MagazineFinanzenKostenlos starten
FinanzenInvestierenETF Gratisbroker
FinanzbildungGratisbroker9 Min.

Gratisbroker wird zu finanzen.net zero – was Studierende jetzt wissen müssen

Gratisbroker heißt jetzt finanzen.net zero. Was hat sich geändert? Alles zur Umbenennung, Funktionen & was Studierende wissen müssen. Inkl. Finanz-Check.

GratisbrokerRechnerWas war der
Das Wichtigste in 30 Sekunden
  • Gratisbroker GmbH war ein deutsches Fintech-Unternehmen, das Neobrokerage ohne klassische Ordergebühren anbot.
  • Gegründet mit dem Ziel, Börseninvestments für Einsteiger niedrigschwellig zugänglich zu machen – besonders relevant für Studierende ohne großes Startkapital.
  • Betrieb ausschließlich als Online-Broker ohne Filialstruktur, reguliert durch die BaFin.
  • Fokus auf ETFs und Aktien als Kernprodukte; Sparplanfunktion war zentrales Angebot für Kleinanleger.

Gratisbroker existiert nicht mehr – das steckt hinter finanzen.net zero

Gratisbroker GmbH war ein deutsches Fintech-Unternehmen, das Neobrokerage ohne klassische Ordergebühren anbot.

Der Gratisbroker war ein deutsches Fintech-Unternehmen, das Sparer:innen und Einsteigern kostengünstige Börseninvestments ermöglichte. Seit der Übernahme durch die finanzen.net GmbH läuft die Plattform unter dem Namen finanzen.net zero weiter. Für Bestandskunden änderte sich dabei weniger als gedacht – für alle anderen erklärt dieser Artikel, was zu wissen ist.

Kurzüberblick: Der Gratisbroker wurde von finanzen.net übernommen und in „finanzen.net zero" umbenannt. Bestehende Depots wurden automatisch migriert. Das Geschäftsmodell – kostenfreie Basisorders, Erlöse über Payment for Order Flow und Premiumdienste – blieb im Kern erhalten. Ein alter Gratisbroker-Login leitet heute direkt zur neuen Plattform weiter.

AUF EINEN BLICK

  • Gegründet mit dem Ziel, Börseninvestments für Einsteiger niedrigschwellig zugänglich zu machen – besonders relevant für alle, die ohne großes Startkapital beginnen möchten.
  • Betrieb ausschließlich als Online-Broker ohne Filialstruktur, reguliert durch die BaFin.
  • Fokus auf ETFs und Aktien als Kernprodukte; Sparplanfunktion war zentrales Angebot für Kleinanleger.
  • Wichtig: Gratisbroker existiert als eigenständige Marke nicht mehr – die Plattform wurde vollständig in finanzen.net zero überführt.

Rechner: Sparplan & Zinseszins

Zieh die Regler – sieh, wie aus kleinen Raten Vermögen wird.

🧮 Sparplan-Rechner

Modellrechnung, konstante Rendite, vor Steuern & Kosten – keine Anlageberatung.

Was war der Gratisbroker? Vom deutschen Fintech zum Neobroker

Gratisbroker wurde von der finanzen.net GmbH übernommen und anschließend unter dem Namen 'finanzen.net zero' neu gebrandet.

Die Gratisbroker GmbH war ein deutsches Fintech-Unternehmen, das mit einem klaren Versprechen antrat: Börseninvestments ohne klassische Ordergebühren. Gegründet mit dem Ziel, den Kapitalmarkt für Einsteiger zugänglich zu machen, richtete sich das Angebot von Anfang an an alle, die ohne großes Startkapital anfangen wollten zu investieren. Die vollständige Online-Struktur ohne Filialapparat erlaubte es, Kosten niedrig zu halten – und das Einsparungspotenzial direkt an die Kundschaft weiterzugeben.

Reguliert durch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) agierte der Gratisbroker innerhalb des deutschen Aufsichtsrahmens für Wertpapierhandelsunternehmen. Das Kernprodukt bestand aus dem Handel mit Aktien und ETFs sowie einer Sparplanfunktion, die es ermöglichte, bereits mit sehr kleinen monatlichen Beträgen automatisiert zu investieren. Genau diese Funktion machte den Broker für viele Sparer:innen besonders attraktiv: Wer wenig Geld hat, aber langfristig Vermögen aufbauen möchte, profitiert von niedrigen Einstiegshürden mehr als von ausgefeilten Profi-Analysewerkzeugen.

Im deutschen Neobroker-Markt positionierte sich der Gratisbroker als früher Vorreiter einer Bewegung, die später durch weitere Anbieter stark an Dynamik gewann. Das Modell – digital, mobil, günstig – traf einen Nerv, besonders bei einer Generation, die ohnehin per Smartphone ihr Bankkonto verwaltet und dem Filialbesuch skeptisch gegenübersteht. Der Name „Gratisbroker" war dabei bewusst plakativ gewählt und verhalf dem Unternehmen zu starker organischer Sichtbarkeit in Suchmaschinen. Auch heute noch führen Suchanfragen wie gratisbroker login oder gratisbroker finanzen net zero direkt zur neuen Plattform.

AUF EINEN BLICK

  • Bestehende Konten wurden automatisch auf die neue Plattform migriert – ein separater Neuantrag war für Bestandskunden nicht nötig.
  • Der Markenname 'Gratisbroker' ist offiziell eingestellt; Suchanfragen wie 'Gratisbroker Login' leiten heute zu finanzen.net zero weiter.
  • Das Geschäftsmodell (kostenfreie Basis-Order, Erlöse über Payment-for-Order-Flow und Premiumfunktionen) blieb im Kern erhalten.
  • Für Neukunden gibt es keinen Weg mehr, ein 'Gratisbroker'-Konto zu eröffnen – nur noch über finanzen.net zero.

Gratisbroker wird zu finanzen.net zero: Was hinter dem Rebranding steckt

Kein Broker arbeitet vollständig kostenfrei: Einnahmen entstehen z. B. durch Payment for Order Flow (PFOF), Fremdwährungsgebühren oder Premiumfunktionen.

Der entscheidende Wandel kam mit der Übernahme durch die finanzen.net GmbH, eines der reichweitenstärksten deutschsprachigen Finanzmedienportale. Nach der Akquisition wurde der Gratisbroker konsequent in die bestehende Markenarchitektur integriert und unter dem Label „finanzen.net zero" neu positioniert. Für Bestandskunden bedeutete das vor allem eines: kein erneuter Antragsprozess, keine Neueröffnung – die bestehenden Konten wurden automatisch auf die neue Plattform migriert.

Wer heute nach „Gratisbroker Login" sucht, landet unweigerlich bei finanzen.net zero. Die alte Domain und Marke sind offiziell eingestellt. Das ist bei Unternehmensübernahmen im Fintech-Bereich keine Seltenheit, birgt aber für Nutzerinnen und Nutzer manchmal Verwirrung: Kontozugangsdaten, Depot-Bestände und laufende Sparpläne sollten jedoch grundsätzlich unverändert übernommen worden sein. Wer Zweifel hat, sollte den Kundenservice von finanzen.net zero direkt kontaktieren und alle laufenden Sparplan-Konditionen aktiv überprüfen, da sich Gebührenstrukturen im Zuge eines Rebrandings gelegentlich ändern können.

Das Geschäftsmodell blieb im Grundprinzip erhalten: kostenfreie Basisorders an ausgewählten Handelsplätzen, Erlöse unter anderem über Payment for Order Flow sowie kostenpflichtige Premiumfunktionen. Dieser Rahmen ist typisch für die europäische Neobroker-Generation und wird im nächsten Abschnitt genauer beleuchtet. Entscheidend: Die Marke ist neu, das Prinzip dahinter ist dasselbe – und die regulatorischen Anforderungen gelten unverändert weiter.

AUF EINEN BLICK

  • PFOF: Handelsplätze vergüten den Broker dafür, Kundenorders weiterzuleiten – dies kann theoretisch die Ausführungsqualität beeinflussen.
  • Die EU hat PFOF unter bestimmten Bedingungen eingeschränkt; die genauen Regelungen sollten Anleger regelmäßig prüfen (Quelle: BaFin, ESMA).
  • Für Sparer:innen mit kleinen Anlagebeträgen können trotzdem Kosten anfallen (z. B. bei Fremdwährungsgeschäften oder schnellen Ausführungsoptionen).
  • Transparenz-Tipp: Immer das aktuelle Preis- und Leistungsverzeichnis des Brokers lesen, bevor ein Konto eröffnet wird.

Was bedeutet „kostenloser Broker" wirklich? Einnahmen, Kosten und Payment for Order Flow

Jeder in Deutschland aktive Broker benötigt eine BaFin-Lizenz oder operiert über ein lizenziertes Partnerinstitut.

Kein Broker arbeitet vollständig kostenlos – das ist eine wichtige Grundwahrheit, die jede Anlageentscheidung begleiten sollte. Einnahmen entstehen beispielsweise durch Payment for Order Flow (PFOF), Fremdwährungsgebühren, Spreads an bestimmten Handelsplätzen oder durch kostenpflichtige Premiumdienste. Wer das versteht, kann die tatsächlichen Kosten seines Broker-Engagements besser einschätzen – auch wenn keine explizite Ordergebühr auf der Rechnung erscheint.

PFOF bedeutet konkret: Handelsplätze vergüten den Broker dafür, dass Kundenorders an sie weitergeleitet werden. Dies kann theoretisch die Ausführungsqualität beeinflussen, weil der Broker nicht primär den besten Kurs für den Kunden sucht, sondern den Handelsplatz bevorzugt, von dem er eine Vergütung erhält. Die Europäische Wertpapieraufsichtsbehörde ESMA sowie die BaFin haben PFOF regulatorisch unter Beobachtung genommen; die EU hat entsprechende Einschränkungen eingeführt, deren genaue Ausgestaltung und Gültigkeitszeiträume Anlegerinnen und Anleger regelmäßig prüfen sollten.

Für Sparerinnen und Sparer mit kleinen Anlagebeträgen ist das Kostenthema trotzdem real. Wer gelegentlich in US-amerikanische ETFs oder Aktien in Fremdwährung investiert, kann durch Währungsumrechnungsgebühren spürbare Zusatzkosten haben. Auch schnelle Ausführungsoptionen oder Echtzeitdaten sind bei manchen Neobrokern kostenpflichtig. Das macht den Broker nicht automatisch teuer – aber es lohnt sich, das aktuelle Preisverzeichnis des jeweiligen Anbieters zu lesen, bevor man ein Konto eröffnet oder eine Order platziert. Transparenz ist hier das Schlüsselwort.

Ein weiterer Kostenpunkt, der oft übersehen wird: die Gesamtkostenquote (TER – Total Expense Ratio) eines ETF. Diese Kosten entstehen nicht beim Broker, sondern direkt im Fonds und werden anteilig aus dem Fondsvermögen entnommen. Sie schmälern also die Rendite, ohne auf der Broker-Abrechnung zu erscheinen. Wer günstige ETFs mit niedrigen TERs wählt, optimiert hier einen bedeutenden Kostenhebel – unabhängig davon, welchen Broker er nutzt.

AUF EINEN BLICK

  • Wertpapiere (Aktien, ETF-Anteile) im Depot sind Sondervermögen und bei einer Insolvenz des Brokers grundsätzlich geschützt – sie fallen nicht in die Insolvenzmasse.
  • Bareinlagen (Cash-Bestände im Verrechnungskonto) unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung.
  • Den aktuell gültigen Einlagensicherungsrahmen bitte direkt bei der zuständigen Entschädigungseinrichtung oder beim Broker selbst erfragen (Quelle: Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen, EdW).
  • Anlegerinnen und Anleger sollten vor Kontoeröffnung prüfen, welche Bank als Hinterlegungsinstitut fungiert.

Wie sicher sind Depot und Geld bei einem Neobroker wirklich?

ETF-Sparpläne ermöglichen bereits mit sehr kleinen monatlichen Beträgen ein breit diversifiziertes Portfolio aufzubauen – ideal für alle, die mit begrenztem Budget starten möchten.

Eine der meistgestellten Fragen unter Einsteigern lautet: Was passiert mit meinen Aktien und ETFs, wenn der Broker insolvent geht? Die gute Nachricht: Wertpapiere im Depot gelten rechtlich als Sondervermögen. Sie werden getrennt vom Vermögen des Brokers verwahrt und fallen im Insolvenzfall grundsätzlich nicht in die Insolvenzmasse. Das bedeutet, dass deine ETF-Anteile weiterhin dir gehören – auch wenn das Brokerunternehmen in finanzielle Schieflage gerät.

Jeder in Deutschland aktive Broker benötigt entweder eine eigene BaFin-Lizenz oder operiert über ein reguliertes Partnerinstitut. Dieser Rahmen stellt sicher, dass grundlegende Anlegerschutzstandards eingehalten werden. Wer sich vergewissern möchte, ob ein Anbieter tatsächlich reguliert ist, kann das BaFin-Institutsregister nutzen – es ist öffentlich zugänglich und wird regelmäßig aktualisiert.

Anders sieht es bei Bareinlagen aus: Das Guthaben auf dem Verrechnungskonto – also nicht investiertes Cash – unterliegt der gesetzlichen Einlagensicherung. Den aktuell gültigen Schutzrahmen solltest du direkt beim Broker oder bei der zuständigen Entschädigungseinrichtung erfragen, da sich die konkreten Limits und zuständigen Systeme je nach Partnerbank und Konstruktion des Brokers unterscheiden können. Grundsätzlich gilt: Wer nur investiertes Geld im Depot hält und wenig uninvestiertes Cash stehen lässt, minimiert das Risiko, das mit nicht abgesicherten Bareinlagen verbunden sein kann.

AUF EINEN BLICK

  • Viele Neobroker bieten kostenfreie oder sehr günstige Sparplan-Ausführungen an; die genauen Konditionen variieren und ändern sich regelmäßig.
  • Wichtig: Auch bei ETFs gibt es laufende Kosten (TER – Total Expense Ratio), die direkt aus dem Fondsvermögen entnommen werden.
  • Regelmäßiges, automatisiertes Investieren (Cost-Averaging-Effekt) kann psychologische Einstiegshürden senken.
  • Keine Garantie auf Rendite: ETFs unterliegen Marktschwankungen – Anleger:innen sollten nur Geld investieren, das sie mittel- bis langfristig nicht benötigen.

Warum Neobroker wie finanzen.net zero für Einsteiger interessant sind

Der frühere Gratisbroker-Login funktioniert nicht mehr eigenständig; Nutzer werden zur finanzen.net zero-Plattform weitergeleitet.

ETF-Sparpläne sind für viele Anleger:innen der sinnvollste Einstieg in die Welt des Investierens. Der Grund ist simpel: Man muss keine großen Summen auf einmal anlegen, sondern investiert monatlich einen kleinen, festen Betrag in einen breit diversifizierten Fonds. Der sogenannte Cost-Averaging-Effekt sorgt dabei dafür, dass man mal teuer, mal günstig kauft – und so über Zeit einen Durchschnittskurs erzielt, der psychologische Einstiegshürden deutlich senkt. Man muss nicht den „perfekten Einstiegszeitpunkt" kennen, denn man investiert ohnehin regelmäßig.

Viele Neobroker bieten kostenfreie oder sehr günstige Sparplan-Ausführungen an. Die genauen Konditionen – welche ETFs im Sparplan ausführbar sind, ob die Ausführung kostenfrei ist, welche Mindestrate gilt – variieren je Anbieter und können sich ändern. Es lohnt sich deshalb, das aktuelle Sparplan-Angebot direkt auf der Plattform zu prüfen und nicht allein auf ältere Vergleiche zu verlassen. Für Sparer:innen mit knappem Budget ist es besonders wichtig zu wissen, dass einige Anbieter Sparplanraten bereits ab sehr kleinen Beträgen ermöglichen.

Beim ETF selbst fallen die bereits erwähnten laufenden Kosten (TER) an, die direkt aus dem Fondsvermögen entnommen werden und nicht separat in Rechnung gestellt werden. Günstige Indexfonds auf breite Marktindizes haben oft sehr niedrige TERs – das macht sie für langfristig ausgerichtete Einsteiger besonders attraktiv. Wer zusätzlich steuerlich optimieren möchte: Als Anleger:in kann es sinnvoll sein, einen Freistellungsauftrag beim Broker einzurichten. Der Sparerpauschbetrag beträgt 1.000 Euro pro Jahr für Ledige (§ 20 Abs. 9 EStG), sodass Kapitalerträge bis zu dieser Grenze steuerfrei bleiben.

Wichtig ist: Investieren in ETFs ist kein Sparkontoersatz. Kursschwankungen gehören dazu, und es besteht das Risiko, weniger zurückzubekommen als man eingezahlt hat. Wer einen Notgroschen von etwa drei Nettomonatseinnahmen aufgebaut hat, steht finanziell deutlich stabiler da, bevor er mit regelmäßigem Investieren beginnt. Dann aber kann ein ETF-Sparplan über einen Neobroker ein wirksamer Hebel sein, um langfristig Vermögen aufzubauen.

AUF EINEN BLICK

  • Wer noch Zugangsdaten vom alten Gratisbroker besitzt, sollte auf der finanzen.net zero-Website die Passwort-zurücksetzen-Funktion nutzen oder den Kundendienst kontaktieren.
  • Depotübertrag zu einem anderen Broker ist jederzeit möglich und in der Regel kostenfrei (abgebender Broker darf keine Übertragungsgebühr verlangen – BaFin-Empfehlung).
  • Wer ein Altdepot hat: Steuerbescheinigungen der Vorjahre aufbewahren, da diese für die Steuererklärung benötigt werden.
  • Bei Unklarheiten zur Depotmigration: schriftliche Anfrage an finanzen.net zero und Dokumentation der Kommunikation empfohlen.

Was tun mit einem Altdepot vom Gratisbroker?

Keinen Freistellungsauftrag eingerichtet: Ohne diesen wird automatisch Kapitalertragsteuer auf Gewinne einbehalten, auch wenn der persönliche Freibetrag nicht ausgeschöpft ist.

Wer noch Zugangsdaten vom alten Gratisbroker-Login besitzt und seit der Migration nicht mehr eingeloggt war, sollte zunächst die offizielle Website von finanzen.net zero aufrufen. Ein separater Login für den alten Gratisbroker existiert nicht mehr; alle Zugangsseiten wurden auf die neue Plattform umgeleitet. Falls das Passwort nicht mehr bekannt ist oder die Anmeldung fehlschlägt, empfiehlt sich die „Passwort vergessen"-Funktion oder der direkte Kontakt mit dem Kundendienst.

Wer mit dem aktuellen Angebot von finanzen.net zero nicht zufrieden ist oder lieber zu einem anderen Broker wechseln möchte, hat dazu jederzeit das Recht. Ein Depotübertrag zu einem anderen Anbieter ist in der Regel kostenfrei möglich – der abgebende Broker darf laut BaFin-Empfehlung keine Übertragungsgebühr verlangen. Der aufnehmende Broker übernimmt dabei häufig die Koordination des Übertrags. Wertpapierbestände, also ETF-Anteile und Aktien, werden bei einem Depotübertrag in der Regel in natura übertragen – sie werden also nicht verkauft und neu gekauft, was steuerliche Nachteile vermeiden kann.

Ein oft unterschätztes Thema beim Umgang mit Altdepots: Steuerbescheinigungen. Wer in früheren Jahren über den Gratisbroker Gewinne erzielt oder Verluste erlitten hat, benötigt diese Dokumente für seine Einkommensteuererklärung. Steuerbescheinigungen sollten daher sicher archiviert werden – digital und idealerweise auch in Papierform. Verluste aus früheren Jahren können unter Umständen mit zukünftigen Kapitalerträgen verrechnet werden (Verlustverrechnungstopf), was die Steuerlast reduzieren kann. Hierbei lohnt sich im Zweifel der Rat einer Steuerberaterin oder eines Steuerberaters.

AUF EINEN BLICK

  • Ordertypen nicht verstanden: Market-Orders können bei illiquiden Wertpapieren zu ungünstigen Kursen ausgeführt werden – Limit-Orders bieten mehr Kontrolle.
  • Zu konzentriertes Portfolio: In einzelne Aktien investieren ohne Diversifikation erhöht das Verlustrisiko erheblich.
  • Handelszeiten ignoriert: Kurse außerhalb der Haupthandelszeiten (XETRA) können stärker vom fairen Wert abweichen.
  • Kosten nicht gelesen: Auch bei 'Gratisbrokern' können Kosten für bestimmte Transaktionen entstehen – immer AGB und Preisverzeichnis prüfen.

Anfängerfehler beim Investieren – und wie du sie von Anfang an vermeidest

Bevor du ein Depot eröffnest, lohnt ein Blick auf deine gesamte Finanzstruktur: Wie viel kannst du monatlich wirklich anlegen?

Der häufigste Fehler unter Erstinvestierenden ist das Vergessen des Freistellungsauftrags. Ohne diesen zieht der Broker automatisch Kapitalertragsteuer auf Gewinne ab – 25 % Abgeltungsteuer plus 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuer –, auch wenn die persönlichen Kapitalerträge den Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (ledig) noch nicht überschreiten. Die zu viel einbehaltene Steuer lässt sich zwar über die Steuererklärung zurückholen, aber es ist bequemer, von vornherein den Freistellungsauftrag zu aktivieren.

Ein weiterer klassischer Anfängerfehler betrifft Ordertypen. Eine Market-Order wird zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt – klingt praktisch, kann aber bei illiquiden Wertpapieren oder außerhalb der Haupthandelszeiten zu deutlichen Abweichungen vom zuletzt angezeigten Kurs führen. Wer stattdessen eine Limit-Order setzt, legt einen Maximalpreis fest, zu dem er bereit ist zu kaufen. Das kostet etwas Geduld, gibt aber mehr Kontrolle über den tatsächlichen Einstandspreis. Besonders wichtig: Kurse außerhalb der XETRA-Haupthandelszeiten können stärker vom fairen Wert abweichen – das gilt auch an Plattformen wie dem Tradegate Exchange, die lange Öffnungszeiten bieten.

Zu konzentrierte Portfolios sind ein Risiko, das gerade Einsteiger unterschätzen. Die Verlockung ist groß, alles auf die eine Aktie zu setzen, die gerade in den sozialen Medien gehypt wird. Doch einzelne Unternehmen können in kurzer Zeit massiv an Wert verlieren, während ein breit diversifizierter ETF auf Hunderte oder Tausende von Unternehmen gleichzeitig setzt und so das Einzelwertrisiko stark reduziert. Diversifikation ist keine Garantie gegen Verluste, aber einer der wirksamsten Mechanismen zur Risikominimierung im langfristigen Portfolioaufbau.

Schließlich: Viele Einsteiger ignorieren den Unterschied zwischen dem Ausgabepreis (Briefkurs) und dem Verkaufspreis (Geldkurs) – den sogenannten Spread. Dieser Unterschied ist bei liquiden ETFs auf große Indizes in der Regel gering, kann aber bei exotischeren Produkten oder zu ungünstigen Zeiten spürbar sein. Wer diesen Aspekt im Blick behält, vermeidet böse Überraschungen beim Vergleich von Kaufpreis und tatsächlichem Portfoliowert.

AUF EINEN BLICK

  • Der StudySmarter Finanz-Score hilft dir, deine aktuelle Finanzsituation einzuordnen und Prioritäten zu setzen (z. B. erst Notgroschen aufbauen, dann investieren).
  • Der Vermögensaufbau-Rechner zeigt, wie sich regelmäßige ETF-Sparraten über unterschiedliche Zeiträume entwickeln können – als Orientierung, nicht als Renditeversprechen.
  • Beide Tools sind kostenlos und erfordern keine persönlichen Kontodaten.
  • Nach dem Check: Informiere dich weiter über ETF-Grundlagen, Steuer und Altersvorsorge in unserem Finanz-Cluster.

Finanz-Score nutzen und mit dem Vermögensaufbau starten

Bevor du ein Depot eröffnest oder einen bestehenden Anbieter wechselst, lohnt ein ehrlicher Blick auf deine gesamte Finanzstruktur. Wie viel kannst du monatlich wirklich anlegen, ohne deinen Alltag zu belasten? Ist dein Notgroschen bereits aufgebaut? Gibt es andere finanzielle Prioritäten – zum Beispiel Schulden mit hohen Zinsen –, die zuerst adressiert werden sollten? Diese Fragen sind entscheidender als die Wahl des „richtigen" Brokers.

Der Vermögensaufbau-Rechner kann dir zeigen, wie sich regelmäßige ETF-Sparraten über unterschiedliche Zeiträume entwickeln könnten – als Orientierungshilfe und Denkanstoß, nicht als Renditeversprechen. Beide Tools sind kostenlos, erfordern keine persönlichen Kontodaten und helfen dir, fundierter in das Thema Investieren einzusteigen.

Jetzt starten: Finde heraus, wo du finanziell gerade stehst und wie viel Spielraum du für einen ETF-Sparplan hast – mit dem kostenlosen StudySmarter Finanz-Score und Vermögensaufbau-Rechner. Kein Konto nötig, keine persönlichen Bankdaten erforderlich.
Zum Finanz-Score & Vermögensaufbau-Rechner →

🧮 Rechne deinen Fall durch

Ermittle deine konkreten Zahlen mit dem passenden Rechner.

Kostenlos starten →

Der 5-Minuten-Finanzkurs

Eine Mail pro Woche: Versicherung, BAföG, erstes Investieren, ohne Fachchinesisch, ohne Verkaufsdruck.

Mit dem Anmelden stimmst du der Datenschutzerklärung zu. Jederzeit abbestellbar.

Häufige Fragen

Ja, den Gratisbroker gibt es nicht mehr in seiner ursprünglichen Form. Er wurde in finanzen.net zero umbenannt und wird von der BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland als Marke weitergeführt.

Du kannst dich auf der Website oder in der App von finanzen.net zero mit deinen bisherigen Zugangsdaten anmelden. Solltest du deine Zugangsdaten nicht mehr haben, nutze die Passwort-vergessen-Funktion oder kontaktiere den Kundenservice.

finanzen.net zero ist in der Grundausführung kostenlos, das heißt, es fallen keine Depotgebühren und keine Orderprovisionen für den Handel mit vielen ETFs und Aktien an. Allerdings können Fremdkosten wie Börsengebühren oder Spreads anfallen, und für bestimmte Services wie Wertpapierkredite oder besondere Orderarten können Gebühren erhoben werden.

Dein Depot bei einem Neobroker wie finanzen.net zero ist durch die gesetzliche Einlagensicherung für Wertpapiere geschützt, die bei einem Insolvenzfall des Brokers deine Wertpapiere absichert. Zudem unterliegt der Broker der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), was grundsätzlich für ein hohes Maß an Regulierung und Sicherheit spricht.

Der Hauptunterschied liegt in der Markenhistorie und den angebotenen Funktionen: Gratisbroker war der frühere Name von finanzen.net zero, während andere Neobroker wie Trade Republic oder Scalable Capital eigene Plattformen mit unterschiedlichen Handelspreisen, Sparplanangeboten und Zusatzleistungen haben. Alle Neobroker zeichnen sich durch niedrige oder keine Ordergebühren aus, unterscheiden sich aber bei der Auswahl an Börsenplätzen, der Benutzeroberfläche und dem Kundenservice.

Ja, als Anleger musst du auf ETF-Gewinne grundsätzlich Steuern zahlen, sobald dein persönlicher Sparerpauschbetrag von jährlich 1.000 Euro überschritten wird. Die Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer wird automatisch von deinem Broker einbehalten und an das Finanzamt abgeführt, wenn du keinen Freistellungsauftrag stellst.

Um dein Depot von finanzen.net zero zu einem anderen Broker zu übertragen, musst du bei der neuen Bank einen Depotübertrag beauftragen und dabei die Wertpapierdepotnummer sowie die Wertpapierliste angeben. Der Übertrag ist in der Regel kostenlos, und die alte Bank ist gesetzlich verpflichtet, die Übertragung innerhalb einer bestimmten Frist durchzuführen.

Du kannst bereits mit einem sehr geringen monatlichen Betrag in einen ETF-Sparplan einsteigen, da viele Neobroker und Direktbanken Sparpläne ab einem Euro anbieten. Wichtig ist, dass du langfristig investierst und die Gebührenstruktur im Blick behältst, da auch kleine Beträge durch die Kosten über die Jahre an Wert gewinnen können.

Quellen & Stand 09.07.2026

MS

StudySmarter-Redaktion

Finanz-Redaktion · StudySmarter
Marie macht Finanzthemen für Studierende verständlich – von der ersten Versicherung bis zum ersten Sparplan.

Redaktionell geprüft. Alle Zahlen mit Quellenangabe, Stand 09.07.2026. Dieser Artikel ist Finanzbildung – keine Rechts- oder Steuerberatung.

Mehr aus Investieren

Ähnliche Ratgeber