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FinanzbildungJugendkonto10 Min.

Jugendkonto Der Ratgeber für junge Menschen und ihre Finanzen

Jugendkonto einfach erklärt: Was es ist, ab welchem Alter, welche Funktionen sinnvoll sind und worauf junge Menschen beim Kontovergleich achten sollten.

Jugendkonto: WasRechnerWas ist ein
Das Wichtigste in 30 Sekunden
  • Definition: Girokonto speziell für Minderjährige und junge Erwachsene, meist ohne Kontoführungsgebühr
  • Abgrenzung zum klassischen Girokonto, Studentenkonto und Taschengeldkonto
  • Typisch auf Guthabenbasis geführt (kein Dispokredit), um Verschuldung zu vermeiden
  • Häufig mit App und Karte für den Alltag verbunden

Jugendkonto: Was steckt wirklich dahinter?

Definition: Girokonto speziell für Minderjährige und junge Erwachsene, meist ohne Kontoführungsgebühr

Ein Jugendkonto ist das erste eigene Bankkonto für Minderjährige und junge Erwachsene – ein praktisches Lernwerkzeug für den verantwortungsvollen Umgang mit Geld, meist ohne Kontoführungsgebühr und mit smarten App-Funktionen.

Kurz zusammengefasst: Ein Jugendkonto funktioniert wie ein normales Girokonto, wird aber speziell auf die Bedürfnisse junger Menschen zugeschnitten: gebührenfrei, auf Guthabenbasis geführt, mit Debitkarte und Banking-App. Eltern behalten dabei oft Einblick und können Limits mitgestalten. Wer frühzeitig lernt, sein Geld zu überblicken, legt damit den Grundstein für eine solide Finanzplanung im Erwachsenenleben.

AUF EINEN BLICK

  • Abgrenzung zum klassischen Girokonto, zum Konto für Berufseinsteiger und zum Taschengeldkonto
  • Typisch auf Guthabenbasis geführt (kein Dispokredit), um Verschuldung zu vermeiden
  • Häufig mit App und Karte für den Alltag verbunden

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Was ist ein Jugendkonto und wie unterscheidet es sich von anderen Konten?

Altersspannen unterscheiden sich je nach Bank (Untergrenze & Obergrenze prüfen

Ein Jugendkonto ist ein Girokonto, das speziell für Minderjährige und junge Erwachsene konzipiert wurde. Anders als ein klassisches Erwachsenenkonto verzichtet es in der Regel auf monatliche Kontoführungsgebühren und bietet keine Möglichkeit, ins Minus zu rutschen – das Konto wird auf reiner Guthabenbasis geführt. So ist von Anfang an ausgeschlossen, dass junge Menschen sich durch unbedachte Ausgaben verschulden. Das ist sowohl im Sinne der Banken als auch der Eltern und entspricht dem gesetzlichen Schutzgedanken für Minderjährige.

Vom klassischen Girokonto unterscheidet es sich vor allem dadurch, dass kein Dispositionskredit (Dispo) eingeräumt wird. Ein Konto für junge Erwachsene richtet sich hingegen an Personen in der Ausbildung oder in den ersten Berufsjahren, häufig zwischen 18 und 27 Jahren, und bietet manchmal zusätzliche Leistungen wie einen kleinen Überziehungsrahmen oder Sonderkonditionen für Kreditkarten. Ein Taschengeldkonto wiederum ist oft noch stärker eingeschränkt: Es dient häufig nur als einfacher Aufbewahrungsort für Taschengeld und bietet weniger Flexibilität im Alltag. Das Jugendkonto liegt funktional zwischen diesen Varianten – es ist mehr als ein Taschengeldkonto, aber noch kein vollwertiges Erwachsenenkonto.

Typisch für heutige Jugendkonten ist die enge Verknüpfung mit einer Banking-App und einer physischen Karte. Viele Banken und Neobanken bieten bereits für Kinder ab einem bestimmten Alter eine Girocard oder Debitkarte an, mit der in Geschäften bezahlt und an Automaten Bargeld abgehoben werden kann. Durch die App können junge Nutzer:innen jederzeit ihren Kontostand einsehen, Transaktionen nachverfolgen und ein Gefühl dafür entwickeln, wie schnell Geld fließt – eine wichtige Alltagskompetenz, die im Alltag oft kaum vermittelt wird.

AspektWorauf es ankommt
Altersspannen unterscheiden sich je nach Bank (Untergrenze & Obergrenze prüfen,
Rolle der gesetzlichen Vertreter: Eröffnung durch Eltern bzw. Sorgeberechtigte,
Rechtlicher Hintergrund: beschränkte Geschäftsfähigkeit und Taschengeldparagraf (§110 BGB,
Übergang zum regulären Girokonto oder Konto für junge Erwachsene ab bestimmter Altersgrenze,

Ab welchem Alter gibt es ein Jugendkonto – und wer darf es eröffnen?

Kostenlose Kontoführung und Bargeldabhebung im relevanten Automatennetz

Die Altersgrenzen für Jugendkonten variieren je nach Anbieter erheblich. Viele Banken bieten Konten bereits ab 7 Jahren an, andere starten erst ab 12 oder 14 Jahren. Die Obergrenze liegt je nach Institut meist zwischen 17 und 27 Jahren – danach erfolgt oft ein automatischer Übergang zu einem Standard- oder einem Konto für junge Erwachsene. Es lohnt sich daher, beim gewünschten Anbieter genau nachzufragen, welche Altersspannen gelten, und das Modell zu wählen, das zur aktuellen Lebenssituation passt.

Rechtlich ist entscheidend: Minderjährige sind in Deutschland beschränkt geschäftsfähig. Das bedeutet, sie können zwar an bestimmten Alltagsgeschäften teilnehmen, aber für die Kontoeröffnung brauchen sie die Zustimmung ihrer gesetzlichen Vertreter – in der Regel die Eltern oder Sorgeberechtigten. Häufig müssen sogar beide Sorgeberechtigten ihre Einwilligung geben, was beim Eröffnungsprozess zu beachten ist. Eine Ausnahme bildet der sogenannte Taschengeldparagraf (§ 110 BGB): Danach können Minderjährige Geschäfte des täglichen Lebens selbstständig abschließen, soweit sie das dafür nötige Geld aus eigenen Mitteln bestreiten – also zum Beispiel ein Buch kaufen oder einen Streaming-Monatsbeitrag zahlen.

Sobald Jugendliche volljährig werden, ändert sich die rechtliche Situation grundlegend: Sie sind ab 18 Jahren voll geschäftsfähig und können ein Konto eigenständig eröffnen und führen. Viele Banken wandeln das Jugendkonto zu diesem Zeitpunkt automatisch in ein reguläres Girokonto oder ein Konto für junge Erwachsene um. Wer gerade eine neue Lebensphase beginnt, etwa den Berufseinstieg oder eine Ausbildung, sollte diesen Übergang als Anlass nehmen, das eigene Konto und seine Konditionen kritisch zu prüfen.

AspektWorauf es ankommt
Kostenlose Kontoführung und Bargeldabhebung im relevanten Automatennetz,
Debitkarte oder Girocardteils Zusatzoptionen für Online-Zahlungen
Banking-App mit Ausgabenübersicht und Push-Benachrichtigungen,
Sicherheits- und Kontrollfunktionen wie Limitsdie Eltern mitfestlegen können
Kein Dispodamit keine unbemerkten Schulden entstehen

Welche Funktionen sollte ein gutes Jugendkonto mitbringen?

Benötigte Unterlagen: Ausweisdokumente des Kindes und der Eltern

Das wichtigste Kriterium ist für die meisten Familien die Kostenfreiheit: Kontoführungsgebühren sollten bis zur Altersobergrenze nicht anfallen. Ebenso wichtig ist die kostenlose Bargeldabhebung im relevanten Automatennetz – denn wer als Jugendlicher regelmäßig Gebühren für den Automaten zahlen muss, verliert schnell den Überblick über seine tatsächlichen Ausgaben. Hier unterscheiden sich Anbieter teils deutlich: Manche bieten ein großes eigenes Netz, andere kooperieren mit Verbundnetzen oder erlauben eine bestimmte Anzahl kostenloser Fremdabhebungen pro Monat.

Eine Debitkarte oder Girocard gehört heute zum Standard. Viele Jugendkonten bieten mittlerweile auch Debitkarten mit Mastercard- oder Visa-Logo an, was Online-Zahlungen erheblich erleichtert. Für Minderjährige kann es sinnvoll sein, vorab mit der Bank zu klären, ob Transaktionen im Internet möglich sind und wie diese abgesichert werden – etwa durch 3-D-Secure-Verfahren oder Einzelfreigabe per App. Wer in Online-Shops einkaufen möchte, braucht eine Karte, die das zuverlässig unterstützt.

Die Banking-App sollte benutzerfreundlich sein und Funktionen wie Ausgabenkategorisierung, Transaktionsübersicht und Push-Benachrichtigungen bei Ein- und Ausgängen bieten. Einige Anbieter erlauben es Eltern, über eine separate Eltern-App oder ein verknüpftes Konto Einblick in Kontobewegungen zu behalten und Ausgabelimits zu setzen. Das schafft Sicherheit auf beiden Seiten: Junge Nutzer:innen lernen, selbstständig mit Geld umzugehen, während Eltern im Hintergrund beobachten und bei Bedarf eingreifen können, ohne das Vertrauen zu untergraben.

AUF EINEN BLICK

  • Legitimation über VideoIdent oder in der Filiale
  • Zustimmung beider Sorgeberechtigter bei Minderjährigen
  • Bearbeitungszeit und Kartenversand einplanen

So wird ein Jugendkonto eröffnet – von den Unterlagen bis zur Karte

Viele Jugendkonten sind bis zu einer Altersgrenze gebührenfrei

Für die Kontoeröffnung werden in der Regel folgende Unterlagen benötigt: ein gültiges Ausweisdokument des Kindes oder Jugendlichen (Personalausweis oder Kinderreisepass, je nach Alter), ein Ausweisdokument mindestens eines Elternteils sowie – bei gemeinsamer Sorge – die Zustimmung beider Sorgeberechtigter. Manche Banken verlangen zusätzlich eine Geburtsurkunde des Kindes. Es empfiehlt sich, vor dem Start bei der gewünschten Bank nachzufragen, welche Dokumente konkret gefordert werden, da die Anforderungen variieren können.

Die Legitimation kann heute auf zwei Wegen erfolgen: entweder in der Filiale vor Ort oder per VideoIdent-Verfahren, das von vielen Direktbanken und Neobanken angeboten wird. Beim VideoIdent werden Ausweisdokumente über die Kamera eines Smartphones oder Computers verifiziert – bequem von zu Hause aus. Wichtig: Bei Minderjährigen müssen in der Regel alle Sorgeberechtigten am Identifizierungsprozess beteiligt sein, was bei VideoIdent logistisch manchmal etwas mehr Planung erfordert.

Nach erfolgreicher Eröffnung sollte eine Bearbeitungszeit von einigen Werktagen eingeplant werden, bevor Karte und PIN separat per Post eintreffen. Wer das Konto für einen konkreten Anlass – etwa den ersten Ferienjob oder ein Schulauslandsjahr – benötigt, sollte rechtzeitig beginnen. Es ist ratsam, direkt nach Erhalt der Karte einen Testlauf zu machen: Karte aktivieren, einmal Geld abheben oder eine kleine Zahlung durchführen und sichergehen, dass alles funktioniert, bevor echte Bedarfssituationen eintreten.

AUF EINEN BLICK

  • Achte auf Kosten für Ersatzkarte, Bargeld an Fremdautomaten und Auslandseinsatz
  • Vergleich lohnt: Gebührenmodell wechselt oft beim Übergang zum Erwachsenenkonto
  • Zinsen auf Guthaben sind bei Girokonten in der Regel nicht das Kernkriterium

Kosten und versteckte Gebühren beim Jugendkonto im Überblick

PIN, Kartenlimits und App-Sperre als Grundschutz

Viele Jugendkonten werben damit, vollständig kostenlos zu sein – und das stimmt häufig für die Grundleistungen bis zu einer bestimmten Altersgrenze. Doch es gibt Kostenpunkte, die leicht übersehen werden: Wer seine Karte verliert und eine Ersatzkarte benötigt, zahlt je nach Bank eine Bearbeitungsgebühr. Bargeldabhebungen an Fremdautomaten – also Automaten, die nicht zum eigenen Bankennetz gehören – können mit Gebühren verbunden sein. Ebenso können bei Zahlungen in Fremdwährungen oder bei Auslandsreisen Wechselkursaufschläge anfallen, die auf Reisen schnell ins Gewicht fallen.

Besonders wichtig ist der Blick auf den Moment des Übergangs zum Erwachsenenkonto. Viele Banken führen das Jugendkonto nach dem 18. Geburtstag oder nach Ende des Ausbildungs- bzw. Studienstatus automatisch in ein kostenpflichtiges Girokonto über. Wer das nicht rechtzeitig bemerkt, zahlt plötzlich monatliche Gebühren, ohne es bewusst entschieden zu haben. Ein regelmäßiger Konditionen-Check lohnt sich daher – gerade beim Übergang in neue Lebensphasen.

Zinsen auf das Guthaben spielen bei Girokonten generell eine untergeordnete Rolle und sollten kein entscheidendes Kriterium sein. Wer größere Beträge anlegen möchte – etwa Geschenke oder Ersparnisse –, sollte dafür eher ein separates Tagesgeld- oder Sparkonto in Betracht ziehen. Das Jugendkonto dient primär dem täglichen Zahlungsverkehr, nicht der Geldanlage. Der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr für Ledige greift ohnehin erst dann, wenn tatsächlich Kapitalerträge anfallen – was bei einem reinen Girokonto kaum der Fall ist.

AUF EINEN BLICK

  • Umgang mit Phishing und betrügerischen Nachrichten üben
  • Konto als Lernwerkzeug: Budget, Sparziele und Überblick über Einnahmen/Ausgaben
  • Einlagensicherung gibt Schutz für das Guthaben – Höhe bei der Bank prüfen

Sicherheit und Finanzbildung: Das Jugendkonto als Lernwerkzeug

Beim Start ins Berufsleben oder bei einem Umzug lohnt der Wechsel auf ein passendes Girokonto

Die technische Sicherheit rund ums Jugendkonto beginnt mit dem richtigen Umgang mit PIN und Karte. Jugendliche sollten von Anfang an verstehen: Die PIN gehört niemandem außer ihnen selbst – nicht Freunden, nicht Eltern und schon gar nicht Fremden. Karten sollten sofort gesperrt werden, wenn sie verloren gehen oder gestohlen werden. Die meisten Banking-Apps erlauben eine sofortige Kartensperre per Fingertipp, was den Schaden im Ernstfall deutlich begrenzt. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie Tageslimits für Zahlungen und Abhebungen können – teils gemeinsam mit den Eltern – festgelegt werden.

Ein häufig unterschätztes Thema ist der Schutz vor Phishing und Social Engineering. Gerade junge Menschen werden zunehmend über soziale Netzwerke, Messenger-Dienste oder gefälschte E-Mails kontaktiert, um Zugangsdaten oder TANs zu ergaunern. Das Bewusstsein dafür sollte frühzeitig geschärft werden: Seriöse Banken fragen niemals per Nachricht nach PIN oder Passwort. Eine gesunde Skepsis gegenüber unerwarteten Nachrichten mit Links oder Zahlungsaufforderungen ist keine Paranoia, sondern digitale Selbstverteidigung.

Das eigentliche Potenzial eines Jugendkontos liegt jedoch in der Finanzbildung. Wer lernt, Einnahmen und Ausgaben im Blick zu behalten, Sparziele zu setzen und bewusste Kaufentscheidungen zu treffen, entwickelt Kompetenzen, die weit über das Bankkonto hinausgehen. Viele Banking-Apps unterstützen diesen Lernprozess mit Ausgabenkategorien, Übersichten und manchmal sogar Spar-Töpfen. Das Guthaben auf dem Konto ist zudem durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt – in Deutschland bis zu 100.000 Euro pro Person und Bank, wobei bei Jugendkonten typischerweise weit geringere Summen hinterlegt sind.

AUF EINEN BLICK

  • Kontowechselservice erleichtert das Umziehen von Daueraufträgen und Lastschriften
  • Gehalt, Nebeneinkünfte und Haushaltskasse sinnvoll organisieren
  • Rechtzeitig prüfen, ab wann Gebühren fällig werden könnten

Vom Jugendkonto zum Girokonto: Der Übergang richtig gestalten

Mit dem ersten eigenen Konto beginnt oft die eigenständige Finanzplanung

Mit dem Start ins Berufsleben oder einer neuen Lebensphase ändert sich das Finanzleben grundlegend: Gehaltseingänge, Mietüberweisungen für die erste eigene Wohnung, der Nebenjob – plötzlich laufen deutlich mehr Transaktionen über das Konto als zuvor. Ein modernes Girokonto ist in dieser Phase oft die bessere Wahl, weil es auf diese Bedürfnisse zugeschnitten ist: keine Kontoführungsgebühren bei regelmäßigem Geldeingang, oft günstigere Konditionen für Auslandseinsatz und manchmal sogar ein kleiner Überziehungsrahmen für unvorhergesehene Ausgaben.

Wer sein bestehendes Konto umziehen möchte, kann den gesetzlichen Kontowechselservice nutzen. Banken sind verpflichtet, den Wechsel zu unterstützen und Daueraufträge sowie Lastschriftmandate auf das neue Konto zu übertragen. Das erleichtert den Wechsel erheblich und verhindert, dass wichtige Zahlungen – etwa der Rundfunkbeitrag oder Streaming-Abonnements – versehentlich scheitern, weil sie noch auf das alte Konto laufen. Ein guter Zeitpunkt für den Wechsel ist kurz vor einem Umzug oder Jahreswechsel, wenn ohnehin viele administrative Dinge geregelt werden.

Bei der Kontoorganisation hilft ein einfaches System: ein Konto für laufende Ausgaben (Miete, Lebensmittel, Mobilität) und ein separates Sparkonto oder Tagesgeldkonto für Rücklagen und größere Anschaffungen. Wer nebenbei arbeitet, sollte prüfen, ob das Einkommen unter der Minijob-Grenze von monatlich 603 Euro bleibt, um nicht unbeabsichtigt sozialversicherungspflichtig zu werden. Die Übersicht über Einnahmen und Ausgaben, die man idealerweise schon mit dem Jugendkonto geübt hat, zahlt sich hier direkt aus.

AUF EINEN BLICK

  • Frühzeitiger Berufsunfähigkeitsschutz kann in jungen Jahren günstiger sein
  • Unabhängige Beratung statt Schnellabschluss – Bedarf realistisch prüfen
  • Konto und Versicherungen zusammen denken für einen sauberen Überblick

Das Jugendkonto als Startpunkt: Versicherungen und eigenständige Finanzplanung

Mit dem ersten eigenen Konto beginnt oft auch das erste Nachdenken über finanzielle Absicherung. Solange Jugendliche noch in der Schule oder Ausbildung sind, sind sie in der Regel über die Eltern familienversichert – sei es in der gesetzlichen Krankenversicherung oder über Haftpflicht- und Hausratsversicherungen des Haushalts. Doch dieser Schutz hat ein Ablaufdatum: Mit dem Ende der Ausbildung oder der Familienmitgliedschaft in der GKV läuft die kostenfreie Mitversicherung aus und man muss sich selbst um Versicherungen kümmern.

Ein Thema, das gerade für junge Menschen besonders relevant ist, ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. In jungen Jahren ist der Gesundheitszustand in der Regel besser, und damit sind die Beiträge oft deutlich günstiger als im späteren Erwerbsleben. Das gilt es gegen die aktuell begrenzte finanzielle Leistungsfähigkeit abzuwägen. Wichtig ist dabei: Keine überstürzten Abschlüsse auf Basis von Werbung oder kurzfristigem Druck. Eine unabhängige Beratung – etwa über Verbraucherzentralen – hilft dabei, den tatsächlichen Bedarf realistisch einzuschätzen.

Das eigene Konto und mögliche Versicherungen zusammen zu denken ist der erste Schritt zu einer kohärenten Finanzplanung. Wer weiß, was jeden Monat reinkommt und rausgeht, kann besser einschätzen, welche monatlichen Beiträge für eine Versicherung tragbar wären – und welche nicht. Der Grundfreibetrag für Ledige liegt 2026 bei 12.348 Euro, was gerade für Azubis und Werkstudent:innen relevant ist: Wer darunter bleibt, zahlt keine Einkommensteuer. Auch das gehört zur finanziellen Grundbildung, die man ruhig schon mit dem ersten Jugendkonto ansteuern kann.

Jugendkonto: Der erste Schritt zu mehr Finanzverstand

Das Wichtigste auf einen Blick: Ein Jugendkonto ist weit mehr als ein Ort, wo Taschengeld lagert. Es ist ein Lernwerkzeug für den eigenverantwortlichen Umgang mit Geld – gebührenfrei, auf Guthabenbasis und mit modernen App-Funktionen. Wer früh lernt, Einnahmen und Ausgaben zu überblicken, legt den Grundstein für solide Finanzen im späteren Leben. Achte beim Anbietervergleich auf versteckte Kosten, Altershöchstgrenzen und die Übergangsbedingungen zum Erwachsenenkonto. Und wenn du wissen möchtest, wie gut deine Finanzen insgesamt aufgestellt sind, schau dir unseren interaktiven Finanz-Score an:
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Häufige Fragen

Ein Jugendkonto kannst du in der Regel ab einem Alter von sieben Jahren eröffnen, wobei die genauen Altersgrenzen je nach Bank variieren können. Bis zur Volljährigkeit benötigst du jedoch immer das Einverständnis und die Unterschrift deiner gesetzlichen Vertreter.

Ob ein Jugendkonto kostenlos ist, hängt von der jeweiligen Bank ab. Viele Institute bieten Jugendkonten bis zum 18. oder 21. Lebensjahr ohne monatliche Kontoführungsgebühren an, aber es gibt auch Anbieter, die bestimmte Bedingungen für die Kostenfreiheit stellen.

In der Regel kannst du mit einem Jugendkonto nicht ins Minus gehen, da es sich um ein reines Guthabenkonto handelt. Eine Dispositionskredit oder eine andere Form der Kontoüberziehung ist bei Jugendkonten üblicherweise nicht vorgesehen.

Zum Jugendkonto bekommst du meist eine Debitkarte, häufig eine Girocard oder eine Prepaid-Kreditkarte. Mit dieser Karte kannst du im Rahmen deines Guthabens bezahlen und an Geldautomaten Bargeld abheben.

Ja, Eltern oder Erziehungsberechtigte haben in der Regel vollen Einblick in die Kontobewegungen und können Transaktionen kontrollieren. Sie können auch Limits für Bargeldabhebungen oder Kartenzahlungen festlegen, bis du volljährig bist.

Ein Jugendkonto ist für Minderjährige gedacht und unterliegt strengeren gesetzlichen Beschränkungen, während ein reguläres Girokonto für Volljährige ausgelegt ist. Reguläre Girokonten bieten oft zusätzliche Leistungen wie einen Dispositionskredit oder spezielle Konditionen für den Zahlungsverkehr.

Wenn du erwachsen wirst, wird dein Jugendkonto in der Regel automatisch in ein normales Girokonto umgewandelt. Die Bank wird dich vorher informieren und die Konditionen können sich dann ändern, etwa bei Kontogebühren oder Kartenleistungen.

Dein Geld auf einem Jugendkonto ist durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt, die pro Kunde und Bank einen bestimmten Betrag absichert. Zusätzlich greifen oft die Sicherungssysteme der jeweiligen Bankengruppe, sodass dein Guthaben im Falle einer Bankinsolvenz geschützt ist.

Quellen & Stand 09.07.2026

MS

StudySmarter-Redaktion

Finanz-Redaktion · StudySmarter
Marie macht Finanzthemen für Studierende verständlich – von der ersten Versicherung bis zum ersten Sparplan.

Redaktionell geprüft. Alle Zahlen mit Quellenangabe, Stand 09.07.2026. Dieser Artikel ist Finanzbildung – keine Rechts- oder Steuerberatung.

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