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Anleihen im Vergleich: So findest du die passende Rendite für dein Risiko

Ein Anleihen-Vergleich lohnt sich, weil Zinskupon, Restlaufzeit und Bonität des Emittenten über Rendite und Risiko entscheiden.

10 Kapitel · 12 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Bundeswertpapiere gelten als Referenz für sichere Anleihen im Euroraum und haben Laufzeiten von 12 Monaten bis 30 Jahren.
  • Die Rendite einer Anleihe hängt vom Kupon, dem Kurswert und der Restlaufzeit ab, nicht nur vom Nominalzins.
  • Unternehmensanleihen bieten oft höhere Kupons als Staatsanleihen, tragen aber ein höheres Emittentenrisiko.
  • Festgeld ist eine Alternative ohne Kursrisiko, während Anleihen bei vorzeitigem Verkauf Kursgewinne oder Kursverluste bringen können.

01 · Grundlagen

Was sind Anleihen und wie funktioniert der Anleihen-Vergleich?

Eine Anleihe ist ein Wertpapier, mit dem du einem Emittenten Geld leihst. Im Gegenzug erhältst du in der Regel regelmäßige Zinsen und am Ende der Laufzeit den Nennwert zurück.

Beim Anleihen-Vergleich betrachtest du Kupon, Restlaufzeit, Kurswert und Rating gemeinsam, um die tatsächliche Rendite und das Risiko einzuschätzen.

Die Notierung von Anleihen erfolgt in Prozent. Notiert eine Anleihe mit einem Nennwert von 1.000 Euro bei einem Kurs von 95 Prozent, ergibt sich ein Kurswert von 950 Euro. Diese Differenz zwischen Nennwert und Kurswert ist ein zentraler Hebel für deine Rendite, denn am Laufzeitende wird in der Regel der volle Nennwert zurückgezahlt.

Für deinen Vergleich bedeutet das: Du solltest nicht nur auf den ausgewiesenen Zinskupon schauen. Entscheidend ist, ob du die Anleihe unter oder über ihrem Nennwert kaufst und wie lange du sie hältst.

  • Der Kupon ist der jährliche Zins, den der Emittent auf den Nennwert zahlt.
  • Der Kurswert ist der aktuelle Marktpreis, der während der Laufzeit schwanken kann.
  • Das Rating gibt eine Einschätzung zur Zahlungsfähigkeit des Emittenten.

Kurz erklärt

Anleihe

Eine Anleihe, auch Bond, Obligation oder Schuldverschreibung genannt, verbrieft einen Anspruch auf Zinszahlungen und Rückzahlung des Nennwerts durch den Emittenten.

Beim Anleihen-Vergleich betrachtest du Kupon, Restlaufzeit, Kurswert und Rating gemeinsam, um die tatsächliche Rendite und das Risiko einzuschätzen.

02 · Vergleich

Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen: Was passt zu dir?

Staatsanleihen gelten als besonders sicher, Unternehmensanleihen bieten oft höhere Zinsen. Der direkte Vergleich zeigt die wichtigsten Unterschiede.

Bundeswertpapiere bilden die Referenz für Anleihen anderer Emittenten im Euroraum, sowohl für Staaten als auch für Unternehmen. Ihre Renditen gelten weltweit als Vergleichsmaßstab. Große internationale Investoren nutzen sie, wenn sie Gelder in Euro anlegen möchten.

Für dich als Privatanlegerin bedeutet das: Wenn du eine Unternehmensanleihe prüfst, lohnt der Blick auf die Rendite einer Bundesanleihe mit ähnlicher Laufzeit. Die Differenz zeigt dir, welchen Aufschlag du für das höhere Risiko des Unternehmens bekommst.

Staatsanleihen der Bundesrepublik Deutschland haben eine erstklassige Bonität. Unternehmensanleihen bieten oft höhere Kupons, dafür trägst du das Risiko, dass das Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät.

  • Staatsanleihen haben ein niedriges Emittentenrisiko, aber ein Zinsänderungsrisiko.
  • Unternehmensanleihen haben ein höheres Emittentenrisiko, abhängig vom Rating.
  • Die Liquidität ist bei Bundeswertpapieren sehr hoch, bei Unternehmensanleihen kann sie stark schwanken.
Staatsanleihen und Unternehmensanleihen im Vergleich
StaatsanleihenUnternehmensanleihen
EmittentStaat oder staatliche InstitutionUnternehmen oder Konzern
Typisches RisikoNiedriges Emittentenrisiko, dafür ZinsänderungsrisikoHöheres Emittentenrisiko, abhängig vom Rating
KuponEher niedriger, orientiert am MarktzinsOft höher, abhängig von der Bonität
LiquiditätBei Bundeswertpapieren sehr hochKann je nach Emission stark schwanken

03 · Was gilt

Bundeswertpapiere: Laufzeiten und Merkmale im Überblick

Bundeswertpapiere decken ein Laufzeitenspektrum von 12 Monaten bis 30 Jahren ab. Sie werden regelmäßig begeben und gelten als hochliquide.

Die Kapitalmarktpapiere erreichen nach Erstemission und mehreren Aufstockungen Volumen von 15 bis teils deutlich mehr als 30 Milliarden Euro. Geldmarktpapiere kommen auf bis zu 15 Milliarden Euro.

Die Stückelung beträgt bei allen Bundeswertpapieren 0,01 Euro. Vorzeitige Rückzahlungen durch Kündigung oder Auslosung seitens des Emittenten sind nicht vorgesehen. Rückzahlungen erfolgen stets zum Nennwert, bei inflationsgeschützten Bundeswertpapieren zum um die Inflationsindexierung angepassten Nennwert.

Die klassischen Laufzeiten sind klar strukturiert. Unverzinsliche Schatzanweisungen (Bubills) haben eine Laufzeit von 12 Monaten, Bundesschatzanweisungen (Schatz) von 2 Jahren und Bundesobligationen (Bobl) von 5 Jahren. Bundesanleihen (Bund) werden mit Ursprungslaufzeiten von 7, 10, 15, 20 und 30 Jahren begeben.

  • Grüne Bundeswertpapiere gibt es mit Laufzeiten von 5, 10, 15 und 30 Jahren.
  • Laufzeiten unter 12 Monaten gibt es bei Bundeswertpapieren nicht.
  • Eine variable Verzinsung gibt es bei klassischen Bundeswertpapieren nicht.

Diese Laufzeiten gibt es

·Unverzinsliche Schatzanweisungen (Bubill): 12 Monate
·Bundesschatzanweisungen (Schatz): 2 Jahre
·Bundesobligationen (Bobl): 5 Jahre
·Bundesanleihen (Bund): 7, 10, 15, 20 und 30 Jahre
·Grüne Bundeswertpapiere: 5, 10, 15 und 30 Jahre

Diese Laufzeiten gibt es nicht

·Vorzeitige Kündigung durch den Emittenten
·Variable Verzinsung bei klassischen Bundeswertpapieren

04 · Schritt für Schritt

Rendite einer Anleihe: So rechnest du richtig

Die Rendite einer Anleihe setzt sich aus dem Kupon und der Differenz zwischen Kaufkurs und Rückzahlungskurs zusammen. Ein Anleihen-Vergleich nur über den Nominalzins greift zu kurz.

Der Kupon bleibt während der Laufzeit in der Regel unverändert, der Kurs kann sich täglich ändern.

Je kürzer die Restlaufzeit, desto geringer ist das Zinsänderungsrisiko. Bei Fälligkeit wird die Anleihe zum vollen Nennwert zurückgezahlt. Kaufst du eine Anleihe unter 100 Prozent, erzielst du neben den Zinsen einen Kursgewinn, wenn du sie bis zur Fälligkeit hältst.

Für deine Berechnung gehst du in vier Schritten vor. Zuerst prüfst du den Kupon, dann ermittelst du den Kurswert, beziehst die Restlaufzeit ein und berechnest schließlich die Rendite aus allen Komponenten.

  • Der Kupon ist der jährliche Zins, den der Emittent auf den Nennwert zahlt.
  • Der Kurswert ergibt sich aus dem Nennwert multipliziert mit dem aktuellen Kurs in Prozent.
  • Die Rendite berücksichtigt Kupon, Kaufkurs, Rückzahlung und Restlaufzeit.
01

Kupon prüfen

Der Kupon ist der jährliche Zins, den der Emittent auf den Nennwert zahlt. Er bleibt während der Laufzeit in der Regel unverändert.

02

Kurswert ermitteln

Der Kurswert ergibt sich aus dem Nennwert multipliziert mit dem aktuellen Kurs in Prozent. Notiert eine Anleihe mit 1.000 Euro Nennwert bei 95 Prozent, liegt der Kurswert bei 950 Euro.

03

Restlaufzeit einbeziehen

Je kürzer die Restlaufzeit, desto geringer ist das Zinsänderungsrisiko. Bei Fälligkeit wird die Anleihe zum vollen Nennwert zurückgezahlt.

04

Rendite berechnen

Die Rendite berücksichtigt Kupon, Kaufkurs, Rückzahlungskurs und Restlaufzeit. Ein Kauf unter pari erhöht die Rendite, ein Kauf über pari senkt sie.

05 · Im Vertrag

Kurswert und Nennwert: Warum Anleihen im Kurs schwanken

Anders als Festgeld haben Anleihen einen Kurswert, der sich während der Laufzeit ändern kann. Das führt zu Kursrisiken, aber auch zu Kurschancen.

Der Nennwert, auch Nominalwert genannt, ist der Betrag, den der Emittent am Ende der Laufzeit zurückzahlt.

Steigen die Marktzinsen, fallen die Kurse bestehender Anleihen. Sinken die Marktzinsen, steigen die Kurse. Dieses Zinsänderungsrisiko ist bei langen Restlaufzeiten größer, weil dein Geld länger an den alten Zinssatz gebunden ist.

Die Liquidität einer Anleihe bestimmt, wie leicht du sie vorzeitig verkaufen kannst. Bundeswertpapiere sind hochliquide und bankgeschäftstäglich handelbar. Bei Unternehmensanleihen kann die Handelbarkeit je nach Emission stark schwanken.

  • Der Nennwert ist der Rückzahlungsbetrag am Laufzeitende.
  • Der Kurswert ist der aktuelle Marktwert in Prozent des Nennwerts.
  • Das Zinsänderungsrisiko ist bei langen Restlaufzeiten größer.

Die wichtigsten Begriffe zu Kurs und Wert

NennwertBasisDer Nennwert, auch Nominalwert genannt, ist der Betrag, den der Emittent am Ende der Laufzeit zurückzahlt. Bei Bundeswertpapieren beträgt die Stückelung 0,01 Euro.
KurswertMarktpreisDer Kurswert ist der aktuelle Marktwert der Anleihe. Er wird in Prozent des Nennwerts notiert und kann über oder unter 100 Prozent liegen.
ZinsänderungsrisikoRisikoSteigen die Marktzinsen, fallen die Kurse bestehender Anleihen. Sinken die Marktzinsen, steigen die Kurse. Dieses Risiko ist bei langen Restlaufzeiten größer.
LiquiditätHandelbarkeitLiquidität beschreibt, wie leicht du eine Anleihe vor Fälligkeit verkaufen kannst. Bundeswertpapiere sind besonders liquide, kleine Unternehmensanleihen oft weniger.

06 · Checkliste

Rating und Emittentenrisiko: So schätzt du die Bonität ein

Das Rating einer Anleihe zeigt die Einschätzung von Rating-Agenturen zur Zahlungsfähigkeit des Emittenten. Es ist ein zentrales Kriterium im Anleihen-Vergleich.

Es ist ein zentrales Kriterium im Anleihen-Vergleich. Ein Rating ist jedoch nur eine Einschätzung und keine Garantie für die Rückzahlung.

Staaten mit hoher Bonität wie die Bundesrepublik Deutschland gelten als besonders sicher. Bei Unternehmensanleihen solltest du zusätzlich die Branche und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens betrachten. Hochzinsanleihen mit schwachem Rating bieten hohe Kupons, tragen aber ein deutlich höheres Ausfallrisiko.

Für deine Bonitätsprüfung gehst du systematisch vor. Vergleiche Anleihen desselben Emittenten mit unterschiedlichen Laufzeiten, um ein Gefühl für die Risikostruktur zu bekommen.

  • Prüfe das Rating des Emittenten bei anerkannten Rating-Agenturen.
  • Beachte, dass ein Rating nur eine Einschätzung ist und keine Garantie darstellt.
  • Schau dir bei Unternehmensanleihen auch die Branche und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens an.

Checkliste für die Bonitätsprüfung

01

Prüfe das Rating des Emittenten bei anerkannten Rating-Agenturen.

02

Beachte, dass ein Rating nur eine Einschätzung ist und keine Garantie darstellt.

03

Vergleiche Anleihen desselben Emittenten mit unterschiedlichen Laufzeiten.

04

Berücksichtige, dass Staaten mit hoher Bonität wie die Bundesrepublik Deutschland als besonders sicher gelten.

05

Schau dir bei Unternehmensanleihen auch die Branche und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens an.

07 · Was gilt

Pfandbriefe: Mündelsichere Anleihen mit Immobilienbezug

Pfandbriefe sind Anleihen, die durch Immobilien oder öffentliche Darlehen gedeckt sind. Sie gelten als besonders sicher und können mündelsicher sein.

Als mündelsicher gelten Anleihen, wenn ein Wertverlust praktisch ausgeschlossen ist.

Bundesanleihen, Länderanleihen, Hypothekenanleihen und Pfandbriefe können gemäß Paragraf 1807 BGB als mündelsicher eingestuft werden. Diese Einstufung macht sie für Anleger interessant, die eine sehr konservative Anlage suchen.

Unternehmensanleihen ohne besondere Deckung, Währungsanleihen mit Wechselkursrisiko, Nachranganleihen und Hochzinsanleihen mit spekulativem Rating sind in der Regel nicht mündelsicher. Sie bieten oft höhere Renditen, tragen aber ein deutlich höheres Risiko.

  • Bundesanleihen, Länderanleihen, Pfandbriefe und Hypothekenanleihen können mündelsicher sein.
  • Unternehmensanleihen ohne besondere Deckung sind in der Regel nicht mündelsicher.
  • Währungsanleihen mit Wechselkursrisiko sind in der Regel nicht mündelsicher.

Können mündelsicher sein

·Bundesanleihen
·Länderanleihen
·Pfandbriefe
·Hypothekenanleihen

In der Regel nicht mündelsicher

·Unternehmensanleihen ohne besondere Deckung
·Währungsanleihen mit Wechselkursrisiko
·Nachranganleihen
·Hochzinsanleihen mit spekulativem Rating

08 · Vergleich

Anleihen oder Festgeld: Was ist die bessere Wahl?

Festgeld bietet feste Zinsen ohne Kursrisiko, Anleihen können höhere Renditen und Kursgewinne ermöglichen. Der Vergleich hängt von deinem Anlagehorizont und deiner Risikobereitschaft ab.

Festgeld eignet sich für Anleger, die Planungssicherheit ohne Kursschwankungen wünschen.

Anleihen sind börsentäglich handelbar, ein vorzeitiger Verkauf ist möglich. Festgeld ist bis zum Laufzeitende gebunden, eine vorzeitige Verfügung ist meist ausgeschlossen. Dafür unterliegt Festgeld keiner Kursschwankung, während Anleihen im Kurswert fallen oder steigen können.

Ein wichtiger Unterschied liegt in der Absicherung. Festgeld profitiert von gesetzlicher und oft zusätzlicher Einlagensicherung. Anleihen haben keine Einlagensicherung, dafür haftet der Emittent mit seinem Vermögen.

  • Anleihen haben ein Kursrisiko, Festgeld nicht.
  • Anleihen sind börsentäglich handelbar, Festgeld ist gebunden.
  • Festgeld hat Einlagensicherung, Anleihen haben Emittentenhaftung.
Anleihen und Festgeld im direkten Vergleich
AnleihenFestgeld
KursrisikoVorhanden, Kurswert kann schwankenNicht vorhanden
VerfügbarkeitBörsentäglich handelbar, vorzeitiger Verkauf möglichGebunden bis zum Laufzeitende, vorzeitige Verfügung meist ausgeschlossen
ZinsniveauKupon abhängig von Emittent und LaufzeitFester Zinssatz für die gesamte Laufzeit
EinlagensicherungKeine EinlagensicherungGesetzliche und oft zusätzliche Einlagensicherung

09 · Fehler vermeiden

Typische Fehler beim Anleihen-Vergleich vermeiden

Viele Anleger achten nur auf den Kupon und übersehen dabei Kurswert, Restlaufzeit und Bonität. Diese Fehler kannst du vermeiden.

Diese Fehler kannst du vermeiden. Der Kupon allein sagt nichts über die tatsächliche Rendite aus, wenn du die Anleihe über oder unter Nennwert kaufst.

Das Emittentenrisiko wird besonders bei Hochzinsanleihen mit schwachem Rating oft unterschätzt. Ein hoher Kupon ist häufig ein Ausgleich für ein höheres Ausfallrisiko. Die Restlaufzeit beeinflusst das Zinsänderungsrisiko stark, wird aber häufig nicht beachtet.

Währungsanleihen locken mit hohen Renditen, bringen aber ein Wechselkursrisiko mit. Auch die Liquidität wird oft ignoriert, sodass ein vorzeitiger Verkauf nur mit hohen Abschlägen möglich ist.

  • Nur auf den Kupon schauen und die Rendite ignorieren, die auch vom Kaufkurs abhängt.
  • Das Emittentenrisiko unterschätzen, besonders bei Hochzinsanleihen mit schwachem Rating.
  • Die Restlaufzeit nicht beachten, obwohl sie das Zinsänderungsrisiko stark beeinflusst.

Häufige Fehler im Anleihen-Vergleich

·Nur auf den Kupon schauen und die Rendite ignorieren, die auch vom Kaufkurs abhängt.
·Das Emittentenrisiko unterschätzen, besonders bei Hochzinsanleihen mit schwachem Rating.
·Die Restlaufzeit nicht beachten, obwohl sie das Zinsänderungsrisiko stark beeinflusst.
·Währungsanleihen kaufen, ohne das Wechselkursrisiko einzukalkulieren.
·Die Liquidität ignorieren, sodass ein vorzeitiger Verkauf nur mit hohen Abschlägen möglich ist.

10 · Kosten

Steuern auf Anleihen: Was vom Ertrag übrig bleibt

Zinsen und Kursgewinne aus Anleihen unterliegen der Abgeltungsteuer. Der Sparer-Pauschbetrag reduziert die Steuerlast.

Der Sparer-Pauschbetrag reduziert die Steuerlast. Erträge bis zu diesem Betrag bleiben steuerfrei, darüber fällt Abgeltungsteuer an.

Der Sparer-Pauschbetrag beträgt pro Person und Jahr 1000 Euro. Bei Zusammenveranlagung von Ehepaaren sind es 2000 Euro pro Jahr. Auf die Abgeltungsteuer von 25 Prozent wird zusätzlich der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent erhoben.

Für dich bedeutet das: Du kannst deine Anleiheerträge bis zum Sparer-Pauschbetrag steuerfrei vereinnahmen. Erst darüber hinaus wird die Abgeltungsteuer fällig. Die Teilfreistellung für Aktienfonds von 30 Prozent gilt nicht für Anleihen.

  • Der Sparer-Pauschbetrag pro Person beträgt 1000 Euro pro Jahr.
  • Bei Zusammenveranlagung beträgt der Sparer-Pauschbetrag 2000 Euro pro Jahr.
  • Die Abgeltungsteuer beträgt 25 Prozent, der Solidaritätszuschlag 5,5 Prozent darauf.

Steuerliche Belastung von Anleiheerträgen

Sparer-Pauschbetrag bei Zusammenveranlagung2000 EUR
Abgeltungsteuer25 Prozent
Solidaritätszuschlag auf Abgeltungsteuer5,5 Prozent

Häufige Fragen

Fragen zu Anleihen im Vergleich

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026