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FinanzbildungVersicherung13 Min.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Sportwissenschaft Studenten: So sicherst du deine Zukunft ab

Du studierst Sportwissenschaft und denkst, eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist unnötig? Weit gefehlt. Gerade in deinem späteren Berufsfeld lauern Risiken, die deine Karriere beenden können. Hier erfährst du, warum die BU für dich entscheidend ist und wie du sie clever abschließt.

BU für StudentenSportwissenschaftBerufsschutz
Brauche ich das?
Ja, unbedingt.
Dein späterer Beruf birgt spezifische Risiken, die oft unterschätzt werden.
Was kostet das?
Abhängig von vielen Faktoren.
Beiträge richten sich nach Gesundheitszustand, Studienfach und gewünschter Rente.
Wann abschließen?
Am besten jetzt.
Junge, gesunde Menschen erhalten besonders günstige Konditionen.
Dein BU-Beitrag, aus echten Jobdaten und Risikoklasse
Beitrag als Student:in (Schätzung)
49/Monat
Risikogruppe 3 · höher
Ziel-BU-Rente
1.900
Dein Gehalt (Median)
46.000 €
Gesetzl. Absicherung
gering
279 offene Stellen als Sportwissenschaftler:in (StudySmarter Jobs, Median-Gehalt) · Risikogruppe = kuratierte BU-Klasse · Beitrag ist eine Schätzung, Stand 2026-08

Warum eine BU gerade für dich als Sportwissenschaft Student wichtig ist

Du studierst Sportwissenschaft und hast vermutlich schon Pläne für deine Zukunft: Vielleicht willst du als Physiotherapeut arbeiten, im Leistungssport coachen oder im Gesundheitsmanagement durchstarten. Was viele nicht bedenken: Dein späterer Beruf ist oft mit körperlicher Belastung verbunden, die zu Verletzungen oder chronischen Beschwerden führen kann. Ein Bandscheibenvorfall, eine Knieverletzung oder psychischer Druck können deine Karriere abrupt beenden. Dann stehst du ohne Einkommen da, wenn du keine Absicherung hast.

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente reicht in den meisten Fällen nicht aus, um deinen Lebensstandard zu halten. Sie greift erst, wenn du weniger als drei Stunden am Tag arbeiten kannst, und ist oft niedriger als die Grundsicherung. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) springt ein, wenn du deinen Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst. Sie zahlt dir eine monatliche Rente, die du frei verwenden kannst, etwa für Miete, Lebenshaltung oder Umschulung.

Gerade als Student hast du einen entscheidenden Vorteil: Du bist jung und in der Regel gesund. Das bedeutet, dass die Versicherer dir günstige Beiträge anbieten können, die sich im Laufe der Jahre kaum erhöhen. Wenn du erst nach dem Studium oder mit Anfang 30 eine BU abschließt, steigen die Kosten deutlich, und gesundheitliche Wehwehchen können zu Ausschlüssen oder Risikozuschlägen führen. Also gilt: Je früher, desto besser.

Vielleicht denkst du, dass du als Sportwissenschaftler nicht wirklich berufsunfähig werden kannst, weil du viele Tätigkeiten ausüben könntest. Doch genau das ist ein Trugschluss: Die BU prüft, ob du deinen zuletzt ausgeübten Beruf ausüben kannst, nicht irgendeinen anderen. Wenn du als Trainer arbeitest und deine Knie versagen, bist du in deinem Beruf nicht mehr einsetzbar, auch wenn du theoretisch am Schreibtisch arbeiten könntest. Deshalb ist der Schutz so wichtig.

Zudem hat sich der Arbeitsmarkt verändert: Immer mehr Sportwissenschaftler arbeiten freiberuflich oder in Teilzeit, ohne festes Angestelltenverhältnis. In solchen Fällen gibt es keinen Arbeitgeber, der dich unterstützt, und die gesetzliche Absicherung ist noch schwächer. Eine private BU ist dann die einzige Möglichkeit, dein Einkommen zu schützen. Also: Sieh die BU nicht als Kosten, sondern als Investition in deine Zukunft.

Jeder 4. Erwerbstätige
wird im Laufe des Arbeitslebens berufsunfähig.
~2.500 Euro
kann eine BU-Rente monatlich betragen, um den Lebensstandard zu halten.
Über 50%
der BU-Anträge von Studierenden werden wegen psychischer Erkrankungen gestellt.

Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung überhaupt?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine private Versicherung, die dir eine monatliche Rente zahlt, wenn du deinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst. Im Gegensatz zur gesetzlichen Erwerbsminderungsrente, die an strenge Bedingungen geknüpft ist, greift die BU bereits, wenn du deinen Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst. Das ist ein großer Vorteil, denn du musst nicht völlig erwerbsunfähig sein, um Leistungen zu erhalten.

Der Begriff 'Berufsunfähigkeit' ist gesetzlich definiert: Du bist berufsunfähig, wenn du wegen Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls voraussichtlich sechs Monate lang deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst. Die Versicherung prüft dabei, ob du deine konkrete berufliche Tätigkeit ausüben kannst, nicht irgendeine andere. Das bedeutet: Wenn du als Sportlehrer arbeitest und nach einem Unfall keine Sportstunden mehr geben kannst, bist du berufsunfähig, auch wenn du vielleicht noch als Bürokraft arbeiten könntest.

Die BU-Rente ist frei verwendbar: Du kannst damit deine laufenden Kosten decken, eine Umschulung finanzieren oder in eine neue berufliche Richtung investieren. Die Höhe der Rente legst du beim Abschluss fest, üblicherweise zwischen 500 und 2.500 Euro pro Monat. Sie sollte so bemessen sein, dass du deinen Lebensstandard halten kannst, auch wenn du kein Einkommen mehr hast.

Wichtig zu wissen: Die BU ist keine Krankenversicherung. Sie ersetzt nicht deine medizinischen Kosten, sondern sichert dein Einkommen ab. Du musst also weiterhin eine Krankenversicherung haben, aber die BU sorgt dafür, dass du im Ernstfall nicht in finanzielle Not gerätst. Sie ist eine Existenzsicherung, die dir den Rücken freihält, wenn dein Körper oder deine Psyche streikt.

Es gibt verschiedene Varianten der BU, etwa die klassische BU, die BU mit Beitragsrückgewähr oder die Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamte. Für dich als Student ist die klassische BU meist die beste Wahl, da sie flexibel ist und du sie später an dein Berufsleben anpassen kannst. Achte darauf, dass die Versicherung eine Nachprüfungsklausel enthält, damit du deine Rente erhöhen kannst, wenn sich dein Einkommen verbessert.

Wie funktioniert die BU im Leistungsfall?

Stell dir vor, du hast einen Unfall oder eine schwere Krankheit und kannst deinen Beruf nicht mehr ausüben. Dann musst du bei deiner Versicherung einen Leistungsantrag stellen. Dazu benötigst du ärztliche Unterlagen, die deine Diagnose und die voraussichtliche Dauer der Berufsunfähigkeit belegen. Die Versicherung prüft dann, ob du die Bedingungen erfüllst, also ob du zu mindestens 50 Prozent in deinem Beruf eingeschränkt bist.

Die Prüfung kann einige Wochen dauern, in denen du Geduld brauchst. Es ist ratsam, alle Unterlagen sorgfältig zusammenzustellen und gegebenenfalls einen Fachanwalt für Versicherungsrecht hinzuzuziehen, wenn es Streitigkeiten gibt. In den meisten Fällen wird der Antrag jedoch anerkannt, wenn die medizinischen Nachweise eindeutig sind. Die Versicherung zahlt dann rückwirkend ab dem Zeitpunkt, an dem die Berufsunfähigkeit festgestellt wurde, und monatlich im Voraus.

Wichtig ist, dass du die BU nicht erst beantragst, wenn du bereits berufsunfähig bist. Die Versicherung greift nur, wenn du die BU vor Eintritt der Berufsunfähigkeit abgeschlossen hast. Das bedeutet: Du musst dich rechtzeitig absichern, solange du gesund bist. Ein Abschluss während des Studiums ist ideal, weil du dann noch keine gesundheitlichen Probleme hast, die den Schutz erschweren könnten.

Ein weiterer Punkt ist die sogenannte 'abstrakte Verweisung'. Früher konnten Versicherer dich auf andere Tätigkeiten verweisen, die du noch ausüben könntest. Heute ist das in den meisten Verträgen ausgeschlossen, aber du solltest darauf achten, dass dein Vertrag keine Verweisungsklausel enthält. Sonst könnte die Versicherung argumentieren, dass du noch als Bürokraft arbeiten könntest, und die Leistung verweigern.

Um im Leistungsfall gut vorbereitet zu sein, solltest du alle Vertragsunterlagen und Gesundheitsfragen sorgfältig aufbewahren. Dokumentiere auch deine beruflichen Tätigkeiten, etwa durch Arbeitsverträge oder Auftragsbestätigungen. So kannst du im Ernstfall nachweisen, was dein Beruf konkret umfasst und warum du ihn nicht mehr ausüben kannst.

Was kostet eine BU für Sportwissenschaft Studenten?

Die Kosten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung hängen von mehreren Faktoren ab: deinem Alter, deinem Gesundheitszustand, deinem Studienfach und der gewünschten Rentenhöhe. Als Sportwissenschaft Student wirst du in der Regel in eine günstige Risikogruppe eingestuft, weil dein Beruf als weniger risikoreich gilt als etwa Bauarbeiter oder Profisportler. Dennoch gibt es Unterschiede, je nachdem, ob du eher im Gesundheitsbereich oder im Leistungssport tätig werden willst.

Ein Beispiel: Ein 25-jähriger Student, der eine BU-Rente von rund 1.000 Euro monatlich absichern möchte, zahlt je nach Anbieter zwischen 30 und 60 Euro pro Monat. Das klingt nach viel, ist aber eine Investition in deine Zukunft. Wenn du bedenkst, dass du im Ernstfall monatlich rund 1.000 Euro erhältst, bis du wieder arbeiten kannst oder in Rente gehst, relativiert sich der Beitrag. Die Beiträge sind während der gesamten Vertragslaufzeit stabil, wenn du eine garantierte Beitragszahlung wählst.

Es gibt auch Tarife mit Beitragsrückgewähr: Wenn du bis zum Ende der Laufzeit keine Leistungen in Anspruch nimmst, bekommst du einen Teil deiner Beiträge zurück. Das ist eine Art Sparfunktion, die aber höhere Beiträge bedeutet. Für dich als Student kann das interessant sein, wenn du langfristig denkst, aber es ist nicht unbedingt die günstigste Variante. Vergleiche verschiedene Angebote und achte auf das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Um Kosten zu sparen, kannst du die BU-Rente zunächst niedriger wählen und später erhöhen, wenn du mehr verdienst. Viele Versicherer bieten eine Nachversicherungsgarantie an, die es dir erlaubt, die Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen, etwa bei Berufseinstieg oder Familiengründung. Das ist ein wichtiges Feature, das du unbedingt im Vertrag haben solltest.

Achtung: Billig ist nicht immer besser. Ein sehr günstiger Tarif kann im Leistungsfall Schwierigkeiten machen, etwa durch enge Bedingungen oder lange Wartezeiten. Achte auf die Qualität des Versicherers, seine Finanzstärke und die Bedingungen im Kleingedruckten. Eine unabhängige Beratung kann dir helfen, den passenden Tarif zu finden, ohne dass du dich allein durch den Dschungel der Angebote kämpfen musst.

Worauf du beim Abschluss achten solltest

Beim Abschluss einer BU gibt es einige Punkte, die du beachten solltest, um später keine bösen Überraschungen zu erleben. Zunächst einmal ist die Gesundheitsprüfung entscheidend: Du musst alle Fragen zu deinem Gesundheitszustand wahrheitsgemäß beantworten. Wenn du etwas verschweigst, kann die Versicherung im Leistungsfall die Zahlung verweigern. Also: Sei ehrlich, auch wenn es wehtut.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Definition der Berufsunfähigkeit. Achte darauf, dass die Versicherung auf deinen zuletzt ausgeübten Beruf abstellt und keine abstrakte Verweisung enthält. Die sogenannte 'Verweisung' erlaubt es dem Versicherer, dich auf andere Tätigkeiten zu verweisen, die du noch ausüben könntest. Das kann dazu führen, dass du keine Leistung erhältst, obwohl du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst. Wähle also einen Tarif ohne Verweisungsklausel.

Die Höhe der BU-Rente solltest du realistisch bemessen. Als Faustregel gilt: Sie sollte mindestens 60 bis 70 Prozent deines aktuellen Nettoeinkommens abdecken, um deinen Lebensstandard zu halten. Als Student hast du vielleicht noch kein hohes Einkommen, aber du solltest die Rente so wählen, dass sie später ausreicht, wenn du im Beruf stehst. Eine zu niedrige Rente bringt dir im Ernstfall wenig.

Prüfe auch die Laufzeit der BU: Sie sollte bis zu deinem voraussichtlichen Renteneintrittsalter laufen, also etwa bis 67 Jahre. Wenn du die BU nur bis 60 abschließt, stehst du im Alter ohne Schutz da, obwohl das Risiko für Berufsunfähigkeit mit zunehmendem Alter steigt. Eine lange Laufzeit ist zwar teurer, aber auf lange Sicht sinnvoller.

Zusätzlich solltest du auf die Nachversicherungsgarantie achten, die es dir erlaubt, die Rente ohne Gesundheitsprüfung zu erhöhen. Das ist besonders wichtig, wenn du später heiratest, Kinder bekommst oder dein Einkommen steigt. Auch eine Dynamik, also eine jährliche Beitragserhöhung, kann sinnvoll sein, um die Rente an die Inflation anzupassen. Aber Vorsicht: Dynamik bedeutet auch höhere Beiträge, also überlege gut, ob du das willst.

Typische Fehler, die du vermeiden solltest

Ein häufiger Fehler ist, den Abschluss einer BU aufzuschieben, weil man denkt, man sei zu jung oder zu gesund. Doch genau das ist der beste Zeitpunkt, um abzuschließen. Mit zunehmendem Alter steigen die Beiträge, und gesundheitliche Probleme können den Schutz verteuern oder unmöglich machen. Also: Handle jetzt, nicht später.

Ein weiterer Fehler ist, die Gesundheitsfragen zu beschönigen oder zu verschweigen. Viele denken, dass kleine Wehwehchen wie Rückenschmerzen oder Allergien nicht erwähnt werden müssen. Doch die Versicherung kann später argumentieren, dass du eine relevante Erkrankung verschwiegen hast, und die Leistung verweigern. Sei also immer ehrlich und vollständig.

Manche Studenten wählen eine zu niedrige BU-Rente, um Beiträge zu sparen. Das ist kurzsichtig, denn im Leistungsfall reicht die Rente nicht aus, um die Kosten zu decken. Eine Rente von rund 500 Euro mag günstig sein, aber wenn du davon leben musst, ist das kaum machbar. Kalkuliere deinen Bedarf realistisch und wähle eine Rente, die dich wirklich absichert.

Ein Klassiker ist auch der Abschluss ohne Vergleich. Viele nehmen einfach das Angebot der ersten Versicherung, die ihnen empfohlen wird. Doch die Beiträge und Bedingungen unterscheiden sich stark zwischen den Anbietern. Ein Vergleich lohnt sich, denn du kannst oft mehrere hundert Euro pro Jahr sparen, wenn du den richtigen Tarif wählst. Nutze Vergleichsportale oder einen unabhängigen Makler.

Schließlich solltest du nicht auf eine BU verzichten, nur weil du denkst, dass die gesetzliche Rente reicht. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist oft niedriger als die Grundsicherung und greift nur bei voller Erwerbsminderung. Eine private BU ist die einzige Möglichkeit, dein Einkommen wirklich zu schützen. Also: Sieh die BU als notwendige Absicherung, nicht als Luxus.

So gehst du Schritt für Schritt vor

Der erste Schritt ist, deinen Bedarf zu ermitteln. Überlege dir, wie viel Geld du monatlich benötigst, um deinen Lebensstandard zu halten, wenn du berufsunfähig wirst. Berücksichtige Miete, Lebensmittel, Versicherungen, Studienkredite und Freizeit. Daraus ergibt sich die Höhe der BU-Rente, die du absichern solltest.

Als Nächstes solltest du deine Gesundheitsdaten sammeln. Gehe zu deinem Hausarzt und lass dir alle Befunde geben, die für die Gesundheitsprüfung relevant sein könnten. Das beschleunigt den Antragsprozess und zeigt der Versicherung, dass du transparent bist. Wenn du bereits Vorerkrankungen hast, solltest du diese offen angeben, auch wenn es den Beitrag erhöht.

Dann vergleichst du verschiedene Angebote. Nutze Online-Vergleichsportale, aber auch unabhängige Berater, die dir die Unterschiede erklären. Achte auf die Bedingungen, nicht nur auf den Preis. Ein günstiger Tarif mit schlechten Bedingungen kann im Leistungsfall teuer werden. Nimm dir Zeit für den Vergleich und lies das Kleingedruckte.

Wenn du dich für einen Tarif entschieden hast, stellst du den Antrag. Fülle alle Fragen sorgfältig aus und reiche die Gesundheitsunterlagen ein. Die Versicherung prüft dann deinen Antrag und gibt dir ein Angebot. Prüfe dieses Angebot genau, insbesondere die Beiträge und die Bedingungen. Wenn alles passt, unterschreibst du den Vertrag.

Nach dem Abschluss solltest du deine Unterlagen gut aufbewahren und regelmäßig prüfen, ob deine BU noch zu deiner Lebenssituation passt. Wenn du heiratest, Kinder bekommst oder dein Einkommen steigt, nutze die Nachversicherungsgarantie, um deine Rente zu erhöhen. So bleibst du optimal abgesichert, ohne dass du eine neue Gesundheitsprüfung durchlaufen musst.

Welche Alternativen zur BU gibt es?

Neben der klassischen Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es andere Absicherungen, die du in Betracht ziehen kannst. Eine davon ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung, die jedoch erst greift, wenn du zu weniger als rund 50 Prozent erwerbsunfähig bist. Das ist strenger als bei der BU, daher ist die BU meist die bessere Wahl, wenn du deinen Beruf schützen willst.

Eine weitere Alternative ist die Grundfähigkeitsversicherung, die dich absichert, wenn du bestimmte Grundfähigkeiten wie Sehen, Hören oder Gehen verlierst. Sie ist günstiger als eine BU, aber der Schutz ist enger gefasst. Für dich als Sportwissenschaftler könnte das interessant sein, wenn du vor allem körperliche Fähigkeiten benötigst, aber die BU bietet einen umfassenderen Schutz.

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist keine echte Alternative, da sie nur in den wenigsten Fällen greift und oft nicht existenzsichernd ist. Sie kann eine private BU ergänzen, aber nicht ersetzen. Wenn du Beamter wirst, gibt es die Dienstunfähigkeitsversicherung, die speziell für Beamte entwickelt wurde. Sie ist günstiger, aber nur für Beamte relevant.

Eine weitere Option ist die Unfallversicherung, die bei Unfällen zahlt, aber nicht bei Krankheiten. Da die meisten Berufsunfähigkeiten jedoch durch Krankheiten verursacht werden, ist die Unfallversicherung kein Ersatz für eine BU. Sie kann sinnvoll sein, um zusätzliche Kosten zu decken, aber sie schützt nicht dein Einkommen im Krankheitsfall.

Letztlich ist die BU die umfassendste Absicherung für deinen Beruf. Sie greift bei Krankheit, Unfall und Kräfteverfall, solange du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst. Wenn du dir unsicher bist, welche Absicherung zu dir passt, lass dich von einem Experten beraten. Ein guter Berater kann dir helfen, die richtige Entscheidung zu treffen, ohne dass du dich allein durch den Dschungel der Versicherungen kämpfen musst.

Fazit: Deine Zukunft beginnt jetzt

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist für dich als Sportwissenschaft Student keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Dein späterer Beruf birgt Risiken, die du nicht ignorieren solltest. Mit einer BU sicherst du dein Einkommen ab und schützt dich vor finanziellen Einbußen, wenn du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst. Je früher du abschließt, desto günstiger und besser sind deine Konditionen.

Du hast jetzt einen umfassenden Überblick darüber, was eine BU ist, wie sie funktioniert und worauf du achten solltest. Nutze dieses Wissen, um eine informierte Entscheidung zu treffen. Vergleiche Angebote, prüfe die Bedingungen und wähle einen Tarif, der zu deiner Lebenssituation passt. Denk daran: Eine BU ist eine Investition in deine Zukunft, die sich im Ernstfall auszahlt.

Zögere nicht, den ersten Schritt zu machen. Je früher du dich absicherst, desto besser bist du vorbereitet. Du musst nicht alles allein wissen: Es gibt unabhängige Berater, die dir helfen können, den passenden Tarif zu finden. Sie können dir auch bei der Gesundheitsprüfung und dem Antrag helfen, damit du keine Fehler machst.

Denk daran: Deine Gesundheit ist dein wertvollstes Gut. Schütze sie nicht nur durch Sport und einen gesunden Lebensstil, sondern auch durch eine finanzielle Absicherung. Eine BU gibt dir die Sicherheit, dass du auch im Ernstfall deinen Lebensstandard halten kannst. Also: Handle jetzt und sichere dir deine Zukunft.

Wenn du noch Fragen hast, findest du im FAQ-Bereich Antworten auf die häufigsten Fragen. Und wenn du bereit bist, den nächsten Schritt zu gehen, starte mit einem Vergleich der Angebote. Deine Zukunft beginnt jetzt, und eine BU ist ein wichtiger Baustein dafür.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Wärst du auf dein Einkommen angewiesen, falls du deinen Beruf nicht mehr ausüben könntest?
Hast du bereits gesundheitliche Probleme, die eine BU erschweren könnten?
Könntest du im Ernstfall auf staatliche Unterstützung vertrauen?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Ja, das ist möglich und sogar empfehlenswert. Als Student wirst du in der Regel in eine günstige Risikogruppe eingestuft, da dein Beruf als weniger risikoreich gilt. Du musst jedoch die Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten und kannst oft von günstigen Beiträgen profitieren.

Die BU-Rente sollte mindestens 60 bis 70 Prozent deines aktuellen Nettoeinkommens abdecken, um deinen Lebensstandard zu halten. Als Student kannst du die Rente zunächst niedriger wählen und später über eine Nachversicherungsgarantie erhöhen, wenn dein Einkommen steigt.

Die BU ist an deinen zuletzt ausgeübten Beruf gebunden. Wenn du den Beruf wechselst, bleibt die BU bestehen, aber die Bedingungen können sich ändern. Es ist wichtig, die Versicherung über Änderungen zu informieren und gegebenenfalls anzupassen, damit der Schutz weiterhin greift.

Ja, die Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung können als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Allerdings gibt es Höchstgrenzen, die sich an den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung orientieren. Es lohnt sich, einen Steuerberater zu fragen, wie viel du absetzen kannst.

Die BU greift, wenn du deinen Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst. Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung greift erst, wenn du zu weniger als rund 50 Prozent erwerbsunfähig bist, also jede Arbeit nicht mehr ausüben kannst. Die BU ist daher umfassender und für die meisten Berufe die bessere Wahl.

Die Bearbeitung kann einige Wochen dauern, abhängig von der Versicherung und der Komplexität deines Gesundheitszustands. Es ist ratsam, alle Unterlagen sorgfältig einzureichen und bei Rückfragen schnell zu reagieren. Im Leistungsfall kann die Prüfung ebenfalls einige Wochen in Anspruch nehmen.

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Redaktionell geprüft. Stand: 30.08.2026, nächste Prüfung: 02/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.