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Hausratversicherungs­rechner: So ermittelst du deine passende Versicherungs­summe

Ein Hausratversicherungs­rechner übersetzt Wohnfläche und Wohnort in eine konkrete Versicherungs­summe. So erkennst du, ob dein Schutz vor Einbruch, Feuer oder Leitungs­wasser ausreichend und gleichzeitig bezahlbar ist.

10 Kapitel · 10 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Die Versicherungssumme orientiert sich meist pauschal an der Wohnfläche, oft mit 500 bis 750 Euro pro Quadratmeter.
  • Fahrraddiebstahl außerhalb der Wohnung ist nur mit Zusatzschutz abgesichert, üblich sind 1 bis 5 Prozent der Versicherungssumme.
  • Eine Selbstbeteiligung senkt den Beitrag, du trägst im Schadenfall aber einen festen Anteil selbst.
  • Sturm- und Hagelschäden am Hausrat sind in der Basis abgedeckt, Überschwemmung nur mit Elementarschutz.

01 · Grundlagen

Was berechnet ein Hausratversicherungs­rechner?

Der Rechner verknüpft deine Wohnfläche mit einem Richtwert pro Quadratmeter und berücksichtigt deinen Wohnort. Daraus ergibt sich eine Versicherungssumme, die den Neuwert deines Hausrats abdecken soll.

Der Rechner übersetzt deine Wohnfläche in eine Versicherungssumme, indem er einen Richtwert pro Quadratmeter ansetzt. Dieser Richtwert liegt je nach Versicherer zwischen 500 und 750 Euro pro Quadratmeter. Bei einer Wohnung mit 60 Quadratmetern ergibt sich so eine Versicherungssumme zwischen 30.000 und 45.000 Euro.

Zusätzlich fließt deine Postleitzahl in die Berechnung ein, weil Versicherer das Schadenrisiko regional unterschiedlich bewerten. Die Versicherungssumme ist der Höchstbetrag, den der Versicherer im Schadenfall für deinen gesamten Hausrat erstattet. Bei den meisten Tarifen gilt ein Unterversicherungsverzicht, wenn du die pauschale Summe übernimmst.

Das bedeutet: Schäden werden bis zur vollen Versicherungssumme gedeckt, auch wenn dein Hausrat tatsächlich weniger wert ist. Du musst also nicht befürchten, bei einer zu niedrigen Schätzung auf einem Teil des Schadens sitzen zu bleiben.

Kurz erklärt

Versicherungs­summe

Die Versicherungssumme ist der Höchstbetrag, den der Versicherer im Schadenfall für deinen gesamten Hausrat erstattet. Sie basiert auf dem Neuwert deiner Einrichtung und deiner beweglichen Gegenstände.

Bei den meisten Tarifen gilt ein Unterversicherungsverzicht, wenn du die pauschale Summe übernimmst. Dann sind Schäden bis zur vollen Versicherungssumme gedeckt, auch wenn dein Hausrat weniger wert ist.

02 · Vergleich

Pauschale oder genaue Berechnung: Welche Methode passt zu dir?

Für die Versicherungssumme gibt es zwei Wege. Die pauschale Methode spart Zeit, die genaue Auflistung kann bei wenig Hausrat den Beitrag senken.

Die pauschale Methode multipliziert deine Wohnfläche mit einem festen Richtwert. Du sparst dir die Inventur und erhältst sofort eine belastbare Versicherungssumme. Der Nachteil: Wer ein großes Haus bewohnt, aber wenig Hausrat besitzt, zahlt unter Umständen eine zu hohe Prämie.

Die genaue Berechnung listet jeden Gegenstand Raum für Raum mit seinem Wert auf. Das ist aufwendiger, kann aber die Prämie senken, wenn dein Hausrat deutlich unter dem pauschalen Richtwert liegt. Bei der genauen Berechnung solltest du einen Aufschlag von rund 10 Prozent für künftige Anschaffungen einplanen.

Ein Beispiel: Eine Wohn-und-Esszimmer-Kombination kommt mit Möbeln, Elektronik, Geschirr und Büchern schnell auf 20.000 Euro. Im Schadenfall hast du bei der genauen Methode bereits eine vollständige Liste deines Besitzes, was die Schadenregulierung erleichtert.

Zwei Methoden zur Ermittlung der Versicherungssumme
Pauschale BerechnungGenaue Berechnung
GrundlageWohnfläche mal Richtwert (oft 500 bis 750 Euro pro m²)Summe der Einzelwerte aller Gegenstände
AufwandGering, keine Inventur nötigHoch, Raum für Raum auflisten
Unterversicherungs­verzichtMeist eingeschlossenOft nicht eingeschlossen
VorteilWeniger Aufwand bei der WertermittlungPrämie sinkt bei wenig Hausrat

03 · Was gilt

Welche Räume zählen zur Wohnfläche?

Die Wohnfläche bestimmt bei der pauschalen Methode deine Versicherungssumme. Nicht jeder Raum wird gleich angerechnet.

Für die pauschale Berechnung zählt die gesamte Grundfläche aller Räume, die du zu Wohn- und Hobbyzwecken nutzt. Dazu gehören Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Küche, Badezimmer, Arbeitszimmer, Wintergarten und ausgebaute Kellerräume. Auch die Eingangsdiele wird berücksichtigt.

Nicht angerechnet werden Balkone, Terrassen, Loggien und Treppen. Unausgebaute Keller- und Speicherräume ohne Wohnnutzung kannst du von der Gesamtfläche abziehen. Es zählt das Innenmaß der Räume, ohne Innenwände.

Wenn du also eine 80-Quadratmeter-Wohnung mit 10 Quadratmeter Balkon hast, gibst du 80 Quadratmeter in den Rechner ein. Der Balkon bleibt außen vor, auch wenn du ihn im Sommer regelmäßig nutzt.

Zählt zur Wohnfläche

·Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer
·Küche und Badezimmer
·Arbeits- und Hobbyräume
·Wintergarten und ausgebaute Kellerräume
·Eingangsdiele

Zählt nicht dazu

·Balkone und Terrassen
·Loggien
·Treppen
·Unausgebaute Keller- und Speicherräume ohne Wohnnutzung

04 · Kosten

So wirkt sich die Selbstbeteiligung auf deinen Beitrag aus

Eine Selbstbeteiligung senkt die laufende Prämie. Im Schadenfall zahlst du den vereinbarten Betrag selbst, die Versicherung übernimmt den Rest.

Übliche Selbstbeteiligungen liegen zwischen 150 und 500 Euro. Je höher der vereinbarte Betrag, desto niedriger fällt dein Jahresbeitrag aus.

Ohne Selbstbeteiligung zahlst du den höchsten Beitrag, bei 250 Euro Selbstbeteiligung sinkt er spürbar. Wähle die Selbstbeteiligung so, dass du den Betrag im Schadenfall aus Rücklagen zahlen kannst.

Ein Beispiel: Bei einem Wasserschaden von 800 Euro und 250 Euro Selbstbeteiligung übernimmt die Versicherung 550 Euro. Die Ersparnis bei der Prämie sollte nicht dazu führen, dass du im Schadenfall in finanzielle Schwierigkeiten gerätst.

Beitrag und Selbstbeteiligung im Verhältnis

Ohne Selbstbeteiligunghöchster Beitrag
Mit Selbstbeteiligungniedriger Beitrag

05 · Was gilt

Fahrraddiebstahl: Wann dein Rad versichert ist

Der Schutz für dein Fahrrad hängt vom Tarif ab. Entscheidend ist, ob das Rad nur in der Wohnung oder auch unterwegs abgesichert sein soll.

In der Basis deckt die Hausratversicherung Fahrraddiebstahl nur ab, wenn das Rad aus der Wohnung, dem Fahrradkeller oder der Garage gestohlen wird. Zusätzlich muss das Fahrrad mit einem Schloss gesichert sein. Wer sein Rad am Bahnhof oder vor dem Supermarkt abstellt, braucht einen Zusatzschutz.

Mit dem Zusatzbaustein ist dein Fahrrad auch außerhalb des Wohnbereichs versichert. Die Absicherung liegt in der Regel bei 1 bis 5 Prozent der Versicherungssumme. Teure Räder über dieser Entschädigungsgrenze benötigen eine separate Fahrradversicherung.

Bei einer Versicherungssumme von 30.000 Euro sind das je nach Tarif 300 bis 1.500 Euro. Ein E-Bike im Wert von 3.000 Euro wäre damit nicht vollständig abgedeckt.

Mit Zusatzschutz versichert

·Diebstahl am Bahnhof oder vor dem Supermarkt
·Diebstahl aus dem Fahrradkeller
·Absicherung in Höhe von 1 bis 5 Prozent der Versicherungssumme

Nur in der Basis versichert

·Diebstahl außerhalb des Wohnbereichs
·Diebstahl ohne angeschlossenes Fahrradschloss
·Teure Räder über der Entschädigungsgrenze

06 · Was gilt

Einbruchdiebstahl: Was die Basis leistet

Nach einem Einbruch ersetzt die Hausratversicherung gestohlene und beschädigte Gegenstände. Auch Aufräum- und Reparaturkosten können dazugehören.

Viele Anbieter übernehmen zusätzlich die Reparatur beschädigter Türen und Fenster sowie den Austausch von Schlössern. Das gilt auch dann, wenn der Einbruch nur versucht wurde.

Nicht versichert sind einfacher Diebstahl ohne Einbruchspuren und Bargeld über die vereinbarte Entschädigungsgrenze hinaus. Wertsachen wie Schmuck oder Antiquitäten sind oft nur bis zu einem bestimmten Betrag geschützt.

Prüfe deshalb vor dem Abschluss, ob deine teuren Gegenstände in der Standarddeckung ausreichend berücksichtigt sind. Bei hohen Einzelwerten kann eine Zusatzversicherung oder eine höhere Absicherungssumme sinnvoll sein.

Übernimmt die Versicherung

·Neuwert der gestohlenen Gegenstände
·Reparatur beschädigter Türen und Fenster
·Kosten für den Austausch von Schlössern

Übernimmt sie nicht

·Bargeld über die vereinbarte Entschädigungsgrenze hinaus
·Schäden durch einfachen Diebstahl ohne Einbruchspuren
·Wertsachen ohne gesonderten Nachweis

07 · Was gilt

Sturm und Hagel: Schutz bei Unwetterschäden

Wenn ein Sturm das Dach abdeckt und Regen deine Möbel beschädigt, greift die Hausratversicherung. Für Überschwemmungen brauchst du einen Zusatzbaustein.

Die Basis deckt Schäden durch Sturm ab Windstärke 8 und Hagelschäden an Möbeln und Elektrogeräten. Auch Folgeschäden durch Regen sind versichert, wenn der Sturm zuerst das Dach abgedeckt hat und danach Wasser in die Wohnung eindringt. Das gilt für deinen Hausrat, nicht für das Gebäude selbst.

Hochwasser, Überschwemmung, Rückstau aus der Kanalisation, Erdbeben und Lawinen sind nur mit einem Elementarschutz versichert. Dieser Zusatzbaustein ist in Regionen mit Hochwasserrisiko besonders wichtig.

Wenn du in der Nähe eines Flusses oder an einem Hang wohnst, solltest du den Elementarschutz ernsthaft prüfen. Die Basis allein lässt dich bei einem Jahrhunderthochwasser auf dem Schaden sitzen.

In der Basis versichert

·Schäden durch Sturm ab Windstärke 8
·Hagelschäden an Möbeln und Elektrogeräten
·Folgeschäden durch Regen nach Sturmschaden am Dach

Nur mit Elementarschutz

·Hochwasser und Überschwemmung
·Rückstau aus der Kanalisation
·Erdbeben und Lawinen

08 · Hintergrund

Wohnort als Preisfaktor: Warum die Postleitzahl zählt

Dein Wohnort beeinflusst die Prämie stärker als viele denken. Versicherer stufen Regionen nach Schadenrisiko ein.

Versicherer teilen Deutschland in Tarifzonen ein, die auf regionalen Schadenstatistiken basieren. Entscheidend sind vor allem Einbruchdiebstähle, aber auch Brände und Stürme fließen in die Risikobewertung ein. Je höher das Risiko an deinem Wohnort, desto teurer die Prämie.

In Großstädten mit hoher Einbruchrate fällt der Beitrag meist höher aus als im ländlichen Raum. Auch innerhalb einer Stadt gibt es Unterschiede zwischen den Stadtteilen. Der Hausratversicherungsrechner berücksichtigt deine Postleitzahl automatisch.

Ein Umzug kann daher eine Beitragsanpassung auslösen, sowohl nach oben als auch nach unten. Melde einen Wohnortwechsel immer zeitnah deinem Versicherer, damit dein Schutz aktuell bleibt.

Versicherer teilen Deutschland in Tarifzonen ein. Grundlage sind regionale Schadenstatistiken, vor allem zu Einbruchdiebstahl, aber auch zu Bränden und Stürmen.

In Großstädten mit höherer Einbruchrate fällt der Beitrag meist höher aus als im ländlichen Raum. Auch innerhalb einer Stadt kann es Unterschiede zwischen den Stadtteilen geben.

Der Hausratversicherungsrechner berücksichtigt deine Postleitzahl automatisch. Ein Umzug kann daher eine Beitragsanpassung auslösen, sowohl nach oben als auch nach unten.

09 · Fehler vermeiden

Typische Fehler bei der Eingabe in den Hausratversicherungs­rechner

Kleine Ungenauigkeiten bei der Flächenangabe oder der Selbstbeteiligung können die Versicherungssumme verzerren. Diese Punkte solltest du vor dem Abschluss prüfen.

Die Wohnfläche zu niedrig anzugeben, um Beitrag zu sparen, führt zu Unterversicherung. Im Schadenfall kann das bedeuten, dass du nicht den vollen Neuwert deines Hausrats erstattet bekommst. Gib deshalb immer die tatsächliche Fläche an, die du zu Wohn- und Hobbyzwecken nutzt.

Ein weiterer Fehler ist, Balkon und Terrasse zur Wohnfläche zu addieren, obwohl sie nicht zählen. Auch wer Fahrraddiebstahl außerhalb der Wohnung erwartet, ohne den Zusatzschutz gewählt zu haben, erlebt im Schadenfall eine böse Überraschung. Wähle die Selbstbeteiligung nur so hoch, dass du sie im Schadenfall aus Rücklagen zahlen kannst.

Wertsachen wie Schmuck, Bargeld oder teure Elektronik sind oft nur begrenzt abgesichert. Prüfe vor dem Abschluss, ob du für besonders wertvolle Gegenstände eine Zusatzversicherung oder eine höhere Absicherungssumme benötigst.

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

·Wohnfläche zu niedrig angeben, um Beitrag zu sparen, führt zu Unterversicherung
·Balkon und Terrasse zur Wohnfläche addieren, obwohl sie nicht zählen
·Fahrraddiebstahl außerhalb der Wohnung erwarten, ohne Zusatzschutz gewählt zu haben
·Selbstbeteiligung wählen, die im Schadenfall nicht aus Rücklagen zahlbar ist
·Wertsachen wie Schmuck oder Bargeld nicht gesondert absichern

10 · Checkliste

Checkliste: Diese Angaben brauchst du für den Hausratversicherungs­rechner

Mit wenigen Angaben erhältst du eine erste Einschätzung. Halte diese Daten bereit, bevor du den Rechner nutzt.

Für eine erste Einschätzung genügen wenige Angaben. Halte deine Postleitzahl, die Wohnfläche in Quadratmetern und die gewünschte Selbstbeteiligung bereit. Auch die Anzahl der Personen im Haushalt kann relevant sein, weil mehr Bewohner oft mehr Hausrat bedeuten.

Besondere Wertsachen wie Schmuck, Antiquitäten oder teure Elektronik solltest du gesondert angeben. Ein Fahrrad mit Neuwert über 1.000 Euro erfordert in der Regel einen Zusatzschutz oder eine separate Versicherung.

Mit diesen Daten erhältst du eine belastbare erste Einschätzung deiner Versicherungssumme und deines Beitrags. Vergleiche anschließend mehrere Tarife, um Leistungen und Preise gegeneinander abzuwägen.

Angaben für die Berechnung

01

Postleitzahl und Wohnort

02

Wohnfläche in Quadratmetern

03

Gewünschte Selbstbeteiligung

04

Besondere Wertsachen wie Schmuck oder teure Elektronik

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026