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MagazineFinanzenVersicherung Au Pair Versicherung
FinanzbildungVersicherung11 Min.

Au Pair Versicherung: Dein Schutz für ein sorgenfreies Jahr

Du planst ein Jahr als Au Pair im Ausland? Dann ist die richtige Versicherung überlebenswichtig. Wir erklären dir, welcher Schutz Pflicht ist, was er kostet und wie du clever absicherst.

KrankenversicherungHaftpflichtAuslandsjahr
Brauche ich das?
Ja, unbedingt.
Ohne Versicherungsschutz drohen im Ernstfall hohe Kosten.
Was ist Pflicht?
Krankenversicherung
Die gesetzliche oder private Absicherung ist für das Visum nötig.
Was kostet das?
Variiert stark.
Die Preise hängen von Ziel, Dauer und Anbieter ab.

Warum das Thema Versicherung dich direkt betrifft

Stell dir vor, du bist gerade in deiner Gastfamilie angekommen, die Vorfreude ist riesig, und dann passiert es: Du stürzt beim Fahrradfahren und brichst dir den Arm. Im Krankenhaus in den USA oder Australien wartet dann eine Rechnung, die schnell mehrere tausend Euro betragen kann. Ohne passende Versicherung bleibst du auf diesen Kosten sitzen, denn die gesetzliche Krankenversicherung aus Deutschland zahlt im Ausland nur in wenigen Ausnahmefällen und oft nur teilweise.

Dein Au Pair Jahr ist eine tolle Erfahrung, aber es ist auch ein Aufenthalt mit Risiken. Du bist nicht mehr durch das deutsche Sozialsystem abgesichert, sondern musst dich selbst kümmern. Viele Au Pairs unterschätzen das und merken erst im Ernstfall, dass sie kein oder nur unzureichendes Versicherungsschutz haben. Das kann nicht nur deine Ersparnisse aufbrauchen, sondern auch deine Gastfamilie in eine schwierige Lage bringen.

Die gute Nachricht: Mit der richtigen Vorbereitung ist das Thema Versicherung kein Buch mit sieben Siegeln. Du musst nur wissen, welche Bausteine du brauchst und worauf du bei der Auswahl achten solltest. Dieser Ratgeber führt dich Schritt für Schritt durch den Dschungel der Policen, damit du dein Abenteuer unbeschwert genießen kannst. Du erfährst, welche Versicherungen Pflicht sind, welche sinnvoll sind und wie du bares Geld sparst.

Denk daran: Eine Versicherung ist kein Zeichen von Misstrauen, sondern von Verantwortung, sowohl dir selbst als auch deiner Gastfamilie gegenüber. Sie gibt dir die Sicherheit, im Krankheitsfall oder bei einem Missgeschick nicht allein dazustehen. Mit dem richtigen Schutz kannst du dich voll und ganz auf deine Aufgaben und die neuen Erfahrungen konzentrieren, ohne dir ständig Sorgen um mögliche Kosten zu machen.

24 Monate
Maximale Aufenthaltsdauer als Au Pair in Deutschland.
~300 Euro
Monatliches Taschengeld, das Gastfamilien zahlen müssen.
100%
Kostenübernahme bei medizinisch notwendiger Behandlung in der EU.

Die Grundlagen: Was ist eine Au Pair Versicherung überhaupt?

Der Begriff 'Au Pair Versicherung' ist kein offizieller Versicherungstyp, sondern ein Sammelbegriff. Er beschreibt die Kombination aus verschiedenen Versicherungen, die du für deinen Auslandsaufenthalt als Au Pair benötigst. Im Kern geht es darum, die Lücken zu schließen, die deine deutschen Versicherungen im Ausland hinterlassen. Dazu gehören in erster Linie die Krankenversicherung, die Haftpflichtversicherung und manchmal auch eine Unfallversicherung.

Die wichtigste Säule ist die Krankenversicherung. In Deutschland bist du über die gesetzliche oder private Krankenversicherung abgesichert. Diese greift im Ausland jedoch nur eingeschränkt. Innerhalb der EU hast du mit deiner deutschen Krankenkasse zwar Anspruch auf medizinische Behandlungen, aber oft nur zu den Konditionen des jeweiligen Landes. Außerhalb der EU, zum Beispiel in den USA, Kanada oder Australien, ist der Schutz meist komplett unzureichend oder gar nicht vorhanden.

Deshalb benötigst du eine spezielle Auslandskrankenversicherung, die für dein Zielland gilt. Diese übernimmt die Kosten für Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte, Medikamente und oft auch für einen medizinisch notwendigen Rücktransport nach Deutschland. Achte darauf, dass der Vertrag explizit für Au Pairs oder längerfristige Auslandsaufenthalte ausgelegt ist, da es sonst zu Problemen bei der Leistung kommen kann.

Neben der Krankenversicherung ist die private Haftpflichtversicherung ein absolutes Muss. Sie greift, wenn du einer anderen Person einen Schaden zufügst, zum Beispiel wenn du versehentlich das teure Smartphone deiner Gastmutter fallen lässt oder beim Ausräumen der Spülmaschine ein wertvolles Geschirrstück zerbricht. Deine deutsche Haftpflichtversicherung deckt Schäden im Ausland oft ab, aber nicht immer. Prüfe deinen Vertrag genau oder schließe eine separate Auslandshaftpflicht ab.

So funktioniert der Versicherungsschutz im Ausland

Die Funktionsweise einer Auslandskrankenversicherung ist einfacher, als du denkst. Du schließt einen Vertrag mit einem Versicherer ab, der für einen bestimmten Zeitraum und ein bestimmtes Land oder eine Region gilt. Im Krankheitsfall suchst du einen Arzt oder ein Krankenhaus auf und bezahlst die Behandlung in der Regel zunächst selbst. Die Rechnung reichst du anschließend bei deinem Versicherer ein und bekommst die Kosten erstattet.

Einige Versicherer arbeiten mit Dienstleistern zusammen, die direkt mit den Ärzten abrechnen. Das ist besonders in Ländern mit hohen Behandlungskosten wie den USA praktisch, da du nicht in Vorleistung gehen musst. Achte bei der Auswahl deines Vertrags darauf, ob eine solche Direktabrechnung möglich ist. Im Notfall erreichst du über eine 24-Stunden-Hotline den Notruf des Versicherers, der dir hilft, ein geeignetes Krankenhaus zu finden und die Kosten zu klären.

Die Haftpflichtversicherung funktioniert anders. Sie greift erst, wenn du einen Schaden verursacht hast und der Geschädigte Ansprüche an dich stellt. Du meldest den Schaden deinem Versicherer, der prüft, ob der Fall gedeckt ist, und sich dann um die Abwicklung kümmert. Er wehrt unberechtigte Ansprüche ab und zahlt berechtigte Forderungen bis zur vereinbarten Deckungssumme. Wichtig ist, dass du Schäden immer sofort meldest, am besten schriftlich.

Die Unfallversicherung ist optional, aber sinnvoll. Sie zahlt eine einmalige Kapitalleistung oder eine Rente, wenn du durch einen Unfall dauerhaft körperlich beeinträchtigt bist. Die gesetzliche Unfallversicherung aus Deutschland greift im Ausland nur, wenn du dort arbeitest und der Unfall auf dem Weg zur Arbeit oder bei der Arbeit passiert. Als Au Pair bist du jedoch nicht klassisch angestellt, sondern in einem Gastverhältnis, daher ist der Schutz oft nicht gegeben.

Kosten: Was du für den Versicherungsschutz einplanen solltest

Die Kosten für eine Au Pair Versicherung sind sehr unterschiedlich und hängen von mehreren Faktoren ab. Der wichtigste Faktor ist das Zielland. Eine Auslandskrankenversicherung für die USA ist deutlich teurer als für ein europäisches Land, da die medizinischen Kosten dort extrem hoch sind. Auch die Dauer deines Aufenthalts spielt eine Rolle: Je länger du bleibst, desto höher ist der Gesamtbeitrag, auch wenn der Tagespreis oft sinkt.

Für eine Auslandskrankenversicherung solltest du bei einem einjährigen Aufenthalt in einem Land außerhalb der EU mit einem dreistelligen Betrag rechnen. In Europa kann es günstiger sein, aber auch hier lohnt sich der Vergleich. Die private Haftpflichtversicherung ist meist günstig und schlägt mit einem kleinen zweistelligen Betrag pro Jahr zu Buche, wenn du sie separat abschließt. Oft ist sie in der Auslandskrankenversicherung als Zusatzbaustein enthalten.

Ein wichtiger Tipp: Prüfe, ob deine Gastfamilie eine Versicherung für dich anbietet. In einigen Ländern ist es üblich, dass die Gastfamilie eine Krankenversicherung für das Au Pair abschließt oder die Kosten dafür übernimmt. Kläre das am besten schon vor deiner Abreise und lass dir die Bedingungen schriftlich geben. Wenn du selbst zahlen musst, solltest du die Kosten in dein Budget für das Au Pair Jahr einplanen.

Vergleiche nicht nur die Preise, sondern auch die Leistungen. Ein günstiger Tarif nützt dir nichts, wenn er im Ernstfall wichtige Leistungen wie einen Rücktransport nicht abdeckt. Achte auf die Deckungssumme, die bei der Haftpflicht im Millionenbereich liegen sollte, und auf den Umfang der Krankenversicherung. Ein guter Schutz ist sein Geld wert, denn eine einzige Krankenhausrechnung in den USA kann dein gesamtes Erspartes aufbrauchen.

Worauf du bei der Auswahl der Versicherung achten musst

Bei der Auswahl deiner Au Pair Versicherung solltest du nicht nur auf den Preis schauen, sondern auch auf die Details. Prüfe zuerst, ob die Auslandskrankenversicherung für dein Zielland und die gesamte Aufenthaltsdauer gilt. Manche Tarife sind auf Reisen bis zu einem bestimmten Zeitraum begrenzt, zum Beispiel sechs oder zwölf Monate. Wenn du länger bleibst, brauchst du einen speziellen Langzeit-Tarif.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Höhe der Deckungssumme. Bei der Krankenversicherung sollte sie unbegrenzt oder zumindest sehr hoch sein, um auch teure Behandlungen in Ländern wie den USA abzudecken. Bei der Haftpflichtversicherung ist eine Deckungssumme von mehreren Millionen Euro empfehlenswert, da du sonst im Schadensfall unter Umständen selbst für den Rest aufkommen musst. Achte auch darauf, dass der Versicherer eine 24-Stunden-Notrufnummer anbietet.

Lies das Kleingedruckte, um zu verstehen, welche Leistungen ausgeschlossen sind. Viele Tarife zahlen nicht für Behandlungen, die auf Vorerkrankungen zurückzuführen sind, oder für Sportverletzungen bei Extremsportarten. Wenn du planst, in deiner Freizeit zu tauchen oder zu klettern, solltest du einen Tarif wählen, der diese Aktivitäten abdeckt. Auch die Frage, ob Schwangerschaftsleistungen eingeschlossen sind, ist für Au Pairs relevant.

Achte außerdem auf die Selbstbeteiligung. Manche Tarife sind günstiger, wenn du im Schadensfall einen bestimmten Betrag selbst zahlst. Das kann sinnvoll sein, wenn du nur für den Notfall abgesichert sein willst. Überlege dir aber, ob du im Ernstfall den Selbstbehalt stemmen kannst. Ein Tarif ohne Selbstbeteiligung ist zwar teurer, gibt dir aber das Gefühl, im Krankheitsfall keine finanziellen Sorgen haben zu müssen.

Typische Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest

Der häufigste Fehler ist, sich auf die deutsche gesetzliche Krankenversicherung zu verlassen. Viele Au Pairs denken, sie seien mit ihrer deutschen Karte auch im Ausland geschützt. Das ist ein Irrtum, der teuer werden kann. Außerhalb der EU übernimmt die gesetzliche Krankenkasse in der Regel keine Kosten. Und selbst innerhalb der EU kann es zu Problemen kommen, wenn die Behandlung nicht vorher genehmigt wurde.

Ein weiterer Fehler ist, die private Haftpflichtversicherung zu vergessen. Wenn du deiner Gastfamilie einen Schaden zufügst und nicht versichert bist, kann das das Vertrauensverhältnis massiv stören. Im schlimmsten Fall musst du den Schaden aus eigener Tasche zahlen, was schnell mehrere tausend Euro sein können. Prüfe daher vor Abreise, ob deine Haftpflichtversicherung auch für Schäden im Ausland aufkommt, oder schließe eine separate Versicherung ab.

Viele Au Pairs unterschätzen auch die Bedeutung der Vertragslaufzeit. Sie schließen eine Versicherung für sechs Monate ab, bleiben aber ein Jahr. Wenn der Vertrag ausläuft und du keinen neuen abschließt, bist du ab dem ersten Tag ohne Schutz. Achte darauf, dass deine Versicherung automatisch verlängert wird oder du rechtzeitig eine Anschlussversicherung abschließt. Ein Versicherungswechsel ist in der Regel unkompliziert, aber nur, wenn du dich rechtzeitig darum kümmerst.

Ein letzter Fehler ist, die Versicherung erst im Zielland abschließen zu wollen. Das kann funktionieren, ist aber riskant. Du bist dann auf dem Weg ins Land und in den ersten Tagen vor Ort unversichert. Außerdem kann es sein, dass du im Ausland keine Versicherung mit deutscher Abrechnung findest. Schließe alle Verträge am besten von Deutschland aus ab, bevor du deine Koffer packst. So bist du ab dem ersten Tag deiner Reise vollständig abgesichert.

Dein Fahrplan: So gehst du Schritt für Schritt vor

Der erste Schritt ist die Bestandsaufnahme. Prüfe, welche Versicherungen du bereits hast und was sie im Ausland abdecken. Dazu gehören deine Krankenversicherung, deine private Haftpflichtversicherung und gegebenenfalls eine Unfallversicherung. Rufe bei deinen Versicherern an und frage explizit nach dem Schutz für dein Zielland und die Dauer deines Aufenthalts. Lass dir die Antworten schriftlich geben.

Im zweiten Schritt vergleichst du die Angebote für eine Auslandskrankenversicherung. Nutze dafür Vergleichsportale im Internet oder wende dich an einen Versicherungsmakler. Achte darauf, dass der Tarif für Au Pairs geeignet ist und die Leistungen enthält, die du brauchst. Notiere dir die Preise und Leistungen der verschiedenen Anbieter, um sie in Ruhe vergleichen zu können. Ein guter Tarif kostet nicht die Welt, aber er sollte umfassend sein.

Der dritte Schritt ist der Abschluss der Versicherungen. Entscheide dich für einen Anbieter und schließe den Vertrag online oder telefonisch ab. Prüfe vor dem Abschluss noch einmal alle Vertragsdetails und bewahre die Unterlagen gut auf. Du solltest die Versicherungsnummer und die Notrufnummer immer griffbereit haben, zum Beispiel in deiner Geldbörse oder im Handy. Informiere auch deine Gastfamilie über deinen Versicherungsschutz.

Der vierte und letzte Schritt ist die Kontrolle. Überprüfe kurz vor deiner Abreise, ob alle Verträge aktiv sind und die Laufzeit mit deinem Aufenthalt übereinstimmt. Wenn du dein Au Pair Jahr verlängern möchtest, setze dir einen Termin im Kalender, um dich um die Verlängerung deiner Versicherung zu kümmern. So stellst du sicher, dass du während deines gesamten Auslandsaufenthalts lückenlos versichert bist und dich voll und ganz auf deine Erfahrung konzentrieren kannst.

Zusatzbausteine: Reisegepäck und Rücktransport

Neben den drei Hauptversicherungen gibt es optionale Bausteine, die deinen Schutz abrunden können. Eine Reisegepäckversicherung ist sinnvoll, wenn du teure Gegenstände wie Laptop, Kamera oder Smartphone mit ins Ausland nimmst. Sie zahlt, wenn dein Gepäck auf dem Flug verloren geht oder beschädigt wird. Achte darauf, dass die Versicherung auch für Diebstahl während deines Aufenthalts gilt, nicht nur auf dem Transportweg.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Rückholversicherung, die oft in der Auslandskrankenversicherung enthalten ist. Sie übernimmt die Kosten für einen medizinisch notwendigen Rücktransport nach Deutschland, wenn du im Ausland schwer erkrankst. Diese Kosten können schnell fünfstellig werden, daher ist es wichtig, dass dein Tarif diese Leistung beinhaltet. Prüfe die Bedingungen genau, um sicherzugehen, dass der Rücktransport nicht nur in das nächste Krankenhaus, sondern nach Deutschland erfolgt.

Eine Assistance-Versicherung ist ebenfalls nützlich. Sie bietet dir Unterstützung bei Problemen wie verlorenen Dokumenten, Sprachbarrieren oder der Organisation eines Arztbesuchs. Viele Versicherer haben dafür eine 24-Stunden-Hotline, die du im Notfall anrufen kannst. Diese Leistung ist besonders für Au Pairs wertvoll, die in einem fremden Land leben und vielleicht nicht perfekt die Landessprache sprechen.

Überlege dir, ob du diese Zusatzbausteine brauchst. Sie kosten in der Regel nur wenige Euro pro Monat, können aber im Ernstfall viel Ärger ersparen. Wenn du mit wenig Gepäck reist und keine teuren Gegenstände dabei hast, kannst du auf die Reisegepäckversicherung verzichten. Die Rückholversicherung solltest du jedoch niemals weglassen, da sie im schlimmsten Fall über Leben und Tod entscheiden kann.

Versicherung für Gastfamilien: Was du wissen solltest

Das Thema Versicherung betrifft nicht nur dich als Au Pair, sondern auch deine Gastfamilie. In Deutschland ist die Gastfamilie verpflichtet, für das Au Pair eine Krankenversicherung abzuschließen, falls dieses nicht selbst versichert ist. Das ist eine gesetzliche Vorgabe, die im Au-Pair-Vertrag festgehalten wird. Die Gastfamilie muss außerdem für eine Unfallversicherung sorgen, die die gesetzliche Unfallversicherung ersetzt.

Als Au Pair solltest du darauf achten, dass deine Gastfamilie ihre Pflichten erfüllt. Frage vor deiner Ankunft nach, ob sie eine Versicherung für dich abgeschlossen hat und welche Leistungen sie beinhaltet. Lass dir die Versicherungsunterlagen zeigen und prüfe, ob dein Name auf dem Vertrag steht. Wenn du Zweifel hast, kannst du dich an die zuständige Agentur für Arbeit oder an eine Au-Pair-Organisation wenden.

Die Gastfamilie ist auch für die Haftpflichtversicherung zuständig, wenn das Au Pair in den Haushalt integriert ist. In den meisten Fällen ist das Au Pair über die private Haftpflichtversicherung der Gastfamilie mitversichert. Das gilt jedoch nur für Schäden, die im Rahmen des Haushalts entstehen. Wenn du privat unterwegs bist und einen Schaden verursachst, greift diese Versicherung nicht. Deshalb ist eine eigene Haftpflichtversicherung für dich unerlässlich.

Ein offenes Gespräch mit deiner Gastfamilie über das Thema Versicherung ist der beste Weg, um Missverständnisse zu vermeiden. Kläre vor deiner Abreise, wer für welche Versicherung aufkommt und welche Leistungen erwartet werden. So seid ihr auf der sicheren Seite und könnt euch auf die schönen Seiten des Au Pair Lebens konzentrieren. Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete für ein gelungenes Jahr.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

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Hast du eine gültige Auslandskrankenversicherung?
Weißt du, ob deine private Haftpflicht im Ausland greift?
Ist dein Unfallschutz auch außerhalb Deutschlands aktiv?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Ja, eine Krankenversicherung ist für Au Pairs in den meisten Ländern Pflicht, um ein Visum zu erhalten. Auch eine Haftpflichtversicherung ist dringend zu empfehlen, um dich vor hohen Schadensersatzforderungen zu schützen. Die genauen Anforderungen hängen vom Zielland und den Regelungen der Gastfamilie ab.

Die Kosten variieren stark je nach Zielland und Anbieter. Für eine Auslandskrankenversicherung solltest du bei einem Aufenthalt in den USA mit einem höheren Betrag rechnen als in Europa. Die Haftpflichtversicherung ist meist günstig und kostet nur wenige Euro pro Monat.

Ja, du kannst deine deutsche Krankenversicherung während deines Au Pair Aufenthalts behalten. Allerdings übernimmt sie im Ausland nur eingeschränkt Kosten. Du benötigst daher eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung, die die Lücken schließt und für das Zielland gilt.

Ohne Versicherung musst du im Krankheitsfall oder bei einem Schaden alle Kosten selbst tragen. Das kann schnell zu finanziellen Problemen führen, besonders in Ländern mit hohen medizinischen Kosten. Außerdem kann das Fehlen einer Krankenversicherung zu Problemen mit dem Visum führen.

Das kommt auf deinen Vertrag an. Viele private Haftpflichtversicherungen gelten weltweit, aber es gibt Ausnahmen. Prüfe deine Police oder frage bei deinem Versicherer nach. Wenn dein Vertrag nicht greift, solltest du eine separate Auslandshaftpflichtversicherung abschließen.

Vergleiche die Angebote verschiedener Versicherer und achte auf die Leistungen, nicht nur auf den Preis. Wichtig sind eine hohe Deckungssumme, die Gültigkeit für dein Zielland und die gesamte Aufenthaltsdauer sowie eine 24-Stunden-Notrufnummer. Ein Versicherungsmakler kann dir bei der Auswahl helfen.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 30.08.2026, nächste Prüfung: 02/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.