Ratgeber · Versicherung
Beitragsrückerstattung in der fondsgebundenen Rentenversicherung: So sicherst du dein Kapital ab
Die fondsgebundene Rentenversicherung kombiniert Fondssparen mit einer privaten Altersvorsorge. Entscheidest du dich für eine Beitragsrückerstattung, schützt du deine eingezahlten Beiträge für den Todesfall ab.
11 Kapitel · 19 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026
Das Wichtigste
- Eine Beitragsrückerstattung sichert im Todesfall vor Rentenbeginn mindestens die Summe der eingezahlten Beiträge zu.
- Die fondsgebundene Rentenversicherung investiert deine Beiträge in Investmentfonds und bietet dadurch höhere Renditechancen als klassische Policen.
- Bei Rentenzahlungen wird nur der Ertragsanteil besteuert, bei Kapitalauszahlung nach dem 62. Lebensjahr und 12 Jahren Laufzeit nur die Hälfte des Wertzuwachses.
- Ohne Beitragsrückerstattung erhält die begünstigte Person im Todesfall nur den aktuellen Policenwert, der unter den eingezahlten Beiträgen liegen kann.
01 · Grundlagen
Was ist eine fondsgebundene Rentenversicherung?
Bei dieser Form der privaten Altersvorsorge entscheidest du selbst, in welche Fonds deine Beiträge fließen. Das Anlagerisiko trägst du, dafür partizipierst du direkt an der Entwicklung des Aktienmarktes.
Bei dieser Form der privaten Altersvorsorge fließen deine Beiträge nicht in einen kollektiven Sicherungstopf, sondern direkt in die von dir gewählten Investmentfonds. Du trägst damit das volle Anlagerisiko, profitierst aber auch unmittelbar von Kursgewinnen und Dividenden der Fonds. Die spätere Rentenhöhe oder das Kapital für eine Auszahlung hängt allein vom Wert deiner Fondsanteile ab.
Anders als bei einer klassischen Rentenversicherung gibt es keine feste Verzinsung und keine garantierte Mindestrente aus einem konventionellen Deckungsstock. Dafür hast du die Chance auf eine höhere Rendite, wenn sich die Aktienmärkte über die lange Laufzeit positiv entwickeln. Einige Tarife bieten zusätzlich eine Beitragsgarantie an, die einen Teil deiner Einzahlungen zum Rentenbeginn absichert.
Die Auswahl an Fonds ist oft groß und reicht von Aktienfonds über Rentenfonds bis zu ETFs und Mischfonds. Du kannst deine Anlagestrategie in der Regel an deine Risikobereitschaft anpassen und Fondswechsel vornehmen. Diese Flexibilität ist ein zentrales Merkmal der fondsgebundenen Rentenversicherung.
- Deine Beiträge werden in Investmentfonds angelegt, deren Wertentwicklung die spätere Rente bestimmt.
- Du trägst das Anlagerisiko, hast aber die Chance auf höhere Erträge als bei klassischen Produkten.
- Die Fondsauswahl und die Möglichkeit zum Wechsel geben dir Kontrolle über deine Anlagestrategie.
Fondsgebundene Rentenversicherung: Ein privates Altersvorsorgeprodukt, bei dem die Sparbeiträge in Investmentfonds angelegt werden. Die spätere Rentenhöhe oder das Kapital hängt vom Wert der Fondsanteile ab. Im Gegensatz zur klassischen Rentenversicherung gibt es keine feste Verzinsung, sondern die Renditechancen und Risiken der gewählten Fonds.
Kurz erklärt
Fondsgebundene Rentenversicherung
Ein privates Altersvorsorgeprodukt, bei dem die Sparbeiträge in Investmentfonds angelegt werden. Die spätere Rentenhöhe oder das Kapital hängt vom Wert der Fondsanteile ab.
Im Gegensatz zur klassischen Rentenversicherung gibt es keine feste Verzinsung, sondern die Renditechancen und Risiken der gewählten Fonds.
02 · Vergleich
Beitragsrückerstattung oder Policenwert: Was zahlt die Versicherung im Todesfall?
Vor Rentenbeginn gibt es zwei grundlegende Modelle für den Todesfallschutz. Die Wahl beeinflusst, wie viel Geld deine Angehörigen erhalten, wenn du vorzeitig stirbst.
Stirbst du vor dem vereinbarten Rentenbeginn, hängt die Leistung an deine Hinterbliebenen von der Vertragsgestaltung ab. Ohne besondere Vereinbarung zahlt die Versicherung den aktuellen Policenwert aus, also den Wert deines Fondsguthabens zum Zeitpunkt des Todes. Dieser kann bei fallenden Märkten deutlich unter der Summe deiner eingezahlten Beiträge liegen.
Vereinbarst du die Beitragsrückerstattung, erhalten deine Angehörigen mindestens 100 Prozent der von dir eingezahlten Beiträge. Damit ist das Risiko eines Verlusts der eingezahlten Summe für den Todesfall ausgeschlossen. Die Beitragsrückerstattung ist eine Option, die du bei Vertragsabschluss wählen kannst und die den Hinterbliebenenschutz in der Ansparphase stärkt.
Die Wahl zwischen diesen Modellen beeinflusst deine laufenden Kosten und die Rendite deiner Fondsanlage. Der zusätzliche Schutz der Beitragsrückerstattung wird über einen Beitragsanteil finanziert, der nicht in Fonds investiert wird. Ohne diesen Schutz fließt dein gesamter Sparbeitrag in die Fondsanlage, was die Renditechancen erhöht, aber das Todesfallrisiko für die Hinterbliebenen vergrößert.
- Mit Beitragsrückerstattung zahlen Versicherer mindestens die Summe der eingezahlten Beiträge aus.
- Ohne Beitragsrückerstattung wird nur der aktuelle Policenwert beziehungsweise das Fondsguthaben ausgezahlt.
- Die Beitragsrückerstattung kostet einen zusätzlichen Beitragsanteil und reduziert die Sparrate für Fonds.
Todesfallleistung vor Rentenbeginn im Vergleich: Mit Beitragsrückerstattung erhältst du mindestens 100 Prozent der eingezahlten Beiträge, ohne Beitragsrückerstattung nur den aktuellen Policenwert. Bei fallenden Märkten kann der Policenwert unter der Beitragssumme liegen. Die Beitragsrückerstattung ist eine Option, die du bei Vertragsabschluss vereinbaren kannst und die den Hinterbliebenenschutz stärkt.
| Mit Beitragsrückerstattung | Ohne Beitragsrückerstattung | |
|---|---|---|
| Leistung im Todesfall | Mindestens 100 Prozent der gezahlten Beiträge | Aktueller Policenwert |
| Risiko bei fallenden Märkten | Kein Verlust der eingezahlten Beiträge für Hinterbliebene | Auszahlung kann unter der Summe der eingezahlten Beiträge liegen |
03 · Schritt für Schritt
So funktioniert die Beitragsrückerstattung in der Ansparphase
Die Beitragsrückerstattung greift nur, wenn du vor dem vereinbarten Rentenbeginn stirbst. Der Ablauf ist klar geregelt und hängt von deiner Vertragsgestaltung ab.
Du wählst den Todesfallschutz mit Beitragsrückerstattung bei Vertragsabschluss, damit ist die Leistung für den Todesfall vor Rentenbeginn festgelegt.
Während der Ansparphase zahlst du regelmäßig deine Beiträge ein. Die Versicherung erfasst die Summe aller gezahlten Beiträge und führt parallel dein Fondsguthaben. Stirbst du vor Rentenbeginn, prüft die Versicherung die Höhe der eingezahlten Beiträge und den aktuellen Wert des Fondsguthabens. Die begünstigte Person erhält dann mindestens die Summe der eingezahlten Beiträge, auch wenn das Fondsguthaben niedriger ist.
Die Auszahlung erfolgt an die von dir benannten Bezugsberechtigten. Das können Angehörige, Partner oder andere Personen sein. Die Beitragsrückerstattung stellt sicher, dass deine Hinterbliebenen im Todesfall nicht weniger erhalten, als du eingezahlt hast. Diese Sicherheit gilt unabhängig von der Entwicklung der Fonds während der Ansparphase.
- Du vereinbarst die Beitragsrückerstattung bei Vertragsabschluss als Todesfallschutz.
- Die Versicherung erfasst die Summe deiner eingezahlten Beiträge und das Fondsguthaben.
- Im Todesfall vor Rentenbeginn wird mindestens die Beitragssumme an die Begünstigten ausgezahlt.
Vereinbarung bei Vertragsabschluss: Du wählst den Todesfallschutz mit Beitragsrückerstattung. Damit ist die Leistung für den Todesfall vor Rentenbeginn festgelegt. Beiträge einzahlen: Du zahlst regelmäßig deine Beiträge in die fondsgebundene Rentenversicherung ein. Die Versicherung erfasst die Summe aller gezahlten Beiträge. Todesfall vor Rentenbeginn: Stirbst du während der Ansparphase, prüft die Versicherung die Höhe der eingezahlten Beiträge und den aktuellen Wert des Fondsguthabens. Auszahlung an die Begünstigten: Die begünstigte Person erhält mindestens die Summe der eingezahlten Beiträge.
Vereinbarung bei Vertragsabschluss
Du wählst den Todesfallschutz mit Beitragsrückerstattung. Damit ist die Leistung für den Todesfall vor Rentenbeginn festgelegt.
Beiträge einzahlen
Du zahlst regelmäßig deine Beiträge in die fondsgebundene Rentenversicherung ein. Die Versicherung erfasst die Summe aller gezahlten Beiträge.
Todesfall vor Rentenbeginn
Stirbst du während der Ansparphase, prüft die Versicherung die Höhe der eingezahlten Beiträge und den aktuellen Wert des Fondsguthabens.
Auszahlung an die Begünstigten
Die begünstigte Person erhält mindestens die Summe der eingezahlten Beiträge. Liegt der Policenwert darüber, wird in der Regel der höhere Betrag ausgezahlt.
04 · Was gilt
Wann zahlt die Beitragsrückerstattung?
Die Beitragsrückerstattung ist an klare Bedingungen geknüpft. Sie ist ein reiner Todesfallschutz für die Zeit vor dem Rentenbeginn.
Die Beitragsrückerstattung ist ein reiner Todesfallschutz für die Zeit vor dem Rentenbeginn. Sie zahlt, wenn die versicherte Person während der Ansparphase stirbt, unabhängig von der Entwicklung der Fonds. Auch nach Ablauf eventueller Wartezeiten greift der Schutz, sofern der Todesfall vor dem vereinbarten Rentenbeginn eintritt.
Nach Beginn der Rentenzahlung zahlt die Beitragsrückerstattung nicht mehr. Dann greifen andere Mechanismen wie eine vereinbarte Rentengarantiezeit, die festlegt, wie lange die Rente nach deinem Tod noch an die Hinterbliebenen gezahlt wird. Kündigst du den Vertrag zu Lebzeiten, erhältst du das Vertragsguthaben ausgezahlt, aber keine Beitragsrückerstattung.
Die Beitragsrückerstattung ist also an klare Bedingungen geknüpft. Sie schützt deine Hinterbliebenen nur für den Fall, dass du vor Rentenbeginn stirbst. Für die Zeit nach Rentenbeginn benötigst du eine separate Absicherung, etwa über die Rentengarantiezeit.
- Die Beitragsrückerstattung zahlt bei Tod der versicherten Person vor dem vereinbarten Rentenbeginn.
- Sie zahlt nicht bei Kündigung des Vertrags oder bei Auszahlung des Vertragsguthabens zu Lebzeiten.
- Nach Beginn der Rentenzahlung greift die Beitragsrückerstattung nicht mehr, sondern nur eine eventuelle Rentengarantiezeit.
Leistungsfall Beitragsrückerstattung: Da zahlt sie bei Tod der versicherten Person vor dem vereinbarten Rentenbeginn, unabhängig von der Entwicklung der Fonds, und nach Ablauf eventueller Wartezeiten. Da zahlt sie nicht bei Tod nach Beginn der Rentenzahlung, bei Kündigung des Vertrags durch die versicherte Person oder bei Auszahlung des Vertragsguthabens zu Lebzeiten.
Da zahlt sie
Da zahlt sie nicht
05 · Kosten
Was kostet die Beitragsrückerstattung?
Der zusätzliche Schutz hat seinen Preis. Die Kosten werden in der Regel direkt aus deinen Beiträgen entnommen und reduzieren die Sparrate für die Fondsanlage.
Der zusätzliche Schutz hat seinen Preis. Die Kosten werden in der Regel direkt aus deinen Beiträgen entnommen und reduzieren die Sparrate für die Fondsanlage. Der Anteil für den Todesfallschutz hängt von deinem Eintrittsalter, deinem Gesundheitszustand und dem gewählten Tarif ab.
Schematisch fließen bei einem Vertrag mit Beitragsrückerstattung etwa 85 bis 95 Prozent deines Beitrags in die Fondsanlage. Der Rest von etwa 5 bis 15 Prozent wird für den Todesfallschutz verwendet. Diese Aufteilung ist eine allgemeine Orientierung und kann je nach Anbieter und Vertrag variieren.
Der Anteil für den Todesfallschutz schmälert die Rendite deiner Fondsanlage, weil weniger Geld investiert wird. Du solltest daher abwägen, ob dir der Schutz der Beitragsrückerstattung diesen Renditeverzicht wert ist. Ohne Beitragsrückerstattung fließt dein gesamter Beitrag in die Fonds, was die Renditechancen erhöht.
- Der Anteil für den Todesfallschutz liegt oft bei etwa 5 bis 15 Prozent des Beitrags.
- Der Anteil für die Fondsanlage beträgt entsprechend etwa 85 bis 95 Prozent.
- Die genaue Höhe hängt von deinem Eintrittsalter, deinem Gesundheitszustand und dem Tarif ab.
Einfluss der Beitragsrückerstattung auf deine monatliche Sparrate: Schematische Darstellung der Beitragsverteilung bei einem Vertrag mit Beitragsrückerstattung. Anteil für Fondsanlage: ca. 85 bis 95 Prozent. Anteil für Todesfallschutz (Beitragsrückerstattung): ca. 5 bis 15 Prozent. Die genaue Höhe hängt von deinem Eintrittsalter, deinem Gesundheitszustand und dem gewählten Tarif ab. Der Anteil für den Todesfallschutz schmälert die Rendite deiner Fondsanlage.
06 · Im Vertrag
Beitragsrückerstattung und Beitragsgarantie: Zwei verschiedene Dinge
Beide Begriffe klingen ähnlich, sichern aber unterschiedliche Situationen ab. Verwechslungen können zu falschen Erwartungen an deinen Vertrag führen.
Die Beitragsrückerstattung ist ein Todesfallschutz, der im Todesfall vor Rentenbeginn mindestens die Summe der eingezahlten Beiträge für die Hinterbliebenen absichert. Sie greift also nur, wenn du vor Rentenbeginn stirbst.
Die Beitragsgarantie ist dagegen ein Kapitalerhalt zum Rentenbeginn. Sie garantiert dir zum vereinbarten Rententermin einen bestimmten Prozentsatz der eingezahlten Beiträge, oft zwischen 50 und 80 Prozent, unabhängig von der Fondsentwicklung. Diese Garantie sichert dein Kapital für den Erlebensfall ab, nicht für den Todesfall.
Die Rentengarantiezeit ist wiederum ein Todesfallschutz nach Rentenbeginn. Sie legt fest, wie lange die Rente nach deinem Tod noch an die Hinterbliebenen gezahlt wird, zum Beispiel 10 Jahre. Diese drei Bausteine haben unterschiedliche Funktionen und sollten nicht verwechselt werden.
- Beitragsrückerstattung: Todesfallschutz vor Rentenbeginn, mindestens die Beitragssumme.
- Beitragsgarantie: Kapitalerhalt zum Rentenbeginn, oft 50 bis 80 Prozent der Beiträge.
- Rentengarantiezeit: Todesfallschutz nach Rentenbeginn, zahlt die Rente für einen festgelegten Zeitraum weiter.
Abgrenzung der Begriffe: Beitragsrückerstattung ist ein Todesfallschutz, der im Todesfall vor Rentenbeginn mindestens die Summe der eingezahlten Beiträge für die Hinterbliebenen absichert. Beitragsgarantie ist ein Kapitalerhalt, der dir zum Rentenbeginn einen bestimmten Prozentsatz der eingezahlten Beiträge garantiert, oft zwischen 50 und 80 Prozent, unabhängig von der Fondsentwicklung. Rentengarantiezeit ist ein Todesfallschutz nach Rentenbeginn, der festlegt, wie lange die Rente nach deinem Tod noch an die Hinterbliebenen gezahlt wird, zum Beispiel 10 Jahre.
Abgrenzung der Begriffe
07 · Checkliste
Checkliste: So entscheidest du über die Beitragsrückerstattung
Ob die Beitragsrückerstattung für dich sinnvoll ist, hängt von deiner familiären Situation und deinen Prioritäten ab. Diese Punkte helfen dir bei der Entscheidung.
Wenn du Angehörige hast, die im Todesfall finanziell abgesichert sein sollen, kann der Schutz sinnvoll sein. Bist du bereit, für diesen Schutz einen Teil deiner Sparrate aufzuwenden, oder möchtest du die volle Renditechance deiner Fondsanlage nutzen?
Hast du bereits anderweitig für den Todesfall vorgesorgt, zum Beispiel durch eine Risikolebensversicherung, kann die Beitragsrückerstattung überflüssig sein. Ist dir wichtiger, dass im Todesfall mindestens die Beiträge zurückfließen, oder dass im Erlebensfall ein möglichst hohes Kapital entsteht? Diese Abwägung ist zentral für deine Entscheidung.
Die folgenden Punkte helfen dir bei der Entscheidung. Gehe sie in Ruhe durch und beantworte sie für deine persönliche Situation. So findest du heraus, ob die Beitragsrückerstattung zu deinen Zielen passt.
- Hast du Angehörige, die im Todesfall finanziell abgesichert sein sollen?
- Bist du bereit, für diesen Schutz einen Teil deiner Sparrate aufzuwenden?
- Möchtest du die volle Renditechance deiner Fondsanlage nutzen und kannst du das Risiko eines Verlusts tragen?
- Hast du bereits anderweitig für den Todesfall vorgesorgt, zum Beispiel durch eine Risikolebensversicherung?
- Ist dir wichtiger, dass im Todesfall mindestens die Beiträge zurückfließen, oder dass im Erlebensfall ein möglichst hohes Kapital entsteht?
Entscheidungshilfe Beitragsrückerstattung: Die Fragen in der Checkliste helfen dir, deine Prioritäten zu klären. Wenn du Angehörige absichern möchtest und bereit bist, dafür Rendite zu opfern, ist die Beitragsrückerstattung sinnvoll. Wenn du bereits anderweitig vorgesorgt hast oder die Rendite maximieren willst, kannst du auf sie verzichten.
Entscheidungshilfe Beitragsrückerstattung
Hast du Angehörige, die im Todesfall finanziell abgesichert sein sollen?
Bist du bereit, für diesen Schutz einen Teil deiner Sparrate aufzuwenden?
Möchtest du die volle Renditechance deiner Fondsanlage nutzen und kannst du das Risiko eines Verlusts tragen?
Hast du bereits anderweitig für den Todesfall vorgesorgt, zum Beispiel durch eine Risikolebensversicherung?
Ist dir wichtiger, dass im Todesfall mindestens die Beiträge zurückfließen, oder dass im Erlebensfall ein möglichst hohes Kapital entsteht?
08 · Fehler vermeiden
Typische Fehler bei der Beitragsrückerstattung
Einige Missverständnisse führen regelmäßig zu Enttäuschungen. Wenn du diese Punkte beachtest, triffst du eine informierte Entscheidung.
Viele Versicherte nehmen an, die Beitragsrückerstattung zahle auch bei Kündigung des Vertrags. Das ist falsch, denn bei Kündigung erhältst du nur das aktuelle Vertragsguthaben, nicht die Summe der eingezahlten Beiträge.
Ein weiterer häufiger Fehler ist die Verwechslung mit der Beitragsgarantie, die zum Rentenbeginn greift. Die Beitragsrückerstattung sichert den Todesfall vor Rentenbeginn ab, die Beitragsgarantie den Kapitalerhalt zum Rentenbeginn. Auch die Erwartung, dass die Beitragsrückerstattung nach Rentenbeginn die Rente absichert, ist falsch, dafür ist die Rentengarantiezeit zuständig.
Viele unterschätzen zudem die Kosten, die die Rendite der Fondsanlage reduzieren. Die Beitragsrückerstattung ist keine Renditegarantie auf die Beiträge, sondern ein reiner Todesfallschutz. Wenn du diese Punkte beachtest, triffst du eine informierte Entscheidung und vermeidest spätere Überraschungen.
- Die Beitragsrückerstattung zahlt nicht bei Kündigung des Vertrags.
- Sie ist nicht mit der Beitragsgarantie zum Rentenbeginn zu verwechseln.
- Sie sichert nicht die Rente nach Rentenbeginn ab und garantiert keine Rendite auf die Beiträge.
Häufige Missverständnisse: Die Annahme, die Beitragsrückerstattung zahle auch bei Kündigung des Vertrags, ist falsch. Die Verwechslung mit der Beitragsgarantie, die zum Rentenbeginn greift, führt zu falschen Erwartungen. Die Erwartung, dass die Beitragsrückerstattung auch nach Rentenbeginn die Rente absichert, ist ebenfalls falsch. Die Unterschätzung der Kosten, die die Rendite der Fondsanlage reduzieren, ist ein weiterer typischer Fehler. Die Annahme, dass die Beitragsrückerstattung eine Rendite auf die Beiträge garantiert, ist nicht korrekt.
Häufige Missverständnisse
09 · Hintergrund
Steuervorteile der fondsgebundenen Rentenversicherung
Die steuerliche Behandlung ist ein zentraler Grund für den Abschluss einer Fondspolice. Sie unterscheidet sich je nach Auszahlungsform.
In der Ansparphase bleiben Erträge aus den Fonds innerhalb der Versicherung steuerfrei. Du zahlst keine Abgeltungsteuer auf Dividenden oder Kursgewinne, solange das Geld im Vertrag bleibt.
Bei einer lebenslangen Rentenzahlung wird nur der sogenannte Ertragsanteil besteuert. Dieser ist gesetzlich festgelegt und liegt je nach Rentenbeginn deutlich unter der tatsächlichen Auszahlung. Entscheidest du dich für eine einmalige Kapitalauszahlung, ist die Hälfte des Wertzuwachses steuerfrei, wenn du bei Auszahlung mindestens 62 Jahre alt bist und der Vertrag mindestens 12 Jahre bestanden hat.
Die andere Hälfte des Wertzuwachses wird mit deinem persönlichen Steuersatz versteuert. Diese Regelung macht die Kapitalauszahlung im Alter oft attraktiver als eine vorzeitige Kündigung. Die Steuervorteile gelten sowohl für die Ansparphase als auch für die Auszahlungsphase und sind ein wichtiger Vorteil gegenüber einem reinen Fondssparplan.
- In der Ansparphase bleiben Fondserträge innerhalb der Versicherung steuerfrei.
- Bei Rentenzahlung wird nur der Ertragsanteil besteuert, der deutlich unter der Auszahlung liegt.
- Bei Kapitalauszahlung ist die Hälfte des Wertzuwachses steuerfrei, wenn du mindestens 62 Jahre alt bist und der Vertrag 12 Jahre bestanden hat.
In der Ansparphase bleiben Erträge aus den Fonds innerhalb der Versicherung steuerfrei. Du zahlst keine Abgeltungsteuer auf Dividenden oder Kursgewinne, solange das Geld im Vertrag bleibt. Bei einer lebenslangen Rentenzahlung wird nur der sogenannte Ertragsanteil besteuert. Dieser ist gesetzlich festgelegt und liegt je nach Rentenbeginn deutlich unter der tatsächlichen Auszahlung. Entscheidest du dich für eine einmalige Kapitalauszahlung, ist die Hälfte des Wertzuwachses steuerfrei, wenn du bei Auszahlung mindestens 62 Jahre alt bist und der Vertrag mindestens 12 Jahre bestanden hat. Die andere Hälfte wird mit deinem persönlichen Steuersatz versteuert.
In der Ansparphase bleiben Erträge aus den Fonds innerhalb der Versicherung steuerfrei. Du zahlst keine Abgeltungsteuer auf Dividenden oder Kursgewinne, solange das Geld im Vertrag bleibt.
Bei einer lebenslangen Rentenzahlung wird nur der sogenannte Ertragsanteil besteuert. Dieser ist gesetzlich festgelegt und liegt je nach Rentenbeginn deutlich unter der tatsächlichen Auszahlung.
Entscheidest du dich für eine einmalige Kapitalauszahlung, ist die Hälfte des Wertzuwachses steuerfrei, wenn du bei Auszahlung mindestens 62 Jahre alt bist und der Vertrag mindestens 12 Jahre bestanden hat. Die andere Hälfte wird mit deinem persönlichen Steuersatz versteuert.
10 · Hintergrund
Rentenfaktor und Kapitalauszahlung: Was du zum Rentenbeginn wissen musst
Zum Ende der Ansparphase steht die Entscheidung an, wie du dein angespartes Kapital nutzt. Der Rentenfaktor spielt dabei eine zentrale Rolle.
Er gibt an, wie viel monatliche Rente du pro 10.000 Euro angespartem Kapital erhältst. Der Rentenfaktor wird bei Vertragsabschluss garantiert und kann bei Rentenbeginn höher ausfallen, wenn die Lebenserwartung gesunken ist.
Du hast die Wahl zwischen einer lebenslangen Rente, einer einmaligen Kapitalauszahlung oder einer Kombination aus beidem. Die lebenslange Rente schützt vor dem Risiko, dein Kapital zu überleben. Die Kapitalauszahlung bietet dir volle Flexibilität, birgt aber das Risiko, dass das Geld vor deinem Lebensende aufgebraucht ist.
Eine Kombination aus beidem kann ein sinnvoller Kompromiss sein. Du erhältst einen Teil als lebenslange Rente und einen Teil als Kapital. So sicherst du ein regelmäßiges Einkommen und behältst gleichzeitig finanzielle Flexibilität. Die Entscheidung hängt von deiner Lebensplanung, deinem Gesundheitszustand und deinen Ausgabenwünschen im Alter ab.
- Der Rentenfaktor gibt an, wie viel Rente du pro 10.000 Euro Kapital erhältst.
- Du kannst zwischen lebenslanger Rente, Kapitalauszahlung oder einer Kombination wählen.
- Die lebenslange Rente schützt vor dem Risiko, dein Kapital zu überleben.
Der Rentenfaktor gibt an, wie viel monatliche Rente du pro 10.000 Euro angespartem Kapital erhältst. Er wird bei Vertragsabschluss garantiert und kann bei Rentenbeginn höher ausfallen, wenn die Lebenserwartung gesunken ist. Du hast die Wahl zwischen einer lebenslangen Rente, einer einmaligen Kapitalauszahlung oder einer Kombination aus beidem. Die lebenslange Rente schützt vor dem Risiko, dein Kapital zu überleben. Die Kapitalauszahlung bietet dir volle Flexibilität, birgt aber das Risiko, dass das Geld vor deinem Lebensende aufgebraucht ist. Eine Kombination aus beidem kann ein sinnvoller Kompromiss sein.
Der Rentenfaktor wird bei Vertragsabschluss garantiert. Sollte der Rentenfaktor zum Rentenbeginn günstiger sein, erhältst du den für dich besseren Wert.
Du hast die Wahl zwischen einer lebenslangen Rente, einer einmaligen Kapitalauszahlung oder einer Kombination aus beidem. Die lebenslange Rente schützt vor dem Risiko, dein Kapital zu überleben.
Die Kapitalauszahlung bietet dir volle Flexibilität, birgt aber das Risiko, dass das Geld vor deinem Lebensende aufgebraucht ist. Eine Kombination aus beidem kann ein sinnvoller Mittelweg sein.
11 · Hintergrund
Fondsauswahl und Anlagestrategien in der Ansparphase
Deine Renditechancen hängen maßgeblich von der Auswahl der Fonds ab. Eine durchdachte Strategie ist wichtiger als das Verfolgen kurzfristiger Trends.
Viele Tarife bieten eine Auswahl aus Aktienfonds, Rentenfonds, Mischfonds, ETFs und Geldmarktfonds. Die Bandbreite reicht von chancenorientiert bis konservativ.
Eine breite Streuung über verschiedene Anlageklassen und Regionen reduziert das Risiko. Ein Rebalancing stellt sicher, dass deine ursprünglich gewählte Fondsaufteilung erhalten bleibt. So verhinderst du, dass dein Portfolio durch Marktbewegungen einseitig wird und ein höheres Risiko eingeht, als du ursprünglich geplant hast.
Ein kostenloser Fondswechsel ermöglicht es dir, auf Marktveränderungen zu reagieren oder deine Strategie anzupassen. Beachte, dass häufige Wechsel nicht automatisch zu besseren Ergebnissen führen. Eine ruhige, langfristige Strategie mit gelegentlichem Rebalancing ist oft erfolgreicher als ständiges Umschichten.
- Die Fondsauswahl reicht von Aktienfonds über Rentenfonds bis zu ETFs und Geldmarktfonds.
- Eine breite Streuung über Anlageklassen und Regionen reduziert das Risiko.
- Ein Rebalancing erhält deine ursprüngliche Fondsaufteilung und verhindert einseitige Risiken.
Viele Tarife bieten eine Auswahl aus Aktienfonds, Rentenfonds, Mischfonds, ETFs und Geldmarktfonds. Die Bandbreite reicht von chancenorientiert bis konservativ. Eine breite Streuung über verschiedene Anlageklassen und Regionen reduziert das Risiko. Ein Rebalancing stellt sicher, dass deine ursprünglich gewählte Fondsaufteilung erhalten bleibt. Ein kostenloser Fondswechsel ermöglicht es dir, auf Marktveränderungen zu reagieren oder deine Strategie anzupassen. Beachte, dass häufige Wechsel nicht automatisch zu besseren Ergebnissen führen.
Viele Tarife bieten eine Auswahl aus Aktienfonds, Rentenfonds, Mischfonds, ETFs und Geldmarktfonds. Die Bandbreite reicht von chancenorientiert bis konservativ.
Eine breite Streuung über verschiedene Anlageklassen und Regionen reduziert das Risiko. Ein Rebalancing stellt sicher, dass deine ursprünglich gewählte Fondsaufteilung erhalten bleibt.
Ein kostenloser Fondswechsel ermöglicht es dir, auf Marktveränderungen zu reagieren oder deine Strategie anzupassen. Beachte, dass häufige Wechsel nicht automatisch zu besseren Ergebnissen führen.
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