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FinanzbildungVersicherung13 Min.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Medienwissenschaft Studenten: So sicherst du deine Zukunft frühzeitig ab

Du studierst Medienwissenschaft und denkst, eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sei noch Lichtjahre entfernt? Ein Fehler. Denn genau jetzt sicherst du dir günstige Konditionen und schützt dich vor den finanziellen Folgen, falls du deinen Traumjob nie ausüben kannst.

BU für StudentenMedienwissenschaft StudiumBerufsschutz
Brauche ich das?
Ja, unbedingt.
Schützt vor Armut im Krankheitsfall.
Ist das teuer?
Nicht für dich.
Studententarife sind besonders günstig.
Wann abschließen?
Am besten jetzt.
Jedes Jahr wird es teurer.
Was zahlt die BU?
Deine Rente.
Monatlich, wenn du nicht mehr arbeiten kannst.
Dein BU-Beitrag, aus echten Jobdaten und Risikoklasse
Beitrag als Student:in (Schätzung)
30/Monat
Risikogruppe 1 · günstig
Ziel-BU-Rente
2.000
Dein Gehalt (Median)
48.000 €
Gesetzl. Absicherung
gering
3.935 offene Stellen als Medienschaffende:r (StudySmarter Jobs, Median-Gehalt) · Risikogruppe = kuratierte BU-Klasse · Beitrag ist eine Schätzung, Stand 2026-08

Warum dieses Thema dich jetzt betrifft, nicht erst später

Du sitzt in der Vorlesung, machst dir Gedanken über deinen nächsten Praktikumsschnitt oder deine Bachelorarbeit. Das letzte, woran du denkst, ist eine Versicherung, die greift, wenn du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst. Doch genau dieser Gedanke ist jetzt wichtiger denn je. Der Staat zahlt im Fall der Fälle nur eine Grundsicherung, die weit unter deinem späteren Lebensstandard liegt. Diese Lücke musst du selbst schließen.

Viele Studierende der Medienwissenschaften verstehen sich als kreative Köpfe, nicht als Versicherungsprofis. Aber gerade in deinem späteren Berufsfeld, das oft von Projektarbeit, freien Verträgen und hohem psychischem Druck geprägt ist, ist das Risiko einer Berufsunfähigkeit real. Psychische Erkrankungen sind inzwischen einer der häufigsten Gründe für eine BU-Rente. Das betrifft auch junge Menschen, die gerade erst ins Berufsleben starten.

Der entscheidende Vorteil für dich als Student: Du bist jung und in der Regel gesund. Versicherer stufen dich in die günstigste Risikoklasse ein. Das bedeutet, du zahlst für denselben Schutz deutlich weniger als jemand, der mit 35 Jahren und ersten gesundheitlichen Wehwehchen eine BU abschließen möchte. Du sicherst dir also nicht nur Schutz, sondern auch einen finanziellen Vorteil für die nächsten Jahrzehnte.

Ein weiterer Punkt ist die sogenannte Nachprüfbarkeit. Solange du keine schwerwiegenden Erkrankungen in deiner Akte hast, kannst du den Vertrag zu sehr guten Bedingungen abschließen. Wartest du zu lange, könnten Befunde aus dem Studium, wie zum Beispiel ein Bandscheibenvorfall durch zu langes Sitzen oder eine behandlungsbedürftige Depression, dazu führen, dass der Versicherer einen Risikozuschlag verlangt oder dich sogar ablehnt. Handle also jetzt, solange du die besten Karten hast.

Denk daran: Eine BU ist keine Altersvorsorge, sondern eine Einkommensabsicherung. Sie greift genau dann, wenn deine Arbeitskraft, dein wertvollstes Kapital, verloren geht. Und dieses Kapital beginnt nicht erst mit dem ersten Gehalt zu existieren, sondern bereits mit deiner Entscheidung für ein Studium. Du investierst Jahre in deine Ausbildung, um später davon zu leben. Dieses Investment solltest du schützen.

jede:r 4.
Erwerbstätige wird vor dem Rentenalter berufsunfähig.
~20%
aller BU-Fälle sind auf psychische Erkrankungen zurückzuführen.
1.000 Euro
monatliche Lücke, wenn der Staat nur Grundsicherung zahlt.

Was eine Berufsunfähigkeitsversicherung überhaupt ist

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung, kurz BU, ist eine private Versicherung, die dir eine monatliche Rente zahlt, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich dauerhaft nicht mehr ausüben kannst. Der Grund dafür muss ärztlich nachgewiesen sein. Es geht nicht darum, dass du keinen Job findest, sondern dass du körperlich oder psychisch nicht mehr in der Lage bist, deiner Arbeit nachzugehen.

Der Begriff 'Beruf' ist dabei weit gefasst. Für dich als Medienwissenschaft Student zählt später nicht nur die Tätigkeit als Redakteur oder Content Manager, sondern auch der Beruf, den du tatsächlich ausübst. Wichtig ist, dass die Versicherung an deine konkrete berufliche Situation anknüpft. Wenn du also nach dem Studium als freiberuflicher Videograf arbeitest, ist dieser Beruf maßgeblich für die Beurteilung der Berufsunfähigkeit.

Die BU unterscheidet sich grundlegend von der Erwerbsunfähigkeitsrente des Staates. Die gesetzliche Rente zahlt nur, wenn du gar nicht mehr arbeiten kannst, egal in welchem Beruf. Die private BU zahlt bereits, wenn du deinen erlernten oder zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben kannst. Das ist ein entscheidender Vorteil, denn als Medienwissenschaftler könntest du vielleicht noch einfache Tätigkeiten ausüben, aber nicht mehr deinen anspruchsvollen kreativen Beruf.

Der Abschluss einer BU ist eine langfristige Entscheidung. Du legst die Höhe der Rente fest, die du im Leistungsfall erhalten möchtest, und zahlst dafür einen monatlichen Beitrag. Dieser Beitrag bleibt in der Regel über die gesamte Vertragslaufzeit stabil. Du bestimmst auch, bis zu welchem Alter der Schutz gelten soll, meist bis zum 67. Lebensjahr. Es ist ein Vertrag, der dich ein Leben lang begleitet.

Wichtig zu verstehen: Die BU ist keine Krankenversicherung. Sie übernimmt keine Behandlungskosten, sondern sichert dein Einkommen ab. Du schließt sie also nicht ab, um gesund zu werden, sondern um finanziell abgesichert zu sein, falls du es nicht wirst. Dieses Grundprinzip solltest du verinnerlichen, um die richtigen Erwartungen an den Vertrag zu haben.

So funktioniert der Schutz im Leistungsfall

Der Weg zur BU-Rente beginnt mit der Diagnose. Wenn du krank wirst und absehbar ist, dass du deinen Beruf für längere Zeit, meist mindestens sechs Monate, nicht ausüben kannst, musst du dies deinem Versicherer melden. Du benötigst in der Regel ein ärztliches Attest, das deine Erkrankung und die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit dokumentiert.

Der Versicherer prüft dann, ob die sogenannte 'abstrakte Verweisung' greift. Das bedeutet, er prüft, ob du in einem anderen Beruf tätig sein könntest, der deiner Ausbildung und deinem sozialen Status entspricht. Bei modernen Verträgen ist diese Verweisung jedoch meist ausgeschlossen. Das heißt, es zählt nur dein zuletzt ausgeübter Beruf. Für dich als Medienwissenschaftler ist das ein großer Vorteil, da dein Berufsfeld sehr spezifisch ist.

Nach der Prüfung zahlt der Versicherer die vereinbarte monatliche Rente. Diese Rente ist steuerpflichtig, aber du erhältst sie unabhängig von anderen Einkünften, die du vielleicht noch hast. Wichtig ist, dass du den Vertrag nicht kündigst, wenn du gesund wirst. Die BU ist so konzipiert, dass sie bei erneuter Erkrankung wieder greift, solange der Vertrag läuft und du die Beiträge zahlst.

Ein häufiger Irrtum ist, dass man erst berufsunfähig ist, wenn man im Bett liegt. Das ist falsch. Es reicht, wenn du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst. Wenn du als Medienwissenschaftler zum Beispiel aufgrund einer schweren Depression nicht mehr in der Lage bist, konzentriert zu recherchieren oder kreative Konzepte zu entwickeln, kann dies bereits eine Berufsunfähigkeit darstellen. Die Prüfung erfolgt immer im Einzelfall.

Um im Leistungsfall keine Probleme zu haben, ist eine sorgfältige Dokumentation deiner Tätigkeit wichtig. Du solltest deinem Versicherer genau beschreiben können, welche Aufgaben dein Beruf umfasst. Je genauer du deinen Beruf beschreibst, desto besser kann der Versicherer im Leistungsfall beurteilen, ob du ihn noch ausüben kannst. Bewahre daher Arbeitsverträge und Tätigkeitsbeschreibungen gut auf.

Was kostet der Schutz für dich als Student?

Die Kosten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung hängen von mehreren Faktoren ab: deinem Alter bei Vertragsabschluss, deinem Gesundheitszustand, der Höhe der gewünschten Rente und der Dauer des Schutzes. Als Student bist du in der Regel zwischen 20 und 30 Jahre alt und hast noch wenige gesundheitliche Beeinträchtigungen. Das macht dich für Versicherer besonders attraktiv.

Es gibt spezielle Studententarife, die oft günstiger sind als reguläre Tarife. Diese Tarife berücksichtigen, dass du noch kein volles Einkommen hast und das Risiko für den Versicherer geringer ist. Du kannst die BU-Rente während des Studiums oft schon ab einer geringen Summe, zum Beispiel rund 500 Euro, absichern. Später, wenn du berufstätig bist, hast du die Möglichkeit, die Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen.

Ein Beispiel zur Einordnung: Ein 25-jähriger Student zahlt für eine BU-Rente von rund 1.000 Euro monatlich oft deutlich weniger als ein 35-jähriger Berufstätiger. Die genauen Beiträge variieren stark zwischen den Anbietern. Deshalb ist ein Vergleich unerlässlich. Du solltest nicht nur auf den Preis schauen, sondern auch auf die Vertragsbedingungen, insbesondere auf die Definition der Berufsunfähigkeit und die Verzichtserklärung auf die abstrakte Verweisung.

Ein weiterer Kostenfaktor ist die sogenannte Dynamik. Viele Verträge bieten eine jährliche Beitragserhöhung an, um die Rente an die Inflation anzupassen. Diese Dynamik ist sinnvoll, erhöht aber auch deinen Beitrag. Du solltest prüfen, ob du dir diese Erhöhung leisten kannst. Alternativ kannst du auf die Dynamik verzichten und später eine separate Anpassung vornehmen, was jedoch mit einer erneuten Gesundheitsprüfung verbunden sein kann.

Wichtig ist, dass du dir realistische Gedanken über deine spätere Lebenssituation machst. Wie hoch ist dein Mietanteil, was gibst du für Lebensmittel aus, wie viel für Freizeit? Deine BU-Rente sollte diese Fixkosten abdecken können. Eine Rente von rund 1.000 Euro mag heute viel erscheinen, aber in 20 Jahren ist sie durch die Inflation weniger wert. Plane also nicht zu knapp, aber auch nicht zu übertrieben.

Worauf du bei der Auswahl des Vertrags achten musst

Die Qualität einer BU-Versicherung misst sich nicht am Preis, sondern an den Bedingungen. Der wichtigste Punkt ist die sogenannte 'Verweisung'. Ein guter Vertrag verzichtet auf die abstrakte Verweisung. Das bedeutet, der Versicherer darf dich nicht auf einen anderen Beruf verweisen, den du theoretisch ausüben könntest. Du bist also geschützt, wenn du deinen konkreten Beruf nicht mehr ausüben kannst.

Achte auf die Definition der Berufsunfähigkeit. Gute Tarife gelten bereits als berufsunfähig, wenn du zu rund 50 Prozent in deinem Beruf eingeschränkt bist. Es gibt auch Tarife, die bereits bei 20 oder rund 30 Prozent greifen, die sogenannte 'abgestufte BU'. Diese sind oft teurer, bieten aber mehr Sicherheit. Für den Anfang ist die 50-Prozent-Regelung jedoch der Standard und völlig ausreichend.

Ein weiteres Kriterium ist die Dauer des Schutzes. Du solltest den Vertrag bis zum 67. Lebensjahr abschließen, um die gesamte Erwerbsphase abzudecken. Ein kürzerer Schutz, zum Beispiel bis 60, ist günstiger, lässt dich aber in den letzten Berufsjahren ungeschützt. Diese Jahre sind aber besonders wichtig, da das Risiko für Erkrankungen mit dem Alter steigt.

Prüfe die Nachversicherungsgarantie. Diese Option erlaubt es dir, die BU-Rente zu erhöhen, ohne erneut deine Gesundheit offenlegen zu müssen. Das ist besonders wichtig für dich, da sich dein Einkommen nach dem Studium deutlich erhöhen wird. Du kannst dann deine Rente an dein neues Gehalt anpassen, ohne das Risiko einzugehen, wegen einer neuen Erkrankung abgelehnt zu werden.

Lass dich nicht von Lockangeboten blenden. Einige Versicherer werben mit extrem niedrigen Beiträgen für Studenten, die später stark ansteigen. Achte auf die Beitragsgarantie. Der Beitrag sollte über die gesamte Laufzeit stabil bleiben oder nur in vorher klar definierten Schritten steigen. Ein transparenter Vertrag ist immer besser als ein vermeintlich günstiger, der später teuer wird.

Typische Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest

Der größte Fehler ist, den Abschluss aufzuschieben. Viele Studierende denken, sie seien unverwundbar und die BU sei erst etwas für das Berufsleben. Doch genau diese Einstellung führt dazu, dass du später entweder deutlich mehr zahlst oder im schlimmsten Fall keinen Schutz mehr bekommst. Jedes Jahr, das du wartest, wird der Schutz teurer und die Gesundheitsprüfung riskanter.

Ein weiterer Fehler ist, die Gesundheitsfragen im Antrag falsch oder unvollständig zu beantworten. Du bist verpflichtet, alle Fragen wahrheitsgemäß zu beantworten. Wenn du eine Erkrankung verschweigst, die du hattest, kann der Versicherer im Leistungsfall den Vertrag anfechten und die Zahlung verweigern. Das wäre eine Katastrophe, gerade wenn du auf die Rente angewiesen bist. Sei also immer ehrlich.

Viele unterschätzen auch die Bedeutung der Berufsbeschreibung. Du gibst im Antrag an, welchen Beruf du ausübst. Als Student ist das oft 'Student der Medienwissenschaft'. Später, wenn du arbeitest, musst du den Vertrag anpassen. Wenn du dies vergisst, prüft der Versicherer im Leistungsfall anhand deiner alten Angaben. Ein Student, der als Redakteur arbeitet, hat eine andere Tätigkeit als ein Student. Passe deinen Vertrag also nach dem Studium an.

Ein häufiger Fehler ist auch, die BU mit einer Unfallversicherung zu verwechseln. Eine Unfallversicherung zahlt nur bei Unfällen, nicht bei Krankheiten. Die häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit sind jedoch Krankheiten wie Krebs, psychische Leiden oder Rückenprobleme. Eine Unfallversicherung schützt dich also nicht ausreichend. Setze auf die BU, die alle Ursachen abdeckt.

Zu guter Letzt: Unterschreibe keinen Vertrag, den du nicht verstanden hast. Wenn du Begriffe wie 'abstrakte Verweisung' oder 'Nachprüfbarkeit' nicht erklären kannst, lass dich beraten. Ein unabhängiger Versicherungsberater kann dir helfen, die Verträge zu vergleichen und den passenden Tarif zu finden. Nimm dir Zeit für die Entscheidung, denn sie ist langfristig.

So gehst du Schritt für Schritt zum passenden Schutz

Der erste Schritt ist die Bestandsaufnahme. Überlege dir, wie hoch deine monatlichen Ausgaben sind und wie viel Rente du im Leistungsfall benötigen würdest. Berücksichtige dabei auch, dass du im Krankheitsfall vielleicht zusätzliche Kosten hast, zum Beispiel für Therapien oder Umbaumaßnahmen. Eine Rente von 1.000 bis rund 1.500 Euro ist für den Anfang ein guter Richtwert.

Im zweiten Schritt solltest du deinen Gesundheitszustand prüfen. Gehe zu deinem Hausarzt und lass dir deine Krankenakte geben. So hast du einen Überblick über alle Befunde, die für den Versicherer relevant sein könnten. Das hilft dir, die Gesundheitsfragen im Antrag korrekt zu beantworten und spätere Probleme zu vermeiden.

Der dritte Schritt ist der Vergleich der Anbieter. Nutze Online-Vergleichsportale, um einen ersten Überblick zu bekommen. Achte dabei nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Vertragsbedingungen. Die besten Tarife findest du oft bei spezialisierten Versicherern, die nicht unbedingt die bekanntesten Namen haben. Ein unabhängiger Makler kann dir hier wertvolle Dienste leisten.

Wenn du einen Tarif gefunden hast, stelle den Antrag. Fülle die Gesundheitsfragen sorgfältig und wahrheitsgemäß aus. Der Versicherer wird deine Angaben prüfen und dir ein Angebot unterbreiten. Dieses Angebot kann von deinen Wunschkonditionen abweichen, zum Beispiel durch einen Risikozuschlag. Du kannst das Angebot annehmen oder ablehnen. Lass dich nicht unter Druck setzen.

Nach Vertragsabschluss solltest du den Vertrag regelmäßig überprüfen. Spätestens nach dem Studienabschluss und dem Beginn deines Berufslebens ist eine Anpassung nötig. Nutze die Nachversicherungsgarantie, um deine Rente zu erhöhen. Und denk daran: Eine BU ist kein statisches Produkt, sondern muss zu deinem Leben passen. Überprüfe sie alle paar Jahre.

Die Rolle der gesetzlichen Rentenversicherung und was sie dir nicht zahlt

Viele Studierende glauben, der Staat werde sie im Krankheitsfall schon irgendwie absichern. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist jedoch ein schwaches Netz. Sie wird nur gezahlt, wenn du gar nicht mehr arbeiten kannst, und das auch nur, wenn du in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung mindestens drei Jahre Pflichtbeiträge gezahlt hast. Als Student hast du diese Zeiten in der Regel nicht.

Selbst wenn du die Voraussetzungen erfüllst, ist die Rente gering. Sie orientiert sich an deinem bisherigen Einkommen und den eingezahlten Beiträgen. Da du als Student noch wenig verdient hast, wäre deine Rente entsprechend niedrig. Sie würde in vielen Fällen nicht einmal das Existenzminimum decken. Du müsstest dann zusätzlich Grundsicherung beantragen, was mit einer Offenlegung deines Vermögens verbunden ist.

Die gesetzliche Rente unterscheidet auch nicht zwischen verschiedenen Berufen. Ob du als Bauarbeiter oder als Medienwissenschaftler arbeitest, ist egal. Es zählt nur, ob du irgendeine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ausüben kannst. Das ist ein entscheidender Nachteil gegenüber der privaten BU, die auf deinen konkreten Beruf abzielt.

Ein weiterer Punkt ist die steuerliche Behandlung. Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung sind teilweise absetzbar, die spätere Rente ist jedoch voll steuerpflichtig. Bei der privaten BU sind die Beiträge in der Regel nicht absetzbar, die Rente ist aber nur mit dem sogenannten Ertragsanteil steuerpflichtig. Das kann im Leistungsfall zu einer höheren Nettorente führen.

Fazit: Die gesetzliche Absicherung ist kein Ersatz für eine private BU. Sie kann die Lücke nicht schließen und bietet dir nicht den Schutz, den du für deine Karriere brauchst. Sieh die gesetzliche Rente als Basis, aber baue auf dieser Basis ein privates Fundament auf. Nur so bist du wirklich abgesichert.

Warum psychische Erkrankungen für dein Berufsfeld besonders relevant sind

Medienwissenschaft ist ein spannendes, aber auch forderndes Feld. Der Druck, ständig kreativ zu sein, Deadlines einzuhalten und sich in einem hart umkämpften Arbeitsmarkt zu behaupten, ist hoch. Diese Belastung kann zu psychischen Erkrankungen führen, die inzwischen zu den häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit zählen. Du solltest dir dieses Risikos bewusst sein.

Eine Depression oder ein Burnout sind keine Schwäche, sondern ernsthafte Erkrankungen. Sie können dazu führen, dass du dich nicht mehr konzentrieren kannst, keine Motivation mehr findest und selbst einfache Aufgaben nicht mehr bewältigst. In einem Beruf, der auf Kreativität und intellektueller Leistung basiert, ist das ein KO-Kriterium. Die BU zahlt auch in diesen Fällen, wenn die Erkrankung ärztlich dokumentiert ist.

Der Versicherer wird bei psychischen Erkrankungen besonders genau prüfen. Du musst nachweisen, dass du in Behandlung bist und die Erkrankung tatsächlich vorliegt. Eine alleinige Diagnose reicht oft nicht aus. Es ist wichtig, dass du frühzeitig professionelle Hilfe suchst und die Therapie dokumentierst. Das erhöht deine Chancen auf eine Anerkennung im Leistungsfall.

Für den Abschluss der BU ist eine bestehende psychische Erkrankung jedoch ein Problem. Wenn du bereits in Behandlung bist, kann der Versicherer einen Risikozuschlag verlangen oder den Antrag ablehnen. Deshalb ist es so wichtig, den Vertrag abzuschließen, solange du gesund bist. Solltest du bereits erkrankt sein, gibt es spezielle Anbieter, die auch mit Zuschlägen arbeiten. Lass dich hierzu beraten.

Prävention ist das beste Mittel. Achte auf deine Work-Life-Balance, suche dir Ausgleich zum Studium und scheue dich nicht, bei psychischen Problemen Hilfe zu suchen. Eine BU ist kein Freibrief für ein ungesundes Leben, sondern eine Absicherung für den Fall, dass es trotzdem passiert. Mit einem gesunden Lebensstil und einer guten Versicherung bist du doppelt geschützt.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Wärst du im Krankheitsfall auf dein eigenes Einkommen angewiesen?
Hast du schon eine konkrete Vorstellung von deinem späteren Berufsfeld?
Kannst du dir vorstellen, dass psychischer Stress dich arbeitsunfähig macht?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Ja, du kannst die BU jederzeit abschließen, solange du gesund bist. Der beste Zeitpunkt ist jedoch zu Beginn des Studiums, da du dann am jüngsten und in der Regel am gesündesten bist. Das sichert dir die günstigsten Beiträge und die besten Konditionen.

Die BU zahlt nur bei Berufsunfähigkeit, nicht bei Arbeitslosigkeit. Wenn du arbeitslos bist, aber gesund, erhältst du keine Leistungen. Du musst die Beiträge weiterzahlen, um den Schutz aufrechtzuerhalten. Solltest du während der Arbeitslosigkeit berufsunfähig werden, greift der Versicherungsschutz.

Ein Nebenjob hat in der Regel keinen Einfluss auf den Beitrag. Entscheidend sind dein Alter, dein Gesundheitszustand und die gewünschte Rente. Du solltest den Nebenjob im Antrag aber angeben, da er deinen Berufsstatus verändern kann. Der Versicherer prüft dann, ob der Schutz angepasst werden muss.

Ja, das ist über die sogenannte Nachversicherungsgarantie möglich. Diese Option erlaubt es dir, die Rente zu erhöhen, wenn sich dein Einkommen verbessert, zum Beispiel nach dem Berufseinstieg. Du musst dann keine erneute Gesundheitsprüfung durchlaufen. Achte darauf, dass dein Vertrag diese Option enthält.

Die BU zahlt, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben kannst. Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung zahlt nur, wenn du gar keiner Arbeit mehr nachgehen kannst. Die BU ist also umfassender und für dich als Akademiker die bessere Wahl, da sie deinen spezifischen Beruf schützt.

Eine betriebliche BU ist oft günstiger, da der Arbeitgeber einen Teil der Kosten übernimmt. Allerdings ist sie an den Arbeitgeber gebunden und verfällt bei einem Jobwechsel. Eine private BU ist flexibler und bleibt dir ein Leben lang erhalten. Eine Kombination aus beidem kann sinnvoll sein.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 30.08.2026, nächste Prüfung: 02/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.