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Emerging Markets ETF kaufen: So ergänzt du dein Depot um Schwellenländer

Ein Emerging Markets ETF bringt Aktien aus Ländern wie China, Indien oder Brasilien in dein Portfolio. Beim Kauf solltest du Kosten, Fondsgröße und deinen Anlagehorizont prüfen, damit der Baustein zu deiner Strategie passt.

11 Kapitel · 14 Min. Lesezeit · Aktualisiert 12.10.2026

Das Wichtigste

  • Ein MSCI Emerging Markets ETF bildet Aktien aus 24 Schwellenländern ab und eignet sich als Beimischung zu einem Industrieländer-ETF.
  • Die jährliche Gesamtkostenquote (TER) liegt bei marktbreiten ETFs zwischen 0,09 und 0,55 Prozent.
  • Ein Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren ist sinnvoll, weil Schwellenländer stark schwanken können.
  • Achte beim Kauf auf Fondsgröße, Replikationsmethode und die steuerliche Teilfreistellung von 30 Prozent.

01 · Grundlagen

Was ist ein Emerging Markets ETF?

Ein Emerging Markets ETF bündelt Aktien aus Schwellenländern in einem einzigen Wertpapier. Der bekannteste Vergleichsindex ist der MSCI Emerging Markets Index.

Der MSCI Emerging Markets Index umfasst 1.178 Unternehmen aus 24 Schwellenländern und bildet damit rund 85 Prozent der Marktkapitalisierung dieser Märkte ab. Taiwan führt die Ländergewichtung mit 27,44 Prozent an, gefolgt von Südkorea mit 20,84 Prozent und China mit 20,62 Prozent. Der Sektor Informationstechnologie dominiert den Index mit 41,56 Prozent.

Ein ETF auf diesen Index bündelt also nicht nur einige wenige Aktien, sondern ein breites Spektrum an Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen und Ländern. Du erhältst mit einem einzigen Wertpapier Zugang zu Märkten, die einzeln schwer zu handeln wären. Die Gewichtung verschiebt sich dabei laufend, weil der Indexanbieter die Zusammensetzung regelmäßig überprüft.

  • Der Index enthält ausschließlich große und mittelgroße Unternehmen, sogenannte Large und Mid-Caps.
  • Kleine Unternehmen sind nicht enthalten, dafür gibt es den erweiterten MSCI Emerging Markets IMI Index.
  • Die hohe Gewichtung von Informationstechnologie prägt das Rendite- und Risikoprofil des Index.

Kurz erklärt

MSCI Emerging Markets Index

Ein Aktienindex, der die Wertentwicklung großer und mittelgroßer Unternehmen aus 24 Schwellenländern abbildet. Er deckt etwa 85 Prozent der Marktkapitalisierung dieser Länder ab.

Mit einem ETF auf diesen Index investierst du breit gestreut in Länder wie Taiwan, Südkorea, China und Indien, ohne Einzelaktien auswählen zu müssen.

02 · Vergleich

Emerging Markets ETF oder aktiver Schwellenländerfonds?

Für die meisten Sparerinnen und Sparer ist ein passiver ETF die günstigere und transparentere Wahl. Der Kostenunterschied zu aktiven Fonds wirkt sich über lange Zeiträume deutlich auf die Rendite aus.

Die Gesamtkostenquote passiver ETFs auf den MSCI Emerging Markets liegt zwischen 0,09 und 0,55 Prozent pro Jahr. Aktive Schwellenländerfonds verlangen dagegen oft deutlich über 1 Prozent jährlich. Dieser Unterschied wirkt sich über einen Anlagezeitraum von 10 bis 15 Jahren erheblich auf deine Nettorendite aus.

Ein passiver ETF folgt einem öffentlich einsehbaren Index, während ein aktiver Fondsmanager Titel nach eigenem Ermessen auswählt. Die Transparenz der Indexzusammensetzung erleichtert dir die Kontrolle deines Portfolios. Aktive Fonds versuchen den Markt zu schlagen, scheitern daran aber häufig und belasten dich zusätzlich mit höheren Gebühren.

  • Passive ETFs bilden die Marktentwicklung ab, aktive Fonds versuchen sie zu übertreffen.
  • Die niedrige TER passiver ETFs ist ein zentraler Vorteil, weil Kosten die Rendite direkt mindern.
  • Portfolioänderungen aktiver Fonds sind für dich weniger transparent als die feste Indexzusammensetzung.
Passiver ETF und aktiver Fonds im Vergleich
Passiver ETFAktiver Fonds
Jährliche Gesamtkostenquote (TER)0,09 bis 0,55 Prozent
Auswahl der Aktienfolgt einem Index wie dem MSCI Emerging Markets
Zielbildet die Marktentwicklung ab

03 · Schritt für Schritt

In 5 Schritten einen Emerging Markets ETF kaufen

Der Kauf läuft über ein Wertpapierdepot. Mit einer klaren Reihenfolge vermeidest du spontane Entscheidungen und kaufst den ETF, der zu deiner Anlagestrategie passt.

Bevor du einen Emerging Markets ETF kaufst, legst du fest, welchen Anteil Schwellenländer dein Depot haben soll. Ein klassischer Richtwert ist ein Verhältnis von 70 Prozent Industrieländern zu 30 Prozent Schwellenländern. Dieser Anteil kann je nach deiner Risikobereitschaft höher oder niedriger ausfallen.

Danach wählst du den passenden Index aus. Der MSCI Emerging Markets Index bildet große und mittelgroße Unternehmen ab. Wer zusätzlich kleine Unternehmen einbeziehen will, entscheidet sich für einen ETF auf den MSCI Emerging Markets IMI Index, der 99 Prozent aller Unternehmen der entsprechenden Länder abdeckt.

01

Anlagestrategie festlegen

Lege fest, welchen Anteil Schwellenländer in deinem Depot haben sollen. Ein klassischer Richtwert ist ein Verhältnis von 70 Prozent Industrieländern zu 30 Prozent Schwellenländern.

02

Index auswählen

Der MSCI Emerging Markets Index bildet große und mittelgroße Unternehmen ab. Wer zusätzlich kleine Unternehmen einbeziehen will, wählt einen ETF auf den MSCI Emerging Markets IMI Index.

03

ETF vergleichen

Vergleiche Fondsgröße, Gesamtkostenquote (TER), Ertragsverwendung und Replikationsmethode. Ein Fondsvolumen im Milliardenbereich senkt das Risiko einer Fondsschließung.

04

Order aufgeben

Kaufe den ETF über dein Depot. Du kannst eine Einmalanlage tätigen oder einen ETF-Sparplan einrichten, bei dem monatlich ein fester Betrag angelegt wird.

05

Anlagehorizont einhalten

Halte den ETF mindestens 10 bis 15 Jahre. In dieser Zeit gleichen sich starke Schwankungen in Bullen- und Bärenmärkten tendenziell aus.

04 · Kosten

Welche Kosten fallen beim Kauf eines Emerging Markets ETF an?

Die wichtigste laufende Kostenposition ist die Gesamtkostenquote, auch Total Expense Ratio oder TER genannt. Hinzu kommen einmalige Ordergebühren deines Depots.

Die Gesamtkostenquote wird jährlich direkt im Fondsvermögen einbehalten und mindert die Wertentwicklung. Marktbreite MSCI Emerging Markets ETFs haben eine TER zwischen 0,09 und 0,55 Prozent pro Jahr. Aktive Schwellenländerfonds liegen oft über 1 Prozent jährlich.

Zusätzlich zur TER fällt beim Kauf eine Ordergebühr deines Depots an. Diese liegt je nach Anbieter oft zwischen 0 und 10 Euro pro Ausführung. Bei ETF-Sparplänen bieten viele Depots vergünstigte oder vollständig entfallende Ordergebühren an, was die laufenden Kosten weiter senkt.

  • Die TER wird automatisch aus dem Fondsvermögen entnommen, du musst sie nicht separat überweisen.
  • Ordergebühren fallen nur beim Kauf und Verkauf an, nicht während der Haltedauer.
  • Ein Sparplan mit vergünstigten Ordergebühren reduziert die Gesamtkosten bei regelmäßigen Käufen.

Kurz erklärt

TER marktbreiter MSCI Emerging Markets ETFs

Typische Kostenpositionen beim ETF-Kauf

0,09 bis 0,55 Prozent pro Jahr

05 · Was gilt

Wann zahlt die Teilfreistellung bei Emerging Markets ETFs?

Für Aktienfonds gilt eine steuerliche Teilfreistellung. Sie reduziert die Steuerlast auf Erträge, wenn der Fonds überwiegend in Aktien investiert.

Für Aktienfonds gilt eine Teilfreistellung von 30 Prozent. Das bedeutet, dass 30 Prozent deiner Erträge aus einem Aktien-ETF steuerfrei bleiben, unabhängig davon ob der Fonds ausschüttet oder thesauriert. Die Regelung gilt sowohl für physisch replizierende als auch für synthetische Aktien-ETFs.

Die Teilfreistellung greift nicht bei Anleihen-ETFs oder Mischfonds mit einer Aktienquote unter 51 Prozent. Auch für Einzelaktien gilt sie nicht. Der Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Person und Jahr bleibt davon unberührt und kann zusätzlich genutzt werden.

  • 30 Prozent der Erträge aus einem Aktien-ETF bleiben steuerfrei.
  • Die Teilfreistellung gilt für ausschüttende und thesaurierende Aktien-ETFs.
  • Sie gilt nicht für Anleihen-ETFs oder Mischfonds unter 51 Prozent Aktienquote.

Zählt mit

·Gilt für ausschüttende und thesaurierende Aktien-ETFs
·Gilt für physisch replizierende und synthetische Aktien-ETFs

Zählt nicht

·Gilt nicht für Einzelaktien
·Gilt nicht für den Sparer-Pauschbetrag selbst

06 · Im Vertrag

Replikations­methode: Physisch oder synthetisch?

ETFs bilden ihren Index entweder durch den Kauf der echten Aktien oder über Tauschgeschäfte ab. Beide Varianten haben spezifische Eigenschaften, die du kennen solltest.

Bei physischer Replikation hält der ETF die Aktien des Index direkt. Bei sehr breiten Indizes kommt oft optimiertes Sampling zum Einsatz, bei dem nur eine repräsentative Auswahl an Titeln gekauft wird. Die vollständige Replikation kauft dagegen alle im Index enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung.

Synthetische ETFs halten ein Sicherheitenportfolio und tauschen dessen Rendite über einen Swap gegen die Indexrendite. Das kann die Tracking-Differenz verringern, bringt aber ein Kontrahentenrisiko mit sich. Beide Varianten sind bei MSCI Emerging Markets ETFs verbreitet, wobei physische Replikation häufiger vorkommt.

  • Physische Replikation bedeutet direkter Besitz der Aktien, vollständig oder per optimiertem Sampling.
  • Synthetische Replikation nutzt Tauschgeschäfte und kann die Indexnachbildung verbessern.
  • Das Kontrahentenrisiko synthetischer ETFs ist gesetzlich begrenzt, aber nicht ausgeschlossen.

Die zwei Replikationsarten im Überblick

Physische ReplikationStandardDer ETF hält die Aktien des Index direkt. Bei sehr breiten Indizes kommt oft optimiertes Sampling zum Einsatz, bei dem nur eine repräsentative Auswahl an Titeln gekauft wird.
Synthetische ReplikationSwap-basiertDer ETF hält ein Sicherheitenportfolio und tauscht dessen Rendite über einen Swap gegen die Indexrendite. Das kann die Tracking-Differenz verringern, bringt aber ein Kontrahentenrisiko mit sich.
Vollständige ReplikationPhysischDer ETF kauft alle im Index enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung. Das ist bei sehr breiten Indizes mit über 1.000 Titeln aufwendig, aber transparent.

07 · Checkliste

Checkliste: Das solltest du vor dem Kauf prüfen

Diese Punkte helfen dir, einen Emerging Markets ETF zu wählen, der langfristig zu deiner Strategie passt und keine unnötigen Risiken mitbringt.

Bevor du einen Emerging Markets ETF kaufst, prüfst du die Gesamtkostenquote. Eine TER unter 0,25 Prozent pro Jahr ist bei marktbreiten ETFs üblich und sollte deine Obergrenze sein. Die Fondsgröße sollte mindestens 100 Millionen Euro betragen, um das Risiko einer Fondsschließung zu reduzieren.

Lege außerdem fest, ob du thesaurierende oder ausschüttende Anteile bevorzugst. Thesaurierende ETFs reinvestieren Erträge automatisch, ausschüttende zahlen sie regelmäßig aus. Dein Anlagehorizont sollte mindestens 10 bis 15 Jahre betragen, weil Schwellenländeraktien stark schwanken können.

  • Gesamtkostenquote unter 0,25 Prozent pro Jahr bevorzugen.
  • Fondsgröße von mindestens 100 Millionen Euro wählen.
  • Replikationsmethode verstehen: physisch oder synthetisch.
  • Ertragsverwendung festlegen: thesaurierend oder ausschüttend.
  • Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren einplanen.
  • Anteil der Schwellenländer am Gesamtdepot definieren, zum Beispiel 30 Prozent.
  • Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Person und Jahr berücksichtigen.

Kaufkriterien für deinen Emerging Markets ETF

01

Gesamtkostenquote (TER) zwischen 0,09 und 0,55 Prozent pro Jahr einordnen

02

Fondsgröße von mindestens 100 Millionen Euro wählen

03

Replikationsmethode verstehen: physisch oder synthetisch

04

Ertragsverwendung festlegen: thesaurierend oder ausschüttend

05

Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren einplanen

06

Anteil der Schwellenländer am Gesamtdepot definieren, zum Beispiel 30 Prozent

08 · Fehler vermeiden

Typische Fehler beim Kauf von Emerging Markets ETFs

Viele Anlegerinnen und Anleger unterschätzen die Schwankungen oder achten zu stark auf kurzfristige Renditen. Diese Fehler lassen sich mit klaren Regeln vermeiden.

Ein zu kurzer Anlagehorizont führt oft zu Verlusten, weil Schwellenländeraktien in Bärenmärkten überproportional stark fallen können. Wer nach wenigen Jahren verkauft, realisiert diese Verluste dauerhaft. Ein Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren reduziert dieses Risiko deutlich.

Viele Anleger achten zu stark auf die Performance des Vorjahres. Ein Bullenmarkt kann sich schnell drehen, und die ehemaligen Gewinner gehören dann oft zu den Verlierern. Auch das Klumpenrisiko durch die hohe Gewichtung von China und Taiwan wird häufig unterschätzt.

  • Zu kurzer Anlagehorizont: Wer nach wenigen Jahren verkauft, realisiert Verluste in einem Bärenmarkt.
  • Klumpenrisiko ignorieren: China und Taiwan haben zusammen ein hohes Gewicht im Index.
  • Nur auf die Performance des Vorjahres schauen: Ein Bullenmarkt kann sich schnell drehen.
  • Zu kleine Fonds wählen: Bei geringem Fondsvolumen steigt das Risiko einer Fondsschließung.
  • TER vernachlässigen: Auch kleine Kostenunterschiede summieren sich über 15 Jahre deutlich.
  • Steuerliche Aspekte übersehen: Die Teilfreistellung von 30 Prozent gilt nur für Aktienfonds.

Fehler, die du vermeiden solltest

·Zu kurzer Anlagehorizont: Wer nach wenigen Jahren verkauft, realisiert Verluste in einem Bärenmarkt.
·Klumpenrisiko ignorieren: China und Taiwan haben zusammen ein hohes Gewicht im Index.
·Nur auf die Performance des Vorjahres schauen: Ein Bullenmarkt kann sich schnell drehen.
·Zu kleine Fonds wählen: Bei geringem Fondsvolumen steigt das Risiko einer Fondsschließung.

09 · Hintergrund

So verhält sich ein Emerging Markets ETF in Bullen- und Bärenmärkten

Schwellenländeraktien schwanken stärker als Aktien aus Industrieländern. In ausgeprägten Marktphasen zeigt sich das besonders deutlich.

In einem Bullenmarkt können Emerging Markets ETFs die etablierten Industrieländer überflügeln. Das dynamische Wirtschaftswachstum vieler Schwellenländer führt dann zu überdurchschnittlichen Kursgewinnen. Anleger, die Schwellenländer als Beimischung halten, profitieren in solchen Phasen überproportional.

In einem Bärenmarkt ziehen Anleger ihr Kapital oft aus riskanteren Anlagen ab. Ein Emerging Markets ETF fällt dann tendenziell stärker als ein Industrieländer-ETF, weil Schwellenländer als weniger sicher gelten. Die breite Streuung über 24 Länder und über 1.000 Unternehmen verhindert jedoch, dass ein Totalverlust durch die Schwäche eines einzelnen Staates oder Unternehmens entsteht.

  • In Bullenmärkten ist eine Outperformance gegenüber Industrieländern möglich.
  • In Bärenmärkten fallen Emerging Markets ETFs oft überproportional stark.
  • Die breite Streuung schützt vor dem Totalverlust einzelner Positionen.

In einem Bullenmarkt können Emerging Markets ETFs die etablierten Industrieländer überflügeln. Das dynamische Wirtschaftswachstum vieler Schwellenländer führt dann zu überdurchschnittlichen Kursgewinnen.

In einem Bärenmarkt ziehen Anleger ihr Kapital oft aus riskanteren Anlagen ab. Ein Emerging Markets ETF fällt dann tendenziell stärker als ein Industrieländer-ETF, weil Schwellenländer als weniger sicher gelten.

Die breite Streuung über 24 Länder und über 1.000 Unternehmen verhindert jedoch, dass ein Totalverlust durch die Schwäche eines einzelnen Staates oder Unternehmens entsteht. Genau dafür ist Diversifikation da.

10 · Vergleich

ETF-Sparplan oder Einmalanlage: Was passt zu dir?

Beide Wege führen in einen Emerging Markets ETF. Der Unterschied liegt im Umgang mit Kursschwankungen und im Aufbau deiner Position.

Ein ETF-Sparplan investiert regelmäßig einen festen Betrag, zum Beispiel monatlich. Dadurch nutzt du den Durchschnittskosteneffekt bei schwankenden Kursen und reduzierst das Risiko, den gesamten Betrag zu einem ungünstigen Zeitpunkt anzulegen. Sparpläne eignen sich besonders für regelmäßiges Einkommen und langfristigen Vermögensaufbau.

Eine Einmalanlage investiert einen größeren Betrag auf einmal. Der Kaufzeitpunkt bestimmt dann den Einstiegskurs, was bei starken Schwankungen zu einem ungünstigen Einstieg führen kann. Vorhandenes Kapital, das langfristig angelegt werden soll, lässt sich damit aber sofort investieren.

  • Ein Sparplan nutzt den Durchschnittskosteneffekt bei schwankenden Kursen.
  • Eine Einmalanlage setzt den gesamten Betrag sofort dem Marktrisiko aus.
  • Ordergebühren sind bei Sparplänen oft vergünstigt oder entfallen ganz.
Sparplan und Einmalanlage im Vergleich
ETF-SparplanEinmalanlage
Investitionregelmäßig ein fester Betrag, zum Beispiel monatlichein größerer Betrag auf einmal
Geeignet fürEinsteiger und langfristige Sparplan-Anleger mit mindestens 10 bis 15 Jahren AnlagehorizontVermögen, das auf einmal zufließt, etwa aus einer Erbschaft

11 · Hintergrund

Diversifikation: Warum Emerging Markets dein Depot breiter aufstellen

Ein reiner Industrieländer-ETF konzentriert sich auf die USA, Europa und Japan. Emerging Markets ergänzen dein Portfolio um Regionen mit eigener Wachstumsdynamik.

Der MSCI Emerging Markets Index enthält Unternehmen aus 24 Ländern, darunter Taiwan, Südkorea, China und Indien. Diese Länder tragen einen großen Teil zum weltweiten Wirtschaftswachstum bei. Mit einem Emerging Markets ETF reduzierst du die Abhängigkeit deines Depots von der Entwicklung der Industrieländer.

Steigen die Kurse in den USA oder Europa schwächer, können Schwellenländer das teilweise ausgleichen. Gleichzeitig entsteht ein Klumpenrisiko, weil China und Taiwan zusammen über 40 Prozent des Index ausmachen können. Eine bewusste Gewichtung im Gesamtdepot ist deshalb wichtiger als die Auswahl des einzelnen ETFs.

  • Emerging Markets ergänzen dein Portfolio um Regionen mit eigener Wachstumsdynamik.
  • Die Abhängigkeit von Industrieländern sinkt durch die Beimischung.
  • Das Klumpenrisiko durch China und Taiwan erfordert eine bewusste Gewichtung.

Der MSCI Emerging Markets Index enthält Unternehmen aus 24 Ländern, darunter Taiwan, Südkorea, China und Indien. Diese Länder tragen einen großen Teil zum weltweiten Wirtschaftswachstum bei.

Mit einem Emerging Markets ETF reduzierst du die Abhängigkeit deines Depots von der Entwicklung der Industrieländer. Steigen die Kurse in den USA oder Europa schwächer, können Schwellenländer das teilweise ausgleichen.

Gleichzeitig entsteht ein Klumpenrisiko, weil China und Taiwan zusammen über 40 Prozent des Index ausmachen können. Eine bewusste Gewichtung im Gesamtdepot ist deshalb wichtiger als die isolierte Betrachtung des ETFs.

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 12.10.2026