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Festgeldrechner: So berechnest du Zinsertrag und Rendite

Ein Festgeldrechner zeigt dir vorab, wie viel Kapital aus einer einmaligen Anlage mit festem Zinssatz entsteht. Du kannst dabei Zinsertrag, Endkapital, nötigen Zinssatz oder passende Laufzeit ermitteln.

10 Kapitel · 9 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Ein Festgeldrechner bildet die Kernformel für Zinsertrag und Zinseszins ab.
  • Du kannst zwischen jährlicher Zinsansammlung und Zinsauszahlung wählen.
  • Die Abgeltungsteuer und dein Sparer-Pauschbetrag lassen sich einbeziehen.
  • Für die Sicherheit deiner Einlage ist die gesetzliche Einlagensicherung relevant.

01 · Grundlagen

Was ist ein Festgeldrechner?

Ein Festgeldrechner ist ein digitales Werkzeug für die Zinsrechnung bei einer einmaligen Geldanlage mit festem Zinssatz. Er hilft dir, die Wirkung von Zinseszins und Laufzeit auf dein Endkapital zu verstehen.

Du kannst damit nicht nur den Endbetrag ermitteln, sondern auch rückwärts rechnen, welcher Zinssatz oder welche Laufzeit für ein Sparziel nötig ist. Die Berechnung erfolgt auf Basis der Zinseszinsformel und berücksichtigt auf Wunsch die Abgeltungsteuer.

Für die Praxis bedeutet das: Du gibst Anlagebetrag, Laufzeit und Zinssatz ein und erhältst den Zinsertrag sowie das Endkapital. Der Rechner geht bei der Wiederanlage von einer jährlichen Gutschrift der Zinsen zum Jahresende aus, wie es bei den meisten Festgeldkonten üblich ist.

  • Du kannst zwischen der Berechnung von Zinsertrag, Endkapital, Zinssatz oder Laufzeit wählen.
  • Die Laufzeit lässt sich in Monaten oder Jahren angeben, was die Planung flexibler macht.

Kurz erklärt

Festgeldrechner

Ein Rechner, der für eine einmalige Geldanlage mit festem Zinssatz wahlweise Zinsertrag, Endkapital, Zinssatz oder Laufzeit bestimmt.

Er nutzt die Formel für Zinseszins und berücksichtigt auf Wunsch die Abgeltungsteuer.

02 · Vergleich

Zinseszins oder Zinsauszahlung: Was gilt für dein Festgeld?

Die Behandlung der Zinserträge hat großen Einfluss auf dein Endkapital. Du kannst im Festgeldrechner zwischen der Wiederanlage der Zinsen und der Auszahlung auf ein Referenzkonto wählen.

Die Entscheidung zwischen Zinseszins und Zinsauszahlung verändert dein Ergebnis deutlich. Bei der Wiederanlage werden die Zinserträge dem Festgeldkonto gutgeschrieben und im Folgejahr zusammen mit dem ursprünglichen Anlagebetrag verzinst. Bei der Auszahlung landen die Zinsen auf deinem Referenzkonto und bleiben dort unverzinst.

Ein Beispiel verdeutlicht den Unterschied: Wer 30.000 Euro über 10 Jahre anlegen möchte und 20.000 Euro Zinsertrag anstrebt, benötigt bei Zinseszins einen Zinssatz von 5,24 Prozent pro Jahr. Mit Zinsauszahlung steigt der notwendige Zinssatz auf 6,67 Prozent pro Jahr, weil die ausgezahlten Zinsen keinen Zinseszinseffekt mehr erzeugen.

  • Zinseszins führt zu einem höheren Endkapital, da die Zinserträge erneut verzinst werden.
  • Zinsauszahlung eignet sich, wenn du regelmäßige Erträge entnehmen möchtest, bringt aber weniger Gesamtertrag.
Vergleich der Zinsverwendung beim Festgeld
ZinseszinsZinsauszahlung
Gutschrift der ZinsenZinsen werden dem Festgeldkonto gutgeschriebenZinsen werden auf ein Referenzkonto ausgezahlt
Verzinsung im FolgejahrZinserträge werden mit dem Anlagebetrag erneut verzinstZinserträge werden nicht weiter verzinst
Effekt auf das EndkapitalHöheres Endkapital durch ZinseszinseffektNiedrigeres Endkapital, da Zinserträge zinslos bleiben

03 · Schritt für Schritt

So berechnest du Zinsertrag und Endkapital

Die Berechnung des Endkapitals folgt einem klaren Ablauf. Du gibst Anlagebetrag, Zinssatz und Laufzeit ein und legst die Zinsverwendung fest.

Du legst zuerst den Anlagebetrag fest, den du einmalig auf dem Festgeldkonto anlegen möchtest. Danach wählst du den jährlichen Festzinssatz und die Anlagedauer in Monaten oder Jahren.

Im nächsten Schritt bestimmst du, ob die Zinsen wieder angelegt oder ausgezahlt werden sollen. Der Rechner zeigt dir anschließend das Endkapital, den Zinsertrag vor Steuern und die jährliche Rendite an. So erkennst du sofort, ob sich ein Angebot für dein Sparziel lohnt.

  • Anlagebetrag eingeben, den du einmalig anlegen möchtest.
  • Zinssatz und Laufzeit wählen, die dir die Bank anbietet.
  • Zinsverwendung festlegen: Zinseszins oder Zinsauszahlung.
  • Ergebnis ablesen: Endkapital, Zinsertrag und Rendite.
01

Anlagebetrag festlegen

Du gibst den Betrag ein, den du einmalig auf dem Festgeldkonto anlegen möchtest.

02

Zinssatz und Laufzeit wählen

Du trägst den jährlichen Festzinssatz und die Anlagedauer in Monaten oder Jahren ein.

03

Zinsverwendung bestimmen

Du wählst zwischen Zinseszins (Wiederanlage) und Zinsauszahlung auf dein Referenzkonto.

04

Ergebnis ablesen

Der Rechner zeigt dir Endkapital, Zinsertrag vor Steuern und die jährliche Rendite an.

04 · Was gilt

Welche Rolle spielt die Abgeltungs­teuer?

Zinserträge aus Festgeld sind Kapitaleinkünfte und unterliegen der Abgeltungsteuer. Dein Sparer-Pauschbetrag reduziert die Steuerlast.

Bei zusammenveranlagten Ehepaaren verdoppelt sich der Freibetrag auf 2000 Euro pro Jahr.

Oberhalb dieses Freibetrags fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer an. Zusätzlich wird der Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer fällig. Der Festgeldrechner kann diese Abzüge direkt einbeziehen, wenn du die Steueroption aktivierst.

  • Zinserträge bis 1000 Euro pro Person und Jahr bleiben steuerfrei.
  • Für Ehepaare gilt ein gemeinsamer Freibetrag von 2000 Euro pro Jahr.
  • Auf den übersteigenden Betrag fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag an.

Zinserträge oberhalb des Sparer-Pauschbetrags

Bleibt steuerfrei

·Zinserträge bis 1000 EUR pro Person und Jahr
·Zinserträge bis 2000 EUR bei zusammenveranlagten Ehepaaren

05 · Kosten

Was kostet dich die Steuer auf Zinserträge?

Die Steuerlast hängt von deinem Zinsertrag und deinem Sparer-Pauschbetrag ab. Der Festgeldrechner kann die Abgeltungsteuer direkt einbeziehen.

Das ist hilfreich, um Angebote mit unterschiedlichen Zinssätzen realistisch zu vergleichen.

Die Abgeltungsteuer beträgt 25 Prozent auf den Teil der Zinserträge, der den Freibetrag übersteigt. Hinzu kommt der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer. Der Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Person und Jahr wird vor der Besteuerung abgezogen.

  • Abgeltungsteuer: 25 Prozent auf den steuerpflichtigen Zinsertrag.
  • Solidaritätszuschlag: 5,5 Prozent der Abgeltungsteuer.
  • Sparer-Pauschbetrag: 1000 Euro pro Person und Jahr steuerfrei.

Kurz erklärt

Abgeltungs­teuer

Steuerliche Belastung von Festgeldzinsen

25 %

06 · Im Vertrag

Diese Begriffe solltest du beim Festgeld kennen

Im Zusammenhang mit Festgeld und Festgeldrechnern begegnen dir einige Fachbegriffe. Ihre Bedeutung ist für die korrekte Nutzung entscheidend.

Wer sie kennt, kann Eingabefehler vermeiden und die Ergebnisse richtig einordnen.

Der Anlagebetrag ist das Kapital, das du einmalig auf dem Festgeldkonto anlegst. Der Zinssatz ist der jährliche, feste Zinssatz, den die Bank für die Laufzeit garantiert. Die Laufzeit gibt die Anlagedauer in Monaten oder Jahren an. Der Zinsertrag ist die Summe aller Zinserträge während der Laufzeit, und die Rendite beschreibt den jährlichen Ertrag in Prozent, vor oder nach Steuern.

  • Anlagebetrag: Das Kapital, das du einmalig auf dem Festgeldkonto anlegst.
  • Zinssatz: Der jährliche, feste Zinssatz, den die Bank für die Laufzeit garantiert.
  • Laufzeit: Die Anlagedauer des Festgelds, angegeben in Monaten oder Jahren.
  • Zinsertrag: Die Summe aller Zinserträge, die das Festgeldkonto während der Laufzeit erwirtschaftet.
  • Rendite: Der jährliche Ertrag der Anlage in Prozent, vor oder nach Steuern.

Wichtige Fachbegriffe rund ums Festgeld

AnlagebetragGrundlageDas Kapital, das du einmalig auf dem Festgeldkonto anlegst.
ZinssatzKonditionDer jährliche, feste Zinssatz, den die Bank für die Laufzeit garantiert.
LaufzeitDauerDie Anlagedauer des Festgelds, angegeben in Monaten oder Jahren.
ZinsertragErgebnisDie Summe aller Zinserträge, die das Festgeldkonto während der Laufzeit erwirtschaftet.
RenditeErtragDer jährliche Ertrag der Anlage in Prozent, vor oder nach Steuern.

07 · Checkliste

Checkliste: Was du vor dem Festgeldabschluss prüfen solltest

Bevor du dich für ein Festgeldangebot entscheidest, helfen dir einige Prüfpunkte. Sie betreffen Konditionen, Sicherheit und deine persönliche Planung.

Stelle sicher, dass Anlagebetrag und Laufzeit zu deiner finanziellen Situation passen, denn während der Laufzeit kommst du an das Geld in der Regel nicht heran. Prüfe außerdem, ob der angebotene Zinssatz für die Laufzeit marktüblich ist und ob die Bank der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegt.

  • Anlagebetrag und Laufzeit passen zu deiner Liquiditätsplanung.
  • Der angebotene Zinssatz ist für die Laufzeit marktüblich.
  • Die Bank unterliegt der gesetzlichen Einlagensicherung.
  • Die Zinsgutschrift erfolgt jährlich oder am Laufzeitende.
  • Dein Sparer-Pauschbetrag ist bei der Bank hinterlegt.

Vor dem Abschluss eines Festgelds prüfen

01

Anlagebetrag und Laufzeit passen zu deiner Liquiditätsplanung

02

Der angebotene Zinssatz ist für die Laufzeit marktüblich

03

Die Bank unterliegt der gesetzlichen Einlagensicherung

04

Die Zinsgutschrift erfolgt jährlich oder am Laufzeitende

05

Dein Sparer-Pauschbetrag ist bei der Bank hinterlegt

08 · Fehler vermeiden

Typische Fehler bei der Nutzung eines Festgeldrechners

Kleine Eingabefehler können zu großen Abweichungen im Ergebnis führen. Achte auf diese Punkte, wenn du mit einem Festgeldrechner arbeitest.

Ein häufiger Fehler ist die Verwechslung von Zinseszins und Zinsauszahlung, weil beide Optionen das Endkapital unterschiedlich stark beeinflussen. Ebenso wichtig ist die korrekte Angabe der Laufzeit in Monaten oder Jahren sowie die Berücksichtigung von Sparer-Pauschbetrag und Solidaritätszuschlag bei der Steuerberechnung.

  • Zinseszins und Zinsauszahlung verwechseln.
  • Laufzeit in Monaten statt Jahren eingeben oder umgekehrt.
  • Sparer-Pauschbetrag nicht berücksichtigen.
  • Solidaritätszuschlag bei der Steuerberechnung vergessen.
  • Zinssatz als Monatswert statt als Jahreswert verwenden.

Fehler, die du vermeiden solltest

·Zinseszins und Zinsauszahlung verwechseln
·Laufzeit in Monaten statt Jahren eingeben oder umgekehrt
·Sparer-Pauschbetrag nicht berücksichtigen
·Solidaritätszuschlag bei der Steuerberechnung vergessen
·Zinssatz als Monatswert statt als Jahreswert verwenden

09 · Hintergrund

Einlagensicherung: So ist dein Festgeld geschützt

Festgeld zählt zu den sichersten Anlageformen, weil es der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegt. Diese schützt dein Guthaben im Fall einer Bankenpleite.

Dein Anlagebetrag und die darauf entfallenden Zinsen sind bis zur Sicherungsgrenze abgedeckt.

Für die Sicherheit deiner Einlage ist das Länderrating des Staates, in dem die Bank ihren Sitz hat, ein wichtiger Hinweis. Banken aus Ländern mit hoher Bonität bieten in der Regel eine verlässliche Einlagensicherung. Prüfe vor dem Abschluss, welcher Sicherungsfonds für die Bank zuständig ist.

Die gesetzliche Einlagensicherung schützt dein Festgeld bis zu einem bestimmten Betrag pro Bank und Kunde. Sie greift, wenn eine Bank zahlungsunfähig wird. Dein Anlagebetrag und die darauf entfallenden Zinsen sind bis zur Sicherungsgrenze abgedeckt.

Für die Sicherheit deiner Einlage ist das Länderrating des Staates, in dem die Bank ihren Sitz hat, ein wichtiger Hinweis. Banken aus Ländern mit hoher Bonität bieten in der Regel eine verlässliche Einlagensicherung. Prüfe vor dem Abschluss, welcher Sicherungsfonds für die Bank zuständig ist.

10 · Hintergrund

Festgeldvergleich: So findest du passende Angebote

Ein Festgeldvergleich über ein Vergleichsportal hilft dir, die Konditionen verschiedener Banken zu überblicken. Du kannst nach Laufzeit, Anlagebetrag und Zinssatz filtern.

Achte dabei auf die Zinsgutschrift und die Einlagensicherung des Anbieters.

Die Höhe der angebotenen Zinssätze hängt von der Laufzeit und der Marktlage ab. Längere Laufzeiten bieten nicht immer höhere Zinsen. Ein Festgeldrechner hilft dir, für ein konkretes Angebot den Zinsertrag und die Rendite nach Steuern zu berechnen, damit du eine fundierte Entscheidung triffst.

Vergleichsportale listen aktuelle Festgeldangebote mit Zinssatz, Laufzeit und Mindestanlage auf. Du kannst die Ergebnisse nach deinen Kriterien sortieren und so Angebote mit ähnlicher Laufzeit direkt vergleichen. Achte dabei auf die Zinsgutschrift und die Einlagensicherung des Anbieters.

Die Höhe der angebotenen Zinssätze hängt von der Laufzeit und der Marktlage ab. Längere Laufzeiten bieten nicht immer höhere Zinsen. Ein Festgeldrechner hilft dir, für ein konkretes Angebot den Zinsertrag und die Rendite nach Steuern zu berechnen.

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026