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MagazineFinanzenInvestieren Dividenden Aktien einfach erklärt
FinanzbildungInvestieren13 Min.

Dividenden Aktien einfach erklärt: Dein sanfter Einstieg in die Welt der Ausschüttungen

Du fragst dich, wie Aktien dir regelmäßig Geld aufs Konto bringen können, ohne dass du sie verkaufst? Wir erklären dir das Prinzip der Dividende von Null auf, zeigen dir die Chancen und Fallstricke und geben dir einen klaren Fahrplan für deinen Start an die Hand.

DividendenAktien GrundlagenPassives Einkommen
Brauche ich das?
Für Vermögensaufbau: Ja.
Ausschüttungen können deine Rendite steigern.
Wie viel Startkapital?
Schon wenig reicht.
Du kannst mit kleinen Beträgen beginnen.
Ist das riskant?
Wie bei allen Aktien.
Kurse schwanken, Dividenden sind nicht garantiert.
Wann bekomme ich Geld?
Meist jährlich oder vierteljährlich.
Der Zeitplan hängt vom Unternehmen ab.

Warum dich das Thema Dividenden betrifft, auch wenn du kein Finanzprofi bist

Vielleicht denkst du, Aktien und Dividenden seien nur etwas für Banker oder Menschen mit dicken Konten. Das ist ein Irrglaube. In Zeiten niedriger Zinsen auf Sparbüchern und steigender Inflation sucht jeder nach Wegen, sein Geld sinnvoll anzulegen. Genau hier kommen Dividenden ins Spiel: Sie sind der Teil des Gewinns, den ein Unternehmen an seine Eigentümer, also die Aktionäre, ausschüttet. Das ist keine Spende, sondern eine Belohnung dafür, dass du dem Unternehmen Kapital zur Verfügung stellst.

Stell dir vor, du leihst einem Freund Geld für seine Limonadenbude. Am Ende des Jahres gibt er dir nicht nur dein Geld zurück, sondern auch einen Teil des Gewinns, weil du ihm den Start ermöglicht hast. Genau so funktioniert das Prinzip bei Aktien, nur eben in größerem Maßstab und mit professionellen Unternehmen. Wenn du eine Aktie kaufst, wirst du Miteigentümer. Und als Miteigentümer hast du Anspruch auf einen Teil des Gewinns, sofern das Unternehmen beschließt, diesen auszuschütten.

Das Schöne daran: Du musst kein Unternehmen gründen, keine Mitarbeiter einstellen und kein Risiko eines Scheiterns tragen. Du beteiligst dich einfach an bestehenden, oft seit Jahrzehnten erfolgreichen Firmen. Diese Firmen produzieren Güter, die wir täglich nutzen, von der Zahnpasta bis zum Auto. Indem du ihre Aktien kaufst, profitierst du direkt am wirtschaftlichen Erfolg dieser Produkte. Das ist eine der einfachsten und demokratischsten Formen der Vermögensbeteiligung, die wir haben.

Und der Zeitpunkt ist günstig: Im Jahr 2026 sind die Kapitalmärkte nach den Turbulenzen der letzten Jahre wieder gefestigt. Viele Unternehmen haben ihre Bilanzen gestärkt und schütten wieder verlässlich aus. Wer jetzt einsteigt und langfristig denkt, kann von einem Zinseszinseffekt profitieren, der dein Vermögen über die Jahre regelrecht anwachsen lässt. Genau diesen Mechanismus schauen wir uns jetzt genauer an, denn er ist der Kern deines zukünftigen Wohlstands.

>40%
der DAX-Konzerne schütten Gewinne an Aktionäre aus.
Jahr 2026
bleibt der Fokus auf Qualität und Substanz entscheidend.
1.000 Euro
reichen oft schon für den Start in ein breit gestreutes Portfolio.

Die Grundlagen: Was eine Aktie ist und was eine Dividende wirklich bedeutet

Bevor wir in die Details gehen, müssen wir die Basis klären. Eine Aktie ist ein Wertpapier, das einen Anteil an einem Unternehmen verbrieft. Wenn du eine Aktie der Muster AG kaufst, besitzt du einen winzigen Bruchteil dieser Firma. Du bist also nicht nur Kunde, sondern Miteigentümer. Mit diesem Status gehen Rechte einher, etwa das Stimmrecht auf der Hauptversammlung und der Anspruch auf Gewinnbeteiligung. Diese Gewinnbeteiligung nennen wir Dividende.

Die Dividende wird in der Regel einmal im Jahr von der Hauptversammlung beschlossen. Das Management schlägt vor, wie viel vom erwirtschafteten Gewinn an die Aktionäre ausgeschüttet werden soll. Der Rest wird einbehalten und für Investitionen oder den Schuldenabbau genutzt. Die Höhe der Dividende pro Aktie wird in der Regel in Euro oder Cent angegeben. Wenn du also 100 Aktien besitzt und die Dividende 2 Euro pro Aktie beträgt, erhältst du 200 Euro auf dein Konto.

Wichtig zu verstehen: Die Dividende ist keine feste Verzinsung wie bei einem Sparbuch. Sie ist abhängig vom wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Geht es der Firma gut, kann sie die Dividende erhöhen. Geht es ihr schlecht, kann sie sie kürzen oder sogar ganz streichen. Das ist ein fundamentaler Unterschied zu Zinszahlungen. Du trägst also ein unternehmerisches Risiko, wirst dafür aber im Erfolgsfall auch besser belohnt als mit einem festen Zins.

Ein weiterer wichtiger Begriff ist die Dividendenrendite. Sie setzt die jährliche Dividende ins Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs. Wenn eine Aktie 100 Euro kostet und eine Dividende von 4 Euro zahlt, beträgt die Rendite 4 Prozent. Diese Kennzahl hilft dir, verschiedene Aktien zu vergleichen. Aber Achtung: Eine hohe Rendite kann auch ein Warnsignal sein, wenn der Kurs gefallen ist, weil das Unternehmen in Schwierigkeiten steckt. Die Rendite allein ist also kein Qualitätsmerkmal.

So funktioniert die Zahlung: Vom Gewinn bis zu deinem Konto

Der Weg der Dividende ist ein festgelegter Prozess, der für alle Aktionäre gleich abläuft. Zunächst muss das Unternehmen den Gewinn erwirtschaften. Das passiert durch den Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen. Am Ende des Geschäftsjahres wird der Jahresabschluss erstellt und der Gewinn ermittelt. Auf der Hauptversammlung, in der Regel im Frühjahr, stimmen die Aktionäre dann über die Verwendung des Gewinns ab. Hier wird auch die Dividende festgelegt.

Nach der Hauptversammlung gibt es einen entscheidenden Stichtag: den sogenannten Ex-Dividenden-Tag. Wenn du an diesem Tag die Aktie kaufst, hast du noch Anspruch auf die diesjährige Dividende. Kaufst du am Tag danach, gehört die Dividende dem Verkäufer. Der Aktienkurs wird am Ex-Tag in der Regel um den Dividendenbetrag reduziert, da das Unternehmen diesen Betrag ja auszahlt und damit an Wert verliert. Das ist kein Verlust für dich, denn du erhältst ja die Barzahlung.

Die eigentliche Auszahlung erfolgt dann wenige Tage später, meist innerhalb von einer Woche nach der Hauptversammlung. Das Geld wird direkt auf dein hinterlegtes Konto überwiesen. Du musst also nichts weiter tun, außer die Aktie zu besitzen. Viele Unternehmen zahlen ihre Dividende sogar vierteljährlich aus, was den Cashflow für dich planbarer macht. Andere zahlen einmal im Jahr. Die genauen Termine findest du im sogenannten Finanzkalender des Unternehmens, der auf der Investor-Relations-Seite veröffentlicht wird.

Ein wichtiger Punkt für dich als Anleger in Deutschland: Die Dividende ist kein reines Geschenk. Sie unterliegt der Abgeltungsteuer. Das bedeutet, dass auf deine Dividendenzahlungen 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer anfallen. Es gibt jedoch einen Freibetrag von 1.000 Euro pro Person, den du bei deiner Bank einrichten kannst. Bis zu diesem Betrag bleiben deine Kapitaleinkünfte steuerfrei. Das ist ein entscheidender Hebel, den du unbedingt nutzen solltest.

Kosten und Steuern: Was dir von der Dividende wirklich bleibt

Niemand arbeitet gerne umsonst, und auch die Banken und der Staat wollen ihren Anteil. Bevor du dich über die Höhe der Dividende freust, solltest du die Kosten kennen, die auf dich zukommen. Zunächst sind da die Transaktionskosten beim Kauf der Aktie. Diese fallen bei jeder Order an und können je nach Broker unterschiedlich hoch sein. Es gibt mittlerweile viele günstige Online-Broker, bei denen du für wenige Euro handeln kannst. Diese Kosten solltest du nicht unterschätzen, besonders wenn du regelmäßig kleine Beträge investierst.

Dann gibt es die laufenden Kosten. Wenn du einen klassischen Broker nutzt, zahlst du oft eine Depotgebühr. Viele Neobroker sind hier jedoch kostenlos. Zusätzlich fallen bei ausländischen Aktien oft Gebühren für die Verwahrung an. Informiere dich vorab genau über das Preisverzeichnis deines Anbieters. Diese Kosten schmälern deine Rendite, auch wenn sie auf den ersten Blick klein erscheinen. Über 20 oder 30 Jahre können sie einen erheblichen Unterschied machen.

Der größte Kostenfaktor ist jedoch die Steuer. werden auf Dividenden 25 Prozent Abgeltungsteuer erhoben. Hinzu kommen der Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer. Insgesamt liegt die Belastung bei etwa 26,375 Prozent. Wenn du also 100 Euro Dividende erhältst, bleiben dir nach Steuern etwa 73,63 Euro. Das klingt erstmal ernüchternd, ist aber die Realität. Der Staat beteiligt sich eben am Erfolg, genau wie du.

Um die Steuerlast zu optimieren, gibt es zwei wichtige Stellschrauben. Erstens: den Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro nutzen. Dazu musst du bei deiner Bank einen Freistellungsauftrag einrichten. Solange deine Kapitaleinkünfte unter diesem Betrag liegen, zahlst du keine Steuern. Zweitens: langfristig denken. Wenn du Aktien länger als ein Jahr hältst, sind Kursgewinne beim Verkauf steuerfrei. Das gilt zwar nicht für die Dividenden, aber für den Wertzuwachs deiner Aktien. Eine clevere Kombination aus Dividenden und Kursgewinnen kann deine Steuerlast also deutlich senken.

Worauf du bei der Auswahl achten solltest: Qualität schlägt Quote

Jetzt wird es konkret: Wie findest du die richtigen Aktien für dein Portfolio? Die Verlockung ist groß, sich die Aktien mit der höchsten Dividendenrendite herauszusuchen. Das ist ein klassischer Anfängerfehler. Eine extrem hohe Rendite ist oft ein Warnsignal. Sie kann bedeuten, dass der Aktienkurs stark gefallen ist, weil das Unternehmen in Schwierigkeiten steckt. Die Dividende könnte als nächstes gekürzt werden. Besser ist es, auf Qualität zu setzen.

Qualität bedeutet für uns: Unternehmen, die seit vielen Jahren stabil wachsen und ihre Dividende regelmäßig erhöhen. Diese sogenannten Dividendenaristokraten haben oft eine über Jahrzehnte gewachsene Dividendenhistorie. Sie sind in stabilen Branchen tätig, wie zum Beispiel Konsumgüter, Gesundheit oder Versorger. Diese Firmen verkaufen Produkte, die die Menschen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kaufen müssen. Das macht ihre Gewinne und damit auch ihre Dividenden planbarer.

Achte auf die Ausschüttungsquote. Sie gibt an, welcher Anteil des Gewinns als Dividende ausgezahlt wird. Eine Quote von 30 bis 60 Prozent gilt als gesund. Das Unternehmen behält genug Geld für Investitionen, zahlt aber auch seine Aktionäre ordentlich. Liegt die Quote über 80 Prozent, ist das ein Warnsignal. Das Unternehmen hat dann kaum Spielraum für unerwartete Krisen und könnte die Dividende schnell kürzen müssen. Eine niedrige Quote ist also kein Zeichen von Geiz, sondern von Vorsicht.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Bilanzqualität. Schau dir die Verschuldung des Unternehmens an. Eine hohe Verschuldung kann in Krisenzeiten zum Problem werden, da Zinsen und Tilgungen gezahlt werden müssen. Unternehmen mit wenig Schulden sind robuster und können auch in schwierigen Zeiten ihre Dividende zahlen. Du musst kein Bilanzexperte sein, um das zu beurteilen. Ein Blick auf die Eigenkapitalquote oder einfache Kennzahlen wie das Verhältnis von Schulden zum Gewinn reicht oft schon aus, um Risiken zu erkennen.

Typische Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest

Der häufigste Fehler ist die Jagd nach der höchsten Rendite. ist eine hohe Dividendenrendite oft ein Zeichen für ein zugrunde liegendes Problem. Du solltest dich nicht von zweistelligen Renditen blenden lassen. Diese sind meist nicht nachhaltig und führen oft zu herben Enttäuschungen. Setze lieber auf eine moderate, aber stabile Rendite von Unternehmen, die du verstehst. Das ist der Schlüssel zu langfristigem Erfolg.

Ein weiterer Fehler ist die mangelnde Diversifikation. Wenn du nur zwei oder drei Aktien kaufst, bist du extrem abhängig vom Schicksal dieser Unternehmen. Geht eines davon pleite oder kürzt die Dividende, verlierst du einen großen Teil deiner Einnahmen. Verteile dein Geld daher auf verschiedene Branchen und Unternehmen. Eine gute Faustregel ist, mindestens 10 bis 15 verschiedene Aktien zu besitzen. Alternativ kannst du auch in Dividenden-ETFs investieren, die dir diese Streuung automatisch bieten.

Viele Anfänger verkaufen ihre Aktien auch bei der ersten Kurskorrektur in Panik. Das ist ein fataler Fehler. Kursschwankungen sind völlig normal und gehören zum Aktienmarkt dazu. Wenn du in solchen Momenten verkaufst, realisierst du Verluste und verpasst die Erholung. Denke langfristig. Wenn du in solide Unternehmen investiert hast, kannst du Kursschwankungen aussitzen. Die Dividenden fließen in der Regel weiter, egal was der Kurs macht. Genau dafür ist das Investment in Dividendenaktien ideal.

Zuletzt solltest du den Zinseszinseffekt nicht unterschätzen. Viele Anleger geben ihre Dividenden sofort wieder aus, anstatt sie zu reinvestieren. Wenn du die Dividenden jedoch nutzt, um neue Aktien zu kaufen, wächst dein Kapital exponentiell. Stell dir vor, du erhältst 100 Euro Dividende und kaufst dafür neue Aktien. Im nächsten Jahr erhältst du auf diese neuen Aktien wieder Dividende. So wächst dein Einkommen Jahr für Jahr. Dieser Effekt ist der mächtigste Hebel, den du als Anleger hast. Nutze ihn konsequent.

Dein konkreter Fahrplan: So startest du in 5 Schritten

Genug der Theorie, jetzt wird es praktisch. Der erste Schritt ist die Eröffnung eines Wertpapierdepots. Das geht heute komplett online in wenigen Minuten. Achte auf einen Anbieter mit niedrigen Gebühren und einer benutzerfreundlichen App. Viele Neobroker bieten sogar ein kostenloses Depot an. Du benötigst dafür nur deinen Personalausweis und ein Girokonto zur Verrechnung. Nach der Legitimierung per Video-Chat kannst du sofort loslegen.

Der zweite Schritt ist die Einrichtung deines Freistellungsauftrags. Diesen findest du in den Einstellungen deines Depots. Trage dort den Betrag von 1.000 Euro ein, wenn du deinen kompletten Sparerpauschbetrag nutzen möchtest. Das Finanzamt erlaubt diesen Betrag pro Person. Wenn du verheiratet bist, kannst du den Freibetrag deines Partners mit nutzen. Dieser Schritt ist entscheidend, um deine Dividenden steuerfrei zu vereinnahmen. Vergiss ihn nicht.

Der dritte Schritt ist die Auswahl deiner ersten Aktien. Beginne nicht mit Einzelaktien, wenn du dich noch unsicher fühlst. Ein breit gestreuter Dividenden-ETF ist oft die bessere Wahl. Er bildet einen Index ab, der viele dividendenstarke Unternehmen enthält. Damit bist du automatisch diversifiziert und musst dich nicht um die Einzelauswahl kümmern. Wenn du dich für Einzelaktien interessierst, starte mit 2 bis 3 Unternehmen aus deinem Alltag, deren Geschäftsmodell du verstehst.

Der vierte Schritt ist die regelmäßige Investition. Lege einen festen Betrag fest, den du monatlich investieren kannst. Das kann ein kleiner Betrag wie 50 Euro sein. Wichtig ist die Regelmäßigkeit. Du kannst einen Sparplan einrichten, der automatisch Anteile kauft. So profitierst du vom Cost-Average-Effekt, da du bei niedrigen Kursen mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger Anteile kaufst. Der fünfte und letzte Schritt ist Geduld. Lasse dein Investment über Jahre wachsen und überprüfe es nur einmal im Jahr. So baust du dir Stück für Stück ein Vermögen auf.

Die psychologische Seite: Warum Geduld dein größter Verbündeter ist

Investieren ist zu 80 Prozent Psychologie und nur zu 20 Prozent Fachwissen. Das merken viele Anleger erst, wenn die Kurse fallen. In solchen Momenten greift die Angst, und der Impuls, alles zu verkaufen, wird übermächtig. Genau hier entscheidet sich, ob du langfristig erfolgreich bist oder nicht. Du musst lernen, mit Schwankungen zu leben. Sie sind kein Fehler des Systems, sondern ein integraler Bestandteil. Der Markt atmet, und du musst lernen, ruhig zu bleiben.

Eine Möglichkeit, Gelassenheit zu entwickeln, ist die Fokussierung auf die Dividenden. Wenn du dich auf die Ausschüttungen konzentrierst, sind Kursschwankungen weniger relevant. Dein Ziel ist es, ein stetig wachsendes Einkommen aufzubauen. Ob der Kurs deiner Aktie heute 5 Prozent fällt oder steigt, ist für deine Dividende zunächst irrelevant. Diese Einstellung hilft dir, den Lärm des Marktes auszublenden und dich auf das Wesentliche zu konzentrieren: den Aufbau deines Vermögens.

Ein weiterer psychologischer Trick ist die Automatisierung. Wenn du einen Sparplan einrichtest, der automatisch ausgeführt wird, musst du keine emotionalen Entscheidungen treffen. Der Betrag wird einfach abgebucht und investiert, egal ob der Markt hoch oder niedrig steht. Das nimmt dir die Entscheidung ab und verhindert, dass du zum falschen Zeitpunkt handelst. Viele erfolgreiche Anleger schwören auf diese Methode, weil sie diszipliniert und emotionslos ist.

Und schließlich: Feiere kleine Erfolge. Wenn du deine erste Dividende erhältst, ist das ein Meilenstein. Auch wenn es nur ein paar Euro sind, zeigt es dir, dass das System funktioniert. Über die Jahre wirst du sehen, wie deine Dividenden wachsen. Dieses Gefühl der Kontrolle über deine Finanzen ist unbezahlbar. Es gibt dir Sicherheit und Unabhängigkeit. Genau diese Unabhängigkeit ist es, die du mit deinem Investment anstrebst. Bleib dran, und du wirst es erreichen.

Dein erster Schritt heute: So vermeidest du die häufigste Falle

Der schwierigste Teil ist immer der Anfang. Viele Menschen warten auf den perfekten Zeitpunkt, der nie kommt. Sie beobachten die Kurse, lesen Nachrichten und finden immer einen Grund, warum jetzt nicht der richtige Moment ist. Diese sogenannte Analyse-Paralyse ist der größte Feind deines Vermögensaufbaus. Der beste Zeitpunkt zum Investieren war gestern, der zweitbeste ist heute. Warte nicht auf den perfekten Einstiegspunkt, denn den wirst du nie finden.

Beginne stattdessen mit einem kleinen Betrag, den du schmerzfrei entbehren kannst. Das nimmt den Druck und die Angst vor Verlusten. Du musst nicht sofort 10.000 Euro investieren. Ein Start mit 100 Euro ist völlig ausreichend, um das Gefühl für den Markt zu bekommen. Du wirst sehen, wie spannend es ist, wenn dein Geld für dich arbeitet. Dieses Gefühl motiviert und hilft dir, dranzubleiben. Der Weg ist das Ziel, und jeder Euro zählt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Bildung. Lies Bücher, höre Podcasts oder schaue dir Videos an. Aber sei vorsichtig, wem du vertraust. Es gibt viele selbsternannte Gurus, die schnelle Gewinne versprechen. Das ist unseriös. Setze auf seriöse Quellen und lerne die Grundlagen der Unternehmensbewertung. Du musst kein Experte werden, aber du solltest verstehen, was du kaufst und warum. Dieses Wissen gibt dir die Sicherheit, auch in Krisenzeiten ruhig zu bleiben.

Und schließlich: Überprüfe deine Strategie einmal im Jahr. Setze dich hin und schaue dir dein Portfolio an. Sind die Unternehmen noch gesund? Wurden die Dividenden erhöht oder gekürzt? Musst du deine Gewichtung anpassen? Diese jährliche Überprüfung reicht völlig aus. Alles andere ist übertriebenes Day-Trading. Mit dieser strukturierten Herangehensweise bist du den meisten Anlegern weit voraus. Du hast einen Plan, du kennst deine Ziele und du setzt sie konsequent um. Das ist der Schlüssel zu deinem finanziellen Erfolg.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

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Häufige Fragen

Du kannst bereits mit kleinen Beträgen starten. Viele Aktien kosten unter 100 Euro, und mit Sparplänen kannst du schon ab 10 Euro pro Monat investieren. Wichtig ist, dass du regelmäßig investierst und die Dividenden reinvestierst.

Nein, Dividenden sind keine festen Zinszahlungen. Sie werden jährlich von der Hauptversammlung beschlossen und können gekürzt oder gestrichen werden, wenn das Unternehmen Verluste macht. Historisch haben solide Unternehmen ihre Dividenden jedoch oft über Jahrzehnte stabil gehalten oder erhöht.

Die Dividende ist eine direkte Barzahlung aus dem Gewinn des Unternehmens an dich. Der Kursgewinn entsteht, wenn der Aktienkurs steigt und du die Aktie teurer verkaufst, als du sie gekauft hast. Beide zusammen ergeben deine Gesamtrendite.

Das ist unterschiedlich. Viele deutsche Unternehmen zahlen einmal im Jahr, oft im Frühjahr nach der Hauptversammlung. Viele US-Unternehmen zahlen vierteljährlich. Es gibt auch Unternehmen, die monatlich zahlen, das ist aber seltener. Die genauen Termine stehen im Finanzkalender des Unternehmens.

Ein Dividenden-ETF ist ein börsengehandelter Fonds, der in viele dividendenstarke Unternehmen gleichzeitig investiert. Du kaufst also einen Korb von Aktien und profitierst von der Streuung. Das reduziert dein Risiko, da du nicht von einem einzelnen Unternehmen abhängig bist.

Ja, Dividenden unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Du hast jedoch einen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr, bis zu dem deine Kapitaleinkünfte steuerfrei sind. Dafür musst du einen Freistellungsauftrag bei deiner Bank einrichten.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 30.08.2026, nächste Prüfung: 02/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.