Ratgeber · Versicherung
Drohnenversicherungsrechner: So findest du den passenden Tarif
Ein Drohnenversicherungsrechner hilft dir, die Beiträge und Leistungen verschiedener Drohnen-Haftpflichtversicherungen zu vergleichen. So erkennst du schnell, welcher Tarif zu deiner Nutzung und deinem Drohnenmodell passt.
11 Kapitel · 10 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026
Das Wichtigste
- Eine Drohnen-Haftpflichtversicherung ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben.
- Vergleichsrechner filtern Tarife nach Gewicht, Nutzung und Geltungsbereich.
- Die Deckungssumme und eine mögliche Selbstbeteiligung beeinflussen den Beitrag.
- Private Tarife gibt es oft ab etwa 25 bis 70 Euro im Jahr.
01 · Grundlagen
Was ist eine Drohnen-Versicherung?
Die Drohnen-Versicherung ist in der Regel eine spezielle Haftpflichtversicherung für unbemannte Luftfahrzeuge. Sie deckt Schäden ab, die deine Drohne bei Dritten verursacht.
Die Drohnen-Versicherung ist eine Haftpflichtversicherung, die Schäden abdeckt, die deine Drohne bei anderen verursacht. Sie springt ein, wenn dein Kopter abstürzt, ein Auto beschädigt oder eine Person verletzt. Die Versicherungspflicht ergibt sich aus dem Luftverkehrsgesetz, nicht aus der EU-Drohnenverordnung.
Fast alle Drohnen, Kopter und Modellflugzeuge gelten als Luftfahrzeuge, sobald sie höher als 30 Meter steigen können. Damit bist du als Halter verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung zu unterhalten. Ohne gültigen Schutz darfst du in Deutschland nicht starten.
Die Versicherung prüft im Schadenfall auch, ob Forderungen unberechtigt sind. Sie zahlt nur, wenn du tatsächlich haftest. Das schützt dich vor ungerechtfertigten Ansprüchen.
Kurz erklärt
Drohnen-Versicherung
Eine gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung für Halter von Drohnen und Modellflugzeugen, die Schäden Dritter durch den Betrieb des Luftfahrzeugs abdeckt.
Die Versicherungspflicht ergibt sich aus dem Luftverkehrsgesetz, nicht aus der EU-Drohnenverordnung.
02 · Was gilt
Warum besteht Versicherungspflicht für Drohnen?
Das Luftverkehrsgesetz verlangt für fast alle Drohnen eine Haftpflichtversicherung. Ohne gültigen Versicherungsschutz darfst du in Deutschland nicht starten.
Entscheidend ist, ob dein Gerät höher als 30 Meter steigen kann. Trifft das zu, gilt es als Luftfahrzeug und du brauchst eine Versicherung.
Die Pflicht betrifft alle privat und gewerblich genutzten Drohnen. Auch Multikopter und Modellflugzeuge mit Motor fallen darunter. Reines Spielzeug ohne Motor und ohne Fernsteuerung ist nicht versicherungspflichtig.
Drohnen, die ausschließlich in Innenräumen fliegen und nicht nach draußen gelangen können, brauchen ebenfalls keine Versicherung. Unbemannte Luftfahrzeuge des Bundes oder eines Landes sind von der Pflicht ausgenommen.
Versicherungspflichtig
Nicht versicherungspflichtig
03 · Im Vertrag
Welche Rolle spielt die EU-Drohnenverordnung?
Die EU-Drohnenverordnung regelt den Betrieb von Drohnen in Europa. Die Versicherungspflicht selbst bleibt jedoch nationales Recht.
Sie legt Drohnenklassen, Kategorien, Registrierung und den EU-Drohnenführerschein fest. Die Versicherungspflicht selbst bleibt jedoch nationales Recht.
In Deutschland ergibt sich die Pflicht aus dem Luftverkehrsgesetz. Dort ist festgelegt, dass der Halter eines Luftfahrzeugs eine Haftpflichtversicherung unterhalten muss. Die EU-Verordnung ändert daran nichts.
Für deinen Versicherungsschutz bedeutet das: Du musst dich an die deutschen Vorgaben halten, auch wenn du in anderen EU-Ländern fliegst. Die Gefährdungshaftung gilt unabhängig von der EU-Verordnung. Der Halter haftet auch ohne eigenes Verschulden für Schäden durch den Betrieb der Drohne.
Wichtige Regelungen für deinen Versicherungsschutz
04 · Schritt für Schritt
So funktioniert ein Drohnenversicherungsrechner
Ein Vergleichsrechner filtert Tarife anhand deiner Angaben zur Drohne und zur Nutzung. Das Ergebnis ist eine Liste passender Angebote mit Beiträgen und Leistungen.
Du gibst ein, ob du privat oder gewerblich fliegst, wie schwer deine Drohne ist und wo der Schutz gelten soll. Das Ergebnis ist eine Liste passender Angebote mit Beiträgen und Leistungen.
Die wichtigsten Angaben für den Vergleich sind:
- Du wählst, ob du deine Drohne rein privat oder auch gewerblich fliegst.
- Gewicht, Anzahl der Drohnen und ob mehrere gleichzeitig fliegen, grenzen die Tarifauswahl ein.
- Du entscheidest, ob der Schutz nur in Deutschland, in Europa oder weltweit gelten soll.
- Die gewünschte Deckungssumme und eine mögliche Selbstbeteiligung beeinflussen den Beitrag.
Der Rechner zeigt dir dann Tarife mit Beitrag, Deckungssumme und wichtigen Leistungsmerkmalen. So erkennst du schnell, welcher Tarif zu deiner Nutzung passt.
Nutzung angeben
Du wählst, ob du deine Drohne rein privat oder auch gewerblich fliegst.
Drohnendaten eintragen
Gewicht, Anzahl der Drohnen und ob mehrere gleichzeitig fliegen, grenzen die Tarifauswahl ein.
Geltungsbereich festlegen
Du entscheidest, ob der Schutz nur in Deutschland, in Europa oder weltweit gelten soll.
Deckung und Selbstbeteiligung wählen
Die gewünschte Deckungssumme und eine mögliche Selbstbeteiligung beeinflussen den Beitrag.
Ergebnisse vergleichen
Der Rechner zeigt Tarife mit Beitrag, Deckungssumme und wichtigen Leistungsmerkmalen.
05 · Vergleich
Tarifvergleich: Private und gewerbliche Nutzung
Die meisten günstigen Tarife richten sich an Privatpiloten. Für gewerbliche Flüge brauchst du oft einen eigenen Tarif oder eine passende Erweiterung.
Einige Privattarife erlauben eine Nebengewerbe-Option, zum Beispiel für Fotografen mit kleinem Umsatz.
Private Tarife kosten oft zwischen 25 und 70 Euro pro Jahr. Sie versichern häufig unbegrenzt viele Drohnen bis 5 kg. Die Deckungssumme liegt zwischen 1 und 50 Millionen Euro.
Gewerbliche Tarife sind in der Regel deutlich teurer. Der Beitrag hängt vom Umsatz und der Anzahl der Drohnen ab. Die Deckungssummen sind oft höher oder individuell vereinbar.
| Private Nutzung | Gewerbliche Nutzung | |
|---|---|---|
| Geeignete Tarife | Viele günstige Privathaftpflicht-Tarife mit Drohnenschutz | Spezielle Gewerbetarife oder Privattarife mit Nebengewerbe-Option |
| Versicherte Drohnen | Häufig unbegrenzt viele Drohnen bis 5 kg | Oft begrenzte Anzahl oder nur bestimmte Modelle |
| Deckungssumme | Zwischen 1 und 50 Millionen Euro möglich |
06 · Kosten
Selbstbeteiligung: So wirkt sie sich auf den Beitrag aus
Eine Selbstbeteiligung senkt den jährlichen Beitrag. Im Schadenfall zahlst du den vereinbarten Betrag selbst.
Je höher die Selbstbeteiligung, desto niedriger fällt der Jahresbeitrag aus.
Ohne Selbstbeteiligung liegen private Drohnentarife oft zwischen 40 und 70 Euro pro Jahr. Mit 150 Euro Selbstbeteiligung sinkt der Beitrag auf etwa 35 bis 66 Euro. Bei 300 Euro Selbstbeteiligung zahlst du oft nur noch 31 bis 50 Euro.
Eine Selbstbeteiligung von 500 Euro kann den Beitrag auf 25 bis 40 Euro drücken. Die genauen Beiträge hängen von Drohnengewicht, Geltungsbereich und Deckungssumme ab. Überlege vor dem Abschluss, welchen Betrag du im Schadenfall selbst tragen kannst.
Beitrag und Selbstbeteiligung bei privaten Drohnentarifen
07 · Vergleich
Deckungssumme und Geltungsbereich im Vergleich
Die Deckungssumme begrenzt die maximale Entschädigung pro Schadenfall. Der Geltungsbereich bestimmt, in welchen Ländern dein Schutz gilt.
Beide Faktoren beeinflussen den Beitrag.
Basisabsicherungen bieten oft 1 bis 3 Millionen Euro Deckung und gelten in Deutschland oder Europa. Sie kosten häufig ab etwa 40 Euro pro Jahr. Erweiterte Tarife mit 10 bis 50 Millionen Euro und weltweitem Schutz liegen oft zwischen 50 und 90 Euro.
Für Personenschäden sind höhere Deckungssummen sinnvoll. Eine Deckungssumme von mindestens 10 Millionen Euro ist empfehlenswert. Prüfe auch, ob der Tarif weltweit gilt oder ob Länder wie die USA und Kanada ausgeschlossen sind.
| Basisabsicherung | Erweiterter Schutz | |
|---|---|---|
| Deckungssumme | 1 bis 3 Millionen Euro | 10 bis 50 Millionen Euro |
| Geltungsbereich | Deutschland oder Europa | Weltweit, teils ohne USA und Kanada |
| Beitrag pro Jahr | Ab etwa 25 Euro | Ab etwa 40 Euro |
08 · Was gilt
Welche Schäden deckt die Drohnen-Haftpflicht?
Die Haftpflichtversicherung übernimmt berechtigte Schadenersatzansprüche Dritter. Sie prüft aber auch, ob die Forderung unberechtigt ist.
Abgedeckt sind Personenschäden durch einen Absturz und Sachschäden an fremdem Eigentum.
Vermögensschäden sind versichert, wenn sie durch einen versicherten Personen- oder Sachschaden entstehen. Auch Schäden durch die Gefährdungshaftung des Halters fallen darunter. Du haftest also auch ohne eigenes Verschulden.
Nicht abgedeckt sind Schäden an deiner eigenen Drohne. Vorsätzlich herbeigeführte Schäden und reine Vermögensschäden ohne Personen- oder Sachschaden sind ebenfalls ausgeschlossen. Schäden durch Flüge ohne gültigen Drohnenführerschein können den Schutz gefährden.
Abgedeckt
Nicht abgedeckt
09 · Grundlagen
Kaskoversicherung für die eigene Drohne
Die Haftpflicht zahlt nur Schäden bei anderen. Für Schäden an deiner eigenen Drohne brauchst du eine separate Kaskoversicherung.
Die Haftpflicht zahlt nur Schäden bei anderen. Für Schäden an deiner eigenen Drohne brauchst du eine separate Kaskoversicherung. Sie deckt Schäden durch Absturz, Diebstahl oder Bedienfehler ab.
Die Drohnen-Kaskoversicherung ist freiwillig. Sie ergänzt die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung. Ob sich der Schutz lohnt, hängt vom Wert deiner Drohne und deinem Flugverhalten ab.
Gerade bei teuren Kameradrohnen kann eine Kasko sinnvoll sein. Sie zahlt, wenn deine Drohne beim Flug beschädigt wird oder verloren geht. Die Haftpflicht übernimmt solche Schäden nicht.
Kurz erklärt
Drohnen-Kaskoversicherung
Eine freiwillige Versicherung, die Schäden an der eigenen Drohne durch Absturz, Diebstahl oder Bedienfehler abdeckt.
Sie ergänzt die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung.
10 · Fehler vermeiden
Typische Fehler beim Abschluss einer Drohnenversicherung
Ein unpassender Tarif kann im Schadenfall teuer werden. Achte auf diese Punkte, bevor du dich für ein Angebot entscheidest.
Viele Fehler lassen sich mit einem genauen Blick auf die Bedingungen vermeiden.
- Nur auf den Preis achten und eine zu niedrige Deckungssumme wählen.
- Den Geltungsbereich nicht prüfen und im Ausland ohne Schutz fliegen.
- Eine gewerbliche Nutzung nicht angeben und dadurch den Versicherungsschutz riskieren.
- Die maximale Anzahl gleichzeitig fliegender Drohnen überschreiten.
- Eine zu hohe Selbstbeteiligung wählen, die im Schadenfall das Budget sprengt.
Prüfe vor dem Abschluss, ob deine Drohne im Tarif enthalten ist. Manche Tarife versichern nur Drohnen bis 5 kg, andere bis 25 kg. Auch die Anzahl der gleichzeitig fliegenden Drohnen kann begrenzt sein.
Diese Fehler solltest du vermeiden
11 · Checkliste
Checkliste: So wählst du den passenden Tarif
Mit dieser Checkliste gehst du sicher, dass dein Tarif zu deiner Drohne und deiner Nutzung passt.
Prüfe die Punkte vor dem Abschluss. So vermeidest du böse Überraschungen im Schadenfall.
- Gewicht und Anzahl deiner Drohnen kennen.
- Private oder gewerbliche Nutzung festlegen.
- Gewünschten Geltungsbereich bestimmen.
- Deckungssumme von mindestens 10 Millionen Euro wählen.
- Selbstbeteiligung passend zum Budget festlegen.
- Prüfen, ob auch andere Piloten versichert sind.
- Leistungen bei Flügen im Ausland kontrollieren.
Ein guter Tarif versichert unbegrenzt viele Drohnen bis zum Gewicht deiner schwersten Drohne. Er sollte weltweiten Schutz bieten, wenn du im Ausland fliegst. Achte auch darauf, ob die Privathaftpflicht integriert ist, das spart oft Geld.
Vor dem Abschluss prüfen
Gewicht und Anzahl deiner Drohnen kennen
Private oder gewerbliche Nutzung festlegen
Gewünschten Geltungsbereich bestimmen
Deckungssumme von mindestens 10 Millionen Euro wählen
Selbstbeteiligung passend zum Budget festlegen
Prüfen, ob auch andere Piloten versichert sind
Leistungen bei Flügen im Ausland kontrollieren
Häufige Fragen
Fragen zu Drohnenversicherungsrechner
{{f.a}}
Versicherung
Mehr zu Versicherung
Weiter mit Finanzen
Ratgeber zu Versicherung, Geldanlage und Studienfinanzierung für Studierende.
Alle Finanz-Ratgeber