3 Generationen von starken Frauen Was junge Frauen über Geld & Vorsorge lernen können
Wie 3 Generationen starker Frauen Geld, Vorsorge & finanzielle Unabhängigkeit meistern – mit Tipps für Studentinnen und junge Erwachsene in Deutschland.
- Konzept: Großmutter, Mutter, Tochter – unterschiedliche finanzielle Startbedingungen und Chancen
- Wandel der Rolle von Frauen in Erwerbsarbeit, Vorsorge und Vermögensaufbau über die Jahrzehnte
- Warum finanzielle Unabhängigkeit für junge Frauen heute zentral ist
- Abgrenzung: Es geht um Selbstbestimmung, nicht um Konkurrenz zwischen Generationen
Drei Generationen, ein gemeinsames Ziel: finanzielle Selbstbestimmung
Konzept: Großmutter, Mutter, Tochter – unterschiedliche finanzielle Startbedingungen und Chancen
Großmutter, Mutter, Tochter – drei Frauen, drei Lebensrealitäten, aber ein verbindendes Thema: Wie sichern wir uns finanziell ab, bauen Vermögen auf und gestalten unser Leben wirklich selbstbestimmt? Das Konzept der „3 Generationen von starken Frauen" ist kein Vergleichswettbewerb, sondern eine Einladung, aus den Erfahrungen jeder Generation das Beste zu ziehen.
AUF EINEN BLICK
- Wandel der Rolle von Frauen in Erwerbsarbeit, Vorsorge und Vermögensaufbau über die Jahrzehnte
- Warum finanzielle Unabhängigkeit für junge Frauen heute zentral ist
- Abgrenzung: Es geht um Selbstbestimmung, nicht um Konkurrenz zwischen Generationen
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Vom Sparbuch zur ETF-Sparrate: Wie sich finanzielle Chancen über Generationen gewandelt haben
Gender Pay Gap und dessen Auswirkung auf Lebenseinkommen
Die Großmutter wuchs in einer Zeit auf, in der Frauen häufig kein eigenes Bankkonto führen durften und Erwerbsarbeit nach der Heirat gesellschaftlich nicht vorgesehen war. Dennoch entwickelten viele Frauen dieser Generation eine bemerkenswerte Resilienz: Sie sparten eisern, wirtschafteten auch unter knappen Verhältnissen vorausschauend und schätzten Absicherung über Spekulation. Ihr Finanzwissen war pragmatisch, eingebettet in Erfahrungen von Krieg, Währungsreform und wirtschaftlichem Wiederaufbau.
Die Müttergeneration erlebte einen entscheidenden Wandel: Frauen traten massenhaft ins Erwerbsleben ein, erkämpften rechtliche Gleichstellung und bauten eigene Karrieren auf. Doch der Preis war oft versteckt – Erwerbsunterbrechungen für Kinderbetreuung, Teilzeitphasen und die sogenannte „Vorsorgelücke" blieben häufig unsichtbar, bis es zu spät war, gegenzusteuern. Viele Mütter arbeiteten hart, investierten aber kaum aktiv in ihre eigene Altersvorsorge.
Junge Frauen heute starten mit besseren Werkzeugen, mehr Informationen und mehr rechtlichen Möglichkeiten als je zuvor. Digitale Sparrechner, ETF-Sparpläne und offene Geldgespräche in Podcasts und sozialen Medien haben Finanzwissen demokratisiert. Die Herausforderung ist nicht mehr der Zugang zu Information, sondern die Übersetzung von Wissen in konkrete Handlungen – und das idealerweise schon zu Berufsbeginn oder in den ersten eigenen Verdienstjahren. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, frühere Generationen zu kritisieren, sondern gemeinsam voneinander zu lernen.
AUF EINEN BLICK
- Gender Pension Gap: Frauen erhalten im Schnitt geringere Renten
- Erwerbsunterbrechungen durch Care-Arbeit (Kinder, Angehörigenpflege
- Teilzeitfalle und ihre langfristigen Folgen für Rente und Vermögen
- Warum frühes Handeln den größten Hebel hat
Gender Pay Gap, Rentenlücke und die Teilzeitfalle: Strukturelle Risiken kennen und verstehen
Erfahrungswissen der Großmütter: Sparsamkeit, Absicherung, Krisenresilienz
Der Gender Pay Gap – die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen – ist keine abstrakte Statistik, sondern eine Realität mit konkreten Langzeitfolgen. Wer über das gesamte Erwerbsleben weniger verdient, zahlt weniger in die Rentenversicherung ein, hat weniger Spielraum für private Vorsorge und baut langsamer Vermögen auf. Der sogenannte „bereinigte" Gender Pay Gap, der tatsächlich vergleichbare Stellen gegenüberstellt, ist zwar kleiner als der rohe Wert, aber er existiert und wirkt sich über Jahrzehnte summiert erheblich aus.
Noch gravierender ist der Gender Pension Gap: Frauen erhalten im Durchschnitt deutlich geringere Rentenansprüche als Männer. Ursache sind nicht nur niedrigere Löhne, sondern vor allem Erwerbsunterbrechungen durch Kinderbetreuung, die Pflege älterer Angehöriger und langjährige Teilzeitarbeit. Diese sogenannte Care-Arbeit wird gesellschaftlich zwar anerkannt, finanziell jedoch kaum abgebildet. Wer zehn Jahre in Teilzeit arbeitet, verliert nicht nur Einkommen – er verliert proportional Rentenansprüche, Urlaubsgeld, Betriebsrentenansprüche und die Fähigkeit, monatlich für das Alter zu sparen.
Die Teilzeitfalle ist besonders heimtückisch, weil sie sich kurzfristig richtig anfühlt. Mehr Zeit für Familie, weniger Stress – das sind reale Vorteile. Die finanziellen Folgen entstehen jedoch schleichend über Jahre und werden erst im Rentenalter spürbar. Wer heute bewusst Teilzeit wählt, sollte mindestens wissen, was das langfristig bedeutet, und aktiv private Gegenmaßnahmen einplanen.
AUF EINEN BLICK
- Lektionen der Müttergeneration: Berufstätigkeit, aber oft Vorsorgelücken
- Kombination aus Bewährtem und modernen Tools (Apps, ETFs, digitale Rechner
- Offene Geldgespräche in der Familie als Erfolgsfaktor
Krisenresilienz trifft digitale Finanztools: Das Beste aus drei Generationen kombinieren
Erste eigene Budgetplanung und Haushaltsführung im Alltag
Großmütter sind oft unterschätzte Finanzlehrerinnen. Ihre Kernkompetenz war Disziplin: niemals mehr ausgeben als einnehmen, immer eine Reserve halten, nichts auf Pump kaufen, was man sich nicht leisten kann. In einer Zeit, in der Buy-Now-Pay-Later-Angebote und endlose Abonnements die Ausgaben verschleiern, ist dieser Grundsatz aktueller denn je. Krisenresilienz – die Fähigkeit, wirtschaftliche Schocks zu überstehen – beginnt mit einem soliden Puffer, nicht mit maximaler Rendite.
Die Müttergeneration zeigt, was passiert, wenn Berufstätigkeit nicht automatisch mit finanzieller Vorsorge verknüpft wird. Viele Mütter arbeiteten jahrzehntelang, hatten aber kaum private Rücklagen, weil das Geld in den Familienalltag floss und das Thema Altersvorsorge als „noch zu früh" oder „zu kompliziert" galt. Diese Lücke ist heute in vielen Familien spürbar – und sollte ein Warnsignal für die nächste Generation sein. Berufstätigkeit allein schützt nicht vor Altersarmut.
Junge Menschen können heute beides verbinden: die Disziplin und das Sicherheitsdenken der Großmütter mit den modernen Instrumenten, die der Markt bietet. ETF-Sparpläne, digitale Haushaltsbuch-Apps, automatisierte Überweisungen und online Rentenrechner machen Vorsorge zugänglicher und konkreter als je zuvor. Entscheidend ist jedoch, dass diese Werkzeuge auch genutzt werden – und nicht nur in der Theorie bekannt sind. Offene Geldgespräche in der Familie, zwischen Müttern und Töchtern, zwischen Großmüttern und Enkelinnen, sind dabei ein oft unterschätzter Erfolgsfaktor. Wer offen über Geld spricht, macht es weniger tabu und zugänglicher für alle Beteiligten.
AUF EINEN BLICK
- Einnahmen und Ausgaben realistisch gegenüberstellen
- Notgroschen aufbauen, bevor investiert wird
- Grundlagen des langfristigen Vermögensaufbaus früh verstehen
Vom ersten eigenen Budget zum langfristigen Vermögensaufbau: Grundlagen für Sparerinnen
Warum die gesetzliche Rente für Frauen oft nicht ausreicht
Der Schritt in ein eigenverantwortliches Wirtschaften ist für viele Frauen ein entscheidender Moment – sei es beim Berufseinstieg, nach einer Familienphase oder bei einer beruflichen Neuorientierung. Ein eigenes Budget zu erstellen ist dabei der erste und wichtigste Schritt: Einnahmen aus Gehalt, Nebenverdienst, Förderungen und eventuell weiteren Quellen stehen festen Ausgaben wie Miete, Lebensmitteln und Mobilität gegenüber. Wer diesen Überblick einmal aufgebaut hat, trifft bessere finanzielle Entscheidungen – nicht nur in der aktuellen Lebensphase, sondern ein Leben lang.
Bei der Finanzplanung lohnt es sich, alle verfügbaren Bausteine zu kombinieren. Staatliche Förderinstrumente wie Zuschüsse oder Zulagen werden oft nicht in Anspruch genommen, weil viele die Förderung für sich nicht erwarten. Nebenverdienste können bis zur aktuellen Minijob-Grenze von 603 € im Monat sozialversicherungsfrei ausgeübt werden, was besonders in Phasen mit geringerem Einkommen vorteilhaft ist. Fördermöglichkeiten von Stiftungen und Organisationen werden nach wie vor zu selten beantragt und bieten neben Geld auch wertvolle Netzwerke.
Bevor investiert wird, gehört ein Notgroschen aufgebaut – in der Regel drei bis sechs Nettomonatsausgaben auf einem liquiden, sicheren Konto. Dieser Puffer verhindert, dass unvorhergesehene Ausgaben wie eine Reparatur, Krankheitskosten oder ein überbrückter Jobverlust sofort in Schulden münden. Erst wenn dieser Basisschutz steht, macht es Sinn, über langfristigen Vermögensaufbau nachzudenken. Selbst kleine Sparraten wirken über lange Zeiträume durch den Zinseszinseffekt erheblich – je früher begonnen wird, desto größer der Effekt.
Ein weiterer steuerlicher Hinweis: Wer Kapitalerträge erzielt, kann den Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Jahr nutzen, bevor Abgeltungsteuer von 25 % anfällt. Dieser Freibetrag sollte durch einen Freistellungsauftrag bei der Bank ausgeschöpft werden – eine einfache Maßnahme, die oft vergessen wird.
AUF EINEN BLICK
- Zusammenspiel gesetzlicher, betrieblicher und privater Vorsorge
- Einfluss von Teilzeit und Elternzeit auf die spätere Rente
- Wie ein Rentenlücken-Check Klarheit über den eigenen Bedarf schafft
Warum die gesetzliche Rente für Frauen oft nicht reicht – und was jetzt hilft
Arbeitskraft ist das größte Vermögen – Berufsunfähigkeit betrifft auch junge Menschen
Die gesetzliche Rente basiert auf dem Prinzip der Äquivalenz: Wer mehr und länger einzahlt, bekommt mehr heraus. Für Frauen bedeutet das strukturell niedrigere Ansprüche, weil Erwerbsunterbrechungen, Teilzeit und niedrigere Löhne direkt in geringere Rentenpunkte übersetzt werden. Wer zehn Jahre lang in Teilzeit gearbeitet hat, kann diesen Rückstand zwar durch freiwillige Beiträge oder private Vorsorge teilweise ausgleichen – aber nur, wenn die Lücke früh erkannt und aktiv gehandelt wird.
Das deutsche Altersvorsorgensystem ruht auf drei Säulen: der gesetzlichen Rentenversicherung, der betrieblichen Altersvorsorge und der privaten Vorsorge. Für Frauen ist es besonders wichtig, alle drei Säulen zu nutzen. Die betriebliche Altersvorsorge über den Arbeitgeber ist oft günstiger als rein privat abgeschlossene Produkte, weil Beiträge steuer- und sozialabgabenfrei eingezahlt werden können. Private Vorsorgeprodukte wie fondsgebundene Rentenversicherungen oder ETF-Sparpläne ergänzen das System flexibel.
Elternzeit hat eine Besonderheit: Für maximal drei Jahre nach der Geburt werden Kindererziehungszeiten in der gesetzlichen Rente angerechnet – das schließt die Lücke jedoch nicht vollständig, insbesondere wenn danach in Teilzeit weitergearbeitet wird. Wer den Einfluss dieser Entscheidungen auf die eigene Rente konkret verstehen möchte, sollte einen Rentenlücken-Check durchführen: Dieser zeigt, welches Einkommen im Alter voraussichtlich zur Verfügung steht und wie groß die Differenz zum gewünschten Lebensstandard ist.
AUF EINEN BLICK
- Frühe Absicherung ist meist günstiger und einfacher abzuschließen
- Gesundheitszustand spielt bei Abschluss eine Rolle – nicht unnötig aufschieben
- Krankenversicherung: Familienversicherung vs. eigene Beiträge
Die Arbeitskraft schützen: Berufsunfähigkeit, Krankenversicherung und mehr
Finanzwissen als Erbe: Was Töchter von finanzstarken Müttern übernehmen
Das größte finanzielle Vermögen eines Menschen ist nicht das Sparbuch – es ist die Arbeitskraft. Die Fähigkeit, über Jahrzehnte Einkommen zu erzielen, ist das Fundament jedes Vermögensaufbaus und jeder Altersvorsorge. Fällt diese Fähigkeit durch Krankheit oder Unfall weg, bricht die gesamte finanzielle Planung ein. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) schützt genau dieses Fundament: Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn man den zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben kann.
Der Zeitpunkt des Abschlusses spielt eine entscheidende Rolle, die häufig unterschätzt wird. Einerseits sind Beiträge für jüngere, gesunde Personen deutlich niedriger als für ältere. Andererseits spielen Vorerkrankungen bei der Gesundheitsprüfung eine Rolle: Wer früh abschließt, hat in der Regel einen besseren Gesundheitszustand und muss seltener mit Ausschlüssen oder Zuschlägen rechnen. Ein Aufschub aus dem Gefühl heraus, noch jung und gesund zu sein, ist deshalb kontraproduktiv.
Ein besonderes Thema ist die Krankenversicherung. Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres können Kinder in der gesetzlichen Krankenversicherung ihrer Eltern beitragsfrei familienversichert bleiben – sofern sie kein eigenes Einkommen über der Minijob-Grenze von 603 € monatlich erzielen. Der allgemeine GKV-Beitragssatz liegt bei 14,6 %, was die Familienversicherung für viele junge Erwachsene besonders attraktiv macht. Wer diese Grenze überschreitet oder das 25. Lebensjahr vollendet, muss sich selbst versichern – und sollte diesen Übergang aktiv planen.
AUF EINEN BLICK
- Langfristiges Investieren und Zinseszinseffekt einfach erklärt
- Diversifikation und Risikostreuung als Grundprinzip
- Finanzielle Bildung bewusst in der Familie fördern
Finanzwissen als Erbe: Wie finanzielle Bildung in der Familie weiterwirkt
Ist-Zustand analysieren: Einnahmen, Ausgaben, Absicherung
Es gibt ein Erbe, das keine Erbschaftsteuer kennt und das jeden Betrag übersteigen kann: Finanzwissen. Töchter, die aufwachsen mit offenen Geldgesprächen, die beobachten, wie ihre Mütter mit einem Budget wirtschaften, investieren und bewusst vorsorgen, starten ins Erwachsenenleben mit einem erheblichen Vorsprung. Dieses implizite Wissen – wie man mit Geld umgeht, worüber man reden darf und was man wertschätzt – wird in der Familie weitergegeben, oft unbewusst, aber mit langfristiger Wirkung.
Langfristiges Investieren basiert auf einem einfachen, aber mächtigen Prinzip: dem Zinseszinseffekt. Wer früh beginnt, kleine Beträge regelmäßig anzulegen, und diese Erträge reinvestiert, profitiert exponentiell über die Zeit. Ein ETF-Sparplan, der breit diversifiziert in viele Unternehmen und Märkte gleichzeitig investiert, kombiniert dieses Prinzip mit dem Grundsatz der Risikostreuung: Kein einzelner Verlust reißt das gesamte Portfolio in die Tiefe. Diese Grundprinzipien – Regelmäßigkeit, Diversifikation, langer Zeithorizont – sind in ihrer Einfachheit das Wichtigste, was eine Generation an die nächste weitergeben kann.
Finanzielle Bildung bewusst zu fördern bedeutet konkret: über Geld sprechen, ohne Scham oder Tabu. Es bedeutet, Töchtern zu zeigen, wie ein Depot eröffnet wird, wie man einen Freistellungsauftrag einrichtet oder warum ein Notgroschen wichtiger ist als das neueste Smartphone. Es bedeutet auch, ehrlich über eigene Fehler und verpasste Chancen zu sprechen – denn auch das ist Wissen, das schützt.
AUF EINEN BLICK
- Konkrete kleine Ziele setzen und automatisieren (Sparplan, Rücklage
- Vorsorgelücken mit passenden Rechnern konkret sichtbar machen
- Regelmäßig überprüfen und anpassen
Konkret starten: Vier Schritte, die wirklich einen Unterschied machen
Der erste Schritt ist immer der Ist-Zustand: Was kommt rein, was geht raus, und wie sieht die eigene Absicherung aus? Ein ehrlicher Blick auf Einnahmen, Ausgaben, bestehende Versicherungen und Vorsorge-Situation schafft die Grundlage für jede weitere Entscheidung. Wer diesen Überblick noch nie erstellt hat, wird oft überrascht sein – sowohl positiv als auch negativ. Unwissenheit schützt nicht, Klarheit hingegen ermöglicht Handlung.
Auf dieser Basis lassen sich konkrete kleine Ziele setzen: einen Notgroschen aufbauen, einen Sparplan starten, eine Versicherung prüfen. Entscheidend ist die Automatisierung: Wer eine Sparrate direkt nach Gehalts- oder Renteneingang abbuchen lässt, spart verlässlicher als jemand, der am Monatsende schaut, was übrig bleibt. Kleine automatisierte Schritte schlagen große gelegentliche Vorsätze bei weitem.
Vorsorgelücken sind besonders schwer greifbar, weil die Rente so weit in der Zukunft liegt. Genau deshalb sind konkrete Rechner so wertvoll: Sie übersetzen abstrakte Rentenpunkte in reale Monatsbeträge und zeigen, welche Differenz zwischen gesetzlicher Rente und dem gewünschten Lebensstandard besteht. Diese Lücke sichtbar zu machen ist der erste Schritt, sie zu schließen. Und schließlich gilt: Finanzplanung ist kein einmaliges Ereignis. Lebensumstände ändern sich – Jobwechsel, Umzug, Elternzeit, Gehaltserhöhung. Wer seinen Finanzplan regelmäßig überprüft und anpasst, bleibt langfristig auf Kurs.
Finanzielle Stärke ist kein Zufall – sie wird über Generationen aufgebaut
Drei Generationen von starken Frauen zeigen: Finanzielle Unabhängigkeit war nie selbstverständlich und ist es heute noch nicht. Aber sie ist erreichbarer denn je – wenn man die Lektionen der Vergangenheit kennt, strukturelle Risiken wie den Gender Pension Gap ernst nimmt und früh mit konkreten Schritten beginnt. Ob Notgroschen, Sparplan, Berufsunfähigkeitsversicherung oder Rentenvorsorge – der beste Zeitpunkt zu starten ist jetzt.
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Häufige Fragen
Im Finanzkontext beschreibt der Begriff '3 Generationen von starken Frauen' eine familiäre Situation, in der Großmutter, Mutter und Tochter gemeinsam über ihre finanzielle Lage sprechen und voneinander lernen. Es geht darum, finanzielle Entscheidungen wie Geldanlage, Absicherung und Altersvorsorge aktiv zu gestalten, statt sie dem Partner oder dem Zufall zu überlassen. Diese generationsübergreifende Weitergabe von Wissen hilft, typische finanzielle Nachteile von Frauen zu reduzieren.
Frauen haben häufiger eine Rentenlücke als Männer, weil sie im Durchschnitt weniger verdienen und öfter in Teilzeit oder in familienbedingten Auszeiten arbeiten. Zudem übernehmen sie häufiger unbezahlte Care-Arbeit, was zu geringeren Beitragszahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung führt. Auch die geschlechtsspezifische Lohnlücke, also der Gender Pay Gap, trägt dazu bei, dass die spätere Rente niedriger ausfällt.
Du kannst früh finanzielle Unabhängigkeit erreichen, indem du ein transparentes Budget erstellst und deine Ausgaben regelmäßig kontrollierst. Zudem solltest du einen Notgroschen für unvorhergesehene Ausgaben aufbauen und, wenn möglich, eine berufliche Tätigkeit mit sozialversicherungspflichtigem Einkommen wählen, um eigene Rentenbeiträge zu sammeln. Auch das Nutzen von staatlichen Förderungen wie Wohngeld kann deine finanzielle Basis stärken.
Junge Frauen sollten bereits mit dem ersten eigenen Einkommen, also oft zu Beginn des Berufslebens, an die Altersvorsorge denken. Je früher du mit dem Sparen beginnst, desto stärker profitiert dein Vermögen vom Zinseszinseffekt, auch wenn die Beträge zunächst klein sind. Eine frühzeitige Beschäftigung mit dem Thema hilft dir, spätere finanzielle Lücken zu vermeiden und realistische Ziele zu setzen.
Für junge Frauen sind in der Regel eine private Haftpflichtversicherung und eine Berufsunfähigkeitsversicherung besonders sinnvoll, da diese existenzielle Risiken abdecken. Eine Krankenversicherung ist in Deutschland ohnehin Pflicht, und eine Hausratversicherung kann je nach Lebenssituation nützlich sein. Über eine Lebensversicherung solltest du erst nachdenken, wenn du Familie oder Kredite absichern musst.
Teilzeit reduziert das monatliche Einkommen und damit auch die Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung, was langfristig zu einer niedrigeren Rente führt. Zudem sinken oft Aufstiegschancen und Weiterbildungsmöglichkeiten, was die finanzielle Situation zusätzlich belastet. Wenn du in Teilzeit arbeitest, solltest du bewusst Rücklagen bilden und prüfen, ob du freiwillige Beiträge in die Rentenkasse einzahlen kannst.
Du kannst Finanzwissen in deiner Familie weitergeben, indem du offene Gespräche über Geld, Budgets und Sparziele führst und dabei auf Augenhöhe kommunizierst. Erkläre konkrete Beispiele aus deinem Alltag, etwa wie du ein Konto führst oder eine Versicherung abschließt, und ermutige deine Angehörigen, eigene Fragen zu stellen. Auch gemeinsame Aktivitäten wie das Erstellen eines Familienbudgets oder das Vergleichen von Angeboten können das Verständnis fördern.
Quellen & Stand 09.07.2026
- Bundesfinanzministerium, Rahmen
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