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Haushaltshilfe in der Steuererklärung 2026: So holst du dir Geld zurück

Wenn du eine Haushaltshilfe beschäftigst, kannst du einen Teil der Kosten von der Steuer absetzen – wir zeigen, wie das 2026 funktioniert.

Was bedeutet Haushaltshilfe in der Steuer?

Als Haushaltshilfe gilt jede Person, die in deinem privaten Haushalt regelmäßig oder gelegentlich Arbeiten übernimmt – etwa Putzen, Waschen, Bügeln oder Gartenarbeit. Auch eine Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen kann dazugehören, wenn sie im Haushalt stattfindet.

Entscheidend für die Steuer ist, ob du die Hilfe selbst anstellst oder ob du ein Dienstleistungsunternehmen beauftragst. Beide Varianten kannst du steuerlich geltend machen, allerdings mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Höchstgrenzen, die je nach Einzelfall variieren können.

Der Staat will mit der Steuerermäßigung legale Beschäftigungsverhältnisse fördern und die Schwarzarbeit eindämmen. Deshalb erkennst du in der Regel nur Kosten an, die du nachweislich per Überweisung bezahlt hast und bei denen alle Steuern und Sozialabgaben ordentlich abgeführt wurden.

Für das jeweilige Steuerjahr gelten im Wesentlichen die Regelungen, die auch in den Vorjahren schon bestanden. Eine große Reform ist meist nicht geplant, aber du solltest die aktuellen Formulare und Anlagen nutzen, die das Finanzamt für das entsprechende Jahr bereitstellt.

So funktioniert die Steuerermäßigung für Haushaltshilfen

Die Steuerermäßigung ist eine sogenannte Steueranrechnung: Du gibst die Kosten in deiner Steuererklärung an, und das Finanzamt zieht einen bestimmten Prozentsatz direkt von deiner Steuerschuld ab. Das ist besser als ein Abzug von der Steuerbasis, weil du den Vorteil unabhängig von deinem Steuersatz erhältst.

Für haushaltsnahe Dienstleistungen, zu denen auch die Arbeit einer Haushaltshilfe zählt, kannst du einen Teil der Arbeitskosten ansetzen. Dazu gehören Lohnkosten, Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung und gegebenenfalls Fahrkosten, wenn die Hilfe mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist.

Wichtig ist, dass du die Rechnung oder den Lohnnachweis aufbewahrst und die Zahlung per Bankbeleg dokumentierst. Barzahlungen erkennt das Finanzamt nicht an, weil sie nicht nachvollziehbar sind.

Wenn du ein Dienstleistungsunternehmen beauftragst, zum Beispiel eine Reinigungsfirma, dann kannst du die gesamten Rechnungsbeträge inklusive Mehrwertsteuer ansetzen. Bei einer selbst angestellten Haushaltshilfe sind es die tatsächlich gezahlten Löhne plus die Abgaben.

Welche Kosten du konkret ansetzen kannst

Zu den absetzbaren Kosten zählen alle Aufwendungen für Tätigkeiten, die üblicherweise im Haushalt anfallen. Das sind zum Beispiel Reinigungsarbeiten, Wäschepflege, Kochen, Einkaufen für den Haushalt oder die Pflege des Gartens, wenn dieser zum Haus gehört.

Nicht absetzbar sind Handwerkerleistungen, die eher baulicher Natur sind, wie etwa das Streichen einer Wand oder die Reparatur einer Heizung. Diese fallen unter eine andere Steuerermäßigung, die du separat beantragen kannst.

Auch Kosten für eine Haushaltshilfe, die ausschließlich gewerbliche Tätigkeiten ausführt, etwa in einem Homeoffice-Büro, sind nicht begünstigt. Der Haushalt muss dein privater Lebensmittelpunkt sein.

Wenn du eine Haushaltshilfe über einen Dienstleistungsscheck oder ein Haushaltsscheckverfahren anstellst, dann sind die dort ausgewiesenen Arbeitgeberanteile ebenfalls absetzbar. Du solltest die Bescheinigungen des Dienstleisters sorgfältig aufbewahren.

Was kostet eine Haushaltshilfe und was sparst du?

Die Kosten für eine Haushaltshilfe variieren stark je nach Region, Umfang der Tätigkeit und ob du selbst anstellst oder eine Agentur beauftragst. Die Stundensätze in Deutschland liegen in der Regel in einem Bereich, der je nach Qualifikation und Aufwand schwankt.

Deine Ersparnis hängt von deiner Steuerschuld ab: Die Steuerermäßigung wird direkt von der zu zahlenden Einkommensteuer abgezogen. Wenn du also keine oder nur eine geringe Steuerschuld hast, kannst du den Vorteil nicht vollständig nutzen.

Ein Beispiel zur Veranschaulichung: Wenn du im Jahr 2026 für eine Putzhilfe einen bestimmten Betrag zahlst, dann kannst du einen Prozentsatz davon als Steuerermäßigung ansetzen. Der genaue Betrag ergibt sich aus dem Gesetz, aber du solltest wissen, dass es eine Obergrenze für die anrechenbaren Aufwendungen gibt.

Wichtig ist, dass du die Steuerermäßigung nicht mit einem Sonderausgabenabzug verwechselst. Es handelt sich um eine direkte Steueranrechnung, die deine Steuerlast mindert, aber nicht dein zu versteuerndes Einkommen.

Vorteile und Nachteile der Steuerermäßigung für Haushaltshilfen

Der größte Vorteil ist, dass du in der Regel einen Teil der Kosten für eine Haushaltshilfe zurückbekommst, ohne dass du dafür besondere Nachweise erbringen musst, außer Rechnungen und Zahlungsbelege. Das entlastet dein Budget und macht die Beschäftigung einer Hilfe attraktiver.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Rechtssicherheit: Wenn du die Hilfe offiziell anmeldest, vermeidest du Ärger mit dem Finanzamt und der Sozialversicherung. Schwarzarbeit kann teuer werden und führt in der Regel zu keiner Steuerermäßigung.

Nachteilig ist, dass die Steuerermäßigung meist nur einen Teil der Kosten abdeckt – du trägst also immer einen großen Anteil selbst. Zudem ist der bürokratische Aufwand nicht zu unterschätzen, besonders wenn du eine Haushaltshilfe selbst anstellst und monatlich Löhne abrechnen musst.

Außerdem greift die Vergünstigung nur, wenn du überhaupt Einkommensteuer zahlst. Geringverdiener oder Rentner mit sehr niedrigem Einkommen können unter Umständen keinen Vorteil daraus ziehen, weil ihre Steuerschuld bereits null beträgt.

Haushaltshilfe selbst anstellen oder Dienstleister beauftragen?

Wenn du eine Haushaltshilfe selbst anstellst, zum Beispiel als geringfügig Beschäftigte, dann hast du die volle Kontrolle über die Arbeitszeiten und Aufgaben. Du musst dich aber um die Anmeldung bei der Minijob-Zentrale, die Lohnabrechnung und die Zahlung der Sozialabgaben kümmern.

Beauftragst du dagegen ein Reinigungsunternehmen oder einen Haushaltsservice, dann übernimmt der Dienstleister alle Formalitäten. Du erhältst eine Rechnung, die du einfach in der Steuererklärung angeben kannst – das ist deutlich unkomplizierter.

Steuerlich sind beide Wege möglich, aber die Höhe der absetzbaren Beträge unterscheidet sich. Bei einem Dienstleister kannst du den vollen Rechnungsbetrag ansetzen, bei einer selbst angestellten Hilfe nur die Arbeitskosten ohne Gewinnaufschlag des Unternehmens.

Für viele ist der Dienstleister die einfachere Lösung, auch wenn die Stundensätze höher sind. Du solltest die Preise vergleichen und überlegen, ob du den organisatorischen Aufwand einer eigenen Anstellung stemmen kannst.

Typische Fehler bei der Steuererklärung mit Haushaltshilfe

Ein häufiger Fehler ist, Barzahlungen an die Haushaltshilfe als Kosten anzugeben. Das Finanzamt verlangt in der Regel eine Überweisung auf ein Konto, sonst wird der Betrag oft nicht anerkannt. Du solltest also möglichst bargeldlos zahlen.

Viele vergessen, die Rechnungen und Zahlungsbelege aufzubewahren. Zwar musst du sie nicht automatisch einreichen, aber auf Nachfrage des Finanzamts musst du sie vorlegen können. Bewahre daher alle Unterlagen mindestens bis zum Ende der Festsetzungsfrist auf.

Ein weiterer Fehler ist, die Kosten für Handwerkerleistungen mit der Haushaltshilfe zu vermischen. Beide Positionen gehören in unterschiedliche Zeilen der Steuererklärung und haben verschiedene Höchstgrenzen. Eine saubere Trennung ist wichtig, um den vollen Vorteil zu erhalten.

Auch die Fristen solltest du beachten: Die Steuererklärung für ein bestimmtes Jahr musst du in der Regel im Folgejahr abgeben. Wenn du die Haushaltshilfe erst im Dezember des Jahres bezahlst, kannst du die Kosten trotzdem noch für dieses Jahr ansetzen, solange die Zahlung bis zum Jahresende erfolgt.

So setzt du die Haushaltshilfe in der Steuererklärung an

Zuerst sammelst du alle Belege: Rechnungen, Lohnabrechnungen, Überweisungsbelege und gegebenenfalls die Bescheinigung des Dienstleistungsunternehmens. Sortiere sie nach Datum und Summe, damit du den Überblick behältst.

Dann trägst du die Kosten in der Anlage Haushaltsnahe Dienstleistungen ein, die du deiner Einkommensteuererklärung beifügst. Dort gibt es in der Regel ein eigenes Feld für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und ein Feld für Dienstleistungen von Unternehmen.

Achte darauf, dass du in der Regel nur die Arbeitskosten ansetzt, nicht aber Materialkosten wie Putzmittel oder Staubsaugerbeutel. Diese sind meist nicht begünstigt, auch wenn sie in der Rechnung auftauchen. Du kannst den Anteil der Arbeitskosten unter Umständen schätzen, wenn er nicht separat ausgewiesen ist.

Reiche die Erklärung elektronisch über ELSTER ein oder beauftrage einen Steuerberater. Nach der Bearbeitung bekommst du einen Steuerbescheid, in dem die Steuerermäßigung berücksichtigt ist. Prüfe den Bescheid sorgfältig, ob alle Beträge korrekt übernommen wurden.

Haushaltshilfe und Minijob: Das musst du wissen

Wenn du eine Haushaltshilfe geringfügig beschäftigst, also im Minijob mit einem Verdienst unterhalb der geltenden Grenze, dann kannst du das in der Regel über die Minijob-Zentrale anmelden. Dort zahlst du pauschale Abgaben, die du in der Regel ebenfalls in der Steuererklärung ansetzen kannst.

Die Minijob-Zentrale stellt dir in der Regel eine jährliche Bescheinigung aus, die du als Nachweis für das Finanzamt verwenden kannst. Diese Bescheinigung enthält die Arbeitgeberanteile und die pauschalen Steuern, die absetzbar sind.

Achtung: Die Steuerermäßigung gilt in der Regel nur für die Arbeitgeberanteile, nicht für den Lohnanteil, den du als Arbeitgeber zahlst. Der Lohn selbst ist keine haushaltsnahe Dienstleistung, sondern ein Arbeitsentgelt – das ist ein häufiger Denkfehler.

Trotzdem lohnt sich der Minijob oft, weil du die pauschalen Abgaben absetzen kannst und die Hilfe sozialversichert ist. Informiere dich vorher bei der Minijob-Zentrale über die aktuellen Beitragssätze, da diese variieren können.

Häufige Fragen

Barzahlungen werden vom Finanzamt in der Regel nicht anerkannt. Für die Steuerermäßigung ist es meist erforderlich, dass die Zahlung nachweislich auf ein Konto der Haushaltshilfe oder des Dienstleisters erfolgt. Nur so ist die Steuerermäßigung in der Regel möglich.

Die Steuerermäßigung beträgt in der Regel einen Prozentsatz der Aufwendungen, wobei die Höhe und die Obergrenzen je nach Art der Beschäftigung oder Dien