Postbank Konto 2026: Dein Ratgeber für Gebühren, Eröffnung und Wechsel
Ob Girokonto, Tagesgeld oder Kreditkarte: Wir zeigen dir, was das Postbank Konto 2026 taugt und worauf du achten musst.
Was ist die Postbank und welche Konten bietet sie an?
Die Postbank ist eine deutsche Direktbank mit langer Tradition und gehört inzwischen zur Deutsche Bank Gruppe. Sie betreut bundesweit Millionen von Privatkunden und ist vor allem für ihr Girokonto, Tagesgeldkonto und Sparprodukte bekannt. Anders als viele reine Online-Banken bietet die Postbank auch Filialen in vielen Städten, oft in Verbindung mit Postfilialen.
Zu den wichtigsten Kontomodellen gehören das klassische Girokonto, das oft als 'Postbank Giro plus' oder ähnlich bezeichnet wird, sowie ein einfaches Online-Konto ohne Filialservice. Daneben gibt es Tagesgeldkonten für kurzfristige Ersparnisse und Festgeldkonten mit fester Laufzeit. Auch ein kostenloses Basiskonto für Verbraucher ist gesetzlich vorgeschrieben und wird von der Postbank angeboten.
Für dich als Kunde bedeutet das: Du hast die Wahl zwischen einem Konto mit persönlicher Beratung in der Filiale und einem reinen Online-Konto, das in der Regel günstiger ist. Die genauen Konditionen hängen von deinem gewählten Modell ab und können variieren, daher solltest du vor der Eröffnung genau vergleichen, welche Leistungen du wirklich brauchst.
Wichtig zu wissen: Die Postbank hat in den letzten Jahren viele Filialen umgebaut und das Filialnetz reduziert. Wenn du Wert auf eine Filiale in deiner Nähe legst, prüfe vorher online, ob es in deinem Umfeld überhaupt noch eine gibt.
So funktioniert das Postbank Konto im Alltag
Die Kontoeröffnung bei der Postbank erfolgt in der Regel online oder in einer Filiale. Du benötigst dafür in der Regel deinen Personalausweis oder Reisepass, deine Steueridentifikationsnummer und eine gültige E-Mail-Adresse. Die Identifizierung läuft meist per Video-Ident oder in der Filiale, je nachdem, welchen Weg du wählst.
Nach der Eröffnung erhältst du in der Regel eine Girocard (EC-Karte) und optional eine Kreditkarte. Mit der Girocard kannst du in Deutschland und im EU-Ausland Bargeld an Geldautomaten abheben, die das Postbank- oder Cash-Group-Logo tragen. Die Konditionen hierfür können je nach Anbieter und Tarif variieren. Für das Bezahlen im Geschäft oder online nutzt du die Karte oder eine mobile Wallet wie Apple Pay oder Google Pay.
Das Online-Banking der Postbank läuft über die App oder den Browser. Du kannst Überweisungen tätigen, Daueraufträge einrichten, Kontoauszüge herunterladen und deine Finanzen verwalten. Die App bietet je nach Version auch Funktionen wie Kontostand-Abfrage per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung.
Ein besonderes Merkmal der Postbank ist die Möglichkeit, in vielen Postfilialen Bargeld einzuzahlen oder abzuheben. Das ist praktisch, wenn du regelmäßig Bargeld benötigst oder keine eigene Filiale in der Nähe hast. Achte aber darauf, dass für Bareinzahlungen je nach Tarif Gebühren anfallen können.
Kosten und Gebühren: Was kostet dich das Postbank Konto?
Die Kontoführungsgebühren bei der Postbank hängen stark vom gewählten Modell und deinem Geldeingang ab. Viele Konten sind in der Regel kostenlos, wenn du einen monatlichen Geldeingang nachweist, zum Beispiel dein Gehalt. Ohne diesen Eingang wird meist eine monatliche Grundgebühr fällig, deren Höhe je nach Tarif variieren kann.
Zusätzlich können Kosten für Karten entstehen: Die Girocard ist oft im Kontopaket enthalten, für eine Kreditkarte kann eine Jahresgebühr anfallen. Bargeldabhebungen an fremden Automaten sind meist nicht kostenlos, ebenso wie Überweisungen in Fremdwährung oder Expressüberweisungen.
Ein wichtiger Punkt ist der Dispositionskredit: Wenn du dein Konto überziehst, zahlst du Zinsen, die in der Regel deutlich über dem normalen Kreditzins liegen. Die genauen Zinssätze legt die Postbank regelmäßig neu fest, daher solltest du die aktuellen Konditionen auf der Website prüfen oder im Beratungsgespräch erfragen.
Um böse Überraschungen zu vermeiden, empfehlen wir dir, das Preis- und Leistungsverzeichnis der Postbank vor der Kontoeröffnung genau zu lesen. Dort findest du alle Gebühren aufgelistet, von der Kontoführung bis zur Ersatzkarte.
Vorteile des Postbank Kontos: Das spricht für dich
Ein großer Vorteil der Postbank ist das dichte Filial- und Postfilialnetz. Du kannst vielerorts persönlich vorbeigehen, Bargeld einzahlen oder abheben und Beratungstermine wahrnehmen. Das ist besonders für ältere Menschen oder diejenigen, die nicht gerne alles online regeln, ein Pluspunkt.
Die Postbank bietet zudem eine hohe Sicherheit durch die Einlagensicherung der Deutschen Bank Gruppe. Deine Einlagen sind gesetzlich bis zu einer bestimmten Höhe geschützt, und die Postbank unterliegt der deutschen Bankenaufsicht. Das schafft Vertrauen, gerade bei größeren Summen.
Für Vielflieger und Reisende ist die Möglichkeit interessant, mit der Kreditkarte weltweit zu bezahlen und an vielen Automaten Geld abzuheben. Die Konditionen für Auslandseinsätze sind transparent, auch wenn nicht alle Leistungen kostenlos sind.
Außerdem punktet die Postbank mit einer benutzerfreundlichen App und einem zuverlässigen Kundenservice, der telefonisch und per Chat erreichbar ist. Wenn du Wert auf eine etablierte Marke mit langer Geschichte legst, bist du hier gut aufgehoben.
Nachteile und Kritik: Wo das Postbank Konto schwächelt
Ein häufiger Kritikpunkt ist die Gebührenstruktur: Viele Konten sind nur unter bestimmten Bedingungen kostenlos, und die Gebühren für Zusatzleistungen wie Bareinzahlungen oder Kreditkarten können sich summieren. Im Vergleich zu reinen Online-Banken ist die Postbank in einigen Fällen teurer, wobei die Kosten je nach Anbieter und Kontomodell variieren können.
Der Kundenservice der Postbank hat in der Vergangenheit gemischte Bewertungen erhalten. Es gab Berichte über lange Wartezeiten in der Hotline und Schwierigkeiten bei der Bearbeitung von Beschwerden. Auch die Umstellung auf die Systeme der Deutschen Bank hat bei manchen Kunden für Verwirrung gesorgt.
Das Filialnetz wird in der Regel kontinuierlich angepasst, was für dich als Kunden in ländlichen Regionen nachteilig sein kann. Wenn die nächste Filiale weit entfernt ist, verliert der Filialservice an Wert, und du zahlst möglicherweise für Leistungen, die du gar nicht nutzt.
Zudem sind die Zinsen auf Tagesgeld- und Festgeldkonten bei der Postbank oft nicht konkurrenzfähig. Wenn du dein Geld gewinnbringend anlegen möchtest, findest du bei anderen Banken häufig bessere Konditionen. Für ein reines Gehaltskonto ist das aber weniger relevant.
Postbank Konto im Vergleich: So schneidet es gegenüber anderen Banken ab
Im Vergleich zu Direktbanken wie ING, DKB oder comdirect schneidet die Postbank bei den Kosten oft schlechter ab. Diese Banken bieten häufig dauerhaft kostenlose Konten ohne Mindestgeldeingang an, während die Postbank eine Bedingung stellt. Dafür bietet die Postbank aber den Filialservice, den reine Online-Banken nicht haben.
Gegenüber Filialbanken wie der Sparkasse oder der Volksbank ist die Postbank meist günstiger, insbesondere bei den Kontoführungsgebühren. Die Sparkassen verlangen oft höhere Grundgebühren, bieten dafür aber ein dichtes Filialnetz vor Ort. Die Postbank ist hier ein Kompromiss aus Preis und Service.
Ein wichtiger Vergleichspunkt ist die Bargeldversorgung: Die Postbank nutzt das Cash-Group-Netz, zu dem auch die Deutsche Bank und die HypoVereinsbank gehören. Das sind viele Automaten, aber nicht so viele wie beim Sparkassen- oder Volksbanken-Verbund. Wenn du viel Bargeld abhebst, solltest du die Automatendichte in deiner Region prüfen.
Für dich als Kunden bedeutet das: Überlege dir genau, welche Leistungen dir wichtig sind. Wenn du selten Bargeld brauchst und alles online erledigst, bist du bei einer Direktbank oft besser aufgehoben. Wenn du aber eine Filiale in der Nähe schätzt, kann die Postbank trotz höherer Kosten die richtige Wahl sein.
Typische Fehler bei der Postbank Kontoeröffnung und wie du sie vermeidest
Ein häufiger Fehler ist, das falsche Kontomodell zu wählen. Viele Kunden eröffnen ein Konto mit Filialservice, obwohl sie nie eine Filiale besuchen, und zahlen unnötig hohe Gebühren. Prüfe vorher, ob du wirklich eine Filiale brauchst oder ob ein Online-Konto reicht.
Ein weiterer Fehler ist, den Mindestgeldeingang zu verpassen. Wenn du dein Gehalt auf ein anderes Konto überweisen lässt, kann dies Auswirkungen auf die Konditionen der Kontoführung haben. Richte am besten einen Dauerauftrag ein oder wechsle dein Gehaltskonto komplett.
Viele unterschätzen auch die Kosten für Bargeldeinzahlungen an Postfilialen. Wenn du regelmäßig Bargeld einzahlen möchtest, informiere dich vorher über die Gebühren und wähle gegebenenfalls einen Tarif, der diese Leistung beinhaltet. Die Kosten können je nach Anbieter und Tarif variieren.
Schließlich solltest du nicht vergessen, deine Steueridentifikationsnummer bei der Kontoeröffnung anzugeben. Ohne diese Nummer kann die Bank keine Freistellungsaufträge verarbeiten, und du zahlst möglicherweise unnötig Abgeltungssteuer auf deine Zinserträge. Halte die Nummer also bereit.
In 5 Schritten zum Postbank Konto: So gehst du vor
Schritt 1: Vergleiche die verschiedenen Kontomodelle auf der Postbank-Website. Entscheide, ob du ein Konto mit oder ohne Filialservice möchtest und ob du eine Kreditkarte brauchst. Notiere dir die Bedingungen für die Kostenfreiheit, die je nach Modell variieren können.
Schritt 2: Stelle alle benötigten Unterlagen zusammen: Personalausweis oder Reisepass, Steueridentifikationsnummer und gegebenenfalls eine Meldebescheinigung. Für die Online-Eröffnung benötigst du außerdem ein Smartphone oder einen Computer mit Kamera für das Video-Ident-Verfahren.
Schritt 3: Fülle den Online-Antrag aus oder vereinbare einen Termin in einer Filiale. Gib alle Daten sorgfältig ein, insbesondere deine Bankverbindung für die erste Einzahlung und deine Kontaktdaten. Achte darauf, dass du keine Tippfehler machst, da sich die Eröffnung sonst verzögern kann.
Schritt 4: Schließe das Identifizierungsverfahren ab. Bei der Online-Eröffnung ist das in der Regel ein Video-Call, bei dem du deinen Ausweis zeigst. In der Filiale wird deine Identität direkt vor Ort geprüft. Danach erhältst du deine Zugangsdaten und Karten in der Regel innerhalb weniger Tage per Post.
Schritt 5: Aktiviere dein Konto, indem du dich im Online-Banking anmeldest und deine Zugangsdaten änderst. Richte deinen Dauerauftrag für den Geldeingang ein und bestelle gegebenenfalls eine Kreditkarte. Prüfe außerdem, ob du einen Freistellungsauftrag für deine Zinserträge stellen möchtest.
Konto wechseln zur Postbank: So gelingt der Umzug
Wenn du dein bestehendes Konto zur Postbank wechseln möchtest, hast du in der Regel Anspruch auf einen Kontowechsel-Service. Die Postbank hilft dir dabei, deine alten Daueraufträge und Lastschriften zu übertragen und informiert deine Geschäftspartner über die neue Bankverbindung.
Der Wechsel beginnt damit, dass du bei der Postbank ein neues Konto eröffnest und dann einen Wechselauftrag unterschreibst. Die Postbank fordert dann die nötigen Informationen von deiner alten Bank an und übernimmt die Umstellung für dich. Du musst dich um nichts kümmern.
Achte darauf, dass du genügend Zeit einplanst: Der Wechsel kann je nach Anbieter und Umfang einige Wochen dauern, da die alte Bank Fristen einhalten muss. In der Zwischenzeit solltest du dein altes Konto nicht sofort kündigen, sondern parallel laufen lassen, bis alle Zahlungen umgestellt sind.
Ein Tipp: Prüfe vor dem Wechsel, ob deine alte Bank Gebühren für die Kontoschließung oder andere Kosten verlangt. Diese Kosten können unter Umständen von der Postbank erstattet werden, wenn du den Wechsel über deren Service abwickelst. Frage einfach im Beratungsgespräch nach.
Fazit: Lohnt sich das Postbank Konto für dich?
Das Postbank Konto ist eine solide Wahl, wenn du Wert auf eine Filiale in der Nähe legst und die Gebühren in der Regel durch einen regelmäßigen Geldeingang umgehen kannst. Die Kombination aus Online-Banking und physischem Service ist in Deutschland nicht selbstverständlich und kann gerade für Berufstätige und Familien praktisch sein.
Wenn du jedoch ein möglichst günstiges Konto suchst und keine Filiale benötigst, wirst du bei Direktbanken oft besser bedient. Dort sparst du in der Regel Gebühren und bekommst häufig bessere Zinsen für dein Erspartes. Die Postbank ist dann eher die bequeme, aber nicht unbedingt die günstigste Option.
Für dich als Verbraucher gilt: Lies die Konditionen genau, vergleiche mit anderen Anbietern und überlege, welche Leistungen du wirklich nutzt. Ein Konto ist eine langfristige Entscheidung, und ein späterer Wechsel kann Zeit und Mühe kosten.
Unterm Strich kann die Postbank eine gute Wahl sein, wenn du den Filialservice schätzt und bereit bist, dafür je nach Modell etwas mehr zu zahlen. Für alle anderen gibt es möglicherweise günstigere Alternativen, die du ebenfalls in Betracht ziehen solltest.
Häufige Fragen
Das hängt von deinem Kontomodell und deinem Geldeingang ab. Viele Konten sind kostenlos, wenn du regelmäßig einen bestimmten Betrag, zum Beispiel dein Gehalt, eingehst. Ohne diesen Eingang kann eine monatliche Gebühr anfallen.
Du kannst an Geldautomaten der Postbank, der Deutsche Bank und der HypoVereinsbank (Cash-Group) in der Regel kostenlos abheben. Auch in vielen Postfilialen ist das Abheben mit deiner Girocard möglich, oft aber nur bis zu einem bestimmten Betrag.
Ja, die Postbank bietet ein reines Online-Konto an, das du komplett digital eröffnen kannst. Die Identifizierung erfolgt per Video-Ident. Dieses Konto ist oft günstiger als ein Konto mit Filialservice.
Die Kosten für eine Kreditkarte hängen vom Kontomodell ab. In einigen Paketen ist eine Kreditkarte inklusive, in anderen kann eine jährliche Gebühr anfallen. Die genauen Beträge findest du im Preisverzeichnis der Postbank.
Dein Geld ist durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Zusätzlich greift die Sicherung der Deutsche Bank Gruppe, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht.
Ja, die Postbank ist gesetzlich verpflichtet, ein Basiskonto für Verbraucher anzubieten. Das ist ein Konto mit grundlegenden Funktionen, das auch ohne festen Wohnsitz oder bei negativer Schufa eröffnet werden kann.
Die Online-Eröffnung dauert in der Regel nur wenige Minuten, wenn du alle Unterlagen bereithältst. Nach dem Video-Ident erhältst du deine Zugangsdaten meist innerhalb weniger Tage per Post. In der Filiale kann es schneller gehen.
Ja, die Postbank bietet ein Tagesgeldkonto an, auf das du jederzeit Geld einzahlen und abheben kannst. Die Zinsen können allerdings variieren, daher lohnt sich ein Vergleich.