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Dividendenstrategie: So baust du dir ein passives Einkommen mit Aktien auf

Bei der Dividendenstrategie investierst du gezielt in Aktien von Unternehmen, die regelmäßig einen Teil ihres Gewinns ausschütten. Ziel ist ein stetiger Cashflow, der langfristig durch den Zinseszinseffekt wachsen kann.

10 Kapitel · 16 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Die Dividendenrendite setzt die Ausschüttung ins Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs und ist eine zentrale Kennzahl.
  • Dividendenaristokraten haben ihre Ausschüttung über mindestens 25 Jahre in Folge erhöht.
  • Am Ex-Tag sinkt der Aktienkurs in der Regel um den Betrag der Dividende, es entsteht also kein sofortiger Zusatzgewinn.
  • Für eine breite Streuung eignen sich Dividenden-ETFs, die Indizes wie den DivDAX abbilden.

01 · Grundlagen

Was ist eine Dividendenstrategie?

Die Dividendenstrategie ist ein strukturierter Anlageansatz, bei dem du Aktien von Unternehmen auswählst, die möglichst regelmäßig Dividenden zahlen und diese idealerweise stabil halten oder steigern.

Im Kern verfolgst du mit dieser Strategie das Ziel, einen kontinuierlichen Geldfluss aus deinen Aktienanlagen zu erhalten. Du investierst bevorzugt in Unternehmen, die nicht nur einmalig, sondern über viele Jahre hinweg verlässlich einen Teil ihres Gewinns ausschütten. Entscheidend ist dabei die Stetigkeit der Zahlung, nicht die absolute Höhe einer einzelnen Dividende.

Ein wichtiger Punkt ist die Unterscheidung zwischen Dividende und Rendite. Am sogenannten Ex-Tag fällt der Aktienkurs in der Regel um den Betrag der Ausschüttung. Dein Gesamtvermögen bleibt an diesem Tag also zunächst gleich, du erhältst lediglich einen Teil deines investierten Kapitals als liquide Mittel zurück.

Die Strategie zielt darauf ab, durch die Reinvestition dieser Ausschüttungen langfristig die Anzahl deiner Anteile zu erhöhen. Unternehmen, die ihre Dividende über Jahrzehnte hinweg stabil halten oder steigern, werden in der Fachsprache als Dividendenaristokraten bezeichnet.

Dividendenstrategie: Eine Anlagestrategie, die auf Aktien von soliden Unternehmen setzt, welche regelmäßig einen Teil ihres Gewinns als Dividende an die Aktionäre ausschütten. Das Hauptziel ist ein kontinuierliches Dividendeneinkommen bei gleichzeitiger Chance auf langfristigen Kurszuwachs. Die Höhe der Gewinnausschüttung ist nicht garantiert und kann bei schlechter Geschäftslage gekürzt werden oder ausfallen.

Kurz erklärt

Dividendenstrategie

Eine Anlagestrategie, die auf Aktien von soliden Unternehmen setzt, welche regelmäßig einen Teil ihres Gewinns als Dividende an die Aktionäre ausschütten. Das Hauptziel ist ein kontinuierliches Dividendeneinkommen bei gleichzeitiger Chance auf langfristigen Kurszuwachs.

Die Höhe der Gewinnausschüttung ist nicht garantiert und kann bei schlechter Geschäftslage gekürzt werden oder ausfallen.

02 · Schritt für Schritt

So berechnest du die Dividendenrendite

Eine hohe Dividende allein ist wenig aussagekräftig. Entscheidend ist das Verhältnis der Ausschüttung zum aktuellen Kurs der Aktie.

Die Dividendenrendite setzt die Ausschüttung ins Verhältnis zum aktuellen Kurs der Aktie. Nur so kannst du verschiedene Aktien mit unterschiedlichen Kursniveaus fair miteinander vergleichen. Eine Dividende von 5 Euro ist bei einem Aktienkurs von 50 Euro deutlich attraktiver als bei einem Kurs von 200 Euro.

Für deine persönliche Rendite ist zudem der Zeitpunkt deines Kaufs entscheidend. Hast du eine Aktie vor Jahren günstiger gekauft, liegt deine persönliche Einstandsrendite über der aktuell ausgewiesenen Dividendenrendite. Diese Kennzahl wird im Englischen als Yield on Cost bezeichnet.

Die Formel für die Berechnung ist einfach: Dividende je Aktie geteilt durch den aktuellen Aktienkurs, multipliziert mit 100. Das Ergebnis ist der Prozentsatz, den du jährlich als Ausschüttung im Verhältnis zu deinem eingesetzten Kapital erhältst.

Dividende je Aktie ermitteln: Du nimmst die für das abgelaufene Geschäftsjahr gezahlte Dividende pro Aktie, zum Beispiel 5 Euro. Aktuellen Aktienkurs feststellen: Du schaust dir den aktuellen Kurs der Aktie an, zum Beispiel 200 Euro. Dividende durch Kurs teilen: Du teilst die Dividende durch den aktuellen Aktienkurs: 5 Euro geteilt durch 200 Euro ergibt 0,025. Mit 100 multiplizieren: Das Ergebnis multiplizierst du mit 100, um den Prozentsatz zu erhalten. In diesem Beispiel liegt die Dividendenrendite bei 2,5 Prozent.

01

Dividende je Aktie ermitteln

Du nimmst die für das abgelaufene Geschäftsjahr gezahlte Dividende pro Aktie.

02

Aktuellen Aktienkurs feststellen

Du schaust dir den aktuellen Kurs der Aktie an.

03

Dividende durch Kurs teilen

Du teilst die Dividende durch den aktuellen Aktienkurs.

04

Mit 100 multiplizieren

Das Ergebnis multiplizierst du mit 100, um den Prozentsatz zu erhalten. Die Formel lautet: Dividende geteilt durch Aktienkurs mal 100.

03 · Vergleich

Dividendenstrategie im Vergleich: Einzelaktien oder Dividenden-ETF?

Für die Umsetzung deiner Dividendenstrategie hast du zwei grundlegende Wege. Beide haben unterschiedliche Eigenschaften bei Aufwand und Risikostreuung.

Bei Einzelaktien trägst du die volle Verantwortung für die Auswahl und die Risikostreuung. Du musst dich intensiv mit Geschäftsmodellen und Bilanzen auseinandersetzen, um das Risiko eines Totalausfalls zu begrenzen. Dafür erhältst du die Dividenden der Unternehmen direkt und kannst gezielt Aktien mit einer hohen persönlichen Einstandsrendite aufbauen.

Dividenden-ETFs bilden einen Index ab, der gezielt Aktien mit hohen oder stabilen Ausschüttungen enthält. Der Fonds sammelt die Dividenden aller enthaltenen Unternehmen ein und schüttet sie gebündelt an dich aus. Das reduziert deinen Analyseaufwand erheblich und sorgt automatisch für eine breite Streuung über viele Branchen und Regionen.

Für die meisten Anlegerinnen ist eine Kombination oder der Einstieg über einen ETF der pragmatischere Weg. Einzelaktien können eine sinnvolle Ergänzung sein, wenn du die Zeit und das Wissen für die Analyse mitbringst. Achte bei beiden Varianten darauf, dass du nicht nur auf einen Sektor setzt, um ein Klumpenrisiko zu vermeiden.

Einzelaktien und Dividenden-ETFs in der Gegenüberstellung: Bei Einzelaktien ist die Streuung des Risikos gering, da du selbst für eine ausreichende Diversifikation über viele Branchen sorgen musst. Bei Dividenden-ETFs ist die Streuung hoch, da ein Fonds automatisch in viele verschiedene dividendenstarke Unternehmen investiert. Laufende Erträge erhältst du bei Einzelaktien direkt auf dein Konto, während ausschüttende ETFs die Dividenden der enthaltenen Aktien sammeln und gebündelt an dich auszahlen. Der Aufwand für die Aktienauswahl ist bei Einzelaktien hoch, bei ETFs dagegen gering.

Einzelaktien und Dividenden-ETFs in der Gegenüberstellung
Dividenden-EinzelaktienDividenden-ETFs
Streuung des RisikosGering, da du selbst für eine ausreichende Diversifikation über viele Branchen sorgen musst.Hoch, da ein Fonds automatisch in viele verschiedene dividendenstarke Unternehmen investiert.
Laufende ErträgeDu erhältst die Dividenden der ausgewählten Unternehmen direkt auf dein Konto.Ausschüttende ETFs sammeln die Dividenden der enthaltenen Aktien und zahlen sie gebündelt an dich aus.
Aufwand für die AktienauswahlHoch, da du Geschäftsmodelle, Bilanzen und Ausschüttungsquoten selbst analysieren musst.Gering, da die Aktienauswahl durch den zugrunde liegenden Index wie den DivDAX erfolgt.
EinflussnahmeDu entscheidest selbst, welche Unternehmen du kaufst und wann du sie verkaufst.Du hast keinen Einfluss auf die Zusammensetzung des Fonds, sondern folgst der Indexentwicklung.

04 · Checkliste

Diese Kennzahlen solltest du bei der Aktienauswahl prüfen

Die Dividendenrendite allein reicht als Qualitätsmerkmal nicht aus. Für eine fundierte Entscheidung helfen dir weitere Kennzahlen aus der Fundamentalanalyse.

Eine hohe Dividendenrendite kann ein Warnsignal sein, wenn sie durch einen stark gefallenen Aktienkurs entstanden ist. Deshalb gehört zur Auswahl einer Dividendenaktie immer ein Blick auf die finanzielle Substanz des Unternehmens. Nur so kannst du einschätzen, ob die Ausschüttung auch in Zukunft sicher ist.

Die Ausschüttungsquote zeigt dir, welcher Anteil des Gewinns als Dividende ausgezahlt wird. Liegt diese Quote dauerhaft sehr hoch, bleibt dem Unternehmen wenig Spielraum für Investitionen oder Krisen. Ein niedrigeres Kurs-Gewinn-Verhältnis kann auf eine günstigere Bewertung hindeuten, ist aber immer im Branchenvergleich zu sehen.

  • Der Free Cashflow gibt an, wie viel Geld dem Unternehmen nach allen Ausgaben frei zur Verfügung steht. Daraus lässt sich die langfristige Dividendenfähigkeit abschätzen.
  • Das Dividendenwachstum zeigt dir, ob ein Unternehmen seine Ausschüttung in der Vergangenheit regelmäßig erhöht hat. Ein stetiges Wachstum ist oft wertvoller als eine einmalig hohe Rendite.
  • Die Eigenkapitalquote gibt Hinweise auf die Bilanzstärke. Ein solide finanziertes Unternehmen kann Ausschüttungen auch in schwachen Jahren eher durchhalten.

Wichtige Kennzahlen für die Auswahl von Dividendenaktien: Die Ausschüttungsquote (Payout Ratio) zeigt, welcher Anteil des Gewinns als Dividende ausgeschüttet wird. Eine sehr hohe Quote kann ein Warnsignal sein, da sie wenig Spielraum für Krisen lässt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) setzt den Aktienkurs ins Verhältnis zum Gewinn je Aktie. Ein niedrigeres KGV kann auf eine günstigere Bewertung hindeuten. Der Free Cashflow gibt an, wie viel Geld dem Unternehmen nach allen Ausgaben frei zur Verfügung steht. Daraus lässt sich die langfristige Dividendenfähigkeit abschätzen. Das Dividendenwachstum zeigt, ob die Ausschüttung in der Vergangenheit kontinuierlich gesteigert wurde.

Wichtige Kennzahlen für die Auswahl von Dividendenaktien

01

Ausschüttungsquote (Payout Ratio): Sie zeigt, welcher Anteil des Gewinns als Dividende ausgeschüttet wird. Eine sehr hohe Quote kann ein Warnsignal sein, da sie wenig Spielraum für Krisen lässt.

02

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV): Es setzt den Aktienkurs ins Verhältnis zum Gewinn je Aktie. Ein niedrigeres KGV kann auf eine günstigere Bewertung hindeuten.

03

Free Cashflow: Er gibt an, wie viel Geld dem Unternehmen nach allen Ausgaben frei zur Verfügung steht. Daraus lässt sich die langfristige Dividendenfähigkeit abschätzen.

04

Dividendenwachstum: Ein kontinuierlicher Anstieg der Ausschüttung über viele Jahre ist ein Zeichen für ein stabiles und wachsendes Geschäftsmodell.

05

Eigenkapitalquote: Eine solide Bilanz mit ausreichend Eigenkapital macht das Unternehmen widerstandsfähiger und sichert die Ausschüttungspolitik ab.

05 · Grundlagen

Was sind Dividendenaristokraten?

Im Rahmen der Dividendenstrategie begegnen dir häufig Unternehmen mit einer besonders langen und verlässlichen Ausschüttungshistorie.

Der Begriff Dividendenaristokraten bezeichnet Unternehmen, die ihre Ausschüttung über einen außergewöhnlich langen Zeitraum hinweg jedes Jahr erhöht haben. Ein gängiges Kriterium ist eine Steigerung in mindestens 25 aufeinanderfolgenden Jahren. Diese Firmen haben also auch mehrere Wirtschaftskrisen und Rezessionen überstanden, ohne ihre Aktionäre zu enttäuschen.

Diese Historie macht sie zu einem beliebten Baustein in Dividendenstrategien. Die lange Reihe an Erhöhungen deutet auf ein stabiles Geschäftsmodell und eine aktionärsfreundliche Unternehmenspolitik hin. Du solltest die vergangene Entwicklung jedoch nicht als Garantie für die Zukunft missverstehen.

Auch ein Unternehmen mit langer Erfolgsgeschichte kann in eine existenzielle Krise geraten und die Dividende kürzen oder streichen. Die Einstufung als Dividendenaristokrat ist daher ein Qualitätsmerkmal, aber kein Freibrief, auf eine eigene Analyse der aktuellen Lage zu verzichten.

Dividendenaristokraten: Aktien von Unternehmen, die ihre Dividende über einen sehr langen Zeitraum hinweg jedes Jahr erhöht haben. Ein gängiges Kriterium ist eine Steigerung in mindestens 25 aufeinanderfolgenden Jahren. Diese Unternehmen gelten als besonders beständige Dividendenzahler, auch wenn vergangene Erhöhungen keine Garantie für die Zukunft sind.

Kurz erklärt

Dividendenaristokraten

Aktien von Unternehmen, die ihre Dividende über einen sehr langen Zeitraum hinweg jedes Jahr erhöht haben. Ein gängiges Kriterium ist eine Steigerung in mindestens 25 aufeinanderfolgenden Jahren.

Diese Unternehmen gelten als besonders beständige Dividendenzahler, auch wenn vergangene Erhöhungen keine Garantie für die Zukunft sind.

06 · Schritt für Schritt

Ablauf einer Dividendenausschüttung

Von der Ankündigung bis zur Gutschrift auf deinem Konto durchläuft eine Dividende mehrere feste Stationen. Der wichtigste Tag für dich als Anlegerin ist der Ex-Tag.

Der Prozess beginnt mit dem Abschluss des Geschäftsjahres und der Feststellung des Jahresabschlusses. Vorstand und Aufsichtsrat unterbreiten der Hauptversammlung einen Vorschlag, wie der Gewinn verwendet werden soll. Die Aktionäre stimmen auf der Hauptversammlung über diesen Vorschlag ab.

Für dich als Anlegerin ist der Ex-Tag der wichtigste Termin. Ab diesem Tag wird die Aktie ohne den Anspruch auf die beschlossene Dividende gehandelt. Wer die Aktie erst am Ex-Tag kauft, erhält die aktuelle Ausschüttung nicht mehr, der Verkäufer behält den Anspruch.

Am Ex-Tag sinkt der Aktienkurs zu Handelsbeginn in der Regel um den Betrag der Dividende. Danach bewegt sich der Kurs wieder frei nach Angebot und Nachfrage. Die Auszahlung auf dein Konto erfolgt bei deutschen Aktien üblicherweise wenige Geschäftstage nach der Hauptversammlung.

Geschäftsjahr und Bilanz: Das Unternehmen schließt sein Geschäftsjahr ab und stellt den Jahresabschluss fest. Vorstand und Aufsichtsrat machen einen Vorschlag für die Gewinnverwendung. Hauptversammlung: Auf der Hauptversammlung stimmen die Aktionäre über den Dividendenvorschlag ab. Mit dem Beschluss entsteht der Anspruch auf die Ausschüttung. Ex-Tag: Ab diesem Tag wird die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt. Wer die Aktie erst am Ex-Tag kauft, erhält die aktuelle Dividende nicht mehr. Der Kurs sinkt zu Handelsbeginn in der Regel um den Dividendenbetrag. Auszahlung: Die Dividende wird wenige Geschäftstage nach dem Beschluss auf dein Konto überwiesen.

01

Geschäftsjahr und Bilanz

Das Unternehmen schließt sein Geschäftsjahr ab und stellt den Jahresabschluss fest. Vorstand und Aufsichtsrat machen einen Vorschlag für die Gewinnverwendung.

02

Hauptversammlung

Auf der Hauptversammlung stimmen die Aktionäre über den Dividendenvorschlag ab. Mit dem Beschluss entsteht der Anspruch auf die Ausschüttung.

03

Ex-Tag

Ab diesem Tag wird die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt. Wer die Aktie erst am Ex-Tag kauft, erhält die aktuelle Dividende nicht mehr. Der Kurs sinkt zu Handelsbeginn in der Regel um den Dividendenbetrag.

04

Auszahlung

Die Dividende wird wenige Geschäftstage nach der Hauptversammlung auf dein Verrechnungskonto überwiesen. Bei börsennotierten deutschen Aktien ist das üblicherweise der dritte auf den Beschluss folgende Geschäftstag.

07 · Was gilt

Für wen eignet sich die Dividendenstrategie?

Die Strategie passt nicht zu jedem Anlageziel. Sie ist besonders für Anlegerinnen interessant, die laufende Erträge schätzen und einen langen Atem mitbringen.

Die Strategie passt zu dir, wenn du einen langfristigen Vermögensaufbau mit Aktien planst und dabei nicht auf schnelle Kursgewinne aus bist. Du solltest den Wunsch nach laufenden Ausschüttungen haben, die du in der Aufbauphase reinvestierst. Später können diese Ausschüttungen ein zusätzliches Einkommen bilden.

Du musst mit den typischen Kursschwankungen am Aktienmarkt umgehen können. Wer in schwachen Marktphasen nervös wird und verkauft, gefährdet den langfristigen Erfolg. Zudem solltest du bereit sein, dich mit Geschäftsmodellen und Kennzahlen auseinanderzusetzen, wenn du in Einzelaktien investierst.

Weniger geeignet ist die Strategie, wenn für dich die maximale Wertsteigerung im Vordergrund steht. Auch wenn du kein Interesse daran hast, dich mit Unternehmen oder speziellen Fonds zu beschäftigen, ist ein breit gestreuter Welt-ETF ohne Dividendenfokus oft die bessere Wahl.

Eignung der Dividendenstrategie nach Anlegerprofil: Gut geeignet bist du, wenn du einen langfristigen Vermögensaufbau mit Aktien über viele Jahre planst. Du wünschst dir laufende Ausschüttungen, die du reinvestieren oder als Zusatzeinkommen nutzen kannst. Du kannst mit Kursschwankungen von Aktien umgehen und bleibst auch in schwachen Phasen ruhig. Du bist bereit, dich mit Geschäftsmodellen und Kennzahlen von Unternehmen auseinanderzusetzen. Weniger geeignet ist die Strategie, wenn für dich maximale Wertsteigerung und schnelle Kursgewinne im Vordergrund stehen. Du hast kein Interesse daran, dich mit einzelnen Unternehmen oder speziellen Fonds zu beschäftigen. Das Verlustrisiko von Einzelaktien ist dir zu hoch.

Gut geeignet

·Du planst einen langfristigen Vermögensaufbau mit Aktien über viele Jahre.
·Du wünschst dir laufende Ausschüttungen, die du reinvestieren oder als Zusatzeinkommen nutzen kannst.
·Du kannst mit Kursschwankungen von Aktien umgehen und bleibst auch in schwachen Phasen ruhig.
·Du bist bereit, dich mit Geschäftsmodellen und Kennzahlen von Unternehmen auseinanderzusetzen.

Weniger geeignet

·Für dich stehen maximale Wertsteigerung und schnelle Kursgewinne im Vordergrund.
·Du hast kein Interesse daran, dich mit einzelnen Unternehmen oder speziellen Fonds zu beschäftigen.
·Das Verlustrisiko von Einzelaktien ist dir zu hoch und du möchtest keine Einzeltitel analysieren.

08 · Fehler vermeiden

Typische Fehler bei der Dividendenstrategie

Einige Fehler können den langfristigen Erfolg deiner Dividendenstrategie schmälern. Wenn du sie kennst, kannst du sie von Anfang an vermeiden.

Der häufigste Fehler ist die einseitige Jagd nach der höchsten Dividendenrendite. Eine sehr hohe Rendite entsteht oft, weil der Aktienkurs gefallen ist, während die Ausschüttung noch nicht angepasst wurde. Das kann auf eine drohende Kürzung hindeuten und zu einem Verlustgeschäft führen.

Ein weiteres Problem ist die mangelnde Diversifikation. Viele Anleger konzentrieren sich auf wenige Branchen, die traditionell hohe Dividenden zahlen, wie Versorger oder Telekommunikation. Ein solches Klumpenrisiko kann dein Portfolio in einer Branchenkrise überdurchschnittlich stark belasten.

  • Zu viele Einzelaktien im Depot machen das Portfolio unübersichtlich und erhöhen den Verwaltungsaufwand.
  • Vergangene Ausschüttungen als Garantie zu sehen, ist gefährlich, denn auch ein Dividendenaristokrat kann in einer Krise die Dividende kürzen oder streichen.
  • Die Transaktionskosten und Steuern bei häufigen Umschichtungen werden oft unterschätzt und schmälern die Nettorendite.

Diese Fehler solltest du vermeiden: Nur auf die Dividendenrendite zu schauen, kann irreführend sein, da eine sehr hohe Rendite auf einen gefallenen Aktienkurs oder eine nicht nachhaltige Ausschüttungsquote hindeuten kann. Mangelnde Diversifikation entsteht, wenn du nur Aktien aus einem Sektor wie Versorger oder Telekom kaufst und damit ein unnötig hohes Klumpenrisiko eingehst. Zu viele Einzelaktien im Depot machen das Portfolio ab einer gewissen Anzahl unübersichtlich und der Verwaltungsaufwand steigt deutlich. Vergangene Ausschüttungen als Garantie zu sehen, ist ein Fehler, denn auch ein Dividendenaristokrat kann in einer Krise die Dividende kürzen oder streichen.

Diese Fehler solltest du vermeiden

·Nur auf die Dividendenrendite schauen: Eine sehr hohe Rendite kann auf einen gefallenen Aktienkurs oder eine nicht nachhaltige Ausschüttungsquote hindeuten.
·Mangelnde Diversifikation: Wer nur Aktien aus einem Sektor wie Versorger oder Telekom kauft, geht ein unnötig hohes Klumpenrisiko ein.
·Zu viele Einzelaktien im Depot: Ab einer gewissen Anzahl wird das Portfolio unübersichtlich und der Verwaltungsaufwand steigt deutlich.
·Vergangene Ausschüttungen als Garantie sehen: Auch ein Dividendenaristokrat kann in einer Krise die Dividende kürzen oder streichen.
·Den Ex-Tag ignorieren: Wer kurz vor dem Ex-Tag kauft, zahlt einen höheren Kurs, erhält aber die Dividende, was steuerlich nachteilig sein kann.

09 · Kosten

Steuern und Freibeträge bei Dividenden

Dividenden zählen zu den Kapitalerträgen und sind grundsätzlich steuerpflichtig. Deinen Sparer-Pauschbetrag kannst du nutzen, um einen Teil der Erträge steuerfrei zu vereinnahmen.

Dividenden zählen steuerlich zu den Kapitalerträgen. Für deine Erträge aus Aktien und Fonds steht dir als Einzelperson ein Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Bei zusammenveranlagten Ehepaaren verdoppelt sich dieser Betrag auf 2000 Euro pro Jahr.

Erst wenn deine Kapitalerträge diesen Freibetrag übersteigen, wird die Abgeltungsteuer fällig. Sie beträgt 25 Prozent auf den übersteigenden Betrag. Zusätzlich wird der Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer erhoben.

Für Aktienfonds gilt eine Teilfreistellung von 30 Prozent. Das bedeutet, dass 30 Prozent der Erträge aus Aktienfonds steuerfrei bleiben und nur 70 Prozent besteuert werden. Diese Regelung gilt für Dividenden-ETFs, die als Aktienfonds aufgelegt sind.

Steuerliche Eckwerte für Dividendenerträge im Jahr 2026: Die Abgeltungsteuer wird auf deine Kapitalerträge fällig, sobald dein Sparer-Pauschbetrag ausgeschöpft ist. Der Sparer-Pauschbetrag pro Person beträgt 1000 Euro. Bei Zusammenveranlagung liegt der Sparer-Pauschbetrag bei 2000 Euro. Die Abgeltungsteuer beträgt 25 Prozent. Der Solidaritätszuschlag auf die Abgeltungsteuer beträgt 5,5 Prozent. Für Aktienfonds gilt eine Teilfreistellung von 30 Prozent. Das bedeutet, dass 30 Prozent der Erträge aus Aktienfonds steuerfrei bleiben und nur 70 Prozent besteuert werden.

10 · Hintergrund

So nutzt du den Zinseszinseffekt für dein passives Einkommen

Der Zinseszinseffekt entfaltet seine volle Wirkung, wenn du ausgeschüttete Dividenden konsequent wieder anlegst. Über lange Zeiträume kann daraus ein wachsender Cashflow entstehen.

Wenn du Dividenden erhältst und sie sofort wieder in dividendenstarke Aktien oder ETFs investierst, kaufst du damit neue Anteile. Diese neuen Anteile werfen im nächsten Jahr selbst wieder Dividenden ab.

Dieser Kreislauf führt dazu, dass dein passives Einkommen nicht linear, sondern überproportional wächst. Je länger der Zeitraum und je höher die Wiederanlagequote, desto stärker ist der Effekt.

In der Aufbauphase deines Vermögens ist die Wiederanlage daher ein zentraler Baustein. Später kannst du die dann deutlich höheren Ausschüttungen als laufendes Einkommen nutzen, ohne dein Kapital anzutasten.

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026