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FinanzbildungVersicherung14 Min.

Erasmus Versicherung: Dein Schutz für das Auslandssemester 2026

Du planst ein Auslandssemester und fragst dich, was passiert, wenn du krank wirst oder etwas passiert? Die Erasmus Versicherung ist kein einzelner Vertrag, sondern ein Bündel aus Absicherungen. Hier erfährst du, welche du wirklich brauchst und wie du sie günstig bekommst.

AuslandssemesterKrankenversicherungStudenten
Brauche ich das?
Ja, unbedingt.
Die gesetzliche Versicherung greift oft nicht im Ausland.
Was kostet das?
Ab 20 Euro monatlich.
Je nach Anbieter und Leistungsumfang für die Zusatzversicherung.
Was ist wichtig?
Krankenversicherung.
Sie ist das Fundament deiner Absicherung im Ausland.

Warum das Thema Erasmus Versicherung dich direkt betrifft

Du hast den Entschluss gefasst: Ein Auslandssemester steht an. Vielleicht nach Spanien, Frankreich oder sogar nach Kanada oder Australien. Die Vorfreude ist groß, die Organisation läuft. Doch zwischen Sprachkurs und Wohnungssuche taucht schnell die Frage nach der Absicherung auf. Das ist kein Bürokratie-Monster, sondern reiner Selbstschutz. Stell dir vor, du bekommst im Ausland eine Blinddarmentzündung oder brichst dir beim Sport das Bein. Ohne passenden Versicherungsschutz kann das schnell teuer werden.

Viele Studierende gehen davon aus, dass die deutsche Krankenversicherung im Ausland alles abdeckt. Das ist ein gefährlicher Irrglaube. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt im EU-Ausland nur einen Teil der Kosten, und das auch nur mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC). Außerhalb der EU sieht es meist noch schlechter aus. Dort bist du ohne Zusatzversicherung oft komplett ungeschützt. Das kann im Ernstfall bedeuten, dass du auf hohen Kosten sitzen bleibst.

Aber es geht nicht nur um Krankheit. Auch die private Haftpflicht ist ein wichtiger Baustein. Wenn du in deiner WG versehentlich das Sofa deines Mitbewohners ruinierst oder auf der Straße jemanden anrempelst und sein Handy zerbricht, haftest du mit deinem Privatvermögen. In vielen Ländern ist eine Haftpflichtversicherung sogar Pflicht, um ein Visum zu bekommen. Du siehst: Das Thema ist komplexer als nur ein einzelner Vertrag.

Dieser Ratgeber bringt Licht ins Dunkel. Wir erklären dir Schritt für Schritt, welche Versicherungen du für dein Erasmus-Abenteuer wirklich brauchst, was sie kosten und wie du typische Fehler vermeidest. Am Ende bist du bestens vorbereitet und kannst dich voll und ganz auf dein Abenteuer konzentrieren. Es ist einfacher, als du denkst, wenn du die Grundlagen verstehst.

Denk daran: Eine gute Vorbereitung ist der halbe Erfolg. Wer sich vorab um seine Versicherungen kümmert, spart sich später viel Ärger und Geld. Und du willst ja nicht im Krankenhaus in Lissabon sitzen und dich fragen, wie du die Rechnung bezahlen sollst. Also, lass uns gemeinsam deinen Versicherungsschutz für das Auslandssemester aufbauen.

24 Monate
So lange ist der Erasmus-Aufenthalt in der Regel förderfähig.
90 Tage
Gültigkeit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) für Behandlungen im EU-Ausland.
~300.000
Studierende aus Deutschland gehen jährlich für eine gewisse Zeit ins Ausland.

Was ist eine Erasmus Versicherung überhaupt? Grundlagen einfach erklärt

Zuerst die wichtigste Klarstellung: Es gibt nicht die eine, offizielle Erasmus Versicherung, die du bei einer Behörde beantragst. Der Begriff ist ein Sammelbegriff. Er beschreibt die Summe aller Versicherungen, die du für deinen Auslandsaufenthalt benötigst. Das ist ein wichtiger Unterschied, denn er bedeutet, dass du dir deinen Schutz individuell zusammenstellen musst. Es gibt aber spezielle Angebote von Versicherern, die genau auf die Bedürfnisse von Studierenden im Ausland zugeschnitten sind.

Das Fundament bildet immer die Krankenversicherung. Hier gibt es zwei Szenarien. Wenn du innerhalb der EU bleibst, reicht oft deine gesetzliche Krankenversicherung in Kombination mit der EHIC. Die Karte bekommst du kostenlos bei deiner Krankenkasse. Sie deckt aber nur die medizinisch notwendige Behandlung zu den Bedingungen des jeweiligen Landes ab. Das bedeutet: Du bekommst die gleiche Behandlung wie ein Einheimischer, aber nicht unbedingt die gleiche Qualität wie in Deutschland. Rücktransporte oder Einzelzimmer im Krankenhaus sind meist nicht enthalten.

Gehst du außerhalb der EU, zum Beispiel in die USA, nach Kanada oder Australien, ist die EHIC wertlos. Dann brauchst du eine separate Auslandskrankenversicherung. Diese übernimmt die Kosten für ambulante und stationäre Behandlungen, oft auch für Medikamente und Krankenrücktransporte. Solche Policen sind für Studierende erstaunlich günstig und bieten ein hohes Maß an Sicherheit. Du solltest unbedingt darauf achten, dass die Versicherung keine Wartezeiten vorsieht und ab dem ersten Tag im Ausland gilt.

Neben der Krankenversicherung ist die private Haftpflichtversicherung der zweite wichtige Baustein. Sie schützt dich, wenn du anderen Personen einen Schaden zufügst. Das kann ein Unfall sein oder das versehentliche Beschädigen von Eigentum. In Deutschland ist diese Versicherung weit verbreitet, aber nicht jeder hat sie. Wenn du noch keine hast, solltest du vor deinem Auslandsaufenthalt unbedingt eine abschließen. Viele Tarife gelten weltweit und sind für wenige Euro im Jahr zu haben.

Zusätzlich gibt es optionale Bausteine wie eine Reisegepäckversicherung oder eine Unfallversicherung. Diese sind aber meist weniger wichtig und können je nach Zielland und persönlicher Situation sinnvoll sein. Wichtig ist, dass du dich nicht von unnötigen Zusatzpaketen ablenken lässt. Konzentriere dich zuerst auf die beiden Säulen: Krankenversicherung und Haftpflicht. Damit bist du für die meisten Fälle schon sehr gut aufgestellt.

So funktioniert die Absicherung: Krankenversicherung im Detail

Die Funktionsweise der Krankenversicherung im Ausland ist der Kern deiner Absicherung. Innerhalb der EU greift, wie erwähnt, die EHIC. Du legst die Karte einfach beim Arzt oder im Krankenhaus vor. Der Behandler rechnet dann direkt mit deiner deutschen Krankenkasse ab. Du musst also nicht in Vorkasse gehen. Das ist der große Vorteil des europäischen Systems. Allerdings gibt es Fallstricke: Nicht jede Behandlung, die in Deutschland üblich ist, wird im Ausland übernommen. Zahnbehandlungen oder Physiotherapie können eingeschränkt sein.

Außerhalb der EU funktioniert das System anders. Dort musst du die Behandlungskosten in der Regel selbst bezahlen und reichst die Rechnungen anschließend bei deiner Auslandskrankenversicherung ein. Das bedeutet, du brauchst ein finanzielles Polster für den Notfall. Viele Versicherer bieten aber auch einen Direktabrechnungs-Service an, bei dem sie die Kosten direkt mit dem Krankenhaus klären. Das ist ein großer Komfortgewinn. Achte bei der Auswahl des Tarifs darauf, dass dieser Service enthalten ist.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Krankenrücktransport. Wenn du so schwer erkrankst oder verunglückst, dass du in Deutschland behandelt werden musst, kann das sehr teuer werden. Ein Rettungsflug aus den USA kann schnell fünfstellige Beträge kosten. Eine gute Auslandskrankenversicherung übernimmt diese Kosten. Prüfe daher immer, ob der Tarif einen medizinisch sinnvollen Rücktransport beinhaltet. Das ist ein entscheidendes Kriterium, das du nicht vernachlässigen solltest.

Die Kosten für eine solche Auslandskrankenversicherung sind für Studierende überschaubar. Du kannst mit einem niedrigen zweistelligen Betrag pro Monat rechnen. Im Vergleich zu den potenziellen Kosten im Krankheitsfall ist das eine sehr sinnvolle Investition. Es ist wie eine Sicherheitsgurt im Auto: Du hoffst, ihn nie zu brauchen, aber wenn es darauf ankommt, ist er unbezahlbar. Und das Gefühl, abgesichert zu sein, ist viel wert.

Denke auch daran, dass deine private Krankenversicherung in Deutschland während des Auslandsaufenthalts weiterläuft. Du musst also keine Angst haben, dass du nach der Rückkehr keinen Versicherungsschutz mehr hast. Die Beiträge musst du natürlich weiterzahlen, sofern du nicht beurlaubt bist und kein Einkommen hast. Informiere dich vorab bei deiner Versicherung, wie die Regelung für dein spezielles Auslandssemester aussieht.

Kosten im Blick: Was du für die Erasmus Versicherung einplanen solltest

Die Frage nach den Kosten ist berechtigt, denn als Student ist das Budget oft knapp. Die gute Nachricht: Eine umfassende Absicherung für dein Auslandssemester muss kein Loch in deine Kasse reißen. Die größte Position ist die Krankenversicherung. Wenn du innerhalb der EU bleibst und die EHIC nutzt, entstehen dir keine zusätzlichen Kosten. Du zahlst weiterhin deinen normalen Beitrag an deine gesetzliche Krankenkasse. Das ist der günstigste Fall.

Für außereuropäische Aufenthalte solltest du mit einem Beitrag für die Auslandskrankenversicherung rechnen. Dieser liegt je nach Anbieter und Leistungsumfang im Bereich von etwa 20 bis 50 Euro pro Monat. Es gibt auch Jahresverträge, die oft günstiger sind, wenn du länger als ein Semester bleibst. Vergleiche die Tarife genau und achte nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Leistungen. Ein billiger Tarif nützt dir nichts, wenn er im Ernstfall keine Rücktransporte abdeckt.

Die private Haftpflichtversicherung ist ein echtes Schnäppchen. Du bekommst einen guten Schutz schon für weniger als rund 10 Euro pro Jahr. Das ist so wenig, dass es fast weh tut, darauf zu verzichten. Viele Studierende sind über die Eltern oder eine Familienversicherung bereits haftpflichtversichert. Prüfe das unbedingt, bevor du einen neuen Vertrag abschließt. Oft genügt eine einfache Bestätigung der elterlichen Versicherung, dass der Schutz auch im Ausland gilt.

Zusätzliche Bausteine wie eine Reisegepäckversicherung kosten meist ein paar Euro pro Monat. Sie können sinnvoll sein, wenn du teure Technik wie Laptop oder Kamera mitnimmst. Überlege aber genau, ob du diesen Schutz wirklich brauchst. Die meisten Hausratversicherungen decken auch Schäden an deinem Gepäck auf Reisen ab, wenn auch oft mit Einschränkungen. Ein Blick in deine bestehenden Verträge kann dir hier bares Geld sparen.

Wichtig ist, dass du die Kosten nicht nur als Ausgabe siehst, sondern als Investition in deine Sicherheit. Ein einziger Krankenhausaufenthalt in den USA kann dein gesamtes Erspartes aufbrauchen. Eine gute Versicherung schützt dich vor diesem finanziellen Risiko. Plane die Beiträge fest in dein Auslandsbudget ein. So bist du auf der sicheren Seite und kannst dein Semester unbeschwert genießen.

Worauf du bei der Wahl der Versicherung achten solltest

Bei der Auswahl deiner Erasmus Versicherung gibt es einige entscheidende Kriterien. Zuerst solltest du prüfen, ob dein Zielland innerhalb der EU liegt oder nicht. Das bestimmt, ob du eine separate Auslandskrankenversicherung brauchst. Für Länder wie die Schweiz, Norwegen oder Island gilt die EHIC zwar auch, aber es gibt Besonderheiten. Informiere dich am besten auf den Seiten deiner Krankenkasse oder des Auswärtigen Amtes über die genauen Regelungen.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Gültigkeit des Versicherungsschutzes. Achte darauf, dass die Police ab dem ersten Tag deines Aufenthalts gilt und keine Wartezeiten enthält. Manche Tarife decken nur Neuerkrankungen ab, nicht aber chronische Krankheiten, die du bereits hast. Wenn du unter einer Vorerkrankung leidest, solltest du vor Abschluss unbedingt die Versicherungsbedingungen prüfen und im Zweifel den Anbieter kontaktieren. Transparenz ist hier das A und O.

Prüfe auch die Höhe der Selbstbeteiligung. Manche Tarife sind günstiger, wenn du im Schadensfall einen Teil der Kosten selbst trägst. Das kann sinnvoll sein, wenn du nur das Risiko eines großen Schadens absichern willst. Für die meisten Studierenden ist aber ein Tarif ohne Selbstbeteiligung die bessere Wahl, da schon ein Arztbesuch mit rund 50 Euro zu Buche schlagen kann. Rechne durch, was für dich wirtschaftlich am sinnvollsten ist.

Achte außerdem auf den Service des Versicherers. Gibt es eine 24-Stunden-Notfallhotline? Werden die Kosten direkt mit dem Krankenhaus abgerechnet? Wie schnell werden Rechnungen erstattet? Ein guter Kundenservice ist im Notfall Gold wert. Lies Erfahrungsberichte anderer Studierender und vergleiche die Angebote unabhängiger Portale. So bekommst du ein gutes Gefühl dafür, welcher Anbieter wirklich zuverlässig ist.

Und noch ein Tipp: Schließe deine Versicherung nicht erst in der letzten Woche vor der Abreise ab. Beginne frühzeitig mit dem Vergleich, damit du genug Zeit hast, die Bedingungen in Ruhe zu lesen. So vermeidest du Hektik und kannst eine fundierte Entscheidung treffen. Denk daran: Die beste Versicherung ist die, die du im Ernstfall nicht brauchst, aber auf die du dich hundertprozentig verlassen kannst.

Typische Fehler bei der Erasmus Versicherung und wie du sie vermeidest

Ein klassischer Fehler ist die Annahme, dass die gesetzliche Krankenversicherung weltweit gilt. Das ist falsch. Außerhalb der EU und einiger weniger anderer Länder bist du ohne Zusatzversicherung ungeschützt. Viele Studierende fliegen sorglos in die USA und landen dann mit einer hohen Arztrechnung in der Falle. Vermeide diesen Fehler, indem du dich vorab genau informierst, ob dein Zielland abgedeckt ist.

Ein weiterer häufiger Fehler ist das Vernachlässigen der Haftpflichtversicherung. Viele denken, dass ihnen im Ausland nichts passieren kann oder dass die Kosten gering sind. Doch ein Schaden kann schnell existenzbedrohend sein. Wenn du zum Beispiel eine teure Brille deines Mitbewohners zerstörst oder einen Unfall verursachst, kann das teuer werden. Eine private Haftpflichtversicherung kostet fast nichts und schützt dich vor diesen finanziellen Folgen.

Viele Studierende schließen auch unnötige Zusatzversicherungen ab, die sie gar nicht brauchen. Eine Reisegepäckversicherung ist zum Beispiel oft überflüssig, wenn du keine besonders teuren Gegenstände mitnimmst. Oder sie ist bereits durch die Hausratversicherung der Eltern abgedeckt. Bevor du Geld für Zusatzpakete ausgibst, prüfe genau, ob du den Schutz wirklich benötigst. Weniger ist oft mehr.

Ein weiterer Fehler ist, die Versicherungsbedingungen nicht zu lesen. Das ist zwar mühsam, aber wichtig. Achte auf Ausschlüsse, wie zum Beispiel bestimmte Sportarten oder Vorerkrankungen. Wenn du Extremsportarten wie Bungee-Jumping oder Tauchen planst, musst du sicherstellen, dass deine Versicherung diese abdeckt. Sonst stehst du im Schadensfall ohne Schutz da. Nimm dir die Zeit und lies das Kleingedruckte.

Und schließlich: Warte nicht bis zur letzten Minute. Wer seine Versicherung erst kurz vor der Abreise abschließt, riskiert, dass der Schutz nicht rechtzeitig aktiv wird oder dass man in der Hektik einen wichtigen Punkt übersieht. Beginne frühzeitig mit der Planung und halte alle Unterlagen bereit. So startest du entspannt in dein Auslandssemester und bist auf alle Eventualitäten vorbereitet.

Dein konkreter Fahrplan: So gehst du Schritt für Schritt vor

Jetzt wird es praktisch. Hier ist dein Fahrplan für die Erasmus Versicherung. Schritt eins: Kläre dein Zielland. Liegt es in der EU oder nicht? Das ist die Grundsatzentscheidung. Für EU-Länder reicht die EHIC, für andere Länder brauchst du eine Auslandskrankenversicherung. Notiere dir die Antwort auf diese Frage, sie ist die Basis für alles Weitere.

Schritt zwei: Prüfe deine bestehenden Verträge. Bist du über deine Eltern haftpflichtversichert? Gilt der Schutz auch im Ausland? Hast du eine private Krankenversicherung, die Auslandsleistungen einschließt? Oft sind mehr Dinge abgedeckt, als du denkst. Ein Anruf bei deiner Versicherung kann dir hier schnell Klarheit verschaffen und dir bares Geld sparen.

Schritt drei: Vergleiche die Angebote für die Auslandskrankenversicherung, falls du eine brauchst. Nutze unabhängige Vergleichsportale und achte auf die Leistungen, nicht nur auf den Preis. Prüfe, ob der Tarif Rücktransporte, ambulante Behandlungen und stationäre Aufenthalte abdeckt. Lies die Bewertungen anderer Studierender, um ein Gefühl für die Qualität des Anbieters zu bekommen.

Schritt vier: Schließe die Versicherung ab und bewahre alle Unterlagen sicher auf. Speichere die Notfallnummer des Versicherers in deinem Handy und drucke dir die wichtigsten Dokumente aus. Es ist auch ratsam, eine digitale Kopie in deiner Cloud zu speichern. So hast du im Notfall immer Zugriff auf deine Daten, auch wenn du dein Gepäck verlierst.

Schritt fünf: Informiere deine Krankenkasse in Deutschland über deinen Auslandsaufenthalt. Das ist wichtig, damit du im Krankheitsfall reibungslos versorgt wirst und deine Beiträge korrekt berechnet werden. Und genieße dann dein Abenteuer! Mit dem richtigen Versicherungsschutz im Rücken kannst du dich voll und ganz auf deine Erfahrung im Ausland konzentrieren.

Zusatzwissen: Wichtige Begriffe und was sie für dich bedeuten

Im Zusammenhang mit der Erasmus Versicherung tauchen einige Fachbegriffe auf, die du kennen solltest. Die EHIC, die Europäische Krankenversicherungskarte, hast du bereits kennengelernt. Sie ist der Schlüssel für die medizinische Versorgung in der EU. Sie ist aber kein Ersatz für eine private Auslandskrankenversicherung, da sie keine Rücktransporte oder bessere Behandlungsstandards abdeckt. Merke dir: EHIC ist gut, aber nicht alles.

Ein weiterer Begriff ist der Krankenrücktransport. Damit ist der Transport in ein deutsches Krankenhaus gemeint, wenn du im Ausland schwer erkrankst. Diese Leistung ist oft nur in hochwertigen Auslandskrankenversicherungen enthalten. Sie ist aber extrem wichtig, da ein Rücktransport aus fernen Ländern sehr teuer sein kann. Achte bei der Tarifwahl unbedingt darauf, dass dieser Punkt abgedeckt ist.

Die private Haftpflichtversicherung ist ein weiterer zentraler Begriff. Sie deckt Schäden ab, die du anderen Personen zufügst. Das kann ein Sachschaden sein, wie ein zerkratztes Auto, oder ein Personenschaden, wie eine verletzte Person. In Deutschland ist diese Versicherung weit verbreitet und gilt meist weltweit. Prüfe, ob du über deine Familie versichert bist, bevor du einen eigenen Vertrag abschließt.

Auch der Begriff der Reisegepäckversicherung taucht oft auf. Sie ersetzt dir den Verlust oder die Beschädigung deines Gepäcks. Das kann sinnvoll sein, wenn du teure Elektronik mitnimmst. Allerdings ist sie oft über die Hausratversicherung abgedeckt. Prüfe also zuerst, ob du diesen Zusatzschutz wirklich brauchst. Oft ist er unnötig und kostet nur Geld.

Und schließlich die Unfallversicherung. Sie zahlt, wenn du durch einen Unfall dauerhaft geschädigt wirst. Die gesetzliche Unfallversicherung greift nur bei Unfällen an der Hochschule oder auf dem direkten Weg dorthin. Für Freizeitaktivitäten brauchst du eine private Unfallversicherung. Sie ist aber für die meisten Studierenden nicht zwingend notwendig. Konzentriere dich auf die wichtigen Bausteine und lass dich nicht von Zusatzangeboten ablenken.

Häufige Fragen zur Erasmus Versicherung kurz und klar beantwortet

Viele Studierende haben ähnliche Fragen zur Erasmus Versicherung. Eine der häufigsten ist: Was passiert, wenn ich in Deutschland krank werde und mein Auslandssemester nicht antreten kann? In diesem Fall greift deine normale Krankenversicherung. Die Auslandskrankenversicherung kannst du in der Regel kostenlos stornieren, wenn du den Aufenthalt nicht antrittst. Prüfe die Stornobedingungen vor Vertragsabschluss.

Eine weitere Frage betrifft die Gültigkeit der Haftpflichtversicherung. Viele sind sich unsicher, ob ihr Schutz auch im Ausland gilt. In der Regel gilt die private Haftpflichtversicherung weltweit. Es gibt aber Ausnahmen, zum Beispiel für Schäden, die durch berufliche Tätigkeiten entstehen. Ein Anruf bei deiner Versicherung gibt dir hier schnell Klarheit. Es ist besser, einmal zu viel zu fragen, als im Schadensfall ohne Schutz dazustehen.

Auch die Frage nach der Dauer des Versicherungsschutzes ist wichtig. Die meisten Auslandskrankenversicherungen sind auf maximal ein Jahr begrenzt. Wenn du länger im Ausland bleibst, musst du den Vertrag verlängern oder einen neuen abschließen. Informiere dich rechtzeitig, damit es keine Lücke im Versicherungsschutz gibt. Eine Lücke kann im Ernstfall teuer werden.

Und schließlich: Was ist, wenn ich ein Praktikum im Ausland mache? Dann gelten ähnliche Regeln wie für das Studium. Du brauchst in der Regel eine Auslandskrankenversicherung, wenn du außerhalb der EU bist. Die Haftpflichtversicherung ist auch hier wichtig. Prüfe, ob dein Arbeitgeber oder die Hochschule eine Versicherung für dich abgeschlossen hat. Oft ist das der Fall, aber nicht immer. Sei also wachsam und kläre das vorab.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Bist du in Deutschland gesetzlich oder privat krankenversichert?
Planst du einen Aufenthalt außerhalb der EU?
Hast du eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Es gibt keine offizielle Erasmus Versicherung. Du brauchst aber eine Kombination aus Kranken- und Haftpflichtversicherung. Innerhalb der EU reicht oft die EHIC, außerhalb brauchst du eine Auslandskrankenversicherung.

Die Kosten sind überschaubar und liegen je nach Anbieter und Leistungsumfang im Bereich von etwa 20 bis 50 Euro pro Monat. Vergleiche die Tarife genau, um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.

In den meisten Fällen gilt die private Haftpflichtversicherung weltweit. Es gibt aber Ausnahmen. Prüfe deine Vertragsbedingungen oder frage bei deiner Versicherung nach, um sicherzugehen.

Die EHIC deckt medizinisch notwendige Behandlungen im EU-Ausland zu den Bedingungen des jeweiligen Landes ab. Sie übernimmt aber keine Rücktransporte und keine besseren Behandlungsstandards.

Mit einer guten Auslandskrankenversicherung musst du die Rechnung nicht selbst bezahlen. Viele Anbieter übernehmen die Kosten direkt oder erstatten sie dir nach Einreichung der Rechnung. Ohne Versicherung drohen hohe Schulden.

Ja, die meisten Auslandskrankenversicherungen sind befristet und enden automatisch mit dem Aufenthalt. Du kannst sie aber auch vorzeitig kündigen, wenn du früher zurückkehrst. Achte auf die Kündigungsfristen im Vertrag.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 30.08.2026, nächste Prüfung: 02/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.