StudySmarter

Ratgeber · Versicherung

Gesetzliche Krankenversicherung: Der Ratgeber für deinen Überblick

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) sichert fast 90 Prozent der Bevölkerung in Deutschland ab. Dieser Ratgeber erklärt dir, wie das System funktioniert, welche Leistungen du erwarten kannst und worauf du bei der Wahl deiner Krankenkasse achten solltest.

11 Kapitel · 13 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • In der GKV gilt das Solidarprinzip: Der Beitrag richtet sich nach deinem Einkommen, die medizinischen Leistungen sind für alle Mitglieder gleich.
  • Die Krankenkassenwahl lohnt sich: Zusatzleistungen wie Zuschüsse zur Zahnreinigung oder für Sportkurse können über 100 Euro im Jahr ausmachen.
  • Ein Wechsel der Krankenkasse ist mit einer Frist von zwei vollen Monaten zum Monatsende möglich.
  • Neben dem Beitragssatz entscheiden Service, Erreichbarkeit und Transparenz über die Qualität einer Krankenkasse.

01 · Grundlagen

Was ist die gesetzliche Krankenversicherung?

Die GKV ist das zentrale System der Gesundheitsabsicherung in Deutschland. Sie basiert auf einem klaren Grundprinzip, das sie von privaten Versicherungen unterscheidet.

Die gesetzliche Krankenversicherung funktioniert nach dem Solidarprinzip. Deine Beiträge richten sich nach deiner finanziellen Leistungsfähigkeit, nicht nach deinem individuellen Gesundheitsrisiko. Im Gegenzug erhältst du medizinisch notwendige Leistungen in gleichem Umfang wie alle anderen Versicherten.

Derzeit existieren 93 Krankenkassen in Deutschland. Sie gewähren sowohl ihren beitragszahlenden Mitgliedern als auch den rund 16 Millionen beitragsfrei mitversicherten Familienangehörigen Schutz im Krankheitsfall. Der Solidarausgleich findet zwischen Gesunden und Kranken, Gutverdienenden und Geringverdienern, Jungen und Alten sowie Alleinstehenden und Familien statt.

Für dich bedeutet das konkret: Ob du viel oder wenig verdienst, ob du jung oder alt bist, ob du alleinstehend bist oder eine Familie hast, dein Zugang zu medizinisch notwendigen Behandlungen bleibt gleich. Die Gemeinschaft trägt das Risiko gemeinsam.

Kurz erklärt

Solidarprinzip

Die Beiträge richten sich nach der finanziellen Leistungsfähigkeit der Mitglieder, nicht nach ihrem individuellen Gesundheitsrisiko. Alle Versicherten erhalten medizinisch notwendige Leistungen in gleichem Umfang.

Der Solidarausgleich findet zwischen Gesunden und Kranken, Gutverdienenden und Geringverdienern, Jungen und Alten sowie Alleinstehenden und Familien statt.

02 · Was gilt

Wer ist in der GKV versichert?

Die gesetzliche Krankenversicherung deckt den Großteil der Bevölkerung ab. Für bestimmte Personengruppen besteht eine Versicherungspflicht.

Für alle Bürgerinnen und Bürger mit Wohnsitz in Deutschland besteht die Verpflichtung zum Abschluss einer Krankenversicherung. Wer keinen anderweitigen Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall hat, ist versicherungspflichtig in der GKV, wenn er zuletzt gesetzlich krankenversichert war oder dem gesetzlichen System zuzuordnen ist.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einem Einkommen unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze sind automatisch in der GKV versichert. Rund 16 Millionen Familienangehörige sind beitragsfrei mitversichert, darunter Kinder und Ehepartner ohne eigenes Einkommen.

  • Versicherungspflichtig in der GKV sind Arbeitnehmer unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze und Personen, die zuletzt gesetzlich versichert waren.
  • Nicht automatisch in der GKV sind Selbstständige, die zuletzt privat versichert waren, sowie Beamtinnen und Beamte mit Beihilfeanspruch.
  • Arbeitnehmer mit einem Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze können zwischen GKV und PKV wählen.

Versicherungspflichtig in der GKV

·Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einem Einkommen unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze
·Beitragsfrei mitversicherte Familienangehörige (rund 16 Millionen Menschen)
·Personen, die zuletzt gesetzlich versichert waren und keinen anderweitigen Anspruch auf Absicherung haben

Nicht automatisch in der GKV

·Selbstständige, die zuletzt privat versichert waren
·Beamtinnen und Beamte mit Beihilfeanspruch
·Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einem Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze

03 · Schritt für Schritt

Wie funktioniert die Selbst­verwaltung im Gesundheits­wesen?

Der Staat gibt den rechtlichen Rahmen vor, die Organisation übernehmen die Träger des Gesundheitswesens selbst. Das wichtigste Gremium entscheidet über den Leistungskatalog.

Das Fünfte Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) definiert die grundlegenden Regeln für die gesetzliche Krankenversicherung. Der Staat gibt also den rechtlichen Rahmen vor, aber die Träger des Gesundheitswesens organisieren sich selbst. Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen sind hoheitlich handelnde Körperschaften des öffentlichen Rechts.

Der Verwaltungsrat einer Krankenkasse wird alle sechs Jahre bei den Sozialwahlen gewählt. Er setzt sich aus ehrenamtlichen Vertreterinnen und Vertretern zusammen, die von den Mitgliedern und den Arbeitgebern gewählt werden. Der Verwaltungsrat beschließt das Satzungsrecht und kontrolliert die hauptamtlichen Vorstände.

Das wichtigste Gremium der Selbstverwaltung ist der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA). Er legt in Richtlinien fest, welche Leistungen von der GKV übernommen werden, und prüft dabei Nutzen, Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit. Seine Entscheidungen sind für alle Versicherten, Krankenkassen und Vertragsärzte verbindlich.

01

Gesetzlicher Rahmen

Das Fünfte Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) definiert die grundlegenden Regeln für die gesetzliche Krankenversicherung.

02

Selbstverwaltung

Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen organisieren sich als Körperschaften des öffentlichen Rechts selbst. Der Verwaltungsrat einer Krankenkasse wird alle sechs Jahre bei den Sozialwahlen gewählt.

03

Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA)

Der G-BA ist das oberste Beschlussgremium. Er legt in Richtlinien fest, welche Leistungen von der GKV übernommen werden, und prüft dabei Nutzen, Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit.

04 · Vergleich

Welche Krankenkassen sind 2026 empfehlenswert?

Die Beitragssätze der Krankenkassen unterscheiden sich, ebenso wie ihre Zusatzleistungen. Ein Vergleich lohnt sich für dich finanziell.

Für das Jahr 2026 haben sich im Vergleich mehrerer Krankenkassen die HKK, die Audi BKK, die Techniker Krankenkasse und die DAK-Gesundheit als empfehlenswert herausgestellt. Sie erreichten die besten Gesamtergebnisse bei Beitragssatz, Zusatzleistungen und Service.

Die HKK liegt mit einem Beitragssatz von 17,19 Prozent vorn und überzeugt mit umfassenden Extras bei Sport, Impfungen, Krebsfrüherkennung und alternativer Medizin. Die Audi BKK folgt mit 17,20 Prozent und guten Ergebnissen bei Transparenz und Impfungen. Die Techniker Krankenkasse bietet bei 17,29 Prozent ein umfassendes Serviceangebot und starke Leistungen im Sportbereich.

  • Die HKK erstattet einmal jährlich eine kostenfreie Zahnreinigung bei Partner-Zahnärzten.
  • Die Audi BKK zahlt zweimal 30 Euro im Jahr für professionelle Zahnreinigung.
  • Die Techniker Krankenkasse gewährt 40 Euro im Jahr für professionelle Zahnreinigung.
  • Die BKK Firmus ist mit dem niedrigsten Beitrag die günstigste regional geöffnete Krankenkasse, steht aber nicht mehr allen Versicherten offen.
Empfohlene Krankenkassen im Vergleich (Beitragssätze 2026)
HKKAudi BKKTK
Beitragssatz17,19 %17,20 %17,29 %
StärkenUmfassende Extras bei Sport, Impfungen und KrebsfrüherkennungGute Ergebnisse bei Transparenz und ImpfungenUmfassendes Serviceangebot und stark bei Sport
Zuschuss ZahnreinigungEinmal jährlich kostenfrei bei Partner-ZahnärztenZweimal 30 Euro im Jahr40 Euro im Jahr

05 · Checkliste

Wie wählst du die richtige Krankenkasse?

Der Beitragssatz ist ein wichtiger Faktor, aber nicht der einzige. Deine persönlichen Bedürfnisse entscheiden, welche Kasse für dich passt.

Bei der Wahl deiner Krankenkasse solltest du neben dem Beitrag auch auf interessante Zusatzleistungen achten. Nutzt du die Extras deiner Kasse, kannst du finanziell einiges herausholen. Bezahlt die Krankenkasse die jährliche professionelle Zahnreinigung und einen Sportkurs, lassen sich 100 Euro oder mehr im Jahr sparen.

Die Krankenkassen im Vergleich zahlen für Sport- und Stressabbaukurse zwischen 150 und 550 Euro im Jahr. Für Osteopathie erstatten die besten Kassen bis zu 400 Euro jährlich. Viele Kassen zahlen außerdem einen Geldbonus für Vorsorge, Impfungen oder Bewegung, teils als Sachprämie oder als Zuschüsse zu medizinischen Leistungen.

  • Beitragssatz: Ein niedriger Zusatzbeitrag spart dir direkt Geld.
  • Zusatzleistungen: Prüfe Zuschüsse für Zahnreinigung, Sportkurse oder Osteopathie.
  • Service: Gute telefonische Erreichbarkeit und Facharztvermittlung helfen im Ernstfall.
  • Transparenz: Informiert die Kasse offen über Widerspruchszahlen und Bewilligungsquoten?
  • Regionale Öffnung: Manche günstige Kassen nehmen nur Versicherte aus bestimmten Bundesländern auf.

Kriterien für die Wahl deiner Krankenkasse

01

Beitragssatz: Ein niedriger Zusatzbeitrag spart dir direkt Geld.

02

Zusatzleistungen: Prüfe Zuschüsse für Zahnreinigung, Sportkurse oder Osteopathie.

03

Service: Gute telefonische Erreichbarkeit und Facharztvermittlung helfen im Ernstfall.

04

Transparenz: Informiert die Kasse offen über Widerspruchszahlen und Bewilligungsquoten?

05

Regionale Öffnung: Manche günstige Kassen nehmen nur Versicherte aus bestimmten Bundesländern auf.

06 · Schritt für Schritt

Wie funktioniert der Krankenkassenwechsel?

Ein Wechsel zu einer günstigeren oder leistungsstärkeren Kasse ist unkompliziert. Du musst nur Fristen und den Ablauf beachten.

Du stellst einen Aufnahmeantrag bei der neuen Krankenkasse. Diese informiert deine alte Kasse über den Wechsel und übernimmt die Kündigung für dich.

Die Mitgliedschaft bei der alten Kasse endet nach zwei vollen Monaten zum Monatsende. Ab dann bist du bei der neuen Kasse versichert. Du musst dich um die Kündigung bei deiner bisherigen Kasse nicht selbst kümmern.

  • Neue Krankenkasse wählen: Vergleiche Beitragssätze und Zusatzleistungen und achte darauf, dass die Kasse für dich geöffnet ist.
  • Mitgliedschaft beantragen: Du stellst einen Aufnahmeantrag bei der neuen Krankenkasse.
  • Kündigung durch neue Kasse: Die neue Krankenkasse übernimmt die Kündigung bei deiner bisherigen Kasse.
  • Frist beachten: Die Mitgliedschaft bei der alten Kasse endet nach zwei vollen Monaten zum Monatsende.
01

Neue Krankenkasse wählen

Vergleiche Beitragssätze und Zusatzleistungen. Achte darauf, dass die Kasse für dich geöffnet ist.

02

Mitgliedschaft beantragen

Du stellst einen Aufnahmeantrag bei der neuen Krankenkasse. Diese informiert deine alte Kasse über den Wechsel.

03

Kündigung durch neue Kasse

Die neue Krankenkasse übernimmt die Kündigung bei deiner bisherigen Kasse. Du musst dich um nichts weiter kümmern.

04

Frist beachten

Die Mitgliedschaft bei der alten Kasse endet nach zwei vollen Monaten zum Monatsende. Ab dann bist du bei der neuen Kasse versichert.

07 · Was gilt

Was zahlen die Krankenkassen bei Vorsorge?

Über die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen hinaus bieten viele Kassen Extras an. Diese können deine Gesundheitskosten spürbar senken.

Viele Krankenkassen bieten Vorsorgeuntersuchungen schon früher an, als es gesetzlich vorgeschrieben ist. Reiseimpfungen und Schutzimpfungen gegen Grippe und die von Zecken übertragene Viruserkrankung FSME übernehmen einige Kassen. Zur Vorsorge zählen auch Kurse für Sport oder Stressabbau.

Die Krankenkassen im Vergleich zahlen für solche Kurse zwischen 150 und 550 Euro im Jahr. Für Osteopathie erstatten die besten Kassen bis zu 400 Euro jährlich. Einige Krankenkassen bezuschussen die professionelle Zahnreinigung mit bis zu 100 Euro im Jahr.

  • Wird oft bezuschusst: Professionelle Zahnreinigung, Sport- und Stressabbaukurse, Reiseimpfungen und FSME-Impfungen, Osteopathie.
  • Wird seltener übernommen: Pflanzliche und homöopathische Arzneien ohne ärztliche Verordnung, individuelle Gesundheitsleistungen ohne medizinische Notwendigkeit.
  • Hochwertiger Zahnersatz erfordert in der Regel eine zusätzliche Zahnzusatzversicherung.

Wird oft bezuschusst

·Professionelle Zahnreinigung (bis zu 100 Euro im Jahr)
·Sport- und Stressabbaukursen (zwischen 150 und 550 Euro im Jahr)
·Reiseimpfungen und FSME-Impfungen
·Osteopathie (bis zu 400 Euro im Jahr)

Wird seltener übernommen

·Pflanzliche und homöopathische Arzneien ohne ärztliche Verordnung
·Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) ohne medizinische Notwendigkeit
·Hochwertiger Zahnersatz ohne zusätzliche Zahnzusatzversicherung

08 · Was gilt

Welche Leistungen übernimmt die GKV bei Schwangerschaft und Familie?

Für Schwangere, Kinder und Familien gibt es gesetzliche Pflichtleistungen. Einige Krankenkassen erweitern diese um nützliche Extras.

Dazu gehören Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft, Hebammenhilfe und Geburtsvorbereitungskurse sowie die Kinderuntersuchungen U1 bis U9. Kieferorthopädische Behandlung wird bei medizinischer Notwendigkeit übernommen.

Einige Krankenkassen erweitern diese Pflichtleistungen um nützliche Extras. Dazu zählen zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen über den gesetzlichen Standard hinaus, Hebammenberatung per Video oder Telefon und Zusatzleistungen für Kinder beim Zahnarzt.

  • Gesetzliche Pflichtleistung: Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft, Hebammenhilfe, Kinderuntersuchungen U1 bis U9.
  • Freiwillige Zusatzleistung: Zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen, Hebammenberatung per Video oder Telefon, Zusatzleistungen für Kinder beim Zahnarzt.
  • Die DAK-Gesundheit erreichte im Leistungsvergleich sehr gute Ergebnisse im Bereich Schwangerschaft und Familie.

Gesetzliche Pflichtleistung

·Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft
·Hebammenhilfe und Geburtsvorbereitungskurse
·Kinderuntersuchungen (U1 bis U9)
·Kieferorthopädische Behandlung bei medizinischer Notwendigkeit

Freiwillige Zusatzleistung

·Zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen über den gesetzlichen Standard hinaus
·Hebammenberatung per Video oder Telefon
·Zusatzleistungen für Kinder beim Zahnarzt

09 · Fehler vermeiden

Wie wichtig sind Service und Transparenz deiner Krankenkasse?

Im Ernstfall zeigt sich, wie gut eine Krankenkasse wirklich ist. Erreichbarkeit und offene Kommunikation sind dann entscheidend.

Je besser der Service deiner Krankenkasse ist, desto angenehmer und einfacher ist es für dich, Leistungen geltend zu machen. Wie gut eine Krankenkasse tatsächlich ist, zeigt sich oft erst im Ernstfall. Dann geht es darum, ob deine Krankenkasse gut erreichbar ist, kompetente Auskünfte gibt und Leistungen zügig bewilligt.

Transparenz hilft dir einzuschätzen, wie gut oder schlecht eine Kasse leistet. Dazu gehören Informationen über Widerspruchszahlen, Sozialgerichtsverfahren gegen Versicherte und die Bewilligung von Leistungsanträgen. Krankenkassen müssen über die Verwendung der Mittel Rechenschaft ablegen, der Verwaltungskostenanteil am Beitragssatz wird gesondert ausgewiesen.

  • Eine serviceorientierte Krankenkasse ist telefonisch mit qualifiziertem Personal erreichbar, nicht nur über Callcenter.
  • Sie bewilligt Leistungsanträge zügig und ohne unnötige Rückfragen.
  • Sie informiert auf ihrer Website über Widerspruchsrechte und Bewilligungsquoten.
  • Sie hat eine niedrige Zahl von Sozialgerichtsverfahren gegen Versicherte.
  • Sie bietet eine Facharztvermittlung an, die dir schnell Termine besorgt.

Woran du eine serviceorientierte Krankenkasse erkennst

·Sie ist telefonisch mit qualifiziertem Personal erreichbar, nicht nur über Callcenter.
·Sie bewilligt Leistungsanträge zügig und ohne unnötige Rückfragen.
·Sie informiert auf ihrer Website über Widerspruchsrechte und Bewilligungsquoten.
·Sie hat eine niedrige Zahl von Sozialgerichtsverfahren gegen Versicherte.
·Sie bietet eine Facharztvermittlung an, die dir schnell Termine besorgt.

10 · Kosten

Was kostet dich die gesetzliche Krankenversicherung?

Dein Beitrag hängt von deinem Einkommen ab. Der allgemeine Beitragssatz ist gesetzlich festgelegt, der Zusatzbeitrag variiert je nach Kasse.

Der Gesamtbeitrag setzt sich aus dem allgemeinen Beitragssatz und dem kassenindividuellen Zusatzbeitrag zusammen. Der allgemeine Beitragssatz ist gesetzlich festgelegt, der Zusatzbeitrag variiert je nach Kasse.

Die günstigste bundesweit geöffnete Krankenkasse liegt 2026 bei einem Beitragssatz von 17,19 Prozent. Die HKK liegt bei 17,19 Prozent, die Audi BKK bei 17,20 Prozent, die Techniker Krankenkasse bei 17,29 Prozent und die DAK-Gesundheit bei 17,80 Prozent. Regional geöffnete Kassen wie die BKK Firmus können noch darunter liegen.

  • Der Beitragssatz der HKK beträgt 2026 insgesamt 17,19 Prozent.
  • Die Audi BKK liegt bei 17,20 Prozent, die Techniker Krankenkasse bei 17,29 Prozent.
  • Die DAK-Gesundheit weist mit 17,80 Prozent den höchsten Beitragssatz der empfohlenen Kassen auf.
  • Die BKK Firmus ist die günstigste regional geöffnete Krankenkasse, nimmt aber nicht mehr alle Versicherten auf.

Beitragssätze gesetzlicher Krankenkassen 2026

HKK17,19 %
Audi BKK17,20 %
TK17,29 %
DAK-Gesundheit17,80 %

11 · Im Vertrag

Welche Rolle spielt der Gemeinsame Bundesausschuss?

Der G-BA entscheidet, welche Untersuchungen und Behandlungen von der GKV bezahlt werden. Seine Richtlinien sind für alle Beteiligten verbindlich.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im Gesundheitswesen. Er setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern der Ärzteschaft, der Krankenhäuser und der Krankenkassen sowie drei unparteiischen Mitgliedern. Patientenvertretungen haben ein Mitberatungs- und Antragsrecht.

Im G-BA wird beraten und entschieden, welche Leistungen von der GKV übernommen werden. Bei seinen Entscheidungen berücksichtigt der G-BA den allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse und untersucht den diagnostischen und therapeutischen Nutzen, die medizinische Notwendigkeit und die Wirtschaftlichkeit von Leistungen.

Der G-BA erlässt Richtlinien, die für alle GKV-Versicherten, die gesetzlichen Krankenkassen und die an der GKV-Versorgung beteiligten Ärztinnen und Ärzte verbindlich sind. Diese Richtlinien definieren den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung.

  • G-BA: Der Gemeinsame Bundesausschuss legt fest, welche Leistungen die GKV übernimmt, und prüft Nutzen, Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit.
  • Richtlinien: Die Richtlinien des G-BA gelten für alle Versicherten, Krankenkassen und Vertragsärzte und definieren den Leistungskatalog der GKV.
  • Sozialwahlen: Bei den Sozialwahlen wählen Mitglieder und Arbeitgeber alle sechs Jahre die ehrenamtlichen Vertreter im Verwaltungsrat ihrer Krankenkasse.

Wichtige Begriffe zur Selbstverwaltung

G-BABeschlussgremiumDer Gemeinsame Bundesausschuss legt fest, welche Leistungen die GKV übernimmt. Er prüft Nutzen, Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit.
RichtlinienVerbindliche RegelnDie Richtlinien des G-BA gelten für alle Versicherten, Krankenkassen und Vertragsärzte. Sie definieren den Leistungskatalog der GKV.
SozialwahlenAlle sechs JahreBei den Sozialwahlen wählen Mitglieder und Arbeitgeber die ehrenamtlichen Vertreter im Verwaltungsrat ihrer Krankenkasse.

Häufige Fragen

Fragen zu Gesetzliche Krankenversicherung

Versicherung

Mehr zu Versicherung

UnfallversicherungGesetzliche KrankenversicherungPrivate Krankenversicherung RatgeberGesetzliche Krankenversicherung RechnerGesetzliche Krankenversicherung Selbstbeteiligung

Weiter mit Finanzen

Ratgeber zu Versicherung, Geldanlage und Studienfinanzierung für Studierende.

Alle Finanz-Ratgeber
FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026