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Krankenhaustagegeld mit Vorerkrankungen: So findest du passenden Schutz

Ein Krankenhaustagegeld kannst du auch mit Vorerkrankungen abschließen. Entscheidend ist, ob der Tarif ohne Gesundheits­prüfung angeboten wird oder welche Ausschlüsse bei einer Prüfung gelten.

11 Kapitel · 15 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Einige Tarife für Krankenhaustagegeld verzichten komplett auf Gesundheitsfragen und sind damit auch bei chronischen Erkrankungen zugänglich.
  • Ohne Gesundheitsprüfung sind Vorerkrankungen oft nicht automatisch ab dem ersten Tag mitversichert, sondern unterliegen besonderen Ausschlussregeln.
  • Das Krankenhaustagegeld zahlt einen festen Tagessatz für jeden Tag im Krankenhaus und deckt Zusatzkosten wie die gesetzliche Zuzahlung ab.
  • Die Höhe des Tagessatzes liegt bei vielen Tarifen zwischen 10 und 65 Euro pro Tag und ist unabhängig vom Einkommen wählbar.

01 · Grundlagen

Was ist Krankenhaustagegeld?

Das Krankenhaustagegeld ist eine private Zusatzversicherung, die bei einem stationären Aufenthalt einen festen Geldbetrag pro Tag auszahlt. Es ergänzt die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung und ist zweckungebunden.

Das Krankenhaustagegeld ist eine eigenständige private Zusatzversicherung. Sie zahlt dir für jeden Kalendertag eines stationären Krankenhausaufenthalts einen vorher festgelegten Geldbetrag aus. Dieser Betrag ist zweckungebunden, du kannst also frei darüber verfügen.

Die Höhe des Tagessatzes wählst du beim Abschluss selbst. Viele Tarife bewegen sich in einer Spanne von 10 bis 65 Euro pro Tag. Die Auszahlung erfolgt unabhängig von den tatsächlichen Kosten, die dir im Krankenhaus entstehen.

Der Tagessatz wird beim Abschluss frei gewählt und liegt bei vielen Tarifen zwischen 10 und 65 Euro pro Tag. Damit deckst du Kosten ab, die keine andere Versicherung übernimmt.

Kurz erklärt

Krankenhaustagegeld

Eine private Zusatzversicherung, die für jeden Kalendertag eines Krankenhausaufenthalts einen vorher vereinbarten Geldbetrag auszahlt. Die Auszahlung erfolgt unabhängig von den tatsächlichen Kosten und kann frei verwendet werden.

Der Tagessatz wird beim Abschluss frei gewählt und kann bei vielen Tarifen zwischen 10 und 65 Euro pro Tag liegen.

02 · Was gilt

Warum ein Tagessatz die Lücke im Krankenhaus schließt

Während eines Krankenhausaufenthalts entstehen Kosten, die keine Krankenkasse übernimmt. Der Tagessatz wirkt wie ein kleines Budget für jeden Tag, an dem du stationär behandelt wirst.

Das Krankenhaustagegeld wirkt wie ein tägliches Budget, das genau diese Lücke schließt. Du kannst damit frei planen, ohne auf Ersparnisse zurückgreifen zu müssen.

Ein konkretes Beispiel ist die gesetzliche Zuzahlung von 10 Euro pro Tag für die ersten 28 Tage im Jahr. Auch Fahrtkosten für Angehörige, Telefon- und Fernsehgebühren oder Zeitschriften lassen sich damit bezahlen.

  • Das Tagegeld deckt die gesetzliche Zuzahlung von 10 Euro pro Tag für die ersten 28 Tage im Jahr ab.
  • Es eignet sich für Fahrtkosten von Angehörigen, Telefon- und Fernsehgebühren sowie Zeitschriften.
  • Für Chefarztbehandlung oder ein Einbettzimmer benötigst du dagegen eine umfassendere Krankenhauszusatzversicherung.

Damit abgedeckt

·Gesetzliche Zuzahlung von 10 Euro pro Tag für die ersten 28 Tage im Jahr
·Fahrtkosten für Angehörige, die dich besuchen
·Telefon- und Fernsehgebühren im Krankenhaus
·Zeitschriften, Bücher oder kleine Anschaffungen für den Aufenthalt
·Verdienstausfall bei Selbstständigen oder Zusatzkosten im Haushalt

Dafür nicht gedacht

·Behandlungskosten, die die gesetzliche Krankenkasse übernimmt
·Chefarztbehandlung oder Einbettzimmer (dafür brauchst du eine Krankenhauszusatzversicherung)
·Laufende Einkommenslücke bei langer Arbeitsunfähigkeit (dafür ist Krankentagegeld zuständig)
·Kosten für eine private Krankenhauswahl

03 · Vergleich

Krankenhaustagegeld oder Krankentagegeld: Was passt zu dir?

Beide Versicherungen zahlen Geld bei gesundheitlichen Ausfällen, aber in völlig unterschiedlichen Situationen. Der Vergleich hilft dir, die richtige Absicherung für deine Lebenslage zu wählen.

Das Krankenhaustagegeld wird bei jedem Tag im Krankenhaus fällig, unabhängig von deinem Einkommen. Das Krankentagegeld greift erst nach der Lohnfortzahlung, wenn du arbeitsunfähig zu Hause bist.

Für Studierende ohne hohes Einkommen ist das Krankenhaustagegeld oft die passendere Wahl. Es schützt dich vor den Zusatzkosten eines Aufenthalts, während das Krankentagegeld eine Einkommenslücke schließen soll.

Der wichtigste Unterschied: Krankenhaustagegeld zahlt bei jedem Tag im Krankenhaus, Krankentagegeld erst nach Ablauf der Lohnfortzahlung, meist ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit.

  • Krankenhaustagegeld erhältst du ab dem ersten bis zum letzten Tag des Aufenthalts.
  • Krankentagegeld zahlt bei Arbeitsunfähigkeit nach der Lohnfortzahlung, oft ab dem 43. Tag.
  • Krankenhaustagegeld deckt Zusatzkosten im Krankenhaus, Krankentagegeld die Einkommenslücke.
Krankenhaustagegeld und Krankentagegeld im direkten Vergleich
KrankenhaustagegeldKrankentagegeld
Wann gezahlt wirdBei jedem Tag im Krankenhaus, ab dem ersten bis zum letzten Tag des AufenthaltsBei Arbeitsunfähigkeit nach Ablauf der Lohnfortzahlung, meist ab dem 43. Tag
Höhe der LeistungFester Tagessatz, oft zwischen 10 und 65 Euro pro TagFester Tagessatz, oft bis 20 oder 30 Euro pro Tag je nach Tarif
ZweckDeckt Zusatzkosten während des KrankenhausaufenthaltsSchließt die Einkommenslücke zwischen gesetzlichem Krankengeld und Nettoeinkommen
Gesundheits­prüfungOft ohne Gesundheitsfragen abschließbar, auch bei VorerkrankungenMeist mit Gesundheitsprüfung, spezielle Tarife ohne Fragen haben Ausschlussregeln
WartezeitTeilweise ohne Wartezeit oder mit kurzer allgemeiner WartezeitAllgemeine Wartezeit von 3 Monaten üblich

04 · Schritt für Schritt

So funktioniert der Abschluss mit Vorerkrankungen

Der Weg zu einem passenden Tarif hängt davon ab, ob du eine Gesundheitsprüfung durchläufst oder einen Tarif ohne Fragen wählst. Beide Wege haben unterschiedliche Konsequenzen für deinen Schutz.

Bei Tarifen mit Prüfung gibst du deine Krankengeschichte an, der Versicherer kann dann Risikozuschläge oder Ausschlüsse festlegen. Bei Tarifen ohne Fragen entfällt dieser Schritt, dafür gelten pauschale Ausschlussregeln für bekannte Erkrankungen.

Für dich als Studierende mit Vorerkrankungen ist der Weg ohne Gesundheitsfragen oft einfacher. Du musst keine Arztberichte einreichen und erhältst sofort eine Annahme. Allerdings solltest du die Bedingungen genau lesen, um zu wissen, welche Behandlungen nicht versichert sind.

01

Bedarf klären

Überlege, welchen Tagessatz du benötigst. Orientiere dich an der gesetzlichen Zuzahlung von 10 Euro pro Tag und zusätzlichen Kosten wie Fahrtkosten für Angehörige.

02

Tarifart wählen

Entscheide, ob du einen Tarif mit Gesundheitsprüfung oder ohne Gesundheitsfragen abschließen möchtest. Ohne Fragen ist der Abschluss einfacher, aber Vorerkrankungen sind oft nicht vollständig abgesichert.

03

Gesundheitsfragen beantworten oder verzichten

Bei Tarifen mit Prüfung gibst du deine Krankengeschichte an. Bei Tarifen ohne Fragen entfällt dieser Schritt, dafür gelten pauschale Ausschlussregeln für bekannte Erkrankungen.

04

Wartezeit beachten

Einige Tarife haben eine allgemeine Wartezeit von 3 Monaten. In dieser Zeit besteht noch kein Anspruch auf die Leistung, außer bei Unfällen.

05

Tagessatz festlegen

Wähle einen Betrag zwischen 10 und 65 Euro pro Tag. Höhere Tagessätze bedeuten höhere Beiträge, aber auch mehr Flexibilität im Krankenhaus.

05 · Im Vertrag

Was leisten Tarife ohne Gesundheits­fragen bei Vorerkrankungen?

Ein Verzicht auf Gesundheitsfragen bedeutet nicht, dass jede Vorerkrankung automatisch mitversichert ist. Die Bedingungen enthalten meist besondere Ausschlussregeln für bereits bekannte Erkrankungen.

Diese Regeln verhindern, dass du eine Police nur für einen absehbaren Krankenhausaufenthalt abschließt.

Typisch ist ein Ausschluss für Erkrankungen oder Unfallfolgen, wegen derer innerhalb der letzten 6 bis 12 Monate vor Abschluss eine ärztliche Beratung oder Behandlung stattfand. Auch bereits geplante Krankenhausaufenthalte, etwa für eine terminierte Operation, sind in der Regel nicht versichert.

Die wichtigste Regel: Ohne Gesundheitsfragen sind Vorerkrankungen mit Behandlung in den letzten 6 bis 12 Monaten oft nicht oder nur eingeschränkt versichert.

  • Erkrankungen mit ärztlicher Behandlung innerhalb der letzten 6 bis 12 Monate sind häufig ausgeschlossen.
  • Bereits geplante stationäre Aufenthalte, etwa für eine Operation, sind in der Regel nicht versichert.
  • Viele Tarife haben eine allgemeine Wartezeit von 3 Monaten, bevor der Schutz greift.

Typische Klauseln bei Tarifen ohne Gesundheitsprüfung

Ausschluss für bekannte BehandlungenLeistungsausschlussErkrankungen oder Unfallfolgen, wegen derer innerhalb der letzten 6 bis 12 Monate vor Abschluss eine ärztliche Beratung oder Behandlung stattfand, sind oft nicht oder nur eingeschränkt versichert.
Geplante KrankenhausaufenthalteLeistungsausschlussBereits bekannte oder geplante stationäre Aufenthalte, etwa für eine schon terminierte Operation, sind in der Regel nicht versichert.
Allgemeine WartezeitKarenzzeitViele Tarife haben eine allgemeine Wartezeit von 3 Monaten. Erst danach besteht Anspruch auf die Leistung, außer bei Unfällen.
Anfängliche LeistungsgrenzenKarenzzeitBei einigen Tarifen gelten in den ersten 12 Versicherungsmonaten zusätzliche Begrenzungen für Vorerkrankungen. Danach entfallen diese Einschränkungen oft.
Kündigungsrecht des VersicherersVertragsklauselEinige Anbieter verzichten auf ihr ordentliches Kündigungsrecht, andere behalten es sich für die ersten 3 Versicherungsjahre vor. Das ist bei Vorerkrankungen ein wichtiges Kriterium.

06 · Was gilt

Wartezeit und Karenzzeit: Wann dein Schutz beginnt

Zwischen Vertragsabschluss und erster möglicher Leistung liegt oft eine Wartezeit. Sie verhindert, dass Versicherungen nur für bereits absehbare Krankenhausaufenthalte abgeschlossen werden.

Bei vielen Tarifen beträgt diese Wartezeit 3 Monate.

Für Unfälle gilt häufig eine Ausnahme: Hier zahlen viele Tarife ab dem ersten Tag ohne Wartezeit. Auch Sonderkonditionen können die allgemeine Wartezeit entfallen lassen, das ist aber nicht der Regelfall.

Nach Ablauf der allgemeinen Wartezeit von 3 Monaten kannst du bei normalen Erkrankungen mit einer Leistung rechnen. Bei Unfällen greift der Schutz oft sofort.

  • Nach Ablauf der allgemeinen Wartezeit von 3 Monaten ist eine Leistung bei normalen Erkrankungen möglich.
  • Bei Unfällen zahlen viele Tarife ab dem ersten Tag ohne Wartezeit.
  • Während der Wartezeit und bei bereits geplanten Aufenthalten besteht noch keine Leistung.

Leistung möglich

·Nach Ablauf der allgemeinen Wartezeit von 3 Monaten
·Bei Unfällen oft ab dem ersten Tag ohne Wartezeit
·Bei Tarifen mit Sonderkonditionen, die ausdrücklich ohne Wartezeit angeboten werden
·Nach Ablauf anfänglicher Leistungsgrenzen, meist nach 12 Versicherungsmonaten

Noch keine Leistung

·Bei bereits geplanten Krankenhausaufenthalten vor Vertragsabschluss
·Bei Vorerkrankungen, die unter eine besondere Ausschlussregel fallen
·In den ersten Versicherungsmonaten bei Tarifen mit anfänglichen Leistungsgrenzen

07 · Kosten

Was kostet Krankenhaustagegeld mit Vorerkrankungen?

Die Beiträge für Krankenhaustagegeld sind vergleichsweise niedrig und hängen vor allem vom gewählten Tagessatz und deinem Alter ab. Vorerkrankungen führen bei Tarifen ohne Gesundheitsfragen nicht zu Risikozuschlägen.

Bei Tarifen ohne Gesundheitsfragen zahlen Menschen mit Vorerkrankungen denselben Beitrag wie Menschen ohne Vorerkrankungen. Ein Risikozuschlag entfällt, dafür gelten die besonderen Ausschlussregeln.

Für einen niedrigen Tagessatz von 10 Euro kannst du mit Beiträgen ab etwa 3 Euro monatlich rechnen. Ein mittlerer Tagessatz von 30 Euro kostet oft zwischen 8 und 15 Euro monatlich, ein hoher Tagessatz von 65 Euro zwischen 20 und 35 Euro.

Bei Tarifen ohne Gesundheitsfragen zahlen Menschen mit Vorerkrankungen denselben Beitrag wie Menschen ohne Vorerkrankungen. Ein Risikozuschlag entfällt, dafür gelten die besonderen Ausschlussregeln.

  • Ein niedriger Tagessatz von 10 Euro kostet ab etwa 3 Euro monatlich.
  • Ein mittlerer Tagessatz von 30 Euro liegt oft zwischen 8 und 15 Euro monatlich.
  • Ein hoher Tagessatz von 65 Euro kostet etwa 20 bis 35 Euro monatlich.

Kurz erklärt

Niedriger Tagessatz (10 Euro)

Typische Beitragsspanne für Krankenhaustagegeld

ab ca. 3 Euro monatlich

08 · Was gilt

Vorerkrankungen, chronische und schwere Erkrankungen: Was gilt?

Nicht jede Vorerkrankung wirkt sich gleich auf deinen Versicherungsschutz aus. Entscheidend ist, ob du einen Tarif mit oder ohne Gesundheitsprüfung wählst und welche Ausschlussregeln gelten.

Bei Tarifen ohne Fragen sind vor allem Behandlungen in den letzten 6 bis 12 Monaten relevant.

Normale Erkrankungen ohne laufende Behandlung in diesem Zeitraum sind in der Regel versicherbar. Chronische Erkrankungen können eingeschränkt sein, wenn eine aktuelle Behandlung erfolgt. Schwere Erkrankungen sind nach Ablauf der anfänglichen Leistungsgrenzen, meist nach 12 Monaten, oft abgesichert.

Vorerkrankungen mit ärztlicher Behandlung innerhalb der letzten 6 bis 12 Monate sind bei Tarifen ohne Gesundheitsfragen oft eingeschränkt oder ausgeschlossen.

  • Normale Erkrankungen ohne laufende Behandlung in den letzten 6 bis 12 Monaten sind in der Regel versicherbar.
  • Chronische Erkrankungen sind bei Tarifen ohne Gesundheitsfragen oft eingeschränkt, wenn eine aktuelle Behandlung erfolgt.
  • Schwere Erkrankungen sind nach Ablauf der anfänglichen Leistungsgrenzen, meist nach 12 Monaten, oft abgesichert.

In der Regel versicherbar

·Normale Erkrankungen ohne laufende Behandlung in den letzten 6 bis 12 Monaten
·Chronische Erkrankungen bei Tarifen ohne Gesundheitsfragen, wenn keine aktuelle Behandlung erfolgt
·Schwere Erkrankungen nach Ablauf der anfänglichen Leistungsgrenzen, meist nach 12 Monaten
·Unfallfolgen ab dem ersten Tag, wenn keine Wartezeit für Unfälle gilt

Oft eingeschränkt oder ausgeschlossen

·Vorerkrankungen mit ärztlicher Behandlung innerhalb der letzten 6 bis 12 Monate bei Tarifen ohne Gesundheitsfragen
·Bereits geplante Krankenhausaufenthalte oder Operationen
·Chronische Erkrankungen mit dauerhafter Behandlungsbedürftigkeit in Tarifen mit Gesundheitsprüfung
·Schwere Erkrankungen während der allgemeinen Wartezeit von 3 Monaten

09 · Vergleich

Krankenhaustagegeld als Teil der Krankenhauszusatzversicherung

Das Krankenhaustagegeld ist oft ein Baustein innerhalb einer umfassenderen Krankenhauszusatzversicherung. Du kannst es aber auch einzeln abschließen, wenn du nur den finanziellen Puffer für den Aufenthalt möchtest.

Die Kombination mit weiteren Leistungen wie Chefarztbehandlung oder Einbettzimmer ist möglich.

Für Studierende mit Vorerkrankungen ist der Einzeltarif oft der einfachste Weg. Er ist ohne Gesundheitsfragen abschließbar und kostet ab etwa 3 Euro monatlich. Eine Kombination mit Chefarztbehandlung erfordert dagegen meist eine Gesundheitsprüfung und ist teurer.

Der Einzeltarif für Krankenhaustagegeld ist oft ohne Gesundheitsfragen abschließbar und kostet ab etwa 3 Euro monatlich.

  • Nur Krankenhaustagegeld deckt ausschließlich den festen Tagessatz für jeden Krankenhaustag ab.
  • Eine Kombination mit Krankenhauszusatzversicherung bietet zusätzlich Chefarztbehandlung und Ein- oder Zweibettzimmer.
  • Premiumtarife mit Chefarzt erfordern meist eine Gesundheitsprüfung, Basistarife ohne Fragen sind günstiger.
Einzeltarif oder Kombination mit weiteren Leistungen
Nur KrankenhaustagegeldKombination mit Krankenhauszusatzversicherung
Leistungs­umfangAusschließlich fester Tagessatz für jeden KrankenhaustagZusätzlich Chefarztbehandlung, Ein- oder Zweibettzimmer und freie Krankenhauswahl
Gesundheits­fragenOft ohne Gesundheitsfragen abschließbarBei Premiumtarifen mit Chefarzt meist mit Gesundheitsprüfung, Basistarife ohne Fragen
BeitragNiedrig, ab etwa 3 Euro monatlichHöher, ab etwa 6 Euro monatlich für Basisschutz, Premium deutlich teurer
ZielgruppeFür alle, die nur Zusatzkosten im Krankenhaus abdecken wollenFür alle, die im Krankenhaus wie ein Privatpatient behandelt werden möchten

10 · Checkliste

Checkliste: So findest du den passenden Tarif mit Vorerkrankungen

Mit dieser Prüfliste gehst du sicher, dass du keinen wichtigen Punkt übersiehst. Besonders bei Vorerkrankungen lohnt sich ein genauer Blick in die Bedingungen.

So vermeidest du spätere Überraschungen im Leistungsfall.

Prüfe zuerst, ob der Tarif auf Gesundheitsfragen verzichtet oder eine Prüfung nötig ist. Achte dann auf die Ausschlussregeln für Vorerkrankungen, die in den letzten 6 bis 12 Monaten behandelt wurden.

  • Verzichtet der Tarif auf Gesundheitsfragen oder ist eine Gesundheitsprüfung nötig?
  • Welche Ausschlussregeln gelten für Vorerkrankungen, die in den letzten 6 bis 12 Monaten behandelt wurden?
  • Gibt es eine allgemeine Wartezeit und wie lang ist sie?
  • Sind Unfälle ab dem ersten Tag ohne Wartezeit versichert?
  • Verzichtet der Versicherer auf sein ordentliches Kündigungsrecht?
  • Liegt der gewünschte Tagessatz zwischen 10 und 65 Euro pro Tag?
  • Kannst du den Tarif mit einer Krankenhauszusatzversicherung kombinieren, falls du später mehr Schutz möchtest?

Das solltest du vor dem Abschluss prüfen

01

Verzichtet der Tarif auf Gesundheitsfragen oder ist eine Gesundheitsprüfung nötig?

02

Welche Ausschlussregeln gelten für Vorerkrankungen, die in den letzten 6 bis 12 Monaten behandelt wurden?

03

Gibt es eine allgemeine Wartezeit und wie lang ist sie?

04

Sind Unfälle ab dem ersten Tag ohne Wartezeit versichert?

05

Verzichtet der Versicherer auf sein ordentliches Kündigungsrecht?

06

Liegt der gewünschte Tagessatz zwischen 10 und 65 Euro pro Tag?

07

Kannst du den Tarif mit einer Krankenhauszusatzversicherung kombinieren, falls du später mehr Schutz möchtest?

08

Sind chronische oder schwere Erkrankungen nach Ablauf anfänglicher Leistungsgrenzen vollständig versichert?

11 · Fehler vermeiden

Typische Fehler beim Abschluss mit Vorerkrankungen

Viele Menschen unterschätzen die Bedeutung der Ausschlussregeln oder verwechseln Krankenhaustagegeld mit Krankentagegeld. Diese Fehler kannst du vermeiden.

Diese Fehler kannst du vermeiden, wenn du die Bedingungen genau liest und die Leistungen auseinanderhältst.

Ein häufiger Fehler ist die Annahme, dass ohne Gesundheitsfragen jede Vorerkrankung automatisch mitversichert ist. Die Ausschlussregeln für bekannte Behandlungen gelten trotzdem. Auch ein zu niedriger Tagessatz, der nicht einmal die gesetzliche Zuzahlung von 10 Euro pro Tag abdeckt, ist riskant.

Der häufigste Fehler: Ohne Gesundheitsfragen ist nicht jede Vorerkrankung automatisch mitversichert, die Ausschlussregeln gelten trotzdem.

  • Annehmen, dass ohne Gesundheitsfragen jede Vorerkrankung automatisch mitversichert ist.
  • Krankenhaustagegeld mit Krankentagegeld verwechseln, das Tagegeld zahlt nur bei stationärem Aufenthalt.
  • Einen zu niedrigen Tagessatz wählen, der nicht einmal die gesetzliche Zuzahlung von 10 Euro pro Tag abdeckt.
  • Die allgemeine Wartezeit von 3 Monaten übersehen und dann bei einem frühen Krankenhausaufenthalt keine Leistung erhalten.
  • Einen Tarif wählen, bei dem der Versicherer in den ersten Jahren ein ordentliches Kündigungsrecht behält.

Diese Fehler solltest du vermeiden

·Annehmen, dass ohne Gesundheitsfragen jede Vorerkrankung automatisch mitversichert ist. Die Ausschlussregeln für bekannte Behandlungen gelten trotzdem.
·Krankenhaustagegeld mit Krankentagegeld verwechseln. Das Tagegeld zahlt nur bei stationärem Aufenthalt, nicht bei Arbeitsunfähigkeit zu Hause.
·Einen zu niedrigen Tagessatz wählen, der nicht einmal die gesetzliche Zuzahlung von 10 Euro pro Tag abdeckt.
·Die allgemeine Wartezeit von 3 Monaten übersehen und dann bei einem frühen Krankenhausaufenthalt keine Leistung erhalten.
·Einen Tarif wählen, bei dem der Versicherer in den ersten 3 Jahren ordentlich kündigen kann, obwohl Alternativen mit Kündigungsverzicht existieren.
·Nicht prüfen, ob geplante Krankenhausaufenthalte ausgeschlossen sind, etwa bei einer bereits terminierten Operation.

Häufige Fragen

Fragen zu Krankenhaustagegeld mit Vorerkrankungen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026