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Drohnenversicherung im Testbericht 2026: Haftpflicht, Kasko und Kosten im Vergleich

Eine Drohnenversicherung ist für fast alle Flüge in Deutschland Pflicht. Dieser Testbericht zeigt dir, welche Deckungs­summen sinnvoll sind, wann eine Kaskoversicherung hilft und worauf du bei Tarifen für private und gewerbliche Nutzung achten solltest.

11 Kapitel · 14 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Seit 2005 besteht in Deutschland eine Versicherungspflicht für Drohnen und andere unbemannte Flugobjekte.
  • Die Drohnen-Haftpflichtversicherung deckt Personen-, Sach- und Vermögensschäden ab, die du als Halter oder Pilot verursachst.
  • Für die private Nutzung gibt es Tarife ab etwa 24 Euro im Jahr, für gewerbliche Nutzung ab etwa 119 Euro im Jahr.
  • Eine Kaskoversicherung für die eigene Drohne ist optional und lohnt sich vor allem bei teuren Modellen.

01 · Grundlagen

Was ist eine Drohnenversicherung?

Die Drohnenversicherung ist eine spezielle Haftpflichtversicherung für unbemannte Flugobjekte. Sie schützt dich vor den finanziellen Folgen, wenn deine Drohne einen Schaden bei Dritten verursacht.

Für dich als Halterin oder Pilotin einer Drohne besteht in Deutschland seit 2005 eine gesetzliche Versicherungspflicht. Diese Pflicht gilt unabhängig davon, ob du dein Fluggerät nur zum Spaß steuerst oder damit Geld verdienst. Die Drohnenversicherung ist daher keine freiwillige Zusatzleistung, sondern eine Grundvoraussetzung für jeden legalen Flug.

Die Police übernimmt berechtigte Schadensersatzansprüche Dritter und wehrt unberechtigte Forderungen ab. Stürzt deine Drohne beispielsweise wegen eines leeren Akkus auf die Straße und verursacht einen Unfall, können schnell Kosten für Behandlung, Reha, Schmerzensgeld und Verdienstausfall entstehen. Ohne gültige Haftpflichtversicherung haftest du in einem solchen Fall mit deinem gesamten Privatvermögen.

Die Versicherungspflicht betrifft alle unbemannten Flugobjekte, nicht nur klassische Kameradrohnen. Auch reine Modellflugzeuge oder Multicopter fallen unter diese Regelung. Entscheidend ist allein, dass ein Fluggerät ohne Piloten an Bord betrieben wird.

Kurz erklärt

Drohnen-Haftpflichtversicherung

Eine Pflichtversicherung für Halter von Drohnen und anderen unbemannten Flugobjekten. Sie übernimmt berechtigte Schadensersatzansprüche Dritter und wehrt unberechtigte Ansprüche ab.

Die Versicherungspflicht gilt unabhängig davon, ob du deine Drohne privat oder gewerblich nutzt.

02 · Vergleich

Private und gewerbliche Nutzung im Vergleich

Ob du deine Drohne zum Spaß fliegst oder mit Luftaufnahmen Geld verdienst, entscheidet über den passenden Tarif. Eine private Police reicht für kommerzielle Einsätze nicht aus.

Der wichtigste Unterschied liegt in der Nutzungsart. Für private Flüge reicht oft eine Privathaftpflichtversicherung mit Drohnen-Baustein, sofern dein Modell innerhalb der Gewichtsgrenzen des Tarifs liegt. Sobald du mit deiner Drohne jedoch Geld verdienst, etwa durch Luftaufnahmen für Kunden, Inspektionsflüge oder Vermessungen, benötigst du eine gewerbliche Police.

Die Preisunterschiede sind deutlich. Private Tarife mit Drohnenschutz beginnen bei etwa 24 Euro im Jahr, eigenständige private Drohnen-Haftpflichtpolicen bei rund 68 Euro. Gewerbliche Haftpflichttarife starten dagegen bei etwa 119 Euro jährlich. Diese Spanne spiegelt das höhere Risiko wider, das Versicherer bei kommerziellen Einsätzen ansetzen.

Ein entscheidender Punkt: Fliegst du gewerblich mit einer privaten Police, kann der Versicherer im Schadenfall die Leistung verweigern. Die private Nutzung ist in den Bedingungen klar definiert, und ein Verstoß dagegen führt zum Verlust des Versicherungsschutzes. Prüfe deshalb vor jedem kommerziellen Einsatz, ob dein Tarif diese Nutzung ausdrücklich erlaubt.

Private und gewerbliche Drohnenversicherung im Vergleich
Private NutzungGewerbliche Nutzung
Versicherungs­pflichtJa, seit 2005Ja, seit 2005
Typische Deckungs­summe1 bis 50 Mio. Eurobis 10 Mio. Euro
Preis pro Jahrab ca. 24 Euroab ca. 119 Euro
Absicherung über Privathaftpflichtoft möglich, je nach Tarifnicht möglich
Kaskoversicherung für eigene Drohneselten angebotenseparat abschließbar

03 · Schritt für Schritt

So funktioniert der Abschluss einer Drohnenversicherung

Der Weg zur passenden Drohnenversicherung führt über einen Tarifvergleich. In wenigen Schritten findest du eine Police, die zu deiner Drohne und deiner Nutzung passt.

Bevor du Tarife vergleichst, solltest du zwei Angaben klären: das Abfluggewicht deiner Drohne und die Nutzungsart. Das Gewicht entscheidet darüber, ob ein günstiger Privathaftpflicht-Baustein ausreicht oder ob du eine eigenständige Drohnen-Haftpflicht benötigst. Viele Standardtarife decken nur Modelle bis 250 Gramm oder bis 5 Kilogramm ab.

Bei der Deckungssumme gilt eine klare Empfehlung: Für Personenschäden solltest du mindestens 10 Millionen Euro vereinbaren. Personenschäden sind der teuerste Schadenfall, den eine Drohne verursachen kann. Behandlungskosten, lebenslange Renten und Schmerzensgeld übersteigen niedrigere Deckungssummen schnell.

Der eigentliche Abschluss erfolgt in der Regel online. Du gibst deine Daten ein, wählst Deckungssumme und Selbstbeteiligung und erhältst bei vielen Anbietern sofort eine Police. Achte dabei auf drei Punkte:

  • Prüfe, ob die Gefährdungshaftung nach §33 LuftVG ausdrücklich eingeschlossen ist.
  • Kontrolliere den Geltungsbereich, falls du auch im Ausland fliegen möchtest.
  • Vergleiche die Selbstbeteiligung, die zwischen 0 und 300 Euro liegen kann.
01

Gewicht und Nutzung klären

Ermittle das Abfluggewicht deiner Drohne und ob du sie privat oder gewerblich fliegst. Diese Angaben entscheiden über die Tarifauswahl.

02

Deckungssumme festlegen

Wähle eine Deckungssumme, die im Schadenfall ausreicht. Für Personenschäden sind mindestens 10 Mio. Euro empfehlenswert.

03

Tarife vergleichen

Vergleiche die Konditionen verschiedener Anbieter. Achte auf Selbstbeteiligung, Geltungsbereich und ob die Gefährdungshaftung nach §33 LuftVG eingeschlossen ist.

04

Vertrag abschließen

Schließe den Vertrag online ab. Bei einigen Anbietern erhältst du sofort eine digitale Versicherungsbestätigung.

04 · Was gilt

Was die Drohnen-Haftpflichtversicherung abdeckt

Die Haftpflichtversicherung übernimmt Schäden, die du als Halter oder Pilot anderen zufügst. Entscheidend ist, ob der Tarif auch die Gefährdungshaftung einschließt.

Dazu gehören Personenschäden wie Behandlungskosten und Schmerzensgeld sowie Sachschäden, etwa wenn deine Drohne in eine Terrassentür fliegt. Auch Vermögensschäden, die aus einem Personen- oder Sachschaden entstehen, sind in guten Tarifen eingeschlossen.

Ein zentraler Bestandteil ist die Gefährdungshaftung nach §33 LuftVG. Sie greift auch dann, wenn du keinen Fehler gemacht hast. Ein starker Windstoß, der deine Drohne in ein Auto drückt, ist ein typischer Fall. Nicht jeder Tarif schließt diese Haftungsart ein, deshalb solltest du sie ausdrücklich prüfen.

Nicht abgedeckt sind Schäden an deiner eigenen Drohne. Dafür benötigst du eine separate Kaskoversicherung. Ebenfalls ausgeschlossen sind vorsätzlich verursachte Schäden sowie Flüge ohne erforderliche Genehmigung oder in verbotenen Zonen. Wer illegal fliegt, verliert seinen Versicherungsschutz.

Abgedeckt

·Personenschäden, zum Beispiel Behandlungskosten und Schmerzensgeld
·Sachschäden, zum Beispiel eine zerbrochene Terrassentür
·Vermögensschäden, die aus einem Personen- oder Sachschaden entstehen
·Gefährdungshaftung nach §33 LuftVG, wenn der Tarif dies einschließt
·Schäden durch Verschuldenshaftung, etwa bei einem Bedienfehler

Nicht abgedeckt

·Schäden an der eigenen Drohne, dafür brauchst du eine Kaskoversicherung
·Vorsätzlich verursachte Schäden
·Flüge ohne erforderliche Genehmigung oder in verbotenen Zonen
·Schäden in Ländern, die im Tarif ausgeschlossen sind, etwa USA und Kanada

05 · Kosten

Was kostet eine Drohnenversicherung?

Die Preise hängen von Deckungssumme, Selbstbeteiligung und Nutzung ab. Für die private Nutzung gibt es günstige Tarife, gewerbliche Policen kosten mehr.

Die Preise für Drohnenversicherungen liegen 2026 in drei klaren Bereichen. Eine Privathaftpflicht mit Drohnen-Baustein für Modelle bis 250 Gramm bekommst du ab etwa 24 Euro im Jahr. Eine eigenständige Drohnen-Haftpflicht für private Nutzung startet bei rund 68 Euro jährlich, gewerbliche Haftpflichttarife bei etwa 119 Euro.

Für eine gewerbliche Kaskoversicherung, die auch Schäden an deiner eigenen Drohne abdeckt, zahlst du ab etwa 179 Euro pro Jahr. Diese Police ist eine Ergänzung zur Haftpflicht, kein Ersatz. Die Haftpflicht bleibt in jedem Fall Pflicht, die Kasko ist freiwillig.

Die tatsächlichen Beiträge hängen von mehreren Faktoren ab. Das Abfluggewicht deiner Drohne, die gewählte Deckungssumme und eine eventuelle Selbstbeteiligung beeinflussen den Preis. Eine Selbstbeteiligung von 150 bis 300 Euro senkt den Beitrag, bedeutet aber im Schadenfall eine Zuzahlung aus eigener Tasche.

Typische Preisspannen für Drohnenversicherungen im Jahr 2026

Privathaftpflicht mit Drohnen-Baustein (bis 250 g)ab ca. 24 EUR
Eigenständige Drohnen-Haftpflicht (privat)ab ca. 68 EUR
Gewerbliche Drohnen-Haftpflichtab ca. 119 EUR
Gewerbliche Drohnen-Kaskoab ca. 179 EUR

06 · Im Vertrag

Gefährdungs­haftung und Verschuldenshaftung: Diese Klauseln zählen

Zwei Haftungsarten bestimmen, wann du für einen Schaden aufkommen musst. Ein guter Tarif deckt beide ab.

In der Drohnenversicherung begegnen dir zwei Haftungsarten, die unterschiedliche Situationen abdecken. Die Verschuldenshaftung greift, wenn du einen Schaden durch einen Fehler verursachst, etwa durch Unachtsamkeit beim Steuern. Sie ist in jeder Haftpflichtversicherung enthalten und bildet die Basis des Schutzes.

Die Gefährdungshaftung geht deutlich weiter. Sie gilt auch ohne eigenes Verschulden, allein weil deine Drohne eine Gefahr darstellt. Das regelt §33 LuftVG. Ein plötzlicher Windstoß, der deine Drohne in ein geparktes Auto drückt, ist ein klassischer Fall für diese Haftungsart. Nicht jeder Tarif schließt die Gefährdungshaftung ein, deshalb ist ein ausdrücklicher Blick in die Bedingungen notwendig.

Einige Tarife vereinbaren eine Selbstbeteiligung von 150 bis 300 Euro. Das bedeutet: Im Schadenfall zahlst du diesen Betrag selbst, die Versicherung übernimmt den Rest. Eine Selbstbeteiligung senkt den Jahresbeitrag, erhöht aber dein finanzielles Risiko im Schadenfall.

Wichtige Haftungsbegriffe in der Drohnenversicherung

GefährdungshaftungPflichtDu haftest auch ohne eigenes Verschulden, allein weil deine Drohne eine Gefahr darstellt. Das regelt §33 LuftVG. Ein starker Windstoß, der deine Drohne in ein Auto drückt, ist ein typischer Fall.
VerschuldenshaftungStandardDu haftest, wenn du einen Schaden durch einen Fehler verursachst, etwa durch Unachtsamkeit beim Steuern. Diese Haftung ist in jeder Haftpflichtversicherung enthalten.
SelbstbeteiligungKostenfaktorEinige Tarife vereinbaren eine Selbstbeteiligung von 150 bis 300 Euro. Im Schadenfall zahlst du diesen Betrag selbst, der Versicherer übernimmt den Rest.
DeckungssummeKernleistungSie begrenzt die maximale Leistung des Versicherers pro Schadenfall. Üblich sind 10 bis 50 Mio. Euro für private Tarife und bis 10 Mio. Euro für gewerbliche Tarife.

07 · Checkliste

Checkliste für deinen Drohnenversicherungs-Vergleich

Diese Punkte solltest du prüfen, bevor du einen Tarif abschließt. So vermeidest du Lücken im Versicherungsschutz.

Ein Tarifvergleich lohnt sich, weil die Unterschiede zwischen den Anbietern groß sind. Manche Policen decken nur Drohnen bis 250 Gramm ab, andere bis 25 Kilogramm. Manche gelten weltweit, andere nur in der EU. Diese Unterschiede entscheiden im Schadenfall darüber, ob du auf den Kosten sitzen bleibst.

Die folgenden Punkte solltest du vor dem Abschluss klären. Sie decken die häufigsten Lücken im Versicherungsschutz ab und helfen dir, einen Tarif zu finden, der zu deiner Drohne und deiner Nutzung passt.

  • Gilt die Police für das Abfluggewicht deiner Drohne, zum Beispiel bis 25 Kilogramm?
  • Ist die Gefährdungshaftung nach §33 LuftVG ausdrücklich eingeschlossen?
  • Liegt die Deckungssumme bei mindestens 10 Millionen Euro für Personenschäden?
  • Gibt es eine Selbstbeteiligung und wie hoch ist sie?
  • Gilt der Schutz weltweit oder nur in der EU?
  • Sind Kurzzeit-Tarife für einzelne Tage oder Wochen möglich?
  • Ist die gewerbliche Nutzung abgedeckt, falls du mit der Drohne Geld verdienst?

Darauf achtest du beim Tarifvergleich

01

Gilt die Police für das Abfluggewicht deiner Drohne, zum Beispiel bis 25 kg?

02

Ist die Gefährdungshaftung nach §33 LuftVG ausdrücklich eingeschlossen?

03

Liegt die Deckungssumme bei mindestens 10 Mio. Euro für Personenschäden?

04

Gibt es eine Selbstbeteiligung und wie hoch ist sie?

05

Gilt der Schutz weltweit oder nur in der EU?

06

Sind Kurzzeit-Tarife für einzelne Tage oder Wochen möglich?

07

Ist die gewerbliche Nutzung abgedeckt, falls du mit der Drohne Geld verdienst?

08 · Fehler vermeiden

Typische Fehler bei der Drohnenversicherung

Diese Fehler führen im Schadenfall oft zu Problemen. Mit etwas Aufmerksamkeit beim Abschluss vermeidest du sie.

Der häufigste Fehler ist die Annahme, die bestehende Privathaftpflicht decke Drohnen automatisch ab. Viele Tarife schließen Drohnen nur bis 250 Gramm ein oder gar nicht. Wer mit einem schwereren Modell fliegt und sich darauf verlässt, steht im Schadenfall ohne Versicherungsschutz da.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die gewerbliche Nutzung. Fliegst du mit einer privaten Police und verdienst Geld mit deinen Aufnahmen, kann der Versicherer die Leistung verweigern. Das gilt auch dann, wenn der Schaden bei einem privaten Flug entsteht, du aber grundsätzlich gewerblich tätig bist.

Unterschätze auch die Kennzeichnungspflicht nicht. Seit 2021 müssen sich Drohnenbesitzer beim Luftfahrt-Bundesamt registrieren und die e-ID sichtbar an der Drohne anbringen. Wer ohne Kennzeichnung fliegt, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern gefährdet auch seinen Versicherungsschutz.

Diese Fehler solltest du vermeiden

·Du verlässt dich auf eine Privathaftpflicht, die Drohnen nur bis 250 g oder gar nicht abdeckt.
·Du fliegst gewerblich, hast aber nur eine private Police abgeschlossen.
·Du ignorierst die Kennzeichnungspflicht und bringst die e-ID nicht an der Drohne an.
·Du verzichtest auf eine ausreichend hohe Deckungssumme und bleibst auf Personenschäden sitzen.
·Du gehst davon aus, dass die Haftpflicht auch Schäden an deiner eigenen Drohne übernimmt.

09 · Hintergrund

Drohnenversicherung und Luftverkehrsgesetz: Das gilt 2026

Das Luftverkehrsgesetz und die Drohnenverordnung regeln, wann du eine Versicherung brauchst und wie du deine Drohne kennzeichnen musst.

Seit 2005 besteht in Deutschland eine Versicherungspflicht für Drohnen und andere unbemannte Flugobjekte. Diese Pflicht gilt unabhängig von Gewicht und Nutzung. Wer ohne gültige Haftpflichtversicherung fliegt, riskiert ein Bußgeld und haftet im Schadenfall mit dem Privatvermögen.

Die Drohnenverordnung teilt den Betrieb in die Kategorien offen, speziell und zulassungspflichtig ein. Für die offene Kategorie, zu der die meisten Hobby-Drohnen gehören, gilt eine maximale Flughöhe von 120 Metern und eine Startmasse von weniger als 25 Kilogramm. Drohnen müssen bemannten Luftfahrzeugen und unbemannten Freiballonen stets ausweichen.

Seit 2021 müssen sich Drohnenbesitzer beim Luftfahrt-Bundesamt registrieren. Die Registrierungsnummer, die e-ID, muss gut sichtbar und fest mit der Drohne verbunden sein. Drohnen unter 250 Gramm ohne Kamera oder Sensoren zur Erfassung persönlicher Daten sind von dieser Regelung ausgenommen, ebenso reines Spielzeug mit entsprechender Zertifizierung.

Seit 2005 besteht in Deutschland eine Versicherungspflicht für Drohnen und andere unbemannte Flugobjekte. Diese Pflicht gilt unabhängig von Gewicht und Nutzung. Wer ohne gültige Haftpflichtversicherung fliegt, riskiert ein Bußgeld und haftet im Schadenfall mit dem Privatvermögen.

Die Drohnenverordnung teilt den Betrieb in die Kategorien offen, speziell und zulassungspflichtig ein. Für die offene Kategorie, zu der die meisten Hobby-Drohnen gehören, gilt eine maximale Flughöhe von 120 Metern und eine Startmasse von weniger als 25 Kilogramm.

Seit 2021 müssen sich Drohnenbesitzer beim Luftfahrt-Bundesamt registrieren. Die Registrierungsnummer, auch e-ID genannt, muss gut sichtbar und feuerfest an der Drohne angebracht sein. Drohnen unter 250 Gramm ohne Kamera sind von dieser Pflicht ausgenommen.

Für Drohnen ab 250 Gramm benötigst du einen Kenntnisnachweis. Das Mindestalter für diese Prüfung beträgt 16 Jahre. Die Prüfung kannst du online über die Webseite des Luftfahrt-Bundesamts ablegen.

10 · Was gilt

Kaskoversicherung für die eigene Drohne: Wann sie sich lohnt

Die Haftpflichtversicherung zahlt nur Schäden bei Dritten. Für Schäden an deiner eigenen Drohne brauchst du eine Kaskoversicherung.

Die Haftpflichtversicherung zahlt nur Schäden bei Dritten. Für Schäden an deiner eigenen Drohne brauchst du eine Kaskoversicherung. Diese Police deckt Schäden durch Absturz, unsanfte Landung oder Bedienfehler ab. Auch Diebstahl ist in vielen Tarifen eingeschlossen.

Eine Kasko lohnt sich vor allem bei teuren Drohnen. Liegt der Neupreis deines Modells bei mehreren hundert oder tausend Euro, kann eine Kaskoversicherung sinnvoll sein. Die Prämie für eine gewerbliche Kasko beginnt bei etwa 179 Euro im Jahr, private Kasko-Tarife sind seltener und oft an gewerbliche Policen gekoppelt.

Nicht abgedeckt sind Schäden durch Verschleiß oder Materialermüdung sowie vorsätzliche Handlungen. Auch Schäden an Zubehör, das nicht ausdrücklich im Vertrag genannt ist, fallen nicht unter den Schutz. Prüfe deshalb genau, welche Komponenten deiner Drohne versichert sind.

Abgedeckt

·Schäden durch Absturz oder unsanfte Landung
·Diebstahl der Drohne, wenn im Tarif eingeschlossen
·Schäden durch Bedienfehler des Piloten

Nicht abgedeckt

·Schäden durch Verschleiß oder Materialermüdung
·Schäden durch vorsätzliche Handlungen
·Schäden an Zubehör, das nicht im Vertrag genannt ist

11 · Hintergrund

Drohnenversicherung für Multicopter: Gewicht und Antrieb beachten

Multicopter wie Quadrocopter, Hexacopter oder Octocopter sind die häufigsten Drohnenmodelle. Für die Versicherung sind Gewicht und Antrieb entscheidend.

Multicopter werden nach der Anzahl ihrer Propeller unterschieden: Quadrocopter haben vier, Hexacopter sechs und Octocopter acht Propeller. Für die Versicherung spielt diese Bauart keine direkte Rolle, wohl aber das Abfluggewicht. Viele Privathaftpflicht-Tarife decken Drohnen nur bis 250 Gramm oder bis 5 Kilogramm ab.

Schwerere Modelle bis 25 Kilogramm benötigen oft eine eigenständige Drohnen-Haftpflichtversicherung. Prüfe deshalb vor dem Abschluss, ob dein Multicopter im Tarif eingeschlossen ist. Ein Quadrocopter mit Kamera wiegt schnell mehr als 250 Gramm und fällt damit aus vielen günstigen Privathaftpflicht-Bausteinen heraus.

Auch der Antrieb ist relevant. Elektromotoren sind in der Regel versicherbar, Verbrennungsmotoren werden von vielen Anbietern ausgeschlossen. Wenn du einen Multicopter mit Benzinmotor fliegst, solltest du die Bedingungen besonders sorgfältig prüfen und gegebenenfalls einen spezialisierten Anbieter wählen.

Multicopter werden nach der Anzahl ihrer Propeller unterschieden: Quadrocopter haben vier, Hexacopter sechs und Octocopter acht Propeller. Für die Versicherung spielt diese Bauart keine direkte Rolle, wohl aber das Abfluggewicht.

Viele Privathaftpflicht-Tarife decken Drohnen nur bis 250 g oder bis 5 kg ab. Schwerere Modelle bis 25 kg benötigen oft eine eigenständige Drohnen-Haftpflichtversicherung. Prüfe deshalb vor dem Abschluss, ob dein Multicopter im Tarif eingeschlossen ist.

Auch der Antrieb ist relevant: Elektromotoren sind in der Regel versicherbar, Verbrennungsmotoren werden von vielen Tarifen ausgeschlossen. Für gewerbliche Multicopter mit Kamera oder Sensorik gelten zudem oft höhere Anforderungen an die Deckungssumme.

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026