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FinanzbildungTechniker9 Min.

Techniker Krankenkasse (TK) Was Studierende wirklich wissen müssen

Techniker Krankenkasse: Mitgliedschaft, Beitrag, Kontakt, Adresse & Hotline – alle Infos kompakt auf einen Blick.

Techniker Krankenkass…RechnerWas ist die Techniker
Das Wichtigste in 30 Sekunden
  • Die TK ist eine der größten gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland und bundesweit geöffnet.
  • Mitglieder können sich unabhängig von Wohnort oder Studienort einschreiben.
  • Als GKV unterliegt die TK dem Solidarprinzip: Beitrag richtet sich nach Einkommen, nicht nach Gesundheitszustand.
  • Besonderheit: Die TK hat einen eigenen Schwerpunkt auf digitale Services (App, Online-Geschäftsstelle), was für Studierende besonders praktisch ist.

Techniker Krankenkasse auf einen Blick: Das Wichtigste

Die TK ist eine der größten gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland und bundesweit geöffnet.

Die Techniker Krankenkasse (TK) ist eine der größten gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands und bei Studierenden besonders beliebt – nicht zuletzt wegen ihrer digitalen Services. Doch was steckt wirklich hinter der Mitgliedschaft, was kostet sie, und lohnt sich vielleicht sogar die private Alternative?

Kurzfassung: Als Studierender zahlst du bei der TK einen ermäßigten studentischen Beitrag, der auf einem gesetzlich festgelegten Mindestbetrag basiert. Hinzu kommt ein kassenindividueller Zusatzbeitrag. Der allgemeine GKV-Beitragssatz liegt bei 14,6 %; der durchschnittliche Zusatzbeitrag aller Kassen beträgt 2026 rund 2,9 %. Den jeweils aktuellen TK-eigenen Zusatzbeitrag findest du stets direkt auf tk.de, da er sich jährlich ändern kann.

AUF EINEN BLICK

  • Mitglieder können sich unabhängig von Wohnort oder Studienort einschreiben.
  • Als GKV unterliegt die TK dem Solidarprinzip: Beitrag richtet sich nach Einkommen, nicht nach Gesundheitszustand.
  • Besonderheit: Die TK hat einen eigenen Schwerpunkt auf digitale Services (App, Online-Geschäftsstelle), was für Studierende besonders praktisch ist.
Kennzahl (2026)Wert
GKV-Beitragssatz14,6 %
GKV-Zusatzbeitrag Ø2,9 % (Spanne ca. 2,2–4,3 %)
Pflegeversicherung3,6 % (AN/AG je 1,8 %)

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Was ist die Techniker Krankenkasse – und warum wählen so viele Studierende sie?

Telefonhotline der TK: Offiziell veröffentlichte Servicenummer rund um die Uhr erreichbar – aktuelle Nummer stets auf tk.de prüfen, da sich Servicenummern ändern können.

Die Techniker Krankenkasse ist eine bundesweit geöffnete gesetzliche Krankenversicherung (GKV) mit Hauptsitz in Hamburg. Bundesweit geöffnet bedeutet konkret: Es spielt keine Rolle, in welcher Stadt du studierst oder deinen Wohnsitz hast – du kannst dich jederzeit bei der TK einschreiben. Das unterscheidet sie von regionalen Betriebskrankenkassen, die teils nur bestimmten Personengruppen offenstehen.

Als gesetzliche Krankenkasse unterliegt die TK dem Solidarprinzip: Dein Beitrag richtet sich nicht nach deinem Gesundheitszustand, deiner Vorerkrankung oder deinem Alter, sondern nach deinem Einkommen. Wer wenig verdient – wie die meisten Studierenden – zahlt entsprechend wenig. Gleichzeitig erhältst du denselben gesetzlichen Leistungskatalog wie jemand, der ein Vielfaches an Beitrag zahlt.

Ein wesentlicher Grund für die Beliebtheit der TK unter jüngeren Versicherten ist ihr Fokus auf digitale Services. Über die TK-App und die Online-Geschäftsstelle lassen sich viele alltägliche Anliegen erledigen, ohne in einer Filiale erscheinen oder telefonisch warten zu müssen: Mitgliedsbescheinigungen herunterladen, Krankmeldungen einreichen, Erstattungsanträge stellen. Für Studierende, die ihren Alltag ohnehin digital organisieren, ist das ein echter Vorteil gegenüber Kassen mit weniger ausgebautem Online-Angebot.

Wichtig zu verstehen ist dabei: Die TK ist kein Privatunternehmen, das Produkte verkauft. Sie ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und untersteht staatlicher Aufsicht. Das bedeutet, dass bestimmte Leistungen gesetzlich vorgeschrieben sind und nicht von der Kasse nach eigenem Ermessen gestrichen werden können. Zusatzleistungen hingegen, die über den gesetzlichen Katalog hinausgehen, kann jede Kasse individuell gestalten und finanzieren.

AUF EINEN BLICK

  • Hauptsitz Hamburg: Techniker Krankenkasse, Bramfelder Straße 140, 22305 Hamburg.
  • Regionale Geschäftsstellen in vielen Universitätsstädten vorhanden – Standortsuche über tk.de/service/geschaeftsstellen.
  • Online-Geschäftsstelle und TK-App ermöglichen viele Anliegen ohne Anruf: Bescheinigungen, Krankmeldungen, Erstattungsanträge.
  • Chat-Funktion und E-Mail-Kontakt über das Mitgliederportal verfügbar – sinnvoll für Studierende mit unregelmäßigen Zeiten.

Techniker Krankenkasse Kontakt: Telefon, Adresse und digitale Wege

In Deutschland besteht Krankenversicherungspflicht – auch.

Die TK betreibt eine Servicenummer, die rund um die Uhr erreichbar ist. Da sich Servicenummern jedoch ändern können und StudySmarter keine veralteten Nummern veröffentlichen möchte, empfehlen wir: Ruf die aktuelle Hotline-Nummer immer direkt auf tk.de nach. Dort ist sie stets aktuell gepflegt. Alternativ kannst du in der TK-App direkt einen Rückruf anfordern oder den Chat nutzen – beides spart Wartezeit.

Der Hauptsitz der Techniker Krankenkasse befindet sich in Hamburg: Bramfelder Straße 140, 22305 Hamburg. Persönliche Besuche dort sind für Studierende in der Regel nicht notwendig; die TK unterhält regionale Geschäftsstellen in vielen Universitätsstädten. Welche Filiale dir am nächsten liegt, findest du über die Standortsuche auf tk.de/service/geschaeftsstellen.

Wer lieber schreibt als telefoniert: Über die Online-Geschäftsstelle der TK lassen sich Nachrichten sicher und dokumentiert versenden. Für Studierende besonders relevant sind dabei die Möglichkeiten, Immatrikulationsbescheinigungen hochzuladen, Auslandsreiseschutz zu beantragen oder psychische Gesundheitsangebote zu buchen – alles ohne Papierformular und ohne Wartezeit am Telefon. Die TK-App ist sowohl für iOS als auch Android verfügbar und bildet den Großteil dieser Funktionen mobil ab.

AUF EINEN BLICK

  • Wer bis zu einem bestimmten Alter (Altersgrenze gesetzlich geregelt) bei den Eltern familienversichert war, kann sich nach Einschreibung selbst versichern.
  • Drei Optionen: 1) Studentische GKV-Mitgliedschaft, 2) Familienversicherung (kostenlos unter Bedingungen), 3) Private Krankenversicherung (PKV).
  • Die studentische GKV-Mitgliedschaft gilt i. d. R. bis zu einem Höchstalter und einer maximalen Semesterzahl – genaue Grenzen beim GKV-Spitzenverband erfragen.
  • Wer die Altersgrenzen der Familienversicherung überschreitet, muss sich aktiv selbst als studentisches Mitglied anmelden.

Krankenversicherungspflicht im Studium: Deine drei Optionen

Studierende zahlen einen ermäßigten Beitragssatz, der vom GKV-Spitzenverband einheitlich festgelegt wird – kein individueller TK-Spielraum beim Grundbeitrag.

In Deutschland gilt Krankenversicherungspflicht – und die gilt ausnahmslos auch. Wer sich an einer deutschen Hochschule einschreibt, muss der Hochschulverwaltung eine gültige Versicherungsmitgliedschaft nachweisen. Ohne diesen Nachweis ist eine Immatrikulation in der Regel nicht möglich. Die entscheidende Frage ist also nicht ob, sondern wie und wo du versichert bist.

Für Studierende gibt es im Wesentlichen drei Wege. Erstens die studentische GKV-Mitgliedschaft: Du wirst eigenes Mitglied bei einer gesetzlichen Kasse wie der TK und zahlst selbst den ermäßigten Studierendenbeitrag. Das ist für die meisten der Normalfall nach dem Ende der elterlichen Familienversicherung. Zweitens die kostenfreie Familienversicherung: Unter bestimmten Voraussetzungen – insbesondere Alters- und Einkommensgrenzen sowie keine eigene Erwerbstätigkeit über der Geringfügigkeitsgrenze – kannst du weiterhin über ein Elternteil mitversichert bleiben, ohne eigenen Beitrag zu zahlen. Drittens die private Krankenversicherung (PKV): Für Studierende unter bestimmten Bedingungen möglich, aber mit anderen Kalkulationsgrundlagen und langfristigen Konsequenzen verbunden.

Die studentische GKV-Mitgliedschaft ist zeitlich begrenzt: Sie gilt in der Regel bis zu einem gesetzlich definierten Höchstalter und einer maximalen Semesterzahl. Die konkreten Grenzen legt der Gesetzgeber fest; für aktuelle Angaben solltest du dich direkt beim GKV-Spitzenverband oder der TK erkundigen, da Gesetzesänderungen möglich sind. Eines ist jedoch klar: Wer regelmäßig mehr als die Geringfügigkeitsgrenze von 603 € monatlich verdient, kann aus der günstigen studentischen Versicherung herausfallen und wird zu anderen Konditionen versichert.

Gerade die Nebenjob-Falle wird von vielen Studierenden unterschätzt. Wer im Semester neben dem Studium arbeitet und dabei die Geringfügigkeitsgrenze dauerhaft überschreitet, riskiert, dass aus dem studentischen Tarif ein regulärer Arbeitnehmer-Beitrag wird – mit erheblichen Mehrkosten. Bei gelegentlichen Überschreitungen gelten teils andere Regelungen; wende dich im Zweifelsfall direkt an die TK oder einen Sozialrechtsexperten.

AUF EINEN BLICK

  • Zusätzlich erhebt die TK einen kassenindividuellen Zusatzbeitrag – aktuellen Satz immer auf tk.de oder beim GKV-Spitzenverband prüfen.
  • Basis ist das Mindest-Bruttoeinkommen, das der Gesetzgeber für Studierende festlegt; wer mehr verdient, zahlt ggf. anteilig mehr.
  • Nebenjob-Falle: Wer regelmäßig über der Geringfügigkeitsgrenze verdient, kann aus der günstigen studentischen Versicherung herausfallen.
  • Pflegeversicherungsbeitrag kommt on top – Kinderlose zahlen einen erhöhten Beitrag (Regelung seit Pflegereform beachten).

TK-Beitrag: Wie der Betrag berechnet wird

Schritt 1: Immatrikulationsbescheinigung der Hochschule besorgen.

Der Beitrag, den Studierende an die TK zahlen, setzt sich aus zwei Komponenten zusammen. Erstens dem gesetzlich geregelten allgemeinen Beitragssatz von 14,6 %, der für alle GKV-Mitglieder gilt und auf eine vom Gesetzgeber festgelegte Mindest-Bemessungsgrundlage für Studierende angewendet wird. Zweitens dem kassenindividuellen Zusatzbeitrag, den die TK selbst festlegt. Der Durchschnitt aller gesetzlichen Kassen liegt 2026 bei rund 2,9 %, wobei die Spanne zwischen den Kassen von etwa 2,2 % bis 4,3 % reicht. Den genauen TK-Satz findest du immer aktuell auf tk.de.

Die Bemessungsgrundlage für den studentischen Beitrag ist nicht dein tatsächliches Einkommen, sondern ein gesetzlich definierter Mindestwert – solange du unter bestimmten Einkommensgrenzen bleibst. Das macht die studentische Mitgliedschaft vergleichsweise günstig. Wer allerdings mehr verdient – etwa durch einen Werkstudentenjob, Stipendien oder andere Einkünfte – muss prüfen, ob und in welchem Umfang sich der Beitrag erhöht. Konkrete Euro-Beträge können wir an dieser Stelle nicht nennen, da sich die Bemessungsgrundlagen regelmäßig ändern; die TK selbst oder der GKV-Spitzenverband geben dir aktuelle Zahlen.

Ein hilfreicher Orientierungspunkt: Die Beitragsbemessungsgrenze für Kranken- und Pflegeversicherung liegt 2026 bei 69.750 € pro Jahr (5.812,50 € pro Monat). Über dieser Grenze werden keine höheren Beiträge berechnet. Als Student bist du von dieser Grenze weit entfernt, aber das Wissen hilft beim Verstehen des Gesamtsystems. Auch die Jahresarbeitsentgeltgrenze – ab der ein Wechsel in die PKV möglich ist – liegt 2026 bei 77.400 € pro Jahr; auch das ist für die meisten Studierenden nicht relevant, aber wichtig beim Übergang ins Berufsleben.

Vergiss nicht den Pflegeversicherungsbeitrag: Dieser kommt zum Krankenversicherungsbeitrag hinzu und wird ebenfalls einkommensabhängig berechnet. Er wird separat ausgewiesen, ist aber genauso verpflichtend wie die Krankenversicherung selbst.

AUF EINEN BLICK

  • Schritt 2: Online-Antrag auf tk.de stellen oder in einer Geschäftsstelle erscheinen.
  • Schritt 3: TK stellt Mitgliedsbescheinigung aus – diese für die Hochschulverwaltung einreichen.
  • Frist beachten: Innerhalb der gesetzlichen Frist nach Studienstart muss die Versicherung nachgewiesen werden.
  • Wechsel von einer anderen Krankenkasse: Kündigungsfrist einhalten (i. d. R. mindestens zwei volle Beitragsmonate); erst dann kann zur TK gewechselt werden.

Mitglied werden bei der TK: So läuft die Anmeldung für Erstsemester ab

Gesetzlicher Leistungskatalog gilt für alle GKV-Mitglieder gleich; TK bietet darüber hinaus kassenindividuelle Zusatzleistungen.

Der Anmeldeprozess bei der TK ist bewusst einfach gehalten. Du benötigst zunächst deine Immatrikulationsbescheinigung, die du nach der Zulassung von deiner Hochschule erhältst – oft schon digital über das Studierendenportal. Mit diesem Dokument kannst du entweder online auf tk.de einen Antrag stellen oder persönlich in einer Geschäftsstelle erscheinen. Online geht in den meisten Fällen schneller und ist rund um die Uhr möglich.

Nach erfolgreicher Anmeldung stellt die TK eine Mitgliedsbescheinigung aus. Diese musst du bei der Hochschulverwaltung einreichen, um deine Immatrikulation abzuschließen. Der genaue Ablauf variiert je nach Hochschule, aber das Prinzip ist überall gleich: zuerst Versicherung nachweisen, dann Einschreibung vollständig. Friste dabei nicht zu lange – die Hochschulen setzen Fristen für die Einreichung des Versicherungsnachweises.

Wer bereits bei einer anderen gesetzlichen Kasse versichert war und zur TK wechseln möchte, kann das grundsätzlich tun. Krankenkassenwechsel sind nach einer Mindestbindungsfrist von zwölf Monaten möglich. Die TK übernimmt dabei in der Regel die Kündigung bei der alten Kasse für dich – du musst nur den Antrag stellen. Wichtig: Während laufender Behandlungen oder kurz vor einem Krankenhausaufenthalt solltest du einen Wechsel gut timen, auch wenn dein Leistungsanspruch grundsätzlich bestehen bleibt.

AUF EINEN BLICK

  • Psychotherapie-Vermittlung: Gerade für Studierende relevant – TK hat eigene Serviceangebote zur psychischen Gesundheit (z. B. Online-Kurse).
  • Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen (z. B. Krebsfrüherkennung, Checkup) weitgehend kostenfrei.
  • Auslandsreiseschutz: EHIC-Karte ermöglicht Notfallversorgung in EU/EWR; für Nicht-EU-Länder Zusatzversicherung prüfen.
  • Mutter-Kind-Kuren und Reha-Leistungen bei Bedarf.

Leistungen der TK, die für Studierende besonders relevant sind

Alle GKV bieten den identischen gesetzlichen Leistungskatalog – Unterschiede liegen bei Zusatzleistungen, Zusatzbeitrag und Service.

Alle gesetzlichen Krankenkassen bieten denselben gesetzlich vorgeschriebenen Leistungskatalog – das ist nicht verhandelbar. Dazu gehören Arztbesuche, Krankenhausbehandlungen, verschreibungspflichtige Medikamente (mit gesetzlicher Zuzahlung), Zahnärztliche Grundversorgung, Physiotherapie auf Rezept und vieles mehr. Darüber hinaus kann die TK kassenindividuelle Zusatzleistungen anbieten, die über diesen Katalog hinausgehen.

Besonders relevant für Studierende ist das Thema psychische Gesundheit. Gerade in Prüfungsphasen, bei Prüfungsangst, sozialer Isolation oder Überforderung ist professionelle Unterstützung wichtig – aber Psychotherapieplätze sind in Deutschland knapp. Die TK bietet eigene Serviceleistungen zur psychischen Gesundheit an, darunter Online-Kurse und Programme zur Stressbewältigung. Diese ersetzen keine Psychotherapie, können aber als niedrigschwelliger Einstieg oder überbrückende Hilfe dienen.

Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen sind ein weiterer wichtiger Punkt. Viele Impfungen – von der Grippeimpfung über Reiseimpfungen bis hin zu HPV-Impfungen in bestimmten Altersgruppen – werden von der TK übernommen oder bezuschusst. Krebsfrüherkennungsuntersuchungen und der allgemeine Check-up sind bei gesetzlichen Kassen weitgehend kostenfrei. Gerade junge Erwachsene, die bisher über die Eltern mitversichert waren, sollten sich früh informieren, welche Vorsorge ihnen nun eigenständig zusteht.

Für Auslandsaufenthalte – Erasmus, Auslandspraktika, Urlaubsreisen – ist die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) auf der Rückseite der TK-Karte relevant. Sie ermöglicht Notfallversorgung in allen EU- und EWR-Ländern sowie der Schweiz zu den dort gültigen Konditionen für Einheimische. Für Länder außerhalb dieses Bereichs – etwa bei Auslandssemestern in den USA, Kanada oder Asien – ist eine private Auslandsreisekrankenversicherung unbedingt zu empfehlen, da der GKV-Schutz dort nicht greift.

AspektWorauf es ankommt
Alle GKV bieten den identischen gesetzlichen Leistungskatalog – Unterschiede liegen bei Zusatzleistungen, Zusatzbeitrag und Service.,
TK gilt als digital führend unter den großen Kassen – relevant für tech-affine Studierende.,
Zusatzbeitrag ist ein wesentliches Vergleichskriterium; er kann sich jährlich ändern – aktuellen Vergleich über GKV-Spitzenverband einholen.,
Keine Empfehlung einer bestimmten Kasse durch StudySmarter – Vergleich und Entscheidung obliegen dem Nutzer.,
Für eine individuelle Entscheidungshilfe: PKV-GKV-Rechner nutzen.,

TK im Vergleich: Was sie von anderen gesetzlichen Kassen unterscheidet

Mit Exmatrikulation endet die studentische Mitgliedschaft automatisch – die TK muss informiert werden.

Eine der häufigsten Fragen unter Studierenden lautet: Lohnt sich die TK wirklich, oder ist eine andere Kasse besser? Die ehrliche Antwort: Da der gesetzliche Leistungskatalog für alle GKV identisch ist, entstehen Unterschiede nur bei Zusatzleistungen, beim Zusatzbeitrag und beim Service. Es gibt keine objektiv „beste" Kasse für alle – es kommt auf deine individuellen Prioritäten an.

Die TK gilt unter den großen Kassen als Vorreiterin in Sachen Digitalisierung. Wer seine Gesundheitsangelegenheiten komplett per App und Online-Portal regeln möchte, findet hier ein vergleichsweise ausgereiftes Ökosystem. Für Studierende, die vielleicht mehrmals den Studienort wechseln oder im Ausland studieren, ist die bundesweite Präsenz und die digitale Erreichbarkeit ein praktischer Vorteil.

Ein wesentliches Vergleichskriterium ist der Zusatzbeitrag. Er kann sich jährlich ändern und variiert zwischen den Kassen erheblich – die Spanne lag 2026 bei etwa 2,2 % bis 4,3 %. Auch wenn der absolute Unterschied in Euro für Studierende mit dem günstigen Studierendenbeitrag vergleichsweise gering ausfällt, kann er sich über mehrere Studienjahre summieren. Einen aktuellen Vergleich aller Zusatzbeiträge bietet der GKV-Spitzenverband oder das Bundesministerium für Gesundheit.

StudySmarter empfiehlt keine bestimmte Krankenkasse. Die Entscheidung liegt bei dir – und sie hängt von Faktoren ab, die du selbst am besten kennst: Wie viel Wert legst du auf digitale Services? Planst du längere Auslandsaufenthalte? Hast du bestimmte medizinische Bedürfnisse, bei denen Zusatzleistungen wichtig sind? Nutze die unabhängigen Vergleichsangebote und die Transparenzseiten der Kassen, bevor du dich entscheidest.

AUF EINEN BLICK

  • Übergangsfristen: Für einen begrenzten Zeitraum nach Studienende besteht Nachversicherungsschutz – Details direkt bei der TK erfragen.
  • Beim Berufseinstieg mit Pflichtversicherungspflicht wird die Mitgliedschaft als reguläre Arbeitnehmer-GKV fortgeführt.
  • Freelancer oder Selbstständige nach dem Studium müssen sich aktiv versichern – freiwillige GKV oder PKV prüfen.
  • Tipp: Frühzeitig die Rentenvorsorgelücke berechnen – als Berufseinsteiger:in so früh wie möglich mit der Planung beginnen.

Nach dem Studium: Was mit deiner TK-Mitgliedschaft passiert

Mit der Exmatrikulation endet deine studentische Mitgliedschaft bei der TK – nicht automatisch ohne dein Zutun, aber der Wegfall der Voraussetzungen für die studentische Versicherung löst eine Änderung deines Versicherungsstatus aus. Du solltest die TK proaktiv über dein Studienende informieren, damit der Übergang reibungslos klappt. Andernfalls können Nachforderungen oder Beitragslücken entstehen.

Für einen begrenzten Zeitraum nach dem Studienende besteht in der Regel ein Nachversicherungsschutz. Die genaue Dauer und die Bedingungen dafür erfährst du direkt bei der TK, da sie von deiner persönlichen Situation abhängen. Nutze diese Übergangsphase, um deinen weiteren Versicherungsstatus zu klären – sei es durch einen neuen Job mit Pflichtversicherung, eine freiwillige Weiterversicherung in der GKV oder einen Wechsel in die PKV.

Wenn du nach dem Studium als Arbeitnehmer tätig wirst und dein Bruttolohn unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze von 77.400 € (Stand 2026) liegt, bleibst du automatisch GKV-pflichtig. Deine TK-Mitgliedschaft läuft dann als reguläre Arbeitnehmer-Versicherung weiter – nur zu anderen Beitragskonditionen, da nun dein tatsächliches Gehalt die Bemessungsgrundlage bildet.

Wer nach dem Studium selbstständig oder als Freiberufler tätig wird, steht vor einer anderen Wahl: Freiwillige GKV-Mitgliedschaft oder PKV. Beide Optionen haben Vor- und Nachteile, die stark von deinem Alter, Gesundheitszustand und erwarteten Einkommen abhängen. Gerade für junge Absolventinnen und Absolventen, die den Sprung in die Selbstständigkeit wagen, lohnt sich eine unabhängige Beratung – ein Versicherungsmakler oder ein Verbraucherzentrale-Berater kann hier helfen.

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Häufige Fragen

Die allgemeine kostenlose Servicenummer der Techniker Krankenkasse lautet 0800 285 85 85. Diese Nummer ist für Anrufe aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz kostenlos.

Die Hauptverwaltung der Techniker Krankenkasse befindet sich in Hamburg am Bramfelder Chaussee 250, 22177 Hamburg. Dort ist der zentrale Sitz des Unternehmens.

Der Beitrag für Studierende bei der Techniker Krankenkasse richtet sich nach dem allgemeinen Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung plus dem kassenindividuellen Zusatzbeitrag. Der genaue monatliche Betrag hängt vom aktuellen Beitragssatz ab und wird jährlich neu festgelegt.

Als Studierender sind Sie in der Regel bis zum 25. Lebensjahr beitragsfrei in der Familienversicherung der TK mitversichert. Voraussetzung ist, dass Sie sich in einer Erstausbildung befinden und kein regelmäßiges Einkommen über der geltenden Grenze haben.

Ja, Sie können als Studierender die Krankenkasse wechseln und zur TK wechseln. Ein Wechsel ist in der Regel zum Ende des übernächsten Monats möglich, wenn Sie die Kündigungsfrist von zwei Monaten einhalten.

Bei einem Auslandsstudium bleibt Ihre TK-Mitgliedschaft in der Regel bestehen, solange Sie in Deutschland gemeldet bleiben oder sich im EU-Ausland aufhalten. Für außereuropäische Länder müssen Sie vorab klären, ob und in welchem Umfang ein Versicherungsschutz besteht.

TK und gesetzliche Krankenversicherung übernehmen bei psychischen Erkrankungen wie Burnout oder Depressionen die Kosten für ärztliche Behandlungen, Psychotherapie und in bestimmten Fällen auch für stationäre Aufenthalte. Die Kosten für Medikamente werden ebenfalls übernommen, wobei Sie in der Regel eine Zuzahlung leisten müssen.

Für Studierende lohnt sich eine private Krankenversicherung (PKV) in der Regel nicht, da der Beitrag in der PKV oft höher ist als der GKV-Beitrag und die Leistungen für Studenten meist schlechter sind. Zudem ist ein späterer Wechsel zurück in die GKV nur unter bestimmten Bedingungen möglich.

Quellen & Stand 09.07.2026

MS

StudySmarter-Redaktion

Finanz-Redaktion · StudySmarter
Marie macht Finanzthemen für Studierende verständlich – von der ersten Versicherung bis zum ersten Sparplan.

Redaktionell geprüft. Alle Zahlen mit Quellenangabe, Stand 09.07.2026. Dieser Artikel ist Finanzbildung – keine Rechts- oder Steuerberatung.

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