Ratgeber · Versicherung
Berufsunfähigkeitsversicherung für Politikwissenschaft-Studenten: Dein Schutz für Studium und Beruf
Als Politikwissenschaft-Studentin bist du in der gesetzlichen Rentenversicherung kaum abgesichert. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung schließt diese Lücke und sichert dir früh günstige Beiträge.
11 Kapitel · 18 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026
Das Wichtigste
- Ohne private Absicherung hast du als Studentin meist keinen Anspruch auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente.
- Je früher du die BU abschließt, desto niedriger sind deine Beiträge und desto leichter kommst du durch die Gesundheitsprüfung.
- Psychische Erkrankungen sind ein häufiger Grund für Berufsunfähigkeit und können den späteren Abschluss erschweren.
- Achte auf einen Tarif ohne abstrakte Verweisung, damit du nicht auf einen anderen Beruf verwiesen wirst.
01 · Hintergrund
Warum ist eine BU für Politikwissenschaft-Studenten sinnvoll?
Dein Studium bereitet dich auf vielfältige Berufe vor, aber die gesetzliche Absicherung greift für dich als Studentin meist noch nicht. Eine private BU schützt deine Arbeitskraft von Anfang an.
Genau diese allgemeine Wartezeit ist aber Voraussetzung für eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung schließt diese Lücke und zahlt dir eine monatliche Rente, wenn du dein Studium für mindestens sechs Monate nur noch zu weniger als 50 Prozent ausüben kannst.
Der entscheidende Vorteil liegt im frühen Abschluss: Du sicherst dir nicht nur den Schutz für das Studium, sondern auch dauerhaft niedrige Beiträge für dein gesamtes Berufsleben. Selbst wenn du später einen risikoreicheren Beruf ergreifst oder dein Studium abbrichst, bleibt der einmal vereinbarte Beitrag bestehen. Die Ursache einer Berufsunfähigkeit spielt dabei keine Rolle, ob psychische Erkrankung, Unfall oder körperliche Beschwerden.
Für dich bedeutet das: Ohne private Absicherung wärst du im Ernstfall auf finanzielle Unterstützung durch deine Eltern oder auf staatliche Grundsicherung angewiesen. Eine BU zahlt dagegen unabhängig von deinem Vermögen oder dem Einkommen deiner Eltern.
Als Studentin der Politikwissenschaft hast du noch keinen Anspruch auf gesetzliche Erwerbsminderungsrente, wenn du aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr studieren oder arbeiten kannst. Dafür müsstest du in der Regel bereits fünf Jahre Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt dir eine monatliche Rente, wenn du dein Studium für mindestens sechs Monate nur noch zu weniger als 50 Prozent ausüben kannst. Das entspricht bei einem Vollzeitstudium etwa 20 Stunden pro Woche.
Die Ursache der Berufsunfähigkeit spielt dabei keine Rolle. Die meisten Fälle gehen auf psychische Erkrankungen oder Erkrankungen des Skeletts zurück, nur ein kleiner Teil auf Unfälle.
Als Studentin der Politikwissenschaft hast du noch keinen Anspruch auf gesetzliche Erwerbsminderungsrente, wenn du aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr studieren oder arbeiten kannst. Dafür müsstest du in der Regel bereits fünf Jahre Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt dir eine monatliche Rente, wenn du dein Studium für mindestens sechs Monate nur noch zu weniger als 50 Prozent ausüben kannst. Das entspricht bei einem Vollzeitstudium etwa 20 Stunden pro Woche.
Die Ursache der Berufsunfähigkeit spielt dabei keine Rolle. Häufige Gründe sind psychische Erkrankungen und Erkrankungen des Skeletts, nur ein kleiner Teil der Fälle geht auf Unfälle zurück.
02 · Vergleich
Gesetzliche Erwerbsminderungsrente vs. private BU: Was gilt für dich?
Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente hat strenge Voraussetzungen und ist für die meisten Studenten unerreichbar. Die private BU orientiert sich an deinem Studium und späteren Beruf.
Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist für dich als Studentin in den allermeisten Fällen unerreichbar. Du müsstest die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt haben, also fünf Jahre lang Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. Direktstudierende ohne vorherige rentenversicherungspflichtige Berufstätigkeit erfüllen diese Voraussetzung praktisch nie.
Selbst wenn du die Wartezeit erfüllt hättest, sind die Hürden hoch: Die volle Erwerbsminderungsrente bekommst du nur, wenn du weniger als drei Stunden täglich arbeiten kannst. Die teilweise Erwerbsminderungsrente setzt voraus, dass du nur noch zwischen drei und sechs Stunden täglich arbeitsfähig bist. Die private BU orientiert sich dagegen an deinem Studium und späteren Beruf, nicht an irgendeiner Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.
Ein weiterer Unterschied liegt in der Höhe der Leistungen. Die durchschnittliche gesetzliche Erwerbsminderungsrente reicht für den Lebensunterhalt meist nicht aus. Eine private BU-Rente vereinbarst du dagegen individuell, typischerweise zwischen 1.000 und 1.500 Euro monatlich.
Unterschiede zwischen gesetzlicher Erwerbsminderungsrente und privater Berufsunfähigkeitsversicherung
Gesetzliche Erwerbsminderungsrente: Du bekommst die volle Rente nur, wenn du weniger als 3 Stunden täglich arbeitsfähig bist. Die teilweise Rente gibt es bei 3 bis unter 6 Stunden täglicher Arbeitsfähigkeit. Voraussetzung ist eine allgemeine Wartezeit von 5 Jahren, davon 3 Jahre Pflichtbeiträge in den letzten 5 Jahren.
Private Berufsunfähigkeitsversicherung: Du bekommst die Rente, wenn du dein Studium oder deinen Beruf zu mindestens 50 Prozent für mindestens 6 Monate nicht mehr ausüben kannst. Es gibt keine Wartezeit, die Leistung greift ab Vertragsbeginn bei Eintritt der Berufsunfähigkeit.
Für dich als Studentin ist die private BU der einzige realistische Weg, deine Arbeitskraft abzusichern. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente scheitert in der Regel an der fehlenden Wartezeit.
| Gesetzliche Erwerbsminderungsrente | Private Berufsunfähigkeitsversicherung | |
|---|---|---|
| Leistungsvoraussetzung | Weniger als 3 Stunden täglich arbeitsfähig (volle Rente) bzw. 3 bis unter 6 Stunden (teilweise Rente) | Studium oder Beruf zu mindestens 50 Prozent für mindestens 6 Monate nicht mehr ausübbar |
| Absicherung für Studenten | In der Regel kein Anspruch, da Vorversicherungszeiten fehlen | Speziell für Studenten abschließbar, sichert das Studium ab |
| Verweisbarkeit | Prüfung, ob du noch irgendeine Tätigkeit am allgemeinen Arbeitsmarkt ausüben kannst | Bei Verzicht auf abstrakte Verweisung zählt nur dein zuletzt ausgeübter Beruf bzw. dein Studienfach |
03 · Kosten
Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Politikwissenschaft-Studenten?
Die Beitragshöhe hängt von deinem Eintrittsalter, deinem Gesundheitszustand und der Berufsgruppeneinstufung deines Studienfachs ab. Politikwissenschaft wird meist in eine mittlere Risikoklasse eingestuft.
Du zahlst also weniger als eine Lehramtsstudentin oder eine angehende Journalistin, aber etwas mehr als eine Informatikstudentin.
Für eine monatliche BU-Rente von etwa 1.000 Euro kannst du als gesunde Studentin mit Einstieg um das 20. Lebensjahr mit Beiträgen im Bereich von etwa 25 bis 40 Euro rechnen. Steigst du erst mit 25 Jahren ein, liegen die Beiträge bei vergleichbarer Gesundheit oft zwischen 35 und 55 Euro. Mit 30 Jahren oder bei Vorerkrankungen wird der Abschluss deutlich teurer oder sogar unmöglich.
Der einmal vereinbarte Beitrag bleibt für die gesamte Vertragslaufzeit gleich. Das bedeutet: Auch wenn du nach dem Studium einen risikoreicheren Beruf ergreifst, zahlst du weiterhin deinen günstigen Studentenbeitrag.
Typische monatliche Beiträge für eine BU als Studentin (Rente ca. 1.000 Euro)
Die Spannen variieren je nach Anbieter, Gesundheitszustand und gewünschter Rentenhöhe.
Einstieg mit 20 Jahren, gute Gesundheit: ca. 25 bis 40 Euro monatlich.
Einstieg mit 25 Jahren, gute Gesundheit: ca. 35 bis 55 Euro monatlich.
Einstieg mit 30 Jahren, Vorerkrankungen: deutlich höher oder Ablehnung.
Je früher du abschließt, desto niedriger bleibt dein Beitrag für die gesamte Vertragslaufzeit.
Kurz erklärt
Einstieg als Student
Typische monatliche Beiträge für eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Politikwissenschaft-Studenten
ab ca. 25 EUR
04 · Im Vertrag
Welche Rolle spielt die Berufsgruppeneinstufung bei Politikwissenschaft?
Versicherer stufen Studienfächer in Risikoklassen ein. Politikwissenschaft liegt dabei meist im mittleren Bereich, was sich positiv auf deinen Beitrag auswirkt.
Versicherer stufen Studienfächer in Risikoklassen ein, um das Risiko einer späteren Berufsunfähigkeit zu kalkulieren. Politikwissenschaft liegt dabei meist im mittleren Bereich, was sich positiv auf deinen Beitrag auswirkt. Du zahlst also weniger als Studierende in Fächern wie Lehramt, Journalismus, Sport, Musik oder Kunst, die oft in höhere Risikoklassen eingestuft werden.
Die Einstufung erfolgt anhand der Studienrichtung, nicht anhand deines späteren Berufs. Das ist ein Vorteil, denn du sicherst dir den günstigen Beitrag bereits als Studentin. Selbst wenn du später einen risikoreicheren Beruf ergreifst, bleibt dein Beitrag unverändert.
Neben der Risikoklasse sind die Versicherungsbedingungen entscheidend. Ein guter Tarif verzichtet auf die abstrakte Verweisung. Das bedeutet, der Versicherer darf dich nicht auf einen anderen Beruf verweisen, den du theoretisch noch ausüben könntest. Auch bei der konkreten Verweisung solltest du auf verbraucherfreundliche Regeln achten.
Berufsgruppeneinstufung und ihre Folgen
Risikoklasse: Politikwissenschaft wird in der Regel einer mittleren Risikoklasse zugeordnet. Das führt zu moderaten Beiträgen im Vergleich zu risikoreicheren Studienfächern wie Lehramt oder Journalismus.
Abstrakte Verweisung: Ein guter Tarif verzichtet auf die abstrakte Verweisung. Das bedeutet, der Versicherer darf dich nicht auf einen anderen Beruf verweisen, den du theoretisch noch ausüben könntest.
Konkrete Verweisung: Auch bei der konkreten Verweisung solltest du auf verbraucherfreundliche Regeln achten. Sie regelt, ob der Versicherer dich auf eine konkrete andere Tätigkeit verweisen darf, die du tatsächlich ausübst.
Berufsgruppeneinstufung und ihre Folgen
05 · Checkliste
Gesundheitsprüfung: So kommst du als Politikwissenschaft-Studentin durch
Die Gesundheitsprüfung ist der kritischste Punkt beim Abschluss. Bereits behandelte psychische Erkrankungen können zu Risikozuschlägen oder Ablehnung führen.
Du musst alle Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß und vollständig beantworten. Dafür solltest du deine Patientenakten bei allen Ärzten und Ärztinnen anfordern, bei denen du in den letzten fünf Jahren ambulant in Behandlung warst. Krankenhausaufenthalte der letzten zehn Jahre musst du ebenfalls angeben.
Bereits behandelte psychische Erkrankungen wie depressive Episoden oder Angststörungen können zu Risikozuschlägen oder sogar zur Ablehnung führen. Das gilt auch dann, wenn die Behandlung abgeschlossen ist. Mehr als jeder sechste Student ist von einer psychischen Diagnose betroffen, deshalb ist ein früher Abschluss vor solchen Diagnosen besonders wertvoll.
Verschweigst du Behandlungen oder Diagnosen, riskierst du im Leistungsfall den Verlust des Versicherungsschutzes. Der Versicherer kann dann vom Vertrag zurücktreten oder die Leistung verweigern. Auch Risikosportarten als Hobby können zu Zuschlägen führen, wenn du sie vor Abschluss ausübst.
Checkliste für deine Gesundheitsprüfung
Beantworte alle Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß und vollständig.
Fordere deine Patientenakten bei allen Ärzten und Ärztinnen an, bei denen du in den letzten fünf Jahren ambulant warst.
Krankenhausaufenthalte der letzten zehn Jahre musst du ebenfalls angeben.
Prüfe, ob du eine Diagnose wie eine depressive Episode oder Angststörung hattest, auch wenn sie abgeschlossen ist.
Verschweige keine Behandlungen, sonst riskierst du den Verlust des Versicherungsschutzes.
Bei Risikosportarten als Hobby kann ein Zuschlag fällig werden, wenn du sie vor Abschluss ausübst.
Checkliste für deine Gesundheitsprüfung
Beantworte alle Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß und vollständig.
Fordere deine Patientenakten bei allen Ärzten und Ärztinnen an, bei denen du in den letzten fünf Jahren ambulant warst.
Krankenhausaufenthalte der letzten zehn Jahre musst du ebenfalls angeben.
Prüfe, ob du eine Diagnose wie eine depressive Episode oder Angststörung hattest, auch wenn sie abgeschlossen ist.
Verschweige keine Behandlungen, sonst riskierst du den Verlust des Versicherungsschutzes.
Bei Risikosportarten als Hobby kann ein Zuschlag fällig werden, wenn du sie vor Abschluss ausübst.
06 · Grundlagen
Wann giltst du als berufsunfähig? Die Definition im Vertrag
Die genaue Definition von Berufsunfähigkeit entscheidet, wann deine BU-Rente fließt. Achte auf eine klare und studentenfreundliche Formulierung.
Du bist berufsunfähig, wenn du dein Studium oder deinen zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen für mindestens sechs Monate nur noch zu weniger als 50 Prozent ausüben kannst. Bei einem Vollzeitstudium entspricht das etwa 20 Stunden pro Woche.
Die Ursache der Berufsunfähigkeit ist unerheblich. Es spielt keine Rolle, ob eine psychische Erkrankung, ein Unfall oder eine körperliche Krankheit dazu führt, dass du dein Studium nicht mehr fortsetzen kannst. Die meisten Fälle von Berufsunfähigkeit gehen auf psychische Erkrankungen und Erkrankungen des Skeletts zurück, nur ein kleiner Teil auf Unfälle.
Achte darauf, dass dein Tarif eine studentenfreundliche Definition enthält. Eine gute BU-Versicherung wird dich nicht auf ein anderes Studienfach oder einen anderen Beruf verweisen. Stellt der Versicherer fest, dass du dein aktuelles Fach nicht mehr studieren kannst, zahlt er dir die vereinbarte Rente.
Berufsunfähigkeit
Du bist berufsunfähig, wenn du dein Studium oder deinen zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen für mindestens sechs Monate nur noch zu weniger als 50 Prozent ausüben kannst.
Bei einem Vollzeitstudium entspricht das etwa 20 Stunden pro Woche. Die Ursache (Krankheit, Unfall, Psyche) ist unerheblich.
Kurz erklärt
Berufsunfähigkeit
Du bist berufsunfähig, wenn du dein Studium oder deinen zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen für mindestens sechs Monate nur noch zu weniger als 50 Prozent ausüben kannst.
Bei einem Vollzeitstudium entspricht das etwa 20 Stunden pro Woche. Die Ursache (Krankheit, Unfall, Psyche) ist unerheblich.
07 · Schritt für Schritt
Eintrittsalter: Warum der Abschluss als Studentin ideal ist
Dein Eintrittsalter bestimmt maßgeblich deine Beitragshöhe. Wer als Studentin einsteigt, sichert sich dauerhaft niedrige Beiträge, auch wenn später ein risikoreicherer Beruf folgt.
Je jünger und gesünder du beim Abschluss bist, desto günstiger wird der Beitrag. Als Studentin bist du in der Regel noch jung und kommst leichter durch die Gesundheitsprüfung. Mit jedem Jahr des Wartens steigt das Risiko, dass gesundheitliche Beschwerden auftreten, die den Abschluss erschweren oder verteuern.
Der einmal vereinbarte Beitrag bleibt für die gesamte Laufzeit gleich. Das bedeutet: Auch wenn du später einen risikoreicheren Beruf ergreifst oder dein Studium abbrichst, zahlst du weiterhin deinen günstigen Studentenbeitrag. Wer erst nach dem Berufseinstieg abschließt, wird in der Regel höher eingestuft und zahlt mehr.
Für einige Studienrichtungen ist der Abschluss als Student bereits zu spät, weil die Versicherer hohe Risikozuschläge verlangen oder ablehnen. Politikwissenschaft gehört nicht dazu, aber je früher du handelst, desto besser sind deine Konditionen.
Abschluss als Studentin
Du bist in der Regel jung und gesund, kommst leichter durch die Gesundheitsprüfung und erhältst einen günstigen Beitrag.
Beitrag bleibt stabil: Der einmal vereinbarte Beitrag bleibt für die gesamte Laufzeit gleich, auch wenn du später einen risikoreicheren Beruf ergreifst oder dein Studium abbrichst.
Späterer Abschluss wird teurer: Mit jedem Jahr des Wartens steigt das Risiko für Vorerkrankungen. Psychische Diagnosen oder Rückenprobleme können den Abschluss erschweren oder verteuern.
Berufseinstieg nach dem Studium: Nach dem Studium wirst du als Berufseinsteigerin eingestuft. Das kann zu höheren Beiträgen führen als der Abschluss als Studentin.
Abschluss als Studentin
Du bist in der Regel jung und gesund, kommst leichter durch die Gesundheitsprüfung und erhältst einen günstigen Beitrag.
Beitrag bleibt stabil
Der einmal vereinbarte Beitrag bleibt für die gesamte Laufzeit gleich, auch wenn du später einen risikoreicheren Beruf ergreifst oder dein Studium abbrichst.
Späterer Abschluss wird teurer
Mit jedem Jahr des Wartens steigt das Risiko für Vorerkrankungen. Psychische Diagnosen oder Rückenprobleme können den Abschluss erschweren oder verteuern.
Berufseinstieg nach dem Studium
Nach dem Studium wirst du als Berufseinsteigerin eingestuft. Die Beiträge sind dann höher als im Studium, da du nun ein Einkommen hast und die Risikoklasse deines Berufs zählt.
08 · Was gilt
Berufsunfähigkeitsrente: Wie viel solltest du absichern?
Die Höhe deiner BU-Rente sollte deinen Lebensunterhalt decken. Als Studentin kannst du eine Rente vereinbaren, die später bei Bedarf erhöht werden kann.
Eine sinnvolle Grundabsicherung liegt meist zwischen 1.000 und 1.500 Euro monatlich.
Wichtig ist eine Nachversicherungsgarantie. Sie erlaubt dir, deine BU-Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen, zum Beispiel bei Berufseinstieg, Heirat oder Einkommenssteigerung. Ohne diese Option müsstest du für jede Erhöhung erneut Gesundheitsfragen beantworten und riskierst Zuschläge oder Ablehnung.
Eine Rente unter 800 Euro deckt im Ernstfall kaum deine Lebenshaltungskosten. Mehr als 2.500 Euro Rente ohne konkreten Bedarf treibt dagegen die Beiträge unnötig in die Höhe. Starre Verträge ohne Möglichkeit zur späteren Anpassung solltest du vermeiden.
Empfohlene Höhe der BU-Rente für Politikwissenschaft-Studentinnen
Empfohlen: 1.000 bis 1.500 Euro monatliche Rente als Grundabsicherung. Nachversicherungsgarantie ohne erneute Gesundheitsprüfung bei Berufseinstieg oder Heirat. Erhöhungsoption bei Einkommenssteigerung, z. B. nach dem Master oder beim Berufseinstieg.
Eher ungeeignet: Weniger als 800 Euro Rente, da dies kaum den Lebensunterhalt deckt. Mehr als 2.500 Euro Rente ohne konkreten Bedarf, da dies die Beiträge unnötig erhöht. Starre Verträge ohne Möglichkeit zur späteren Anpassung.
Empfohlen
Starre Verträge ohne Möglichkeit zur späteren Anpassung
09 · Fehler vermeiden
Typische Fehler beim Abschluss einer BU als Politikwissenschaft-Studentin
Viele Studierende machen vermeidbare Fehler, die später teuer werden oder den Versicherungsschutz gefährden. Diese Punkte solltest du beachten.
Der häufigste Fehler ist zu langes Warten. Je älter du wirst, desto wahrscheinlicher sind Vorerkrankungen, die den Abschluss erschweren oder verteuern. Ein weiterer Fehler sind falsche Angaben bei der Gesundheitsprüfung, denn Verschweigen führt im Leistungsfall zum Verlust des Versicherungsschutzes.
Achte darauf, dass dein Tarif auf die abstrakte Verweisung verzichtet. Sonst könnte der Versicherer dich auf einen anderen Beruf verweisen, den du theoretisch noch ausüben könntest. Eine zu niedrige Rente unter 1.000 Euro deckt im Ernstfall kaum deine Lebenshaltungskosten.
Ohne Nachversicherungsgarantie kannst du deine Rente später nicht ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen. Das kann zum Problem werden, wenn du nach dem Studium mehr verdienst und deine Absicherung anpassen möchtest.
Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
Zu langes Warten: Je älter du wirst, desto wahrscheinlicher sind Vorerkrankungen, die den Abschluss erschweren.
Falsche Angaben bei der Gesundheitsprüfung: Verschweigen führt im Leistungsfall zum Verlust des Versicherungsschutzes.
Tarif ohne Verzicht auf abstrakte Verweisung: Der Versicherer könnte dich auf einen anderen Beruf verweisen.
Zu niedrige Rente gewählt: Eine Rente unter 1.000 Euro deckt im Ernstfall kaum deine Lebenshaltungskosten.
Keine Nachversicherungsgarantie vereinbart: Ohne diese Option kannst du deine Rente später nicht ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen.
Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
10 · Im Vertrag
Versicherungsbedingungen: Darauf musst du bei deiner BU achten
Die Versicherungsbedingungen entscheiden, ob du im Ernstfall wirklich Leistungen erhältst. Für Politikwissenschaft-Studentinnen sind bestimmte Klauseln besonders wichtig.
Die Studentenklausel stellt sicher, dass dein Studium wie ein Beruf behandelt wird. Du bist abgesichert, wenn du dein Studienfach nicht mehr zu mindestens 50 Prozent ausüben kannst.
Die Teilzeitklausel ist relevant, wenn du später in Teilzeit arbeitest, zum Beispiel in einer politischen Organisation oder im Journalismus. Sie stellt sicher, dass dein Schutz bestehen bleibt, ohne dass die Leistung gekürzt wird. Die Umorganisationsklausel regelt, unter welchen Bedingungen dir als Selbstständige eine Umorganisation deines Betriebs zugemutet werden kann.
Weitere wichtige Punkte sind der Verzicht auf die abstrakte Verweisung, ein verkürzter Prognosezeitraum und die rückwirkende Leistung nach sechs Monaten Berufsunfähigkeit. Prüfe auch, ob der Versicherungsschutz weltweit gilt und welche Regelungen für Sabbatical, Elternzeit oder Pflege von Angehörigen gelten.
Wichtige Klauseln in der BU-Versicherung
Studentenklausel: Sie stellt sicher, dass dein Studium wie ein Beruf behandelt wird. Du bist abgesichert, wenn du dein Studienfach nicht mehr zu mindestens 50 Prozent ausüben kannst.
Teilzeitklausel: Wenn du später in Teilzeit arbeitest, z. B. in einer politischen Organisation oder im Journalismus, bleibt dein Schutz bestehen, ohne dass die Leistung gekürzt wird.
Umorganisationsklausel: Für den Fall, dass du dich später selbstständig machst, z. B. als Politikberaterin, regelt diese Klausel, unter welchen Bedingungen dir eine Umorganisation deines Betriebs zugemutet werden kann.
Wichtige Klauseln in der BU-Versicherung
11 · Schritt für Schritt
Berufseinsteiger: Was ändert sich nach dem Studium?
Nach deinem Abschluss beginnt der Berufsalltag. Deine BU muss dann zu deinem neuen Beruf passen und ausreichend hohe Leistungen bieten.
Du arbeitest als Politikwissenschaftlerin, zum Beispiel in einer NGO, im öffentlichen Dienst oder in der Politikberatung. Deine BU bleibt bestehen, der Beitrag ändert sich nicht.
Nutze die Nachversicherungsgarantie, um deine BU-Rente bei Einkommenssteigerung ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen, zum Beispiel von 1.000 auf 1.500 Euro. Auch wenn du einen risikoreicheren Beruf ergreifst, etwa als Journalistin, bleibt dein günstiger Studentenbeitrag bestehen.
Als freiberufliche Politikberaterin solltest du prüfen, ob deine BU eine Umorganisationsklausel enthält. Sie regelt, unter welchen Bedingungen dir eine Umorganisation deines Betriebs zugemutet werden kann, bevor die BU-Rente gezahlt wird.
Berufseinstieg
Du arbeitest als Politikwissenschaftlerin, z. B. in einer NGO, im öffentlichen Dienst oder in der Politikberatung. Deine BU bleibt bestehen, der Beitrag ändert sich nicht.
Nachversicherungsgarantie nutzen: Bei Einkommenssteigerung kannst du deine BU-Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen, z. B. von 1.000 auf 1.500 Euro.
Risikoreicherer Beruf: Auch wenn du einen risikoreicheren Beruf ergreifst, z. B. als Journalistin, bleibt dein günstiger Studentenbeitrag bestehen.
Selbstständigkeit: Als freiberufliche Politikberaterin solltest du prüfen, ob deine BU eine Umorganisationsklausel enthält.
Berufseinstieg
Du arbeitest als Politikwissenschaftlerin, z. B. in einer NGO, im öffentlichen Dienst oder in der Politikberatung. Deine BU bleibt bestehen, der Beitrag ändert sich nicht.
Nachversicherungsgarantie nutzen
Bei Einkommenssteigerung kannst du deine BU-Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen.
Risikoreicherer Beruf
Auch wenn du einen risikoreicheren Beruf ergreifst, z. B. als Journalistin, bleibt dein günstiger Studentenbeitrag bestehen.
Selbstständigkeit
Als freiberufliche Politikberaterin solltest du prüfen, ob deine BU eine Umorganisationsklausel enthält, die zu deiner Tätigkeit passt.
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