Ratgeber · Investieren
Gold-ETF-Vergleich: So findest du das passende Wertpapier für dein Depot
Ein Gold-ETF oder Gold-ETC bildet den Goldpreis ab, ohne dass du Barren kaufen und lagern musst. Für Anlegerinnen in Deutschland sind physisch besicherte Gold-ETCs mit Auslieferoption die erste Wahl, weil sie steuerlich wie physisches Gold behandelt werden.
10 Kapitel · 14 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026
Das Wichtigste
- In Deutschland sind keine klassischen Gold-ETFs zugelassen, sondern Gold-ETCs als besicherte Schuldverschreibungen.
- Die Gesamtkostenquote liegt je nach Produkt zwischen 0,00 und 0,99 Prozent pro Jahr.
- Gold-ETCs mit physischer Auslieferoption können nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei verkauft werden.
- Gold eignet sich als Beimischung von 5 bis 15 Prozent zur Diversifikation eines Aktienportfolios.
01 · Vergleich
Was ist der Unterschied zwischen Gold-ETFs und Gold-ETCs?
Die Begriffe werden oft synonym verwendet, bezeichnen aber unterschiedliche rechtliche Konstruktionen. Für dein Depot ist der Unterschied vor allem bei der Besteuerung relevant.
In Deutschland kannst du keine klassischen Gold-ETFs kaufen, weil die UCITS-Richtlinien Investmentfonds mit nur einem einzigen Bestandteil nicht zulassen. Was du im Depot handeln kannst, sind Gold-ETCs, also börsengehandelte Inhaberschuldverschreibungen, die meist mit physischen Goldbarren besichert sind. In der Schweiz sind Gold-ETFs dagegen zugelassen und handelbar, für dein deutsches Depot spielen sie aber keine Rolle.
Der rechtliche Unterschied hat konkrete Folgen für dich: Ein klassischer ETF wäre ein Sondervermögen, das bei einer Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt ist. Ein Gold-ETC ist dagegen eine Schuldverschreibung des Emittenten, bei der du ein Emittentenrisiko trägst, auch wenn das Gold physisch hinterlegt ist.
Für die Besteuerung ist entscheidend, ob der Gold-ETC eine Auslieferoption für physisches Gold bietet. Produkte mit dieser Option behandelt die deutsche Finanzverwaltung nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs von 2020 wie physisches Gold, was nach einem Jahr Haltedauer zur Steuerfreiheit führt.
- Gold-ETFs sind in Deutschland nicht zugelassen, weil sie gegen die UCITS-Diversifikationsregeln verstoßen.
- Gold-ETCs sind Inhaberschuldverschreibungen und unterliegen damit einem Emittentenrisiko.
- Die Auslieferoption entscheidet darüber, ob dein Gewinn nach einem Jahr steuerfrei ist oder nicht.
| Gold-ETF | Gold-ETC | |
|---|---|---|
| Rechtliche Form | Investmentfonds (Sondervermögen) | Inhaberschuldverschreibung |
| Verfügbarkeit in Deutschland | Nicht zugelassen (UCITS-Richtlinie) | Handelbar |
| Besicherung | Entfällt in Deutschland | Meist physisch mit Goldbarren hinterlegt |
| Emittentenrisiko | Kein Emittentenrisiko (Sondervermögen) | Vorhanden, da Schuldverschreibung des Emittenten |
| Steuerliche Behandlung | Entfällt in Deutschland | Mit Auslieferoption wie physisches Gold, sonst Abgeltungsteuer |
02 · Kosten
Welche Kosten entstehen beim Gold-ETF-Vergleich?
Die Gesamtkostenquote ist die zentrale Kennzahl für laufende Produktkosten. Sie deckt Verwaltung, Verwahrung und Versicherung des hinterlegten Goldes ab.
Die Gesamtkostenquote, kurz TER, liegt bei Gold-ETCs zwischen 0,00 und 0,99 Prozent pro Jahr. In dieser Quote sind Verwaltung, Verwahrung und Versicherung des hinterlegten Goldes bereits enthalten. Die günstigsten Produkte wie Xetra-Gold, EUWAX Gold oder boerse.de Gold ETC kommen auf 0,00 Prozent, während große physische ETCs wie iShares Physical Gold oder Invesco Physical Gold bei 0,12 Prozent liegen.
Währungsgesicherte Varianten, die das Wechselkursrisiko zum US-Dollar täglich absichern, sind mit 0,28 bis 0,59 Prozent pro Jahr teurer. Eine Gesamtkostenquote unter 0,40 Prozent pro Jahr ist für die meisten Anlegerinnen ein sinnvoller Orientierungswert.
Zusätzlich zur TER können Kosten auf Depotebene anfallen, etwa Ordergebühren beim Kauf oder Verkauf. Bei Xetra-Gold können Lagerkosten für das physische Gold entstehen, die in der Praxis aber häufig von der Depotbank übernommen werden.
- Kostenlose Gold-ETCs wie Xetra-Gold oder EUWAX Gold haben eine TER von 0,00 Prozent pro Jahr.
- Günstige physische Gold-ETCs wie iShares Physical Gold liegen bei 0,12 Prozent pro Jahr.
- Währungsgesicherte Produkte kosten zwischen 0,28 und 0,59 Prozent pro Jahr.
Typische Gesamtkostenquoten von Gold-ETCs
03 · Was gilt
Welche Gold-ETCs sind steuerlich wie physisches Gold behandelt?
Nicht jeder Gold-ETC ist steuerlich gleich. Entscheidend ist, ob du einen Anspruch auf physische Auslieferung des Goldes hast.
Dazu gehören unter anderem Xetra-Gold, EUWAX Gold, EUWAX Gold II, EUWAX Gold Core, boerse.de Gold ETC, Invesco Physical Gold II ETC, WisdomTree Core Physical Gold, HANetf The Royal Mint Responsibly Sourced Physical Gold ETC und Gold Bullion Securities.
Bei diesen Produkten bleibt der Wertzuwachs nach einer Haltedauer von mindestens einem Jahr steuerfrei, genau wie bei einem direkten Kauf von Goldbarren oder Goldmünzen. Verkaufst du innerhalb der Ein-Jahres-Frist, fällt Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag an.
Anders sieht es bei Gold-ETCs ohne Auslieferoption aus, etwa bei währungsgesicherten Produkten. Hier wird der Gewinn unabhängig von der Haltedauer immer mit der Abgeltungsteuer belastet, weil diese Papiere steuerlich nicht wie physisches Gold behandelt werden.
- Xetra-Gold und EUWAX Gold II bieten eine Auslieferoption und sind nach einem Jahr steuerfrei.
- Währungsgesicherte Gold-ETCs ohne Lieferanspruch unterliegen immer der Abgeltungsteuer.
- Die Liste der steuerlich privilegierten Produkte umfasst rund zehn physisch besicherte Gold-ETCs.
Steuerfrei nach 1 Jahr Haltedauer
Abgeltungsteuer fällig
04 · Schritt für Schritt
Wie funktioniert die Besteuerung von Gold-ETCs?
Die steuerliche Behandlung hängt von der Ausgestaltung des Produkts ab. Für dich als Anlegerin entscheidet das über die Nettorendite nach Steuern.
Der erste Schritt ist die Prüfung, ob dein Gold-ETC eine Auslieferoption für physisches Gold besitzt. Ist das der Fall, behandelt die Finanzverwaltung das Papier nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 16. Juni 2020 wie physisches Gold. Damit entfällt die Abgeltungsteuer, wenn du den ETC mindestens ein Jahr hältst.
Verkaufst du vor Ablauf der zwölf Monate, fällt auf den Wertzuwachs Abgeltungsteuer von 25 Prozent an. Darauf kommt der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Steuer, was die Gesamtbelastung auf rund 26,4 Prozent erhöht.
Bei Gold-ETCs ohne Auslieferoption gilt dagegen immer die Abgeltungsteuer, unabhängig von der Haltedauer. Die Ein-Jahres-Frist ist nur für Produkte mit physischem Lieferanspruch relevant.
- Prüfe zuerst, ob der Gold-ETC eine Auslieferoption für physisches Gold besitzt.
- Halte den ETC mindestens ein Jahr, um den Wertzuwachs steuerfrei zu vereinnahmen.
- Ohne Auslieferoption fällt auf jeden Gewinn Abgeltungsteuer von 25 Prozent an.
Prüfen, ob eine Auslieferoption besteht
Gold-ETCs mit physischer Auslieferoption werden nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs von 2020 wie physisches Gold behandelt.
Haltedauer von einem Jahr abwarten
Verkaufst du den Gold-ETC nach mindestens einem Jahr, ist der Wertzuwachs steuerfrei. Das gilt unabhängig von der Höhe des Gewinns.
Bei Verkauf vor Ablauf der Frist
Innerhalb der Ein-Jahres-Frist fällt Abgeltungsteuer auf den Gewinn an.
Ohne Auslieferoption gilt immer Abgeltungsteuer
Für Gold-ETCs ohne Lieferanspruch wird der Gewinn unabhängig von der Haltedauer mit der Abgeltungsteuer besteuert.
05 · Im Vertrag
Welche Rolle spielt das Emittentenrisiko bei Gold-ETCs?
Gold-ETCs sind Schuldverschreibungen. Damit trägst du ein Risiko, das es bei physischem Gold oder bei Investmentfonds nicht gibt.
Ein Gold-ETC ist rechtlich eine Inhaberschuldverschreibung des Emittenten. Das bedeutet: Im Insolvenzfall des Anbieters kann dein Anspruch ausfallen, obwohl das Gold physisch hinterlegt ist. Die physische Besicherung mit Goldbarren, die bei einem Treuhänder verwahrt werden, reduziert dieses Risiko, beseitigt es aber nicht vollständig.
Klassische ETFs sind dagegen Sondervermögen und fallen bei einer Insolvenz der Fondsgesellschaft nicht in die Insolvenzmasse. Diesen Schutz hast du bei Gold-ETCs nicht, weil sie eben keine Investmentfonds sind, sondern Schuldverschreibungen.
Für dich heißt das: Achte bei der Auswahl auf die Bonität des Emittenten und die Qualität der Besicherung. Große Anbieter mit langjähriger Historie und hohem Fondsvolumen gelten als vergleichsweise robust, eine Garantie gibt es aber nicht.
- Ein Gold-ETC ist eine Schuldverschreibung und trägt damit ein Emittentenrisiko.
- Die physische Besicherung mit Goldbarren reduziert das Risiko, hebt es aber nicht auf.
- Klassische ETFs als Sondervermögen sind bei Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt.
Wichtige Klauseln und Begriffe zum Emittentenrisiko
06 · Checkliste
Woran erkennst du einen guten Gold-ETC?
Für die Auswahl sind nicht nur Kosten und Steuern entscheidend. Auch Größe, Besicherung und Währungsabsicherung spielen eine Rolle.
Für die Auswahl eines passenden Gold-ETC solltest du mehrere Kriterien gemeinsam betrachten. Die Gesamtkostenquote sollte unter 0,40 Prozent pro Jahr liegen, damit die laufenden Kosten deine Rendite nicht übermäßig schmälern. Eine physische Besicherung mit Goldbarren ist bei den meisten Produkten Standard, du solltest sie aber sicherstellen.
Die Auslieferoption ist das wichtigste Kriterium für die Steuerfreiheit nach einem Jahr. Ein Fondsvolumen über 500 Millionen Euro sorgt für hohe Liquidität und enge Spreads beim Handel. Währungsgesicherte Produkte wählst du nur, wenn du das Wechselkursrisiko zum US-Dollar bewusst ausschließen willst.
Denke auch an die Kosten auf Depotebene: Ordergebühren, Spreads und eventuelle Lagerkosten fließen in deine Gesamtkosten ein. Ein Produkt mit 0,00 Prozent TER kann durch hohe Handelskosten trotzdem teurer sein als ein ETC mit 0,12 Prozent TER.
- Prüfe die Gesamtkostenquote und bevorzuge Werte unter 0,40 Prozent pro Jahr.
- Stelle sicher, dass der ETC physisch mit Goldbarren besichert ist.
- Wähle ein Fondsvolumen über 500 Millionen Euro für hohe Liquidität.
Checkliste für den Gold-ETC-Vergleich
Physische Besicherung mit Goldbarren sicherstellen
Auslieferoption für Steuerfreiheit nach einem Jahr bevorzugen
Fondsvolumen über 500 Millionen Euro für hohe Liquidität wählen
Währungsabsicherung nur bei bewusster Euro-Absicherung wählen
Emittentenrisiko des Anbieters einschätzen
Spread zwischen Kauf- und Verkaufskurs beachten
Depotkosten der Bank in die Gesamtkosten einrechnen
07 · Fehler vermeiden
Welche Fehler passieren beim Gold-ETF-Vergleich häufig?
Typische Fehler führen zu unnötigen Steuerzahlungen oder einem falschen Risikoprofil. Diese Punkte solltest du vermeiden.
Ein häufiger Fehler ist der Kauf eines Gold-ETC ohne Auslieferoption in der Annahme, der Gewinn sei nach einem Jahr steuerfrei. Das gilt nur für Produkte mit physischem Lieferanspruch, alle anderen unterliegen immer der Abgeltungsteuer. Prüfe deshalb vor dem Kauf, ob dein Produkt auf der Liste der steuerlich privilegierten ETCs steht.
Ein weiterer Fehler ist die Gleichsetzung von Goldminen-ETFs mit physischem Gold. Goldminen-ETFs investieren in Aktien von Förderunternehmen und tragen damit ein Aktienrisiko, das mit der Entwicklung des Goldpreises nur indirekt zusammenhängt. Sie eignen sich nicht als Ersatz für einen physisch besicherten Gold-ETC.
Viele Anlegerinnen wählen außerdem einen zu hohen Goldanteil im Portfolio. Mehr als 15 Prozent Gold erhöhen das Klumpenrisiko, ohne die Diversifikation wesentlich zu verbessern. Gold sollte als Beimischung dienen, nicht als Hauptbestandteil deines Depots.
- Kaufe keinen Gold-ETC ohne Auslieferoption, wenn du auf Steuerfreiheit nach einem Jahr hoffst.
- Setze Goldminen-ETFs nicht mit physischem Gold gleich, sie enthalten Aktienrisiken.
- Wähle einen Goldanteil von höchstens 15 Prozent deines Portfolios.
Häufige Fehler beim Kauf von Gold-ETCs
08 · Vergleich
Wie schneiden Goldminen-ETFs im Vergleich ab?
Goldminen-ETFs investieren in Aktien von Goldförderunternehmen. Sie bilden nicht den Goldpreis ab, sondern die wirtschaftliche Entwicklung der Minenbetreiber.
Goldminen-ETFs investieren in Aktien von Unternehmen, die Gold fördern und verarbeiten. Ihr Kurs hängt damit nicht nur vom Goldpreis ab, sondern auch von der wirtschaftlichen Lage der Minenbetreiber, von Förderkosten und von Managemententscheidungen. Das macht sie deutlich schwankungsanfälliger als physisch besicherte Gold-ETCs.
Ein Vorteil von Goldminen-ETFs können Dividenden sein, die viele Minenaktien ausschütten. Physische Gold-ETCs werfen dagegen keine laufenden Erträge ab, weil sie nur den Goldpreis abbilden.
Steuerlich sind Goldminen-ETFs klassische Aktienfonds und unterliegen der Teilfreistellung von 30 Prozent für Aktienfonds. Das bedeutet, dass nur 70 Prozent der Erträge mit der Abgeltungsteuer belastet werden, was die Steuerlast im Vergleich zu anderen Fonds reduziert.
- Goldminen-ETFs bilden Aktien von Förderunternehmen ab, nicht den Goldpreis selbst.
- Sie können Dividenden ausschütten, physische Gold-ETCs dagegen nicht.
- Die Teilfreistellung von 30 Prozent senkt die Steuerlast bei Goldminen-ETFs.
| Physischer Gold-ETC | Goldminen-ETF | |
|---|---|---|
| Basiswert | Goldpreis | Aktien von Goldminenunternehmen |
| Risikoprofil | Rohstoffrisiko, moderate Schwankungen | Aktienrisiko, höhere Schwankungen |
| Laufende Erträge | Keine Dividenden | Mögliche Dividenden der Minenaktien |
| Gesamtkostenquote | 0,00 bis 0,99 Prozent p. a. | 0,43 bis 0,65 Prozent p. a. |
| Eignung als sicherer Hafen | Geeignet als Beimischung | Weniger geeignet, da aktienabhängig |
09 · Hintergrund
Wie viel Gold gehört in dein Depot?
Gold dient der Diversifikation und nicht der Renditemaximierung. Die richtige Quote hängt von deiner Risikobereitschaft und deinem Anlagehorizont ab.
Als Beimischung zu einem Aktienportfolio sind 5 bis 15 Prozent Gold eine übliche Größenordnung, die Verluste in Krisenphasen abfedern kann, ohne die langfristige Rendite zu stark zu belasten.
Gold wirft keine laufenden Erträge ab und unterliegt teils hohen Preisschwankungen. Deshalb gehört es in den risikobehafteten Teil deines Portfolios, nicht in den Sicherheitsbaustein, den du für kurzfristige Ausgaben oder Notgroschen reservierst.
Ein Anlagehorizont von mindestens zehn Jahren ist sinnvoll, weil Gold über kurze Zeiträume stark schwanken kann. Historisch hat sich Gold in Krisen oft gegenläufig zu Aktien entwickelt, was den stabilisierenden Effekt im Gesamtportfolio erklärt.
- Eine Beimischung von 5 bis 15 Prozent Gold ist für Aktienportfolios üblich.
- Gold gehört in den risikobehafteten Teil deines Depots, nicht in den Sicherheitsbaustein.
- Ein Anlagehorizont von mindestens zehn Jahren ist für Goldinvestments sinnvoll.
Als Beimischung zu einem Aktienportfolio sind 5 bis 15 Prozent Gold eine übliche Größenordnung. Dieser Anteil kann Verluste in Krisenphasen abfedern, ohne die langfristige Rendite zu stark zu belasten.
Gold wirft keine laufenden Erträge ab und unterliegt teils hohen Preisschwankungen. Deshalb gehört es in den risikobehafteten Teil deines Portfolios, nicht in den Sicherheitsbaustein.
Ein Anlagehorizont von mindestens zehn Jahren ist sinnvoll, da Gold über kurze Zeiträume stark schwanken kann. Historisch hat sich Gold in Krisen oft gegenläufig zu Aktien entwickelt, was den stabilisierenden Effekt erklärt.
10 · Vergleich
Welche Alternativen gibt es zum Gold-ETC?
Neben Gold-ETCs kannst du auf andere Weise in Gold investieren. Jede Variante hat eigene Vor- und Nachteile bei Kosten, Sicherheit und Steuern.
Neben Gold-ETCs kannst du physisches Gold in Form von Barren oder Münzen kaufen. Der Vorteil physischen Goldes ist das fehlende Emittentenrisiko, der Nachteil sind Aufgelder beim Kauf und Ankaufsspannen beim Verkauf, die bei Gold-ETCs deutlich geringer ausfallen.
Gold-ETCs sind in kleinen Beträgen handelbar und sparplanfähig, während physisches Gold meist größere Stückelungen erfordert. Dafür musst du bei physischem Gold eine sichere Lagerung organisieren, etwa in einem Bankschließfach oder Tresor.
Steuerlich sind beide Varianten gleichgestellt: Sowohl physisches Gold als auch Gold-ETCs mit Auslieferoption sind nach einer Haltedauer von einem Jahr steuerfrei. Der entscheidende Unterschied liegt im Emittentenrisiko, das nur bei Gold-ETCs besteht.
- Physisches Gold hat kein Emittentenrisiko, verursacht aber Aufgelder und Lagerkosten.
- Gold-ETCs sind sparplanfähig und in kleinen Beträgen handelbar.
- Beide Varianten sind nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei.
| Gold-ETC | Physisches Gold | |
|---|---|---|
| Kauf und Verkauf | Über Wertpapierdepot, geringe Spreads | Über Händler, Aufgelder und Ankaufsspanne |
| Lagerung | Keine eigene Lagerung nötig | Bankschließfach oder Tresor erforderlich |
| Steuerliche Behandlung | Mit Auslieferoption steuerfrei nach einem Jahr | Steuerfrei nach einem Jahr Haltedauer |
| Emittentenrisiko | Vorhanden als Schuldverschreibung | Kein Emittentenrisiko |
| Flexibilität | In kleinen Beträgen handelbar, sparplanfähig | Meist größere Stückelungen, kein Sparplan |
Häufige Fragen
Fragen zu Gold-ETF-Vergleich
{{f.a}}
Investieren
Mehr zu Investieren
Weiter mit Finanzen
Ratgeber zu Versicherung, Geldanlage und Studienfinanzierung für Studierende.
Alle Finanz-Ratgeber