Ratgeber · Investieren
Unternehmensanleihen vs. Tagesgeld: Was passt 2026 zu deinem Geld?
Unternehmensanleihen locken mit höheren Kupons, Tagesgeld punktet mit täglicher Verfügbarkeit und Einlagensicherung. Deine Wahl hängt vor allem von Anlagehorizont, Risikobereitschaft und der Bonität des Emittenten ab.
10 Kapitel · 16 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026
Das Wichtigste
- Tagesgeld ist durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Bank und Kunde geschützt, Unternehmensanleihen nicht.
- Unternehmensanleihen bieten oft höhere Renditen als Tagesgeld, tragen aber ein Ausfallrisiko des Emittenten.
- Die Rendite einer Anleihe setzt sich aus Kupon und Kursgewinnen oder -verlusten zusammen, Tagesgeld zahlt nur variable Zinsen.
- Für kurze Zeiträume und als Sicherheitsbaustein ist Tagesgeld meist passender, für lange Laufzeiten können Anleihen oder Anleihen-ETFs sinnvoll sein.
01 · Vergleich
Was unterscheidet Unternehmensanleihen grundlegend von Tagesgeld?
Bei Tagesgeld legst du Geld bei einer Bank an, bei einer Unternehmensanleihe leihst du es einem Unternehmen. Diese unterschiedliche Rolle als Gläubiger prägt Sicherheit und Rendite.
Bei einer Unternehmensanleihe wirst du Gläubiger eines Unternehmens, beim Tagesgeld bist du Gläubiger einer Bank. Diese Rollenverteilung hat direkte Folgen für deine Rechte und Risiken. Während die Bank für dein Tagesgeld gesetzliche Sicherungssysteme bereitstellt, hängt die Rückzahlung einer Unternehmensanleihe allein von der Zahlungsfähigkeit des Emittenten ab.
Ein weiterer Unterschied liegt in der Ertragsart. Tagesgeld zahlt einen variablen Zins, der sich am Leitzins der Europäischen Zentralbank orientiert. Unternehmensanleihen zahlen dagegen meist einen festen Kupon, zusätzlich können Kursgewinne oder Kursverluste entstehen, wenn du die Anleihe vor Laufzeitende verkaufst.
- Unternehmensanleihen sind börsentäglich handelbar, die Rückzahlung erfolgt jedoch erst am Laufzeitende.
- Tagesgeld ist täglich verfügbar, ohne dass du einen Kursverlust befürchten musst.
- Für Anleihen fallen Ordergebühren und bei ETFs-Verwaltungsgebühren an, Tagesgeldkonten sind in der Regel kostenlos.
Die wichtigsten Unterschiede im direkten Vergleich: Als Anleger einer Unternehmensanleihe bist du Gläubiger des Unternehmens, beim Tagesgeld Gläubiger der Bank. Tagesgeld ist über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Bank und Kunde geschützt, Unternehmensanleihen haben kein solches Sicherungssystem. Der Ertrag einer Anleihe setzt sich aus festem Kupon und möglichen Kursgewinnen zusammen, Tagesgeld bringt einen variablen Zins. Während du Tagesgeld täglich abheben kannst, sind Anleihen börsentäglich handelbar, die Rückzahlung erfolgt aber erst am Ende der Laufzeit. Bei Anleihen mindern Ordergebühren und Verwaltungskosten die Rendite, Tagesgeldkonten kosten in der Regel nichts.
| Unternehmensanleihe | Tagesgeld | |
|---|---|---|
| Rolle des Anlegers | Gläubiger des Unternehmens (Emittent) | Gläubiger der Bank |
| Sicherungssystem | Keine Einlagensicherung, nur Bonität des Emittenten | Gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Bank und Kunde |
| Ertragsart | Fester Kupon plus mögliche Kursgewinne | Variabler Zins, abhängig vom Leitzins |
| Verfügbarkeit | Börsentäglich handelbar, Rückzahlung am Laufzeitende | Täglich verfügbar |
| Kosten | Ordergebühren und Verwaltungsgebühren bei ETFs | In der Regel keine Kontoführungsgebühren |
02 · Was gilt
Wie sicher ist dein Geld bei Unternehmensanleihen im Vergleich zu Tagesgeld?
Die Sicherheit ist der größte Unterschied. Tagesgeld ist als Sichteinlage geschützt, Unternehmensanleihen sind Schuldverschreibungen ohne Sicherungsnetz.
Tagesgeld zählt zu den Sichteinlagen und ist bei einem deutschen Kreditinstitut über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken bis 100.000 Euro zu 100 Prozent abgesichert. Viele Banken bieten darüber hinaus zusätzliche Sicherungssysteme, etwa die Institutshaftung bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Dein Nominalwert bleibt beim Tagesgeld stabil, ein Kursrisiko gibt es nicht.
Unternehmensanleihen haben kein Sicherungsnetz. Fällt der Emittent aus, trägst du das Verlustrisiko allein. Die Bonität des Unternehmens bestimmt, wie wahrscheinlich Zinszahlungen und Rückzahlung sind. Zusätzlich können Kursschwankungen durch Zinsänderungen entstehen, und ein Verkauf vor Laufzeitende kann zu Kursverlusten führen.
- Für Tagesgeld gilt die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Bank und Kunde.
- Für Unternehmensanleihen gibt es kein Sicherungssystem, das Ausfallrisiko trägt der Anleger.
- Die Bonität des Emittenten ist der wichtigste Indikator für das Verlustrisiko einer Anleihe.
Die Sicherheitsmerkmale der beiden Anlageformen unterscheiden sich grundlegend. Tagesgeld profitiert von der gesetzlichen Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Bank und Kunde sowie von zusätzlichen Sicherungssystemen deutscher Banken. Es gibt kein Kursrisiko, der Nominalwert bleibt stabil, und du kannst täglich ohne Verkaufsverlust über dein Geld verfügen. Unternehmensanleihen haben kein Sicherungssystem, das Ausfallrisiko trägst du als Anleger. Die Bonität des Emittenten bestimmt das Verlustrisiko, Kursschwankungen durch Zinsänderungen sind möglich, und ein Verkauf vor Laufzeitende kann zu Kursverlusten führen.
Gilt für Tagesgeld
Gilt für Unternehmensanleihen
03 · Vergleich
Welche Rendite bringen Unternehmensanleihen im Vergleich zu Tagesgeld?
Unternehmensanleihen zahlen in der Regel einen höheren Kupon als Tagesgeldzinsen, weil du das Ausfallrisiko des Unternehmens trägst. Die Gesamtrendite hängt zusätzlich vom Kaufkurs ab.
Unternehmensanleihen zahlen in der Regel einen höheren Kupon als Tagesgeldzinsen, weil du das Ausfallrisiko des Unternehmens trägst. Die Gesamtrendite einer Anleihe besteht aus der Summe aller Zinszahlungen plus der Differenz zwischen Kaufkurs und Rücknahmekurs. Kaufst du eine Anleihe unter 100 Prozent und hältst sie bis zur Rückzahlung, erzielst du zusätzlich einen Kursgewinn.
Tagesgeld bietet einen variablen Zins, der sich am Leitzins der EZB orientiert. Die Gesamtrendite ist die Summe aller Zinszahlungen, eine Kursentwicklung gibt es nicht. Das Renditeniveau liegt bei Tagesgeld niedriger als bei Unternehmensanleihen, dafür ist es stabil und planbar.
- Die Gesamtrendite einer Anleihe setzt sich aus Kupon und Kursdifferenz zusammen.
- Tagesgeldzinsen sind variabel und orientieren sich am Leitzins der EZB.
- Unternehmensanleihen bieten höhere Renditen, abhängig von Bonität und Laufzeit.
Die Renditebestandteile im Überblick: Bei Unternehmensanleihen erhältst du einen festen Kupon, meist jährlich gezahlt, und kannst zusätzlich von Kursgewinnen profitieren. Die Kursentwicklung wird vom Zinsniveau beeinflusst, Verluste sind möglich. Die Gesamtrendite ist die Summe aus Kupon und Differenz zwischen Kauf- und Rücknahmekurs. Tagesgeld zahlt einen variablen Zins ohne Kursentwicklung, der Nominalwert bleibt konstant. Die Gesamtrendite ist die Summe aller Zinszahlungen. Das Renditeniveau von Unternehmensanleihen ist höher als bei Tagesgeld, hängt aber von Bonität und Laufzeit ab. Tagesgeld ist niedriger verzinst, dafür stabil und planbar. Bedenke, dass Ordergebühren und Verwaltungskosten die Rendite einer Anleihe mindern.
| Unternehmensanleihe | Tagesgeld | |
|---|---|---|
| Laufende Erträge | Fester Kupon, meist jährlich gezahlt | Variabler Zins, orientiert am Leitzins der EZB |
| Kursentwicklung | Kursgewinne oder -verluste möglich, beeinflusst vom Zinsniveau | Keine Kursentwicklung, Nominalwert bleibt konstant |
| Gesamtrendite | Summe aus Kupon und Differenz zwischen Kauf- und Rücknahmekurs | Summe aller Zinszahlungen |
04 · Schritt für Schritt
Wie wirken sich Laufzeit und Zinsänderungen auf beide Anlageformen aus?
Die Laufzeit bestimmt, wie stark dein Geld Zinsänderungen ausgesetzt ist. Bei Tagesgeld profitierst du von steigenden Zinsen, bei Anleihen kann der Kurs fallen.
Die Laufzeit bestimmt, wie stark dein Geld auf Zinsänderungen reagiert. Bei Tagesgeld profitierst du direkt von steigenden Leitzinsen, weil die Banken ihre Tagesgeldzinsen in der Regel anheben. Bei bestehenden Unternehmensanleihen sinkt dagegen der Kurs, wenn die Zinsen steigen, weil neue Anleihen mit höherem Kupon attraktiver werden.
Je länger die Restlaufzeit einer Anleihe, desto stärker reagiert ihr Kurs auf Zinsänderungen. Dieses Zinsänderungsrisiko ist bei kurzen Restlaufzeiten deutlich geringer. Anleihen mit kurzer Restlaufzeit von 12 bis 36 Monaten schwanken weniger stark und verlieren bei steigenden Zinsen weniger an Wert.
- Steigende Leitzinsen erhöhen Tagesgeldzinsen, senken aber die Kurse bestehender Unternehmensanleihen.
- Fallende Leitzinsen senken Tagesgeldzinsen, lassen aber die Kurse bestehender Unternehmensanleihen steigen.
- Lange Restlaufzeiten verstärken das Zinsänderungsrisiko, kurze Restlaufzeiten reduzieren es.
Steigende Leitzinsen wirken auf beide Anlageformen entgegengesetzt: Tagesgeldzinsen steigen in der Regel mit dem Leitzins, während der Kurs bestehender Unternehmensanleihen sinkt, weil neue Anleihen mit höherem Kupon attraktiver sind. Fallende Leitzinsen senken die Tagesgeldzinsen, der Kurs bestehender Unternehmensanleihen steigt dagegen, weil ihr fester Kupon im Vergleich zu neuen Anleihen attraktiver wird. Je länger die Restlaufzeit einer Anleihe, desto stärker reagiert ihr Kurs auf Zinsänderungen, das nennt sich Zinsänderungsrisiko. Anleihen mit kurzer Restlaufzeit schwanken weniger stark, weil die Rückzahlung näher rückt und der Einfluss der Zinserwartungen geringer ist.
Steigende Leitzinsen
Tagesgeldzinsen steigen in der Regel mit dem Leitzins. Bei bestehenden Unternehmensanleihen sinkt der Kurs, weil neue Anleihen mit höherem Kupon attraktiver sind.
Fallende Leitzinsen
Tagesgeldzinsen sinken. Der Kurs bestehender Unternehmensanleihen steigt, weil ihr fester Kupon im Vergleich zu neuen Anleihen attraktiver wird.
Lange Restlaufzeit
Je länger die Restlaufzeit einer Anleihe, desto stärker reagiert ihr Kurs auf Zinsänderungen. Das nennt sich Zinsänderungsrisiko.
Kurze Restlaufzeit
Anleihen mit kurzer Restlaufzeit schwanken weniger stark, weil die Rückzahlung zum Nennwert näher rückt. Sie ähneln in der Stabilität eher Tagesgeld.
05 · Kosten
Welche Kosten fallen bei Unternehmensanleihen und Tagesgeld an?
Tagesgeld ist in der Regel kostenlos, bei Unternehmensanleihen entstehen Handels- und Verwaltungskosten. Diese mindern deine Rendite.
Tagesgeldkonten sind in der Regel kostenlos, es fallen weder Kontoführungsgebühren noch Gebühren für Ein- und Auszahlungen an. Bei Unternehmensanleihen entstehen dagegen Kosten für Erwerb, Verwaltung und Verkauf. Diese mindern deine Gesamtrendite und sollten bei der Auswahl berücksichtigt werden.
Bei Anleihen-ETFs liegt die Verwaltungsgebühr zwischen 0,05 und 0,17 Prozent pro Jahr. Für Einzelanleihen kommen Ordergebühren je nach Broker hinzu, außerdem ein marktüblicher Spread beim Anleihenhandel. Diese Kosten fallen bei jedem Kauf und Verkauf an.
- Tagesgeldkonten verursachen in der Regel keine direkten Kosten.
- Anleihen-ETFs kosten zwischen 0,05 und 0,17 Prozent Verwaltungsgebühr pro Jahr.
- Bei Einzelanleihen kommen Ordergebühren und Spreads hinzu.
Die typischen Kosten im Vergleich: Für ein Tagesgeldkonto fallen 0 Euro an, es gibt keine direkten Kosten. Ein Anleihen-ETF verursacht eine Verwaltungsgebühr von 0,05 bis 0,17 Prozent pro Jahr. Bei Einzelanleihen hängt die Ordergebühr vom Broker ab, zusätzlich fällt ein marktüblicher Spread beim Anleihenhandel an. Wichtig ist: Bei Tagesgeld entstehen keine direkten Kosten, bei Anleihen mindern Gebühren und Spreads die Gesamtrendite. Diese Kosten solltest du bei deiner Renditeerwartung einkalkulieren.
Typische Kosten im Vergleich
06 · Im Vertrag
Welche Rolle spielen Bonität und Emittent bei Unternehmensanleihen?
Die Bonität des Emittenten zeigt dir, wie wahrscheinlich Zinszahlungen und Rückzahlung sind. Rating-Agenturen bewerten dieses Ausfallrisiko.
Der Emittent ist das Unternehmen, das die Anleihe begibt und sich zur Zinszahlung und Rückzahlung verpflichtet. Seine Bonität beschreibt die Fähigkeit, diesen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Eine hohe Bonität bedeutet ein geringeres Ausfallrisiko für dich als Anleger.
Rating-Agenturen wie Moody's oder Standard & Poors bewerten das Ausfallrisiko und veröffentlichen Noten. Anleihen mit guter bis sehr guter Bonität werden als Investment Grade bezeichnet und gelten als vergleichsweise sicher. Hochzinsanleihen bieten höhere Kupons, tragen aber ein deutlich höheres Ausfallrisiko.
- Der Emittent ist das Unternehmen, das die Anleihe herausgibt und für Zins und Rückzahlung haftet.
- Die Bonität zeigt, wie wahrscheinlich der Emittent seinen Verpflichtungen nachkommt.
- Investment Grade bezeichnet Anleihen mit guter bis sehr guter Bonität.
Die wichtigsten Begriffe rund um Bonität und Emittent: Der Emittent ist das Unternehmen, das die Anleihe begibt und sich zur Zinszahlung und Rückzahlung verpflichtet. Die Bonität beschreibt die Kreditwürdigkeit, also die Fähigkeit des Emittenten, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, wobei hohe Bonität ein geringeres Ausfallrisiko bedeutet. Das Rating ist eine Bewertung durch Agenturen wie Moody's oder Standard & Poors, die das Ausfallrisiko einer Anleihe in Noten ausdrücken. Investment Grade steht für Anlagequalität, also Anleihen mit guter bis sehr guter Bonität, die als vergleichsweise sicher gelten. Hochzinsanleihen sind das Gegenteil: Sie bieten höhere Kupons, aber ein deutlich höheres Ausfallrisiko.
Wichtige Begriffe rund um Bonität und Emittent
07 · Checkliste
Wann sind Anleihen-ETFs eine Alternative zu Tagesgeld oder Einzelanleihen?
Anleihen-ETFs bündeln viele Schuldverschreibungen und streuen das Ausfallrisiko. Sie eignen sich als Sicherheitsbaustein im Portfolio, schwanken aber im Wert.
Anleihen-ETFs bündeln viele Schuldverschreibungen und streuen das Ausfallrisiko über viele Emittenten. Sie eignen sich als Sicherheitsbaustein im Portfolio, schwanken aber im Wert, anders als Tagesgeld. Für die Sicherungskomponente eines ETF-Portfolios sind ETFs auf Staatsanleihen hoher Bonität oder Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Status geeignet.
Beschränke dich auf Euro-Anleihen, um Währungsrisiken zu vermeiden. Achte auf eine kurze Restlaufzeit, wenn du Wert auf geringe Schwankungen legst. Langlaufende Anleihen-ETFs solltest du nur mit einem Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren kaufen.
- Wähle ETFs auf Staatsanleihen hoher Bonität oder Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Status.
- Beschränke dich auf Euro-Anleihen, um Währungsrisiken zu vermeiden.
- Achte auf eine kurze Restlaufzeit, wenn du geringe Schwankungen bevorzugst.
- Streue über viele Anleihen statt Einzelanleihen zu kaufen.
- Berücksichtige die Verwaltungsgebühr von 0,05 bis 0,17 Prozent pro Jahr.
- Plane einen Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren für langlaufende Anleihen-ETFs ein.
Die Checkliste für Anleihen-ETFs als Sicherheitsbaustein hilft dir bei der Auswahl. Wähle ETFs auf Staatsanleihen hoher Bonität oder Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Status, denn Hochzinsanleihen aus Schwellenländern eignen sich nicht für den Sicherheitsbaustein. Beschränke dich auf Euro-Anleihen, um Währungsrisiken zu vermeiden. Achte auf eine kurze Restlaufzeit, wenn du Wert auf geringe Schwankungen legst, denn kurze Restlaufzeiten verlieren bei steigenden Zinsen weniger stark. Streue über viele Anleihen statt Einzelanleihen zu kaufen, ähnlich wie bei Aktien reduziert das dein Risiko. Berücksichtige die Verwaltungsgebühr von 0,05 bis 0,17 Prozent pro Jahr, die deine Rendite mindert. Plane einen Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren für langlaufende Anleihen-ETFs ein, sonst sind die Wertschwankungen für dich nicht geeignet.
Checkliste: Anleihen-ETFs als Sicherheitsbaustein
Wähle ETFs auf Staatsanleihen hoher Bonität oder Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Status
Beschränke dich auf Euro-Anleihen, um Währungsrisiken zu vermeiden
Achte auf eine kurze Restlaufzeit, wenn du Wert auf geringe Schwankungen legst
Streue über viele Anleihen statt Einzelanleihen zu kaufen
Berücksichtige die Verwaltungsgebühr von 0,05 bis 0,17 Prozent pro Jahr
Plane einen Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren für langlaufende Anleihen-ETFs ein
08 · Fehler vermeiden
Welche Fehler solltest du bei der Wahl zwischen Unternehmensanleihen und Tagesgeld vermeiden?
Typische Fehler kosten Rendite oder erhöhen das Risiko unnötig. Diese Punkte solltest du vor deiner Entscheidung prüfen.
Ein häufiger Fehler ist, Hochzinsanleihen als Tagesgeldersatz zu nutzen, ohne das Ausfallrisiko zu beachten. Hochzinsanleihen bieten zwar höhere Kupons, können aber bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten zum Totalverlust führen. Sie eignen sich nicht als sicherer Parkplatz für Geld, das du kurzfristig brauchst.
Ein weiterer Fehler ist, langlaufende Anleihen zu kaufen, obwohl du das Geld in wenigen Jahren benötigst. Steigen die Zinsen, fällt der Kurs langlaufender Anleihen deutlich stärker als bei kurzen Restlaufzeiten. Auch die fehlende Einlagensicherung von Anleihen wird oft mit der Absicherung von Tagesgeld verwechselt.
- Hochzinsanleihen als Tagesgeldersatz nutzen, ohne das Ausfallrisiko zu beachten.
- Langlaufende Anleihen kaufen, obwohl das Geld in wenigen Jahren benötigt wird.
- Die Einlagensicherung von Tagesgeld mit der fehlenden Absicherung von Anleihen verwechseln.
- Ordergebühren und Spreads bei Anleihenkäufen ignorieren.
- Nur auf den Kupon schauen und die Kursentwicklung der Anleihe außer Acht lassen.
- Tagesgeldzinsen nicht regelmäßig vergleichen und auf veralteten Konten liegen bleiben.
Die häufigsten Fehler bei der Anlageentscheidung solltest du vermeiden. Nutze Hochzinsanleihen nicht als Tagesgeldersatz, ohne das Ausfallrisiko zu beachten, denn ein Totalverlust ist möglich. Kaufe keine langlaufenden Anleihen, wenn du das Geld in wenigen Jahren benötigst, weil das Zinsänderungsrisiko dann zu Kursverlusten führen kann. Verwechsle die Einlagensicherung von Tagesgeld nicht mit der fehlenden Absicherung von Anleihen, denn Anleihen haben kein Sicherungsnetz. Ignoriere Ordergebühren und Spreads bei Anleihenkäufen nicht, sie mindern deine Rendite. Schau nicht nur auf den Kupon, sondern berücksichtige auch die Kursentwicklung der Anleihe. Vergleiche Tagesgeldzinsen regelmäßig und wechsle gegebenenfalls die Bank, statt auf veralteten Konten liegen zu bleiben.
Häufige Fehler bei der Anlageentscheidung
09 · Hintergrund
Wie werden Erträge aus Unternehmensanleihen und Tagesgeld versteuert?
Sowohl Zinsen aus Tagesgeld als auch Kupons und Kursgewinne aus Anleihen unterliegen der Abgeltungsteuer. Der Sparer-Pauschbetrag hilft dir, Steuern zu sparen.
Zinserträge aus Tagesgeld und Erträge aus Unternehmensanleihen werden steuerlich gleich behandelt. Es gilt die Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer. Das gilt für Kuponzahlungen, Kursgewinne und Tagesgeldzinsen gleichermaßen.
Für Alleinstehende bleibt ein Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Jahr steuerfrei. Bei zusammenveranlagten Ehepaaren verdoppelt sich der Betrag auf 2000 Euro pro Jahr. Du kannst bei deiner Bank einen Freistellungsauftrag einrichten, damit der Sparer-Pauschbetrag direkt berücksichtigt wird.
- Die Abgeltungsteuer beträgt 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent.
- Der Sparer-Pauschbetrag liegt bei 1000 Euro pro Person und Jahr, bei Ehepaaren bei 2000 Euro.
- Ein Freistellungsauftrag sorgt dafür, dass der Sparer-Pauschbetrag direkt berücksichtigt wird.
Zinserträge aus Tagesgeld und Erträge aus Unternehmensanleihen werden steuerlich gleich behandelt. Es gilt die Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer. Für Alleinstehende bleibt ein Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Jahr steuerfrei, bei zusammenveranlagten Ehepaaren verdoppelt sich der Betrag auf 2000 Euro pro Jahr. Du kannst bei deiner Bank einen Freistellungsauftrag einrichten, damit der Sparer-Pauschbetrag direkt berücksichtigt wird, das gilt für Tagesgeldzinsen genauso wie für Kuponzahlungen. Bei Aktienfonds gilt eine Teilfreistellung von 30 Prozent, das betrifft aber reine Anleihenfonds nicht.
Zinserträge aus Tagesgeld und Erträge aus Unternehmensanleihen werden steuerlich gleich behandelt. Es gilt die Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer.
Für Alleinstehende bleibt ein Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Jahr steuerfrei. Bei zusammenveranlagten Ehepaaren verdoppelt sich der Betrag auf 2000 Euro pro Jahr.
Du kannst bei deiner Bank einen Freistellungsauftrag einrichten, damit der Sparer-Pauschbetrag direkt berücksichtigt wird. Das gilt für Tagesgeldzinsen genauso wie für Kuponzahlungen.
Bei Aktienfonds gilt eine Teilfreistellung von 30 Prozent, bei reinen Anleihenfonds ist diese nicht anwendbar. Die Teilfreistellung betrifft nur Fonds mit überwiegend Aktienanteil.
10 · Was gilt
Für wen eignen sich Unternehmensanleihen, für wen Tagesgeld?
Deine persönliche Situation entscheidet, welche Anlageform besser passt. Anlagehorizont, Risikobereitschaft und Verfügbarkeit sind die wichtigsten Kriterien.
Tagesgeld passt
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