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Geldmarktfonds: Die beste Alternative zum Tagesgeld?

Geldmarktfonds und Geldmarkt-ETFs parken dein Geld kurzfristig und orientieren sich eng am Leitzins der EZB. Sie sind eine flexible Option, wenn du hohe Liquidität mit einer Rendite nahe am Tagesgeld kombinieren willst.

10 Kapitel · 17 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Geldmarkt-ETFs bilden den Einlagenzins der EZB nahezu eins zu eins ab und liegen aktuell bei durchschnittlich 2,44 Prozent pro Jahr.
  • Im Gegensatz zum Tagesgeldkonto greift bei Geldmarktfonds keine Einlagensicherung, dafür gilt der Schutz durch das Sondervermögen.
  • Die jährlichen Gesamtkosten (TER) für Geldmarkt-ETFs liegen zwischen 0,05 und 0,72 Prozent.
  • Für sehr kurze Anlagezeiträume oder als Parkplatz für Liquidität im Depot sind Geldmarkt-ETFs eine sinnvolle Ergänzung zum Tagesgeldkonto.

01 · Grundlagen

Was sind Geldmarktfonds?

Geldmarktfonds investieren am Geldmarkt, also in kurzfristige Kredite und Papiere mit sehr kurzen Laufzeiten. Sie gelten als risikoarm und sind eng an den Leitzins der Zentralbank gekoppelt.

Die EU hat in einer Verordnung genau festgelegt, worin ein Geldmarktfonds investieren darf. Das sind vor allem Schatzanweisungen, Termingelder oder Einlagenzertifikate von Banken, Unternehmen oder Staaten. Die Laufzeit dieser Papiere darf höchstens 397 Tage betragen, also rund ein Jahr und einen Monat.

Diese Regeln sorgen für eine hohe Krisenfestigkeit der Fonds. Sie stellen sicher, dass auch in schwierigen Marktphasen viele Anlegende gleichzeitig an ihr Geld herankommen. Klassische Geldmarktfonds sind aus Verbrauchersicht aber nicht immer die beste Form, da einige nur zu relativ hohen Gebühren oder nicht auf den gängigen Handelsplätzen erhältlich sind.

Eine Alternative sind geldmarktnahe Fonds. Sie investieren teilweise in Anleihen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Das verspricht etwas mehr Rendite, birgt aber ein zusätzliches Kursrisiko, wenn das allgemeine Zinsniveau steigt.

Ein Investmentfonds, der in Geldmarktinstrumente wie Schatzanweisungen, Termingelder oder Einlagenzertifikate von Banken, Unternehmen oder Staaten investiert. Die Laufzeit der Papiere darf laut EU-Verordnung höchstens 397 Tage betragen.

Die Rendite liegt meist etwas oberhalb der Zinsen für gutes Tagesgeld und deutlich oberhalb von Sparbuchzinsen.

Kurz erklärt

Geldmarktfonds

Ein Investmentfonds, der in Geldmarktinstrumente wie Schatzanweisungen, Termingelder oder Einlagenzertifikate von Banken, Unternehmen oder Staaten investiert. Die Laufzeit der Papiere darf laut EU-Verordnung höchstens 397 Tage betragen.

Die Rendite liegt meist etwas oberhalb der Zinsen für gutes Tagesgeld und deutlich oberhalb von Sparbuchzinsen.

02 · Vergleich

Geldmarkt-ETF oder Tagesgeldkonto: Was passt zu dir?

Beide Optionen eignen sich für kurzfristige Geldanlagen, unterscheiden sich aber in Sicherungssystem, Rendite und Handhabung. Der direkte Vergleich hilft dir bei der Entscheidung.

Der größte Unterschied liegt im Sicherungssystem. Während dein Tagesgeldkonto bei einer EU-Bank durch die Einlagensicherung des jeweiligen Landes geschützt ist, gilt diese Grenze für Geldmarkt-ETFs nicht. Dein Geld ist dort als Sondervermögen geschützt, auch bei einer Pleite des ETF-Anbieters.

Bei der Rendite orientieren sich Geldmarkt-ETFs eng am Euro Short-Term Rate (ESTR). Dieser Zinssatz liegt aktuell bei durchschnittlich 2,44 Prozent pro Jahr. Tagesgeldkonten bieten oft Aktionszinsen für Neukunden, die nach einigen Monaten deutlich sinken können.

Die Verfügbarkeit unterscheidet sich in der Praxis. Anteile an einem Geldmarkt-ETF kannst du börsentäglich verkaufen, aber bis das Geld auf deinem Girokonto ist, vergehen je nach Depotanbieter ein bis vier Bankarbeitstage. Ein Tagesgeldkonto ist täglich verfügbar, die Überweisung aufs Girokonto dauert meist nur einen Bankarbeitstag.

Geldmarkt-ETF: Rendite orientiert sich am ESTR, aktuell durchschnittlich 2,44 Prozent pro Jahr. Sicherung als Sondervermögen ohne Einlagensicherungslimit. Börsentäglich handelbar, Auszahlung dauert je nach Depot 1 bis 4 Bankarbeitstage. Jährliche Gesamtkostenquote (TER) fällt an.

Tagesgeldkonto: Rendite abhängig vom Anbieter, oft mit Aktionszinsen für Neukunden. Gesetzliche Einlagensicherung, in der EU meist bis 100.000 Euro pro Person und Bank. Täglich verfügbar, Überweisung aufs Girokonto meist innerhalb eines Bankarbeitstages. Keine laufenden Kosten.

Geldmarkt-ETF und Tagesgeldkonto im direkten Vergleich
Geldmarkt-ETFTagesgeldkonto
RenditeOrientiert sich am ESTR, aktuell durchschnittlich 2,44 Prozent pro JahrAbhängig vom Anbieter, oft mit Aktionszinsen für Neukunden
SicherungSondervermögen, kein EinlagensicherungslimitGesetzliche Einlagensicherung, in der EU meist bis 100.000 Euro pro Person und Bank
VerfügbarkeitBörsentäglich handelbar, Auszahlung dauert je nach Depot 1 bis 4 Bankarbeitstage
KostenJährliche Gesamtkostenquote (TER) von 0,05 bis 0,72 Prozent

03 · Schritt für Schritt

So funktioniert die Anlage in einen Geldmarkt-ETF

Der Kauf eines Geldmarkt-ETF läuft über dein Wertpapierdepot. Der Ablauf ist mit dem Kauf eines Aktien-ETF vergleichbar.

Für den Kauf benötigst du ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker. Achte bei der Auswahl auf niedrige Ordergebühren und darauf, dass der Anbieter eine gute Auswahl an Geldmarkt-ETFs im Sortiment hat. Ein Sparplan ist oft schon mit kleinen monatlichen Beträgen möglich.

Wähle anschließend einen passenden ETF aus. Produkte, die den Euro Short-Term Rate (ESTR) abbilden, oder ETFs auf kurzlaufende Staatsanleihen mit sehr kurzer Restlaufzeit sind geeignet. Achte auf eine niedrige Gesamtkostenquote und ein ausreichend hohes Fondsvolumen.

Den Kauf kannst du als Einmalanlage oder über einen regelmäßigen Sparplan umsetzen. Wenn du das Geld benötigst, verkaufst du die Anteile börsentäglich. Plane aber ein, dass die Auszahlung auf dein Girokonto je nach Depot ein bis vier Bankarbeitstage dauern kann.

Du benötigst ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker. Achte auf niedrige Ordergebühren und eine gute Auswahl an Geldmarkt-ETFs.

Passenden ETF finden: Wähle einen Geldmarkt-ETF, der den Euro Short-Term Rate (ESTR) abbildet oder in kurzlaufende Staatsanleihen investiert. Achte auf eine niedrige TER und ein hohes Fondsvolumen.

Order aufgeben: Kaufe Anteile über die Börse. Du kannst eine Einmalanlage tätigen oder einen Sparplan einrichten, der regelmäßig Anteile kauft.

Verkauf bei Bedarf: Verkaufe die Anteile börsentäglich, wenn du das Geld benötigst.

01

Depot auswählen

Du benötigst ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker. Achte auf niedrige Ordergebühren und eine gute Auswahl an Geldmarkt-ETFs.

02

Passenden ETF finden

Wähle einen Geldmarkt-ETF, der den Euro Short-Term Rate (ESTR) abbildet oder in kurzlaufende Staatsanleihen investiert. Achte auf eine niedrige TER und ein hohes Fondsvolumen.

03

Order aufgeben

Kaufe Anteile über die Börse. Du kannst eine Einmalanlage tätigen oder einen Sparplan einrichten, der regelmäßig Anteile kauft.

04

Verkauf bei Bedarf

Verkaufe die Anteile börsentäglich, wenn du das Geld benötigst. Bis zur Gutschrift auf deinem Girokonto vergehen je nach Anbieter ein bis vier Bankarbeitstage.

04 · Was gilt

Welche Sicherheit bieten Geldmarktfonds?

Anders als beim Tagesgeldkonto greift bei Geldmarktfonds nicht die gesetzliche Einlagensicherung. Stattdessen schützt dich das Prinzip des Sondervermögens.

Das Fondsvermögen ist rechtlich vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt und wird bei einer Insolvenz des Anbieters nicht angetastet.

Dieser Schutz gilt auch bei einer Bankenpleite. Deine Anteile bleiben als Sondervermögen erhalten. Es gibt keine betragsmäßige Obergrenze für diesen Schutz, anders als bei der Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Person und Bank.

Ein Restrisiko bleibt durch Kursschwankungen des ETF. Diese sind bei Geldmarkt-ETFs mit sehr kurzen Laufzeiten der enthaltenen Papiere jedoch gering. Wichtig ist, dass du Produkte wählst, die ausschließlich in Euro notieren und in Euro-Papiere investieren, um Währungsrisiken zu vermeiden.

Geschützt durch Sondervermögen: Das Fondsvermögen ist getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft und wird bei einer Insolvenz des Anbieters nicht angetastet. Auch bei einer Bankenpleite bleiben deine Anteile als Sondervermögen erhalten. Es gibt keine betragsmäßige Obergrenze für den Schutz, anders als bei der Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Person und Bank.

Nicht geschützt durch Einlagensicherung: Die gesetzliche Einlagensicherung der Banken greift nicht, da es sich um ein Wertpapier und keine Bankeinlage handelt. Kursschwankungen des ETF sind möglich, bei sehr kurzen Laufzeiten aber gering.

Geschützt durch Sondervermögen

·Das Fondsvermögen ist getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft und wird bei einer Insolvenz des Anbieters nicht angetastet.
·Auch bei einer Bankenpleite bleiben deine Anteile als Sondervermögen erhalten.
·Es gibt keine betragsmäßige Obergrenze für den Schutz, anders als bei der Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Person und Bank.

Nicht geschützt durch Einlagensicherung

·Die gesetzliche Einlagensicherung der Banken greift nicht, da es sich um ein Wertpapier und keine Bankeinlage handelt.
·Kursschwankungen des ETF sind möglich, auch wenn sie bei Geldmarkt-ETFs sehr gering ausfallen.
·Ein Totalverlust ist nicht durch ein Sicherungssystem abgedeckt, sondern nur durch die breite Streuung der Papiere im Fonds minimiert.

05 · Kosten

Was kostet ein Geldmarkt-ETF?

Die laufenden Kosten werden über die Gesamtkostenquote (TER) abgebildet. Hinzu kommen einmalige Ordergebühren deines Depots.

Die Spanne reicht von sehr günstigen bis zu teureren Produkten. Der UBS EUR Overnight Rate SF UCITS ETF liegt bei 0,05 Prozent pro Jahr, der Vanguard EUR Cash UCITS ETF und der iShares EUR Government Bond 0-3 Month UCITS ETF jeweils bei 0,07 Prozent.

Viele Anbieter wie Xtrackers oder Amundi verlangen 0,10 Prozent pro Jahr. Deutlich teurer ist das Leonteq EUR Overnight Return Index ETP mit 0,72 Prozent pro Jahr. Dieser Kostenunterschied mag klein wirken, schmälert aber über längere Zeiträume deine Rendite spürbar.

Zusätzlich zu den laufenden Kosten fallen bei Kauf und Verkauf Ordergebühren deines Brokers an. Diese variieren je nach Anbieter und können bei Sparplänen oft reduziert oder ganz entfallen.

Die Spanne reicht von sehr günstigen bis zu teureren Produkten.

UBS EUR Overnight Rate SF UCITS ETF: 0,05 % p.a.

Vanguard EUR Cash UCITS ETF: 0,07 % p.a.

iShares EUR Government Bond 0-3 Month UCITS ETF: 0,07 % p.a.

Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap UCITS ETF: 0,10 % p.a.

Amundi Smart Overnight Return UCITS ETF: 0,10 % p.a.

Leonteq EUR Overnight Return Index ETP: 0,72 % p.a.

Zusätzlich zu den laufenden Kosten fallen bei Kauf und Verkauf Ordergebühren deines Brokers an. Diese variieren je nach Anbieter.

Jährliche Gesamtkostenquote (TER) von Geldmarkt-ETFs

UBS EUR Overnight Rate SF UCITS ETF0,05 % p.a.
Vanguard EUR Cash UCITS ETF0,07 % p.a.
iShares EUR Government Bond 0-3 Month UCITS ETF0,07 % p.a.
Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap UCITS ETF0,10 % p.a.
Amundi Smart Overnight Return UCITS ETF0,10 % p.a.
Leonteq EUR Overnight Return Index ETP0,72 % p.a.

06 · Im Vertrag

Fachbegriffe rund um Geldmarktfonds

Diese Begriffe begegnen dir, wenn du dich mit Geldmarktfonds beschäftigst. Sie helfen dir, Produkte und ihre Funktionsweise einzuordnen.

Der wichtigste Begriff ist die Euro Short-Term Rate, kurz ESTR. Sie ist der durchschnittliche Zinssatz, zu dem sich europäische Banken untereinander über Nacht Geld leihen. Die Europäische Zentralbank berechnet diesen Satz, und er dient als Referenz für viele Geldmarkt-ETFs.

Das Sondervermögen ist ein rechtliches Konstrukt, das dein investiertes Geld schützt. Es ist vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt. Bei einer Insolvenz der Gesellschaft bleibt dein Geld unangetastet.

Die Einlagensicherung hingegen schützt Bankeinlagen wie Tagesgeld oder Festgeld. In der EU sind meist 100.000 Euro pro Person und Bank abgesichert. Für Wertpapiere wie Geldmarkt-ETFs gilt diese Sicherung nicht.

ESTR (Zinssatz): Die Euro Short-Term Rate ist der durchschnittliche Zinssatz, zu dem sich europäische Banken untereinander über Nacht Geld leihen. Sie wird von der EZB berechnet und dient als Referenz für viele Geldmarkt-ETFs.

Sondervermögen (Schutz): Das Fondsvermögen ist rechtlich vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt. Bei einer Insolvenz der Gesellschaft bleibt dein investiertes Geld geschützt.

Einlagensicherung (Bankeinlage): Gesetzlicher Schutz für Bankeinlagen wie Tagesgeld oder Festgeld. In der EU sind meist 100.000 Euro pro Person und Bank abgesichert.

Wichtige Begriffe im Überblick

ESTRZinssatzDie Euro Short-Term Rate ist der durchschnittliche Zinssatz, zu dem sich europäische Banken untereinander über Nacht Geld leihen. Sie wird von der EZB berechnet und dient als Referenz für viele Geldmarkt-ETFs.
SondervermögenSchutzDas Fondsvermögen ist rechtlich vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt. Bei einer Insolvenz der Gesellschaft bleibt dein investiertes Geld geschützt.
EinlagensicherungBankeinlageGesetzlicher Schutz für Bankeinlagen wie Tagesgeld oder Festgeld. In der EU sind meist 100.000 Euro pro Person und Bank abgesichert. Für Wertpapiere wie ETFs gilt sie nicht.
LeitzinsEZBDer von der Europäischen Zentralbank festgelegte Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken Geld bei der Zentralbank leihen können. Er beeinflusst die Rendite am Geldmarkt direkt.
GeldmarktpapiereAnlageklasseKurz laufende Wertpapiere wie Schatzanweisungen, Termingelder oder Einlagenzertifikate. Ihre Laufzeit beträgt höchstens 397 Tage.

07 · Checkliste

Checkliste: So findest du den passenden Geldmarkt-ETF

Diese Kriterien helfen dir, aus der Vielzahl an Geldmarkt-ETFs ein geeignetes Produkt für deine Bedürfnisse auszuwählen.

Bei der Auswahl helfen dir einige klare Kriterien. Der ETF sollte den Euro Short-Term Rate (ESTR) abbilden oder in kurzlaufende Staatsanleihen mit sehr kurzer Restlaufzeit investieren. So stellst du sicher, dass das Produkt tatsächlich als sicherer Geldparkplatz funktioniert.

Achte auf eine Gesamtkostenquote von unter 0,15 Prozent pro Jahr. Das Fondsvolumen sollte mindestens 100 Millionen Euro betragen, damit der ETF liquide handelbar ist. Beides zusammen sorgt dafür, dass du flexibel bleibst und die Kosten deine Rendite nicht zu stark schmälern.

Der ETF muss in Euro notieren und ausschließlich in Euro-Papiere investieren, um Währungsrisiken zu vermeiden. Die Ertragsverwendung sollte zu deiner Strategie passen: thesaurierend für automatische Wiederanlage oder ausschüttend für regelmäßige Erträge.

Der ETF bildet den Euro Short-Term Rate (ESTR) ab oder investiert in kurzlaufende Staatsanleihen mit sehr kurzer Restlaufzeit.

Die Gesamtkostenquote (TER) liegt unter 0,15 Prozent pro Jahr.

Das Fondsvolumen beträgt mindestens 100 Millionen Euro, damit der ETF liquide handelbar ist.

Der ETF ist in Euro notiert und investiert ausschließlich in Euro-Papiere, um Währungsrisiken zu vermeiden.

Die Ertragsverwendung passt zu deiner Strategie: thesaurierend für automatische Wiederanlage oder ausschüttend für regelmäßige Erträge.

Auswahlkriterien für Geldmarkt-ETFs

01

Der ETF bildet den Euro Short-Term Rate (ESTR) ab oder investiert in kurzlaufende Staatsanleihen mit sehr kurzer Restlaufzeit.

02

Die Gesamtkostenquote (TER) liegt zwischen 0,05 und 0,72 Prozent pro Jahr.

03

Das Fondsvolumen beträgt mindestens 100 Millionen Euro, damit der ETF liquide handelbar ist.

04

Der ETF ist in Euro notiert und investiert ausschließlich in Euro-Papiere, um Währungsrisiken zu vermeiden.

05

Die Ertragsverwendung passt zu deiner Strategie: thesaurierend für automatische Wiederanlage oder ausschüttend für regelmäßige Erträge.

06

Der ETF ist an deinem Wunsch-Depotplatz ohne hohe Ordergebühren handelbar.

08 · Fehler vermeiden

Typische Fehler beim Umgang mit Geldmarktfonds

Diese Fehler solltest du vermeiden, wenn du Geldmarktfonds als sicheren Parkplatz für dein Geld nutzt.

Ein häufiger Fehler ist, geldmarktnahe Fonds mit klassischen Geldmarktfonds zu verwechseln. Manche Produkte tragen den Begriff im Namen, investieren aber in Anleihen mit längerer Laufzeit. Dadurch haben sie ein höheres Kursrisiko, wenn das Zinsniveau steigt.

Wähle keine Fonds mit Fremdwährungsanteilen. Wenn der Fonds in Dollar oder andere Währungen investiert, hängt deine Rendite stark vom Wechselkurs ab. Der sichere Parkplatz für dein Geld ist dann nicht mehr gegeben.

Unterschätze die Kosten nicht. Eine TER von 0,72 Prozent pro Jahr kann die Rendite im Vergleich zu einem günstigen ETF mit 0,05 Prozent deutlich schmälern. Plane außerdem die Auszahlungsdauer ein, denn bis das Geld nach einem Verkauf auf deinem Girokonto ist, können ein bis vier Bankarbeitstage vergehen.

Geldmarktnahe Fonds mit klassischen Geldmarktfonds verwechseln: Manche Fonds tragen den Begriff im Namen, investieren aber in Anleihen mit längerer Laufzeit und haben dadurch ein höheres Kursrisiko.

Fonds mit Fremdwährungsanteilen wählen: Wenn der Fonds in Dollar oder andere Währungen investiert, hängt deine Rendite stark vom Wechselkurs ab und der sichere Parkplatz ist dahin.

Die Kosten unterschätzen: Eine TER von 0,72 Prozent pro Jahr kann die Rendite im Vergleich zu einem günstigen ETF mit 0,05 Prozent deutlich schmälern.

Die Auszahlungsdauer nicht einplanen: Nach dem Verkauf dauert es je nach Depot 1 bis 4 Bankarbeitstage, bis das Geld auf deinem Girokonto ist.

Häufige Fehler vermeiden

·Geldmarktnahe Fonds mit klassischen Geldmarktfonds verwechseln: Manche Fonds tragen den Begriff im Namen, investieren aber in Anleihen mit längerer Laufzeit und haben dadurch ein höheres Kursrisiko.
·Fonds mit Fremdwährungsanteilen wählen: Wenn der Fonds in Dollar oder andere Währungen investiert, hängt deine Rendite stark vom Wechselkurs ab und der sichere Parkplatz ist dahin.
·Die Kosten unterschätzen: Eine TER von 0,72 Prozent pro Jahr kann die Rendite im Vergleich zu einem günstigen ETF mit 0,05 Prozent deutlich schmälern.
·Die Auszahlungsdauer nicht einplanen: Zwischen Verkauf der Anteile und Gutschrift auf dem Girokonto können je nach Depot ein bis vier Bankarbeitstage vergehen.
·Die Einlagensicherung erwarten: Für Geldmarkt-ETFs gilt kein gesetzlicher Einlagenschutz, sondern der Schutz durch das Sondervermögen.

09 · Hintergrund

Wie entwickelt sich die Rendite von Geldmarkt-ETFs?

Die Wertentwicklung von Geldmarkt-ETFs folgt eng dem Zinsniveau am europäischen Geldmarkt. Sie ist damit stabiler als bei Aktien-ETFs, aber auch abhängig von der Geldpolitik der EZB.

Die Rendite von Geldmarkt-ETFs liegt sehr nah am aktuellen Zinssatz des jeweiligen Zielmarktes. Bei Produkten auf den Euro ist das der von der Europäischen Zentralbank definierte Einlagenzins. Aktuell liegen die Zinsen am Geldmarkt bei durchschnittlich 2,44 Prozent pro Jahr.

Die Wertentwicklung ist daher relativ gut planbar. Steigt der Leitzins, steigt auch die Rendite des ETF. Sinkt der Leitzins, sinkt auch die Rendite. Kursverluste durch Zinsänderungen sind bei sehr kurzen Laufzeiten der enthaltenen Papiere gering.

Ein Beispiel für die Entwicklung zeigt der Solactive €STR +8.5 Daily Index. Er erzielte in einem Monat 0,21 Prozent, in einem Jahr 2,08 Prozent und über fünf Jahre 11,10 Prozent. Diese Werte verdeutlichen die stabile, aber nicht spektakuläre Rendite dieser Anlageklasse.

Die Rendite liegt sehr nah am aktuellen Zinssatz des jeweiligen Zielmarktes. Bei Produkten auf den Euro ist das der von der Europäischen Zentralbank definierte Einlagenzins. Aktuell liegen die Zinsen am Geldmarkt bei durchschnittlich 2,44 Prozent pro Jahr.

Die Wertentwicklung eines Geldmarkt-ETF ist daher relativ gut planbar. Steigt der Leitzins, steigt auch die Rendite des ETF. Sinkt der Leitzins, sinkt auch die Rendite. Kursverluste durch Zinsänderungen sind bei sehr kurzen Laufzeiten der enthaltenen Papiere gering.

Ein Beispiel für die Entwicklung: Der Solactive €STR +8.5 Daily Index erzielte in einem Monat 0,21 Prozent, in einem Jahr 2,08 Prozent und über fünf Jahre 11,10 Prozent.

Die Rendite von Geldmarkt-ETFs liegt sehr nah am aktuellen Zinssatz des jeweiligen Zielmarktes. Bei Produkten auf den Euro ist das der von der Europäischen Zentralbank definierte Einlagenzins. Aktuell liegen die Zinsen am Geldmarkt bei durchschnittlich 2,44 Prozent pro Jahr.

Die Wertentwicklung eines Geldmarkt-ETF ist daher relativ gut planbar. Steigt der Leitzins, steigt auch die Rendite des ETF. Sinkt der Leitzins, sinkt auch die Rendite. Kursverluste durch Zinsänderungen sind bei sehr kurzen Laufzeiten der enthaltenen Papiere gering.

Ein Beispiel für die Entwicklung: Der Solactive €STR +8.5 Daily Index, der als Referenz für einige Geldmarkt-ETFs dient, verzeichnete in den vergangenen zwölf Monaten eine Wertentwicklung von 2,08 Prozent. Über drei Jahre lag die kumulierte Entwicklung bei 8,84 Prozent.

Für dich bedeutet das: Geldmarkt-ETFs eignen sich vor allem, um Liquidität zu parken und dabei eine Rendite nahe am Tagesgeldniveau zu erzielen. Als langfristiger Vermögensaufbau sind sie wegen der im Vergleich zu Aktien niedrigeren Renditeerwartung weniger geeignet.

10 · Was gilt

Geldmarkt-ETFs und Steuern: Was du wissen solltest

Erträge aus Geldmarkt-ETFs unterliegen der Abgeltungsteuer. Der Sparer-Pauschbetrag hilft dir, einen Teil der Erträge steuerfrei zu vereinnahmen.

Das gilt sowohl für Ausschüttungen des ETF als auch für Kursgewinne beim Verkauf der Anteile. Auf die Abgeltungsteuer wird zusätzlich der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent erhoben.

Der Sparer-Pauschbetrag hilft dir, einen Teil der Erträge steuerfrei zu vereinnahmen. Pro Person und Jahr bleiben 1000 Euro steuerfrei. Bei zusammenveranlagten Ehepaaren verdoppelt sich der Betrag auf 2000 Euro pro Jahr.

Für Geldmarkt-ETFs gilt keine Teilfreistellung, da diese nur für Aktienfonds vorgesehen ist. Die Teilfreistellung für Aktienfonds beträgt 30 Prozent, kommt bei Geldmarkt-ETFs aber nicht zur Anwendung.

Steuerpflichtig: Ausschüttungen des ETF unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent. Kursgewinne beim Verkauf der Anteile werden ebenfalls mit 25 Prozent Abgeltungsteuer besteuert. Auf die Abgeltungsteuer wird zusätzlich der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent erhoben.

Steuerfrei: Erträge bis zum Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Person und Jahr bleiben steuerfrei. Bei zusammenveranlagten Ehepaaren verdoppelt sich der Sparer-Pauschbetrag auf 2000 Euro pro Jahr.

Für Geldmarkt-ETFs gilt keine Teilfreistellung, da diese nur für Aktienfonds vorgesehen ist.

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026