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Drohnenversicherung: So wirkt sich die Selbstbeteiligung auf deinen Schutz aus

Bei der Drohnenversicherung entscheidet die Selbstbeteiligung, welchen Teil eines Schadens du im Ernstfall selbst trägst. Sie ist vor allem bei der Kaskoversicherung relevant, während die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflicht oft ohne Selbstbeteiligung angeboten wird.

11 Kapitel · 12 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Die Drohnen-Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben und wird häufig ohne Selbstbeteiligung angeboten.
  • Eine Selbstbeteiligung findet sich vor allem in der freiwilligen Drohnen-Kaskoversicherung für Schäden an der eigenen Drohne.
  • Die Höhe der Selbstbeteiligung beeinflusst den Jahresbeitrag deiner Drohnenversicherung direkt.
  • Für Drohnen mit einem Wert ab etwa 1.000 Euro ist eine Kaskoversicherung mit überschaubarer Selbstbeteiligung sinnvoll.

01 · Grundlagen

Was bedeutet Selbstbeteiligung in der Drohnenversicherung?

Die Selbstbeteiligung ist der feste Betrag, den du im Schadenfall aus eigener Tasche zahlst, bevor die Versicherung den Rest übernimmt. Sie ist ein zentrales Merkmal der Kaskoversicherung und wird in den Tarifbedingungen als Euro-Betrag oder Prozentsatz definiert.

Die Selbstbeteiligung wird in den meisten Tarifen als fester Euro-Betrag pro Schadenfall vereinbart. Du zahlst diesen Anteil immer zuerst, unabhängig davon, ob die Reparatur 200 Euro oder 2.000 Euro kostet. Erst der darüber hinausgehende Betrag wird vom Versicherer übernommen.

In der Drohnen-Kaskoversicherung ist diese Regelung Standard. Ein Beispiel: Bei einer Selbstbeteiligung von 150 Euro und einem Reparaturschaden von 500 Euro erhältst du 350 Euro erstattet. Bei einem Totalschaden unterhalb der Selbstbeteiligungssumme bekommst du dagegen keine Leistung.

Die Selbstbeteiligung wird pro versichertem Schadenfall fällig, nicht pro Versicherungsjahr. Das bedeutet, bei zwei getrennten Abstürzen im selben Jahr zahlst du den Eigenanteil auch zweimal.

Kurz erklärt

Selbstbeteiligung (SB)

Der Anteil am Schaden, den du als Versicherungsnehmerin selbst trägst. Die Versicherung erstattet nur den Betrag, der über diese Summe hinausgeht.

Bei der Drohnen-Haftpflichtversicherung ist eine Selbstbeteiligung unüblich, bei der Kaskoversicherung dagegen Standard.

02 · Vergleich

Haftpflicht oder Kasko: Wo fällt eine Selbstbeteiligung an?

Die gesetzlich vorgeschriebene Drohnen-Haftpflichtversicherung deckt Schäden ab, die du anderen zufügst. Die freiwillige Kaskoversicherung zahlt für Schäden an deiner eigenen Drohne. Die Selbstbeteiligung ist in diesen beiden Versicherungsarten unterschiedlich geregelt.

Die gesetzlich vorgeschriebene Drohnen-Haftpflichtversicherung wird in den gängigen Tarifen ohne Selbstbeteiligung angeboten. Das hat einen klaren Grund: Der Geschädigte soll seinen Schaden vollständig ersetzt bekommen, ohne dass du als Verursacherin einen Teil selbst tragen musst. Anbieter wie die HDI oder die NV Versicherungen werben bei ihren Haftpflichttarifen ausdrücklich mit dem Verzicht auf eine Selbstbeteiligung.

Bei der freiwilligen Kaskoversicherung ist das anders. Hier ist eine Selbstbeteiligung üblich, weil du als Halterin den Schaden an deinem eigenen Gerät absicherst. Die Versicherer bezeichnen diese Selbstbeteiligung in ihren Tarifbedingungen meist als gering, konkret nennt die NV Drohnen-Kasko einen Betrag von 150 Euro.

Für dich bedeutet das: In der Haftpflicht hast du im Schadenfall keinen Eigenanteil, in der Kasko musst du mit einem Abzug rechnen. Beide Versicherungen sind eigenständig und ersetzen einander nicht.

Selbstbeteiligung je nach Versicherungsart
Drohnen-HaftpflichtversicherungDrohnen-Kaskoversicherung
Gesetzliche PflichtJa, vorgeschrieben nach LuftverkehrsgesetzNein, freiwilliger Abschluss
Übliche SelbstbeteiligungIn der Regel ohne SelbstbeteiligungGeringe Selbstbeteiligung, z. B. 150 Euro
Abgedeckte SchädenPersonen- und Sachschäden bei DrittenSchäden an der eigenen Drohne und Technik
Versicherungs­summeBis zu 50 Mio. Euro möglichBis zu 10.000 Euro oder 20.000 Euro Neuwert

03 · Kosten

Wie hoch ist die Selbstbeteiligung bei der Drohnen-Kaskoversicherung?

Die Höhe der Selbstbeteiligung variiert je nach Tarif und Anbieter. Sie wird meist als fester Euro-Betrag vereinbart und liegt bei gängigen Tarifen im niedrigen dreistelligen Bereich.

Die Selbstbeteiligung in der Drohnen-Kaskoversicherung liegt bei den verbreiteten Tarifen im niedrigen dreistelligen Bereich. Die NV Drohnen-Kasko nennt für private und gewerbliche Drohnen im Nebenerwerb eine feste Selbstbeteiligung von 150 Euro pro Schadenfall. Andere Anbieter wie die HDI oder die KRAVAG bezeichnen ihre Selbstbeteiligung lediglich als gering, ohne in den Tarifübersichten einen exakten Euro-Betrag zu nennen.

Die Höhe des Eigenanteils ist unabhängig vom Kaufpreis der Drohne. Ob deine Drohne 1.000 Euro oder 10.000 Euro gekostet hat, die Selbstbeteiligung bleibt in diesen Tarifen gleich. Das macht sie bei teuren Geräten relativ gesehen weniger spürbar als bei günstigen Modellen.

Die Selbstbeteiligung reduziert deinen Jahresbeitrag, erhöht aber deinen Eigenanteil im Schadenfall. Du solltest sie daher nicht isoliert betrachten, sondern immer im Verhältnis zum Wert deiner Drohne und zu deiner finanziellen Situation.

Übliche Selbstbeteiligung in der Drohnen-Kaskoversicherung

NV Drohnen-Kasko150 EUR
HDI Drohnen-KaskoGeringe SB
KRAVAG Drohnen-KaskoGeringe SB

04 · Was gilt

Welche Rolle spielt die Selbstbeteiligung bei der Drohnen-Haftpflicht?

Für die gesetzlich vorgeschriebene Drohnen-Haftpflichtversicherung ist eine Selbstbeteiligung unüblich. Anbieter werben ausdrücklich mit Tarifen ohne Selbstbeteiligung, da die Haftpflicht den Schaden beim Dritten vollständig regulieren soll.

Die Tarife der HDI und der NV Versicherungen werden ausdrücklich ohne Selbstbeteiligung angeboten. Das gilt sowohl für private als auch für gewerbliche Policen.

Der Verzicht auf eine Selbstbeteiligung hängt mit dem Zweck der Haftpflicht zusammen. Sie soll Schäden bei Dritten vollständig regulieren, damit du nicht mit deinem Privatvermögen haftest. Eine Selbstbeteiligung würde diesen Schutz abschwächen und könnte im Ernstfall dazu führen, dass du einen Teil eines Personenschadens oder eines teuren Sachschadens selbst zahlen musst.

Die Haftpflichtversicherung umfasst dabei sowohl die Gefährdungshaftung als auch die Verschuldenshaftung. Das bedeutet, du bist auch dann abgesichert, wenn dich keine Schuld trifft, etwa bei einer plötzlichen Windböe, die deine Drohne in ein Auto schleudert.

Ohne Selbstbeteiligung

·HDI Drohnen-Haftpflicht: Tarife ohne Selbstbeteiligung
·NV Drohnen-Haftpflicht: Tarife ohne Selbstbeteiligung
·Gefährdungshaftung und Verschuldenshaftung sind eingeschlossen

Mit Selbstbeteiligung

·Selbstbeteiligung ist bei Haftpflichtschäden unüblich
·Eine Selbstbeteiligung würde den Schutz für Geschädigte mindern

05 · Kosten

So beeinflusst die Selbstbeteiligung deinen Jahresbeitrag

Eine höhere Selbstbeteiligung senkt in der Regel den Jahresbeitrag deiner Drohnenversicherung. Umgekehrt zahlst du für einen Tarif ohne oder mit sehr niedriger Selbstbeteiligung einen höheren Beitrag.

Dieser Zusammenhang ist bei der Kaskoversicherung besonders sichtbar, weil dort die Selbstbeteiligung ein zentrales Tarifmerkmal ist.

Die Beitragsspanne bei der Haftpflicht ohne Selbstbeteiligung beginnt bei 42,84 Euro brutto im Jahr für Privattarife. Die Kaskoversicherung mit einer Selbstbeteiligung von 150 Euro ist ab 89 Euro netto jährlich erhältlich, während Tarife mit einer als gering bezeichneten Selbstbeteiligung ab 100 Euro netto im Jahr starten.

Die Beiträge sind Richtwerte für Privattarife. Gewerbliche Tarife liegen in der Regel höher, da sie oft größere Drohnen, höhere Deckungssummen und ein intensiveres Flugprofil abdecken.

Beitragsunterschiede durch Selbstbeteiligung

Haftpflicht ohne SBab 42,84 EUR/Jahr
Kasko mit 150 EUR SBab 89 EUR/Jahr
Kasko mit geringer SBab 100 EUR/Jahr

06 · Checkliste

Für wen lohnt sich eine Kaskoversicherung mit Selbstbeteiligung?

Die Kaskoversicherung mit Selbstbeteiligung ist vor allem für Drohnen mit einem höheren Anschaffungswert sinnvoll. Bei günstigen Modellen übersteigt die Selbstbeteiligung oft den Zeitwert der Drohne.

Eine Kaskoversicherung mit Selbstbeteiligung ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Wert deiner Drohne deutlich über der Selbstbeteiligung liegt. Bei einem Kaufpreis von mindestens 1.000 Euro lohnt sich der Abschluss in den meisten Fällen, weil ein Totalschaden oder eine teure Reparatur sonst vollständig aus eigener Tasche bezahlt werden müsste.

Für Fluganfängerinnen ist die Kaskoversicherung besonders relevant. Abstürze aus geringer Höhe, Flyaways oder Crashs verursachen oft größere Sachschäden am Kopter und an der mitgeführten Technik. Auch wer teure Kameras oder Sensoren transportiert, profitiert von der Absicherung.

Die Kaskoversicherung mit Selbstbeteiligung lohnt sich für dich, wenn:

  • Deine Drohne einen Kaufpreis von mindestens 1.000 Euro hat.
  • Du Fluganfängerin bist und ein höheres Absturzrisiko besteht.
  • Du teure Zusatztechnik wie Kameras oder Sensoren mitführst.
  • Du deine Drohne gewerblich nutzt und auf sie angewiesen bist.
  • Du Flüge über Gewässern oder in schwierigem Gelände planst.

Kaskoversicherung mit Selbstbeteiligung lohnt sich, wenn

01

deine Drohne einen Kaufpreis von mindestens 1.000 Euro hat

02

du Fluganfängerin bist und ein höheres Absturzrisiko besteht

03

du teure Zusatztechnik wie Kameras oder Sensoren mitführst

04

du deine Drohne gewerblich nutzt und auf sie angewiesen bist

05

du Flüge über Gewässern oder in schwierigem Gelände planst

07 · Fehler vermeiden

Typische Fehler bei der Wahl der Selbstbeteiligung

Die Selbstbeteiligung wird oft unterschätzt oder falsch gewählt. Das kann im Schadenfall zu unerwartet hohen Eigenkosten führen.

Ein häufiger Fehler ist es, eine hohe Selbstbeteiligung zu wählen, um den Jahresbeitrag zu drücken. Das kann sich rächen, wenn die Drohne teuer war und ein Schaden den Eigenanteil schnell übersteigt. Bei einer Drohne im Wert von 800 Euro und einer Selbstbeteiligung von 150 Euro bleibt die Ersparnis beim Beitrag oft gering, während der Eigenanteil im Schadenfall spürbar ist.

Viele Drohnenbesitzerinnen verlassen sich außerdem darauf, dass ihre private Haftpflichtversicherung Drohnenschäden abdeckt. Das ist nicht immer der Fall. Einige Policen enthalten zwar eine Drohnenklausel, andere lehnen die Übernahme mit Verweis auf das fehlende schuldhafte Verhalten ab. Dann haftest du mit deinem gesamten Privatvermögen.

Weitere Fehler, die du vermeiden solltest:

  • Eine zu hohe Selbstbeteiligung wählen, um den Beitrag zu drücken, obwohl die Drohne teuer war.
  • Annehmen, die private Haftpflichtversicherung deckt Drohnenschäden ohne eigene Selbstbeteiligung ab.
  • Die Selbstbeteiligung bei der Kaskoversicherung mit der Haftpflicht verwechseln.
  • Nicht prüfen, ob die Selbstbeteiligung pro Schadenfall oder pro Jahr gilt.
  • Bei gewerblicher Nutzung einen Privattarif mit unpassender Selbstbeteiligung abschließen.

Diese Fehler solltest du vermeiden

·Eine zu hohe Selbstbeteiligung wählen, um den Beitrag zu drücken, obwohl die Drohne teuer war
·Annehmen, die private Haftpflichtversicherung deckt Drohnenschäden ohne eigene SB ab
·Die Selbstbeteiligung bei der Kaskoversicherung mit der Haftpflicht verwechseln
·Nicht prüfen, ob die Selbstbeteiligung pro Schadenfall oder pro Jahr gilt
·Bei gewerblicher Nutzung einen Privattarif mit unpassender Selbstbeteiligung abschließen

08 · Hintergrund

Selbstbeteiligung bei gewerblicher Drohnennutzung

Für gewerblich genutzte Drohnen gelten andere Tarife und Bedingungen. Die Selbstbeteiligung kann hier höher ausfallen oder individuell vereinbart werden.

Die Haftpflichtversicherung wird auch im gewerblichen Bereich oft ohne Selbstbeteiligung angeboten. Die Deckungssummen liegen bei diesen Tarifen bei bis zu 50 Millionen Euro, was bei kommerziellen Einsätzen über Menschenansammlungen oder wertvoller Infrastruktur relevant ist.

In der gewerblichen Kaskoversicherung ist eine Selbstbeteiligung dagegen üblich. Sie kann je nach Drohnenwert und Einsatzrisiko variieren. Mehrere Drohnen lassen sich in einem Vertrag bündeln, wobei die Selbstbeteiligung pro Drohne oder pro Schadenfall gelten kann. Das solltest du vor Vertragsabschluss klären, wenn du mit einer Flotte arbeitest.

Die gewerbliche Drohnen-Kaskoversicherung der HDI richtet sich ausschließlich an Unternehmen und deckt Drohnen bis 20.000 Euro Neuwert ab. Auch das gewerbliche Drohnen-Verleihrisiko ist dort versicherbar, was für Dienstleister relevant ist, die ihre Geräte an Dritte vermieten.

Gewerbliche Drohnenpiloten benötigen eine Haftpflichtversicherung, die oft ohne Selbstbeteiligung angeboten wird. Die Deckungssummen liegen bei gewerblichen Tarifen bei bis zu 50 Mio. Euro.

Für die Kaskoversicherung gewerblicher Drohnen ist eine Selbstbeteiligung üblich. Sie kann je nach Drohnenwert und Einsatzrisiko variieren. Mehrere Drohnen lassen sich in einem Vertrag bündeln, wobei die Selbstbeteiligung pro Drohne oder pro Schadenfall gelten kann.

Die gewerbliche Drohnen-Kaskoversicherung der HDI richtet sich ausschließlich an Unternehmen und deckt Drohnen bis 20.000 Euro Neuwert ab. Die Selbstbeteiligung wird als gering bezeichnet, ein konkreter Betrag ist nicht ausgewiesen.

09 · Im Vertrag

Selbstbeteiligung und Versicherungs­summe: So hängt beides zusammen

Die Versicherungssumme begrenzt die maximale Leistung des Versicherers. Die Selbstbeteiligung ist der Betrag, den du vorab selbst trägst. Beide Größen bestimmen gemeinsam, wie viel Schutz du tatsächlich hast.

Eine hohe Versicherungssumme nützt dir wenig, wenn die Selbstbeteiligung so hoch ist, dass kleinere Schäden gar nicht reguliert werden.

In der Haftpflichtversicherung sind Versicherungssummen von bis zu 50 Millionen Euro möglich. Das ist relevant, weil Schäden durch Drohnen schnell in die Millionen gehen können, etwa wenn eine Drohne in eine Menschenmenge stürzt oder einen teuren Produktionsausfall verursacht. Die Selbstbeteiligung liegt hier bei null.

In der Kaskoversicherung liegt die Versicherungssumme meist zwischen 10.000 und 20.000 Euro Neuwert. Das entspricht dem typischen Anschaffungspreis hochwertiger Drohnen. Die Selbstbeteiligung von 150 Euro oder einem ähnlich niedrigen Betrag fällt bei jedem Schaden an, unabhängig von der Versicherungssumme.

Wichtige Begriffe im Zusammenhang mit der Selbstbeteiligung

VersicherungssummeHaftpflichtMaximale Entschädigung pro Schadenfall. Bei der Drohnen-Haftpflicht sind bis zu 50 Mio. Euro möglich.
Abfluggewicht (MTOM)TarifmerkmalDas maximale Startgewicht bestimmt den Tarif. Viele Versicherer decken Drohnen bis 25 kg ab.
GefährdungshaftungHaftungHalter haften unabhängig von der Schuldfrage, weil der Drohnenflug eine erhöhte Gefahr darstellt.
VerschuldenshaftungHaftungWer einen Schaden durch fehlerhaftes Verhalten verursacht, muss dafür geradestehen.

10 · Was gilt

Geltungs­bereich und Selbstbeteiligung: Was gilt im Ausland?

Der Geltungsbereich deiner Drohnenversicherung beeinflusst, ob die Selbstbeteiligung auch bei Flügen im Ausland anfällt. Viele Tarife bieten Schutz in Europa oder weltweit.

Das bedeutet: Fällt deine Drohne im Urlaub in Spanien in einen See, zahlst du denselben Eigenanteil wie bei einem Schaden in Deutschland.

Die NV Drohnen-Kaskoversicherung bietet weltweiten Versicherungsschutz an. Die Haftpflichttarife der HDI und der NV gelten innerhalb Europas vollumfänglich und ohne zeitliche Begrenzung. Das ist für Reisen innerhalb der EU relevant, da die Versicherungspflicht für Drohnen in allen EU-Ländern einheitlich geregelt ist.

Prüfe vor einem Flug im Ausland, ob dein Tarif den jeweiligen Geltungsbereich abdeckt. Einige Policen beschränken den Schutz auf Deutschland oder Europa, andere schließen bestimmte Länder aus. Die Selbstbeteiligung bleibt dabei in den meisten Fällen unverändert, unabhängig davon, wo der Schaden eintritt.

Selbstbeteiligung fällt an

·Kaskoschäden im Inland
·Kaskoschäden im europäischen Ausland
·Kaskoschäden bei weltweitem Schutz

Keine Selbstbeteiligung

·Haftpflichtschäden im Inland
·Haftpflichtschäden im europäischen Ausland
·Haftpflichtschäden bei weltweitem Schutz

11 · Checkliste

So findest du den passenden Tarif mit der richtigen Selbstbeteiligung

Ein Versicherungsvergleich hilft dir, Tarife mit unterschiedlicher Selbstbeteiligung und Deckungssumme gegenüberzustellen. Achte dabei auf dein Nutzungsprofil und den Wert deiner Drohne.

Die Kosten allein sollten angesichts der geringen Jahresprämien keine Vertragsentscheidung darstellen, wichtiger sind die Leistungen im Schadenfall.

Für die Haftpflichtversicherung ist eine Deckungssumme von mindestens 1 Million Euro empfehlenswert, besser sind höhere Summen. Die Selbstbeteiligung spielt hier keine Rolle, da die Tarife ohne Eigenanteil angeboten werden. Bei der Kaskoversicherung solltest du die Selbstbeteiligung ins Verhältnis zum Drohnenwert setzen.

Darauf achtest du beim Vergleich:

  • Höhe der Selbstbeteiligung in der Kaskoversicherung.
  • Deckungssumme der Haftpflichtversicherung, mindestens 1 Million Euro.
  • Geltungsbereich: Deutschland, Europa oder weltweit.
  • Maximales Abfluggewicht deiner Drohne.
  • Private oder gewerbliche Nutzung.
  • Anzahl der Drohnen in einem Vertrag.
  • Zusatzleistungen wie Indoor-Flüge oder Wettbewerbe.

Darauf achtest du beim Vergleich

01

Höhe der Selbstbeteiligung in der Kaskoversicherung

02

Deckungssumme der Haftpflichtversicherung (mindestens 1 Mio. Euro)

03

Geltungsbereich: Deutschland, Europa oder weltweit

04

Maximales Abfluggewicht deiner Drohne

05

Private oder gewerbliche Nutzung

06

Anzahl der Drohnen in einem Vertrag

07

Zusatzleistungen wie Indoor-Flüge oder Wettbewerbe

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026