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Ratgeber · Versicherung

Kfz-Versicherung Kosten: So setzt sich dein Beitrag 2026 zusammen

Die Kosten deiner Kfz-Versicherung hängen von vielen Stellschrauben ab. Mit dem richtigen Verständnis von Typklasse, Schadenfreiheits­klasse und Selbstbeteiligung kannst du deinen Beitrag gezielt senken.

10 Kapitel · 15 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben, Kaskoversicherungen sind freiwillig.
  • Deine Schadenfreiheitsklasse und die Typklasse deines Autos haben großen Einfluss auf die Prämie.
  • Eine höhere Selbstbeteiligung in der Kasko senkt die laufenden Kosten spürbar.
  • Ein Tarifvergleich und ein Wechsel können oft mehrere hundert Euro im Jahr sparen.

01 · Checkliste

Welche Kostenfaktoren bestimmen deine Kfz-Versicherung?

Bevor du Tarife vergleichst, solltest du die wichtigsten Stellschrauben kennen. Sie entscheiden darüber, ob dein Beitrag eher hoch oder niedrig ausfällt.

Dein Beitrag setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen, die Versicherer unterschiedlich gewichten. Die Schadenfreiheitsklasse ist dabei der stärkste Hebel, denn sie belohnt unfallfreies Fahren mit teils deutlich niedrigeren Prämien. Daneben entscheiden Typklasse und Regionalklasse darüber, wie hoch das statistische Risiko deines Fahrzeugs und deines Zulassungsortes eingestuft wird.

Auch deine jährliche Fahrleistung und der Fahrerkreis wirken sich direkt aus. Wer beispielsweise 12.000 statt 15.000 Kilometer pro Jahr fährt, kann im Schnitt rund 11 Prozent sparen. Fahranfänger oder junge Fahrer im Vertrag erhöhen die Prämie dagegen erheblich, im Durchschnitt um etwa 54 Prozent.

  • Die Schadenfreiheitsklasse steigt mit jedem unfallfreien Jahr und senkt deinen Beitrag.
  • Die Typklasse deines Fahrzeugmodells bildet das Schadenrisiko des Typs ab.
  • Die Regionalklasse deines Zulassungsortes beeinflusst die Prämie je nach Schadenhäufigkeit.
  • Die jährliche Fahrleistung wirkt direkt: Weniger Kilometer bedeuten in der Regel einen niedrigeren Beitrag.
  • Der Fahrerkreis ist entscheidend, denn junge Fahrer oder Fahranfänger erhöhen die Kosten spürbar.
  • Eine Selbstbeteiligung in der Kasko senkt die laufende Prämie.
  • Die Werkstattbindung kann einen zusätzlichen Nachlass bringen.

Die sieben Faktoren wirken nicht isoliert, sondern zusammen. Ein Kleinwagen mit niedriger Typklasse, abgestellt in einer Garage und gefahren von einer erfahrenen Person mit hoher Schadenfreiheitsklasse, führt zu einem anderen Beitrag als ein Sportwagen mit Fahranfänger im Vertrag. Deshalb lohnt es sich, vor jedem Vergleich die eigenen Angaben zu Fahrleistung, Stellplatz und Fahrerkreis genau zu prüfen.

Die 7 wichtigsten Kostenfaktoren im Überblick

01

Schadenfreiheitsklasse: Je mehr Jahre du unfallfrei fährst, desto günstiger wird dein Tarif.

02

Typklasse: Jedes Fahrzeugmodell ist einer Typklasse zugeordnet, die das Schadenrisiko abbildet.

03

Regionalklasse: Dein Zulassungsort beeinflusst den Beitrag, da die Schadenhäufigkeit regional variiert.

04

Jährliche Fahrleistung: Wer weniger Kilometer fährt, zahlt in der Regel weniger.

05

Fahrerkreis: Fahranfänger oder junge Fahrer im Vertrag erhöhen die Prämie deutlich.

06

Selbstbeteiligung: Ein vereinbarter Selbstbehalt in der Kasko senkt den Beitrag.

07

Werkstattbindung: Die Reparatur in einer Partnerwerkstatt wird mit einem Rabatt belohnt.

02 · Was gilt

Kfz-Haftpflichtversicherung: Diese Kosten sind Pflicht

Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Sie deckt Schäden ab, die du anderen mit deinem Fahrzeug zufügst.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist die einzige gesetzlich vorgeschriebene Versicherung für dein Auto. Sie übernimmt Schäden, die du anderen mit deinem Fahrzeug zufügst, und schützt dich vor existenzbedrohenden Forderungen. Die gesetzliche Mindestdeckungssumme liegt bei 7,5 Millionen Euro für Personenschäden, viele Tarife bieten jedoch deutlich höhere Summen.

Eine pauschale Deckungssumme von 100 Millionen Euro kostet oft nur wenige Euro mehr im Jahr als die Mindestdeckung. Dieser Aufpreis ist sinnvoll, denn bei schweren Unfällen mit mehreren Verletzten können die Kosten schnell die Mindestsumme übersteigen. Achte bei einem Vergleich deshalb nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die vereinbarte Deckungssumme.

  • Die Haftpflicht zahlt Personenschäden, die du anderen zufügst.
  • Sie übernimmt Sachschäden an fremden Fahrzeugen oder Gegenständen.
  • Sie deckt Vermögensschäden ab, die durch den Unfall entstehen.
  • Sie greift bei Schäden durch einen Mietwagen im Ausland über die Mallorca-Police.
  • Sie zahlt nicht für Schäden an deinem eigenen Fahrzeug.
  • Sie zahlt nicht bei Diebstahl oder Vandalismus an deinem Auto.
  • Sie zahlt nicht für selbst verschuldete Unfallschäden am eigenen Wagen.

Die Mallorca-Police ist in vielen Tarifen automatisch enthalten. Sie springt ein, wenn du im Ausland mit einem Mietwagen einen Unfall verursachst und die dortige Deckungssumme nicht ausreicht. Für dich als Studierende kann das relevant sein, wenn du im Urlaub oder während eines Auslandssemesters ein Auto mietest.

Zahlt die Haftpflicht

·Personenschäden, die du anderen zufügst
·Sachschäden an fremden Fahrzeugen oder Gegenständen
·Vermögensschäden, die durch den Unfall entstehen
·Schäden durch einen Mietwagen im Ausland über die Mallorca-Police

Zahlt die Haftpflicht nicht

·Schäden an deinem eigenen Fahrzeug
·Diebstahl oder Vandalismus an deinem Auto
·Schäden durch selbst verschuldete Unfälle am eigenen Wagen

03 · Was gilt

Kfz-Teilkasko: Wann sich die Kosten lohnen

Die Teilkaskoversicherung ist eine freiwillige Ergänzung zur Haftpflicht. Sie schützt dein eigenes Auto vor Schäden, die du nicht selbst verursacht hast.

Die Teilkaskoversicherung ist eine freiwillige Ergänzung zur Haftpflicht und schützt dein eigenes Auto vor Schäden, die du nicht selbst verursacht hast. Sie lohnt sich besonders, wenn dein Fahrzeug noch einen Restwert hat oder du in einer Region mit erhöhtem Risiko für Wildunfälle, Hagel oder Diebstahl lebst. Die Kosten hängen von Typklasse, Regionalklasse und der vereinbarten Selbstbeteiligung ab.

Eine Selbstbeteiligung von 150 Euro in der Teilkasko ist üblich und senkt den Beitrag spürbar. Im Schadenfall zahlst du diesen Betrag selbst, die Versicherung übernimmt den Rest. Für ältere Fahrzeuge mit geringem Restwert kann die Teilkasko dagegen unwirtschaftlich sein, weil die Prämie im Verhältnis zum möglichen Schadenersatz zu hoch ausfällt.

  • Versichert sind Diebstahl und Raub, inklusive Teilediebstahl.
  • Versichert sind Zusammenstöße mit Tieren aller Art.
  • Versichert sind Schäden durch Sturm, Hagel, Überschwemmung oder Blitzschlag.
  • Versichert sind Brand, Explosion und Kurzschluss am Fahrzeug.
  • Versichert ist Glasbruch an Scheiben und Dächern.
  • Nicht versichert sind selbst verschuldete Unfallschäden am eigenen Auto.
  • Nicht versichert ist Vandalismus wie zerkratzter Lack oder abgetretene Spiegel.

Die Teilkasko deckt auch Folgeschäden ab, etwa wenn ein Marderbiss einen Kabelbrand auslöst. Solche Schäden können teuer werden, weil moderne Fahrzeuge viele elektronische Bauteile haben. Wenn dein Auto nachts draußen steht oder du in einem Waldgebiet wohnst, ist dieser Schutz oft sinnvoller als bei einem Fahrzeug, das immer in einer geschlossenen Garage steht.

Ist versichert

·Diebstahl und Raub, inklusive Teilediebstahl
·Zusammenstöße mit Tieren aller Art
·Schäden durch Sturm, Hagel, Überschwemmung oder Blitzschlag
·Brand, Explosion und Kurzschluss am Fahrzeug
·Glasbruch an Scheiben und Dächern

Ist nicht versichert

·Selbst verschuldete Unfallschäden am eigenen Auto
·Vandalismus wie zerkratzter Lack oder abgetretene Spiegel

04 · Was gilt

Kfz-Vollkasko: Der umfassendste Schutz mit Kosten

Die Vollkaskoversicherung erweitert die Teilkasko um Schäden, die du selbst verursachst. Sie ist die teuerste, aber auch umfassendste Form der Autoversicherung.

Die Vollkaskoversicherung erweitert die Teilkasko um Schäden, die du selbst verursachst, sowie um Vandalismus. Sie ist die teuerste Form der Autoversicherung, lohnt sich aber bei neueren oder hochwertigen Fahrzeugen. Auch wenn du dein Auto finanziert hast, verlangt die Bank in der Regel eine Vollkaskoversicherung.

Die Kosten der Vollkasko hängen stark von deiner Schadenfreiheitsklasse und der Selbstbeteiligung ab. Eine Selbstbeteiligung von 500 Euro in der Vollkasko ist üblich und reduziert die Prämie deutlich. Im Schadenfall trägst du diesen Betrag selbst, die Versicherung übernimmt die darüber hinausgehenden Reparaturkosten.

  • Die Vollkasko zahlt selbst verschuldete Unfallschäden am eigenen Fahrzeug.
  • Sie zahlt Vandalismus und mutwillige Beschädigungen.
  • Sie umfasst alle Leistungen der Teilkasko wie Diebstahl oder Wildunfall.
  • Sie zahlt Schäden durch Fahrerflucht eines unbekannten Dritten.
  • Sie zahlt nicht für Schäden, die vorsätzlich herbeigeführt wurden.
  • Sie zahlt nicht für Verschleiß und altersbedingte Mängel am Fahrzeug.

Für ein älteres Fahrzeug mit geringem Restwert ist die Vollkasko oft zu teuer. Als Faustregel gilt: Übersteigt die jährliche Vollkaskoprämie zusammen mit der Selbstbeteiligung einen erheblichen Teil des Fahrzeugwerts, ist der Schutz unwirtschaftlich. In diesem Fall reicht meist die Teilkasko oder sogar nur die Haftpflicht.

Zahlt die Vollkasko

·Selbst verschuldete Unfallschäden am eigenen Fahrzeug
·Vandalismus und mutwillige Beschädigungen
·Alle Leistungen der Teilkasko wie Diebstahl oder Wildunfall
·Schäden durch Fahrerflucht eines unbekannten Dritten

Zahlt die Vollkasko nicht

·Schäden, die vorsätzlich herbeigeführt wurden
·Verschleiß und altersbedingte Mängel am Fahrzeug

05 · Vergleich

Selbstbeteiligung: So beeinflusst sie deine Kosten

Mit einer Selbstbeteiligung in der Kaskoversicherung übernimmst du im Schadenfall einen festen Teil der Kosten selbst. Das senkt deine jährliche Prämie.

Mit einer Selbstbeteiligung in der Kaskoversicherung übernimmst du im Schadenfall einen festen Teil der Kosten selbst. Das senkt deine jährliche Prämie, weil die Versicherung nicht das volle Risiko trägt. Die Ersparnis liegt oft zwischen 10 und 30 Prozent, abhängig von Tarif und Höhe der Selbstbeteiligung.

Übliche Selbstbeteiligungen liegen bei 150 Euro in der Teilkasko und 500 Euro in der Vollkasko. Du solltest den Betrag so wählen, dass du ihn im Schadenfall ohne finanzielle Probleme zahlen kannst. Eine zu hohe Selbstbeteiligung kann dazu führen, dass du kleine Schäden gar nicht meldest und den Schutz faktisch nicht nutzt.

  • Ohne Selbstbeteiligung ist die jährliche Prämie höher, weil die Versicherung das volle Risiko trägt.
  • Mit Selbstbeteiligung sinkt die Prämie spürbar, oft um 10 bis 30 Prozent.
  • Im Schadenfall ohne Selbstbeteiligung zahlt die Versicherung den kompletten Schaden.
  • Im Schadenfall mit Selbstbeteiligung zahlst du den vereinbarten Betrag selbst, den Rest die Versicherung.
  • Ohne Selbstbeteiligung ist der Tarif sinnvoll für Fahrer, die keine Rücklagen bilden wollen.
  • Mit Selbstbeteiligung ist der Tarif sinnvoll für Fahrer, die laufende Kosten senken und kleine Schäden selbst tragen können.

Für Studierende ist eine Selbstbeteiligung oft der richtige Weg, um die laufenden Kosten zu senken. Wichtig ist, dass du den Betrag im Schadenfall tatsächlich aufbringen kannst. Lege dir dafür am besten eine kleine Rücklage an, damit ein unerwarteter Schaden nicht zu einem finanziellen Problem wird.

Auswirkungen der Selbstbeteiligung auf deinen Beitrag
Ohne SelbstbeteiligungMit Selbstbeteiligung
Jährliche PrämieHöherNiedriger
Kosten im SchadenfallDie Versicherung zahlt den kompletten SchadenDu zahlst den vereinbarten Betrag selbst, den Rest die Versicherung
Sinnvoll fürFahrer, die keine Rücklagen bilden wollenFahrer, die laufende Kosten senken und kleine Schäden selbst tragen können

06 · Schritt für Schritt

Schadenfreiheits­klasse: Dein wichtigster Rabattfaktor

Die Schadenfreiheitsklasse zeigt, wie viele Jahre du unfallfrei gefahren bist. Sie ist der größte Hebel, um deine Kfz-Versicherung Kosten zu senken.

Die Schadenfreiheitsklasse zeigt, wie viele Jahre du unfallfrei gefahren bist. Sie ist der größte Hebel, um deine Kfz-Versicherung Kosten zu senken. Fahranfänger starten in der Regel mit der Schadenfreiheitsklasse 0 oder 1/2, der Beitrag ist hier am höchsten.

Für jedes unfallfreie Jahr wirst du in eine bessere Schadenfreiheitsklasse eingestuft. Dein Beitrag sinkt dadurch jedes Jahr. Meldest du dagegen einen Schaden, wirst du zurückgestuft, was deinen Beitrag im nächsten Jahr deutlich erhöhen kann. Deshalb lohnt es sich, kleine Schäden selbst zu zahlen, statt sie der Versicherung zu melden.

  • Fahranfänger starten in der Regel mit der Schadenfreiheitsklasse 0 oder 1/2, der Beitrag ist hier am höchsten.
  • Für jedes unfallfreie Jahr wirst du in eine bessere Schadenfreiheitsklasse eingestuft, dein Beitrag sinkt dadurch jedes Jahr.
  • Meldest du einen Schaden, wirst du zurückgestuft, das kann deinen Beitrag im nächsten Jahr deutlich erhöhen.
  • Mit einem Rabattschutz kannst du verhindern, dass sich ein Schaden auf deine Schadenfreiheitsklasse auswirkt, dieser Schutz kostet einen Aufpreis.

Der Rabattschutz ist besonders dann sinnvoll, wenn du bereits eine hohe Schadenfreiheitsklasse erreicht hast. Er verhindert, dass ein einzelner Schaden deine mühsam aufgebaute Einstufung zunichte macht. Für Fahranfänger mit niedriger Klasse lohnt sich der Aufpreis dagegen meist nicht, weil die Rückstufung weniger stark ins Gewicht fällt.

01

Einstieg in die Versicherung

Fahranfänger starten in der Regel mit der Schadenfreiheitsklasse 0 oder 1/2. Der Beitrag ist hier am höchsten.

02

Jährliche Rückstufung

Für jedes unfallfreie Jahr wirst du in eine bessere Schadenfreiheitsklasse eingestuft. Dein Beitrag sinkt dadurch jedes Jahr.

03

Schadenfall

Meldest du einen Schaden, wirst du zurückgestuft. Das kann deinen Beitrag im nächsten Jahr deutlich erhöhen.

04

Rabattschutz

Mit einem Rabattschutz kannst du verhindern, dass sich ein Schaden auf deine Schadenfreiheitsklasse auswirkt. Dieser Schutz kostet einen Aufpreis.

07 · Grundlagen

Typklasse: Was dein Fahrzeugmodell kostet

Jedes Fahrzeugmodell wird vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft einer Typklasse zugeordnet. Diese Klasse spiegelt das Schadenrisiko des Modells wider.

Jedes Fahrzeugmodell wird vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft einer Typklasse zugeordnet. Diese Klasse spiegelt das Schadenrisiko des Modells wider und basiert auf der Schadenbilanz aller in Deutschland versicherten Fahrzeuge dieses Typs. Je niedriger die Typklasse, desto günstiger ist in der Regel deine Kfz-Versicherung.

Modelle mit niedriger Typklasse sind oft Kleinwagen oder Fahrzeuge mit günstigen Ersatzteilen. Sportwagen oder seltene Modelle haben häufig eine hohe Typklasse, weil Reparaturen teurer sind und die Schadenhäufigkeit höher liegt. Die Typklasse wird regelmäßig neu berechnet und kann sich daher auch für dein bestehendes Fahrzeug ändern.

  • Die Typklasse ist eine statistische Einstufung deines Fahrzeugmodells.
  • Sie basiert auf der Schadenbilanz aller in Deutschland versicherten Fahrzeuge dieses Typs.
  • Je niedriger die Typklasse, desto günstiger ist in der Regel deine Kfz-Versicherung.
  • Modelle mit niedriger Typklasse sind oft Kleinwagen oder Fahrzeuge mit günstigen Ersatzteilen.
  • Sportwagen oder seltene Modelle haben häufig eine hohe Typklasse.

Wenn du vor dem Autokauf stehst, lohnt sich ein Blick auf die Typklasse. Zwei ähnlich teure Fahrzeuge können unterschiedliche Typklassen haben und damit unterschiedliche Versicherungsprämien verursachen. Gerade als Studierende mit begrenztem Budget kann die Typklasse ein sinnvolles Kriterium bei der Fahrzeugwahl sein.

Kurz erklärt

Typklasse

Die Typklasse ist eine statistische Einstufung deines Fahrzeugmodells. Sie basiert auf der Schadenbilanz aller in Deutschland versicherten Fahrzeuge dieses Typs. Je niedriger die Typklasse, desto günstiger ist in der Regel deine Kfz-Versicherung.

Modelle mit niedriger Typklasse sind oft Kleinwagen oder Fahrzeuge mit günstigen Ersatzteilen. Sportwagen oder seltene Modelle haben häufig eine hohe Typklasse.

08 · Schritt für Schritt

Tarifvergleich und Versicherungs­wechsel: So senkst du deine Kosten

Ein regelmäßiger Tarifvergleich ist der effektivste Weg, um bei der Autoversicherung zu sparen. Viele Versicherte zahlen jahrelang zu viel, weil sie nie wechseln.

Ein regelmäßiger Tarifvergleich ist der effektivste Weg, um bei der Autoversicherung zu sparen. Viele Versicherte zahlen jahrelang zu viel, weil sie nie wechseln. Dabei kannst du mit einem Wechsel oft mehrere hundert Euro im Jahr sparen, ohne auf Leistungen zu verzichten.

Deine Kfz-Versicherung kannst du in der Regel zum Ende des Versicherungsjahres kündigen. Die Frist beträgt meist einen Monat, oft ist der 30. November der Stichtag für den Jahreswechsel. Nach einer Beitragserhöhung hast du zudem ein Sonderkündigungsrecht, das du nutzen solltest.

  • Prüfe die Kündigungsfrist deiner Kfz-Versicherung, sie beträgt meist einen Monat zum Ende des Versicherungsjahres.
  • Vergleiche mindestens drei bis fünf Tarife mit identischen Leistungen, achte auf Deckungssummen, Selbstbeteiligung und Zusatzleistungen.
  • Schließe den neuen Vertrag erst ab, wenn die Kündigung des alten Vertrags bestätigt ist, so vermeidest du eine Doppelversicherung.
  • Zahle den Beitrag jährlich, das ist fast immer günstiger als eine monatliche Ratenzahlung.

Die jährliche Zahlweise spart im Schnitt rund 5 Prozent gegenüber der monatlichen Ratenzahlung. Wenn du es dir leisten kannst, den Beitrag einmal im Jahr zu zahlen, solltest du diese Option wählen. Achte beim Vergleich außerdem darauf, dass die Leistungen wirklich identisch sind, damit du nicht an der falschen Stelle sparst.

01

Kündigungsfrist prüfen

Deine Kfz-Versicherung kannst du in der Regel zum Ende des Versicherungsjahres kündigen. Die Frist beträgt meist einen Monat, oft ist der 30. November der Stichtag für den Jahreswechsel.

02

Tarife vergleichen

Vergleiche mindestens drei bis fünf Tarife mit identischen Leistungen. Achte auf Deckungssummen, Selbstbeteiligung und Zusatzleistungen.

03

Neuen Vertrag abschließen

Schließe den neuen Vertrag erst ab, wenn die Kündigung des alten Vertrags bestätigt ist. So vermeidest du eine Doppelversicherung.

04

Beitrag jährlich zahlen

Die jährliche Zahlweise ist fast immer günstiger als monatliche Raten.

09 · Checkliste

Rabatte: Diese Möglichkeiten senken deine Prämie

Neben der Schadenfreiheitsklasse gibt es weitere Rabatte, die deine Kfz-Versicherung Kosten reduzieren können. Du solltest sie bei jedem Vergleich berücksichtigen.

Neben der Schadenfreiheitsklasse gibt es weitere Rabatte, die deine Kfz-Versicherung Kosten reduzieren können. Die Werkstattbindung ist einer der bekanntesten Nachlässe: Reparaturen in Partnerwerkstätten werden mit einem Beitragsnachlass belohnt, im Schnitt etwa 5 Prozent. Auch eine niedrige jährliche Fahrleistung senkt den Beitrag, weil weniger Kilometer ein geringeres Unfallrisiko bedeuten.

Ein sicherer Abstellplatz wie eine Garage oder ein Stellplatz kann den Kaskobeitrag reduzieren. Wer ein zweites Auto beim selben Versicherer versichert, erhält oft einen Zweitwagenrabatt. Bestimmte Berufsgruppen wie Beamte oder Angestellte im öffentlichen Dienst bekommen Nachlässe, weil sie statistisch seltener Unfälle verursachen.

  • Die Werkstattbindung belohnt Reparaturen in Partnerwerkstätten mit einem Beitragsnachlass.
  • Eine niedrige jährliche Fahrleistung senkt den Beitrag.
  • Ein sicherer Abstellplatz wie eine Garage kann den Kaskobeitrag reduzieren.
  • Ein zweites Auto beim selben Versicherer ist oft günstiger.
  • Bestimmte Berufsgruppen wie Beamte oder Angestellte im öffentlichen Dienst erhalten Nachlässe.
  • Telematik-Tarife belohnen eine defensive Fahrweise mit Rabatten.

Telematik-Tarife zeichnen dein Fahrverhalten auf und belohnen defensives Fahren mit niedrigeren Beiträgen. Für Studierende kann das interessant sein, wenn du wenig fährst und dein Fahrstil vorausschauend ist. Allerdings solltest du bedenken, dass die Versicherung dabei Daten über dein Fahrverhalten sammelt.

Rabatte, die du kennen solltest

01

Werkstattbindung: Reparaturen in Partnerwerkstätten werden mit einem Beitragsnachlass belohnt.

02

Wenige Kilometer: Eine niedrige jährliche Fahrleistung senkt den Beitrag.

03

Garage oder Stellplatz: Ein sicherer Abstellplatz kann den Kaskobeitrag reduzieren.

04

Zweitwagenrabatt: Ein zweites Auto beim selben Versicherer ist oft günstiger.

05

Berufsrabatt: Bestimmte Berufsgruppen wie Beamte oder Angestellte im öffentlichen Dienst erhalten Nachlässe.

06

Telematik-Tarife: Wer sein Fahrverhalten aufzeichnen lässt, kann mit einer defensiven Fahrweise sparen.

10 · Kosten

Versicherungs­summe: Wie hoch sollte sie sein?

Die Versicherungssumme in der Kfz-Haftpflicht bestimmt, wie hoch Schäden maximal abgedeckt sind. Eine ausreichend hohe Summe schützt dich vor finanziellen Risiken.

Kurz erklärt

Erhöhte Deckung

Übliche Deckungssummen in der Kfz-Haftpflicht

100 Mio. Euro

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026