeldversicherung. Dann ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung gefragt.
Sobald aus einer Arbeitsunfähigkeit eine Berufsunfähigkeit wird, endet die Leistung aus der Krankentagegeldversicherung. Das ist der Fall, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich für mindestens sechs Monate nicht mehr ausüben kannst. Ab diesem Zeitpunkt greift, sofern vorhanden, die Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer monatlichen Rente.
Wer sich allein auf die Krankentagegeldversicherung verlässt, hat bei dauerhaftem Ausfall keine Absicherung. Besonders für privat Versicherte und Selbstständige ist die Berufsunfähigkeitsversicherung daher eine sinnvolle Ergänzung. Beide Bausteine zusammen bilden eine lückenlose Absicherung für den Ernstfall.
Setze dein Krankentagegeld realistisch an, damit die Lücke zum Nettoeinkommen im Krankheitsfall tatsächlich geschlossen wird. Eine spätere Erhöhung kann eine neue Gesundheitsprüfung oder einen Risikozuschlag auslösen.
- Bei Berufsunfähigkeit endet die Krankentagegeldzahlung, eine BU-Versicherung zahlt dann eine monatliche Rente.
- Ohne BU-Versicherung hast du bei dauerhaftem Ausfall keine Absicherung.
- Eine spätere Erhöhung des Krankentagegeldes kann eine neue Gesundheitsprüfung auslösen.
Diese Fehler solltest du vermeiden
11 · Im Vertrag
Gesundheitsprüfung und Beitragsbemessungsgrenze: Zwei Stellschrauben
Die Gesundheitsprüfung entscheidet über deinen Versicherungsschutz, die Beitragsbemessungsgrenze über die maximale Höhe des gesetzlichen Krankengeldes.
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