PostIdent So identifizierst du dich schnell & sicher
PostIdent einfach erklärt: Wie du dich per App, Filiale oder VideoIdent ausweist – ideal beim Kontoeröffnen, BAföG & mehr.
- PostIdent ist ein Identifizierungsverfahren der Deutschen Post, das deine Identität rechtssicher bestätigt – ohne persönlichen Termin bei der Bank.
- Typische Anwendungsfälle: Girokonto eröffnen, Kreditkarte beantragen, BAföG-Anträge, Mobilfunkverträge und Onlinebroker.
- Das Verfahren ersetzt den früher üblichen Gang zur Bankfiliale und ist heute vollständig digital möglich.
- Grundlage ist das Geldwäschegesetz (GwG), das Finanzinstitute zur Kundenidentifizierung verpflichtet.
PostIdent erklärt: Deine Identität rechtssicher bestätigen – ohne Banktermin
PostIdent ist ein Identifizierungsverfahren der Deutschen Post, das deine Identität rechtssicher bestätigt – ohne persönlichen Termin bei der Bank.
PostIdent ist das Identifizierungsverfahren der Deutschen Post, mit dem du dich legal und sicher ausweist – per App, in der Filiale oder per Brief. Für Verbraucher ist es der Schlüssel zu Girokonto, Depot und Mobilfunkvertrag.
AUF EINEN BLICK
- Typische Anwendungsfälle: Girokonto eröffnen, Kreditkarte beantragen, Versicherungsverträge, Mobilfunkverträge und Onlinebroker.
- Das Verfahren ersetzt den früher üblichen Gang zur Bankfiliale und ist heute vollständig digital möglich.
- Grundlage ist das Geldwäschegesetz (GwG), das Finanzinstitute zur Kundenidentifizierung verpflichtet.
Rechner: Sparplan & Zinseszins
Zieh die Regler – sieh, wie aus kleinen Raten Vermögen wird.
🧮 Sparplan-Rechner
Modellrechnung, konstante Rendite, vor Steuern & Kosten – keine Anlageberatung.
Was ist PostIdent – und warum brauchst du es?
PostIdent per App (VideoIdent): Live-Videogespräch mit einem Agenten direkt am Smartphone – rund um die Uhr, in wenigen Minuten.
PostIdent ist ein Identifizierungsverfahren der Deutschen Post AG, das deine Identität rechtssicher bestätigt, ohne dass du persönlich in eine Bankfiliale oder zu einem anderen Dienstleister fahren musst. Der Hintergrund ist gesetzlicher Natur: Das Geldwäschegesetz (GwG) verpflichtet Finanzinstitute und andere regulierte Unternehmen dazu, die Identität ihrer Kund:innen zuverlässig zu prüfen, bevor ein Konto eröffnet, ein Vertrag abgeschlossen oder ein Depot angelegt werden darf. PostIdent übernimmt diesen Schritt stellvertretend – rechtssicher, geprüft und anerkannt.
Für Verbraucher:innen ist PostIdent besonders relevant, weil der Alltag oft kaum Zeit für Filialtermine lässt und viele attraktive Angebote ausschließlich online verfügbar sind. Wer ein kostenloses Girokonto bei einer Direktbank eröffnen, einen Onlinebroker für den Einstieg ins Investieren nutzen, einen Mobilfunkvertrag abschließen oder einen Kredit online beantragen möchte, stößt früher oder später auf PostIdent oder ein gleichwertiges Verfahren. Ohne erfolgreiche Identifizierung bleibt das Konto gesperrt, der Vertrag unvollständig und der Antrag auf Eis.
Das Verfahren ersetzt den früher üblichen Gang zur Hausbank. Früher musste man persönlich bei der kontoführenden Bank erscheinen, sich ausweisen und das Formular vor Ort unterschreiben. Heute ist dieser Prozess vollständig digitalisiert – per Video-Chat am Smartphone, per Filialbesuch bei einem der tausenden DHL-Paketshops oder per Briefversand. Die Flexibilität macht PostIdent gerade für Menschen attraktiv, die häufig umziehen, beruflich viel unterwegs sind oder schlicht keinen starren Terminkalender haben.
Wichtig zu verstehen: PostIdent ist kein Produkt oder Konto, sondern ein reiner Identifizierungsdienst. Du nutzt es einmalig für einen bestimmten Anlass – danach ist der Auftrag erledigt und die bestätigten Daten werden an den anfragenden Anbieter übermittelt. Die Deutsche Post fungiert dabei als neutraler, gesetzlich anerkannter Dritter.
AUF EINEN BLICK
- PostIdent in der Filiale: Coupon ausdrucken oder digital vorzeigen, Personalausweis oder Reisepass mitbringen, Mitarbeiter scannt und bestätigt.
- PostIdent per Brief (Brief-Ident): Ausweis-Kopie und Formular per Einschreiben – langsamer, aber ohne Technik nutzbar.
- Für die meisten ist der App-Weg am schnellsten und passt zum mobilen Alltag; Filial-Ident lohnt sich, wenn du ohnehin ein Paket abholen musst.
- Nicht alle Anbieter unterstützen alle drei Methoden – prüfe vorab die Vorgaben des jeweiligen Dienstleisters.
Die drei PostIdent-Methoden im Überblick
Schritt 1: PostIdent-App der Deutschen Post im App Store oder Google Play Store herunterladen.
Die Deutsche Post bietet aktuell drei Varianten an, wie du dich identifizieren kannst – und jede hat ihre eigenen Stärken. Welche Methode verfügbar ist, hängt auch davon ab, welche Optionen der jeweilige Anbieter (Bank, Broker, Telekommunikationsunternehmen) anbietet. In der Regel werden dir aber mindestens zwei der drei Wege angeboten.
PostIdent per App (VideoIdent) ist für die meisten Verbraucher die schnellste und bequemste Lösung. Du lädst die offizielle PostIdent-App der Deutschen Post auf dein Smartphone, öffnest den Identifikationsauftrag deines Anbieters und wirst per Live-Videochat mit einem echten Agenten verbunden. Der Dienst ist rund um die Uhr verfügbar – theoretisch also auch nachts um zwei, wenn du gerade Zeit hast. Der gesamte Vorgang dauert häufig nur wenige Minuten, sofern Verbindung und Dokumente stimmen.
PostIdent in der Filiale funktioniert wie ein klassischer Gang zum Postschalter. Du erhältst vom Anbieter einen Coupon – digital als PDF oder als QR-Code, den du auf dem Smartphone vorzeigst – und bringst deinen Personalausweis oder Reisepass mit. Ein Mitarbeiter scannt den Coupon und deine Ausweisdaten, du unterschreibst ein Formular, fertig. Diese Methode ist besonders praktisch, wenn du ohnehin ein Paket abholen musst oder keine stabile Internetverbindung für einen Videochat hast. Mit über 13.000 Filialen und Paketshops deutschlandweit ist das Netz der Deutschen Post flächendeckend – auch in kleineren Orten.
PostIdent per Brief (Brief-Ident) ist die langsamste, aber technologieärmste Variante: Du schickst eine Kopie deines Ausweises zusammen mit einem ausgefüllten Formular per Einschreiben an den Anbieter. Dieses Verfahren wird heute seltener eingesetzt und eignet sich vor allem für Personen ohne Smartphone oder stabilen Internetzugang. Für alle, die schnell ein Konto benötigen, ist es in der Regel keine erste Wahl.
AUF EINEN BLICK
- Schritt 2: Den Identifikationsauftrag deines Anbieters (z. B. Link oder QR-Code) in der App öffnen.
- Schritt 3: Gültigen Personalausweis oder Reisepass bereithalten – abgelaufene Dokumente werden abgelehnt.
- Schritt 4: Videochat starten; der Agent prüft das Dokument, lässt dich ggf. drehen oder beleuchten.
- Schritt 5: Bestätigung erfolgt digital; der Anbieter wird automatisch informiert – du musst nichts weiter tun.
Schritt für Schritt: PostIdent per App (VideoIdent) durchführen
Schritt 1: Coupon vom Anbieter herunterladen oder per E-Mail erhalten – digital auf dem Smartphone reicht oft aus.
Der VideoIdent-Weg ist für die meisten Verbraucher:innen der Einstieg der Wahl – er funktioniert ohne Anfahrt, ohne Warteschlange und lässt sich bequem von zu Hause aus erledigen. Damit der erste Versuch klappt, lohnt es sich, die Schritte einmal in Ruhe durchzugehen, bevor man die Sitzung startet.
Im ersten Schritt lädst du die offizielle PostIdent-App der Deutschen Post aus dem App Store (iOS) oder dem Google Play Store (Android) herunter. Achte darauf, die richtige App zu installieren – es gibt ähnlich klingende Drittanbieter-Apps, die nichts mit dem offiziellen Verfahren zu tun haben. Im zweiten Schritt öffnest du den Identifikationsauftrag deines Anbieters: Meist erhältst du per E-Mail einen Link oder QR-Code, den du direkt in der App scannst oder öffnest. Dieser Auftrag verknüpft deine spätere Identifizierung mit dem richtigen Anbieter-Vorgang.
Im dritten Schritt hältst du deinen gültigen Personalausweis oder Reisepass bereit. Abgelaufene Dokumente werden konsequent abgelehnt – das ist kein Ermessensspielraum des Agenten, sondern eine gesetzliche Vorgabe. Prüfe also vorab das Ablaufdatum. Im vierten Schritt startest du den Videochat: Du wirst mit einem Agenten verbunden, der dein Dokument im Live-Bild prüft. Er oder sie kann dich bitten, den Ausweis zu drehen, in eine bestimmte Lichtrichtung zu halten oder eine Seite näher an die Kamera zu halten. Am Ende der kurzen Sitzung erhältst du eine Bestätigung – und der Anbieter wird automatisch benachrichtigt, dass deine Identität erfolgreich verifiziert wurde.
Für ein reibungsloses Ergebnis empfiehlt es sich, WLAN statt mobilem Datennetz zu nutzen, sich in einem gut beleuchteten Raum aufzuhalten und alle anderen Apps zu schließen, um Bandbreite zu sparen. Wer das beachtet, ist in der Regel in unter zehn Minuten durch.
AUF EINEN BLICK
- Schritt 2: Nächste DHL-/Deutsche-Post-Filiale oder Paketshop mit PostIdent-Service suchen (Filialfinder auf deutschepost.de).
- Schritt 3: Gültigen Lichtbildausweis mitbringen – kein Führerschein, nur Personalausweis oder Reisepass.
- Schritt 4: Mitarbeiter scannt Coupon und Ausweisdaten, du unterschreibst das Formular.
- Schritt 5: Du erhältst eine Quittung; die Bestätigung geht direkt an den Anbieter.
Schritt für Schritt: PostIdent in der Filiale erledigen
Deutscher Personalausweis (auch vorläufiger): muss gültig sein.
Der Filialweg ist etwas aufwändiger als der App-Weg, aber für viele Verbraucher:innen eine verlässliche Alternative – besonders wenn das Smartphone gerade defekt ist, der Akku leer oder die Verbindung zu Hause mal wieder unzuverlässig. Auch wer sowieso ein Paket abholen muss, kann den Ident gleich mit erledigen.
Als erstes benötigst du den Coupon deines Anbieters. Dieser wird dir in der Regel per E-Mail als PDF zugeschickt oder du kannst ihn im Kundenportal des Anbieters herunterladen. In vielen Fällen reicht es, den Coupon als QR-Code auf dem Smartphone-Bildschirm vorzuzeigen – ein Ausdruck ist nicht immer notwendig, aber schadet nicht. Im zweiten Schritt suchst du die nächste DHL-Filiale oder einen Paketshop mit PostIdent-Service. Der offizielle Filialfinder auf der Website der Deutschen Post zeigt dir, welche Standorte das Verfahren anbieten – nicht jeder kleine Paketshop ist dafür ausgestattet.
Im dritten Schritt bringst du zwingend einen gültigen Lichtbildausweis mit – Personalausweis oder Reisepass. Ein Führerschein wird nicht akzeptiert, auch wenn er ein Foto enthält. Ein Schüler- oder Mitarbeiterausweis gilt ebenfalls nicht als Identifizierungsdokument im Sinne des Geldwäschegesetzes. Im vierten und letzten Schritt scannt der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin sowohl deinen Coupon als auch die Ausweisdaten. Du unterschreibst anschließend ein kurzes Formular, das bestätigt, dass die Identifizierung stattgefunden hat. Die Daten werden danach elektronisch an den Anbieter übermittelt.
| Aspekt | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Deutscher Personalausweis (auch vorläufiger): muss gültig sein. | , |
| Reisepass (deutsch oder EU/EWR): wird in der Regel akzeptiert, kombiniert mit Meldebestätigung je nach Anbieter. | , |
| Ausländische Ausweise: Akzeptanz hängt vom jeweiligen Dienstleister ab – vorab klären. | , |
| Führerschein | Schüler- oder Mitarbeiterausweis oder abgelaufene Dokumente werden grundsätzlich nicht anerkannt. |
| Bei VideoIdent muss das Dokument einen maschinenlesbaren Chip oder Barcode enthalten. | , |
Welche Dokumente werden bei PostIdent akzeptiert?
SCHUFA-Ident, IDnow, WebID und Verimi sind alternative Anbieter – funktional ähnlich, aber nicht überall verfügbar.
Eine der häufigsten Stolperfallen beim PostIdent ist das falsche oder abgelaufene Ausweisdokument. Das Verfahren basiert auf gesetzlichen Anforderungen – entsprechend gibt es wenig Spielraum für Ausnahmen. Wer vorbereitet erscheint, spart sich einen zweiten Anlauf.
Akzeptiert werden grundsätzlich der deutsche Personalausweis – auch der vorläufige Personalausweis – sowie der Reisepass. Bei EU- und EWR-Bürgern werden in der Regel auch der jeweilige nationale Personalausweis oder Reisepass anerkannt, teilweise in Kombination mit einer Meldebestätigung, je nach den Anforderungen des anfragenden Anbieters. Entscheidend ist in jedem Fall: Das Dokument muss zum Zeitpunkt der Identifizierung gültig sein. Ein auch nur einen Tag abgelaufener Ausweis führt zur Ablehnung.
Für Personen mit einem Ausweis aus einem Nicht-EU-Land gestaltet sich die Situation komplizierter. Drittstaaten-Ausweise werden nicht von allen Anbietern und nicht bei jeder Methode akzeptiert. Hier lohnt sich ein Blick in die FAQ des jeweiligen Anbieters oder ein kurzer Anruf beim Kundenservice – bevor man den Weg zur Filiale antritt. In manchen Fällen wird zusätzlich eine Aufenthaltserlaubnis verlangt.
Grundsätzlich nicht anerkannt werden: der Führerschein (auch der europäische), der Personalausweis eines anderen Zwecks, Bibliotheksausweise, Geburtsurkunden oder andere behördliche Schreiben. Auch ein abgelaufener Personalausweis, für den ein Verlängerungsantrag gestellt wurde, gilt nicht – nur das gültige Dokument zählt.
AUF EINEN BLICK
- eID (Online-Ausweis-Funktion): Schnellste Methode, erfordert NFC-fähiges Smartphone und aktivierte eID-Funktion auf dem Personalausweis.
- PostIdent ist das bekannteste und am weitesten verbreitete Verfahren in Deutschland – besonders bei Banken und Telekommunikationsanbietern.
- Für Verbraucher ohne regelmäßiges Einkommen ist PostIdent oft der einzige Weg, da SCHUFA-Score oder Einkommensnachweise bei alternativen Verfahren manchmal eine Rolle spielen.
- Kosten für dich als Nutzer: PostIdent ist in der Regel für Privatpersonen kostenlos; der anfragende Anbieter trägt die Gebühren.
PostIdent vs. andere Identifizierungsverfahren: Was ist der Unterschied?
Abgelaufenen Ausweis mitgebracht: Identifizierung schlägt fehl – Neutermin nötig. Vorab Gültigkeitsdatum prüfen.
PostIdent ist in Deutschland das bekannteste und am weitesten verbreitete Identifizierungsverfahren, aber nicht das einzige. Wer ein Konto bei bestimmten Banken eröffnet oder einen Vertrag bei bestimmten Anbietern abschließt, begegnet möglicherweise auch Alternativen wie IDnow, WebID, Verimi oder dem SCHUFA-Ident-Verfahren. Funktional ähneln sich alle: Ein Mensch oder ein KI-gestütztes System prüft dein Dokument und deine Identität in Echtzeit oder asynchron.
Eine besonders schnelle Alternative ist die eID-Funktion des deutschen Personalausweises. Wer einen Personalausweis mit aktivierter Online-Ausweis-Funktion und ein NFC-fähiges Smartphone besitzt, kann sich in wenigen Sekunden digital ausweisen – ganz ohne Videochat oder Filialbesuch. Der Haken: Viele Personalausweise der älteren Generation haben die eID-Funktion nicht aktiviert, und nicht jedes Smartphone unterstützt NFC. Außerdem ist die eID noch nicht bei allen Anbietern als Identifizierungsmethode verfügbar.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher ohne festes Einkommen ist PostIdent oft der unkomplizierteste Weg: Bei einigen alternativen Verfahren spielen SCHUFA-Score oder Einkommensnachweise eine ergänzende Rolle – PostIdent selbst fragt jedoch keine Bonitätsdaten ab. Es prüft ausschließlich, ob du die Person bist, die du vorgibst zu sein. Das macht das Verfahren transparent und fair, unabhängig von deiner finanziellen Situation.
PostIdent ist besonders verbreitet bei Banken (darunter viele Direktbanken und Neobanken), Telekommunikationsanbietern, Onlinebrokern und Versicherungen. Wer also mehrere Finanzprodukte online eröffnen möchte, begegnet PostIdent in der Regel immer wieder – und die einmal installierte App kann für künftige Vorgänge erneut genutzt werden.
AUF EINEN BLICK
- Schlechte Verbindung beim VideoIdent: Sitzung bricht ab, Wartezeit entsteht. WLAN statt mobiles Netz nutzen.
- Falscher Coupon: Prüfe, ob der Coupon zum richtigen Anbieter gehört und noch nicht abgelaufen ist.
- Name nicht identisch: Zeichensatzfehler oder Namenszusätze (z. B. akademische Titel) können zu Problemen führen – exakt wie im Ausweis angeben.
- Filiale ohne PostIdent-Service aufgesucht: Nicht jede DHL-Packstation oder Postfiliale führt Identifizierungen durch – Filialfinder nutzen.
Häufige Fehler bei PostIdent – und wie du sie vermeidest
Girokonto oder Depot online eröffnen: Fast alle Direktbanken setzen PostIdent oder ein gleichwertiges Verfahren voraus.
Die meisten gescheiterten PostIdent-Versuche haben vermeidbare Ursachen. Wer die folgenden Punkte vor dem Start überprüft, spart sich Zeit und Frust.
Der häufigste Fehler: ein abgelaufener Ausweis. Prüfe vor jedem PostIdent-Versuch das Ablaufdatum auf der Vorderseite deines Personalausweises oder Reisepasses. Ist das Dokument auch nur einen Tag abgelaufen, scheitert die Identifizierung – beim VideoIdent ebenso wie in der Filiale. Die Ausstellung eines neuen Ausweises dauert mehrere Wochen, also plane voraus.
Beim VideoIdent ist eine stabile Internetverbindung entscheidend. Bricht die Sitzung durch eine schlechte WLAN-Verbindung ab, musst du erneut in der Warteschleife warten – das kostet Zeit und Nerven. Nutze wenn möglich dein heimisches WLAN statt mobiles Datennetz, schließe andere Apps und stelle sicher, dass dein Akku ausreichend geladen ist. Außerdem solltest du dich in einem gut beleuchteten Raum befinden: Schlechte Lichtverhältnisse erschweren dem Agenten die Dokumentenprüfung und verlängern den Vorgang unnötig.
Ein weiterer häufiger Fehler betrifft den Coupon: Prüfe, ob der Coupon zum richtigen Anbieter gehört und ob er noch gültig ist. Coupons haben in der Regel ein Ablaufdatum – wer wochenlang wartet, bevor er den Ident abschließt, muss möglicherweise einen neuen Coupon anfordern. Außerdem solltest du darauf achten, dass dein Name exakt so in allen Formularen angegeben wird, wie er in deinem Ausweis steht – inklusive aller Sonderzeichen, Bindestriche und Namenszusätze. Abweichungen können zu Problemen bei der Zuordnung führen.
AUF EINEN BLICK
- Onlinebroker und Wertpapierdepot: Gesetzlich vorgeschriebene Identifizierung nach GwG – kein Depot ohne Ident.
- Behördenportale und Versicherungsplattformen verlangen teilweise digitale Identifizierung für Online-Anträge.
- SIM-Karten und Mobilfunkverträge: Das Telekommunikationsgesetz (TKG) schreibt Identifizierung vor.
- Nebenjob-Plattformen und Freelancer-Portale: Auszahlungen werden erst nach Identifizierung freigeschaltet.
PostIdent im Alltag: Wann du es wirklich brauchst
PostIdent ist kein Selbstzweck – es ist der Türöffner zu einer ganzen Reihe von Finanzprodukten und Verträgen, die für Verbraucher:innen relevant sind. Wer versteht, wann und warum das Verfahren eingesetzt wird, kann gezielter planen und unnötige Verzögerungen vermeiden.
Am häufigsten begegnet dir PostIdent bei der Eröffnung eines Giro- oder Basiskontos. Fast alle Direktbanken – von der ING über die DKB bis zu Neobanken wie N26 – bieten ihre Konten ausschließlich online an und setzen PostIdent oder ein gleichwertiges Verfahren voraus. Ohne erfolgreiche Identifizierung bleibt das Konto im Antragsstatus eingefroren. Gerade wenn du ein neues Konto für Gehaltseingänge oder Mietzahlungen benötigst, solltest du diesen Schritt früh einplanen.
Auch beim Einstieg in die Geldanlage führt kein Weg an PostIdent vorbei. Das Geldwäschegesetz schreibt für die Eröffnung eines Wertpapierdepots eine rechtssichere Identifizierung vor – kein Broker darf dir ein Depot ohne abgeschlossenen Ident-Vorgang aktivieren. Wer also früh anfangen möchte, in ETFs oder Aktien zu investieren – was finanziell sinnvoll sein kann, da der Sparerpauschbetrag für Ledige bei 1.000 € liegt und Kapitalerträge bis zu dieser Grenze steuerfrei sind –, muss zunächst den Ident-Schritt abschließen.
SIM-Karten und Mobilfunkverträge sind ein weiterer typischer Anwendungsfall. Das Telekommunikationsgesetz (TKG) schreibt vor, dass Mobilfunkanbieter die Identität ihrer Kund:innen prüfen – PostIdent ist dabei eine der gängigsten Methoden, besonders bei Online-Abschlüssen. Und auch für digitale Antragsportale von Behörden oder Versicherungen wird in manchen Fällen eine digitale Identifizierung verlangt, um Missbrauch zu verhindern und die Datensicherheit zu gewährleisten.
PostIdent meistern – und dann das Beste aus deinen Finanzen machen
PostIdent ist für Verbraucher:innen kein Bürokratie-Monster, sondern ein kurzer, gut handhabbarer Schritt, der dir den Zugang zu digitalen Finanzprodukten eröffnet. Ob Girokonto, Depot oder Mobilfunkvertrag – mit dem richtigen Ausweis, einer stabilen Verbindung und dem passenden Coupon ist die Identifizierung in wenigen Minuten erledigt. Der VideoIdent per App ist dabei für die meisten Nutzer:innen die schnellste und flexibelste Lösung; der Filialweg ist eine zuverlässige Alternative, wenn Technik oder Zeit nicht passen.
Entscheidend ist: Prüfe vor dem Start immer das Ablaufdatum deines Ausweises, halte den Coupon griffbereit und sorge für eine stabile Internetverbindung. Dann steht deiner Kontoeröffnung, Depot-Anmeldung oder Vertragsabschluss nichts mehr im Weg.
🧮 Rechne deinen Fall durch
Ermittle deine konkreten Zahlen mit dem passenden Rechner.
Kostenlos starten →Der 5-Minuten-Finanzkurs
Eine Mail pro Woche: Versicherung, BAföG, erstes Investieren, ohne Fachchinesisch, ohne Verkaufsdruck.
Mit dem Anmelden stimmst du der Datenschutzerklärung zu. Jederzeit abbestellbar.
Häufige Fragen
PostIdent ist für dich als Privatperson in der Regel kostenlos, da die Kosten von dem Unternehmen getragen werden, das die Identifizierung von dir benötigt. Du musst also keine Gebühr an die Deutsche Post oder den Filialbetreiber zahlen.
Ein PostIdent-Coupon ist in der Regel 30 Tage ab Ausstellung gültig. Danach verfällt er und du musst dir einen neuen Coupon von deinem Vertragspartner ausstellen lassen.
Ja, du kannst dich mit einem ausländischen Ausweis per PostIdent identifizieren, sofern der Ausweis den Anforderungen der Deutschen Post entspricht. Dazu zählen insbesondere maschinenlesbare Reisedokumente, die von staatlichen Stellen ausgegeben wurden.
Wenn die VideoIdent-Sitzung abbricht, kannst du sie in der Regel einfach neu starten und den Vorgang wiederholen. Deine bereits eingegebenen Daten werden dabei nicht gespeichert, du musst also den gesamten Ablauf erneut durchführen.
Für PostIdent in der Filiale benötigst du kein Smartphone, da die Identifizierung direkt am Schalter mit deinem Ausweis erfolgt. Für VideoIdent benötigst du dagegen ein internetfähiges Endgerät mit Kamera und Mikrofon, also in der Regel ein Smartphone oder Tablet.
Nein, PostIdent kann nicht per Vollmacht durch eine andere Person für dich durchgeführt werden, da die Identifizierung immer persönlich erfolgen muss. Die Identität der Person, die den Vertrag abschließt, muss durch die Vorlage des eigenen Ausweisdokuments nachgewiesen werden.
PostIdent ist ein Dienst der Deutschen Post, bei dem ein Mitarbeiter deine Identität anhand deines Ausweisdokuments prüft, während die eID-Funktion des Personalausweises eine elektronische Identifizierung über den Chip im Ausweis ermöglicht. Die eID-Funktion wird online über ein Lesegerät oder Smartphone genutzt, während PostIdent analog oder per Video erfolgt.
Ja, PostIdent wird von vielen Neobanken wie N26 oder DKB als eine der anerkannten Methoden zur Identifizierung bei der Kontoeröffnung akzeptiert. Die Banken bieten in der Regel auch VideoIdent oder die eID-Funktion als Alternativen an, du kannst also wählen, welche Methode dir lieber ist.
Quellen & Stand 09.07.2026
- Bundesfinanzministerium, Rahmen
Mehr aus Konto & Banking
- NFC kontaktlos bezahlen: Technik, Sicherheit & Tipps für
- Kreditkarte ohne Girokonto: Was Verbraucher:innen wissen müssen
- Prepaid Kreditkarte: Der vollständige Guide für
- PSD2-Richtlinie einfach erklärt: Deine Rechte beim
- Revolving Kreditkarten: Funktionsweise, Risiken &
- Finanzen, Rabatte & Vorteile im Überblick
- Tankstelle Prepaid: Karten kaufen, aufladen & sinnvoll
- Transferwise (Wise) Debit Card: Der Guide