14 legale Rententricks So erhöhst du deine Rente ganz legal
14 legale Rententricks & Berufsstarter: So sicherst du dir früh mehr gesetzliche Rente, Zulagen & Steuervorteile. Verständlich erklärt.
- Klarstellung: Es geht um legale Gestaltungsspielräume und Ansprüche im deutschen Rentensystem, nicht um Steuerhinterziehung oder Schlupflöcher
- Drei Hebel im Überblick: gesetzliche Rente optimieren, staatliche Förderung nutzen, privat/betrieblich ergänzen
- Warum Zeit der wichtigste Faktor ist: Zinseszins wirkt bei jungen Menschen am stärksten
- Einordnung: viele Tricks starten schon während des Studiums oder im ersten Job
Was steckt hinter „legalen Rententricks" – und warum lohnt sich das Thema für dich?
Klarstellung: Es geht um legale Gestaltungsspielräume und Ansprüche im deutschen Rentensystem, nicht um Steuerhinterziehung oder Schlupflöcher
Du hast den Begriff „Rententricks" gegoogelt und fragst dich, ob damit irgendwelche Hintertürchen gemeint sind? Gute Nachricht: Alle 14 Ansätze auf dieser Seite sind vollkommen legal, staatlich gewollt und oft sogar ausdrücklich gefördert. Es geht um Gestaltungsspielräume, die das deutsche Rentensystem selbst anbietet – die aber erschreckend viele Menschen nie nutzen.
Das deutsche Altersvorsorgegefüge besteht aus drei großen Säulen: der gesetzlichen Rentenversicherung, der betrieblichen Altersvorsorge und der privaten Vorsorge. Innerhalb jeder Säule gibt es Stellschrauben, an denen du drehen kannst – oder eben nicht drehst und damit bares Geld liegen lässt. Genau darum geht es auf dieser Seite.
Zeit ist dabei der mächtigste Verbündete, den du hast. Der Zinseszinseffekt entfaltet seine volle Kraft nur dann, wenn du früh anfängst. Wer mit 22 Jahren zehn Euro monatlich mehr in einen ETF-Sparplan einzahlt als jemand, der erst mit 42 beginnt, profitiert nicht zehnfach, sondern oft um ein Vielfaches mehr – weil Erträge jahrzehntelang ihrerseits Erträge erwirtschaften. Sparerinnen und Sparer, die früh starten, sind deshalb in einer privilegierten Ausgangssituation: Sie haben das wertvollste aller Güter auf ihrer Seite – Zeit.
Viele der folgenden Tricks starten bereits in jungen Jahren oder spätestens im ersten Job. Manche kosten keinen einzigen Euro extra, sondern erfordern nur einen Brief oder einen Anruf bei der Deutschen Rentenversicherung. Andere verlangen ein bisschen Disziplin beim monatlichen Überweisen. Aber alle zusammen können den Unterschied zwischen einer komfortablen Rente und einer echten Versorgungslücke ausmachen.
AUF EINEN BLICK
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Rentenkonto klären lassen: Kontenklärung bei der Deutschen Rentenversicherung, damit keine Zeiten verloren gehen
Der erste und wichtigste Schritt kostet dich nichts als etwas Zeit: Lass dein Rentenkonto bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) klären. Eine sogenannte Kontenklärung stellt sicher, dass alle bisher erworbenen Rentenanwartschaften vollständig und korrekt erfasst sind. Fehlende Zeiten – zum Beispiel aus Ausbildung, Praktika oder früheren Jobs – können deinen Rentenanspruch später erheblich schmälern, wenn sie nicht gemeldet werden. Du kannst die Kontenklärung jederzeit kostenlos bei der DRV beantragen, online oder schriftlich.
Besonders relevant: Zeiten der Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen werden in der gesetzlichen Rentenversicherung als Anrechnungszeiten berücksichtigt – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen und bis zu bestimmten Höchstgrenzen. Diese Zeiten erhöhen zwar nicht direkt die Rente, können aber das Recht auf bestimmte Rentenarten sichern oder die Wartezeit erfüllen helfen. Es lohnt sich, Nachweise über diese Zeiten griffbereit zu haben und der DRV zu übermitteln. Was nicht gemeldet ist, kann nicht anerkannt werden – das klingt banal, wird aber millionenfach übersehen.
Ein weiterer Hebel: freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Das ist eine Option, die vor allem für Menschen interessant ist, die zeitweise nicht pflichtversichert sind – zum Beispiel Selbstständige, Freiberufler oder Personen in Elternzeit ohne Pflichtbeiträge. Freiwillige Beiträge sichern nicht nur Rentenanwartschaften, sie können unter Umständen auch die Wartezeiten für besondere Rentenarten erfüllen. Der Mindest- und Höchstbeitrag wird jährlich angepasst; eine Beratung bei der DRV klärt, ob sich das in deiner konkreten Lebenssituation rechnet.
Wer einen Minijob ausübt, steht vor einer Entscheidung, die viele unterschätzen: Minijobber sind seit 2013 grundsätzlich rentenversicherungspflichtig, können sich aber auf Antrag befreien lassen. Diese Befreiung wirkt auf den ersten Blick attraktiv, weil etwas mehr Netto im Portemonnaie bleibt. Doch wer rentenversicherungspflichtig bleibt – also den Eigenanteil aufstockt –, sammelt echte Rentenpunkte und sichert sich damit Zugang zu Leistungen wie Erwerbsminderungsrente oder Rehabilitation. Die Minijob-Grenze liegt 2026 bei monatlich 603 Euro bzw. 7.236 Euro im Jahr. Ob der Verbleib in der Rentenversicherungspflicht sinnvoll ist, hängt von der persönlichen Situation ab – aber die Abwägung sollte bewusst erfolgen, nicht per Standardbefreiung.
AUF EINEN BLICK
- Anrechnungszeiten prüfen und melden lassen
- Freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rente als Option für bestimmte Lebenslagen
- Minijob: Vorteile der Rentenversicherungspflicht statt Befreiung abwägen
Staatliche Förderung geschickt mitnehmen: Zulagen, bAV und mehr
Riester
Riester-Rente – das Wort polarisiert. Doch hinter dem diskutierten Produkt steckt ein Förderprinzip, das für bestimmte Personengruppen nach wie vor sehr attraktiv ist: Der Staat zahlt eine Grundzulage, und wer Kinder hat, kommen Kinderzulagen oben drauf. Entscheidend ist, dass die Zulagen nur fließen, wenn du den Mindesteigenbeitrag leistest. Wer die Zulagen nie beantragt, schenkt dem Staat schlicht Geld zurück. Besonders interessant wird Riester für Geringverdienende im Berufseinstieg, weil der notwendige Eigenbeitrag dann sehr klein ist, um die volle Förderung zu erhalten. Ob Riester für dich insgesamt sinnvoll ist, hängt von Produktkosten, Anlagestrategie und Förderbetrag ab – ein Produktvergleich ist hier unerlässlich.
Betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist ein Trick, der ab dem ersten Job greift. Seit 2019 sind Arbeitgeber verpflichtet, bei Neuverträgen zur Entgeltumwandlung einen Zuschuss von mindestens 15 Prozent zu leisten, sofern sie durch die Umwandlung Sozialabgaben sparen. Das bedeutet: Dein Arbeitgeber legt Geld obendrauf, ohne dass du verhandeln musst. Beim Berufseinstieg wird dieser Arbeitgeberzuschuss häufig nicht aktiv kommuniziert – frag also gezielt nach, ob und in welcher Form dein Unternehmen bAV anbietet und welchen Zuschuss du bekommst.
Das Prinzip der Entgeltumwandlung funktioniert so: Du verzichtest auf einen Teil deines Bruttogehalts, der direkt in eine betriebliche Altersvorsorge fließt. Dieser Betrag ist bis zu bestimmten Grenzen steuer- und sozialabgabenfrei. Du zahlst also aus dem Brutto, nicht aus dem Netto – das reduziert deinen tatsächlichen Aufwand spürbar. Gleichzeitig minderst du dein Sozialversicherungseinkommen, was sich leicht negativ auf Krankengeld oder die gesetzliche Rente auswirken kann. Auch hier gilt: verstehen, bevor man abschließt.
Wohn-Riester ist der oft übersehene Sonderweg: Die Riester-Förderung lässt sich auch für selbst genutztes Wohneigentum einsetzen – entweder zum Aufbau eines Guthabens, das später für den Immobilienkauf entnommen wird, oder zur direkten Tilgung eines Darlehens. Der Vorteil ist die staatliche Förderung auf dem Weg ins Eigenheim; der Nachteil ist das sogenannte Wohnförderkonto, das im Alter versteuert werden muss. Wohn-Riester ist kein Allheilmittel, aber für Menschen mit konkretem Immobilienwunsch einen genauen Blick wert.
AUF EINEN BLICK
- Betriebliche Altersvorsorge (bAV) mit Arbeitgeberzuschuss beim Berufseinstieg
- Entgeltumwandlung: Prinzip der Ersparnis bei Steuern und Sozialabgaben
- Wohn-Riester als Sonderweg für spätere Immobilie – Vor- und Nachteile
Steuervorteile bei der Altersvorsorge nutzen: Was das Finanzamt dir zurückgibt
Rürup/Basisrente: steuerliche Absetzbarkeit als Prinzip, besonders für Selbstständige relevant
Die Rürup-Rente, auch Basisrente genannt, ist vor allem für Selbstständige und Freiberufler interessant, die keine gesetzliche Rentenversicherungspflicht haben und keine Riester-Förderung erhalten. Das Kernelement ist die steuerliche Absetzbarkeit der Beiträge als Sonderausgaben. Diese Absetzbarkeit ist in den letzten Jahren schrittweise auf 100 Prozent angewachsen – Beiträge zur Rürup-Rente mindern also vollständig das zu versteuernde Einkommen. Bei hohem Grenzsteuersatz kann das zu einer substanziellen Steuererstattung führen. Für Angestellte mit hohem Einkommen kann Rürup ebenfalls attraktiv sein, sofern der steuerliche Vorteil die Nachteile – wie die fehlende Flexibilität und Verpflichtung zur Verrentung – aufwiegt.
In der Steuererklärung gibt es den Sonderausgabenabzug für Vorsorgeaufwendungen – hier können Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, zur Rürup-Rente sowie zu bestimmten anderen Versicherungen geltend gemacht werden. Gerade bei höheren Einkommen ist dieser Abzug wertvoll. Wer die Steuererklärung bisher als lästige Pflicht betrachtet hat, sollte sie umdenken: Bei konsequenter Nutzung aller Vorsorge-Sonderausgaben kann die Erstattung erheblich ausfallen.
Ein oft missverstandenes Konzept ist die nachgelagerte Besteuerung. Bei gesetzlicher Rente, Rürup und bAV gilt: Du zahlst heute (weitgehend) steuerfrei ein – oder setzt die Beiträge ab –, und im Alter werden die Auszahlungen versteuert. Das klingt nach einem Nachteil. Ist es aber in den meisten Fällen nicht, weil der Steuersatz im Alter in der Regel niedriger ist als während der Erwerbsphase. Wer dieses Prinzip versteht, trifft bessere Entscheidungen bei der Wahl seiner Altersvorsorge-Produkte.
AUF EINEN BLICK
- Sonderausgabenabzug für Vorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung
- Nachgelagerte Besteuerung verstehen: heute sparen, im Alter versteuern
Früh und günstig privat aufbauen: ETF, Automatisierung und Kostenbewusstsein
ETF-Sparplan als flexibler, kostengünstiger Baustein neben der gesetzlichen Rente
Ein ETF-Sparplan ist für die meisten jungen Menschen das flexibelste und kostengünstigste Werkzeug für den privaten Vermögensaufbau. ETFs (Exchange Traded Funds) bilden einen Index – etwa den MSCI World oder den FTSE All World – kostengünstig nach und streuen das Kapital über Hunderte oder Tausende Unternehmen weltweit. Die laufenden Kosten (TER) liegen bei guten Produkten im Promillebereich; das ist ein riesiger Unterschied zu aktiv gemanagten Fonds oder teuren Versicherungslösungen. Kapitalerträge unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag – aber bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro jährlich (für Alleinstehende) bleiben Erträge steuerfrei. Wichtig: ETF-Sparpläne sind keine Rentenprodukte und bieten keine Garantien. Sie sind aber ein mächtiger Baustein für den langfristigen Vermögensaufbau neben der gesetzlichen Rente.
Trick 13 klingt simpel, ist aber psychologisch entscheidend: Automatisiere deinen Sparplan. Richte einen Dauerauftrag so ein, dass der Sparbetrag am ersten des Monats – direkt nach Gehaltseingang – abgebucht wird. Wer vom Rest lebt, spart systematisch. Wer „vom Rest spart", spart meist gar nichts. Diese Verhaltensökonomie ist gut belegt: Automatisierung schlägt Selbstdisziplin auf lange Sicht fast immer. Selbst kleine Beträge – eingezahlt über Jahrzehnte – können durch den Zinseszinseffekt zu einer bedeutenden Summe anwachsen.
Trick 14 ist das Fundament, das alle anderen trägt: Achte auf Kosten und schaffe zuerst deinen Notgroschen. Bevor Geld langfristig gebunden wird, sollte ein liquider Puffer auf dem Tagesgeldkonto vorhanden sein – üblicherweise werden drei bis sechs Monatsnettogehälter empfohlen. Dieser Puffer verhindert, dass du in einer Notlage gezwungen bist, langfristige Anlagen aufzulösen – oft zu schlechten Kursen und mit steuerlichen Nachteilen. Gleichzeitig gilt: Jedes Prozent Jahresgebühr, das du einem Produkt zahlst, fehlt dir beim Vermögensaufbau. Über 30 oder 40 Jahre summiert sich eine Kostendifferenz von einem Prozent zu einem enormen Betrag. Vergleiche deshalb immer Kosten, bevor du ein Produkt abschließt.
AUF EINEN BLICK
- Automatisierung: Dauerauftrag am Monatsanfang statt „vom Rest sparen“
- Kostenfalle vermeiden: auf niedrige Gebühren und Transparenz achten
- Notgroschen zuerst, dann langfristige Vorsorge – Reihenfolge zählt
Was bringen die Tricks für Sparer und Berufseinsteiger wirklich?
Realistische Erwartungen: kleine Beträge früh gestartet schlagen große Beträge spät
Realistische Erwartungen sind hier wichtig. Kein einzelner Trick macht aus einer kleinen Rente eine große. Aber das Zusammenspiel aller 14 Maßnahmen – konsequent und früh angewendet – kann den Unterschied zwischen einer echten Versorgungslücke und einer soliden Altersabsicherung ausmachen. Die Grundregel der Altersvorsorge lautet: Kleine Beträge früh gestartet schlagen große Beträge spät. Das ist keine Marketing-Phrase, sondern reine Mathematik des Zinseszins.
Für alle mit einem Nebenjob oder in Teilzeit gilt: Prüfe, ob du von der Rentenversicherungspflicht im Minijob befreit bist oder bleiben möchtest. Zahle, wenn möglich, freiwillig weiter ein. Nutze die Kontenklärung, sobald du deinen ersten sozialversicherungspflichtigen Job antrittst. Beim Berufseinstieg ist bAV das erste Thema, das du ansprechen solltest – vor der Gehaltsverhandlung, nicht danach. Mit dem ersten stabilen Einkommen kommt der ETF-Sparplan dazu, automatisiert und kostengünstig.
Wann lohnt sich professionelle Beratung? Sobald du ein regelmäßiges Einkommen hast, Kinder planst oder selbstständig bist. Dann wird die Produktauswahl komplex genug, dass eine unabhängige Beratung – also durch Honorarberater, nicht durch Provisionsberater – bares Geld sparen kann. Ein Honorarberater kostet transparent Geld, spart dir dafür aber oft ein Vielfaches an schlechten Produktkosten und falschen Entscheidungen. Den individuellen Bedarf kannst du schon vorher einschätzen: mit dem Rentenlücken-Rechner von StudySmarter.
AUF EINEN BLICK
- Beispielhafte Rechnung mit dem Rentenlücken-Rechner (ohne erfundene Zahlen
- Prioritätenliste je nach Lebensphase: Nebenjob, Berufseinstieg, erstes Gehalt
- Wann sich professionelle Beratung lohnt
Was dich wirklich Rente kostet: Fehler und Mythen rund um die Altersvorsorge
Mythos „gesetzliche Rente reicht schon“ – Rentenniveau realistisch einordnen
Mythos Nummer eins lautet: „Die gesetzliche Rente reicht schon." Tatsächlich ist das Rentenniveau in Deutschland – also das Verhältnis der Durchschnittsrente zum Durchschnittseinkommen – seit Jahren rückläufig. Wer ausschließlich auf die gesetzliche Rente setzt, riskiert im Alter eine erhebliche Einkommenslücke, gerade wenn Erwerbsbiografien durch Auszeiten, Elternzeit, Teilzeit oder Selbstständigkeit unterbrochen sind. Die gesetzliche Rente ist ein wichtiges Fundament – aber eben nur ein Fundament.
Der teuerste Fehler ist das Aufschieben. Jedes Jahr, das du mit dem Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge wartest, ist nicht linear verloren, sondern exponentiell verloren – wegen des entgangenen Zinseszinseffekts. Das gilt auch dann, wenn die Sparrate am Anfang minimal ist. Lieber zehn Euro monatlich jetzt als hundert Euro monatlich in fünfzehn Jahren.
Ein weiterer Klassiker: blind teure Produkte abschließen, weil ein Berater sie empfohlen hat. Viele klassische Lebensversicherungen oder Fondspolicen haben laufende Kosten, die einen Großteil der staatlichen Förderung und der Rendite auffressen. Wer nicht vergleicht, verschenkt Geld – auch wenn das Produkt mit schönen Grafiken und Hochglanzbroschüren daherkommt. Frage immer nach dem Effektivkostenausweis, bevor du unterschreibst.
Schließlich: Staatliche Zulagen werden erschreckend häufig einfach nicht beantragt. Wer Anspruch auf Riester-Zulagen hat, sie aber nicht beantragt, schenkt dem Staat dieses Geld ohne Gegenleistung. Die Beantragung ist kein bürokratischer Akt aus dem letzten Jahrhundert – das geht heute weitgehend digital über den Anbieter oder die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA). Es lohnt sich, jedes Jahr zu prüfen, ob die Zulagenbeantragung korrekt und vollständig ist.
AUF EINEN BLICK
- Zu spät starten als teuerster Fehler
- Blind teure Produkte abschließen, ohne Kosten zu vergleichen
- Förderung liegen lassen (nicht beantragte Zulagen
Rentenlücke berechnen und mit den 14 Tricks starten
Mit dem Rentenlücken-Rechner deinen individuellen Bedarf abschätzen
Wissen ist der erste Schritt – aber erst das Handeln zählt. Der beste Ausgangspunkt für deine persönliche Altersvorsorge-Strategie ist zu wissen, wie groß deine Rentenlücke voraussichtlich ist: also der Unterschied zwischen dem, was die gesetzliche Rente voraussichtlich zahlt, und dem, was du im Alter wirklich brauchst. Diese Lücke ist für jeden anders – je nach Erwerbsbiografie, Ausgaben und Lebensstil.
Mit dem Rentenlücken-Rechner von StudySmarter kannst du deinen individuellen Bedarf kostenlos und unverbindlich abschätzen. Das Ergebnis zeigt dir, wie viel monatliche Vorsorge nötig wäre, um die Lücke zu schließen – und gibt dir damit eine konkrete Grundlage für alle weiteren Entscheidungen. Danach weißt du, welche der 14 Tricks du als Erstes angehen solltest.
1. Rentenkonto klären lassen (DRV) · 2. Studienzeiten und Anrechnungszeiten melden · 3. Freiwillige Beiträge prüfen · 4. Minijob-Rentenversicherungspflicht abwägen · 5. Riester-Zulagen beantragen · 6. bAV mit Arbeitgeberzuschuss einfordern · 7. Entgeltumwandlung bewusst einsetzen · 8. Wohn-Riester prüfen · 9. Rürup-Absetzbarkeit nutzen (v. a. Selbstständige) · 10. Sonderausgabenabzug in der Steuererklärung geltend machen · 11. Nachgelagerte Besteuerung verstehen und einplanen · 12. ETF-Sparplan aufsetzen · 13. Dauerauftrag automatisieren · 14. Kosten vergleichen und Notgroschen zuerst aufbauen
AUF EINEN BLICK
- Ergebnisse als Ausgangspunkt für eine Vorsorge-Strategie nutzen
- Checkliste zum Download/Merken der 14 Tricks
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Häufige Fragen
Ja, die als Rententricks bezeichneten Strategien sind legal, solange sie den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Dazu zählen etwa die Nutzung von Sonderausgabenabzügen oder die gezielte Beitragszahlung in die gesetzliche Rentenversicherung, um die Wartezeit zu erfüllen. Sie sollten jedoch keine Steuerhinterziehung oder Sozialversicherungsbetrug beinhalten.
Rententricks können sich in jungen Jahren lohnen, wenn Sie frühzeitig von Zinseszinseffekten profitieren möchten, aber Ihr Einkommen meist gering ist. Allerdings sind die steuerlichen Vorteile oft gering, da Sie in der Regel wenig Steuern zahlen. Wichtiger ist, dass Sie sich nicht verschulden oder Ihre finanzielle Situation in der Anfangsphase Ihres Berufslebens überstrapazieren.
Der Rententrick, der am meisten bringt, ist individuell unterschiedlich und hängt von Ihrer Lebenssituation ab. In der Regel haben langfristige, breit gestreute Aktien-ETF-Sparpläne über viele Jahre das höchste Renditepotenzial, während staatlich geförderte Produkte wie Riester oder bAV eher für Geringverdiener mit Kindern interessant sind. Eine pauschale Antwort gibt es nicht, da Faktoren wie Anlagehorizont und Steuersatz entscheidend sind.
Riester, Rürup und ETF-Sparpläne erfüllen unterschiedliche Zwecke: Riester ist für Arbeitnehmer mit Kindern und geringem Einkommen attraktiv, Rürup vor allem für Selbstständige mit hohem Einkommen, und ETF-Sparpläne bieten flexible, kostengünstige Vermögensbildung ohne staatliche Förderung. Für die meisten Arbeitnehmer ist eine Kombination aus ETF-Sparplan und gegebenenfalls Riester sinnvoll, abhängig von Ihrer persönlichen Steuer- und Fördersituation. Lassen Sie sich individuell beraten, da es keine universell beste Lösung gibt.
Sie sollten nicht mehr sparen, als Sie sich leisten können, aber ein kleiner monatlicher Betrag in einen ETF-Sparplan kann langfristig viel bewirken. Eine Faustregel ist, etwa 10 bis 15 Prozent Ihres Einkommens für die Altersvorsorge zurückzulegen, wenn Sie bereits regelmäßig verdienen. Wichtig ist, dass Sie zuerst einen Notgroschen aufbauen und keine Schulden für die Altersvorsorge aufnehmen.
Als Teilzeitbeschäftigter sind Sie in der Regel rentenversicherungspflichtig, wenn Ihr monatliches Einkommen die geltende Verdienstgrenze überschreitet. Der Beitrag wird automatisch von Ihrem Lohn abgezogen, Sie müssen also nichts selbst beantragen. Wenn Sie unter der Grenze bleiben, können Sie sich freiwillig versichern, um die Wartezeit für die gesetzliche Rente zu erfüllen.
Staatliche Zulagen zur Rente, wie die Riester-Zulage, beantragen Sie bei Ihrem Anbieter des Riester-Vertrags, meist eine Bank oder Versicherung. Dafür müssen Sie eine Steuererklärung abgeben und dort die Anlage AV (Altersvorsorge) ausfüllen. Die Zulage wird dann direkt an Ihren Vertrag überwiesen, Sie müssen also nicht separat bei einer Behörde vorsprechen.
Quellen & Stand 09.07.2026
- Bundesfinanzministerium, Rahmen
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