Studentische Krankenversicherung: was zahlst du wirklich?
- Pflicht: Eine Krankenversicherung ist im Studium Voraussetzung für die Immatrikulation.
- Bis 25: Meist kostenlos über die Familienversicherung deiner Eltern (Einkommensgrenze beachten).
- Ab 25: Studentisches Mitglied für rund 135–160 € im Monat – die Kasse wählst du frei.
- Spar-Hebel: Die Kassen unterscheiden sich im Zusatzbeitrag – ein Vergleich spart bis zu 240 € im Jahr.
Wie du im Studium krankenversichert bist
Eine Krankenversicherung ist im Studium Pflicht. Bis zum 25. Geburtstag bist du meist kostenlos über die Familienversicherung deiner Eltern abgesichert. Danach wirst du eigenständiges Mitglied der gesetzlichen KV und zahlst rund 135–160 € im Monat – die Kasse kannst du frei wählen.
Das deutsche System klingt kompliziert, ist im Kern aber einfach: Fast alle Studierenden sind gesetzlichGKV = gesetzliche Krankenversicherung. Die Grundleistungen sind bei allen Kassen gesetzlich festgelegt und gleich. versichert – erst über die Eltern, dann als eigenständiges Mitglied. Die private KV (PKV) ist nur in Sonderfällen ein Thema.
* Beispielwerte 2026 inkl. Pflegeversicherung; je nach Kasse & Zusatzbeitrag. Keine Versicherungsberatung.
Check: Was gilt für dich?
Drei kurze Fragen – so siehst du, ob du familienversichert bist, eigenständig zahlst oder genauer prüfen solltest.
Grobe Orientierung, keine individuelle Beratung.
Familienversicherung, GKV oder PKV?
Drei Wege, im Studium versichert zu sein – für die allermeisten ist der gesetzliche der richtige. Tipp eine Option an:
Sonderfälle: Werkstudent, Ausland & Studienende
Werkstudent:in: Du darfst neben dem Studium arbeiten, ohne deinen günstigen Status zu verlieren – solange du in der Vorlesungszeit höchstens 20 Stunden pro Woche arbeitest (in den Semesterferien auch mehr). Bleibt dein Verdienst unter rund 565 € im Monat (mit Werbungskostenpauschale bis ~667 €, im Minijob bis 603 €), bist du sogar weiter beitragsfrei familienversichert. BAföG und Kindergeld zählen dabei nicht als Einkommen.
Internationale Studierende: Kommst du aus der EU/EWR, der Schweiz oder UK, gilt oft deine heimische Versicherung weiter (mit der Europäischen Krankenversicherungskarte) – du lässt dich in Deutschland davon befreien. Studierende aus Ländern mit Sozialversicherungsabkommen können ihren heimischen Schutz teils nutzen; alle anderen müssen sich gesetzlich (KVdS) versichern.
Nach der Exmatrikulation: Mit dem Ende des Studiums endet auch die studentische KV. Je nachdem, was du danach machst – Job, Master, Selbstständigkeit oder Arbeitslosigkeit – wechselst du in eine andere Versicherungsart. Kümmere dich rechtzeitig darum, damit keine Lücke entsteht.
Fachbegriffe einfach erklärt
Sechs Begriffe, die im KV-Dschungel immer wieder auftauchen. Tipp einen an:
Mythen-Check
Drei verbreitete Irrtümer – tipp auf zum Auflösen.
Die Grundleistungen sind gesetzlich gleich, aber Zusatzbeitrag und Extras (Bonusprogramme, Zuschüsse zu Brille, Reiseimpfungen) unterscheiden sich deutlich. Ein Wechsel spart oft 100 €+ im Jahr.
Du musst Mitglied einer Kasse sein und das nachweisen. Mit dem 25. Geburtstag endet die Familienversicherung automatisch – dann musst du dich selbst versichern.
Anfangs vielleicht – aber die Beiträge steigen mit dem Alter, und die Rückkehr in die GKV ist später schwierig. Für die meisten Studierenden ist die GKV die sichere Wahl.
Verstanden? Mach den Schnell-Check
Vier kurze Fragen mit sofortiger Erklärung – so siehst du, ob die Basics sitzen.
Das nimmst du mit
KV ist Pflicht im Studium. Ohne Nachweis keine Immatrikulation.
Bis 25 oft kostenlos. Über die Familienversicherung – solange dein Einkommen unter der Grenze bleibt.
Ab 25 ~145 €/Monat. Als studentisches Mitglied der gesetzlichen KV, inkl. Pflegeversicherung.
Kasse frei wählbar. Grundleistungen gleich – der Zusatzbeitrag ist der Spar-Hebel.
GKV schlägt PKV. Für fast alle Studierenden ist die gesetzliche KV die richtige Wahl.
So findest du die richtige Kasse – dein Fahrplan
Fünf Schritte zur passenden Krankenkasse. Hak ab, was du erledigt hast.
Finde die günstigste Krankenkasse
Gleiche Leistung, anderer Zusatzbeitrag: Vergleich die Kassen und spar dir den Aufpreis – kostenlos & in 2 Minuten.
Krankenkassen vergleichenHäufig gestellte Fragen (FAQ)
In der gesetzlichen KV in der Regel bis zum 25. Geburtstag kostenlos über die Familienversicherung – sofern dein Gesamteinkommen unter der Grenze (2026 rund 565 €/Monat, bei Minijob 603 €) bleibt. Danach wirst du eigenständiges Mitglied.
Als eigenständiges Mitglied rund 135–160 € im Monat inkl. Pflegeversicherung (2026), je nach Zusatzbeitrag. Bis 25 meist beitragsfrei familienversichert.
Für die allermeisten Studierenden ist die GKV richtig: planbar, ohne Gesundheitsprüfung, mit Familienversicherung. Die PKV lohnt nur in Sonderfällen – die Rückkehr in die GKV ist später oft schwer.
Oft ja: Die Grundleistungen sind gleich, aber Zusatzbeitrag und Extras unterscheiden sich. Ein Wechsel zur günstigeren Kasse spart schnell 100 € und mehr im Jahr.
Der vergünstigte Studententarif gilt bis zum Ende des Semesters, in dem du 30 wirst. Danach versicherst du dich freiwillig gesetzlich – das ist meist teurer.
🧮 PKV-oder-GKV-Rechner
Nach dem Studium stellt sich die Frage neu: Der CareerKit-Rechner prüft in 2 Minuten, was zu dir passt.
Kostenlos ausprobieren →Quellen & Hinweise
- GKV-Spitzenverband – Beiträge studentische Krankenversicherung 2026.
- BaFin – Verbraucherinformationen zur Krankenversicherung.
- Finanztip / Stiftung Warentest – Krankenkassen im Vergleich.
Alle Zahlen sind Orientierungs- und Beispielwerte (Stand 2026) und können je nach Kasse abweichen. Keine individuelle Versicherungsberatung.