Ratgeber · Investieren
Robo-Advisor für Studenten: So legst du schon mit kleinem Budget automatisiert an
Ein Robo-Advisor für Studenten übernimmt die Geldanlage per Algorithmus, ohne dass du dich täglich um dein Depot kümmern musst. Schon mit kleinen Sparraten kannst du so ein breit gestreutes ETF-Portfolio aufbauen und vom Vermögensaufbau profitieren.
11 Kapitel · 17 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026
Das Wichtigste
- Robo-Advisor stellen dein Portfolio aus kostengünstigen ETFs zusammen und übernehmen das Rebalancing automatisch.
- Für Studenten eignen sich Anbieter mit niedriger Mindestanlagesumme und flexiblen Sparplänen ab 20 oder 25 Euro.
- Die jährlichen Verwaltungsgebühren liegen meist zwischen 0,35 und 0,80 Prozent des Anlagebetrags.
- Dein Geld liegt bei einer Partnerbank, nicht beim Robo-Advisor selbst, und du kannst das Depot jederzeit auflösen.
01 · Grundlagen
Was ist ein Robo-Advisor und wie funktioniert er?
Ein Robo-Advisor ist eine digitale Vermögensverwaltung, die dein Geld automatisch anlegt. Statt eines menschlichen Beraters entscheidet eine Software auf Basis von Algorithmen, wie dein Portfolio zusammengesetzt wird.
Die Technologie stammt aus den USA, wo digitale Vermögensverwalter bereits ein Anlagevolumen von umgerechnet 679 Milliarden Euro betreuen. In Deutschland ist der Markt mit rund 7,6 Milliarden Euro noch deutlich kleiner, wächst aber kontinuierlich. Für dich als Studentin oder Student bedeutet das eine wachsende Auswahl an Anbietern, die ihre Dienste direkt über Online-Anwendungen bereitstellen.
Der Robo-Advisor eröffnet für dich ein Wertpapierdepot bei einer Partnerbank. Dein Geld liegt also nicht beim Finanzdienstleister selbst, sondern bei dieser Bank, und nur du kannst über das Depot verfügen. Du kannst dein Depot jederzeit auflösen und dir dein Geld auszahlen lassen, sinnvoll ist jedoch ein Anlagehorizont von mehreren Jahren.
Die Software investiert dein Geld überwiegend in börsengehandelte Indexfonds, sogenannte ETFs. Diese bilden die Wertentwicklung ganzer Märkte wie dem DAX oder weltweiter Indizes ab und sind vergleichsweise kostengünstig. Durch die breite Streuung über viele Wertpapiere fallen Kursschwankungen einzelner Titel weniger ins Gewicht.
Die Anlageentscheidungen basieren auf mathematischen Modellen und deiner im Fragebogen angegebenen Risikobereitschaft. Ein Algorithmus wählt aus vorgegebenen Portfolios die passende Zusammensetzung aus Aktien- und Anleihen-ETFs für dich aus und verwaltet dein Depot laufend.
Kurz erklärt
Robo-Advisor
Ein Robo-Advisor ist eine Online-Anwendung, die für dich ein Wertpapierdepot eröffnet, passende ETFs auswählt und dein Portfolio laufend verwaltet. Die Anlageentscheidungen basieren auf mathematischen Modellen und deiner Risikobereitschaft.
Das Geld liegt nicht beim Robo-Advisor selbst, sondern bei einer Partnerbank. Nur du kannst über dein Depot verfügen und es jederzeit auflösen.
02 · Schritt für Schritt
So startest du als Student mit einem Robo-Advisor
Der Einstieg in die digitale Vermögensverwaltung ist für Studenten unkompliziert. Nach der Anmeldung beantwortest du einen Fragenkatalog, damit der Algorithmus deine Risikobereitschaft einschätzen und eine passende Anlagestrategie vorschlagen kann.
Der Einstieg gelingt auch mit wenig Kapital, denn mehrere Anbieter ermöglichen eine Mindestanlagesumme von 20 oder 25 Euro. Manche Robo-Advisor verlangen eine einmalige Mindesteinzahlung von 500 Euro, andere starten bereits mit einem Euro. Für dein studentisches Budget sind die niedrigschwelligen Angebote mit flexiblen Sparplänen besonders geeignet.
Nach deiner Anmeldung beantwortest du einen standardisierten Fragenkatalog. Typische Fragen betreffen deine Erfahrung mit Wertpapieren, dein Anlageziel und deine Einstellung zu Sicherheit und Rendite. Die Software wertet deine Antworten aus und ordnet dich einer Risikoklasse zu.
Anschließend schlägt dir der Robo-Advisor eine oder mehrere Anlagestrategien vor. Je nach Anbieter stehen dir zwischen 2 und über 100 verschiedene Portfolios zur Auswahl. Stimmst du der Strategie zu, übermittelt der Robo-Advisor die Daten an die Partnerbank, die für dich die entsprechenden Wertpapiere kauft.
- Du vergleichst Anbieter anhand von Servicegebühr, ETF-Kosten und Mindestsparrate.
- Du beantwortest den Fragenkatalog zu deiner Risikobereitschaft und deinem Anlageziel.
- Du erhältst einen Strategievorschlag und richtest einen Sparplan mit deinem Wunschbetrag ein.
Anbieter auswählen
Du vergleichst Robo-Advisor anhand von Gebühren, Mindestanlagesumme und Mindestsparrate. Für Studenten sind Anbieter mit Einstiegssummen ab 20 oder 25 Euro und flexiblen Sparplänen sinnvoll.
Fragenkatalog beantworten
Nach deiner Anmeldung beantwortest du standardisierte Fragen zu deiner Risikobereitschaft, deiner Erfahrung mit Wertpapieren und deinem Anlageziel. Die Software wertet deine Antworten aus.
Anlagestrategie erhalten
Der Robo-Advisor schlägt dir eine oder mehrere Anlagestrategien vor. Je nach Risikoklasse enthält dein Portfolio einen höheren Anteil an Aktien-ETFs oder einen höheren Anteil an Anleihen-ETFs.
Depot eröffnen lassen
Stimmst du der Strategie zu, eröffnet der Robo-Advisor ein Wertpapierdepot bei einer Partnerbank. Die Bank kauft die Wertpapiere gemäß der vom Algorithmus ermittelten Aufteilung.
Sparplan einrichten
Du legst eine monatliche Sparrate fest, die du als Studentin oder Student dauerhaft tragen kannst. Der Robo-Advisor investiert diesen Betrag automatisch in dein ETF-Portfolio.
Rebalancing überlassen
Die Software übernimmt das Rebalancing. Sie passt die Zusammensetzung deines Portfolios regelmäßig an, damit das ursprüngliche Verhältnis von Chance und Risiko erhalten bleibt.
03 · Vergleich
Robo-Advisor oder selbst in ETFs investieren: Was passt zu dir?
Beide Wege setzen auf Indexfonds und eignen sich für den langfristigen Vermögensaufbau. Der Unterschied liegt vor allem im Aufwand, den du selbst betreiben möchtest.
Ein Robo-Advisor übernimmt Auswahl, Kauf und laufende Anpassung deines Portfolios, während du bei einem selbst geführten Depot jede Entscheidung selbst triffst.
Die Kosten unterscheiden sich deutlich. Beim Robo-Advisor zahlst du eine Servicegebühr plus ETF-Kosten, insgesamt oft zwischen 0,5 und 1,0 Prozent pro Jahr. Bei einem selbst geführten ETF-Depot fallen nur die Produktkosten an, die häufig zwischen 0,1 und 0,3 Prozent pro Jahr liegen.
Für dich als Studentin oder Student ist entscheidend, wie viel Zeit du in deine Geldanlage investieren möchtest. Wer ohne Vorkenntnisse startet und sich nicht laufend kümmern will, findet im Robo-Advisor eine einfache Lösung. Wer die volle Kontrolle behalten und Kosten sparen möchte, kann mit etwas Einarbeitung auch selbst in ETFs investieren.
- Ein Robo-Advisor eignet sich, wenn du wenig Zeit hast und automatische Verwaltung möchtest.
- Ein selbst geführtes ETF-Depot eignet sich, wenn du Kosten minimieren und selbst entscheiden willst.
- Beide Wege profitieren von langfristigem Investieren und regelmäßigen Sparraten.
| Robo-Advisor | Selbst in ETFs investieren | |
|---|---|---|
| Aufwand | Hoch, du wählst ETFs aus, kaufst sie und kümmerst dich um die Anpassung | |
| Kosten | Nur ETF-Kosten, oft 0,1 bis 0,3 Prozent pro Jahr | |
| Mindestanlage | ||
| Entscheidungen | Du entscheidest selbst über Strategie und Umschichtungen | |
| Geeignet für | Studenten, die sich selbst einarbeiten und Kosten minimieren möchten |
04 · Was gilt
Welche Anlagestrategien verfolgt ein Robo-Advisor?
Robo-Advisor unterscheiden sich darin, wie aktiv sie dein Portfolio verwalten. Die meisten Anbieter setzen auf eine passive Strategie mit breiter Streuung, einige schichten dein Depot bei Marktveränderungen aktiv um.
Die meisten Anbieter verfolgen ein passives Risikomanagement. Dabei wird das Risiko in erster Linie über die breite Streuung des Portfolios minimiert, und die Zusammensetzung bleibt nach deiner Zustimmung weitgehend konstant. Die Software nimmt nur gelegentlich Anpassungen vor, um das ursprüngliche Verhältnis von Aktien und Anleihen wiederherzustellen.
Dieses sogenannte Rebalancing verhindert, dass durch Marktveränderungen mit der Zeit risikoreiche oder risikoarme Wertpapiere überwiegen. Passive Strategien setzen auf die langfristige Marktentwicklung und reagieren nicht auf kurzfristige Kursschwankungen. Über Jahrzehnte haben sich die Märkte selbst nach starken Einbrüchen immer wieder erholt.
Einige Robo-Advisor verfolgen ein aktives Risikomanagement. Sie beobachten den Markt laufend und schichten dein Portfolio selbstständig um, um Verluste zu minimieren und Gewinne zu maximieren. Welche Strategie langfristig erfolgreicher ist, lässt sich derzeit schwer sagen, weil belastbare Erfahrungswerte noch fehlen.
- Passive Robo-Advisor halten dein Portfolio weitgehend konstant und setzen auf breite Streuung.
- Aktive Robo-Advisor schichten dein Depot bei Marktveränderungen selbstständig um.
- Die Anzahl der wählbaren Strategien variiert je nach Anbieter zwischen 2 und über 100.
Passive Robo-Advisor
Aktive Robo-Advisor
05 · Kosten
Was kostet ein Robo-Advisor für Studenten?
Die Kosten setzen sich aus der Servicegebühr des Robo-Advisors und den Kosten der enthaltenen ETFs zusammen. Für Studenten ist die Gesamtkostenquote entscheidend, weil sie die Rendite direkt mindert.
Die Servicegebühr liegt bei den Anbietern im Markt zwischen 0,35 und 0,80 Prozent pro Jahr. Die ETF-Portfoliokosten bewegen sich zwischen 0,14 und 0,28 Prozent pro Jahr.
In der Summe zahlst du also typischerweise zwischen 0,5 und 1,0 Prozent deines Anlagevermögens pro Jahr. Diese Kosten werden direkt von deiner Rendite abgezogen, unabhängig davon, ob dein Depot im Plus oder im Minus steht.
Ein Unterschied von 0,5 Prozentpunkten pro Jahr kann über Jahrzehnte einen großen Effekt auf dein Vermögen haben. Deshalb lohnt sich für dich als Studentin oder Student der genaue Blick auf die Gesamtkostenquote, bevor du dich für einen Anbieter entscheidest.
- Die Servicegebühr deckt die digitale Vermögensverwaltung und das Rebalancing ab.
- Die ETF-Kosten fallen zusätzlich an und variieren je nach Fondsauswahl.
- Je niedriger die Gesamtkosten, desto mehr von der Marktrendite bleibt bei dir.
Typische jährliche Kosten eines Robo-Advisors
06 · Im Vertrag
Diese Fachbegriffe solltest du als Student kennen
In den Angeboten der digitalen Vermögensverwaltung begegnen dir einige Begriffe, die für deine Entscheidung wichtig sind. Hier findest du die zentralen Fachbegriffe kurz erklärt.
Ein ETF ist ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Index wie den DAX oder einen Weltindex nachbildet. ETFs sind kostengünstig und ermöglichen dir schon mit kleinen Beträgen eine breite Streuung.
Das Rebalancing beschreibt die automatische Anpassung deines Portfolios, damit die ursprüngliche Aufteilung zwischen Aktien und Anleihen erhalten bleibt. Die Servicegebühr ist das jährliche Entgelt des Robo-Advisors für die digitale Vermögensverwaltung und wird prozentual auf dein Anlagevermögen erhoben.
Die Risikoklasse ordnet dein Portfolio nach deiner Risikobereitschaft ein. Sicherheitsorientierte Portfolios enthalten überwiegend Anleihen-ETFs, während risikobereitere Portfolios einen höheren Aktienanteil aufweisen. Die Partnerbank ist das Kreditinstitut, bei dem dein Wertpapierdepot tatsächlich geführt wird.
- ETF: Ein börsengehandelter Fonds, der einen Marktindex nachbildet.
- Rebalancing: Die automatische Wiederherstellung deiner ursprünglichen Portfolioaufteilung.
- Servicegebühr: Das jährliche Entgelt für die digitale Vermögensverwaltung.
Wichtige Begriffe rund um den Robo-Advisor
07 · Checkliste
Checkliste: So findest du den passenden Robo-Advisor für dein Studium
Diese Kriterien helfen dir, aus den vielen Anbietern einen Robo-Advisor zu wählen, der zu deinem studentischen Budget und deinen Zielen passt.
Bei der Auswahl eines Robo-Advisors solltest du zuerst auf die Kosten achten, denn sie mindern deine Rendite direkt. Eine Servicegebühr unter 0,80 Prozent und ETF-Portfoliokosten unter 0,30 Prozent pro Jahr sind für Studenten sinnvolle Orientierungswerte. Die Mindestanlagesumme und Mindestsparrate sollten bei 25 Euro oder darunter liegen, damit die Geldanlage zu deinem Budget passt.
Prüfe außerdem, ob der Sparplan flexibel anpassbar oder pausierbar ist. Dein Einkommen als Studentin oder Student kann schwanken, etwa durch Nebenjobs oder Praktika. Ein Depot, das du jederzeit ohne Frist kündigen kannst, gibt dir zusätzliche Sicherheit.
Die Anlagestrategie sollte zu deiner Risikobereitschaft passen und in breit gestreute Aktien- und Anleihen-ETFs investieren. Achte darauf, dass die Partnerbank der deutschen Einlagensicherung unterliegt, auch wenn Wertpapiere als Sondervermögen geschützt sind.
- Die jährliche Servicegebühr liegt unter 0,80 Prozent.
- Die ETF-Portfoliokosten liegen unter 0,30 Prozent pro Jahr.
- Mindestanlagesumme und Mindestsparrate liegen bei 25 Euro oder darunter.
- Der Sparplan ist flexibel anpassbar oder pausierbar.
- Das Depot ist jederzeit ohne Frist kündbar.
Darauf solltest du bei der Auswahl achten
Mindestanlagesumme und Mindestsparrate liegen bei 25 Euro oder darunter
Die jährliche Servicegebühr liegt unter 0,80 Prozent
Die ETF-Portfoliokosten liegen unter 0,30 Prozent pro Jahr
Ein Sparplan ist flexibel anpassbar oder pausierbar
Das Depot ist jederzeit ohne Frist kündbar
Der Robo-Advisor investiert in breit gestreute Aktien- und Anleihen-ETFs
Die Anlagestrategie passt zu deiner Risikobereitschaft
Die Partnerbank unterliegt der deutschen Einlagensicherung
08 · Fehler vermeiden
Typische Fehler beim Investieren mit einem Robo-Advisor
Auch bei der digitalen Vermögensverwaltung kannst du als Studentin oder Student Fehler machen, die deine Rendite schmälern. Diese Punkte solltest du vermeiden.
Ein zu kurzer Anlagehorizont gehört zu den häufigsten Fehlern. Wer nach wenigen Monaten aussteigt, realisiert bei Kursschwankungen oft Verluste, die sich bei längerem Halten wieder ausgeglichen hätten. Für dein Studium bedeutet das: Lege nur Geld an, das du für mehrere Jahre nicht benötigst.
Die Wahl der falschen Risikoklasse kann dich Rendite kosten. Wer zu sicher anlegt, verschenkt langfristig Wachstumschancen, wer zu riskant anlegt, verkauft in Krisen oft panisch. Beantworte den Fragenkatalog ehrlich und wähle eine Strategie, mit der du auch in schwachen Marktphasen ruhig schlafen kannst.
Ein Unterschied von 0,3 Prozentpunkten bei der Servicegebühr summiert sich über Jahrzehnte zu einem erheblichen Betrag. Vergleiche deshalb nicht nur die Servicegebühr, sondern auch die ETF-Kosten. Unregelmäßige Sparraten schwächen zudem den Zinseszinseffekt, weil dein Kapital weniger Zeit hat, für dich zu arbeiten.
- Zu kurzer Anlagehorizont: Wer früh aussteigt, realisiert Verluste bei Kursschwankungen.
- Zu hohe Servicegebühr: Schon kleine Unterschiede summieren sich über Jahrzehnte.
- Falsche Risikoklasse: Zu sicher oder zu riskant kostet dich langfristig Rendite.
- Unregelmäßige Sparraten: Wer ständig pausiert, verliert den Zinseszinseffekt.
Diese Fehler kosten dich Rendite
09 · Hintergrund
Steuern auf deine Erträge aus dem Robo-Advisor
Deine Gewinne aus der digitalen Vermögensverwaltung unterliegen der Abgeltungsteuer. Als Studentin oder Student kannst du den Sparer-Pauschbetrag nutzen, um einen Teil deiner Erträge steuerfrei zu erhalten.
Auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne aus deinem Robo-Advisor-Depot fällt die Abgeltungsteuer von 25 Prozent an. Hinzu kommen der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer und gegebenenfalls Kirchensteuer. Diese Steuern werden automatisch von der depotführenden Bank einbehalten.
Als ledige Studentin oder lediger Student hast du einen Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Jahr. Bis zu diesem Betrag bleiben deine Kapitalerträge steuerfrei. Bei zusammenveranlagten Ehepaaren verdoppelt sich der Betrag auf 2000 Euro pro Jahr. Du kannst bei deiner Bank einen Freistellungsauftrag einrichten, damit der Pauschbetrag direkt berücksichtigt wird.
Für Aktienfonds gilt eine Teilfreistellung von 30 Prozent. Das bedeutet, dass bei ETFs mit überwiegendem Aktienanteil nur 70 Prozent der Erträge versteuert werden müssen. Diese Regelung reduziert deine Steuerlast auf Aktienfondsgewinne spürbar.
- Die Abgeltungsteuer beträgt 25 Prozent auf deine Kapitalerträge.
- Der Sparer-Pauschbetrag liegt bei 1000 Euro pro Person und Jahr.
- Die Teilfreistellung für Aktienfonds beträgt 30 Prozent.
Auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne aus deinem Robo-Advisor-Depot fällt die Abgeltungsteuer an. Hinzu kommen der Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.
Als ledige Studentin oder lediger Student hast du einen Sparer-Pauschbetrag pro Jahr. Bis zu diesem Betrag bleiben deine Kapitalerträge steuerfrei.
Für Aktienfonds gilt eine Teilfreistellung. Das bedeutet, dass bei ETFs mit überwiegendem Aktienanteil nur ein Teil der Erträge besteuert wird. Die Teilfreistellung wird von deiner Bank automatisch bei der Abrechnung berücksichtigt.
Um den Sparer-Pauschbetrag zu nutzen, stellst du bei deiner Partnerbank einen Freistellungsauftrag. Liegt dein zu versteuerndes Einkommen unter dem Grundfreibetrag, kann eine Nichtveranlagungsbescheinigung sinnvoll sein, damit keine Steuer einbehalten wird.
10 · Was gilt
Für wen lohnt sich ein Robo-Advisor im Studium?
Ein Robo-Advisor ist nicht für jede Studentin und jeden Studenten die beste Wahl. Ob sich die digitale Vermögensverwaltung für dich lohnt, hängt von deiner Zeit, deinem Wissen und deinen Zielen ab.
Ein Robo-Advisor lohnt sich für dich, wenn du ohne Vorkenntnisse mit dem Vermögensaufbau starten möchtest. Die Software übernimmt die Auswahl der ETFs, den Kauf und das laufende Rebalancing. Du musst dich nicht täglich um dein Depot kümmern und kannst dich auf dein Studium konzentrieren.
Die digitale Vermögensverwaltung eignet sich auch, wenn du eine einfache und kostengünstige Alternative zum klassischen Bankberater suchst. Mit monatlich 20 oder 25 Euro kannst du bereits ein breit gestreutes Portfolio aufbauen. Wichtig ist, dass du das Geld langfristig entbehren kannst.
Ein Robo-Advisor lohnt sich eher nicht, wenn du die volle Kontrolle über jede einzelne Anlageentscheidung behalten möchtest. Wer bereit ist, sich selbst in ETFs einzuarbeiten und sein Depot eigenständig zu verwalten, spart die Servicegebühr und zahlt nur die Produktkosten.
- Ein Robo-Advisor lohnt sich, wenn du wenig Zeit hast und automatische Verwaltung möchtest.
- Ein Robo-Advisor lohnt sich, wenn du ohne Vorkenntnisse starten willst.
- Selbst investieren lohnt sich, wenn du Kosten sparen und selbst entscheiden willst.
Ein Robo-Advisor lohnt sich
Ein Robo-Advisor lohnt sich eher nicht
11 · Hintergrund
So entwickeln sich Rendite und Vermögensaufbau mit einem Robo-Advisor
Die Rendite eines Robo-Advisors hängt von der Entwicklung der Märkte ab, nicht von der Software. Langfristig haben sich breit gestreute Aktienmärkte trotz Schwankungen nach oben entwickelt.
Dein Robo-Advisor investiert in Indexfonds, die die Wertentwicklung ganzer Märkte abbilden. Die Rendite ergibt sich aus Kursgewinnen und Ausschüttungen der enthaltenen ETFs. Eine Garantie für eine bestimmte Rendite gibt es nicht, da die Märkte schwanken und auch Verlustphasen möglich sind.
Für den Vermögensaufbau als Studentin oder Student ist der Faktor Zeit entscheidend. Wer früh beginnt und regelmäßig kleine Beträge investiert, profitiert über Jahrzehnte vom Zinseszinseffekt. Kurzfristige Kursschwankungen fallen dabei weniger ins Gewicht, weil sich die Märkte langfristig nach oben entwickelt haben.
Die Kosten deines Robo-Advisors mindern deine Rendite direkt. Eine Servicegebühr von 0,75 Prozent pro Jahr reduziert dein Anlageergebnis im Vergleich zu einem selbst geführten ETF-Depot mit 0,2 Prozent Kosten spürbar. Deshalb ist die Gesamtkostenquote ein zentraler Faktor für deinen langfristigen Anlageerfolg.
- Die Rendite hängt von der Marktentwicklung ab, nicht von der Software.
- Der Zinseszinseffekt belohnt frühes und regelmäßiges Investieren.
- Niedrige Kosten lassen mehr von der Marktrendite bei dir ankommen.
Dein Robo-Advisor investiert in Indexfonds, die die Wertentwicklung ganzer Märkte abbilden. Die Rendite ergibt sich aus Kursgewinnen und Ausschüttungen der enthaltenen ETFs. Eine Garantie für eine bestimmte Rendite gibt es nicht, da die Märkte schwanken.
Für den Vermögensaufbau als Studentin oder Student ist der Faktor Zeit entscheidend. Wer früh beginnt und regelmäßig kleine Beträge investiert, profitiert über Jahrzehnte vom Zinseszinseffekt. Kurzfristige Kursschwankungen fallen dabei weniger ins Gewicht.
Die Kosten deines Robo-Advisors mindern deine Rendite direkt. Eine Servicegebühr von 0,75 Prozent pro Jahr bedeutet, dass dein Portfolio diese Kosten erst erwirtschaften muss, bevor du einen Gewinn machst. Deshalb lohnt sich der Blick auf die Gesamtkostenquote.
Passive Robo-Advisor setzen darauf, dass sich die Märkte über lange Zeiträume nach oben entwickeln. Sie reagieren nicht auf kurzfristige Schwankungen, sondern halten dein Portfolio konstant und stellen nur die ursprüngliche Aufteilung wieder her.
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