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FinanzbildungInvestieren13 Min.

Welt ETF Teilfreistellung: So profitierst du 2026 von der Steuerersparnis

Du investierst in einen Welt-ETF und fragst dich, was es mit der Teilfreistellung auf sich hat? Wir erklären dir einfach und verständlich, wie du bei deinen Fondsanteilen Steuern sparst und was das für deine Rendite bedeutet.

Steuern sparenETF GrundlagenFondsbesteuerung
Brauche ich das?
Ja, automatisch.
Die Teilfreistellung gilt für alle Aktienfonds, also auch für deinen Welt-ETF.
Was bringt mir das?
Weniger Steuern.
Ein Teil deiner Erträge bleibt steuerfrei, was deine Rendite erhöht.
Muss ich etwas tun?
Nein, nichts.
Deine Bank oder dein Broker berücksichtigt die Teilfreistellung automatisch.

Warum betrifft dich das Thema Welt ETF Teilfreistellung überhaupt?

Stell dir vor, du legst dein Geld in einen Welt-ETF an, um langfristig von der Entwicklung der globalen Märkte zu profitieren. Du besparst diesen Fonds regelmäßig, vielleicht mit einem Sparplan, und verfolgst gespannt, wie dein Vermögen wächst. Doch irgendwann kommt der Fiskus ins Spiel: Auf deine Gewinne musst du Steuern zahlen. Das ist normal und gilt für viele Geldanlagen. Aber es gibt einen entscheidenden Unterschied, der dir bares Geld sparen kann: die Teilfreistellung.

Die Teilfreistellung ist ein Begriff aus dem deutschen Steuerrecht, der speziell für Fonds gilt, die überwiegend in Aktien investieren. Dein Welt-ETF, der die globalen Aktienmärkte abbildet, fällt genau in diese Kategorie. Das bedeutet für dich: Ein bestimmter Prozentsatz deiner Erträge aus diesem Fonds bleibt steuerfrei. Das ist keine Steuerhinterziehung, sondern ein vom Gesetzgeber gewollter Anreiz, damit mehr Menschen in Aktien investieren und so am Wirtschaftswachstum teilhaben.

Für dich als Anleger ist das ein echter Vorteil. Du zahlst auf einen Teil deiner Dividenden und Kursgewinne schlichtweg weniger Steuern als bei anderen Anlageformen, wie zum Beispiel festverzinslichen Wertpapieren oder einem Tagesgeldkonto. Das klingt erstmal kompliziert, ist aber im Grunde ganz einfach: Dein Staat belohnt dich dafür, dass du in die reale Wirtschaft investierst und nicht nur dein Geld auf dem Sparbuch liegen lässt. Genau diese Förderung macht die Teilfreistellung für dich so relevant.

Viele Anleger wissen gar nicht, dass sie von diesem Mechanismus profitieren, weil er automatisch von der depotführenden Bank angewendet wird. Du musst also keine aktive Steuererklärung dafür abgeben oder einen Antrag stellen. Trotzdem ist es wichtig zu verstehen, wie das System funktioniert. Nur so kannst du die Nettorendite deiner Anlage richtig einschätzen und langfristig planen. Wenn du weißt, dass ein Teil deiner Erträge steuerfrei bleibt, kannst du deine Sparziele besser kalkulieren.

In den folgenden Abschnitten tauchen wir tiefer in die Materie ein. Wir erklären dir, was die Teilfreistellung genau ist, wie sie berechnet wird und welche Auswirkungen sie auf deinen Geldbeutel hat. Am Ende wirst du in der Lage sein, deine Investitionen in Welt-ETFs mit einem völlig neuen Blick zu betrachten und die steuerlichen Vorteile voll auszuschöpfen. Bleib dran, es lohnt sich für dein Konto.

30 %
Teilfreistellung für Aktienfonds, die die Steuerlast senkt.
2 Mrd. Euro
Investiertes Vermögen in ETFs in Deutschland (Richtwert).
1.500+
Verschiedene ETFs, die auf den Weltmarkt verfügbar sind.

Was ist ein Welt-ETF und was bedeutet Teilfreistellung? Grundlagen einfach erklärt

Bevor wir uns ins steuerliche Detail stürzen, klären wir die Grundbegriffe. Ein ETF, das ist ein Exchange Traded Fund, also ein börsengehandelter Indexfonds. Stell dir vor, du möchtest nicht nur in ein einzelnes Unternehmen investieren, sondern in die gesamte Weltwirtschaft. Ein Welt-ETF bildet genau das ab: Er enthält Aktien von Hunderten oder sogar Tausenden Unternehmen aus verschiedenen Ländern und Branchen. Du kaufst also mit einem einzigen Wertpapier einen Korb voller Aktien und streust dein Risiko breit.

Der große Vorteil eines ETFs ist seine Einfachheit und Kosteneffizienz. Du musst keine einzelnen Aktien analysieren, sondern vertraust darauf, dass der Markt als Ganzes langfristig wächst. Das funktioniert in der Regel sehr gut, denn die Weltwirtschaft hat über die Jahrzehnte hinweg stets an Wert gewonnen. Aus diesem Grund sind Welt-ETFs auch bei Privatanlegern so beliebt, die langfristig Vermögen aufbauen möchten, ohne sich intensiv mit der Börse beschäftigen zu müssen.

Nun zur Teilfreistellung. Das Wort klingt sperrig, ist aber ein einfaches Konzept. Es bedeutet, dass ein bestimmter Prozentsatz der Erträge eines Fonds von der Abgeltungsteuer befreit ist. Die Abgeltungsteuer ist die Steuer, die du auf deine Kapitalerträge, also Zinsen, Dividenden und Kursgewinne, zahlst. Für einen Welt-ETF, der in Aktien investiert, beträgt diese Teilfreistellung derzeit 30 Prozent. Das heißt: Nur 70 Prozent deiner Erträge werden überhaupt besteuert, der Rest bleibt steuerfrei.

Warum macht der Staat das? Die Idee dahinter ist, die sogenannte Doppelbesteuerung zu vermeiden. Die Unternehmen, deren Aktien im ETF enthalten sind, zahlen bereits Steuern auf ihre Gewinne. Wenn du nun als Aktionär auch noch die Dividenden und Kursgewinne voll versteuern müsstest, wären diese Erträge doppelt belastet. Die Teilfreistellung gleicht diesen Nachteil aus und sorgt dafür, dass die Aktienanlage nicht schlechter gestellt wird als andere Anlageformen. Für dich bedeutet das schlichtweg eine höhere Nettorendite.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Teilfreistellung nicht für alle Fonds gilt. Reine Rentenfonds oder Geldmarktfonds haben diese Regelung nicht, da sie nicht in Aktien investieren. Mischfonds erhalten eine geringere Teilfreistellung, die sich nach ihrem Aktienanteil richtet. Dein Welt-ETF, der zu fast 100 Prozent in Aktien investiert, profitiert also maximal von dieser Steuerersparnis. Das ist ein weiterer Grund, warum sich eine Investition in diese Anlageklasse für dich lohnen kann.

So funktioniert die Teilfreistellung bei deinem Welt-ETF im Detail

Jetzt wird es konkret: Wie wirkt sich die Teilfreistellung auf deine Erträge aus? Es gibt drei Arten von Erträgen, die bei einem ETF anfallen können: Dividenden, Kursgewinne und die Vorabpauschale. Bei allen dreien greift die Teilfreistellung. Wenn dein Welt-ETF also eine Dividende ausschüttet, wird nur ein Teil davon in deinem Steuerbescheid als Einkommen berücksichtigt. Der Rest ist steuerfrei und wird dir direkt gutgeschrieben.

Bei Kursgewinnen, also wenn du deine ETF-Anteile mit Gewinn verkaufst, funktioniert es genauso. Der Gewinn, den du erzielst, wird nicht in voller Höhe besteuert, sondern nur zu 70 Prozent. Das senkt deine Steuerlast erheblich, besonders wenn du über viele Jahre hinweg investiert bist und dein Portfolio stark gewachsen ist. Die Teilfreistellung wirkt also wie ein automatischer Rabatt auf deine Steuerschuld.

Die dritte Ertragsart ist die Vorabpauschale. Dieses Konzept wurde eingeführt, um die Steuerstundung bei thesaurierenden Fonds zu begrenzen. Bei einem thesaurierenden ETF werden die erwirtschafteten Erträge nicht ausgeschüttet, sondern direkt wieder investiert. Damit du als Anleger keine Steuern auf unversteuerte Gewinne ansammelst, wird eine fiktive Vorabpauschale berechnet. Auch auf diese Vorabpauschale wird die Teilfreistellung angewendet, sodass du auch hier nur 70 Prozent versteuern musst.

Die Berechnung der Steuer übernimmt deine Bank oder dein Broker automatisch. Du musst also keine komplizierten Formeln anwenden oder dich um die korrekte Erfassung kümmern. Die Bank führt die Abgeltungsteuer, den Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer direkt an das Finanzamt ab. Du erhältst am Ende des Jahres eine Steuerbescheinigung, auf der alle relevanten Beträge aufgeführt sind. Diese kannst du für deine Steuererklärung nutzen, falls du eine abgeben musst.

Ein wichtiger Punkt ist der Freibetrag, der sogenannte Sparerpauschbetrag. Dieser liegt für Einzelpersonen bei 1.000 Euro pro Jahr. Das bedeutet, dass deine Kapitalerträge bis zu dieser Höhe steuerfrei sind. Die Teilfreistellung wird vor der Berechnung des Freibetrags angewendet. Das heißt, dein zu versteuernder Betrag wird erst um 30 Prozent reduziert, und dann wird geprüft, ob er unter dem Freibetrag liegt. So kannst du die Steuerersparnis optimal nutzen, wenn du deinen Freibetrag bei deiner Bank einrichtest.

Kosten und Gebühren: Was die Teilfreistellung nicht leisten kann

Die Teilfreistellung ist ein großartiges Instrument, um Steuern zu sparen, aber sie ist kein Allheilmittel. Sie befreit dich nicht von den laufenden Kosten deines ETFs. Jeder Fonds hat eine sogenannte Total Expense Ratio (TER), die die jährlichen Verwaltungskosten angibt. Diese Kosten werden direkt vom Fondsvermögen abgezogen und mindern deine Rendite. Ein guter Welt-ETF hat eine TER von unter 0,2 Prozent pro Jahr, was im internationalen Vergleich sehr günstig ist.

Zusätzlich zu den laufenden Kosten fallen beim Kauf und Verkauf von ETF-Anteilen Transaktionskosten an. Wenn du einen Sparplan nutzt, zahlst du oft eine geringe Gebühr pro Ausführung, manchmal ist sie auch kostenlos. Beim Verkauf deiner Anteile fällt eine Ordergebühr an, die je nach Broker unterschiedlich hoch ist. Diese Kosten haben nichts mit der Teilfreistellung zu tun, sind aber dennoch wichtig für deine Gesamtrendite. Du solltest sie also immer im Blick behalten.

Ein weiterer Punkt, den du beachten solltest, ist der Spread, also die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis eines ETFs. Bei sehr liquiden Welt-ETFs ist dieser Spread meist sehr gering, aber er kann bei kleineren Fonds oder in turbulenten Marktphasen ansteigen. Auch diese Kosten werden nicht durch die Teilfreistellung kompensiert. Es ist daher ratsam, in große und etablierte ETFs zu investieren, die ein hohes Handelsvolumen aufweisen.

Die Teilfreistellung ist also ein steuerlicher Vorteil, der deine Nettorendite erhöht, aber du solltest die Gesamtkosten deiner Anlage nicht vernachlässigen. Ein ETF mit einer hohen TER kann die Steuerersparnis schnell wieder auffressen. Deshalb ist es wichtig, auf die Kostenstruktur zu achten und einen ETF zu wählen, der sowohl steuerlich effizient als auch kostengünstig ist. Nur so kannst du langfristig das Maximum aus deinem Investment herausholen.

Denke daran: Die Teilfreistellung ist ein fester Prozentsatz, der gesetzlich festgelegt ist. Sie ist nicht verhandelbar und kann sich durch Gesetzesänderungen in der Zukunft ändern. Es ist also keine Garantie, dass sie für immer in dieser Form bestehen bleibt. Aber für das Jahr 2026 gilt sie uneingeschränkt, und du kannst sie für deine Planungen nutzen. Bleib also informiert über steuerliche Entwicklungen, um deine Anlagestrategie bei Bedarf anzupassen.

Worauf du bei der Auswahl deines Welt-ETFs achten solltest

Wenn du dich für einen Welt-ETF entscheidest, gibt es einige Kriterien, die über den reinen Steuervorteil hinausgehen. Zunächst einmal solltest du auf die Fondsgröße und das Handelsvolumen achten. Ein großer Fonds mit einem hohen Handelsvolumen ist in der Regel liquider, was bedeutet, dass du deine Anteile jederzeit zu einem fairen Preis kaufen und verkaufen kannst. Das reduziert das Risiko von unerwarteten Kursabschlägen beim Handel.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Replikationsmethode. Die meisten Welt-ETFs bilden ihren Index physisch ab, das heißt, sie kaufen die enthaltenen Aktien tatsächlich. Es gibt aber auch synthetische ETFs, die die Wertentwicklung über Tauschgeschäfte nachbilden. Für die Teilfreistellung spielt das keine Rolle, aber für das Verständnis deiner Anlage ist es gut zu wissen, wie dein ETF funktioniert. Physische ETFs gelten als transparenter und sind bei Anlegern oft beliebter.

Die Wahl des Index ist ebenfalls entscheidend. Ein klassischer Welt-ETF bildet den MSCI World ab, der die Aktienmärkte der Industrieländer umfasst. Es gibt aber auch Indizes wie den FTSE All-World oder den MSCI ACWI, die zusätzlich Schwellenländer enthalten. Diese bieten eine noch breitere Streuung und sind bei vielen Anlegern die bevorzugte Wahl. Für die Teilfreistellung ist der Index nicht relevant, aber für dein Rendite-Risiko-Profil schon.

Achte außerdem auf die Ausschüttungsart. Es gibt thesaurierende ETFs, die Erträge automatisch reinvestieren, und ausschüttende ETFs, die Dividenden an dich auszahlen. Beide profitieren von der Teilfreistellung, aber sie haben unterschiedliche Auswirkungen auf deine Steuererklärung und deinen Cashflow. Wenn du regelmäßige Einnahmen möchtest, ist ein ausschüttender ETF sinnvoll. Wenn du langfristig Vermögen aufbauen willst, ist ein thesaurierender ETF oft die bessere Wahl, da du den Zinseszinseffekt voll ausnutzt.

Zu guter Letzt solltest du die Kostenquote (TER) vergleichen. Die Unterschiede zwischen den Anbietern sind oft gering, aber über viele Jahre können sie sich summieren. Ein ETF mit einer TER von 0,15 Prozent ist günstiger als einer mit 0,25 Prozent, auch wenn der Unterschied auf den ersten Blick klein erscheint. Kombiniert mit der Teilfreistellung kannst du so deine Rendite optimieren. Nimm dir also die Zeit, die verschiedenen Optionen zu vergleichen und den ETF zu wählen, der am besten zu deinen Zielen passt.

Typische Fehler bei der Teilfreistellung und wie du sie vermeidest

Ein häufiger Fehler ist die Annahme, dass die Teilfreistellung automatisch bedeutet, dass du gar keine Steuern auf deine ETF-Erträge zahlen musst. Das ist falsch. Die Teilfreistellung reduziert nur die Steuerbasis, sie macht deine Erträge nicht komplett steuerfrei. Du musst also weiterhin Steuern auf den Großteil deiner Gewinne zahlen. Wer das nicht versteht, wird am Ende des Jahres möglicherweise von der Steuerlast überrascht.

Ein weiterer Fehler ist es, den Sparerpauschbetrag nicht zu nutzen. Viele Anleger lassen ihren Freibetrag ungenutzt, weil sie keinen Freistellungsauftrag bei ihrer Bank eingerichtet haben. Dadurch zahlen sie unnötig Steuern auf Erträge, die eigentlich steuerfrei wären. Du solltest also unbedingt einen Freistellungsauftrag stellen, um deinen Freibetrag auszuschöpfen. Die Teilfreistellung wird dabei automatisch berücksichtigt, aber der Freibetrag ist ein separates Instrument.

Manche Anleger verwechseln die Teilfreistellung mit einer Steuerbefreiung für den gesamten Fonds. Das führt zu falschen Erwartungen und kann zu Enttäuschungen führen, wenn die Steuerbescheinigung ins Haus flattert. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Teilfreistellung nur ein Teil des Steuersystems ist. Sie ist ein Vorteil, aber kein Freibrief. Informiere dich also genau, wie die Besteuerung deiner Kapitalerträge funktioniert, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Ein weiterer Fehler ist die Vernachlässigung der Vorabpauschale. Viele Anleger sind überrascht, wenn sie eine Steuerzahlung leisten müssen, obwohl sie keine Ausschüttungen erhalten haben. Das liegt an der Vorabpauschale bei thesaurierenden ETFs. Auch wenn du keine Dividenden bekommst, wird eine fiktive Vorabpauschale besteuert. Die Teilfreistellung mildert diese Last, aber du solltest dir bewusst sein, dass du auch bei thesaurierenden Fonds Steuern zahlen musst.

Schließlich machen viele Anleger den Fehler, sich nicht über Gesetzesänderungen zu informieren. Die Teilfreistellung ist kein statisches Konzept, sondern kann sich durch politische Entscheidungen ändern. Was heute gilt, kann morgen anders sein. Es ist daher ratsam, sich regelmäßig über die aktuelle Gesetzgebung zu informieren oder einen Steuerberater zu konsultieren. So bleibst du auf dem Laufenden und kannst deine Anlagestrategie bei Bedarf anpassen, um weiterhin von den Vorteilen zu profitieren.

Konkrete nächste Schritte: So nutzt du die Teilfreistellung optimal

Der erste Schritt ist, deinen Sparerpauschbetrag bei deiner Bank oder deinem Broker einzurichten. Das ist ein einfaches Formular, das du online oder in der Filiale ausfüllen kannst. Damit stellst du sicher, dass deine Kapitalerträge bis zur Höhe von 1.000 Euro pro Jahr steuerfrei bleiben. Die Teilfreistellung wird dabei automatisch berücksichtigt, aber ohne den Freistellungsauftrag zahlst du unnötig Steuern. Also handle jetzt und sichere dir diesen Vorteil.

Als zweiter Schritt solltest du prüfen, ob dein bestehender ETF die Kriterien für die volle Teilfreistellung erfüllt. Das ist bei den meisten Welt-ETFs der Fall, da sie überwiegend in Aktien investieren. Du kannst dies in den Fondsunterlagen oder auf der Website des Anbieters nachlesen. Wenn du unsicher bist, kontaktiere deinen Broker oder schaue in die jährliche Steuerinformation des Fonds. Dort ist die Teilfreistellung klar ausgewiesen.

Drittens: Überlege, ob ein thesaurierender oder ein ausschüttender ETF besser zu deiner Strategie passt. Wenn du langfristig investieren möchtest und den Zinseszinseffekt nutzen willst, ist ein thesaurierender ETF ideal. Wenn du regelmäßige Einnahmen wünschst, wähle einen ausschüttenden. Beide profitieren von der Teilfreistellung, aber die steuerliche Behandlung kann sich unterscheiden. Informiere dich also, welche Variante für deine persönliche Situation am besten geeignet ist.

Viertens: Überwache deine Anlage regelmäßig, aber nicht zu häufig. Ein Welt-ETF ist eine langfristige Anlage, die du nicht täglich kontrollieren musst. Ein Blick pro Quartal reicht aus, um sicherzustellen, dass alles nach Plan läuft. Achte dabei auf die Kostenentwicklung und die Wertentwicklung im Vergleich zum Index. Wenn du merkst, dass dein ETF dauerhaft hinterherhinkt, könnte ein Wechsel sinnvoll sein. Aber bedenke, dass kurzfristige Schwankungen normal sind.

Fünftens und letztens: Dokumentiere deine Erträge und Steuerzahlungen sorgfältig. Auch wenn deine Bank die Steuern automatisch abführt, ist es hilfreich, eine Übersicht zu haben. Das erleichtert dir die Steuererklärung und gibt dir einen besseren Überblick über deine finanzielle Situation. Mit diesen Schritten bist du bestens gerüstet, um die Vorteile der Teilfreistellung voll auszuschöpfen und deine Investitionen in Welt-ETFs steueroptimiert zu gestalten.

Fazit: Die Teilfreistellung ist dein stiller Begleiter für mehr Rendite

Die Welt ETF Teilfreistellung ist ein mächtiges Werkzeug, das dir hilft, mehr von deinen Erträgen zu behalten. Sie ist kein kompliziertes Konstrukt, sondern eine einfache gesetzliche Regelung, die automatisch angewendet wird. Du musst nichts aktiv tun, aber du solltest verstehen, wie sie funktioniert, um deine Anlageentscheidungen fundiert zu treffen. Dieses Wissen gibt dir die Sicherheit, langfristig zu investieren und von den Steuervorteilen zu profitieren.

Wir haben gesehen, dass die Teilfreistellung für Aktienfonds 30 Prozent beträgt und auf Dividenden, Kursgewinne und die Vorabpauschale angewendet wird. Das senkt deine Steuerlast erheblich und erhöht deine Nettorendite. In Kombination mit dem Sparerpauschbetrag kannst du deine Steuerersparnis maximieren. Es ist wichtig, diese Instrumente zu kennen und zu nutzen, um das Beste aus deinem Investment herauszuholen.

Denke daran, dass die Teilfreistellung nur ein Teil der Gesamtstrategie ist. Die Wahl des richtigen ETFs, die Kostenkontrolle und eine langfristige Anlageperspektive sind ebenso wichtig. Ein Welt-ETF ist eine hervorragende Möglichkeit, am globalen Wirtschaftswachstum zu partizipieren, und die Teilfreistellung macht diese Anlageform noch attraktiver. Nutze also alle Vorteile, die dir der Gesetzgeber bietet, und optimiere deine Finanzen.

Zögere nicht, dich weiter zu informieren und dein Wissen zu vertiefen. Die Welt der Geldanlage ist komplex, aber mit den richtigen Informationen kannst du fundierte Entscheidungen treffen. Die Teilfreistellung ist ein wichtiger Baustein, aber es gibt noch viele andere Aspekte, die du berücksichtigen solltest. Bleib neugierig und offen für Neues, dann wirst du langfristig erfolgreich investieren.

Kurz gesagt: : Die Teilfreistellung ist ein stiller Begleiter, der dir hilft, deine Ziele zu erreichen. Sie arbeitet im Hintergrund und sorgt dafür, dass du mehr von deinem hart verdienten Geld behältst. Nutze dieses Wissen, um deine Anlagestrategie zu optimieren und deine finanzielle Zukunft zu sichern. Du hast jetzt das Rüstzeug, um das Thema Welt ETF Teilfreistellung vollständig zu verstehen und für dich zu nutzen.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Hältst du einen Aktienfonds oder ETF in deinem Depot?
Möchtest du deine Steuerlast auf Kapitalerträge reduzieren?
Ist dir die Funktionsweise der Vorabpauschale bekannt?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Die Teilfreistellung ist ein steuerlicher Vorteil für Fonds, die überwiegend in Aktien investieren. Bei einem Welt-ETF bleiben 30 Prozent der Erträge, wie Dividenden und Kursgewinne, steuerfrei. Das reduziert deine Steuerlast und erhöht deine Nettorendite.

Nein, du musst nichts beantragen. Die Teilfreistellung wird automatisch von deiner Bank oder deinem Broker bei der Berechnung der Abgeltungsteuer berücksichtigt. Du musst lediglich sicherstellen, dass dein Sparerpauschbetrag eingerichtet ist, um den Freibetrag optimal zu nutzen.

Nein, die Teilfreistellung gilt nur für Fonds, die mindestens 51 Prozent in Aktien investieren. Reine Rentenfonds oder Geldmarktfonds haben keinen Anspruch darauf. Dein Welt-ETF, der fast vollständig in Aktien investiert, profitiert in der Regel von der maximalen Teilfreistellung von 30 Prozent.

Die Vorabpauschale ist eine fiktive Steuer auf die Wertsteigerung bei thesaurierenden Fonds. Auch auf diese Vorabpauschale wird die Teilfreistellung angewendet. Das bedeutet, dass nur 70 Prozent der Vorabpauschale steuerpflichtig sind, was deine Steuerlast reduziert.

Ja, die Teilfreistellung ist eine gesetzliche Regelung und kann durch politische Entscheidungen geändert werden. Für das Jahr 2026 gilt sie in der aktuellen Form. Es ist ratsam, sich regelmäßig über steuerliche Entwicklungen zu informieren, um auf Änderungen reagieren zu können.

Beim Verkauf deiner ETF-Anteile erzielst du einen Kursgewinn, der steuerpflichtig ist. Auch hier greift die Teilfreistellung, sodass nur 70 Prozent des Gewinns versteuert werden müssen. Die Steuer wird automatisch von deiner Bank abgeführt, sofern du deinen Freibetrag nicht überschreitest.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 31.08.2026, nächste Prüfung: 03/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.