Einführung in die rechtswissenschaftliche Forschung
Einführung in Forschungsmethoden der Rechtswissenschaften für interdisziplinären Austausch.
Wer sich für die juristische, historische und politische Aufarbeitung von Kriegsverbrechen, Völkermord und schweren Menschenrechtsverletzungen interessiert, findet in diesem Marburger Masterstudiengang ein Programm, das genau diese drei Perspektiven zusammenbringt. Statt Internationale Strafjustiz allein als Rechtsgebiet zu behandeln, wird sie hier als historisches und politisches Phänomen verstanden, das sich nur im Zusammenspiel mehrerer Disziplinen erschließen lässt.
Die Philipps-Universität Marburg bettet den Studiengang in ihre Stärken in Friedens- und Konfliktforschung sowie Zeitgeschichte ein und schafft damit ein Profil, das über klassische juristische Aufbaustudiengänge hinausgeht. Der Zugang ist zulassungsbeschränkt, was auf eine gezielte Auswahl motivierter und fachlich einschlägig vorgebildeter Studierender hindeutet.
17 Module · 120 ECTS gesamt – der vollständige Studienverlauf. Durchsuche alle Module oder filtere nach Semester.
Einführung in Forschungsmethoden der Rechtswissenschaften für interdisziplinären Austausch.
Einführung in Forschungsmethoden der Geschichtswissenschaft für interdisziplinären Austausch.
Einführung in Friedens- und Konfliktforschung als ergänzende Perspektive im Einführungsbereich.
Vermittlung von Grundkenntnissen des Völkerstrafrechts als Basis des Studiengangs.
Grundkenntnisse historischer und politischer Entwicklungen der internationalen Strafjustiz.
Vertiefung der Kenntnisse im Völkerstrafrecht mit interdisziplinären Perspektiven.
Interdisziplinäre Analyse des Völkermordes als Verbrechen der internationalen Strafjustiz.
Interdisziplinäre Untersuchung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Interdisziplinäre Analyse von Aggression als Verbrechen im internationalen Strafrecht.
Interdisziplinäre Betrachtung von Kriegsverbrechen als zentrales Thema der internationalen Strafjustiz.
Vertiefungsmodul zu Transitional Justice als Themenschwerpunkt im Profilbereich.
Vertiefungsmodul zu humanitärem Völkerrecht und Menschenrechten im Profilbereich.
Kriminologische Perspektive auf internationale Kriminalität im Profilbereich.
Wahlpflichtmodul zur Behandlung aktueller und kritischer Fragen der internationalen Strafjustiz.
Module aus anderen Studiengängen im Umfang von 6 bis 18 ECTS gemäß Anlage 3.
Externes wissenschaftliches oder berufliches Praktikum zur Erprobung erworbener Kenntnisse und Kompetenzen.
Eigenständige wissenschaftliche Forschung zu einer selbstentwickelten Fragestellung und Verteidigung dieser.
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Moduldaten aus dem offiziellen Modulhandbuch der Hochschule München. Umfang und Angebot können sich je Studien- und Prüfungsordnung ändern.
Der Studiengang Internationale Strafjustiz: Recht, Geschichte, Politik verknüpft die juristische Analyse von Völkerstrafrecht mit geschichtswissenschaftlichen Methoden und politikwissenschaftlicher Konfliktanalyse. Diese Dreifachperspektive ist an deutschen Universitäten eher selten und macht das Marburger Angebot zu einem Nischenprogramm für ein spezifisches Interessensprofil.
Statt sich auf reine Gesetzesauslegung zu beschränken, untersuchen Studierende, wie internationale Strafverfahren entstehen, welche historischen Kontexte sie prägen und welche politischen Interessen im Hintergrund wirken.
Zu den zentralen Bausteinen gehören die Einführung in die rechtswissenschaftliche Forschung und die Einführung in die geschichtswissenschaftliche Forschung, die jeweils methodisches Grundhandwerk für die eigenständige wissenschaftliche Arbeit vermitteln. Ergänzt wird dies durch Friedens- und Konfliktforschung, die den politischen und gesellschaftlichen Rahmen von Gewaltkonflikten und deren juristischer Aufarbeitung beleuchtet.
Diese Kombination erlaubt es, Fallstudien zu internationalen Tribunalen, Übergangsjustiz und historischer Aufarbeitung aus mehreren Blickwinkeln gleichzeitig zu analysieren.
Geeignet ist der Studiengang für Personen mit einem ersten Abschluss in Rechtswissenschaft, Geschichte, Politikwissenschaft oder verwandten Fächern, die sich für die Schnittstelle von Recht, Historie und Politik interessieren. Wer ausschließlich klassisches deutsches Zivil- oder Strafrecht studieren möchte, findet hier nicht das passende Profil.
Interesse an internationalen Institutionen, historischer Quellenarbeit und der kritischen Einordnung politischer Machtverhältnisse ist eine wichtige Voraussetzung für den Studienerfolg.
Absolventinnen und Absolventen bewegen sich beruflich häufig im weiten Feld der Rechtsberatung, -sprechung und -ordnung, etwa bei internationalen Organisationen, NGOs, Forschungseinrichtungen oder in der politischen Bildungsarbeit. Der zulassungsbeschränkte Zugang deutet auf ein Programm hin, das gezielt auf spezialisierte, oft international ausgerichtete Tätigkeitsfelder vorbereitet.
Klassische Laufbahnen in der Justiz erfordern in Deutschland weiterhin die Staatsexamina, weshalb der Studiengang eher als Ergänzung und Vertiefung denn als alleiniger Zugang zum Richteramt zu verstehen ist.
Die Philipps-Universität Marburg bietet den Studiengang in Vollzeit am Studienort Marburg an und nutzt damit ihre etablierte Expertise in Friedens- und Konfliktforschung. Das Format begünstigt intensive Präsenzlehre, Seminardiskussionen und den direkten Austausch mit Lehrenden aus mehreren Fachdisziplinen.
Für Studierende bedeutet das ein forschungsnahes Studienumfeld, in dem interdisziplinäres Arbeiten nicht nur angekündigt, sondern strukturell im Curriculum verankert ist.
Ehrliche Einordnung auf Basis der gebundenen Daten, plus dein persönlicher Match.
Die Studienplätze sind begrenzt und die NC-Grenze schwankt je Semester. Prüfe mit deinem Schnitt, wie deine Chancen aktuell stehen.
An staatlichen Hochschulen fallen in der Regel keine Studiengebühren an – du zahlst nur den Semesterbeitrag.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Studiengebühren | 0 € |
| Semesterbeitrag | ca. 250 bis 350 € / Semester |
| Enthalten | u. a. Semesterticket & Studierendenwerk |
Richtwerte – den genauen Semesterbeitrag nennt die Hochschule.
Wenn du deinen Studiengang über StudySmarter und das StudyKit findest und dich darüber einschreibst, ist die Jobgarantie automatisch dabei.
Findest du innerhalb von 6 Monaten nach deinem Abschluss keinen Job, übernehmen wir dein professionelles Jobcoaching – so lange, bis du einen hast.
Gilt ab dem Tag deines Studienabschlusses.Es gelten die Teilnahmebedingungen. Details und Bedingungen erhältst du mit dem Infomaterial.
Der Berufseinstieg nach diesem Masterstudiengang führt meist in Institutionen, die sich mit internationalem Recht, Menschenrechten oder historisch-politischer Aufarbeitung befassen.
Branchenweite Marktorientierung für Rechtsberatung, -sprechung,-ordnung(oS) (brutto pro Jahr), kein hochschulspezifischer Wert. Tatsächliche Gehälter hängen von Branche, Region und Erfahrung ab.
Die Arbeitsfelder rund um internationale Strafjustiz verändern sich durch digitale Beweismittel, neue Konfliktformen und den wachsenden Stellenwert historischer Aufarbeitung.
Auch in diesem Berufsfeld verändert Künstliche Intelligenz, wie Recherche, Dokumentation und Analyse ablaufen, ohne die zentrale menschliche Urteilskraft zu ersetzen.
Wer im Modul Friedens- und Konfliktforschung gelernt hat, Konfliktdynamiken zu analysieren, bringt genau jene Fähigkeit mit, die bei der politischen Einordnung internationaler Strafverfahren gefragt ist.
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Kurzprofil der Philipps-Universität Marburg – Trägerschaft, Format und, wo verfügbar, unsere Einschätzung aus Studierendenbewertungen.
Für diese Hochschule liegen noch keine aggregierten Studierendenbewertungen vor.
Wer eine klassische juristische Laufbahn mit Staatsexamen anstrebt, sollte bedenken, dass dieser Studiengang eher ergänzend und spezialisierend wirkt, nicht als Ersatz für den Volljuristen-Weg; wichtig ist daher, die eigenen Karriereziele vor Studienbeginn klar zu definieren.
Nein, der Zugang zu klassischen Richterämtern in Deutschland erfordert weiterhin die beiden juristischen Staatsexamina; der Marburger Master ergänzt und vertieft ein bestehendes Studium, ersetzt es aber nicht.
Sinnvoll sind ein erster Abschluss in Rechtswissenschaft, Geschichte, Politikwissenschaft oder einem eng verwandten Fach sowie Interesse an interdisziplinärem Arbeiten zwischen Recht, Historie und Politik.
Die Beschränkung soll sicherstellen, dass Studierende mit passender fachlicher Vorbildung und klarem Interesse an internationaler Strafjustiz aufgenommen werden, da das Programm ein anspruchsvolles, forschungsnahes Profil verfolgt.
Typische Wege führen in Forschung, internationale Organisationen, NGOs oder politische Bildungsarbeit rund um Menschenrechte, Völkerstrafrecht und historische Aufarbeitung, verankert im weiteren Berufsfeld der Rechtsberatung und -ordnung.
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