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ETF-Sparplan und Vorabpauschale: So funktioniert die Steuer 2026
Die Vorabpauschale sorgt bei thesaurierenden ETF-Sparplänen für eine jährliche Steuerzahlung, auch ohne Ausschüttung. Hier erfährst du, wie sich die Pauschale berechnet und wie du sie mit deinem Sparer-Pauschbetrag verrechnest.
11 Kapitel · 12 Min. Lesezeit · Aktualisiert 12.10.2026
Das Wichtigste
- Die Vorabpauschale betrifft vor allem thesaurierende Fonds und wird jährlich im Januar für das Vorjahr fällig.
- Der Sparer-Pauschbetrag liegt 2026 bei 1000 Euro pro Person und kann die Steuerlast auf null senken.
- Bei Aktienfonds sind 30 Prozent der Erträge durch die Teilfreistellung steuerfrei.
- Die Abgeltungsteuer beträgt 25 Prozent, zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.
01 · Grundlagen
Was ist die Vorabpauschale beim ETF-Sparplan?
Die Vorabpauschale ist eine vorgezogene Besteuerung für Fonds und ETFs, die seit der Investmentsteuerreform 2018 gilt. Sie stellt sicher, dass auch bei thesaurierenden Fonds jährlich eine Mindeststeuer anfällt.
Die Vorabpauschale betrifft dich vor allem dann, wenn du einen thesaurierenden ETF besparst. Bei dieser Fondsart werden Dividenden und Zinsen nicht ausgezahlt, sondern direkt wieder im Fondsvermögen angelegt. Damit das Finanzamt nicht erst beim Verkauf nach vielen Jahren Steuern erhält, wird jährlich ein fiktiver Ertrag als Grundlage für die Abgeltungsteuer herangezogen.
Für dich bedeutet das: Auch ohne Ausschüttung kann im Januar eine Steuerzahlung fällig werden. Die Depotbank berechnet die Vorabpauschale automatisch und bucht den Betrag von deinem Verrechnungskonto ab. Die Vorabpauschale gilt für alle in- und ausländischen Fonds gleichermaßen, seit das Investmentsteuergesetz 2018 reformiert wurde.
Bei ausschüttenden ETFs fällt die Vorabpauschale nur an, wenn die Ausschüttungen niedriger sind als der sogenannte Basisertrag. In der Praxis ist das bei klassischen Dividenden-ETFs selten der Fall. Bei thesaurierenden ETFs hingegen wird die Pauschale in den meisten Jahren relevant.
Kurz erklärt
Vorabpauschale
Ein fiktiver Ertrag, der bei thesaurierenden Fonds als Grundlage für die jährliche Abgeltungsteuer dient. Die Pauschale wird im Januar des Folgejahres vom Verrechnungskonto eingezogen.
Sie verhindert eine vollständige Steuerstundung über viele Jahre und gilt für alle in- und ausländischen Fonds gleichermaßen.
02 · Schritt für Schritt
So berechnet sich die Vorabpauschale
Für die Berechnung brauchst du den Basiszins, den Fondswert am Jahresanfang und die Ausschüttungen. Der kleinere Wert aus Basisertrag und tatsächlicher Wertsteigerung bildet die Grundlage.
Die Berechnung folgt einem festen Ablauf, den deine Depotbank automatisch durchführt. Zuerst wird der Basisertrag ermittelt: Dafür multiplizierst du den Basiszins mit dem Faktor 0,7 und dem Fondswert am Jahresanfang. Der Faktor 0,7 berücksichtigt pauschal die Kosten auf Fondsebene und reduziert die Steuerbasis.
Anschließend vergleichst du den Basisertrag mit der tatsächlichen Wertsteigerung des Fonds im Kalenderjahr. Ist der Fonds weniger stark gestiegen als der Basisertrag, wird die geringere Wertsteigerung als Grundlage genutzt. Von diesem Betrag ziehst du die Ausschüttungen ab, sofern der Fonds welche vorgenommen hat.
- Multipliziere den Basiszins mit 0,7 und dem Fondswert am Jahresanfang, um den Basisertrag zu erhalten.
- Vergleiche den Basisertrag mit der Differenz aus Fondswert am Jahresende und Jahresanfang.
- Ziehe von dem kleineren der beiden Werte die Ausschüttungen des Fonds ab.
- Wende auf das positive Ergebnis die Teilfreistellung an, um den steuerpflichtigen Teil zu bestimmen.
Bei einem Aktienfonds bleiben 30 Prozent der Vorabpauschale steuerfrei. Nur auf die verbleibenden 70 Prozent wird die Abgeltungsteuer von 25 Prozent erhoben, zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.
Basisertrag ermitteln
Multipliziere den Basiszins mit 0,7 und dem Fondswert am Jahresanfang. Das Ergebnis ist der maximal ansetzbare Basisertrag.
Wertsteigerung vergleichen
Berechne die Differenz zwischen Fondswert am Jahresende und Jahresanfang. Ist die Wertsteigerung kleiner als der Basisertrag, wird sie als Grundlage genutzt.
Ausschüttungen abziehen
Ziehe von diesem Betrag die Ausschüttungen des Fonds ab. Ist das Ergebnis positiv, ist das die Vorabpauschale.
Teilfreistellung anwenden
Auf die Vorabpauschale wird eine Teilfreistellung angewendet. Nur auf den verbleibenden Teil wird Abgeltungsteuer fällig.
03 · Kosten
Sparer-Pauschbetrag: Dein steuerfreier Puffer
Der Sparer-Pauschbetrag schützt einen Teil deiner Kapitalerträge vor Steuern. Für 2026 liegt er bei 1000 Euro pro Person und 2000 Euro bei zusammenveranlagten Ehepaaren.
Das gilt für alle Kapitalerträge zusammen, also auch für Zinsen, Dividenden und die Vorabpauschale.
Damit deine Bank die Vorabpauschale direkt mit dem Pauschbetrag verrechnet, musst du einen Freistellungsauftrag einrichten. Ohne diesen Auftrag führt die Depotbank die Steuer unabhängig davon ab, ob dein Pauschbetrag noch nicht ausgeschöpft ist. Du kannst den Freistellungsauftrag auf mehrere Banken verteilen, insgesamt aber nur bis zur Höhe deines persönlichen Pauschbetrags.
Für Studierende ist der Pauschbetrag oft ausreichend, weil die Kapitalerträge aus einem ETF-Sparplan in den ersten Jahren meist unter 1000 Euro bleiben. Sobald dein Depot wächst und die Vorabpauschale steigt, solltest du prüfen, ob der Freistellungsauftrag noch korrekt verteilt ist.
Steuerfreie Beträge 2026
04 · Im Vertrag
Abgeltungsteuer: So viel wird fällig
Auf die Vorabpauschale wird die Abgeltungsteuer erhoben. Sie beträgt einheitlich 25 Prozent auf den steuerpflichtigen Teil der Erträge.
Auf den steuerpflichtigen Teil der Vorabpauschale wird die Abgeltungsteuer erhoben. Sie beträgt einheitlich 25 Prozent und wird direkt von der Depotbank einbehalten. Hinzu kommt der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer, nicht auf den Ertrag selbst.
Wenn du kirchensteuerpflichtig bist, erhöht sich die Belastung zusätzlich. Die Kirchensteuer liegt je nach Bundesland bei 8 oder 9 Prozent und wird ebenfalls auf die Abgeltungsteuer berechnet. In Bayern und Baden-Württemberg sind es 8 Prozent, in den übrigen Bundesländern 9 Prozent.
Die Depotbank führt alle Steuern automatisch an das Finanzamt ab. Du musst die Vorabpauschale nicht in deiner Steuererklärung angeben, solange dein Broker seinen Sitz in Deutschland hat. Nur in Sonderfällen, etwa bei einem ausländischen Depot, kann eine manuelle Erklärung nötig sein.
Steuersätze auf die Vorabpauschale
05 · Was gilt
Teilfreistellung: Diese Fonds profitieren
Die Teilfreistellung reduziert die Steuerlast je nach Fondsart. Sie ist ein Ausgleich dafür, dass Quellensteuern auf Fondsebene nicht mehr anrechenbar sind.
Je höher die Aktienquote, desto größer ist der steuerfreie Anteil.
Für Aktienfonds mit einer Aktienquote von mindestens 51 Prozent gilt eine Teilfreistellung von 30 Prozent. Das bedeutet: Nur 70 Prozent der Vorabpauschale sind steuerpflichtig. Bei Mischfonds mit einer Aktienquote ab 25 Prozent sind es 15 Prozent Teilfreistellung, bei sonstigen Fonds mit geringer Aktienquote gibt es keine Entlastung.
- Aktienfonds: 30 Prozent der Erträge bleiben steuerfrei.
- Mischfonds: 15 Prozent der Erträge bleiben steuerfrei.
- Immobilienfonds: 60 Prozent der Erträge bleiben steuerfrei.
- Immobilienfonds mit Auslandsschwerpunkt: 80 Prozent der Erträge bleiben steuerfrei.
- Sonstige Fonds mit Aktienquote unter 25 Prozent: keine Teilfreistellung.
Die meisten klassischen Aktien-ETFs fallen in die Kategorie Aktienfonds. Damit profitierst du bei einem typischen ETF-Sparplan auf einen MSCI World oder einen vergleichbaren Index von der 30-prozentigen Teilfreistellung.
Aktienfonds: 30 Prozent der Erträge
06 · Grundlagen
Basiszins und Basisertrag: Die Grundlage der Steuer
Der Basiszins wird jährlich vom Bundesfinanzministerium veröffentlicht und leitet sich aus der Rendite deutscher Bundesanleihen ab. Er ist die zentrale Größe für die Vorabpauschale.
Er soll den risikofreien Zins am Markt abbilden und ist die zentrale Größe für die Vorabpauschale. Für das Jahr 2025 lag der Basiszins bei 2,53 Prozent.
Der Basisertrag ist das Produkt aus Basiszins, Faktor 0,7 und dem Fondswert am Jahresanfang. Er begrenzt die Vorabpauschale nach oben. Der Faktor 0,7 berücksichtigt pauschal die Kosten auf Fondsebene und reduziert die Steuerbasis, ohne dass du einzelne Kosten nachweisen musst.
Ein Beispiel: Bei einem Fondswert von 5000 Euro am Jahresanfang und einem Basiszins von 2,53 Prozent ergibt sich ein Basisertrag von 88,55 Euro. Liegen die Ausschüttungen unter diesem Betrag, kommt die Vorabpauschale zur Anwendung. Liegen sie darüber, entfällt sie für dieses Jahr.
Kurz erklärt
Basisertrag
Der Basisertrag ist das Produkt aus Basiszins, Faktor 0,7 und dem Fondswert am Jahresanfang. Er begrenzt die Vorabpauschale nach oben.
Der Faktor 0,7 berücksichtigt pauschal die Kosten auf Fondsebene und reduziert die Steuerbasis.
07 · Hintergrund
Thesaurierende Fonds: Warum die Vorabpauschale greift
Thesaurierende Fonds schütten keine Erträge aus, sondern legen sie wieder an. Ohne Vorabpauschale würden Anleger über Jahrzehnte keine Steuern zahlen und erst beim Verkauf belastet.
Bei thesaurierenden ETFs steigt der Anteilswert durch die einbehaltenen Dividenden und Zinsen. Die Vorabpauschale besteuert diesen Wertzuwachs jährlich, auch wenn kein Geld auf dein Konto fließt. Damit wird verhindert, dass du über Jahrzehnte eine vollständige Steuerstundung erhältst und erst beim Verkauf belastet wirst.
Die Depotbank bucht die fällige Steuer im Januar vom Verrechnungskonto ab. Deshalb solltest du dort ausreichend Guthaben vorhalten, wenn dein Freistellungsauftrag nicht ausreicht. Beim späteren Verkauf des Fonds wird die bereits gezahlte Vorabpauschale auf den Veräußerungsgewinn angerechnet, sodass keine doppelte Besteuerung entsteht.
Für dich als Studierende bedeutet das: Auch wenn du keine Ausschüttungen erhältst, musst du mit einer jährlichen Steuerzahlung rechnen. Die Höhe hängt vom Fondswert, dem Basiszins und der Wertentwicklung ab. In Jahren mit fallenden Kursen fällt keine Vorabpauschale an, weil die Wertsteigerung negativ ist.
Bei thesaurierenden ETFs steigt der Anteilswert durch die einbehaltenen Dividenden und Zinsen. Die Vorabpauschale besteuert diesen Wertzuwachs jährlich, auch wenn kein Geld auf dein Konto fließt.
Die Depotbank bucht die fällige Steuer im Januar vom Verrechnungskonto ab. Deshalb solltest du dort ausreichend Guthaben vorhalten, wenn dein Freistellungsauftrag nicht ausreicht.
Beim späteren Verkauf des Fonds wird die bereits gezahlte Vorabpauschale auf den Veräußerungsgewinn angerechnet. So vermeidest du eine doppelte Besteuerung.
08 · Vergleich
Ausschüttungen: Wann die Vorabpauschale entfällt
Bei ausschüttenden Fonds werden die Erträge direkt an dich ausgezahlt und versteuert. Die Vorabpauschale kommt nur zur Anwendung, wenn die Ausschüttungen niedriger sind als der Basisertrag.
In der Praxis ist das bei klassischen Dividenden-ETFs selten der Fall, weil die Ausschüttungen meist über dem Basisertrag liegen.
Der Unterschied zwischen ausschüttenden und thesaurierenden ETFs liegt vor allem im Zeitpunkt der Steuerzahlung. Bei ausschüttenden Fonds kannst du die Steuer direkt aus den erhaltenen Dividenden begleichen. Bei thesaurierenden Fonds musst du die Steuer aus eigenen Mitteln aufbringen, weil kein Geldzufluss erfolgt.
- Ausschüttender ETF: Dividenden und Zinsen werden ausgezahlt, die Steuer wird direkt einbehalten.
- Thesaurierender ETF: Keine Auszahlung, die Vorabpauschale wird vom Verrechnungskonto abgebucht.
- Beide Varianten unterliegen der gleichen Abgeltungsteuer, der Unterschied liegt im Zeitpunkt der Zahlung.
Für deinen ETF-Sparplan bedeutet das: Die Wahl zwischen ausschüttend und thesaurierend hat steuerlich keine grundsätzlichen Vor- oder Nachteile. Entscheidend ist, ob du die Ausschüttungen zum Wiederanlegen nutzen möchtest oder ob du den thesaurierenden Weg bevorzugst.
| Ausschüttender ETF | Thesaurierender ETF | |
|---|---|---|
| Jährlicher Geldfluss | Dividenden und Zinsen werden ausgezahlt | Keine Auszahlung, Erträge bleiben im Fonds |
| Steuerliche Belastung | Steuer auf Ausschüttungen, Vorabpauschale nur bei niedrigen Ausschüttungen | Steuer auf Vorabpauschale, auch ohne Geldzufluss |
| Liquidität für Steuerzahlung | Ausschüttungen können Steuer decken | Verrechnungskonto muss gedeckt sein |
09 · Fehler vermeiden
Wertentwicklung: So wirkt die Vorabpauschale auf deine Rendite
Die Vorabpauschale reduziert die jährliche Liquidität, nicht aber die langfristige Wertentwicklung deines ETF-Sparplans. Entscheidend ist die Wertsteigerung der Fondsanteile.
Entscheidend für deine Rendite ist die Wertsteigerung der Fondsanteile. Die Vorabpauschale ist eine vorgezogene Steuerzahlung, die beim Verkauf angerechnet wird.
Häufige Fehler im Umgang mit der Vorabpauschale lassen sich vermeiden, wenn du einige Punkte beachtest. Ein nicht eingerichteter oder nicht erneuerter Freistellungsauftrag führt dazu, dass du Steuern zahlst, obwohl dein Sparer-Pauschbetrag nicht ausgeschöpft ist. Ein nicht gedecktes Verrechnungskonto im Januar kann zu Problemen bei der Abbuchung führen.
- Du vergisst, den Freistellungsauftrag zu erneuern, und zahlst Steuern, obwohl dein Sparer-Pauschbetrag nicht ausgeschöpft ist.
- Dein Verrechnungskonto ist im Januar nicht gedeckt, sodass die Depotbank die Steuer nicht abbuchen kann.
- Du verwechselst die Vorabpauschale mit einer zusätzlichen Steuer und übersiehst, dass sie beim Verkauf angerechnet wird.
- Du ignorierst die Teilfreistellung und rechnest mit 25 Prozent Steuer auf den gesamten Basisertrag.
Für deine langfristige Planung als Studierende ist wichtig: Die Vorabpauschale mindert nicht den Wert deiner Fondsanteile. Sie ist eine Liquiditätsbelastung, die du bei deiner monatlichen Sparrate und deinem Budget berücksichtigen solltest.
Häufige Fehler im Umgang mit der Vorabpauschale
10 · Was gilt
Immobilienfonds: Besondere Teilfreistellung beachten
Immobilienfonds haben eine deutlich höhere Teilfreistellung als Aktienfonds. Das senkt die Steuer auf die Vorabpauschale erheblich.
Das senkt die Steuer auf die Vorabpauschale erheblich. Für inländische Immobilienfonds bleiben 60 Prozent der Erträge steuerfrei, bei Immobilienfonds mit Auslandsschwerpunkt sind es sogar 80 Prozent.
Die höhere Teilfreistellung ist ein Ausgleich dafür, dass Immobilienfonds auf Fondsebene bereits mit Körperschaftsteuer belastet werden. Für dich bedeutet das: Nur 40 Prozent der Vorabpauschale eines inländischen Immobilienfonds sind steuerpflichtig, bei Auslandsfonds nur 20 Prozent.
- Inländische Immobilienfonds: 60 Prozent der Erträge bleiben steuerfrei, 40 Prozent sind steuerpflichtig.
- Immobilienfonds mit Auslandsschwerpunkt: 80 Prozent der Erträge bleiben steuerfrei, 20 Prozent sind steuerpflichtig.
Immobilienfonds spielen in klassischen ETF-Sparplänen meist eine untergeordnete Rolle, weil die meisten ETFs auf Aktienindizes basieren. Wenn du jedoch einen Immobilien-ETF besparst, profitierst du von der deutlich höheren Teilfreistellung.
11 · Im Vertrag
Kirchensteuer: Zuschlag auf die Abgeltungsteuer
Wenn du kirchensteuerpflichtig bist, erhöht sich deine Steuerlast auf die Vorabpauschale. Der Satz hängt von deinem Bundesland ab und liegt meist bei 8 oder 9 Prozent.
Die Kirchensteuer wird auf die Abgeltungsteuer erhoben, nicht auf den Ertrag selbst.
Deine Depotbank führt die Kirchensteuer automatisch ab, wenn du sie im Freistellungsauftrag angegeben hast. Dafür musst du deine Religionszugehörigkeit mitteilen. Ohne diese Angabe kann die Bank die Kirchensteuer nicht korrekt berechnen und einbehalten.
- In Bayern und Baden-Württemberg beträgt die Kirchensteuer 8 Prozent auf die Abgeltungsteuer.
- In den übrigen Bundesländern beträgt die Kirchensteuer 9 Prozent auf die Abgeltungsteuer.
- Die Kirchensteuer wird automatisch von der Depotbank einbehalten, wenn du sie angegeben hast.
Für Studierende, die nicht kirchensteuerpflichtig sind, entfällt dieser Zuschlag. Wenn du aus der Kirche ausgetreten bist, musst du das deiner Depotbank nicht gesondert mitteilen, weil die Kirchensteuer nur bei entsprechender Angabe erhoben wird.
Kirchensteuer auf Kapitalerträge
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