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Forex-Erklärung: So funktioniert der Handel mit Währungen
Forex-Trading beschreibt den Handel mit internationalen Währungen auf dem größten Finanzmarkt der Welt. Hier erfährst du, wie Währungspaare aufgebaut sind, welche Rolle Hebel und Risikomanagement spielen und worauf du als Einsteigerin achten solltest.
10 Kapitel · 10 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026
Das Wichtigste
- Forex ist der globale Devisenmarkt, auf dem täglich Billionen US-Dollar gehandelt werden.
- Du handelst immer Währungspaare wie EUR/USD, bestehend aus Basiswährung und Notierungswährung.
- Mit Long- und Short-Positionen kannst du auf steigende oder fallende Wechselkurse setzen.
- Die Hebelwirkung erhöht deine Gewinnchancen, aber auch dein Verlustrisiko erheblich.
01 · Grundlagen
Was ist Forex-Trading?
Forex steht für Foreign Exchange und bezeichnet den dezentralen Markt, auf dem Währungen gegeneinander getauscht werden. Anders als an einer Börse läuft der Devisenhandel elektronisch über ein Netzwerk aus Banken, Brokern und institutionellen Teilnehmern.
Forex ist der größte Finanzmarkt der Welt. Täglich wechseln dort Währungen im Wert von mehreren Billionen US-Dollar den Besitzer, deutlich mehr als an allen Aktienmärkten zusammen.
Der Handel läuft dezentral über elektronische Netzwerke aus Banken, Brokern und institutionellen Teilnehmern. Einen zentralen Handelsplatz wie bei einer Börse gibt es nicht, was eine schnelle Ausführung und hohe Liquidität ermöglicht.
Für dich als Privatanlegerin bedeutet das: Du kannst nahezu rund um die Uhr handeln, fünf Tage die Woche. Der Markt schließt nur von Freitagabend bis Sonntagabend.
Kurz erklärt
Forex-Trading
Der Kauf oder Verkauf von Währungspaaren mit dem Ziel, von Wechselkursschwankungen zu profitieren. Du spekulierst darauf, dass eine Währung gegenüber einer anderen an Wert gewinnt oder verliert.
Forex ist der liquideste Finanzmarkt der Welt und nahezu rund um die Uhr geöffnet, fünf Tage die Woche.
02 · Vergleich
Wie funktionieren Währungspaare?
Jeder Forex-Trade besteht aus zwei Währungen, die als Paar notiert werden. Die erste Währung ist die Basiswährung, die zweite die Notierungswährung oder Kurswährung.
Beim Forex-Trading handelst du immer zwei Währungen gleichzeitig. Die erste Währung im Paar ist die Basiswährung, die zweite die Notierungswährung oder Kurswährung.
Ein Kurs von 1,10 bei EUR/USD bedeutet: Du benötigst 1,10 US-Dollar, um einen Euro zu kaufen. Die Basiswährung entspricht immer genau einer Einheit, die Notierungswährung gibt an, wie viele Einheiten für diese eine Basiswährung nötig sind.
Zu den Hauptwährungspaaren gehören Kombinationen wie EUR/USD, USD/JPY oder GBP/USD. Daneben gibt es Nebenwährungspaare wie EUR/GBP und exotische Paare wie USD/ZAR, die oft mit höheren Kosten verbunden sind.
| Basiswährung | Notierungswährung | |
|---|---|---|
| Position im Paar | Steht immer links (EUR) | Steht immer rechts (USD) |
| Bedeutung | Währung, die du kaufst oder verkaufst | Währung, mit der du die Basiswährung bezahlst |
| Wertangabe | Entspricht immer genau einer Einheit | Gibt an, wie viele Einheiten für eine Basiswährung nötig sind |
03 · Was gilt
Long oder Short: In beide Richtungen handeln
Beim Forex-Trading kannst du sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse setzen. Deine Erwartung an die Entwicklung der Basiswährung bestimmt, ob du eine Long- oder Short-Position eröffnest.
Du kannst also sowohl bei steigenden als auch bei fallenden Kursen Gewinne erzielen.
Bei einer Long-Position kaufst du das Währungspaar, weil du erwartest, dass die Basiswährung gegenüber der Notierungswährung steigt. Bei einer Short-Position verkaufst du das Paar, weil du einen fallenden Wechselkurs erwartest.
Beispiel: Du kaufst EUR/USD, wenn du einen stärkeren Euro gegenüber dem US-Dollar erwartest. Du verkaufst EUR/USD, wenn du davon ausgehst, dass der Euro an Wert verliert.
Long-Position
Short-Position
04 · Grundlagen
Was ist ein Pip?
Ein Pip ist die kleinste standardisierte Preisänderung eines Währungspaares. Er dient als Maßeinheit, um Kursbewegungen zu messen und Gewinne oder Verluste zu berechnen.
Bei den meisten Paaren entspricht ein Pip der vierten Dezimalstelle, also 0,0001.
Eine Ausnahme bilden Währungspaare mit dem japanischen Yen. Bei JPY-Paaren bezieht sich ein Pip auf die zweite Dezimalstelle, also 0,01. Eine Bewegung an der fünften Dezimalstelle wird als Pipette bezeichnet.
Pips helfen dir, Kursveränderungen präzise zu messen und Gewinne oder Verluste zu berechnen. Außerdem nutzt du sie, um Stop-Loss- und Take-Profit-Marken sinnvoll zu setzen und die Volatilität verschiedener Währungspaare zu vergleichen.
Kurz erklärt
Pip (Percentage in Point)
Bei den meisten Währungspaaren entspricht ein Pip der vierten Dezimalstelle, also 0,0001. Bei JPY-Paaren bezieht sich ein Pip auf die zweite Dezimalstelle, also 0,01.
Pips helfen dir, Kursveränderungen präzise zu messen und Stop-Loss- oder Take-Profit-Marken sinnvoll zu setzen.
05 · Kosten
Wie wirkt die Hebelwirkung beim Forex-Trading?
Die Hebelwirkung ermöglicht es dir, mit einem geringeren Kapitaleinsatz größere Positionen zu bewegen. Das erhöht sowohl deine Gewinnchancen als auch dein Verlustrisiko im Devisenhandel.
Ein Hebel vervielfacht die Auswirkung von Kursbewegungen auf dein eingesetztes Kapital. Du benötigst weniger Eigenkapital, um größere Positionen zu bewegen, als beim ungehebelten Handel.
Das erhöht sowohl deine Gewinnchancen als auch dein Verlustrisiko. 74 Prozent der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit Hebel. Diese Zahl zeigt, wie wichtig ein konsequentes Risikomanagement ist.
Informiere dich vor deinem ersten Trade gründlich über die Funktionsweise von Hebeln. Setze nur Geld ein, dessen Verlust du verkraften kannst, und beginne mit kleinen Positionsgrößen.
Kurz erklärt
Erforderliches Eigenkapital
Hebelwirkung: Chancen und Risiken
geringer als beim ungehebelten Handel
06 · Checkliste
Risikomanagement im Devisenhandel
Ohne ein durchdachtes Risikomanagement kann Forex-Trading schnell zu hohen Verlusten führen. Klare Regeln für Positionsgrößen und Verlustbegrenzung sind deshalb unverzichtbar.
Ein durchdachtes Risikomanagement ist deshalb unverzichtbar, bevor du deinen ersten Trade eröffnest.
Die wichtigsten Grundregeln lassen sich in wenigen Punkten zusammenfassen:
- Setze immer einen Stop-Loss, um deinen maximalen Verlust pro Trade zu begrenzen.
- Riskiere pro Trade nur einen kleinen Prozentsatz deines Handelskapitals.
- Nutze Take-Profit-Marken, um Gewinne zu sichern.
- Handele nur mit Geld, dessen Verlust du verkraften kannst.
- Vermeide übermäßig große Hebel, besonders als Einsteigerin.
- Dokumentiere deine Trades und analysiere regelmäßig deine Fehler.
Grundregeln für dein Risikomanagement
Setze immer einen Stop-Loss, um deinen maximalen Verlust pro Trade zu begrenzen
Riskiere pro Trade nur einen kleinen Prozentsatz deines Handelskapitals
Nutze Take-Profit-Marken, um Gewinne zu sichern
Handele nur mit Geld, dessen Verlust du verkraften kannst
Vermeide übermäßig große Hebel, besonders als Einsteigerin
Dokumentiere deine Trades und analysiere regelmäßig deine Fehler
07 · Im Vertrag
CFD-Handel als Zugang zum Forex-Markt
Die meisten Privatanleger handeln Währungen über Differenzkontrakte, sogenannte CFDs. Dabei besitzt du die zugrunde liegende Währung nicht physisch, sondern spekulierst auf Kursveränderungen.
Ein CFD bildet die Kursentwicklung eines Basiswerts ab, ohne dass du den Basiswert selbst besitzt.
Du erhältst die Differenz zwischen Ein- und Ausstiegskurs. Mit CFDs kannst du sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse setzen, ohne die Währung tatsächlich zu kaufen oder zu verkaufen.
CFDs werden mit Hebel gehandelt. Dadurch reicht ein geringerer Kapitaleinsatz, aber Verluste können dein eingesetztes Kapital übersteigen. Die Margin ist die Sicherheitsleistung, die du für eine gehebelte Position hinterlegen musst.
Wichtige Begriffe im CFD-Handel
08 · Fehler vermeiden
Typische Fehler beim Forex-Trading
Viele Einsteiger unterschätzen die Dynamik des Devisenmarktes und handeln ohne klare Strategie. Diese Fehler lassen sich vermeiden, wenn du sie kennst.
- Ohne Demokonto starten: Übe zuerst mit virtuellem Geld, um die Plattform und Marktmechanik zu verstehen.
- Zu hoher Hebel: Ein großer Hebel kann dein Konto bei kleinen Kursbewegungen schnell aufzehren.
- Fehlender Stop-Loss: Ohne Verlustbegrenzung riskierst du unkontrollierte Verluste.
- Emotionales Handeln: Angst und Gier führen zu impulsiven Entscheidungen, halte dich an deine Strategie.
- Keine Handelsstrategie: Wer ohne Plan handelt, überlässt den Zufall dem Markt.
- Risiko pro Trade zu hoch: Riskiere nie mehr als einen kleinen Teil deines Kapitals pro Position.
Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
09 · Hintergrund
Wechselkurse und ihre Einflussfaktoren
Wechselkurse werden durch eine Vielzahl wirtschaftlicher und politischer Faktoren bestimmt. Wer diese Zusammenhänge versteht, kann Kursbewegungen besser einordnen.
Zinspolitik gehört zu den stärksten Einflussfaktoren auf Wechselkurse. Steigen die Zinsen in einem Land, wird seine Währung für Anleger attraktiver, was die Nachfrage und damit den Kurs erhöhen kann.
Auch Wirtschaftsdaten wie Inflation, Arbeitsmarktzahlen oder das Bruttoinlandsprodukt bewegen den Devisenmarkt. Positive Daten stärken eine Währung tendenziell, negative schwächen sie.
Politische Stabilität und globale Ereignisse spielen ebenfalls eine Rolle. Unsicherheit führt oft zu einer Flucht in als sicher geltende Währungen wie den US-Dollar oder den Schweizer Franken.
Zinspolitik gehört zu den stärksten Einflussfaktoren auf Wechselkurse. Steigen die Zinsen in einem Land, wird seine Währung für Anleger attraktiver, was die Nachfrage und damit den Kurs erhöhen kann.
Auch Wirtschaftsdaten wie Inflation, Arbeitsmarktzahlen oder das Bruttoinlandsprodukt bewegen den Devisenmarkt. Positive Daten stärken eine Währung tendenziell, negative schwächen sie.
Politische Stabilität und globale Ereignisse spielen ebenfalls eine Rolle. Unsicherheit führt oft zu einer Flucht in als sicher geltende Währungen wie den US-Dollar oder den Schweizer Franken.
10 · Schritt für Schritt
Liquidität und Handelszeiten im Devisenmarkt
Der Forex-Markt ist für seine hohe Liquidität bekannt. Täglich werden Währungen im Wert von mehreren Billionen US-Dollar gehandelt, verteilt auf verschiedene Handelszentren weltweit.
Der Handelstag startet in Tokio und anderen asiatischen Finanzzentren. Hier werden besonders Währungspaare mit dem japanischen Yen aktiv gehandelt. Mit Öffnung der europäischen Märkte steigt das Handelsvolumen deutlich an, der Euro und das britische Pfund sind in dieser Phase besonders aktiv.
Wenn New York öffnet, überlappen sich europäische und amerikanische Handelszeiten. In dieser Zeit ist die Liquidität oft am höchsten, was zu engeren Spreads und schnelleren Ausführungen führen kann. Von Freitagabend bis Sonntagabend bleibt der Devisenmarkt geschlossen.
Handelsbeginn in Asien
Der Handelstag startet in Tokio und anderen asiatischen Finanzzentren. Hier werden besonders Währungspaare mit dem japanischen Yen aktiv gehandelt.
Europäische Handelsphase
Mit Öffnung der europäischen Märkte steigt das Handelsvolumen deutlich an. Der Euro und das britische Pfund sind in dieser Phase besonders aktiv.
Amerikanische Handelsphase
Wenn New York öffnet, überlappen sich europäische und amerikanische Handelszeiten. In dieser Zeit ist die Liquidität oft am höchsten.
Wochenende
Von Freitagabend bis Sonntagabend bleibt der Devisenmarkt geschlossen. In dieser Zeit können keine Positionen eröffnet oder geschlossen werden.
Häufige Fragen
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