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FinanzbildungVolksbank10 Min.

Volksbank Festgeld Alles Wichtige & junge Erwachsene

Volksbank Festgeld erklärt: Funktionsweise, Mindestbeträge, Laufzeiten & Alternativen. Jetzt Finanz-Score checken.

Volksbank FestgeldRechnerWas ist Festgeld
Das Wichtigste in 30 Sekunden
  • Festgeld = Tagesgeld auf Zeit: Du legst einen Betrag für eine feste Laufzeit an und erhältst dafür einen garantierten Zinssatz.
  • Volksbanken sind Genossenschaftsbanken – regional organisiert, kein bundesweiter Einheitsanbieter.
  • Unterschied zu Tagesgeld: kein täglicher Zugriff, dafür in der Regel planbarere Zinsen.
  • Am Ende der Laufzeit wird Zinsen + Kapital automatisch ausgezahlt oder prolongiert.

Volksbank Festgeld auf einen Blick: Was du wirklich wissen musst

Festgeld = Tagesgeld auf Zeit: Du legst einen Betrag für eine feste Laufzeit an und erhältst dafür einen garantierten Zinssatz.

Festgeld bei der Volksbank bedeutet: Du legst einen Betrag für eine bestimmte Zeit fest an, erhältst dafür einen garantierten Zinssatz – und kommst während der Laufzeit nicht an dein Geld heran. Für Studierende und junge Erwachsene kann das eine sinnvolle Ergänzung zum Notgroschen sein, wenn man ein paar wichtige Punkte beachtet.

Kurzfazit: Volksbank Festgeld eignet sich für Geld, das du für einen klar definierten Zeitraum nicht brauchst. Der Zinssatz ist fest garantiert, das Kapital bis zur gesetzlichen Einlagensicherungsgrenze geschützt. Wer Flexibilität braucht oder einen langen Anlagehorizont hat, sollte Alternativen wie Tagesgeld oder ETF-Sparpläne mitdenken.

AUF EINEN BLICK

  • Volksbanken sind Genossenschaftsbanken – regional organisiert, kein bundesweiter Einheitsanbieter.
  • Unterschied zu Tagesgeld: kein täglicher Zugriff, dafür in der Regel planbarere Zinsen.
  • Am Ende der Laufzeit wird Zinsen + Kapital automatisch ausgezahlt oder prolongiert.
  • Genossenschaftsprinzip: Als Mitglied kannst du Genossenschaftsanteile zeichnen – das ist aber kein Festgeld.
Kennzahl (2026)Wert
Abgeltungsteuer25 %
Sparerpauschbetrag1.000 €
Soli auf die Steuer5,5 % (auf die Steuer)

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Was ist Festgeld bei der Volksbank – und wie funktioniert es?

In der Regel Volljährigkeit (18+) erforderlich – relevant für Studierende ab Erstsemester.

Festgeld ist im Grunde Tagesgeld auf Zeit: Du überweist einen bestimmten Betrag an deine Volksbank, vereinbarst eine feste Laufzeit – zum Beispiel drei Monate, ein Jahr oder länger – und erhältst dafür einen Zinssatz, der für die gesamte Laufzeit unwiderruflich festgeschrieben wird. Während andere Sparformen wie das Tagesgeld täglich veränderte Konditionen bieten können, bleibt beim Festgeld der vereinbarte Satz stabil. Das macht die Rendite gut planbar, auch wenn sich das allgemeine Zinsniveau in der Zwischenzeit verändert.

Ein wichtiger Unterschied zu vielen anderen Bankprodukten: Volksbanken sind keine einheitliche Großbank, sondern ein Verbund regional organisierter Genossenschaftsbanken. In Deutschland gibt es Hunderte eigenständige Volksbanken und Raiffeisenbanken, die zwar unter dem Dach des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) zusammengeschlossen sind, ihre Konditionen aber eigenständig festlegen. Das bedeutet konkret: Die Festgeld-Zinsen, Mindestbeträge und Laufzeiten bei der Volksbank Freiburg können sich deutlich von denen bei der Volksbank München oder der VR-Bank Würzburg unterscheiden. Ein regionaler Vergleich lohnt sich daher immer.

Am Ende der vereinbarten Laufzeit wird dein eingezahltes Kapital zusammen mit den aufgelaufenen Zinsen entweder automatisch auf dein Referenzkonto ausgezahlt oder – falls du nichts anderes veranlasst hast – prolongiert, also zu den dann gültigen Konditionen für eine neue Laufzeit angelegt. Es lohnt sich, diesen Automatismus im Blick zu behalten und rechtzeitig zu entscheiden, ob du das Geld lieber auszahlen lässt oder bewusst neu anlegst.

Der wesentliche Unterschied zum Tagesgeld besteht in der fehlenden täglichen Verfügbarkeit. Beim Tagesgeld kannst du morgen kündigen und übermorgen über dein Geld verfügen. Beim Festgeld ist genau das ausgeschlossen. Was zunächst wie ein Nachteil klingt, hat auch eine Disziplinierungswirkung: Das Geld ist vor Impulskäufen geschützt und arbeitet strukturiert für dich.

AUF EINEN BLICK

  • Wohnsitz oder Kontoverbindung in Deutschland häufig Bedingung der jeweiligen Regionalbank.
  • Viele Volksbanken verlangen ein bestehendes Girokonto bei ihnen – prüfe, ob du bereits Mitglied bist.
  • Mindestanlagebetrag variiert je nach Regionalbank
  • Identifizierung via Postident, VideoIdent oder Filiale.

Voraussetzungen: Wer kann Festgeld bei der Volksbank eröffnen?

Typische Laufzeiten: 1 Monat bis mehrere Jahre – genaue Staffelung je Volksbank regional unterschiedlich.

Die wichtigste Grundvoraussetzung ist die Volljährigkeit. Festgeldkonten werden in der Regel erst ab 18 Jahren eröffnet – das trifft die meisten Studierenden ab dem ersten Semester. Minderjährige können zwar in manchen Fällen mit elterlicher Zustimmung Sparprodukte nutzen, Festgeld ist davon aber typischerweise ausgenommen, da es sich um eine längerfristige Kapitalbindung handelt. Wer also gerade das Abitur bestanden hat und noch unter 18 ist, muss bis zum Geburtstag warten.

Darüber hinaus verlangen die meisten regionalen Volksbanken einen Wohnsitz in Deutschland sowie häufig eine bestehende Kontoverbindung bei ihnen – mitunter sogar eine aktive Girokonto-Beziehung. Da Volksbanken Genossenschaften sind, kann es außerdem sein, dass du vor der Festgelderöffnung eine Mitgliedschaft beantragen musst. Das bedeutet: Du zeichnest einen oder mehrere Genossenschaftsanteile, die in der Regel einen kleinen dreistelligen Betrag kosten und bei Austritt wieder ausgezahlt werden. Dieser Schritt ist einmalig und unbürokratisch, sollte aber vorab eingeplant werden.

Ob du ein Girokonto bei der jeweiligen Volksbank bereits hast oder dafür neu eröffnen möchtest, spielt also eine praktische Rolle. Viele Studierende nutzen ohnehin ein Volksbank-Konto als Hauptkonto – in diesem Fall ist der Weg zum Festgeld kurz. Wer primär bei einer anderen Bank oder einem Onlinebroker bankt, sollte prüfen, ob eine Neueröffnung des Girokontos in Frage kommt oder ob es eine Volksbank gibt, die Festgeld auch ohne bestehendes Girokonto anbietet. Das variiert regional stark.

AUF EINEN BLICK

  • Faustregel: längere Laufzeit ≠ automatisch höherer Zins – die Zinskurve kann invers sein.
  • Zinssatz wird bei Abschluss garantiert und gilt fest für die gesamte Laufzeit.
  • Zinsauszahlung: meist zum Laufzeitende (bei kurzen Laufzeiten) oder jährlich (bei langen).
  • Aktuelle Zinssätze müssen direkt bei der jeweiligen Volksbank abgefragt werden – sie variieren regional und ändern sich mit EZB-Entscheidungen.

Laufzeiten und Zinsen: Was erwartet dich konkret?

Volksbanken sind Mitglied im Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

Die typischen Laufzeiten bei Volksbank-Festgeld reichen von einem Monat bis zu mehreren Jahren – häufig werden Staffelungen wie 3, 6, 12, 24 oder 36 Monate angeboten. Welche Laufzeiten genau verfügbar sind, hängt von deiner regionalen Volksbank ab. Für Studierende sind vor allem kurze bis mittlere Laufzeiten interessant: Sie passen besser zur Lebensrealität junger Menschen, die Geld für ein Auslandssemester, eine neue WG-Kaution oder einen Jobwechsel nach dem Studium brauchen könnten.

Eine wichtige Faustregel, die viele unterschätzen: Eine längere Laufzeit bedeutet nicht automatisch einen höheren Zinssatz. Die Zinskurve kann invers sein – das heißt, kurzfristige Laufzeiten werden in manchen Marktphasen sogar besser verzinst als langfristige. Das war zuletzt in Phasen hoher Leitzinsen zu beobachten. Es lohnt sich also, die Staffelung genau zu betrachten und nicht blind auf die längste Laufzeit zu setzen, weil man sich erhofft, damit mehr Zinsen zu bekommen.

Der Zinssatz, auf den du dich bei Abschluss einigst, gilt fest und unwiderruflich für die gesamte Laufzeit. Das ist der große Vorteil gegenüber variabel verzinsten Produkten: Du weißt von Anfang an genau, welchen Betrag du am Ende erhältst – zumindest vor Steuern. Die Zinsauszahlung erfolgt bei kurzen Laufzeiten (typischerweise unter einem Jahr) meist zum Laufzeitende in einer Summe, bei längeren Laufzeiten oft jährlich. Achte auf dieses Detail, weil es Auswirkungen auf deinen Freistellungsauftrag und die Steuerfälligkeit hat.

Da Volksbank-Zinssätze regional stark variieren und sich mit dem allgemeinen Marktzinsniveau verändern, vermeiden wir hier bewusst konkrete Prozentzahlen, die morgen schon veraltet sein könnten. Die verlässlichste Quelle ist immer das direkte Gespräch oder die Webseite deiner lokalen Volksbank sowie Vergleichsportale, die tagesaktuelle Daten aggregieren.

AUF EINEN BLICK

  • Sicherungssystem des BVR: institutsbezogene Sicherung, ergänzt durch gesetzliche Einlagensicherung nach EU-Richtlinie.
  • Gesetzliche Einlagensicherung schützt Einlagen bis zu einem festgelegten Betrag pro Person und Institut
  • Für Studierende mit typischen Sparbeträgen weit unterhalb der Sicherungsgrenze: praktisch kein Ausfall-Risiko.
  • Genossenschaftliche Sicherung gilt als besonders stabil, da Mitglieder füreinander haften.

Einlagensicherung: Wie sicher ist dein Geld bei der Volksbank?

Festgeld ist grundsätzlich nicht vorzeitig kündbar – das ist das Kernmerkmal.

Volksbanken und Raiffeisenbanken sind Mitglieder im Sicherungssystem des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Dieses System funktioniert als sogenannte institutsbezogene Sicherung: Es soll verhindern, dass eine Mitgliedsbank überhaupt in die Insolvenz gerät, indem die Institute gegenseitig füreinander einstehen. Das geht über die reine Einlagensicherung hinaus und ist ein strukturelles Sicherheitsmerkmal des genossenschaftlichen Verbunds.

Zusätzlich greift die gesetzliche Einlagensicherung nach EU-Richtlinie, die in Deutschland durch das Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) umgesetzt ist. Sie schützt Einlagen pro Person und pro Institut bis zu 100.000 Euro. Für Studierende, die typischerweise Beträge im zwei- bis vierstelligen Bereich anlegen, liegt das angelegte Kapital damit weit unterhalb dieser Grenze. Das Ausfallrisiko ist in der Praxis verschwindend gering – und durch das zweistufige Sicherungssystem (institutsbezogen plus gesetzlich) doppelt abgedeckt.

Wichtig zu wissen: Die Einlagensicherung schützt das eingezahlte Kapital und die aufgelaufenen Zinsen, nicht aber Kursverluste bei Wertpapieren. Da Festgeld kein Wertpapier ist, sondern eine Bankeinlage, gilt der Schutz vollumfänglich. Für Studierende, die gerade erste Schritte in der Geldanlage machen, ist das ein wichtiges psychologisches und rechtliches Sicherheitsnetz.

AUF EINEN BLICK

  • Manche Volksbanken erlauben Ausnahmen gegen Zinsverzicht oder Vorfälligkeitsentschädigung.
  • Tipp: Laufzeit so wählen, dass sie mit planbaren Ausgaben (Semesterbeitrag, Umzug, Auslandssemester) nicht kollidiert.
  • Kein Notfall-Liquiditätspuffer: Festgeld ersetzt nicht dein Tagesgeld-Konto als Notgroschen.
  • Automatische Prolongation prüfen: Falls du nicht aktiv widersprichst, wird das Geld ggf. zu dann-gültigem Zins erneut angelegt.

Festgeld kündigen oder vorzeitig auflösen – geht das?

Tagesgeld: Jederzeit verfügbar, aktuell ebenfalls attraktive Zinsen – ideal für den Notgroschen.

Die fehlende Flexibilität ist das Kernmerkmal von Festgeld – und gleichzeitig das größte Risiko für Studierende, die ihre Ausgaben nicht exakt planen können. Grundsätzlich ist eine vorzeitige Kündigung beim Festgeld nicht vorgesehen. Das Geld ist für die vereinbarte Laufzeit gebunden, und die Bank hat kein rechtliches Interesse daran, früher auf die Einlage zu verzichten.

Manche Volksbanken räumen dennoch Ausnahmen ein – zum Beispiel bei nachgewiesenen Härtefällen oder gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung beziehungsweise gegen teilweisen oder vollständigen Zinsverzicht. Das ist jedoch keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Kulanzentscheidung der jeweiligen Bank. Verlasse dich nicht darauf, dass du im Notfall einfach kündigen kannst. Wenn du dein Geld innerhalb der nächsten zwölf Monate möglicherweise brauchst, ist Festgeld für diesen Betrag die falsche Wahl.

Der praktische Rat für Studierende lautet daher: Wähle die Laufzeit so, dass sie mit deinen planbaren Ausgaben nicht kollidiert. Steht in acht Monaten die Semesterbeitrags-Zahlung an, wähle eine sechsmonatige Laufzeit mit ausreichend Puffer. Plant du ein Auslandssemester, bei dem du möglicherweise Kaution und Flug vorfinanzieren musst, sollte das Festgeld spätestens einen Monat vorher fällig werden. Und: Halte immer einen separaten Notgroschen auf einem Tagesgeldkonto oder Girokonto, der nicht in Festgeld gebunden ist. Empfohlen werden in der Regel zwei bis drei Monatsausgaben als liquide Reserve.

AUF EINEN BLICK

  • Bundeswertpapiere (z. B. Bundesschatzanweisungen): Staatlich besichert, direkt über Bundesfinanzagentur kaufbar, kein Bankrisiko.
  • ETF-Sparplan: Für einen Anlagehorizont von 5+ Jahren historisch renditestärker, aber mit Marktschwankungen – kein Kapitalschutz.
  • Bausparvertrag: Sinnvoll nur bei konkretem Wohnziel; für kurzfristige Anlagen ungeeignet.
  • Girokonto-Zinsen: Meist nicht vorhanden oder minimal – kein Ersatz für Festgeld.

Volksbank Festgeld vs. Alternativen

Zinsen aus Festgeld sind Kapitalerträge und unterliegen der Abgeltungsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag (ggf. Kirchensteuer).

Festgeld ist nicht die einzige Möglichkeit, Geld sicher und renditebewusst anzulegen. Für Studierende lohnt sich ein strukturierter Vergleich der gängigsten Alternativen – denn die beste Lösung hängt stark vom persönlichen Zeithorizont, der Risikobereitschaft und dem konkreten Zweck des Geldes ab.

Das Tagesgeld ist der direkteste Konkurrent: täglich verfügbar, ebenfalls einlagengesichert und in attraktiven Zinsphasen ähnlich gut verzinst wie kurzfristiges Festgeld. Für den Notgroschen ist Tagesgeld die erste Wahl – kein Student sollte seinen kompletten Ersparnisse in Festgeld stecken, ohne ein liquides Polster zu behalten. Bundeswertpapiere wie Bundesschatzanweisungen oder Bundesobligationen sind eine staatlich besicherte Alternative, die direkt über die Bundesfinanzagentur ohne Bankrisiko gekauft werden können. Sie sind für alle zugänglich und bieten eine transparente Risikostruktur, erfordern aber etwas mehr Eigeninitiative bei der Einrichtung.

Wer einen Anlagehorizont von fünf Jahren oder mehr mitbringt, sollte ernsthaft über einen ETF-Sparplan nachdenken. Historisch betrachtet haben breit gestreute Aktien-ETFs deutlich höhere Renditen erzielt als Festgeld – allerdings mit Marktschwankungen und ohne Kapitalgarantie. Das bedeutet: Im schlimmsten Zeitpunkt könnte der Depotwert zeitweise unter den Einzahlungen liegen. Wer psychologisch damit umgehen kann und das Geld langfristig nicht braucht, fährt damit statistisch besser. Wer in drei Jahren eine Wohnung kaufen oder ins Ausland gehen möchte, sollte das Kapital dafür nicht in Aktien-ETFs binden. Bausparverträge sind ebenfalls eine Option – aber nur dann wirklich sinnvoll, wenn ein konkretes Wohnprojekt innerhalb von sieben bis zehn Jahren realistisch ist. Für rein kurzfristige Anlage sind sie durch Abschlussgebühren und starre Strukturen ungeeignet.

Das Fazit des Vergleichs: Volksbank Festgeld ist nicht besser oder schlechter als die Alternativen – es ist ein anderes Werkzeug für andere Situationen. Die klügste Strategie für Studierende kombiniert in der Regel mehrere Elemente: Tagesgeld als Notgroschen, Festgeld für bekannte zukünftige Ausgaben und – wenn der Zeithorizont es erlaubt – einen ETF-Sparplan für den langfristigen Vermögensaufbau.

AUF EINEN BLICK

  • Sparerpauschbetrag: Jährlicher Freibetrag pro Person
  • Freistellungsauftrag bei der Volksbank stellen, damit bis zur Freigrenze keine Steuer einbehalten wird.
  • Studierende mit geringem Gesamteinkommen können ggf. Günstigerprüfung über die Einkommensteuererklärung nutzen.
  • Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) vom Finanzamt möglich, wenn Gesamteinkommen unter Grundfreibetrag liegt.

Steuer: Was Studierende beim Volksbank Festgeld beachten müssen

Schritt 1: Liquiditätsbedarf klären – wann brauchst du das Geld wirklich zurück?

Zinsen aus Festgeld sind Kapitalerträge und unterliegen in Deutschland der Abgeltungsteuer in Höhe von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 Prozent auf die Steuer sowie gegebenenfalls Kirchensteuer. Das klingt nach viel, ist aber dank des Sparerpauschbetrags für die meisten Studierenden kein echtes Problem: Jede Person kann pro Jahr Kapitalerträge bis zu 1.000 Euro (für Ledige) steuerfrei vereinnahmen – dieser Betrag gilt seit 2023.

Damit diese Freigrenze automatisch berücksichtigt wird, musst du bei deiner Volksbank einen Freistellungsauftrag stellen. Ohne diesen Auftrag behält die Bank die Abgeltungsteuer direkt ein, sobald Zinsen gutgeschrieben werden. Du bekommst das zwar über die Steuererklärung zurück, aber es bedeutet unnötigen bürokratischen Aufwand. Der Freistellungsauftrag kann jederzeit gestellt, geändert oder auf mehrere Banken aufgeteilt werden – Summe darf aber insgesamt die 1.000-Euro-Grenze (ledig) nicht überschreiten.

Studierende mit sehr geringem Gesamteinkommen – zum Beispiel nur aus einem kleinen Nebenjob oder BAföG – können außerdem die sogenannte Günstigerprüfung in der Einkommensteuererklärung nutzen. Liegt der persönliche Steuersatz unter 25 Prozent, werden die Kapitalerträge zum niedrigeren persönlichen Steuersatz besteuert und die zu viel einbehaltene Abgeltungsteuer erstattet. Das ist besonders relevant für Studierende, deren Gesamteinkünfte im Jahr deutlich unterhalb des Grundfreibetrags von 12.348 Euro (ledig, Stand 2026) liegen.

Praktischer Tipp: Prüfe jedes Jahr, ob deine Freistellungsaufträge noch korrekt aufgeteilt sind – gerade wenn du Festgeld bei mehreren Banken oder Brokern hast. Eine Überprüfung dauert wenige Minuten und kann dir unnötige Steuervorschüsse ersparen.

AUF EINEN BLICK

  • Schritt 2: Betrag festlegen – nur Geld anlegen, das du im gewählten Zeitraum nicht brauchst.
  • Schritt 3: Regionale Volksbank(en) vergleichen – Zinssätze, Mindestbeträge, Laufzeiten direkt abfragen.
  • Schritt 4: Girokonto-/Mitgliedschaft klären – ggf. Mitgliedschaft beantragen (Genossenschaftsanteil).
  • Schritt 5: Freistellungsauftrag einrichten, bevor Zinsgutschrift erfolgt.

So legst du als Studierender Schritt für Schritt Festgeld an

Bevor du auch nur eine einzige Kontonummer tippst, sollte die erste Frage lauten: Wann brauchst du das Geld wirklich zurück? Schreib die nächsten 24 Monate auf einem Blatt Papier auf und markiere alle absehbaren größeren Ausgaben – Semesterbeitrag, Mietkaution, geplante Reisen, möglicher Laptop-Kauf, Ende des Studiums. Nur der Betrag, den du in diesem Zeitraum definitiv nicht anrühren musst, ist Festgeld-geeignet. Alles andere bleibt auf dem Tagesgeldkonto.

Im zweiten Schritt legst du den Betrag fest. Eine gute Faustregel: Zuerst den Notgroschen (zwei bis drei Monatsausgaben) sichern, dann erst über Festgeld nachdenken. Was dann übrig bleibt und für einen definierten Zeitraum entbehrlich ist, kann in Festgeld fließen. Verteile den Betrag lieber auf kürzere Laufzeiten als auf eine einzige lange – so hast du regelmäßig die Möglichkeit, auf veränderte Konditionen oder Lebenssituationen zu reagieren.

Schritt drei ist der eigentliche Vergleich: Schau dir die Konditionen deiner lokalen Volksbank genau an – idealerweise direkt auf der Website oder im persönlichen Gespräch mit einer Beraterin oder einem Berater. Vergleiche parallel mit anderen regionalen Volksbanken oder anderen Banken über Vergleichsportale. Notiere Zinssatz, Mindestbetrag, verfügbare Laufzeiten und ob ein Girokonto Voraussetzung ist.

Im vierten Schritt klärst du die formalen Voraussetzungen: Hast du bereits ein Girokonto bei der Volksbank? Bist du Mitglied der Genossenschaft? Falls nicht, informiere dich über die Mitgliedschaft – die einmalige Zeichnung eines Genossenschaftsanteils ist in der Regel unkompliziert und bei Austritt rückzahlbar. Stelle unmittelbar nach Kontoeröffnung deinen Freistellungsauftrag und leg ihn so fest, dass er mit bestehenden Freistellungen bei anderen Banken zusammen die jährliche Grenze von 1.000 Euro (ledig) nicht überschreitet.

Volksbank Festgeld: Sinnvoll einsetzen, clever kombinieren

Volksbank Festgeld ist ein solides, sicheres Sparinstrument mit garantiertem Zinssatz und starkem Einlagenschutz. Für Studierende und junge Erwachsene ist es dann besonders sinnvoll, wenn ein klar definierter Betrag für einen absehbaren Zeitraum sicher geparkt werden soll – zum Beispiel das Geld für eine geplante Reise nach dem Studium, ein Semestersparbetrag oder das Kapital für eine spätere Wohnungskaution. Es ersetzt weder den flexiblen Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto noch den langfristigen Vermögensaufbau über ETF-Sparpläne, ist aber ein wertvolles Puzzlestück in einer ausgewogenen Finanzstrategie.

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Häufige Fragen

Ja, als Studierender ohne regelmäßiges Einkommen können Sie in der Regel ein Festgeldkonto bei der Volksbank eröffnen, sofern Sie volljährig sind und sich ausweisen können. Die Bank prüft jedoch Ihre Bonität, was bei fehlendem Einkommen die Eröffnung erschweren kann, aber nicht grundsätzlich ausschließt.

Der Mindestbetrag für Festgeld bei der Volksbank variiert je nach Filiale und Angebot, liegt aber üblicherweise im niedrigen dreistelligen bis niedrigen vierstelligen Euro-Bereich. Konkrete Mindestbeträge sollten Sie direkt bei Ihrer örtlichen Volksbank erfragen, da diese individuell festgelegt werden.

Wenn die Volksbank insolvent wird, greift die gesetzliche Einlagensicherung, die Ihre Einlagen bis zu einem gesetzlich festgelegten Höchstbetrag pro Kunde und Bank absichert. Zusätzlich besteht ein institutssicherndes System im genossenschaftlichen Finanzverbund, das über die gesetzliche Sicherung hinausgeht und Ihre Festgeldanlage in der Regel vollständig schützt.

Volksbank-Festgeld bietet Ihnen eine feste, garantierte Verzinsung, während ein ETF-Sparplan langfristig eine höhere Renditechance hat, aber auch Kursschwankungen unterliegt. Für kurze Anlagehorizonte und Sicherheitsbedürfnis ist Festgeld geeignet, für langfristigen Vermögensaufbau mit höherem Risiko sind ETFs oft die bessere Wahl.

Ja, Zinserträge aus Ihrem Volksbank-Festgeld unterliegen der Abgeltungsteuer, dem Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls der Kirchensteuer. Sie haben jedoch einen jährlichen Sparer-Pauschbetrag, bis zu dem Ihre Kapitaleinkünfte steuerfrei bleiben, und die Bank führt die Steuern in der Regel automatisch ab.

Eine vorzeitige Kündigung von Festgeld ist bei der Volksbank in der Regel nicht möglich, da Festgeld eine feste Laufzeit voraussetzt. In Ausnahmefällen kann die Bank eine vorzeitige Auflösung gegen eine Vorfälligkeitsentschädigung zulassen, dies ist jedoch nicht garantiert und sollte vor Vertragsabschluss geklärt werden.

Die Laufzeiten für Festgeld bei der Volksbank reichen typischerweise von einem Monat bis zu mehreren Jahren, wobei gängige Laufzeiten wie 6, 12, 24 oder 36 Monate angeboten werden. Die genauen Laufzeitoptionen hängen von der jeweiligen Filiale und dem aktuellen Angebot ab.

Spezielle Festgeld-Angebote nur für Studierende oder Jungkunden gibt es bei der Volksbank in der Regel nicht, da Festgeldkonditionen meist unabhängig vom Kundenstatus sind. Allerdings bieten viele Volksbanken für junge Kunden andere Vorteile wie kostenlose Girokonten oder günstigere Depotkonditionen, die Sie erfragen können.

Quellen & Stand 09.07.2026

MS

StudySmarter-Redaktion

Finanz-Redaktion · StudySmarter
Marie macht Finanzthemen für Studierende verständlich – von der ersten Versicherung bis zum ersten Sparplan.

Redaktionell geprüft. Alle Zahlen mit Quellenangabe, Stand 09.07.2026. Dieser Artikel ist Finanzbildung – keine Rechts- oder Steuerberatung.

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