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Aktive Fonds für Selbstständige: Was sie für deine Altersvorsorge wirklich leisten

Als Selbstständige trägst du die Verantwortung für deine Altersvorsorge allein. Ein aktiver Fonds verspricht dabei mehr Rendite als der Markt, verursacht aber Kosten, die deine Erträge langfristig spürbar schmälern.

11 Kapitel · 18 Min. Lesezeit · Aktualisiert 12.10.2026

Das Wichtigste

  • Aktiv gemanagte Fonds werden von Fondsmanagern gesteuert, die den Markt schlagen wollen, aber meist hohe laufende Kosten verursachen.
  • Für Selbstständige ohne Pflichtversicherung ist die private Altersvorsorge der zentrale Baustein für den Ruhestand.
  • ETFs und breit gestreute Aktienfonds mit niedrigen Kosten sind für den langfristigen Vermögensaufbau oft die effizientere Wahl.
  • Die Rürup-Rente bietet Selbstständigen steuerliche Vorteile, während flexible Fondssparpläne Renditechancen mit Anpassbarkeit verbinden.

01 · Grundlagen

Was ist ein aktiver Fonds?

Ein aktiver Fonds bündelt das Geld vieler Anleger und wird von einem Fondsmanagement gezielt zusammengestellt. Das Ziel ist, eine bessere Rendite als ein Vergleichsindex zu erzielen.

Das Fondsmanagement entscheidet laufend, welche Wertpapiere gekauft, gehalten oder verkauft werden. Diese Entscheidungen basieren auf Analysen, Prognosen und der Einschätzung einzelner Unternehmen oder Märkte. Für dich als Selbstständige bedeutet das: Du zahlst für diese Auswahlleistung jedes Jahr einen Teil deines angelegten Vermögens.

Die laufenden Kosten eines aktiven Fonds liegen oft zwischen 1,0 und 2,0 Prozent pro Jahr. Diese Kosten fallen unabhängig davon an, ob der Fonds Gewinne oder Verluste macht. Die Auswahlentscheidungen des Managements verursachen laufende Kosten, die deine Nettorendite mindern.

Ein Beispiel: Bei 50.000 Euro Anlagesumme und 1,5 Prozent laufenden Kosten zahlst du 750 Euro pro Jahr, bevor du überhaupt eine Rendite siehst. Über 20 Jahre summiert sich dieser Betrag auf über 15.000 Euro, ohne dass Zinseszinsen berücksichtigt sind.

  • Das Fondsmanagement wählt Wertpapiere aktiv aus und versucht, den Markt zu schlagen.
  • Die laufenden Kosten fallen jedes Jahr an, auch in Verlustjahren.
  • Langfristig schaffen es viele aktive Fonds nicht, ihre Kosten wieder hereinzuholen.

Kurz erklärt

Aktiver Fonds

Ein Investmentfonds, bei dem Fondsmanager aktiv Wertpapiere auswählen, kaufen und verkaufen, um eine höhere Rendite als der Gesamtmarkt oder ein Vergleichsindex zu erreichen.

Die Auswahlentscheidungen des Managements verursachen laufende Kosten, die deine Nettorendite mindern.

02 · Vergleich

Aktiver Fonds oder ETF: Wo liegt der Unterschied?

Für deine private Altersvorsorge als Selbstständige ist die Wahl der Fondsart eine der wichtigsten Entscheidungen. Der direkte Vergleich zeigt, wie sich Verwaltungsansatz und Kosten auf dein Vermögen auswirken.

Ein ETF bildet einen Index automatisch nach, etwa den MSCI World oder den DAX. Es gibt kein Fondsmanagement, das einzelne Aktien auswählt. Dadurch liegen die laufenden Kosten eines breit gestreuten Aktien-ETF meist zwischen 0,1 und 0,5 Prozent pro Jahr.

Ein aktiver Fonds verfolgt dagegen das Ziel, den Markt zu schlagen. Dafür bezahlt das Fondsmanagement Analysten, Research und Handelssysteme. Diese Kosten landen in der Gesamtkostenquote des Fonds und schmälern deine Rendite Jahr für Jahr.

Langfristig schneiden viele aktive Fonds schlechter ab als ihre Vergleichsindizes, weil die Kosten die Rendite aufzehren. Das gilt besonders über Zeiträume von 10, 15 oder 20 Jahren, wie sie für deine Altersvorsorge typisch sind.

Für dich als Selbstständige bedeutet das: Ein ETF liefert die Marktrendite abzüglich geringer Kosten. Ein aktiver Fonds muss erst einmal mehr Rendite erwirtschaften als der Markt, nur um seine höheren Kosten auszugleichen. Gelingt das nicht, bleibst du hinter der Marktentwicklung zurück.

  • Ein ETF bildet einen Index automatisch nach und kostet oft nur 0,1 bis 0,5 Prozent pro Jahr.
  • Ein aktiver Fonds kostet oft 1,0 bis 2,0 Prozent pro Jahr und muss diese Kosten erst erwirtschaften.
  • Über lange Zeiträume ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ein aktiver Fonds hinter seinem Vergleichsindex zurückbleibt.
Aktive Fonds und ETFs im direkten Vergleich für deine Geldanlage
Aktiver FondsETF
Verwaltungs­ansatzFondsmanager wählt Wertpapiere aktiv ausBildet einen Index automatisch nach
ZielDen Markt schlagenDie Marktrendite abbilden
Renditeerwartung langfristigOft hinter dem Markt wegen der KostenEntspricht dem Markt abzüglich geringer Kosten

03 · Schritt für Schritt

So funktioniert die private Altersvorsorge mit Fonds

Ein Fondssparplan ist für dich als Selbstständige ein flexibler Baustein. Du zahlst regelmäßig ein und beteiligst dich so an der Entwicklung vieler Wertpapiere.

Der erste Schritt ist die Festlegung deines Anlageziels und deiner Risikobereitschaft. Für die Altersvorsorge sind oft 15 Jahre oder mehr sinnvoll, weil du so Schwankungen an den Kapitalmärkten aussitzen kannst. Je länger dein Horizont, desto höher kann der Anteil renditeorientierter Fonds sein.

Danach wählst du einen Fonds aus. Du entscheidest dich für einen aktiv gemanagten Fonds oder einen kostengünstigen ETF. Achte dabei auf die laufenden Kosten und die Risikostreuung. Ein breit gestreuter ETF auf einen Weltaktienindex streut dein Geld über hunderte Unternehmen in vielen Ländern.

Beim Einrichten des Sparplans legst du einen monatlichen Betrag fest, der zu deinen oft schwankenden Einnahmen passt. Flexible Sparpläne erlauben Anpassungen, wenn ein Monat schlechter läuft. Du kannst die Rate senken, aussetzen oder erhöhen, ohne den Vertrag zu kündigen.

Deine Einzahlungen werden in Anteile umgewandelt, und über die Jahre profitierst du vom Zinseszinseffekt. Das bedeutet: Erträge werden wieder angelegt und erwirtschaften selbst Erträge. Je früher du beginnst, desto stärker wirkt dieser Effekt.

  • Du bestimmst deinen Anlagehorizont und wie viel Schwankung du verkraften kannst.
  • Du entscheidest dich für einen aktiven Fonds oder einen kostengünstigen ETF.
  • Du legst einen monatlichen Betrag fest, der zu deinen oft schwankenden Einnahmen passt.
  • Deine Einzahlungen werden in Anteile umgewandelt und über die Jahre vermehrt.
01

Anlageziel und Risiko festlegen

Du bestimmst deinen Anlagehorizont und wie viel Schwankung du verkraften kannst. Ein ausreichender Anlagehorizont ist wichtig, weil Wertschwankungen möglich sind.

02

Fonds auswählen

Du entscheidest dich für einen aktiv gemanagten Fonds oder einen kostengünstigen ETF. Achte auf die laufenden Kosten, denn hohe laufende Kosten schmälern deine Erträge langfristig deutlich.

03

Sparplan einrichten

Du legst einen monatlichen Betrag fest, der zu deinen oft schwankenden Einnahmen passt. Flexible Sparpläne erlauben Anpassungen.

04

Vermögen aufbauen

Deine Einzahlungen werden in Anteile umgewandelt. Über die Jahre profitierst du vom Zinseszinseffekt, wenn Erträge wieder angelegt werden.

04 · Was gilt

Welche Vorsorgeformen sind für Selbstständige möglich?

Nicht jede Selbstständige ist in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Je nach Berufsstand und Lebenssituation kommen unterschiedliche Bausteine für deine Absicherung infrage.

Für viele Selbstständige ist die Rürup-Rente ein zentraler Baustein, weil du Beiträge als Sonderausgaben steuerlich geltend machen kannst. Die Auszahlung erfolgt lebenslang als monatliche Rente, eine Kapitalauszahlung ist nicht vorgesehen. Das macht die Rürup-Rente zu einem starren, aber steuerlich attraktiven Instrument.

Ein Fondssparplan auf breit gestreute Aktienfonds oder ETFs bietet dir dagegen volle Flexibilität. Du kannst Raten anpassen, Anteile verkaufen oder den Sparplan pausieren. Diese Flexibilität ist für Selbstständige mit schwankenden Einnahmen besonders wertvoll.

Freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung sichern dir eine lebenslange Rente und zusätzlich oft Hinterbliebenen- und Erwerbsminderungsschutz. Für Selbstständige mit schwankenden Einnahmen kann das sinnvoll sein, weil du Höhe und Zeitpunkt deiner Einzahlungen anpassen kannst.

Freiberufler wie Ärztinnen, Rechtsanwältinnen oder Architektinnen sind häufig Pflichtmitglied in einem berufsständischen Versorgungswerk. Diese Systeme ähneln der gesetzlichen Rente, oft mit eigenem Leistungskatalog. Eine Riester-Rente ist für die meisten Selbstständigen nicht regulär zugänglich, weil der Anspruch auf Zulagen an eine Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung gekoppelt ist.

  • Die Rürup-Rente bietet steuerliche Förderung, aber keine Kapitalauszahlung.
  • Ein Fondssparplan auf ETFs oder aktive Fonds bleibt flexibel und anpassbar.
  • Freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung sichern eine lebenslange Rente.
  • Berufsständische Versorgungswerke sind für viele Freiberufler Pflicht.

Geeignet

·Rürup-Rente mit steuerlicher Förderung
·Private Rentenversicherung mit flexiblen Beiträgen
·Fondssparplan auf breit gestreute Aktienfonds oder ETFs
·Freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung
·Berufsständisches Versorgungswerk für Freiberufler

Nur in Sonderfällen

·Riester-Rente ohne Pflichtversicherung
·Betriebliche Altersvorsorge ohne Arbeitgeber

05 · Kosten

Was kostet dich ein aktiver Fonds?

Die Kosten eines aktiven Fonds sind der entscheidende Faktor für deine Nettorendite. Sie fallen jedes Jahr an, auch wenn der Fonds Verluste macht.

Die laufenden Kosten eines aktiv gemanagten Aktienfonds liegen typischerweise zwischen 1,0 und 2,0 Prozent des angelegten Vermögens pro Jahr. Ein ETF auf einen breiten Aktienindex kostet dagegen oft nur 0,1 bis 0,5 Prozent. Diese Differenz erscheint auf den ersten Blick klein, wirkt aber über lange Zeiträume massiv.

Bei 50.000 Euro Anlagesumme machen 1,5 Prozent Kosten 750 Euro pro Jahr aus, und dieser Betrag fehlt deiner Rendite. Über 20 Jahre summieren sich allein die Kosten auf über 15.000 Euro, ohne dass du dafür eine Gegenleistung erhältst. Hinzu kommt der entgangene Zinseszins auf dieses Geld.

Zusätzlich zu den laufenden Kosten können bei aktiven Fonds Ausgabeaufschläge anfallen, wenn du Anteile kaufst. Diese einmaligen Gebühren liegen oft zwischen 2 und 5 Prozent der Anlagesumme. Bei einem Fondssparplan zahlst du diesen Aufschlag auf jede einzelne Rate, was die Kosten weiter erhöht.

Für deine Altersvorsorge bedeutet das: Je höher die Kosten, desto mehr Rendite muss der Fonds erwirtschaften, nur um auf das Niveau eines kostengünstigen ETF zu kommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein aktiver Fonds das über 20 oder 30 Jahre schafft, ist gering.

  • Die laufenden Kosten eines aktiven Fonds liegen oft zwischen 1,0 und 2,0 Prozent pro Jahr.
  • Ein ETF kostet oft nur 0,1 bis 0,5 Prozent pro Jahr.
  • Ausgabeaufschläge erhöhen die Kosten beim Kauf zusätzlich.
  • Die Kosten fallen jedes Jahr an, auch in Verlustjahren.

06 · Im Vertrag

Steuern auf Fondserträge für Selbstständige

Deine Erträge aus Fonds und ETFs unterliegen der Abgeltungsteuer. Für Aktienfonds gilt eine Teilfreistellung, die deine Steuerlast reduziert.

Erträge bis 1000 Euro pro Person und Jahr bleiben durch den Sparer-Pauschbetrag steuerfrei. Bei zusammenveranlagten Ehepaaren sind es 2000 Euro. Du kannst bei deiner Bank einen Freistellungsauftrag einrichten, damit dieser Freibetrag automatisch berücksichtigt wird.

Auf Erträge oberhalb des Freibetrags fallen 25 Prozent Kapitalertragsteuer an. Zusätzlich werden 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag auf die Abgeltungsteuer fällig. Das ergibt eine Gesamtbelastung von 26,375 Prozent auf deine Fondserträge.

Bei Fonds mit überwiegend Aktien bleiben 30 Prozent der Erträge steuerfrei, das gilt für aktive Fonds und ETFs gleichermaßen. Diese Teilfreistellung reduziert deine effektive Steuerlast auf Aktienfonds spürbar. Bei einem Ertrag von 1000 Euro oberhalb des Freibetrags musst du nur 700 Euro versteuern.

Für dich als Selbstständige ist diese Regelung besonders relevant, weil du deine Altersvorsorge oft über viele Jahre aufbaust. Die Steuer fällt erst an, wenn du Erträge realisierst, also Anteile verkaufst oder Ausschüttungen erhältst. Während der Ansparphase bleibt dein Vermögen unversteuert.

  • Der Sparer-Pauschbetrag liegt bei 1000 Euro pro Person und Jahr, bei Ehepaaren bei 2000 Euro.
  • Die Abgeltungsteuer beträgt 25 Prozent auf Erträge oberhalb des Freibetrags.
  • Der Solidaritätszuschlag beträgt 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer.
  • Bei Aktienfonds bleiben 30 Prozent der Erträge steuerfrei.

07 · Checkliste

Checkliste: So prüfst du einen aktiven Fonds

Bevor du dich für einen aktiven Fonds entscheidest, solltest du seine Eigenschaften genau prüfen. Diese Punkte helfen dir, teure Fehlentscheidungen zu vermeiden.

Der wichtigste Prüfpunkt sind die laufenden Kosten. Liegen sie über 1,0 Prozent pro Jahr, muss der Fonds diese Mehrkosten erst einmal erwirtschaften, bevor er besser abschneidet als ein ETF. Je höher die Kosten, desto unwahrscheinlicher wird das über lange Zeiträume.

Ein weiterer zentraler Punkt ist die Wertentwicklung nach Kosten über mindestens 10 Jahre. Viele Fonds zeigen ihre Performance vor Kosten, was ein verzerrtes Bild ergibt. Nur die Nettorendite zählt für dich, also das, was nach Abzug aller Gebühren übrig bleibt.

Die Konstanz des Fondsmanagements ist ebenfalls relevant. Wechselt das Management häufig, ändert sich oft auch die Anlagestrategie. Ein Fonds, der seit mindestens 5 Jahren vom selben Team verwaltet wird, ist zumindest in seiner Ausrichtung berechenbarer.

Die entscheidende Frage lautet: Gibt es einen günstigeren ETF auf denselben Markt? Wenn ja, musst du gute Gründe haben, warum der aktive Fonds die Mehrkosten wert sein soll. In den meisten Fällen wirst du keinen überzeugenden Grund finden.

  • Liegen die laufenden Kosten unter 1,0 Prozent pro Jahr?
  • Schlägt der Fonds seinen Vergleichsindex über 10 Jahre nach Kosten?
  • Ist das Fondsmanagement seit mindestens 5 Jahren konstant?
  • Passt die Risikostreuung zu deinem Anlagehorizont?
  • Sind die Wertpapiere im Fonds für dich nachvollziehbar?
  • Gibt es einen günstigeren ETF auf denselben Markt?

Prüfpunkte für aktive Fonds in deiner Altersvorsorge

01

Passt die Risikostreuung zu deinem Anlagehorizont?

02

Sind die Wertpapiere im Fonds für dich nachvollziehbar?

03

Gibt es einen günstigeren ETF auf denselben Markt?

08 · Fehler vermeiden

Typische Fehler bei aktiven Fonds in der Altersvorsorge

Viele Selbstständige unterschätzen die langfristige Wirkung von Kosten und treffen Entscheidungen auf Basis vergangener Gewinner. Diese Fehler kannst du vermeiden.

Diese Fehler kannst du vermeiden.

Ein häufiger Fehler ist die Auswahl eines Fonds nur wegen seiner Auszeichnungen aus den Vorjahren. Fonds-Ratings und Empfehlungen auf Basis vergangener Renditen gelten in der Finanzwissenschaft als problematisch, weil vergangene Erfolge kein verlässlicher Hinweis auf zukünftige Renditen sind. Ein Fonds, der in den letzten fünf Jahren gut lief, kann in den nächsten fünf Jahren deutlich hinter dem Markt zurückbleiben.

Ein weiterer Fehler ist das Ignorieren der laufenden Kosten. Viele Anleger achten nur auf die Wertentwicklung und übersehen, dass die Kosten bereits abgezogen sind. Ein Fonds mit 1,5 Prozent Kosten muss jedes Jahr 1,5 Prozent mehr Rendite erwirtschaften als ein ETF, nur um gleichzuziehen.

Häufige Fondswechsel sind ebenfalls teuer. Bei jedem Wechsel zahlst du möglicherweise erneut Ausgabeaufschläge und realisierst Steuern auf Gewinne. Wer bei schwacher Performance zu oft den Fonds wechselt, zahlt wiederholt Gebühren und verpasst oft die Erholung des ursprünglichen Fonds.

Du setzt deine gesamte Altersvorsorge auf einen einzigen aktiven Fonds und vergisst, dass hohe Kosten deine Rendite Jahr für Jahr mindern, auch in Verlustjahren. Eine breite Streuung über mehrere Fonds oder ein kostengünstiger ETF reduzieren dieses Risiko.

  • Du wählst einen Fonds nur wegen seiner Auszeichnungen aus den Vorjahren.
  • Du ignorierst die laufenden Kosten und achtest nur auf die Wertentwicklung.
  • Du wechselst bei schwacher Performance zu oft den Fonds und zahlst wiederholt Ausgabeaufschläge.
  • Du setzt deine gesamte Altersvorsorge auf einen einzigen aktiven Fonds.
  • Du vergisst, dass hohe Kosten deine Rendite Jahr für Jahr mindern, auch in Verlustjahren.

Häufige Fehler im Umgang mit aktiven Fonds

·Du wählst einen Fonds nur wegen seiner Auszeichnungen aus den Vorjahren.
·Du ignorierst die laufenden Kosten und achtest nur auf die Wertentwicklung.
·Du wechselst bei schwacher Performance zu oft den Fonds und zahlst wiederholt Ausgabeaufschläge.
·Du setzt deine gesamte Altersvorsorge auf einen einzigen aktiven Fonds.
·Du vergisst, dass hohe Kosten deine Rendite Jahr für Jahr mindern, auch in Verlustjahren.

09 · Hintergrund

Rürup-Rente mit Fonds: Kombination für Selbstständige

Die Rürup-Rente ist speziell für Selbstständige konzipiert und bietet steuerliche Vorteile. Du kannst sie mit einer fondsgebundenen Anlage verbinden, um Renditechancen zu nutzen.

Beiträge zur Rürup-Rente kannst du als Sonderausgaben in der Steuererklärung ansetzen. Der steuerlich absetzbare Höchstbetrag steigt jährlich und macht die Basisrente für Selbstständige mit hohem Einkommen interessant. Je höher dein Steuersatz, desto stärker wirkt die Förderung.

Innerhalb einer fondsgebundenen Rürup-Rente fließt dein Geld in Investmentfonds. Du hast die Wahl zwischen aktiven Fonds und ETFs. Wegen der langen Laufzeit bis zur Rente wirken sich Kostenunterschiede hier besonders stark aus. Ein aktiver Fonds mit 1,5 Prozent Kosten statt eines ETF mit 0,2 Prozent kann über 30 Jahre einen Unterschied von mehreren zehntausend Euro ausmachen.

Die Auszahlung erfolgt lebenslang als monatliche Rente. Eine Kapitalauszahlung ist bei der Rürup-Rente nicht vorgesehen. Das macht sie zu einem starren Baustein, der sich nicht für kurzfristige finanzielle Engpässe eignet. Du solltest nur Geld einzahlen, das du bis zur Rente sicher nicht benötigst.

Für Selbstständige mit hohem Einkommen ist die Kombination aus steuerlicher Förderung und kostengünstigen ETFs innerhalb der Rürup-Rente oft die effizienteste Lösung. Du profitierst von der Steuerersparnis in der Ansparphase und von niedrigen Kosten über die gesamte Laufzeit.

  • Beiträge zur Rürup-Rente kannst du als Sonderausgaben steuerlich geltend machen.
  • Innerhalb der fondsgebundenen Rürup-Rente hast du die Wahl zwischen aktiven Fonds und ETFs.
  • Die Auszahlung erfolgt lebenslang als monatliche Rente, eine Kapitalauszahlung ist nicht vorgesehen.
  • Kostenunterschiede wirken sich bei der langen Laufzeit besonders stark aus.

Beiträge zur Rürup-Rente kannst du als Sonderausgaben in der Steuererklärung ansetzen. Der steuerlich absetzbare Höchstbetrag steigt jährlich und macht die Basisrente für Selbstständige mit hohem Einkommen interessant.

Innerhalb einer fondsgebundenen Rürup-Rente fließt dein Geld in Investmentfonds. Du hast die Wahl zwischen aktiven Fonds und ETFs. Wegen der langen Laufzeit bis zur Rente wirken sich Kostenunterschiede hier besonders stark aus.

Die Auszahlung erfolgt lebenslang als monatliche Rente. Eine Kapitalauszahlung ist bei der Rürup-Rente nicht vorgesehen. Das macht sie zu einem starren, aber planbaren Baustein deiner Altersvorsorge.

10 · Vergleich

Immobilien oder Fonds: Was passt zu deiner Vorsorge?

Selbstständige fragen sich oft, ob eine Immobilie nicht die bessere Altersvorsorge ist. Beide Wege haben unterschiedliche Anforderungen an Kapital, Zeit und Risikobereitschaft.

Eine Immobilie erfordert hohes Eigenkapital und einen Kredit. Du bindest viel Kapital in einem einzigen Objekt und trägst das Risiko von Mietausfällen, Instandhaltung und Wertverlusten. Gleichzeitig ist eine Immobilie illiquide, ein Verkauf dauert Monate und verursacht hohe Nebenkosten.

Ein Fondssparplan ist dagegen mit kleinen monatlichen Beträgen möglich. Du streust dein Geld über viele Wertpapiere und kannst deine Raten jederzeit anpassen. Die laufenden Kosten sind bei ETFs sehr niedrig, bei aktiven Fonds höher. Immobilien verursachen dagegen laufende Kosten für Instandhaltung, Steuern und Verwaltung.

Eine Immobilie kann als Beimischung sinnvoll sein, bindet aber Kapital und Zeit, während ein Fondssparplan flexibler bleibt. Für Selbstständige mit schwankenden Einnahmen ist die Flexibilität eines Fondssparplans oft wertvoller als die vermeintliche Sicherheit einer Immobilie.

Die Entscheidung hängt von deiner Lebenssituation ab. Hast du hohes Eigenkapital, stabile Einnahmen und die Bereitschaft, dich um eine Immobilie zu kümmern, kann sie ein sinnvoller Baustein sein. Bist du auf Flexibilität angewiesen und willst dein Risiko streuen, ist ein Fondssparplan die bessere Wahl.

  • Eine Immobilie erfordert hohes Eigenkapital und bindet Kapital in einem einzigen Objekt.
  • Ein Fondssparplan ist mit kleinen monatlichen Beträgen möglich und bleibt flexibel.
  • Immobilien verursachen laufende Kosten für Instandhaltung, Steuern und Verwaltung.
  • Ein Fondssparplan streut dein Risiko über viele Wertpapiere.
Immobilie und Fondssparplan als Bausteine der Altersvorsorge
ImmobilieFondssparplan
KapitalbedarfHohes Eigenkapital und Kredit nötigKleine monatliche Beträge möglich
FlexibilitätGering, Verkauf ist aufwendigHoch, Raten anpassbar
RisikostreuungKonzentration auf ein ObjektStreuung über viele Wertpapiere
Laufende KostenInstandhaltung, Steuern, VerwaltungFondskosten, bei ETFs sehr niedrig

11 · Schritt für Schritt

So gehst du als Selbstständige bei der Fondsauswahl vor

Eine strukturierte Vorgehensweise schützt dich vor teuren Fehlentscheidungen. In fünf Schritten kommst du zu einer Geldanlage, die zu deiner Lebenssituation passt.

Im ersten Schritt prüfst du deine Einnahmen und Ausgaben. Ermittle, wie viel du monatlich dauerhaft für die Altersvorsorge zurücklegen kannst. Plane Puffer für schwankende Einnahmen ein, damit du deinen Sparplan auch in schwachen Monaten durchhalten kannst.

Danach erfasst du deine bestehenden Ansprüche. Prüfe, ob du Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung, einem Versorgungswerk oder privaten Verträgen hast. Diese Bestandsaufnahme zeigt dir, welche Lücken du mit einem Fondssparplan schließen musst.

Im dritten Schritt bestimmst du deinen Anlagehorizont. Je länger dein Horizont bis zur Rente, desto höher kann der Anteil renditeorientierter Fonds sein. Bei einem Horizont von 20 oder 30 Jahren kannst du Schwankungen an den Kapitalmärkten aussitzen.

Der vierte Schritt ist der Kostenvergleich. Vergleiche die laufenden Kosten aktiver Fonds mit denen von ETFs. Rechne die Differenz über 20 oder 30 Jahre hoch, um zu sehen, wie viel Geld du durch niedrige Kosten sparst.

Im fünften Schritt triffst du deine Entscheidung auf Basis der Fakten, nicht auf Basis von Werbeversprechen oder vergangenen Gewinnern. Ein kostengünstiger ETF auf einen breiten Aktienindex ist für die meisten Selbstständigen die solide Basis der Altersvorsorge.

  • Ermittle, wie viel du monatlich dauerhaft für die Altersvorsorge zurücklegen kannst.
  • Prüfe, ob du Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung, einem Versorgungswerk oder privaten Verträgen hast.
  • Je länger dein Horizont bis zur Rente, desto höher kann der Anteil renditeorientierter Fonds sein.
  • Vergleiche die laufenden Kosten aktiver Fonds mit denen von ETFs.
  • Triff deine Entscheidung auf Basis der Fakten, nicht auf Basis von Werbeversprechen.
01

Einnahmen und Ausgaben prüfen

Ermittle, wie viel du monatlich dauerhaft für die Altersvorsorge zurücklegen kannst. Plane Puffer für schwankende Einnahmen ein.

02

Bestehende Ansprüche erfassen

Prüfe, ob du Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung, einem Versorgungswerk oder privaten Verträgen hast.

03

Anlagehorizont bestimmen

Je länger dein Horizont bis zur Rente, desto höher kann der Anteil renditeorientierter Fonds sein.

04

Kosten vergleichen

Vergleiche die laufenden Kosten aktiver Fonds mit denen von ETFs. Hohe laufende Kosten schmälern deine Erträge langfristig deutlich.

05

Entscheidung treffen und umsetzen

Richte einen Sparplan ein und überprüfe deine Anlage einmal jährlich. Bleibe auch in schwachen Marktphasen bei deiner Strategie.

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 12.10.2026