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FinanzbildungInvestieren9 Min.

Aktiver Fonds monatlich: Dein Einstieg in professionelles Investieren

Du musst kein Vermögen haben, um von aktiven Fonds zu profitieren. Mit einem monatlichen Sparplan startest du schon mit kleinen Beträgen. Hier erfährst du, wie es funktioniert und worauf es ankommt.

FondssparplanGeldanlageFondsauswahl
Brauche ich das?
Nicht zwingend.
Für den Vermögensaufbau gibt es auch günstigere passive Alternativen.
Wie viel Geld?
Schon wenig.
Monatliche Sparraten ab rund 25 Euro sind bei vielen Anbietern möglich.
Wo kaufen?
Online-Broker.
Direktbanken und Neobroker bieten die günstigsten Konditionen.
Was bringt es?
Professionelles Management.
Fondsmanager treffen die Anlageentscheidungen für dich.

Warum dich das Thema aktiver Fonds betrifft

Vielleicht denkst du, dass dich das Thema aktiver Fonds nichts angeht, weil du kein großes Vermögen besitzt. Doch genau das ist ein Irrtum. Die Zeiten, in denen man viel Geld benötigte, um an der Börse zu investieren, sind lange vorbei. Heutzutage kannst du schon mit einer monatlichen Rate von rund 25 Euro in einen aktiven Fonds investieren. Das macht das Thema für jeden relevant, der langfristig Vermögen aufbauen möchte.

Dein Geld auf einem herkömmlichen Sparkonto verliert durch die Inflation an Kaufkraft. Das bedeutet, dass du dir für dein Erspartes in zehn Jahren weniger leisten kannst als heute. Ein aktiver Fonds bietet die Chance, diese Kaufkraft zu erhalten und dein Vermögen zu mehren. Das ist besonders wichtig, wenn du für Ziele wie die Altersvorsorge, ein Eigenheim oder die Ausbildung deiner Kinder sparst.

Du musst kein Finanzexperte sein, um von aktiven Fonds zu profitieren. Die Fondsmanager übernehmen die Arbeit für dich. Sie analysieren Märkte, wählen Unternehmen aus und passen das Portfolio an. Du profitierst von diesem professionellen Management, ohne selbst tätig werden zu müssen. Das ist der Kern des aktiven Investierens.

Der Einstieg ist einfacher als du denkst. Du benötigst lediglich ein Depot bei einer Bank oder einem Online-Broker. Dort richtest du einen Sparplan ein, der automatisch jeden Monat einen festen Betrag in den Fonds investiert. So baust du kontinuierlich Vermögen auf, ohne dass du dich aktiv darum kümmern musst. Der schwierigste Schritt ist oft nur der erste.

~70%
der aktiven Fonds in Deutschland schlagen ihren Vergleichsindex über 10 Jahre nicht.
25 Euro
ist oft die Mindestsparrate für einen Fondssparplan bei Online-Brokern.
1,5%
liegt die durchschnittliche jährliche Verwaltungsgebühr (TER) bei aktiven Aktienfonds.

Was ist ein aktiver Fonds überhaupt?

Um zu verstehen, was ein aktiver Fonds ist, musst du dir zunächst einen Fonds als einen großen Topf vorstellen. In diesen Topf zahlen viele Anleger ihr Geld ein. Das gesammelte Kapital wird dann von einem Fondsmanager in verschiedene Wertpapiere investiert, zum Beispiel in Aktien von Unternehmen oder Anleihen von Staaten. So kannst du mit einem einzigen Fonds in viele verschiedene Anlagen gleichzeitig investieren.

Der entscheidende Unterschied zu einem passiven Fonds liegt in der Strategie. Ein aktiver Fondsmanager versucht, den Markt zu schlagen. Er analysiert Unternehmen, bewertet wirtschaftliche Entwicklungen und kauft oder verkauft Wertpapiere, um eine überdurchschnittliche Rendite zu erzielen. Das Ziel ist es, besser abzuschneiden als ein Vergleichsindex wie der DAX oder der MSCI World.

Ein passiver Fonds, auch Indexfonds oder ETF genannt, bildet hingegen einfach einen Index nach. Er kauft alle im Index enthaltenen Wertpapiere in der gleichen Gewichtung und bildet so die Marktentwicklung exakt ab. Es gibt keinen Fondsmanager, der Entscheidungen trifft. Das macht passive Fonds in der Regel deutlich günstiger in der Verwaltung.

Die Arbeit des Fondsmanagers bei einem aktiven Fonds kostet Geld. Diese Kosten werden direkt vom Fondsvermögen abgezogen und mindern deine Rendite. Dafür erhoffst du dir eine höhere Rendite als mit einem passiven Fonds. Ob sich diese Hoffnung erfüllt, hängt von der Fähigkeit des Fondsmanagers ab, gute Anlageentscheidungen zu treffen. Das ist das Kernrisiko bei aktiven Fonds.

So funktioniert ein Fondssparplan für aktive Fonds

Ein Fondssparplan ist die einfachste Methode, um monatlich in einen aktiven Fonds zu investieren. Du legst einen festen Betrag fest, der an einem bestimmten Tag im Monat automatisch von deinem Girokonto abgebucht wird. Mit diesem Betrag werden dann Fondsanteile gekauft. Das funktioniert ähnlich wie ein Dauerauftrag, nur dass das Geld nicht auf ein Sparkonto fließt, sondern in den Fonds investiert wird.

Der große Vorteil eines Sparplans ist der sogenannte Cost-Average-Effekt. Da du jeden Monat den gleichen Betrag investierst, kaufst du bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger. Über einen langen Zeitraum gleichen sich so Kursschwankungen aus. Du musst dir also keine Gedanken über den perfekten Einstiegszeitpunkt machen.

Die meisten Fondsgesellschaften und Online-Broker bieten Sparpläne auf aktive Fonds an. Du kannst die Höhe deiner monatlichen Rate frei wählen, wobei die Mindestbeträge je nach Anbieter variieren. Viele Broker haben die Mindestrate in den letzten Jahren auf rund 25 Euro oder sogar weniger gesenkt. Das macht den Einstieg auch für Einsteiger mit kleinem Budget möglich.

Du solltest den Sparplan als langfristige Verpflichtung sehen. Idealerweise läuft er über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte. Nur so kannst du von der Entwicklung der Märkte und dem Zinseszinseffekt profitieren. Der Zinseszinseffekt bedeutet, dass deine erzielten Renditen wieder mit angelegt werden und so selbst wieder Rendite erwirtschaften. Das lässt dein Vermögen über die Zeit exponentiell wachsen.

Die Kosten: Was ein aktiver Fonds wirklich kostet

Bevor du in einen aktiven Fonds investierst, solltest du die Kosten genau verstehen. Die wichtigste Kennzahl ist die Gesamtkostenquote, auch TER genannt. Sie gibt an, wie viel Prozent deines Fondsvermögens jährlich für die Verwaltung des Fonds abgezogen werden. Bei aktiven Fonds liegt diese Quote in der Regel deutlich höher als bei passiven ETFs.

Zusätzlich zur TER können weitere Kosten anfallen. Dazu gehören zum Beispiel Ausgabeaufschläge, die du beim Kauf von Fondsanteilen über eine Bank zahlst. Diese können mehrere Prozent des Anlagebetrags betragen. Viele Online-Broker verzichten jedoch auf diesen Aufschlag, wenn du Fonds über sie kaufst. Es lohnt sich also, die Konditionen der verschiedenen Anbieter zu vergleichen.

Ein weiterer Kostenpunkt ist die Performancegebühr. Einige aktive Fonds verlangen eine zusätzliche Gebühr, wenn der Fonds eine bestimmte Rendite erzielt. Diese Gebühr soll den Fondsmanager für gute Leistungen belohnen. Sie kann die Rendite jedoch auch schmälern, wenn der Fonds gut abschneidet. Du solltest daher genau prüfen, ob ein Fonds eine solche Gebühr erhebt.

Die Kosten sind der wichtigste Grund, warum viele aktive Fonds ihren Vergleichsindex nicht schlagen. Denn die höheren Gebühren müssen erst einmal durch eine bessere Wertentwicklung ausgeglichen werden. Das gelingt nur wenigen Fondsmanagern über einen langen Zeitraum. Du solltest daher nicht nur auf die Rendite, sondern immer auch auf die Kosten eines Fonds achten. Niedrigere Kosten bedeuten eine höhere Nettorendite für dich.

Worauf du bei der Auswahl eines aktiven Fonds achten solltest

Die Auswahl des richtigen aktiven Fonds ist entscheidend für deinen Anlageerfolg. Du solltest nicht einfach den Fonds mit der höchsten Rendite der letzten Jahre wählen. Denn vergangene Wertentwicklungen sind keine Garantie für die Zukunft. Stattdessen solltest du auf andere Faktoren achten, die Aufschluss über die Qualität des Fonds geben.

Ein wichtiger Faktor ist die Erfahrung und Kontinuität des Fondsmanagers. Ein Fonds, der seit vielen Jahren von demselben Team verwaltet wird, ist oft stabiler als ein Fonds mit häufigen Managerwechseln. Du kannst in den Fondsberichten nachlesen, wer den Fonds verwaltet und welche Strategie er verfolgt. Ein guter Fondsmanager kommuniziert seine Anlagestrategie klar und verständlich.

Achte auch auf die Größe des Fonds. Ein sehr großer Fonds kann Schwierigkeiten haben, in kleinere Unternehmen zu investieren, weil er zu viel Kapital anlegen muss. Ein sehr kleiner Fonds hingegen kann ein Klumpenrisiko darstellen, wenn er nur wenige Anlagen enthält. Eine moderate Fondsgröße ist oft ein gutes Zeichen für eine ausgewogene Anlagestrategie.

Du solltest auch die Anlagestrategie des Fonds verstehen. Investiert der Fonds in globale Aktien, in Schwellenländer oder in spezielle Branchen? Die Strategie sollte zu deinen eigenen Anlagezielen und deiner Risikobereitschaft passen. Ein Fonds, der in Technologieaktien investiert, ist zum Beispiel deutlich riskanter als ein Fonds, der breit gestreut in etablierte Unternehmen investiert. Lies den Verkaufsprospekt sorgfältig, bevor du investierst.

Typische Fehler, die du vermeiden solltest

Der häufigste Fehler bei der Geldanlage ist, auf kurzfristige Schwankungen zu reagieren. Wenn die Kurse fallen, bekommen viele Anleger Angst und verkaufen ihre Fondsanteile. Damit realisieren sie Verluste und verpassen oft den anschließenden Aufschwung. Du solltest einen aktiven Fonds als langfristige Anlage sehen und Kursschwankungen aussitzen.

Ein weiterer Fehler ist, zu viel Geld in einen einzigen Fonds zu stecken. Auch wenn der Fonds gut gemanagt wird, ist das ein Klumpenrisiko. Besser ist es, auf mehrere Fonds mit unterschiedlichen Strategien und Regionen zu setzen. So verteilst du das Risiko und bist nicht von der Entwicklung eines einzelnen Fonds abhängig.

Viele Anleger wählen ihren Fonds nur aufgrund der Rendite der letzten zwölf Monate aus. Das ist ein Fehler, denn diese Rendite sagt nichts über die zukünftige Entwicklung aus. Oft sind genau diese Fonds im nächsten Jahr die Verlierer. Du solltest stattdessen auf langfristige Kennzahlen und die Qualität des Fondsmanagements achten.

Ein oft unterschätzter Fehler ist die Vernachlässigung der Kosten. Ein Fonds mit hohen Gebühren muss eine deutlich bessere Rendite erzielen als ein günstiger Fonds, um am Ende gleich abzuschneiden. Du solltest daher immer die Gesamtkostenquote vergleichen und auch versteckte Kosten wie Transaktionskosten im Blick behalten. Günstige Fonds sind nicht automatisch besser, aber sie haben einen strukturellen Vorteil.

Dein Weg zum ersten aktiven Fonds in fünf Schritten

Der erste Schritt ist die Festlegung deines Anlageziels und deines Anlagehorizonts. Willst du für die Rente sparen, für ein Haus oder für die Ausbildung deiner Kinder? Je nach Ziel ist dein Anlagehorizont unterschiedlich lang. Für einen Zeitraum von weniger als fünf Jahren sind aktive Fonds mit Aktien oft zu riskant. Für langfristige Ziele sind sie jedoch eine gute Wahl.

Im zweiten Schritt bestimmst du deine Risikobereitschaft. Wie viel Schwankung kannst du aushalten, ohne nachts schlecht zu schlafen? Wenn du sehr sicherheitsorientiert bist, solltest du einen Fonds mit Anleihen oder eine Mischung aus Aktien und Anleihen wählen. Wenn du bereit bist, höhere Schwankungen zu akzeptieren, kannst du in einen reinen Aktienfonds investieren.

Der dritte Schritt ist die Auswahl eines passenden Fonds. Nutze dafür Fondsvergleichsportale und achte auf die genannten Kriterien wie Kosten, Fondsmanager und Anlagestrategie. Du kannst auch einen Finanzberater hinzuziehen, wenn du dir unsicher bist. Wichtig ist, dass du den Fonds verstehst und dich mit der Strategie wohlfühlst.

Im vierten Schritt eröffnest du ein Depot bei einem Online-Broker oder einer Bank. Achte auf die Kosten für die Depotführung und den Handel. Viele Neobroker bieten inzwischen ein kostenloses Depot an. Im fünften Schritt richtest du deinen Sparplan ein. Du legst die monatliche Rate fest und den Ausführungstag. Danach läuft alles automatisch, du musst dich nicht mehr darum kümmern.

Aktiver Fonds monatlich: Dein Fahrplan für die Zukunft

Du hast nun das Wissen, um mit einem aktiven Fonds monatlich zu investieren. Der wichtigste Tipp ist, einfach anzufangen. Je früher du beginnst, desto länger kann dein Geld für dich arbeiten. Auch kleine Beträge summieren sich über die Jahre zu einem beachtlichen Vermögen. Der Zinseszinseffekt wird dein bester Freund, wenn du ihm genügend Zeit gibst.

Überprüfe deinen Fonds regelmäßig, aber nicht zu häufig. Einmal im Jahr solltest du dir die Wertentwicklung und die Kosten anschauen. Wenn der Fonds über mehrere Jahre deutlich schlechter abschneidet als sein Vergleichsindex, solltest du über einen Wechsel nachdenken. Kurzfristige Schwankungen solltest du jedoch ignorieren, sie sind völlig normal.

Denke daran, dass ein aktiver Fonds nur ein Baustein deiner Finanzen sein sollte. Du solltest immer einen Notgroschen auf einem Tagesgeldkonto haben, für unvorhergesehene Ausgaben. Außerdem solltest du deine Anlagen diversifizieren, also auf verschiedene Anlageklassen und Regionen verteilen. So reduzierst du das Risiko und erhöhst die Chancen auf eine stabile Rendite.

Bilde dich weiter und bleibe neugierig. Die Finanzwelt ist komplex und verändert sich ständig. Je mehr du über Geldanlage weißt, desto bessere Entscheidungen triffst du. Lies Bücher, höre Podcasts oder besuche Seminare. Dein zukünftiges Ich wird es dir danken, dass du dich um deine finanzielle Zukunft gekümmert hast.

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Häufige Fragen

Die Mindestsparrate liegt bei den meisten Online-Brokern bei rund 25 Euro pro Monat. Einige Anbieter haben die Grenze sogar auf rund 10 Euro gesenkt. Du kannst also schon mit sehr kleinen Beträgen starten und die Rate später erhöhen.

Das kommt auf deine Ziele an. Aktive Fonds bieten die Chance auf eine höhere Rendite, sind aber teurer und schlagen ihren Index oft nicht. ETFs sind günstiger und bilden den Markt einfach ab. Für die meisten Anleger sind ETFs die bessere Wahl.

Ja, das ist möglich. Aktive Fonds investieren in Wertpapiere, deren Kurse schwanken. Im schlimmsten Fall kann der Fonds an Wert verlieren. Du solltest daher nur Geld investieren, das du langfristig nicht benötigst.

Eine jährliche Überprüfung ist ausreichend. Schau dir die Wertentwicklung im Vergleich zum Index und die Kosten an. Kurzfristige Schwankungen solltest du ignorieren. Ein Fonds braucht Zeit, um seine Strategie umzusetzen.

Die TER ist die laufende jährliche Verwaltungsgebühr, die vom Fondsvermögen abgezogen wird. Der Ausgabeaufschlag ist eine einmalige Gebühr beim Kauf von Fondsanteilen. Viele Online-Broker verzichten inzwischen auf den Ausgabeaufschlag.

Ja, in der Regel kannst du deinen Sparplan jederzeit ohne Kosten stoppen oder die Rate ändern. Dein bereits angelegtes Geld bleibt im Fonds und du kannst es jederzeit verkaufen. Es gibt keine langfristige Bindung.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 30.08.2026, nächste Prüfung: 02/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.