Geschichte Bachelor of Science an der Bergische Universität Wuppertal
An der Bergischen Universität Wuppertal verbindet der Geschichte-Studiengang klassische Quellenarbeit mit einem ungewöhnlich starken Fokus auf Wissenschafts- und Technikgeschichte sowie Digital Humanities.Über den Studiengang
Der Studiengang Geschichte an der Bergischen Universität Wuppertal richtet sich an alle, die historische Prozesse nicht nur nacherzählen, sondern methodisch durchdringen wollen. Das Studium ist zulassungsfrei, setzt also keine Abiturnote als Hürde voraus, verlangt dafür aber Eigenmotivation und Lesebereitschaft ab dem ersten Semester.
Ein Markenzeichen des Wuppertaler Standorts ist die enge Verzahnung von Geschichte mit Wissenschafts- und Technikgeschichte – ein Feld, das an vielen anderen Universitäten nur am Rande vorkommt, in Wuppertal aber traditionell stark verankert ist. Ergänzt wird das Profil durch Digital Humanities, also den Einsatz digitaler Werkzeuge zur Auswertung historischer Quellen und Daten.
Wer sich zusätzlich für den Lehrberuf interessiert, findet mit der Fachdidaktik ein Modul, das historisches Wissen in vermittelbare Unterrichtsinhalte übersetzt. So bleibt der Studiengang sowohl für rein fachwissenschaftlich Interessierte als auch für angehende Lehrkräfte anschlussfähig.
Curriculum & Module
28 Module – der vollständige Studienverlauf. Durchsuche alle Module oder filtere nach Semester.
Digital Humanities
Fachdidaktik
Fachwissenschaftliche Vertiefung
Politik, Recht, Verfassung: Ideen und Strukturen
Politische Prozesse
Gesellschaftliche Formationen und soziale Konflikte
Geschlecht und Familie
Städte und Regionen
Wirtschaft und Wirtschaftsverständnis
Technik und Industrie
Religion
Bildung und Wissenschaft
Kulturelles Gedächtnis und Historiographie
Gewaltformen und Pazifizierungsbestrebungen
Quellen, Überlieferung und Methoden der Geschichtswissenschaften
Europa und Europavorstellungen
Interdisziplinäres Modul
Bildungs- und Entwicklungsprozesse im Elementar- und Primarbereich
Altertum - Themen, Methoden, Quellen
Einführung in Arbeitsmittel der Alten Geschichte (Recherche, Quellenkritik, Quellenerschließung) mit praktischer Anwendung auf altertumskundliche Fragestellungen und wissenschaftlicher Textproduktion.
Mittelalter - Themen, Methoden, Quellen
Grundkenntnisse in Begriffen, Themen, Methoden und Hilfsmitteln der Mediävistik mit Fokus auf mittelalterliche Mentalität, Kultur und Überlieferungsprobleme sowie Quellenbewertung.
Frühe Neuzeit - Themen, Methoden, Quellen
Grundkenntnisse der europäischen Geschichte zwischen 1500 und 1800 mit Verständnis der frühneuzeitlichen Zwischenstellung zwischen Mittelalter und Moderne sowie Quellenerschließung.
Neue und Neueste Zeit - Themen, Methoden, Quellen
Grundkenntnisse der Geschichte nach 1800 mit Fokus auf Modernisierungsprozesse, Quellenüberlieferung und ethische Bewertung historischer Vorgänge.
Das moderne Europa: Grundlagen und Entwicklung
Fortgeschrittene Kenntnisse des modernen Europas mit gesamteuropäischen Perspektiven auf Strukturen, Konflikte und Kontingenzen historischer Prozesse sowie methodisches Instrumentarium.
Traditionen und Revolutionen
Fortgeschrittene Kenntnisse politischer Institutionen und Mentalitäten zwischen 1500 und 1800 mit Verständnis für frühneuzeitliche Ambivalenz von Traditionswahrung und Traditionsbruch.
Geschichte und Kultur des Altertums und deren Rezeption
Fortgeschrittene Kenntnisse exemplarischer antiker Geschichtsfelder und Traditionslinien in späteren Epochen sowie Entwicklung selbstständigen Urteils über antike Phänomene.
Mittelalter im kulturellen Gedächtnis
Fortgeschrittene Kenntnisse mittelalterlicher Wissenskulturen und Rezeptionsstrategien mit Fokus auf Gedächtniskulturen und deren Fortwirkung in der Moderne.
Abschlussarbeit (Bachelor-Thesis)
Selbstständige wissenschaftliche Bearbeitung eines Problems aus dem Fachgebiet in begrenzter Zeit mit angemessener Darstellung der Ergebnisse.
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Moduldaten aus dem offiziellen Modulhandbuch der Hochschule München. Umfang und Angebot können sich je Studien- und Prüfungsordnung ändern.
Studiengang im Detail
Über den Studiengang
Geschichte in Wuppertal ist als geisteswissenschaftlicher Bachelor angelegt, der historische Epochen, Methoden und Theorien systematisch erschließt. Die zulassungsfreie Aufnahme senkt die formale Einstiegshürde, das inhaltliche Niveau bleibt davon unberührt.
Charakteristisch ist die Offenheit für interdisziplinäre Perspektiven: Technik-, Wissenschafts- und Digitalgeschichte werden nicht als Randthemen, sondern als integraler Bestandteil des Curriculums behandelt.
Studieninhalte
Im Zentrum stehen klassische historische Arbeitsweisen wie Quellenkritik, Archivarbeit und die Einordnung historischer Ereignisse in größere Zusammenhänge. Das Modul Wissenschafts- und Technikgeschichte öffnet den Blick für die Entwicklung von Technik, Naturwissenschaften und ihrer gesellschaftlichen Wirkung über die Jahrhunderte.
Digital Humanities bringt digitale Methoden ins Spiel: Textanalyse-Tools, Datenbanken und digitale Editionen werden genutzt, um historische Quellen neu zu erschließen. Wer sich für die Schule interessiert, belegt zusätzlich Fachdidaktik und lernt, historische Inhalte altersgerecht aufzubereiten.
Für wen passt das?
Der Studiengang eignet sich für Menschen mit Freude an langen Texten, komplexen Argumentationen und der Bereitschaft, sich in Archivmaterial oder digitale Datensätze zu vertiefen. Technikaffine Studieninteressierte profitieren besonders vom Schwerpunkt Wissenschafts- und Technikgeschichte.
Auch wer später unterrichten möchte, findet mit der Fachdidaktik einen praxisnahen Anknüpfungspunkt, ohne dass das Studium ausschließlich lehramtsorientiert ausgerichtet ist.
Karriere & Arbeitsmarkt
Absolvent:innen der Geschichte finden sich in Archiven, Museen, Verlagen, im Bildungsbereich sowie in Kultur- und Wissenschaftsjournalismus wieder. Die Kombination aus historischem Fachwissen und digitalen Kompetenzen aus den Digital-Humanities-Modulen verschafft zusätzliche Anschlussfähigkeit an datengetriebene Berufsfelder.
Der Berufseinstieg erfolgt häufig über Praktika, Volontariate oder weiterführende Studiengänge, etwa im Archivwesen oder Lehramt.
Hochschule & Format
Die Bergische Universität Wuppertal bietet den Studiengang in Vollzeit am Standort Wuppertal an. Die zulassungsfreie Struktur ermöglicht einen unkomplizierten Einstieg, während die inhaltliche Tiefe – insbesondere im Bereich Wissenschafts- und Technikgeschichte – den universitären Anspruch unterstreicht.
Das Format richtet sich an Studierende, die sich vollständig auf ein Präsenzstudium mit Seminaren, Übungen und eigenständiger Lektüre einlassen wollen.
Zulassung & Zugangswege
Deine Zulassungschancen
Ehrliche Einordnung auf Basis der gebundenen Daten, plus dein persönlicher Match.
Dieser Studiengang hat keinen Numerus Clausus. Deine Abiturnote ist für die Zulassung nicht entscheidend, oft ist sogar ein Einstieg ohne Abitur möglich.
Kosten & Finanzierung
An staatlichen Hochschulen fallen in der Regel keine Studiengebühren an – du zahlst nur den Semesterbeitrag.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Studiengebühren | 0 € |
| Semesterbeitrag | ca. 250 bis 350 € / Semester |
| Enthalten | u. a. Semesterticket & Studierendenwerk |
Richtwerte – den genauen Semesterbeitrag nennt die Hochschule.
Deine Jobgarantie mit StudySmarter
Wenn du deinen Studiengang über StudySmarter und das StudyKit findest und dich darüber einschreibst, ist die Jobgarantie automatisch dabei.
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Es gelten die Teilnahmebedingungen. Details und Bedingungen erhältst du mit dem Infomaterial.
Karriere & Gehalt
Der Weg von Geschichte-Fachkräften führt über verschiedene Etappen, die fachliche Vertiefung mit wachsender Verantwortung verbinden.
- Einstieg als wissenschaftliche Hilfskraft oder Volontär:inErste praktische Erfahrung in Archiven, Museen oder Verlagen sammeln und historisches Fachwissen anwenden · 0 bis 2 Jahre
- Fachliche Mitarbeit in Kultur- oder BildungseinrichtungenEigenständige Projekte übernehmen, etwa Ausstellungskonzeption oder redaktionelle Arbeit · 2 bis 5 Jahre
- Fachreferent:in oder ProjektleitungVerantwortung für größere Vorhaben, etwa digitale Archivierungsprojekte oder Bildungsformate · 5 bis 8 Jahre
- Leitung von Abteilungen oder InstitutionenStrategische Steuerung von Archiven, Museen oder Bildungseinrichtungen · ab 8 Jahren
Gehaltsspanne nach Karrierephase
Branchenweite Marktorientierung für Geschichte-Profile (brutto pro Jahr), kein hochschulspezifischer Wert. Tatsächliche Gehälter hängen von Branche, Region und Erfahrung ab.
Arbeitsmarkt & Zukunft
Wie sich der Beruf von Geschichte-Fachkräften durch KI-gestützte Werkzeuge verändert, lässt sich bereits an ersten Entwicklungen ablesen.
Wie KI den Beruf verändert
Digitale Werkzeuge verändern historische Arbeit spürbar, ersetzen aber nicht die Deutungsleistung.
KI nimmt dir ab
- Automatisierte Texterkennung (OCR/HTR) für historische Handschriften und Dokumente
- Erste Sortierung und Verschlagwortung großer Datenmengen in Archiven
- Statistische Auswertung digitalisierter Quellenbestände
- Automatisierte Übersetzung fremdsprachiger Quellentexte als Erstentwurf
Menschlich gefragter denn je
- Historische Kontextualisierung und Einordnung von Quellen
- Kritische Bewertung von Widersprüchen und Lücken im Quellenmaterial
- Vermittlung historischer Zusammenhänge an unterschiedliche Zielgruppen
- Ethische Reflexion über Umgang mit sensiblen historischen Themen
Kompetenzen im Umgang mit digitalen Quellen werden gezielt im Modul Digital Humanities aufgebaut, während Wissenschafts- und Technikgeschichte den Blick für langfristige Entwicklungslinien schärft.
Arbeiten neben dem Studium
Sammle schon im Studium Praxis und verdiene dazu – Werkstudentenjobs und Praktika in Wuppertal, ideal neben dem Präsenzstudium am Campus.
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Tools & Rechner
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Die Hochschule im Profil
Kurzprofil der Bergische Universität Wuppertal – Trägerschaft, Format und, wo verfügbar, unsere Einschätzung aus Studierendenbewertungen.
Bergische Universität Wuppertal
Für diese Hochschule liegen noch keine aggregierten Studierendenbewertungen vor.
Was Studierende sagen
Das wird gelobt
- Seltene inhaltliche Tiefe im Bereich Wissenschafts- und Technikgeschichte
- Zulassungsfreier Zugang senkt die Einstiegshürde
- Digital-Humanities-Module schaffen Anschluss an digitale Berufsfelder
Worauf du achten solltest
Wer ein rein anwendungsorientiertes Studium erwartet, sollte bedenken, dass Geschichte in Wuppertal viel eigenständige Lektüre, Quellenarbeit und theoretische Auseinandersetzung verlangt – ohne klar vorgezeichneten Berufsweg nach dem Abschluss.
Passt Geschichte zu dir?
Das solltest du mitbringen
- Du liest gerne lange, komplexe Texte und hinterfragst historische Narrative kritisch.
- Du interessierst dich für die Geschichte von Wissenschaft und Technik, nicht nur für politische Ereignisse.
- Du bist offen dafür, digitale Methoden wie Textanalyse-Tools für historische Fragestellungen einzusetzen.
- Du kannst dir vorstellen, historisches Wissen später zu vermitteln, etwa im Bildungsbereich.
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Häufige Fragen
Ist der Studiengang Geschichte an der Bergischen Universität Wuppertal zulassungsbeschränkt?
Nein, der Studiengang ist zulassungsfrei, das heißt, es gibt keine Abitur-Notengrenze für die Einschreibung.
Welche Rolle spielt Digital Humanities im Studium?
Digital Humanities ist ein festes Modul im Curriculum und vermittelt digitale Methoden zur Auswertung historischer Quellen und Daten – ein Schwerpunkt, der den Wuppertaler Studiengang von vielen anderen unterscheidet.
Kann ich mit diesem Studiengang später unterrichten?
Das Modul Fachdidaktik bietet eine Grundlage für den Lehrbereich, das Studium ist jedoch primär fachwissenschaftlich und nicht als klassisches Lehramtsstudium konzipiert.
Was macht das Profil in Wuppertal besonders?
Die starke Verankerung der Wissenschafts- und Technikgeschichte im Lehrangebot ist ein Alleinstellungsmerkmal, das historisches Denken mit der Entwicklung von Technik und Naturwissenschaften verbindet.
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