Ratgeber · Investieren
CFD-Kosten: Alle Gebühren und laufenden Kosten im Überblick
Beim Handel mit CFDs fallen unterschiedliche Kosten an, die deine Rendite direkt schmälern. Diese Übersicht erklärt dir, welche Kostenarten es gibt und wie sie sich zusammensetzen.
11 Kapitel · 18 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026
Das Wichtigste
- Der Spread ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs und fällt bei jeder Transaktion an.
- Haltekosten werden fällig, wenn du eine CFD-Position über Nacht offen lässt.
- Die Hebelwirkung reduziert deinen Kapitaleinsatz, erhöht aber auch dein Verlustrisiko.
- Zusätzliche Kommissionen fallen vor allem bei Aktien- und ETF-CFDs an.
01 · Hintergrund
Was kostet der CFD-Handel?
Die Gesamtkosten eines CFD-Trades setzen sich aus mehreren Bausteinen zusammen. Nicht alle Kosten fallen bei jedem Trade an, einige hängen von der Haltedauer ab.
Der Spread ist die Differenz zwischen Geldkurs und Briefkurs und fällt bei jeder Order an, sowohl beim Öffnen als auch beim Schließen einer Position. Bei Hauptindizes beginnen die Spreads oft bei unter einem Punkt, bei weniger liquiden Werten können sie deutlich höher liegen. Zusätzlich können Kommissionen anfallen, insbesondere beim Handel mit Aktien-CFDs und ETF-CFDs. Die Höhe der Kommission hängt vom Handelsplatz und der Herkunft des Basiswerts ab. Für deutsche Aktien-CFDs ist eine feste Kommission üblich, für US-Aktien-CFDs kann sie höher ausfallen.
Haltekosten entstehen, wenn du eine Position über Nacht hältst. Sie werden täglich um 17:00 Uhr New Yorker Zeit berechnet und können je nach Handelsrichtung positiv oder negativ ausfallen. Bei Long-Positionen zahlst du in der Regel einen Aufschlag auf einen Referenzzinssatz, bei Short-Positionen kann dir ein Abschlag gutgeschrieben werden. Der Aufschlag bei Long-Positionen auf Indizes und Aktien liegt bei etwa 0,0082 Prozent pro Tag.
Für Krypto-CFDs gelten deutlich höhere Sätze. Die Overnight-Haltekosten für Bitcoin/USD und Ethereum/USD betragen 0,0685 Prozent für Long-Positionen und minus 0,0137 Prozent für Short-Positionen. Diese Werte zeigen, dass sich die Kostenstruktur je nach Basiswert erheblich unterscheiden kann.
Die wichtigste direkte Kostenart ist der Spread. Er wird als Differenz zwischen dem Geldkurs und dem Briefkurs eines Basiswerts berechnet und variiert je nach Marktlage und Anbieter. Bei Hauptindizes beginnen die Spreads oft bei unter einem Punkt, bei weniger liquiden Werten können sie deutlich höher liegen.
Neben dem Spread können Kommissionen anfallen, insbesondere beim Handel mit Aktien-CFDs und ETF-CFDs. Die Höhe der Kommission hängt vom Handelsplatz und der Herkunft des Basiswerts ab. Für deutsche Aktien-CFDs ist eine feste Kommission üblich, für US-Aktien-CFDs kann sie höher ausfallen.
Die wichtigste direkte Kostenart ist der Spread. Er wird als Differenz zwischen dem Geldkurs und dem Briefkurs eines Basiswerts berechnet und variiert je nach Marktlage und Anbieter. Bei Hauptindizes beginnen die Spreads oft bei unter einem Punkt, bei weniger liquiden Werten können sie deutlich höher liegen.
Neben dem Spread können Kommissionen anfallen, insbesondere beim Handel mit Aktien-CFDs und ETF-CFDs. Die Höhe der Kommission hängt vom Handelsplatz und der Herkunft des Basiswerts ab. Für deutsche Aktien-CFDs ist eine feste Kommission üblich, für US-Aktien-CFDs kann sie höher ausfallen.
Haltekosten entstehen, wenn du eine Position über Nacht offen hältst. Sie werden täglich berechnet und können je nach Richtung deines Trades positiv oder negativ sein. Die Berechnung basiert auf einem Referenzzinssatz plus oder minus eines Aufschlags des Anbieters.
02 · Vergleich
Transaktionskosten: Spread und Kommission im Vergleich
Transaktionskosten fallen bei jedem Trade an. Sie unterscheiden sich je nach Anbieter und gehandeltem Basiswert.
Transaktionskosten fallen bei jedem Trade an. Sie unterscheiden sich je nach Anbieter und gehandeltem Basiswert.
Der Spread ist bei den meisten CFD-Anbietern die zentrale direkte Kostenart. Er wird nicht separat ausgewiesen, sondern ist direkt im Kurs enthalten. Das bedeutet, dass du beim Kauf einen etwas höheren Preis zahlst und beim Verkauf einen etwas niedrigeren erhältst, als der eigentliche Marktpreis vermuten lässt. Bei Hauptindizes wie dem Deutschland 40 beginnen die Spreads oft bei unter einem Punkt, bei exotischeren Währungspaaren oder weniger liquiden Rohstoffen können sie deutlich breiter ausfallen.
Kommissionen fallen dagegen nur bei bestimmten Basiswerten an. Beim Handel mit Aktien-CFDs und ETF-CFDs wird in der Regel eine feste Kommission pro Trade fällig. Für deutsche Aktien-CFDs beträgt sie häufig 5 Euro, für US-Aktien-CFDs kann sie bis zu 10 US-Dollar erreichen. Bei Indizes, Währungen und Rohstoffen ist der Spread dagegen oft die einzige direkte Kostenart.
Für dich bedeutet das: Wenn du hauptsächlich mit Indizes oder Währungspaaren handelst, musst du dich vor allem auf die Spreadhöhe konzentrieren. Handelsst du dagegen Aktien-CFDs, solltest du die Kommission in deine Kalkulation einbeziehen, da sie bei kleinen Positionsgrößen einen erheblichen Anteil der Gesamtkosten ausmachen kann.
Vergleich der direkten Kostenarten beim CFD-Handel
- Der Spread fällt bei jeder Order an, sowohl beim Öffnen als auch beim Schließen einer Position.
- Die Kommission wird nur bei bestimmten Basiswerten wie Aktien-CFDs und ETF-CFDs fällig.
- Der Spread ist variabel und hängt vom Markt und dem gehandelten Basiswert ab.
- Die Kommission ist ein fester Betrag pro Trade oder pro Einheit.
- Der Spread ist im Kurs enthalten und nicht immer sofort sichtbar.
- Die Kommission wird separat ausgewiesen und ist dadurch transparenter.
Bei vielen Anbietern ist der Spread die einzige direkte Kostenart für den Handel mit Indizes, Währungen und Rohstoffen.
| Spread | Kommission | |
|---|---|---|
| Wann fällt sie an? | Bei jeder Order, beim Öffnen und Schließen | Nur bei bestimmten Basiswerten wie Aktien-CFDs |
| Höhe | Variabel, abhängig vom Markt und Basiswert | Fester Betrag pro Trade oder pro Einheit |
| Transparenz | Im Kurs enthalten, nicht immer sofort sichtbar | Wird separat ausgewiesen |
03 · Kosten
Haltekosten und Übernachtfinanzierungskosten
Wenn du eine CFD-Position über Nacht hältst, fallen in der Regel Finanzierungskosten an. Diese werden auch als Haltekosten oder Overnight-Gebühren bezeichnet.
Die Haltekosten werden täglich um 17:00 Uhr New Yorker Zeit berechnet und deinem Konto belastet oder gutgeschrieben. Sie basieren auf einem Referenzzinssatz, der je nach Währung des Basiswerts unterschiedlich ausfällt. Für den Euro gilt der ESTERS, für den US-Dollar der SOFR und für das britische Pfund der SONIA. Auf diesen Referenzzinssatz wird bei Long-Positionen ein Aufschlag von etwa 0,0082 Prozent pro Tag erhoben. Bei Short-Positionen wird ein Abschlag in gleicher Höhe vorgenommen, was zu einer Gutschrift führen kann.
Für Krypto-CFDs gelten deutlich höhere Sätze. Die Overnight-Haltekosten für Bitcoin/USD und Ethereum/USD betragen 0,0685 Prozent für Long-Positionen und minus 0,0137 Prozent für Short-Positionen. Diese Sätze liegen damit um ein Vielfaches über den Haltekosten für klassische Basiswerte wie Indizes oder Aktien.
Für Forwards fallen keine Haltekosten an. Wenn du also eine Position mit festem Fälligkeitsdatum handelst, entfällt diese Kostenart vollständig. Bei CFDs auf Rohstoffe und Staatsanleihen werden die Haltekosten aus den zugrunde liegenden Futures-Kontrakten abgeleitet, was die Berechnung komplexer macht.
Typische Kostenkomponenten beim Halten einer CFD-Position über Nacht
- Der Aufschlag auf den Referenzzinssatz bei Long-Positionen beträgt etwa 0,0082 Prozent pro Tag.
- Der Abschlag auf den Referenzzinssatz bei Short-Positionen beträgt etwa 0,0082 Prozent pro Tag.
- Die Haltekosten für Krypto-CFDs in Long-Richtung liegen bei etwa 0,0685 Prozent pro Tag.
- Die Haltekosten werden täglich um 17:00 Uhr New Yorker Zeit berechnet und deinem Konto belastet oder gutgeschrieben.
Die Werte sind allgemeine Spannen und können je nach Anbieter und Basiswert abweichen.
Typische Kostenkomponenten beim Halten einer CFD-Position über Nacht
04 · Grundlagen
Margin-Anforderungen und Hebelwirkung
CFDs werden mit Hebel gehandelt. Du musst nur einen Teil des Positionswerts als Sicherheitsleistung hinterlegen, die als Margin bezeichnet wird.
CFDs werden mit Hebel gehandelt. Du musst nur einen Teil des Positionswerts als Sicherheitsleistung hinterlegen, die als Margin bezeichnet wird.
Die Margin ist die Sicherheitsleistung, die du für die Eröffnung einer gehebelten Position hinterlegen musst. Der Hebel gibt an, um welchen Faktor sich dein Kapitaleinsatz im Verhältnis zum Positionswert vergrößert. Ein Hebel von 1:10 bedeutet, dass du für eine Position im Wert von 10.000 Euro nur 1.000 Euro als Margin benötigst. Die Margin ist keine Gebühr, sondern eine Sicherheitsleistung, die auf deinem Konto blockiert wird.
Die Hebelwirkung funktioniert in beide Richtungen. Sie vergrößert sowohl potenzielle Gewinne als auch potenzielle Verluste. Wenn sich der Kurs eines Basiswerts um 1 Prozent gegen deine Position bewegt, verändert sich dein eingesetztes Kapital bei einem Hebel von 1:10 um 10 Prozent. Das macht das Risikomanagement zu einem zentralen Bestandteil des CFD-Handels.
Bei gekauften Optionen funktioniert die Hebelwirkung anders als bei CFDs. Du zahlst eine Prämie, die deutlich geringer als der Wert des zugrunde liegenden Vermögenswerts ist. Diese Prämie ist gleichzeitig das maximale Risiko deiner Position. Bei CFDs gibt es diese Begrenzung nicht, da Verluste den Einsatz übersteigen können, wenn keine Stop-Loss-Order gesetzt ist.
Margin und Hebel
- Die Margin ist die Sicherheitsleistung, die du für die Eröffnung einer gehebelten Position hinterlegen musst.
- Der Hebel gibt an, um welchen Faktor sich dein Kapitaleinsatz im Verhältnis zum Positionswert vergrößert.
- Ein Hebel von 1:10 bedeutet, dass du für eine Position im Wert von 10.000 Euro nur 1.000 Euro als Margin benötigst.
Kurz erklärt
Margin und Hebel
Die Margin ist die Sicherheitsleistung, die du für die Eröffnung einer gehebelten Position hinterlegen musst. Der Hebel gibt an, um welchen Faktor sich dein Kapitaleinsatz im Verhältnis zum Positionswert vergrößert.
Wie auch CFDs werden Optionen mit Hebel gehandelt. Das bedeutet, dass du für die Eröffnung deiner Position weniger als ihren vollen Wert bezahlst.
05 · Was gilt
Welche Kosten fallen bei welchen Basiswerten an?
Die Kostenstruktur unterscheidet sich je nach Basiswert. Während bei Indizes und Währungen meist nur der Spread anfällt, kommen bei Aktien-CFDs oft Kommissionen hinzu.
Bei Index-CFDs, Währungs-CFDs und Rohstoff-CFDs ist der Spread in der Regel die einzige direkte Kostenart. Du zahlst keine zusätzliche Kommission, sondern nur die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Bei Hauptindizes beginnen die Spreads oft bei unter einem Punkt, bei Währungspaaren wie EUR/USD bei etwa 0,6 Punkten und bei Rohstoffen wie US-Rohöl bei etwa 3,7 Punkten.
Bei Aktien-CFDs und ETF-CFDs fällt dagegen eine Kommission pro Trade an. Für deutsche Aktien-CFDs beträgt sie häufig 5 Euro, für US-Aktien-CFDs kann sie bis zu 10 US-Dollar erreichen. Diese Kommission kommt zusätzlich zum Spread hinzu und wird bei jeder Order fällig. Das bedeutet, dass du bei einem Round-Turn, also dem Öffnen und Schließen einer Position, die Kommission zweimal zahlst.
Für Krypto-CFDs gelten besondere Haltekosten. Die Overnight-Sätze für Bitcoin/USD und Ethereum/USD liegen bei 0,0685 Prozent für Long-Positionen und minus 0,0137 Prozent für Short-Positionen. Diese Werte sind deutlich höher als bei klassischen Basiswerten und sollten bei der Kalkulation berücksichtigt werden, wenn du Positionen über Nacht halten möchtest.
Kostenarten nach Basiswert
- Bei Aktien-CFDs fällt eine Kommission an, die zusätzlich zum Spread berechnet wird.
- Bei ETF-CFDs fällt eine Kommission an, die zusätzlich zum Spread berechnet wird.
- Bei Index-CFDs fällt keine Kommission an, der Spread ist die einzige direkte Kostenart.
- Bei Währungs-CFDs fällt keine Kommission an, der Spread ist die einzige direkte Kostenart.
- Bei Rohstoff-CFDs fällt keine Kommission an, der Spread ist die einzige direkte Kostenart.
- Bei Krypto-CFDs fällt keine Kommission an, aber die Haltekosten sind deutlich höher.
Kommission fällt an
Keine Kommission
06 · Checkliste
Risikomanagement und Kostenkontrolle
Ein effektives Risikomanagement hilft dir, die Kostenbelastung zu begrenzen. Dazu gehören der Einsatz von Stop-Loss-Orders und die bewusste Wahl der Positionsgröße.
Jeder Trade verursacht Kosten in Form des Spreads. Wenn du häufig handelst, summieren sich diese Kosten und schmälern deine Rendite erheblich. Eine ruhige Handelsstrategie mit wenigen, gut überlegten Trades ist daher oft kostengünstiger als häufiges Umschichten. Der Spread fällt bei jedem Trade an, sowohl beim Öffnen als auch beim Schließen einer Position.
Stop-Loss-Orders helfen dir, Verluste zu begrenzen und Margin-Nachschüsse zu vermeiden. Ein garantierter Stop-Loss bietet zusätzlichen Schutz, da er den Abschluss zum festgelegten Preis auch bei Marktvolatilität oder Kurslücken garantiert. Für diesen Schutz fällt eine Prämie an, die erstattet wird, wenn der Stop-Loss nicht ausgelöst wird.
Die Haltedauer beeinflusst deine Kosten direkt. Wenn du Positionen über Nacht hältst, fallen Haltekosten an, die sich bei längeren Haltedauern summieren. Überlege daher vor jedem Trade, ob du die Position wirklich über Nacht halten möchtest oder ob ein Intraday-Handel sinnvoller ist.
Maßnahmen zur Kostenkontrolle beim CFD-Handel
- Setze Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen und Margin-Nachschüsse zu vermeiden.
- Vermeide häufige Trades, da jeder Trade den Spread als Kosten verursacht.
- Halte Positionen nicht unnötig über Nacht, um Haltekosten zu reduzieren.
- Vergleiche die Spreads verschiedener Anbieter für deine bevorzugten Basiswerte.
- Beachte die Margin-Anforderungen, um ausreichend Kapital für offene Positionen vorzuhalten.
Maßnahmen zur Kostenkontrolle beim CFD-Handel
Setze Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen und Margin-Nachschüsse zu vermeiden.
Vermeide häufige Trades, da jeder Trade den Spread als Kosten verursacht.
Halte Positionen nicht unnötig über Nacht, um Haltekosten zu reduzieren.
Vergleiche die Spreads verschiedener Anbieter für deine bevorzugten Basiswerte.
Beachte die Margin-Anforderungen, um ausreichend Kapital für offene Positionen vorzuhalten.
07 · Fehler vermeiden
Typische Kostenfallen beim CFD-Handel
Einige Kostenarten werden von Einsteigern leicht übersehen. Sie können die Rendite erheblich beeinflussen.
Sie können die Rendite erheblich beeinflussen.
Die Hebelwirkung wird oft unterschätzt. Ein Hebel von 1:10 bedeutet, dass eine Kursbewegung von 10 Prozent gegen deine Position deinen gesamten Einsatz aufzehrt. Ohne Stop-Loss-Order können Verluste den Einsatz sogar übersteigen, da es bei CFDs keine automatische Verlustbegrenzung gibt. 74 Prozent der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel.
Haltekosten für Positionen, die über Nacht gehalten werden, werden häufig nicht einkalkuliert. Bei Long-Positionen auf Indizes und Aktien fällt ein Aufschlag von etwa 0,0082 Prozent pro Tag an. Das klingt nach wenig, summiert sich aber bei längeren Haltedauern. Bei Krypto-CFDs liegen die Sätze mit 0,0685 Prozent pro Tag deutlich höher.
Die Auswirkungen des Spreads auf die Gesamtrendite werden bei kurzen Haltedauern oft ignoriert. Wenn du eine Position nur wenige Minuten hältst, muss der Kurs sich allein um den Spread bewegen, damit du die Gewinnzone erreichst. Bei engen Spreads ist das einfacher als bei breiten Spreads in volatilen Marktphasen.
Häufige Fehler im Umgang mit CFD-Kosten
- Die Hebelwirkung wird unterschätzt, wodurch Verluste den Einsatz übersteigen können.
- Haltekosten für Positionen, die über Nacht gehalten werden, werden nicht einkalkuliert.
- Die Auswirkungen des Spreads auf die Gesamtrendite bei kurzen Haltedauern werden ignoriert.
- Kommissionen bei Aktien-CFDs werden bei der Kostenkalkulation vergessen.
- Die Margin-Anforderungen werden nicht beachtet, was zu einer Nachschusspflicht führen kann.
Häufige Fehler im Umgang mit CFD-Kosten
08 · Schritt für Schritt
Ablauf einer CFD-Transaktion mit Kostenübersicht
Der Ablauf eines CFD-Trades folgt einem klaren Muster. An jedem Schritt können Kosten entstehen.
Beim Aufgeben der Order wählst du den Basiswert, die Positionsgröße und die Handelsrichtung. Der Spread wird sofort als Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs fällig. Bei Aktien-CFDs und ETF-CFDs kommt zusätzlich eine Kommission hinzu, die separat ausgewiesen wird. Die Kommission für deutsche Aktien-CFDs beträgt häufig 5 Euro pro Trade.
Während du die Position hältst, können Haltekosten anfallen, wenn sie über Nacht gehalten wird. Die Margin wird als Sicherheit auf deinem Konto blockiert und steht dir für andere Trades nicht zur Verfügung. Bei Long-Positionen auf Indizes und Aktien fällt ein Aufschlag von etwa 0,0082 Prozent pro Tag an, bei Krypto-CFDs sind es 0,0685 Prozent pro Tag.
Beim Schließen der Position fällt erneut der Spread an. Zusätzlich können Kommissionen anfallen, wenn du Aktien- oder ETF-CFDs handelst. Die Haltekosten werden bis zum Zeitpunkt des Schließens berechnet und deinem Konto belastet oder gutgeschrieben. Erst nach dem Schließen der Position steht die Margin wieder vollständig zur Verfügung.
Order aufgeben
- Du wählst den Basiswert, die Positionsgröße und die Handelsrichtung.
- Der Spread wird beim Kauf sofort als Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs fällig.
Position halten
- Solange die Position offen ist, können Haltekosten anfallen, wenn sie über Nacht gehalten wird.
- Die Margin wird als Sicherheit auf deinem Konto blockiert.
Position schließen
- Beim Schließen der Position fällt erneut der Spread an.
- Zusätzlich können Kommissionen anfallen, wenn du Aktien- oder ETF-CFDs handelst.
Order aufgeben
Du wählst den Basiswert, die Positionsgröße und die Handelsrichtung. Der Spread wird beim Kauf sofort als Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs fällig.
Position halten
Solange die Position offen ist, können Haltekosten anfallen, wenn sie über Nacht gehalten wird. Die Margin wird als Sicherheit auf deinem Konto blockiert.
Position schließen
Beim Schließen der Position fällt erneut der Spread an. Zusätzlich können Kommissionen anfallen, wenn du Aktien- oder ETF-CFDs handelst.
09 · Vergleich
Kostenvergleich: CFD-Handel vs. Direktinvestment
CFDs unterscheiden sich in der Kostenstruktur deutlich von klassischen Wertpapiergeschäften. Der Vergleich hilft bei der Einordnung.
Der Vergleich hilft bei der Einordnung.
Beim CFD-Handel ist der Spread die zentrale direkte Kostenart. Er fällt bei jedem Trade an und ist oft die einzige Gebühr für den Handel mit Indizes, Währungen und Rohstoffen. Beim Direktinvestment fällt der Spread ebenfalls als Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs an der Börse an, wird aber oft nicht als separate Kostenart wahrgenommen. Kommissionen fallen beim CFD-Handel nur bei Aktien- und ETF-CFDs an, beim Direktinvestment dagegen bei den meisten Brokern pro Order.
Haltekosten gibt es beim Direktinvestment in dieser Form nicht. Stattdessen können Depotgebühren anfallen, die unabhängig von der Haltedauer sind. Beim CFD-Handel fallen Haltekosten nur an, wenn du Positionen über Nacht hältst. Wer seine Positionen innerhalb eines Tages schließt, zahlt keine Haltekosten.
Die steuerliche Behandlung unterscheidet sich nicht grundlegend. Gewinne aus dem CFD-Handel unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag. Der Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Person und Jahr kann genutzt werden, um einen Teil der Gewinne steuerfrei zu stellen.
Kostenstruktur im Vergleich
- Der Spread fällt beim CFD-Handel bei jedem Trade an und ist oft die einzige direkte Kostenart.
- Beim Direktinvestment fällt der Spread als Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs an der Börse an.
- Die Kommission fällt beim CFD-Handel nur bei Aktien- und ETF-CFDs an.
- Beim Direktinvestment fällt die Kommission bei den meisten Brokern pro Order an.
- Haltekosten fallen beim CFD-Handel bei Übernachtpositionen an.
- Beim Direktinvestment gibt es keine direkten Haltekosten, aber Depotgebühren sind möglich.
Beim CFD-Handel entfällt die Abgeltungsteuer auf Kursgewinne nicht, sie wird auf die realisierten Gewinne fällig.
| CFD-Handel | Direktinvestment | |
|---|---|---|
| Spread | Fällt bei jedem Trade an, oft die einzige direkte Kostenart | Fällt als Differenz zwischen Geld- und Briefkurs an |
| Kommission | Fällt bei Aktien- und ETF-CFDs an | Fällt bei Brokern pro Order an |
| Haltekosten | Können am Ende jedes Handelstages für offene Positionen anfallen | Keine direkten Haltekosten, aber Depotgebühren möglich |
10 · Was gilt
Steuerliche Behandlung von CFD-Gewinnen
Gewinne aus dem CFD-Handel unterliegen der Abgeltungsteuer. Der Sparer-Pauschbetrag kann genutzt werden, um einen Teil der Gewinne steuerfrei zu stellen.
Gewinne aus dem CFD-Handel unterliegen der Abgeltungsteuer. Der Sparer-Pauschbetrag kann genutzt werden, um einen Teil der Gewinne steuerfrei zu stellen.
Realisierte Kursgewinne aus CFD-Trades sind steuerpflichtig. Die Abgeltungsteuer beträgt 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer. Das ergibt eine Gesamtbelastung von 26,375 Prozent auf deine realisierten Gewinne. Der Sparer-Pauschbetrag liegt im Jahr 2026 bei 1000 Euro pro Person und Jahr.
Haltekosten können als Werbungskosten geltend gemacht werden. Das gilt auch für Kommissionen und andere direkt mit dem Handel verbundene Kosten. Diese Kosten mindern deinen steuerpflichtigen Gewinn und reduzieren damit die Steuerlast. Du solltest daher alle Kostenbelege sorgfältig aufbewahren.
Bei Zusammenveranlagung verdoppelt sich der Sparer-Pauschbetrag auf 2000 Euro pro Jahr. Das bedeutet, dass Ehepaare gemeinsam Gewinne bis zu dieser Höhe steuerfrei realisieren können. Voraussetzung ist, dass beide Partner einen Freistellungsauftrag bei ihrer Bank oder ihrem Broker einrichten.
Steuerliche Eckdaten für CFD-Gewinne im Jahr 2026
- Realisierte Kursgewinne aus CFD-Trades sind steuerpflichtig.
- Haltekosten können als Werbungskosten geltend gemacht werden.
- Gewinne bis zum Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Person und Jahr sind steuerfrei.
- Gewinne bis zum Sparer-Pauschbetrag von 2000 Euro bei Zusammenveranlagung sind steuerfrei.
Steuerpflichtig
Steuerfrei
11 · Hintergrund
Volatilität und ihre Auswirkung auf die Kosten
Die Volatilität eines Basiswerts beeinflusst die Höhe des Spreads. In volatilen Marktphasen weiten sich die Spreads oft aus.
Bei hoher Volatilität steigt das Risiko für den Anbieter, wodurch die Spreads breiter werden. Das bedeutet für dich höhere Transaktionskosten, da du zu einem schlechteren Kurs kaufst und verkaufst. In ruhigen Marktphasen sind die Spreads dagegen oft enger, was die Handelskosten reduziert.
Gleichzeitig kann die Volatilität die Margin-Anforderungen erhöhen. Anbieter passen die erforderliche Sicherheitsleistung an die Marktbedingungen an, um das Risiko von Verlusten zu begrenzen. Das bedeutet, dass du in volatilen Phasen mehr Kapital für offene Positionen vorhalten musst.
Für dein Risikomanagement bedeutet das: In volatilen Phasen solltest du die Kosten besonders genau beobachten und deine Positionsgrößen entsprechend anpassen. Ein garantierter Stop-Loss kann in solchen Phasen sinnvoll sein, da er den Abschluss zum festgelegten Preis auch bei Kurslücken garantiert. Die Prämie für diesen Schutz wird erstattet, wenn der Stop-Loss nicht ausgelöst wird.
Bei hoher Volatilität steigt das Risiko für den Anbieter, wodurch die Spreads breiter werden. Das bedeutet für dich höhere Transaktionskosten, da du zu einem schlechteren Kurs kaufst und verkaufst.
Gleichzeitig kann die Volatilität die Margin-Anforderungen erhöhen. Anbieter passen die erforderliche Sicherheitsleistung an die Marktbedingungen an, um das Risiko von Verlusten zu begrenzen.
Für dein Risikomanagement bedeutet das: In volatilen Phasen solltest du die Kosten besonders genau beobachten und deine Positionsgrößen entsprechend anpassen.
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