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MagazineFinanzenVersicherung Berufsunfähigkeitsversicherung für Physiotherapie-Studenten
FinanzbildungVersicherung13 Min.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Physiotherapie-Studenten: Dein Schutzschild für die Karriere

Du beginnst ein Physiotherapie-Studium und denkst jetzt nicht an Krankheit oder Unfall. Doch genau dieser Beruf birgt hohe körperliche Risiken. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sichert dein Einkommen und deine Zukunft, wenn du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst.

BU für StudentenGesundheitsprüfungEinstiegsschutz
Brauche ich das?
Ja, unbedingt.
Dein Körper ist dein Kapital, ein Verdienstausfall wäre existenziell.
Wann abschließen?
Jetzt, sofort.
Junge, gesunde Menschen erhalten die besten Konditionen.
Was kostet das?
Meist wenig.
Der Beitrag ist im Studium oft günstiger als im Berufsleben.
Wie viel Rente?
Individuell planen.
Die Höhe sollte deine späteren Fixkosten und Miete decken.
Dein BU-Beitrag, aus echten Jobdaten und Risikoklasse
Beitrag als Student:in (Schätzung)
49/Monat
Risikogruppe 3 · höher
Ziel-BU-Rente
1.900
Dein Gehalt (Median)
46.000 €
Gesetzl. Absicherung
gering
7.442 offene Stellen als Physiotherapeut:in (StudySmarter Jobs, Median-Gehalt) · Risikogruppe = kuratierte BU-Klasse · Beitrag ist eine Schätzung, Stand 2026-08

Warum das Thema dich jetzt betrifft, nicht erst später

Du stehst am Anfang deines Berufslebens und die meisten Gedanken kreisen um Prüfungen, Praktika und den ersten eigenen Patienten. Die Vorstellung, dass du deinen Traumberuf einmal nicht mehr ausüben könntest, wirkt in diesem Moment weit weg. Gleichzeitig ist genau jetzt der wichtigste Zeitpunkt, um über deine finanzielle Absicherung nachzudenken. Denn der Staat bietet im Falle einer Berufsunfähigkeit nur eine Grundsicherung, die in den wenigsten Fällen zum Leben reicht.

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist kompliziert und greift oft erst, wenn du gar nicht mehr arbeiten kannst, nicht nur in deinem erlernten Beruf. Als Physiotherapeut ist die Lage besonders: Du arbeitest täglich mit deinem Körper, hebst Patienten, stehst stundenlang und belastest deine Gelenke. Ein Bandscheibenvorfall, ein Unfall oder eine chronische Erkrankung können deine Karriere schlagartig beenden. Dann stehst du nicht nur ohne Job da, sondern auch ohne ausreichende finanzielle Mittel.

Viele Studierende unterschätzen, dass sie im Falle einer Berufsunfähigkeit nicht nur ihr aktuelles Einkommen verlieren. Auch der gesamte zukünftige Verdienst, die Rentenansprüche und die berufliche Erfüllung sind in Gefahr. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist die einzige Absicherung, die genau für diesen Fall einspringt. Sie zahlt dir eine monatliche Rente, wenn du deinen Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst.

Der frühe Abschluss hat einen entscheidenden Vorteil: Du bist jung und in der Regel gesund. Versicherer stufen dich in die besten Risikoklassen ein, was den Beitrag deutlich reduziert. Zudem sicherst du dir diesen günstigen Preis für die gesamte Vertragslaufzeit. Wer erst nach dem Studium oder mit Anfang 30 abschließt, zahlt oft deutlich mehr oder erhält im schlimmsten Fall gar keinen Vertrag mehr, weil gesundheitliche Probleme aufgetreten sind.

Denk daran: Eine BU ist keine Altersvorsorge, sondern eine Einkommensabsicherung. Sie schützt das, was du dir durch deine Ausbildung und deine Arbeit aufbaust. Je früher du diesen Schutz installierst, desto besser bist du für alle Lebenslagen gerüstet. Der Abschluss ist ein Zeichen von Weitsicht und Verantwortung, nicht von Angst.

jede:r 4.
Erwerbstätige wird im Laufe des Arbeitslebens berufsunfähig.
~1.500 Euro
kann die monatliche BU-Rente für Physiotherapeuten kosten, wenn man spät abschließt.
100%
deiner Arbeitskraft ist gefordert, denn Physiotherapie ist ein körperlicher Beruf.

Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung überhaupt?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung, kurz BU, ist eine private Versicherung, die dir eine monatliche Rente zahlt, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben kannst. Der Grund dafür muss ein gesundheitlicher sein, etwa eine Krankheit, ein Unfall oder eine körperliche oder geistige Beeinträchtigung. Wichtig ist, dass die BU nicht nur bei vollständiger Arbeitsunfähigkeit greift, sondern bereits dann, wenn du deinen Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst.

Im Gegensatz zur gesetzlichen Erwerbsminderungsrente, die nur greift, wenn du gar nicht mehr oder nur noch unter drei Stunden täglich arbeiten kannst, ist die BU deutlich flexibler. Sie ist speziell auf deinen Beruf zugeschnitten. Wenn du als Physiotherapeut nicht mehr behandeln kannst, weil dein Rücken streikt, aber theoretisch noch als Bürokraft arbeiten könntest, zahlt die gesetzliche Rente nicht. Die private BU schon, denn sie prüft nur, ob du deinen konkreten Beruf ausüben kannst.

Die Höhe der BU-Rente legst du beim Vertragsabschluss selbst fest. Sie sollte so bemessen sein, dass du deine laufenden Kosten decken und deinen Lebensstandard halten kannst. Üblich sind monatliche Renten zwischen 1.000 und 2.000 Euro. Als Student solltest du den Bedarf für die Zeit nach dem Studium kalkulieren, denn später kannst du die Rente nur mit erneuter Gesundheitsprüfung erhöhen.

Die Beiträge zahlst du monatlich oder jährlich. Sie hängen von mehreren Faktoren ab: deinem Alter bei Vertragsabschluss, deinem Gesundheitszustand, deinem Beruf und der gewünschten Rentenhöhe. Da Physiotherapie als risikoreicher Beruf gilt, sind die Beiträge etwas höher als bei Büroberufen. Dennoch ist der Abschluss im Studium meist günstiger als später, weil das Eintrittsalter ein großer Kostenfaktor ist.

Ein wichtiger Begriff ist die sogenannte Nachversicherungsgarantie. Sie erlaubt es dir, die BU-Rente später ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen, wenn bestimmte Ereignisse eintreten, etwa eine Gehaltserhöhung, eine Hochzeit oder die Geburt eines Kindes. Diese Option ist sehr wertvoll, da du so deinen Schutz an dein wachsendes Einkommen anpassen kannst, ohne deine Gesundheit erneut offenlegen zu müssen.

So funktioniert der Schutz im Leistungsfall

Der Leistungsfall tritt ein, wenn du deinen Beruf als Physiotherapeut aus gesundheitlichen Gründen zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst. Das muss ein Arzt feststellen und du musst es bei deiner Versicherung beantragen. Der Antrag ist umfangreich, denn die Versicherung prüft genau, ob die Berufsunfähigkeit tatsächlich vorliegt und ob sie auf eine Krankheit oder einen Unfall zurückzuführen ist.

Du musst in der Regel einen Fragebogen zu deinem Gesundheitszustand ausfüllen und ärztliche Unterlagen einreichen. Die Versicherung kann auch eigene Gutachter beauftragen, um deine Situation zu bewerten. Dieser Prozess kann einige Wochen oder Monate dauern. Wichtig ist, dass du alle Fragen wahrheitsgemäß beantwortest und alle Fristen einhältst. Nur so stellst du sicher, dass dein Anspruch anerkannt wird.

Wird deine Berufsunfähigkeit anerkannt, zahlt die Versicherung die vereinbarte monatliche Rente. Diese Rente ist in der Regel bis zum vereinbarten Endalter, meist bis zum 67. Lebensjahr, garantiert. Du kannst das Geld frei verwenden, etwa für Miete, Lebensmittel oder Umschulungen. Die Rente ist steuerpflichtig, was du bei deiner Finanzplanung berücksichtigen solltest.

Es gibt verschiedene Modelle, wie die BU im Leistungsfall geprüft wird. Bei der klassischen BU musst du den Verlust deiner beruflichen Fähigkeiten nachweisen. Bei der abstrakten Verweisung, die heute in den meisten Verträgen ausgeschlossen ist, könnte die Versicherung dich auf andere Tätigkeiten verweisen. Achte beim Vertragsabschluss unbedingt darauf, dass die Verweisung ausgeschlossen ist. Dann zahlt die Versicherung, wenn du deinen konkreten Beruf nicht mehr ausüben kannst.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Meldung des Leistungsfalls. Du solltest deine Versicherung sofort informieren, wenn du merkst, dass du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst. Zögere nicht, denn ab dem Zeitpunkt der Meldung wird die Rente rückwirkend gezahlt. Eine frühzeitige Meldung erleichtert die Bearbeitung und vermeidet unnötige Verzögerungen.

Was kostet eine BU für Physiotherapie-Studenten?

Die Kosten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung sind individuell und hängen von mehreren Faktoren ab. Das wichtigste Kriterium ist dein Alter bei Vertragsabschluss. Je jünger du bist, desto günstiger ist der Beitrag. Ein 22-jähriger Student zahlt für eine BU-Rente von rund 1.500 Euro deutlich weniger als ein 35-jähriger Berufstätiger. Auch dein Gesundheitszustand spielt eine große Rolle. Wer keine Vorerkrankungen hat, erhält die besten Konditionen.

Der Beruf des Physiotherapeuten wird von Versicherern als risikoreich eingestuft. Das liegt an der hohen körperlichen Belastung und dem Verletzungsrisiko. Daher sind die Beiträge höher als bei einem Angestellten im Büro. Dennoch ist der Abschluss im Studium eine kluge Entscheidung, denn du sicherst dir nicht nur günstige Konditionen, sondern auch die Möglichkeit, später in eine günstigere Berufsgruppe zu wechseln, falls du doch nicht als Physiotherapeut arbeitest.

Konkrete Beträge zu nennen, ist schwierig, da sie von Anbieter zu Anbieter stark variieren. Du kannst aber davon ausgehen, dass ein Student für eine monatliche BU-Rente von rund 1.500 Euro einen Beitrag im unteren zweistelligen Bereich pro Monat zahlt. Das ist eine überschaubare Summe, die du mit einem Nebenjob oder durch Unterstützung deiner Eltern leicht stemmen kannst. Wichtig ist, dass du nicht am falschen Ende sparst.

Ein häufiger Fehler ist, die BU-Rente zu niedrig anzusetzen, um den Beitrag zu drücken. Bedenke, dass die Rente im Leistungsfall dein einziges Einkommen sein kann. Eine Rente von rund 800 Euro reicht in den meisten Städten nicht zum Leben. Kalkuliere deinen Bedarf realistisch und wähle die Rente so, dass du im Ernstfall deine Fixkosten decken kannst. Eine Nachversicherungsgarantie hilft dir, den Schutz später anzupassen.

Vergleiche unbedingt mehrere Angebote, denn die Preise und Leistungen unterscheiden sich erheblich. Nutze unabhängige Vergleichsportale oder einen Versicherungsmakler, der dich neutral berät. Achte nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Vertragsbedingungen. Ein günstiger Tarif ist nutzlos, wenn er im Leistungsfall nicht zahlt oder viele Ausschlüsse enthält.

Darauf musst du bei der Auswahl achten

Die Auswahl der richtigen Berufsunfähigkeitsversicherung ist komplex, aber mit dem richtigen Wissen gut zu bewältigen. Achte zuerst auf die Definition der Berufsunfähigkeit. Der Vertrag sollte eine sogenannte „abstrakte Verweisung“ ausschließen. Das bedeutet, dass die Versicherung dich nicht auf andere Tätigkeiten verweisen darf, die du theoretisch noch ausüben könntest. Es zählt allein, ob du deinen Beruf als Physiotherapeut ausüben kannst.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Gesundheitsprüfung. Beantworte alle Fragen wahrheitsgemäß und vollständig. Verschweigst du eine Erkrankung, riskierst du, dass die Versicherung im Leistungsfall die Zahlung verweigert. Lass dich von deinem Arzt beraten, welche Befunde relevant sind. Oft lohnt es sich, vor dem Antrag Arztberichte zu sammeln, um den Antrag zu beschleunigen.

Die Höhe der BU-Rente sollte deinen tatsächlichen Bedarf decken. Als Faustregel gilt: Die Rente sollte mindestens 60 bis 70 Prozent deines Nettoeinkommens betragen. Als Student kalkulierst du am besten mit dem Gehalt, das du nach dem Studium voraussichtlich verdienen wirst. Bedenke auch, dass die Rente steuerpflichtig ist. Ein Steuerberater kann dir helfen, den Nettobedarf zu berechnen.

Prüfe die Vertragslaufzeit. Die BU sollte bis zu deinem voraussichtlichen Renteneintrittsalter laufen, also bis mindestens zum 67. Lebensjahr. Eine kürzere Laufzeit ist günstiger, aber im Alter steigt das Risiko für Krankheiten. Eine lange Laufzeit gibt dir Sicherheit. Achte auch auf die Nachversicherungsgarantie, die es dir ermöglicht, die Rente später ohne Gesundheitsprüfung zu erhöhen.

Schließlich solltest du auf die Qualität des Versicherers achten. Wähle einen Anbieter mit guten Bewertungen und einer hohen Leistungsquote. Die Leistungsquote gibt an, wie viele Anträge im Leistungsfall tatsächlich ausgezahlt werden. Eine hohe Quote ist ein Indikator für eine kundenfreundliche Regulierung. Unabhängige Rating-Agenturen bewerten die Versicherer regelmäßig und helfen dir bei der Auswahl.

Typische Fehler, die du vermeiden solltest

Der häufigste Fehler ist, den Abschluss einer BU aufzuschieben. Viele Studierende denken, sie seien unverwundbar und die BU sei erst nach dem Studium relevant. Doch genau in dieser Zeit kannst du dir die besten Konditionen sichern. Ein späterer Abschluss ist nicht nur teurer, sondern kann an gesundheitlichen Problemen scheitern, die in der Zwischenzeit aufgetreten sind.

Ein weiterer Fehler ist, die Gesundheitsfragen im Antrag zu beschönigen. Manche denken, dass kleine Wehwehchen nicht erwähnt werden müssen. Das ist ein gefährlicher Irrglaube. Die Versicherung prüft im Leistungsfall sehr genau, ob alle Angaben korrekt waren. Eine falsche Angabe, auch wenn sie nicht böswillig war, kann zum Verlust des Versicherungsschutzes führen. Sei also immer ehrlich und vollständig.

Viele unterschätzen auch die benötigte Rentenhöhe. Sie wählen eine zu niedrige Rente, um den Beitrag zu sparen. Im Leistungsfall reicht die Rente dann nicht zum Leben. Kalkuliere deinen Bedarf realistisch und wähle die Rente lieber etwas höher. Eine Nachversicherungsgarantie hilft dir, den Schutz später anzupassen, aber sie ersetzt nicht eine solide Grundabsicherung von Anfang an.

Ein weiterer Fehler ist, sich nur am Preis zu orientieren. Der günstigste Tarif ist nicht immer der beste. Achte auf die Vertragsbedingungen, insbesondere auf die Verweisungsklausel und die Definition der Berufsunfähigkeit. Ein teurerer Tarif mit besseren Bedingungen kann im Leistungsfall die bessere Wahl sein. Vergleiche nicht nur Preise, sondern auch Leistungen.

Schließlich solltest du dich nicht von einem Versicherungsvertreter unter Druck setzen lassen. Nimm dir Zeit für den Vergleich und hole mehrere Angebote ein. Ein unabhängiger Makler kann dir helfen, den Überblick zu behalten. Lies das Kleingedruckte sorgfältig und lass dir unklare Formulierungen erklären. Nur so findest du den Vertrag, der wirklich zu dir passt.

So gehst du Schritt für Schritt vor

Der erste Schritt ist die Bestandsaufnahme: Überlege, wie hoch dein monatlicher Bedarf im Leistungsfall wäre. Rechne Miete, Lebensmittel, Versicherungen, Studiengebühren und Freizeitkosten zusammen. Diese Summe sollte deine BU-Rente mindestens abdecken. Als Student kannst du dich an den Kosten orientieren, die du nach dem Studium haben wirst, oder an deinem aktuellen Lebensstandard.

Der zweite Schritt ist der Vergleich von Angeboten. Nutze unabhängige Vergleichsportale im Internet oder wende dich an einen Versicherungsmakler. Gib deine Daten ein, inklusive deines Berufs und deines Gesundheitszustands. Du erhältst mehrere Angebote, die du hinsichtlich Preis und Leistung vergleichen kannst. Achte besonders auf die Vertragsbedingungen, nicht nur auf den Preis.

Der dritte Schritt ist die Antragstellung. Fülle den Antrag sorgfältig aus und beantworte alle Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß. Lege alle relevanten Arztberichte bei, um den Prozess zu beschleunigen. Die Versicherung prüft deinen Antrag und kann bei Rückfragen weitere Informationen anfordern. In der Regel erhältst du innerhalb weniger Wochen eine Entscheidung.

Der vierte Schritt ist die Prüfung des Vertrags. Lies den Versicherungsschein sorgfältig durch und prüfe, ob alle Angaben korrekt sind. Achte auf die vereinbarte Rente, die Laufzeit und die Beitragshöhe. Wenn du Fehler findest, melde dich umgehend bei der Versicherung. Du hast in der Regel ein Widerrufsrecht von 14 Tagen nach Erhalt des Vertrags.

Der fünfte Schritt ist die regelmäßige Überprüfung deines Vertrags. Dein Bedarf kann sich ändern, etwa durch eine Gehaltserhöhung, eine Hochzeit oder die Geburt eines Kindes. Nutze die Nachversicherungsgarantie, um deine Rente anzupassen. Überprüfe auch, ob dein Versicherer weiterhin gute Leistungen bietet. Ein jährlicher Check hilft dir, optimal abgesichert zu sein.

BU für Studenten: Gibt es Alternativen?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist die umfassendste Absicherung für den Fall, dass du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst. Es gibt jedoch Alternativen, die du kennen solltest. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist eine staatliche Leistung, die du beantragen kannst, wenn du aus gesundheitlichen Gründen nur noch eingeschränkt arbeiten kannst. Sie ist jedoch an strenge Bedingungen geknüpft und fällt oft niedriger aus als eine private BU-Rente.

Eine weitere Alternative ist die Grundfähigkeitsversicherung. Sie zahlt eine Rente, wenn du bestimmte Grundfähigkeiten verlierst, etwa Sehen, Hören oder Gehen. Sie ist günstiger als eine BU, aber der Schutz ist weniger umfassend. Für Physiotherapeuten ist sie weniger geeignet, da sie nicht auf den konkreten Beruf abzielt. Ein Bandscheibenvorfall, der dich am Arbeiten hindert, aber nicht am Gehen, wäre nicht abgedeckt.

Auch die Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist eine Option. Sie zahlt nur, wenn du gar nicht mehr arbeiten kannst, nicht nur in deinem Beruf. Das ist ein entscheidender Nachteil gegenüber der BU. Für Physiotherapeuten, die oft noch andere Tätigkeiten ausüben könnten, ist die BU die bessere Wahl. Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist günstiger, aber der Schutz ist deutlich schwächer.

Eine weitere Möglichkeit ist das Sparen für den Notfall. Du könntest regelmäßig Geld zur Seite legen, um im Krankheitsfall finanziell abgesichert zu sein. Der Nachteil: Du weißt nicht, wie viel du brauchst und wie lange du sparen musst. Eine BU bietet eine planbare und garantierte Leistung, die du nicht selbst aufbauen kannst. Sparen ist eine sinnvolle Ergänzung, aber kein Ersatz für eine Versicherung.

Fazit: Die BU ist für Physiotherapie-Studenten die beste Wahl, um das Einkommen und die berufliche Zukunft abzusichern. Alternativen sind entweder zu teuer, zu schwammig oder bieten nicht den nötigen Schutz. Ein Mix aus einer soliden BU und einem Notgroschen ist die ideale Strategie. So bist du für alle Eventualitäten gerüstet.

Deine nächsten Schritte: Jetzt handeln

Du hast jetzt einen umfassenden Überblick über die Berufsunfähigkeitsversicherung für Physiotherapie-Studenten. Der wichtigste Schritt ist, nicht zu zögern. Je früher du handelst, desto besser sind deine Konditionen. Setze dir ein konkretes Ziel, etwa innerhalb der nächsten vier Wochen ein Angebot einzuholen. So bleibst du am Ball und schiebst das Thema nicht auf die lange Bank.

Beginne mit der Bedarfsanalyse. Notiere deine monatlichen Fixkosten und überlege, wie viel Geld du im Leistungsfall benötigen würdest. Diese Zahl ist die Grundlage für deine Vertragswahl. Nutze Online-Rechner, um den ungefähren Beitrag zu ermitteln. Das gibt dir eine erste Orientierung, bevor du dich an einen Makler wendest.

Vergleiche dann mindestens drei verschiedene Angebote. Achte nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Vertragsbedingungen. Lass dir die Unterschiede erklären und stelle gezielte Fragen. Ein guter Makler nimmt sich Zeit für dich und beantwortet alle deine Fragen. Er hilft dir, den Tarif zu finden, der zu deinem Budget und deinem Bedarf passt.

Stelle den Antrag und warte auf die Entscheidung der Versicherung. Sei geduldig, denn die Prüfung kann einige Wochen dauern. In der Zwischenzeit kannst du dich schon einmal über die nächsten Schritte informieren, etwa über die Nachversicherungsgarantie. Wenn der Vertrag da ist, prüfe ihn sorgfältig und bewahre ihn gut auf.

Denke daran: Eine BU ist eine Investition in deine Zukunft. Sie gibt dir die Sicherheit, dass du auch im Krankheitsfall finanziell abgesichert bist. Du hast jetzt das Wissen, um die richtige Entscheidung zu treffen. Nutze es und sichere dir deinen Schutz. Dein zukünftiges Ich wird es dir danken.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Könntest du ohne dein Einkommen langfristig deinen Lebensstil finanzieren?
Hast du schon eine konkrete Vorstellung, wie hoch deine monatlichen Kosten nach dem Studium sind?
Wärst du bereit, bei einer Gesundheitsprüfung alle Fragen wahrheitsgemäß zu beantworten?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Ja, die Beiträge sind für junge Menschen oft überraschend niedrig. Ein Student kann für eine monatliche Rente von rund 1.500 Euro oft weniger als 50 Euro pro Monat zahlen. Das ist eine überschaubare Summe, die sich durch einen Nebenjob oder Unterstützung der Eltern stemmen lässt.

Das ist kein Problem. Die BU ist an deinen zuletzt ausgeübten Beruf gebunden. Wenn du nach dem Studium in einen anderen Beruf wechselst, ist dieser neue Beruf für die Versicherung maßgeblich. Du kannst den Vertrag in der Regel anpassen oder weiterführen.

Definitiv vor dem Studium oder zu Beginn. Der frühe Abschluss sichert dir die besten Konditionen, da du jung und gesund bist. Zudem ist der Beitrag für Studenten oft günstiger als für Berufstätige. Ein späterer Abschluss ist teurer und kann an gesundheitlichen Problemen scheitern.

Die BU zahlt, wenn du deinen konkreten Beruf nicht mehr ausüben kannst. Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung zahlt nur, wenn du gar nicht mehr arbeiten kannst. Für Physiotherapeuten ist die BU die bessere Wahl, da sie auf den spezifischen Beruf zugeschnitten ist.

Die Rente sollte mindestens 60 bis 70 Prozent deines Nettoeinkommens abdecken. Als Student kalkulierst du am besten mit dem Gehalt, das du nach dem Studium voraussichtlich verdienen wirst. Bedenke auch, dass die Rente steuerpflichtig ist.

Auch mit Vorerkrankungen kannst du eine BU abschließen, allerdings kann der Beitrag höher sein oder es gibt Ausschlüsse. Es lohnt sich, mehrere Angebote zu vergleichen und einen Makler zu fragen. Manchmal gibt es spezielle Tarife für Menschen mit bestimmten Erkrankungen.

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Redaktionell geprüft. Stand: 30.08.2026, nächste Prüfung: 02/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.